Samstag, Januar 31, 2015

eingestreut (771): konzerte münchen februar


die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)

01.02. guts pie earshot u.a., kafe marat
02.02. jessie ware, ampere
02.02. warm graves, kranhalle
02.02. the tonecooks, milla 
02.02. queen, olympiahalle
03.02. craig taborn quartet, unterfahrt
03.02. mine / manel rodriguez, milla
03.02. the kooks, tonhalle
03.02. alex clare, muffathalle
03.02. honig / tim neuhaus u.a., ampere
04.02. tann, unterfahrt
04.02. monster magnet, backstage werk
04.02. jason manns and rob benedict, substanz
05.02. talking to turtles / the migrant, milla
05.02. julian le play, strom 
05.02. charlotte greve, unterfahrt
05.02. johanna borchert, ampere
05.02. lore aus münchen, import export 
06.02. oktober folk club u.a., import export
06.02. dope body u.a., kafe kult
06.02. samsara blues experiment, orangehouse
06.02. tenacious d, tonhalle
06.02. dreiviertelblut, lustspielhaus
07.02. mopti and bendik baksaas, unterfahrt
07.02. montesas, milla
07.02. olympique, kranhalle
07.02. adam cohen, freiheiz
08.02. uk subs, hansa 39
08.02. afrob, kranhalle
08.02. klaus hoffmann, lustspielhaus
08.02. ryan bingham, orangehouse (ausverkauft)
09.02. sons of bill, ampere
09.02. one boy army, heppel & ettlich
09.02. andy burrows, orangehouse (soundbsp.)
09.02. kiesza, theaterfabrik
10.02. marla glen, ampere
10.02. lydia ainsworth u.a., kranhalle
10.02. mc fitti, backstage werk
11.02. shayna steele, unterfahrt
12.02. luko / ray novacane, milla
12.02. jason serious band, orangehouse
12.02. findus, sunny red
12.02. g.rag und die landlergschwister, substanz
13.02. zhenya strigalev's smiling organizm, unterfahrt
13.02. calle mambo, import export
13.02. red manhole / nordlicht, milla
14.02. mohawk / nicolas quirin, fwd: like waves
14.02. 5/8erl in ehr'n, milla
14.02. hdrs, mug im einstein
14.02. maik mondial, import export
17.02. alt-j, zenith (ausverkauft)
17.02. fatso jetson, kranhalle
17.02. his electro blue voice u.a., kafe kult
18.02. jarboe and helen money, ampere
18.02. existenzhengste, milla
18.02. johannes meißner u.a., import export
19.02. rachael yamagata / ed romanoff, milla
20.02. vincent peirani quintet, unterfahrt
20.02. of mice and men, backstage werk
20.02. das weisse pferd, milla
21.02. mark lanegan band, freiheiz
21.02. donnerbalkan, ampere
21.02. kommando elefant, kranhalle
21.02. san2 and his soul patrol, milla
21.02. dropkick murphys, zenith
21.02. qntal, backstage halle
21.02. waldenfels, burgmayr, kröll und reiserer, import export
22.02. annenmaykantereit, ampere (ausverkauft, soundbsp.)
22.02. macy gray, muffathalle
22.02. kafe kunst fest, kafe kult
22.02. sylvan esso, milla
23.02. tonträger, heppel & ettlich
24.02. motif, unterfahrt
24.02. the minutes, strom
24.02. woods of birnam, milla
24.02. joe bonamassa, olympiahalle
24.02. annenmaykantereit, ampere (ausverkauft)
25.02. roddy frame, ampere (soundbsp.)
25.02. alison moyet, muffathalle
25.02. antilopen gang, strom
26.02. polar bear, unterfahrt
26.02. erik penny, backstage club
26.02. marianne dissard, milla
26.02. prem osthold projekt, import export
26.02. the high kings, ampere
26.02. kodaline, muffathalle
26.02. idlewild, strom
27.02. klischée, milla
27.02. darcy, muffatcafe
27.02. elektro hafiz, import export
27.02. bear's den, strom (soundbsp.)
27.02. marius neset, unterfahrt
27.02. munich rocks!, ampere
28.02. sternal symphonic society, unterfahrt
28.02. du conradi-gehlen, mug im einstein
28.02. das hobos, milla
28.02. kitty, daisy and lewis, muffathalle
28.02. fiddler's green, backstage werk
28.02. all we are, strom
28.02. pollyester, kammerspiele
28.02. picketts and the groove masters band, import export
28.02. glaskin u.a., kong

Freitag, Januar 30, 2015

eingestreut (770): borealis


die kleinen editionen, die reverb worship immer wieder herausbringt, sind unfassbar schnell ausverkauft. angesichts der qualität und der oft nur unter 50 stück auflagen kein wunder. da muss man fix sein. gerade jetzt, da einige veröffentlichtungen anstehen. auf alle können wir nicht eingehen, wollen an dieser stelle aber gern auf den release von "final vertical" aufmerksam machen. es handelt sich bei diesen aufnahmen um die letzten soloarbeiten des spanischen gitarristen eduardo suárez. unter dem pseudonym borealis ist der hochtalentierte künstler immer wieder in erscheinung getreten. an dieser stelle weist er kreationen auf, die er eigens für die ars electronica veranstaltung in linz komponiert hatte. 

neben den flinken gitarrenläufen findet sich eine aufwertung in sachen klangvolumen sowie geräusche, die der natur an der westküste asturiens abgerungen werden konnten. das gesamtbild ist ein organisches. die brillanz am instrument nebst ihrer eingebundenheit in ein konzept der vertrautheit. am schönsten sind die momente, da die töne liquide und flink rauschen. schnell packt man da den aus gijón stammenden in eine schublade, in der sich kollegen wie james blackshaw oder ben chasny aufhalten. nicht zu unrecht, doch sollte man eduardo suárez einen eigenen platz zugedenken, zu vollkommen scheint sein spiel.
die zwei tracks, der eine über zwanzig minuten lang, erscheinen auf cd, die liebevoll gestaltet, in einer plastikhülle steckt, das cover ist auf fotopapier gedruckt. auch hier wurden nur 48 stück gefertigt.

Donnerstag, Januar 29, 2015

eingestreut (769): yowler


wer double double whammy sagt, muss auch porches, quarterbacks, frankie cosmos, lvl up und und und sagen. vielzählig aufgestellt, mit mut zur offensive, ein kleines label aus ridgewood, nj. mit yowler haben sie einen frischling dargeboten, der im märz sein debüt geben wird. hinter dem moniker verbirgt sich maryn jones, die man von der aus columbus stammenden band saintseneca kennen könnte. dort tritt sie als sängerin an und bedient eine vielzahl instrumente. ihre kommende veröffentlichung auf ddw wird eine kassette sein, auf der sich auch der unten stehende track befindet. "the offer" ist die überschrift für schlafzimmer- und liveaufnahmen, welche im winter 2013/14 entstanden sind. die meisten songs, so berichtet das label, handeln vom schlafen und vom nachdenken über dinge, über die man nicht nachdenken sollte.

die soundqualität ist keine nennenswerte größe. doch der musikalische ausstoss schon. er hat eine subtile note, als hätte man dem punk den stecker gezogen, er erinnert an frühe cat power aufnahmen, genauso wie er eine d.i.y. - aussage anstrengt, ohne sie in den vordergrund zu rücken. hier geht es ums musik machen, zählbares springt dabei eh nicht heraus. die e-gitarre wird angeschlagen, in den dienst genommen, an stellen, an denen sie sich als nützlich erweisen kann. der rest ist leicht versetzter, etwas in hall gegossener gesang nebst klangaufwertung. passt. die preorder läuft.

zusätzlich sei an dieser stelle auf frühere soloaufnahmen von maryn jones verwiesen, die sie unter eigenem namen veröffentlichte. bandcamp hat in dieser hinsicht einiges zu bieten. unter den drei 'alben' finden sich etliche perlen.

Mittwoch, Januar 28, 2015

neue töne (1489): james murray


mit "loss" wollen wir über den neuesten release von james murray informieren. wem der name auf den ersten blick nichts sagt, der sei verwiesen auf slowcraft records. das von murray gegründete label hat nicht nur seine eigene "flood" trilogie veröffentlicht, sondern auch anne garner (wir berichteten vor etlichen jahren) mit persönlichem einsatz des in london lebenden künstlers. murray zeichnet sich durch atmosphärische szenerien aus, er experimentiert in den bereichen ambient, minimal und elektroakustik, sucht dabei einen weg durch den trüben nebel der disziplinierung der moderne, um sie der klassik kenntlich zu machen. sein oft begrenzter ausdruck lässt weite ausmachen, eine ungeahnte größe, als würden filmausschnitte neu ausgeleuchtet und man könne so den eigentlichen inhalt dechiffrieren. so ist es nicht ungewöhnlich, dass murrays name immer wieder auch im zusammenhang mit filmen und tv- aufnahmen erscheint. darüber hinaus ist er bekannt für liveperformances, seine arbeit als mixer, sounddesigner und seine one take studioaufnahmen.

auch "loss", welches am 15. januar auf eilean records erschienen ist, soll in einem schwung eingespielt worden sein. die selbst auferlegten regeln, die auch eine bearbeitung im nachgang verbieten, zwingen zu konzentration und höchster disziplin. im still wabernden sound, den auffällig unaufgeregten strukturen ergänzen sich vertrautheit und übereinkommen der stilvollen elemente. murray bezeichnet es als das eintauchen in die tiefen der seele. zum einsatz kamen roland d-110, tc electronic g-sharp, zoom rfx- 2000 und korg micro kontrol. von der auf 120 stück limitierten auflage sollen noch 3 cds käuflich zu erwerben sein (via bandcamp)..

Dienstag, Januar 27, 2015

neue töne (1488): jens boe bosteen


 von jens boe bosteen hatte ich bislang nichts gehört. ein (demoalbum und ein) erstes album ("second skin") soll es bereits gegeben haben. um stimmen richtig zu deuten, war es etwas prätentiös, deutlich unter dem einfluss seiner vorlieben gestanden wie etwa bill callahan, the divine comedy, neil young oder pixies. hört man sich in sein neues, zweites album "i am a king" ein, treibt einen zwar zunächst der argwohn in bezug auf den titel an, doch dieser verlischt alsbald angesichts einer ganz eigenen formensprache. viel mehr zeigt sich begeisterung ob einer mutig kargen staffage, aufgrund des herunterbrechens auf ein skelett aus gezügelter gitarre und gesang, ergänzt um soundaufwertungen, die sich mal hallverschlagen zeigen, mal in der doppelung oder elektrischen aufwertung der wenigen elemente.

bosteen klammert sich dabei nicht an den folk, sondern entrückt ihm, sucht sich pfade ins dickicht in richtung chanson, aber auch in richtung rock verwandtem. "i am a king" erschien im dezember auf 2000 records und kann mit einer melancholie aufwarten, die nicht erdrückt, die so sehr ich-bezogen ist, dass man sie gut und gern beim gegenüber belassen kann. die distanz ist weder distinguiert noch blasiert, nur ausdruck vollendeter auseinandersetzung. zeitlos schweben die melodien, immer wieder angehoben durch forciertes schlagwerken oder ein gitarrenwerken, durch ein melodicaeinsprengsel, durch bosteens gesang. der anfang zwanziger ist sohn einer niederländischen mutter und eines vaters, der englisches wie dänisches blut in sich trägt. daheim ist bosteen in frankreich. vielleicht addiert sich deshalb so vieles in dem jungen kerl. eine internationale prägung kann man gern aufs cover kleben. 

Montag, Januar 26, 2015

eingestreut (768): bill wells and aidan moffat


das 2011er album "everything's getting older" war eine große freude. die kollaboration von bill wells and aidan moffat kolorierten wir zunächst auf der suche nach den protagonisten: "hier aidan moffat, den arab strap mann, der nicht selten gute miene zum bösen spiel macht und wir haben dort bill wells, der sich als dem jazz naher mit der popinfizierten hochkultur verdingt, u.a. für the pastels und isobel campell arbeitete. hier das trübfischende depressionskarussel, dort die seelische erhebung." und hören wenig später: "ein für sich klimperndes klavier, ein paar streicher, ein gründliches drumming und moffats angeknarzte stimme. ausreichend, um an bedingungsloser melodie einen zauber zu flechten, der für tage reicht. wenn kleine trommelwirbel die lüfte verwirren und für thermikverschiebungen sorgen, die nur der aufmerksame erwischt, dann rückt sich die sorge um ästhetik im pop wieder zurecht. es ist noch nicht alles verloren. der sprechgesang in "cages" ist ein forcierendes element, begleitet von schnellem handclapping, einem casio, das den melodiefaden fortspinnt. der folgetrack grapscht trunken nach dem hörer, während "ballad of the bastard" so klingt, wie es eben klingen muss. die nonchalance zweier gestalten, zweier figuren. hier wird nicht sillstand geübt, wie die klassiker orientierten meinen, hier wird für die moderne ein neues kleid gestrickt."

"the most important place in the world" wird das neue album des begehrten duos heißen und am 27. märz auf chemikal underground erscheinen. "this dark desire" ist ein erster ausschnitt daraus. thematisch, heißt es, sei man auf die metropole als femme fatale aus. moffat meint: "the album's a salute to the city and the secrets she hides; it's ticking clocks and dirty dishes; it's raising the devil on old equipment. it's about the life we want versus the life we need – and deciding which is which." was uns erwartet: