Freitag, Juni 15, 2012

neue töne (1151): i am not lefthanded

im juli 2010 machte ich darauf aufmerksam, dass der sympathische dreier aus kathryn, daniel und benji am ersten full length arbeiten würde. war wohl auch so, aber es dauerte schlicht und ergreifend etwas länger als geplant. "previously on ianl" war der frühe 4tracker in 2006, auf den die beiden eps "yes means no" (2009) und "time to leave" (2010) folgten. später wurde lediglich der song "alone (it's not so bad)" herausgebracht, das war im märz des vergangenen jahres. zwischendurch haben i am not lefthanded vor allem auf qualitätskontrolle gesetzt. denn einige der älteren tracks flogen aus "dem kader", um im bild der laufenden fußball em zu bleiben. ein jahr lang zogen sich die drei zurück, um am album "the fire & the sigh" (seit 03. juni auf dem markt) zu arbeiten. knapp 11.000 dollar standen ihnen dafür zur verfügung, die sie sich über eine fan funding webseite organisierten.
kathryn wurde in einer kleinen stadt im westen irlands geboren. während das ländliche leben durchaus als idyllisch empfunden wurde, reizten dennoch die gassen dublins das junge mädchen. irgendwann traf sie bei ihren straßen- und kneipenmusikalischen aktivitäten auf den in belfast geborenen daniel frazer. der hatte zu diesem zeitpunkt eine eigene band, aus der ihn kathryn herauslotste, um ihn ganz für sich zu haben. fortan schrieben sie songs, wobei "kathryn tempered daniel’s starker melodies with subtle undertones and stronger harmonies, while daniel added a pulsing bass to lift her mellower songs.", wie sie selbst schreiben. während eines londonbesuches treffen sie auf den dort beheimateten drummer benji savigear. kurze zeit später ist er teil der gemeinschaft. 2010, die zweite ep war gerade erschienen, bekam die band eine menge radioairplay, wurde in print- und onlinemedien erwähnt und tourte ausgiebig, wobei man die bühne mit the rumble strips oder duke special und anderen teilte.
nun steht das acht songs umfassende werk "the fire & the sigh" auf dem plan und kann mit seiner einträglichkeit hausieren. das überbordende, zuweilen schwielige vorheriger nummern ist fast vollständig aufgegeben, stattdessen setzt man auf einklang und harmonie. kaum streitbares, ausschließlich bereinigtes. so kommen elemente zu glanz, wie etwa kathryns gesang, die sonst gern mal untergegangen sind. vielleicht fehlt mir ab und an das drastische, berauschte. aber nicht unbedingt. nicht heute. da zählt der (power-) poprock des trios, zählt! auf bandcamp könnt Ihr antesten, später kaufen.
tracklist: brace brace / return / spark / no time / late night drive / screamager / alone (it's not so bad) / falls to me



Kommentare:

gudrun.thaeter hat gesagt…

Ich habe die Musik (als backerin...) auch schon erhalten und finde die Frauen-Stimme ebenfalls sehr angenehm. Ich bin häufig kritisch, wenn mir Musik zu eingängig daherkommt. Hier finde ich aber die Balance ganz prima getroffen. Ich muss mit den Zehen ein bisschen mitwippen, bleibe dran und höre zu. Sicher auch ein Kandidat zum weiterempfehlen (wie ja von Dir hier auch getan)

E. hat gesagt…

cool, das wusste ich natürlich nicht, dass du die band unterstützt hast. toll! und ja, nicht immer muss musik durch ecken und kanten dominiert werden.