mit den painted shrines lernen wir eine kollaboration aus jeremy earl von den woods und glenn donaldson von skygreen leopards kennen. das erste album des bestens zueinander passenden duos heißt "heaven and holy" und wird anfang märz auf woodsist erscheinent. mit "gone" gibt es eine vom dominanten gesang earls geknechtete erste auskopplung. meins!
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Donnerstag, Januar 14, 2021
hicks!: painted shrines
Montag, Mai 25, 2020
hicks!: woods
wenn bands, die man sehr schätzt, neue alben vorstellen... es ist die elfte veröffentlichung der band? kommt das hin? woodsist selbst geht auf die einhundert zu. wer sich mit diesem katalog noch nicht auseinandergesetzt hat, sollte es schleunigst tun. "strange to explain" heißt der neuling von woods und er atmet und ist so offen wie einnehmend. er ist voller harmonie und betupft graue bilder mit farbe!
Dienstag, Januar 07, 2020
hicks!: hurt valley
das debütalbum von brian collins aka hurt valley sei Euch auch 2020 noch ans herz gelegt. "glacial pace" erschien im dezember auf woodsist und klingt wie eine auszeit vom heute, geradewegs wie eine schöne, vergessene kopie des gestern.
Freitag, Dezember 08, 2017
hicks!: anna st. louis
man darf, muss, soll seinen künstler so gut wie möglich verkaufen. wie das woodsist records auf seiner seite für anna st. louis tut, ist so rührend, dass es zu einem neuen maßstab werden sollte. mit solcher umsicht sieht man selten jemanden angefasst. doch das mädel ist jung und mit "first songs" stellt sie eben jene ersten meilensteine einer hoffentlich andauernden karriere vor. die worte sind bedacht gesetzt, die stimme zurückgenommen, als traue sie sich noch nicht richtig loszustürmen. und dennoch spürt man eine sicherheit, ein tapferes auftreten, dass sich aus einer biografie schöpft, da die wege stets auf eigenes ansinnen hin gewählt wurden. die akustische wird gelesen, als zöge man sie zu rate, und es ergibt sich ein nahezu hypnotischer mix. woodsist findet dafür durchaus passende vergleiche und zieht patsy cline und john fahey zu rate. vielmehr gefällt uns aber die geografische zuordnung, man könne zwar den menschen aus dem mittleren westen ziehen lassen, aber niemals den mittleren westen aus dem menschen. und so mache anna die musik eines midwestern (durch einen kalifornischen filter). hört mal rein, es wird Euch gefallen. die kassette mit den ersten schlafzimmeraufnahmen erschien ende november.
Montag, März 13, 2017
eingestreut (1059): woods
die hoch verehrten herrschaften von woods begeben sich an die startlinie, um ihr neues album auf den weg zu bringen (ab 21. april via woodsist). "love is love" ist ein erster vorbote daraus und er entwickelt eine zugkraft, die man von der amerikanischen band gewohnt ist. einerseits das lässige und betont freizügige, andererseits die hohe bindung durch wohlfeine harmonien und unstrittiges arrangement. es perlen die gitarrenläufe und der harmoniegesang belebt die szenerie, die sich hier einen leichten karibischen einschlag gibt. doch lassen wir uns nicht täuschen. woods reagieren mit ihrem album auf die vergangene wahl in ihrem land und haben es innerhalb von zwei monaten eingespielt. es galt mit den gegebenen mitteln etwas entgegen zu stellen. "love is love".
tracklist: 01 love is love
/ 02 bleeding blue
/ 03 lost in a crowd
/ 04 spring is in the air /
05 i hit that drum
/ 06 love is love (sun on time)
Montag, Februar 06, 2017
glotzt nicht so romantisch (768): john andrews & the yawns
schöner zerschlissener sound, den jeder braucht, der ab sofort seiner wege zieht. du weiß, wenn schluß ist, wenn die energien verbraucht sind, der tank leer ist. aber da ist ein feuer, das nur für dich brennt. auf auf! das album wird bad posture" heißen und am 10. märz auf woodsist erscheinen, der brutstätte für grandiose aufnahmen: john andrews & the yawns:
Montag, Januar 30, 2017
neue töne (1716): hand habits
beschenkt mich mit musik. beschenkt mich mit dem leben. alles ist so einfach. die kunst ist es zu tun. meg duffy tuts. nachdem sie mit verschiedenen kapellen unterwegs war, musste sie die erlebnisse ihres unsteten daseins notieren und in songs transkribieren. am 10. februar erscheint auf woodsist records ihr erstling unter dem moniker hand habits. irgendwo vom staate new york aus beginnt sie also einen ganz persönlichen siegeszug zur befreiung und entfaltung.
eingesponnen in die gewerke funktionierender maschinen wie etwa der "pacific northwest" band mega bog oder der kevin morby band, konnte sie doch stets ein individuelles statement setzen. talent und charisma lagen, liegen ihr zu füßen. "all the while" ist ein erster ausschnitt aus dem "wildly idle (humble before the void)" getauften werk, das sich detailversessen und zugleich handfest geriert. mittlerweile in los angeles beheimatet, kann meg nun in ruhe zusehen, wie sich ihre sehnsuchtsgesteuerten lieder in der welt verbreiten. das wird von ganz allein geschehen, mittler, die sich hier benutzen lassen, gibt es genügend. und es gibt erfahrungen mit alben ähnlicher couleur, die wir dringend brauchten, auch jetzt dringend brauchen und brauchen werden.
"sun beholds me" erzählt ein wenig davon. und wie schreibt kevin morby treffend: "but let us not look to the future now, but instead stand alongside her, our trust in her will, both humble before the void, with her first chorus as the mission statement; 'hold you like a flower, hold you like an hour glass'."
beschenkt mich mit musik. beschenkt mich mit dem leben.
Freitag, Dezember 02, 2016
glotzt nicht so romantisch (745): tim darcy / cian nugent / john southworth:
ach mensch, da werden erinnerung wach, woran denkt Ihr , wenn Ihr "tall glass of water” vom kommenen album "saturday night" desbandmitglieds von ought, das am 17. februar auf jagjaguwar erscheinen wird, hört, na?: tim darcy:
"night fiction" ist ja bereits vor einiger zeit auf woodsist records erschienen, nicht zuletzt um auf die anstehenden konzerte (siehe links) vorzubereiten, aber auch weil ganz frisch hier das aktuelle video zu "lost your way" zu sehen ist: cian nugent:
das album "small town water tower" ist pures understatement und eine kleine popsensation, erschienen auf tin angel records, enthält es "champion of love", das nun auch bewegte bilder erhielt, bitte sehr: john southworth:
Samstag, November 26, 2016
eingestreut (1003): cian nugent (tour, präsentation)
zwei daten nur, die uns den dubliner ausnahme singer/songwriter cian nugent nahbringen sollen oder können. also sei ohne umschweife auf die termine in berlin und hamburg verwiesen, damit ja keiner hinter behaupten können, dass er nichts gewusst habe.
30.01.2017 Monarch, Berlin
01.02.2017 Grüner Jäger, Hamburg
um den burschen jenen etwas näher zu bringen, denen der name nicht so geläufig ist, verweisen wir auf einen beitrag aus dem jahr 2011:
mit "doubles" legt der irische gitarrist cian nugent sein erstes album vor, das auch über die grenzen eines selbst aufgelegten releases hinaus erwerbbar sein wird (verwiesen sei an dieser stelle auf sein bei audiomer erschienenes "childhood, christian lies & slaughter"). eigentlich verwunderlich angesichts seines atemberaubenden talents, logisch in bezug auf sein alter. das 45minütige album weist lediglich zwei tracks auf, zunächst die gitarrenmeditation "peaks & thoughts", die unterstützung durch einige elektronische finessen erhält, dann das stattliche "sixes & sevens", das sich von einer ein- mann- nummer zu einer band- deklamation entwickelt und immer wieder changiert zwischen nachdenklichen und berstenden phasen, glorios! der aus dublin stammende musiker verbindet in seinem spiel traditionelle musik der heimat, den vorkriegsblues, das singer/songwritertum der sechziger und siebziger jahre und nicht zuletzt moderne musik. dass er sich zu der takoma schule hingezogen fühlt, drängt sich angesichts der menschen, mit denen er bereits tourte, u.a. jack rose, glenn jones, ben reynolds, james blackshaw, geradezu auf. ergänzend sei auf ein sehr informatives und ausführliches interview mit nugent verwiesen, klick.
"doubles" erscheint im laufenden juni (vrstl. 14.06.) auf vhf records.
fünf jahre später konstatierten wir:
mit "night fiction" legt cian nugent sein drittes album vor. es erscheint ende januar auf woodsist und geht in die nachfolge von "doubles" (2011) und "born with the caul" (2013). es wird sein erstes eher songwriter orientiertes werk sein [...]. "things don't change that fast" ist ein erster ausschnitt und er gibt sich bereits geruhsam, entspannt und blendet gar ein wenig mit saitenkunst. die aufnahmen zu "night fiction" entstanden 2014 und wurden in den bow lane studios in dublin mit daniel fox aufgenommen. unterstützung erhielt nugent zudem von david lacey an den drums, conor lumsden am bass, brendan jenkinson an den tasten- und ailbhe nic oireachtaigh an den streichinstrumenten. schließen wir die vorschau mit den worten von steve gunn: "i've always been impressed and inspired by cian's guitar playing; now on this album he brings his voice and stories to only expand that brilliance".
was das alles live bedeuten kann, vermittelt recht anschaulich ein auftritt aus dem märz dieses jahres, dokumentiert bei nyc taper, ans herz gelegt: klick.
Donnerstag, November 17, 2016
konzert: kevin morby / meg baird, 14.11.16
da war es, dieses gefühl von strebsamer sachtheit, von zielgerichteter zartheit, von einer vertrautheit, die sich in sich selbst versteckt, von anmut dominiert. und doch ward es behände genommen, als tränen von den decken fielen, sich die wände mit nass benetzten, als unentdeckt das noch fortwährende bleiben musste, weil es im sumpf des künstlerischen eids, zu beenden was begonnen, versank.
perlen vor die säue, entfuhr es mir, wenig später raunte ich dem schwatzenden haufen partygeiler weiber vor mir noch zu: schade, dass die musik so laut ist. dabei wisperte dort vorn lediglich die magie umhauchte meg baird, zu der einem jugendlichen enthusiasten phantasiearm einfiel: man könne gar nicht so viel rauchen, wie man im moment benötige.
auf den ersten blick ein hippieskes gebahren, auf den zweiten und wollte man sich nur ein wenig vertiefen, eine offenbarung, zu welcher die amerikanerin, als teil von espers und jüngst heron oblivian bekannt geworden, werden kann. doch wie soll ein solches leichtgewicht, versinnbildlichte man die lichtheit ihres tun, sich wehren gegen stumpfsinn, gegen ahnungs- und mittellosigkeit, gegen ignoranz dieses münchner publikums. man darf versichert sein, an anderer stelle hätte frau baird die ihr gebührende aufmerksamkeit erhalten. die wenigen songs, unter anderem aus dem letzten, 2015 veröffentlichten album "don't weigh down the light" gingen unter im stimmengewirr.
setlist: i don't mind / share / stars climb up the vine / mosquito hawks / classic rock in spring (kurt vile cover)
setlist: i don't mind / share / stars climb up the vine / mosquito hawks / classic rock in spring (kurt vile cover)
als quasi woods- vertrauter, sprich fan der ersten stunde, geht einem der name kevin morby flink über die lippen. gleichwohl hat man mit schaudern miterleben müssen, wie er vor einigen jahren das privileg, mitglied dieser außergewöhnlichen band zu sein, ablegte, um fortan in eigenregie zu musizieren. the babies klar, aber dann eben immer auch mehr unter dem titel kevin morby, stets gefolgsleute dabei, im tross das eine oder andere bekannte gesicht. doch dass sich der achtundzwanzigjährige mittlerweile in aller breite in der musikinteressierten masse etabliert hat, das wusste ich nicht.
doch muss man angesichts eines großzügig gefüllten stroms konstatieren, hier hat sich einer still und heimlich einen namen gemacht. mit seinen zackig-agilen und doch runden, songwriterisch erstklassig ausformulierten songs spricht er all jene an, die das handwerkliche mit dem schönen verbunden sehen wollen, die sich einem anspruch nicht verwehren, die zugleich aber auch nicht bewusstsein mitführen, mitführen müssen. denn was dem affinicado das label woodsist ist, und dem das label dead oceans bereits die bleiche ins gesicht schlägt, ist dem anderen ein song wie "i have been to the mountain", dieses belebte etwas, das von seiner schwungvollen melodie lebt, vom rauen riff, von morbys stimme, die sich ins gebälk dieses nach klassiker muffenden liedes legt. und doch bleibt die frage, wer die geschichte dahinter mit den idealen dieses adrett gekleideten burschen da vorne in verbindung zu bringen weiß. dem mit jugend gefüllten rund standen nicht zwingend die namen martin luther king oder eric garner auf die stirn geschrieben. aber man kann sich da auch schnell verrennen, denn schließlich hatten einige von ihnen auch textzeilen parat.
ansonsten kam hier schnell bewegung in die chose. der druck von hinten war zwar übersichtlich, dem drummer konnte man auch keinen namen geben, denn zumindest stammtrommler justin sullivan war es nicht, doch schließlich besitzt die band in basser cyrus gengras ein mehr als talentiertes komplementär. was der bursche auf den vier saiten in der lage ist abzureissen, macht mehr als staunen. hier die melodischen läufe, dort der instinktive drall, hier den beat zu befeuern, dort der harmonie das zwitschern beizubringen. ganz zu schweigen von der fantastischen gitarristin meg duffy, die ein ums andere mal ein solo einbringen durfte, die fürderhin klanggründend agierte, zwar kalkuliert argumentierte und dann doch emotional brillierte. und damit dem frontmann, zumindest in sachen saitenarbeit, die show stahl.
dem gemütlichen morby (optisch, ansonsten durchaus ein spring-ins-feld) tat das keinen abbruch, der etwas zu feiste bursche rackerte sich auf seine weise ab und gab den dingen namen. seine songs sind einschlüsse, jeder für sich ein gedankensprung, lohnend zu verfolgen. musikalisch dagegen unmittelbar ins tanzbein führend. von seinen alben zitierend, voran das aktuelle "singing saw" über das hier allseits bekannte "harlem river" bis hin zur leonard cohen widmung war alles gegeben, was es dieser tage bedurfte. auch weil meg baird zuvor bereits auf den ungeschickten us- wahlausgang hingewiesen hatte.
highlights an diesem abend waren ganz sicher die sparsame "beautiful strangers" intonation, als lediglich morby und duffy die bühne bevölkerten, aber auch das nachfolgende solo des frontmanns, das wiederum dem cohen cover "passing through" voranstand, gemeinsam mit meg baird und band vorgetragen, als diese zur zugabe wieder die bühne betraten.
kevin morby hat strahlkraft und energie, die er in diesem projekt ausgezeichnet zu bündeln weiß. vielleicht gibt es einen kleinen hang, eine tendenz nur zur beliebigkeit. davor sollte er sich schützen. denn die themen, die er behandelt, sind es wert in aller ernsthaftigkeit und strenge bearbeitet zu werden. und das wäre er auch jemandem wie meg baird schuldig, die diesen abend nicht hätte eröffnen dürfen.
Freitag, November 11, 2016
eingestreut (998): simon joyner (tour, präsentation)
es ist vielleicht eine der erkenntnisse, die man gewinnen kann. simon joyners neuere songs sind klarer und leichter zu durchdringen, als es die älteren werke waren. als hätte er mehr vertrauen in seine sprache, als zeichnete sich das persönliche wissen deutlicher auf der inneren netzhaut ab, um es in worten wiederzuspiegeln. je komplizierter das leben wege nachzieht, umso einfacher möchte joyner diese konturieren. und he, man legt keine platte des amerikaners auf, um sich purer freude hinzugeben. vielmehr begibt man sich in klausur und rührt an den eigenen geistern. muss musik nicht genau das auslösen?
in den staaten konnte man simon joyner zuletzt im vorprogramm von conor oberst und den woods entdecken. zweifelsfrei ist damit leider nicht belegt, dass der eigentliche stellenwert des außgewöhnlich talentierten singer/songwriters ausreichend unterstrichen wäre. denn in eine reihe mit townes van zandt, gene clark, bob dylan, will oldham, passte simon joyner ganz ausgezeichnet.
sein letztes, mittlerweile dreizehntes album "grass, branch & bone" erschien im märz des vergangenen jahres und glänzte mit zeitweise karg instrumentierten, wenngleich jederzeit zugänglichen songs, changierend zwischen countryesker note und einem weird folk habitus, ohne not sich entscheiden zu müssen. vielleicht auch das eine der großen möglichkeiten des sängers und songschreibers, denn er hat eine familie, führt ein antiquitätengeschäft und ist am ende auch musiker. auch einer, der um das ausbrechen weiß.
an seine letzten konzerte in deutschland, schreibt mir simon, habe er sehr gute erinnerungen, u.a. dass die leute zum teil große wege auf sich nahmen, um teilnehmen zu können. damals war er mit band unterwegs, diesmal wird ihn nur seine frau begleiten.
an seine letzten konzerte in deutschland, schreibt mir simon, habe er sehr gute erinnerungen, u.a. dass die leute zum teil große wege auf sich nahmen, um teilnehmen zu können. damals war er mit band unterwegs, diesmal wird ihn nur seine frau begleiten.
leider stehen aktuell nur zwei drei offizielle termine auf dem tourplan des amerikaners. ein münchner kam letztlich noch hinzu, der wird wie üblich bei den machern via email-liste gehändelt.
nehmt sie wahr, mensch:
nehmt sie wahr, mensch:
05.12.2016 Berlin, Monarch
06.12.2016 Hamburg, Club!Heim
07.12.2016 München, Hauskonzerte
07.12.2016 München, Hauskonzerte
nachfolgende tracks sind allesamt vom letzten album:
Donnerstag, November 03, 2016
eingestreut (995): kevin morby (tour)
photo by juan jerez
ein paar fakten vielleicht vorab, so sie denn verbindlich sind, man weiß ja nie. kevin morby schiebt in allen öffentlichen amtshandlungen ein robert zwischen vor- und nachnamen. ansonsten zwingt er sich wohl selten zu blümeranten ausschmückungen. er wurde vor allem als frontmann von the babies bekannt, als bassist von woods und nicht zuletzt durch seine soloaktivität, die in mehrere alben mündete. als da wäre das debüt "harlem river", der zweitling "still life" (2014) und schließlich das immer noch aktuelle "singing saw", in diesem jahr erschienen.
der junge morby ist zehn, als er mit dem gitarrespiel beginnt, formiert noch als teen seine erste band und zieht alsbald von kansas city nach brooklyn, wir schreiben die mittleren nullerjahre. er schlägt sich mit jobs durch, bis er schließlich bei woods halt machen darf. mit cassie ramone von vivian girls kommt es zur gründung von the babies, danach gehts richtung los angeles, wo er rückschau hält und eine art hommage an new york formuliert, verewigt auf dem debüt "harlem river".
die etablierte kunst des kevin morby hat sich mit sanftheit einen namen gemacht. selbst wenn die musikalie knackig daherkommt, selbst wenn der sound dichte präsentiert, erobert dich der künstler mit diesem sämigen, juvenilen gesang. der geschichten zu erzählen weiß, wie es die alten taten. der dich nie zu überzeugen sucht, weil er sich erst selbst zu überzeugen suchte. die zweifel sind nun von bord, der blick freier denn je. eingepasst in einen folkrock kontext, der weit mehr kann, als sich auf den ersten blick buchstabieren ließe.
im november stehen einige konzerte an, köln, berlin und münchen kommen auch in den genuss eines konzerts von kevin und co. wir empfehlen eindringlich einen besuch eines dieser events. wer in münchen dabei, sagt grüß gott.
(support: MEG BAIRD)
12.11.2016 Köln, Blue Shell
13.11.2016 Berlin, Columbia Theater
14.11.2016 München, Strom
hier gehts übrigens zur ganz frischen single "beautiful strangers", klick.
Samstag, Februar 27, 2016
eingestreut (930): woods
nun wird es also langsam ernst, unsere lieblingspsychfolker rücken mit einer zweiten single aus dem neuen album auf den leib. woods wollen "city sun eater in the river of light" am 08. april auf woodsist veröffentlichent und "can't see at all" ist nach "sun city creeps" der zweite appetithappen daraus. apropos zwei. es ist das zweite album, das die band in einem studio aufgenommen hat - man will es nicht glauben - das neunte full length ist es insgesamt. dass der sound immer weiter verfeinert wurde, hören nicht nur fans. hier ist etwas gewaltiges am werden, denn es ist noch lange nicht das ende der fahnenstange erreicht. versprochen.
Sonntag, Januar 24, 2016
eingestreut (918): cian nugent
photo by cait fahey
mit "night fiction" legt cian nugent sein drittes album vor. es erscheint ende januar auf woodsist und geht in die nachfolge von "doubles" (2011) und "born with the caul" (2013). es wird sein erstes eher songwriter orientiertes werk sein, doch gitarren werden nach wie vor ausreichend auftauchen. "things don't change that fast" ist ein erster ausschnitt und er gibt sich bereits geruhsam, entspannt und blendet gar ein wenig mit saitenkunst. die aufnahmen zu "night fiction" entstanden 2014 und wurden in den bow lane studios in dublin mit daniel fox aufgenommen. unterstützung erhielt nugent zudem von david lacey an den drums, conor lumsden am bass, brendan jenkinson an den tasten- und ailbhe nic oireachtaigh an den streichinstrumenten.
schließen wir die vorschau mit den worten von steve gunn:
"i've always been impressed and inspired by cian's guitar playing; now on this album he brings his voice and stories to only expand that brilliance".
Donnerstag, Januar 14, 2016
eingestreut (912): woods
bei manchen neuigkeiten muss man nicht lang herum reden, da müssen fakten geschaffen werden. die neue single unserer liebsten lowfolker woods hört auf "sun city creeps" und läutet die vorfreude auf das album "city sun eat in the river of light" ein, welches am 08. april, natürlich auf auf woodsist erscheinen wird. hell, yeah! der smoothe aufgalopp, die stilistische gemengelage aus reggae und countryeskem hält fürs ungewöhnliche fallstricke bereit. wohlwollend nicken wir das ab und nehmen voller vorfreude das solo, die friedfertige bridge und alles andere mit.
Mittwoch, Mai 06, 2015
neue töne (1525): little wings
kreative integrität ist vielleicht das entscheidende merkmal sowohl in sachen woodsist records, als auch little wings betreffend. deren neuer release "explains" wird am 26. mai auf betreffendem label erscheinen. fraglos ein schaffen nachzeichnend, das sich auf melodien stützt, die der großen amerikanischen tradition in bezug auf das songwriterhandwerk entsprungen sein mögen, zugleich garniert mit den gedanken eines wissenden, eines reisenden, eines aufmerksamen beobachters, der nicht nur die nahtstellen zwischen gut und böse, zwischen lachen und weinen kennt, sondern auch diverse schattierungen im bestellten feld dazwischen. das eindringliche wird zum vertrauten, das vetraute zum eigenen.
phil elvrum (the microphones) sagte mal über kyle field, dass dieser eher der stimmungentyp wäre. die einschätzung kam nicht von ungefähr, schließlich sind die beiden einige zeit gemeinsam um die häuser gezogen. während elvrum eher den präzisen part abgab, nährte field das mäandernde, seinen intiuitiven zugang zur musik. sein gefühl für stimmungen war stets ausgeprägt und machte ihn zum idealen begleiter. so spielte er über die vergangenen jahre auch mit calvin johnson, devendra banhart oder m. ward.
"explains", little wings neuer auswurf, erscheint in kürze (26. mai) und wird u.a. nachfolgende tracks aufzuweisen haben. beiden ist eigen, dass sie die emotionale tiefenwirkung des künstlers zu transportieren in der lage sind. kath bloom, daniel johnston, smog, assoziationen, die nicht von ungefähr kommen. fein, wie sich die klangströmungen ineinander verschieben, ohne je die oberhand zu gewinnen. an der beweist sich immer wieder der barde, der sänger. sowohl "where" als auch "by now" sind starke zeichen.
auf ein paar aktuelle coverversion sei an dieser stelle außerdem hingewiesen, klick.
Samstag, April 02, 2011
eingestreut (241): woods
eine meiner aktuellen lieblingskapellen ist woods. mit ihrem sechsten full length, "sun & shade" wird am 14 juni erscheinen, werden sie ihren weg des wohl austarierten fuzzfolk fortsetzen. ihrem hauseigenen label woodsists haben sie mittlerweile ein neues hauptquartier gegönnt, und in warwick nahmen sie denn nun auch zum ersten mal im heimatlichen studio auf. zur hilfe sprang ihnen dabei glenn donaldson, den man sonst aus kapellen wie skygreen leopards oder art museum kennt. einein vorgeschmack auf das kommende liefert "pushing onlys" und wer die band kennt, wird viel vertrautes entdecken. wir sehen uns spätestens im juni.pushing onlys - woods by forcefieldpr
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