Sonntag, Juni 30, 2019

hicks!: rainwater


im august 2016 haben wir sehr ausführlich über die fantastische band rainwater berichtet, klickt und lest! nun erschien mit "saturn return" endlich der zweitling der kapelle um blake luley. die neuen songs haben nicht nur inhaltlich große tiefe, sondern liefern musikalisch eine bandbreite, die man für so eine indieproduktion nicht zwingend erwarten kann. ich mag besonders diese süffige popvariante mit wohlfeilen hooks, harmoniegesang und einer insgesamt sämigen note für den emotionalen moment. der release ist als kassette oder cd erhältlich, via bandcamp.

Sonntag, Juni 16, 2019

hicks!: just friends and lovers

aus dunklen kellern nährt sich die hoffnung. so selten wie licht ins geviert dringt. doch es pulst gewaltig. drängend gar. längst aus den kinderschuhen, gedrillt für eine bessere zeit. alles schöpferische hat einen biss. generationenwechsel mit verstand. ohne vordersatz ins gemetzel.
just friends and lovers sind veronika adamski (drums, vocs, bass, synth), lina gärtner (guit, bass, drums, vocs) und magdalena gasser (vocs, bass, drums, guit). der grazer/wiener dreier hat dräuende the doors-momente zu bieten, genauso wie er dem punk verschlissenheit zurückzugeben in der lage ist. zwischen melodiösem, popversätzen, harmoniegedränge pocht jederzeit ein gerüttelt maß distortion an den fesseln. seit 2011 gibt es dieses gebinde, das nun auf cut curface den zweitling namens "her most criminal crimes" herausgebracht hat. lofi, no wave und eine extranote charme. wenn die verdrossenheit (für was auch immer) unserer jugend derart atmet, dann fächel ich ihr persönlich weiterhin ein wenig frischluft zu. beispieltracks nachfolgend von einem longplayer, der auch ein wenig den weg nachzeichnet von der rebellion zur sozialisation, ohne werteverlust.

Mittwoch, Juni 12, 2019

hicks!: esther rose


wie vertraut. wie sehr vereinnahmend. und zugleich reizvoll. hier das tradierte, dort das erfrischende. esther rose aus new orleans kommt mit ihrem zweiten album um die ecke. nichts ist, wie es scheint. die wendungen, die störrischen. die irrungen, die weisen. das macht süchtig. jedem einzelnen track giert man nach.

Dienstag, Juni 11, 2019

hicks!: jacob faurholt


ganz schön bleiern zuweilen dieses ding, das da leben heißt. erst gerade ist das obs über die bühne gegangen, ohne mich. wer weiß, wie sehr ich das schmucke festival gefeiert habe, kann vielleicht auch erahnen, dass solcherart verlust groß sein muss. tröstende musik hat mal wieder jacob faurholt parat. ruft ihn mal in den unten stehenden links auf, er wird euch auf diesem blog häufiger erscheinen. aktuell steuert er auf sein neues album names "shake off the fear" zu, welches anfang september erscheinen wird. die erste single daraus geniessen wir. um trost zu suchen. "the dark isn't right" hat all die formidablen folkzutaten, die einen solchen darkschleicher auszeichnen sollten. der getragene moment, die sehnsüchtig fiebernde slide, der rumpelnde beat und ein gesang, der sich feiert. das feine geschoss gibt es via raw onion auf vinyl. sicher nicht in größter auflage.

Samstag, Juni 01, 2019

hicks!: olden yolk


die zwei new yorker muss man mögen. ihre musik ist so außer der zeit, dass sie längst die moderne für sich eingenommen haben. durchsichtige arrangements, ein megaentspannter gesang und stets ein poetisches wort für dich und mich. "cotton & cane" beispielsweise oszilliert zwischen rockpassagerem und einer folknummer, die sich ans kunstlied schmiegt. mitte mai erschien "living theatre" und ist damit der zweitling nach dem 2018er debütalbum von olden yolk. an der seite von shane butler und caity shaffer findet sich illustres musikervolk, um diese musikalie auf die reise zu bringen. lassen wir noch das stichwort 'woods' fallen, dann dürfte der letzte interessiert sein.

Samstag, Mai 18, 2019

hicks!: the vernes


nicht wenige bands, die sich hinter genrebezeichnungen verstecken wollen. nicht so the vernes, sie bieten lediglich eine von vielen möglichen spielarten auf, wenn sie auf ihrer homepage "garage pop" verzeichnen. eine gewisse rotzigkeit lässt sich an mancher stelle finden, etwas distortion vielleicht auch, aber der rest  ist dann doch eher ganz einfach pop als irgendeine art von haudrauf. der vierer aus philadelphia hat zudem zuletzt etwas für verwirrung gesorgt, als das neue mini- album auf bandcamp angekündigt ward, um dann doch wieder zurückgezogen zu werden. mit dem 17. mai trat aber ordnung ins veröffentlichungsreich und damit nun auch klarheit in unser aller kleines fanleben: "yr of the rat" ist da. und es ist phantastisch, weil es diese kleine perlen aufbietet, die man sich so gern auf ein band zieht, um es schließlich um den hals zu tragen, so bunt und doch so hervorragend zueinander passend. es kleidet uns so sehr!
zarte melodien, die mit einem juvenilen touch vorgetragen werden, dazu eine hin- und herschwingende gitarre, die nicht ungern zart gezupft wird, das drumming ist zögernd, im richtigen moment aber von feuer getauft. reinhören ist hier pflicht für alle, die früher so auf catbird records zeug standen. zuvor gab es frühe aufnahmen und ein debütalbum. also los, entdecken!