Sonntag, Februar 03, 2013

neue töne (1237): charlotte & magon


photo by dir. david lombroso

im april 2009 wars, ich habe etwas länger suchen müssen, als ich über charlotte & magon geschrieben hatte. eine schöne geschichte gab es zu erzählen, hier in aller kürze: "ein mädchen und ein junge laufen sich im märz 2008 am flughafen ben gurion in tel-aviv das erste mal in realiter über den weg. vorher unterhielten sie sich und kommunizierten lediglich via internet miteinander. der junge, magon aus israel, regte nach zwei jahren schließlich an, dass das mädchen, charlotte aus frankreich, ihn besuche, um gemeinsam ein popalbum in zwölf tagen aufzunehmen. charlotte nimmt die herausforderung an, bucht einen flug und beide treffen sich. sie komponieren neun songs und verfallen einander. schön, gell? ihre liebe wurde zur geschichte der gemeinsamen musik und erhielt somit den ritterschlag für zeitlose universalität."  "love happening" hieß denn auch ihr erster gemeinsamer output, zu dem uns u.a. einfiel: "im schweberausch wird der gegenüber an die hand genommen und ins tal der euphorie und der lebendigkeit geführt." und weiter: "heiße liebe, ja, aber keine, an der sich fremde die finger verbrennen. freudenfeuer werden gezündet und um sie herum all die lieblichen melodien versammelt, die - charlotte & magon - den beiden beglückten durch die köpfe gesummselt sein müssen. die ausstattung ist eher matt, verhilft aber zu konzentrierter sendung. denn die themen sind klar und unzweideutig. walzende drums, kreisende gitarren und ein flinker bass, dazu synthesizer, die gerne an die späten sixties gemahnen." seit jenen tagen habe ich von den beiden nichts mehr vernommen. nun ja, bis eben jetzt, da ein neues album in den startlöchern steckt. mit "life factory" ist es überschrieben, wird voraussichtlich sieben tracks enthalten und am 06. februar zu haben sein. es soll von emile zola und charlie chaplin inspiriert sein. die ersten verlautbarungen sind so auch stolze lieder, die großtönig daherkommen und vom exaltierten gesang charlottes leben. ohne dies despektierlich zu meinen, die geste gehört hier einfach dazu. dicht ist der klang der beschwingten weise, freundlich und doch auf eine art, wie sie die altvorderen an sich haben, wenn sie einem etwas zu erzählen gewillt sind. konzeptionelles kunst, die an grundfesten rühren will und überdauern. mal sehen. einen vorgeschmack haben wir bereitgestellt.

Kommentare:

Gudrun hat gesagt…

Volltreffer für mich!

Oliver Peel hat gesagt…

Also wenn ich schon mal einen Livebericht beisteuern kann, dann tue ich das auch. Zumal meine Fotos hübsch sind, genau wie das Pärchen. Und Videoclips gibt es auch. So:

http://meinzuhausemeinblog.blogspot.de/2012/04/charlotte-magon-paris-200412.html