Samstag, April 11, 2009

neue töne (573): pink mountaintops

herrliche promotion des anstehenden dritten albums von pink mountaintops, da stephen mcbean, der kopf hinter dem unternehmen, mitsamt eines buches, das das cover des albums abbildet, gezeigt wird. lächelnd steht er da und grinst in den aufgeschlagenen wälzer, zufriedenheit ausstrahlend, in sich ruhend, von der welt umschlossen. die herbstliche tönung des covers passt zwar weniger in die aktuelle jahreszeit, aber dafür treffsicher zur musik auf dem album. die verzehrende beschäftigung mit der liebe und ihren gegenspielern, mit dem gelingen und dem verlieren, ist nun mal eher thema tristerer tage. auch die werden wir in den kommenden wochen haben. geben wir uns dann diesem album, nämlich "outside love" hin. jagjaguwar hält es ab 05.05. für uns bereit und schreibt, dass sich die zehn songs in gänze wie eine danielle steele romanze lesen würde, "but that would probably make for bad television."
lassen wir uns vom black mountain songwriter, gitarristen und co-vokalisten stephen mcbean überraschen. erstaunlich ist allemal die wandlung, die der der vancouver/victoria punk szene entstammende genommen hat. der schwere rock wich nun dem gelassenen folk/americana. beeinflusst sah sich mcbean vor allem durch hochzeiten in montreal, durch den winter, durch pink floyds "the final cut", weihnachtsalben, durch ganz besondere songs von exile und echo and the bunnymen, durch das bermuda dreieck sowie "being depressed in the sunshine, people who haven't made out yet but will in the future, The Everly Brothers, clowns in the ceilings, and bedrooms where skinheads used to live." aha. wer aber glaubt, der bursche säusele nur vor sich hin, irrt. ehrlich. denn giftig kann es ebenso werden. hat ja allen grund dazu, wenn die liebe durch hass geblendet wird.
schließlich noch der hinweis auf einige bekannte, die den prozess der albumentstehung auf irgendeine weise mitgetragen haben: sophie trudeau (a silver mt. zion, godspeed you! black emperor), ted bois (destroyer), jesse sykes, phil wandscher (jesse sykes and the sweet hereafter, whiskeytown), josh stevenson (jackie o motherfucker), ashley webber (the organ, bonnie prince billy), amber webber (black mountain, lightning dust), matthew camirand (black mountain, blood meridian), joshua wells (black mountain, lightning dust), leith parry (superconductor, the gay), und tolan mcneil (caroline mark). ganz schöner haufen, was? aber eine menge bekannter gesichter und inniger freunde der hier unterstützten hauptperson.
aufgenommen wurde "outside love" in verschiedenen studios, gemixt schließlich in den hallen von john congleton, der schon für black mountain werke verantwortlich zeigte, aber ebenfalls bei modest mouse, explosions in the sky und the mountains goats an den reglern saß.
Pink Mountaintops - Vampire (2009)
Pink Mountaintops - New Drug Queens (2006)
Pink Mountaintops - Rock 'n' Roll Fantasy (2004)

06. Mai 2009 20:00 Mains D’Oeuvres Paris
18. Mai 2009 20:00 59:1 Munich
19. Mai 2009 20:00 Arena Vienna

Kommentare:

Oliver Peel hat gesagt…

Immer wieder interessant, daß man auf dem Klienicum eher über die sideprojects der Künstler als über ihre Hauptgruppe lesen kann. Black Mountain, die toll sind, wurden hier totgeschwiegen. Sophie Trudeau, die bei A Silver Mt. Zion brilliert, wird plötzlich erwähnt, wenn sie bei einer anderen Geschichte beteiligt ist.

Aber die Beschäftigung mit Acts, die weniger im Rampenlicht stehen, macht das Klienicum ja auch irgendwie aus und zudem sehr charmant und eigenständig. Zu den Pink Mountaintops würde ich am 6. Mai gerne gehen, wenn da nicht überall in der Stadt so ein tolles Programm wäre. Get Well Soon + Dear Reader in der Maroquinerie; Soap & Skin im Zèbre de Belleville und ähem... Lilly Allen im Bataclan.

E. hat gesagt…

nein, nein, totschweigen gibt es hier nun wirklich nicht. das wäre wissentlich und könnte zum prinzip erhoben werden. vielmehr werden im klienicum nur jene künstler herausgepickt, die zur rechten zeit am rechten ort waren.
auch ich mag black mountain, aber sie fielen mir entweder zum angemahnten zeitpunkt nicht ins auge oder es waren eine menge anderer themen davor.
ich habe immer wieder überlegt, ob es eine inhaltliche konstante gäbe, um dem kind einen namen zu geben. gibts aber in dem sinne nicht. und deshalb verzichte ich auf eine definition des blogs, aber gehe keiner kontroverse aus dem weg.
aufgrund fehlender rückmeldung ist eine feinjustierung auch schwierig.

Oliver Peel hat gesagt…

Deine Auswahl der Künstler ist prima und handverlesen! Beschäftige Dich einfach weiterhin mit den Künstlern, die Dich interessieren, ohne allzu größe Rücksicht auf Feedback. Also immer weiter so, Du bist genial!

teller knete hat gesagt…

Zustimmung!
Sorge Dich nicht um fehlendes Feedback, Eike. Bei Deinem Tempo komme ich auf angenehme Weise nur selten auf Schritthöhe mit, bin am ununterbrochenen Stöbern. Das macht ein Feedback oft schwierig, trübt aber nicht den Genuß.