Sonntag, Januar 15, 2012

unsigned - a d.i.y. (music) diary by great dynamo - episode 2

haha, welch kabelgewirr, welch blinkern. gerätschaften in unendlicher anzahl, ein kosmos voller maschinen mit unbekannten funktionen. doch einer kennt sich aus. uns hauke aka great dynamo macht die türen auf und bringt uns was bei über aufnahmeprozesse und die entstehung eines tracks.
bei ihm liest sich das so: "great dynamos d.i.y. musiktagebuch geht in die nächste runde. es müssen noch zwei songs für die nächste ep fertig produziert werden. wir sehen bei overdub-aufnahmen für den song "in white" zu."
wer frühere episoden sehen will, drückt einfach auf den labelbutton am ende dieses artikels.

Samstag, Januar 14, 2012

eingestreut (359): mariee sioux

lange gewartet. nun ist es so weit. auch mariee sioux legt nach. 2012 räkelt sich und hat zugleich das zudeck abgeworfen. "faces in the rocks" hieß der vorgänger von "gift for the end" und ist verlustigt gegangen in den angebotsmengen, den informationen, den täglichen musikalischen überraschungen. hört man den appetithappen zum im märz erscheinenden album der alela diane freundin wird man jedoch gewahr, um was man sich gebracht hat. diese kräftige, weibliche stimme, den nativefolk, der seine gründe ganz im inneren der amerikanischen heimat findet. eine neue note wird zugleich sichtbar, etwas mystisches vielleicht, eine psychedelische anwandlung, echo, geöffneter raum. die neugier ist auf jeden fall angestachelt. aufgenommen wurde "gift for the end" zwischen april 2010 und august 2011 in den moonsoon studios von placerville und den sun dial studios von nevada city. die preorder kann man bereits über almost musique starten.
mariee sioux - ghosts in my heart

neue töne (1091): nat johnson

nat johnson ist in unseren blogbreiten keine fremde mehr. wir hatten zum beispiel über ihr folkpop outfit monkey swallows the universe berichtet. seit ca. 2003 schafft sich die junge dame aus sheffield und wird nun ihr viertes album auf den weg bringen. gemeinsam mit ihrer neuen backgroundkapelle the figureheads soll "i'm across, i'm ashore" eine weitere geschichte erzählen, eine, die plötzlich zu eine art konzept wurde. 14 tracks gaben dann auf einmal wieder, was nat im laufe ihrer musikerinnen karriere erlebt hat, vom sehr spärlich ausformulierten akustikgeschehen mit eben jenen mstu bis hin zum pop dieser tage, der auf sentiment und überzeugungskraft setzt. geplant war das nicht. dank einer dichteren instrumentierung gelingen kraftvolle songs, die jedoch nicht verdecken wollen, dass darunter eine folkseele schlummert. immer wieder halten nat und ihre jünger ein und präsentieren eine karge nummer, inszenieren ein luft holen, ein zögern. wenn man nat auf der bühne erlebt, sieht sie zunächst wie ein popsternchen aus (ihr superschlankes, ätherisches äußere tut dabei ein übriges), doch der zweite blick verheißt eine gänzlich andere welt. weit ab vom begünstigt sein. sie hat sich alles erkämpft, erarbeitet. gerade noch die bitterkeit des jüngsten bandsplits (in 2008 ging man auseinander, immerhin hatte man zu diesem zeitpunkt bereits mit richard hawley, camera obscura oder the long blondes getourt und zwei alben angefertigt), da erhebt sie sich mit the figureheads (deren debut "roman radio" erschien 2009) wie phoenix aus der asche. die frische, die tiefe des arrangements, zwei schnittstellen, an denen sich der engagierte musikhörer abholen lassen kann. johnson ist zudem eine hervorragende songschreiberin, der man nie müde wird zuzuhören.
"i'm across, i'm ashore" erscheint am 13. februar auf dem heimatlichen sheffield phonography corporation.

margot by nat johnson band

stories in the snow by nat johnson band

dirty rotten soul by nat johnson band

Freitag, Januar 13, 2012

neue töne (1090): vorschau orange blossom special 16, teil 2

auf geht es in die zweite runde unserer vorstellung des orange blossom special 16 lineup. in der ersten ausgabe gab es bereits verheißungsvolles über israel nash gripka, erland & the carnival oder the travelling band zu berichten. doch das ist längst nicht alles, was das unter dem einfachen, aber verbindlichen motto "hömma!" laufende festival an pfingsten zu bieten hat. deshalb lest, höret und staunet:

sie sehen ein wenig aus wie angestossener adel, wie im vorvergangenen jahrhundert verhangen. ehemals gut betuchte, die ihrem geld jedoch keine träne nachweinen und denen geblieben ist, was sie am besten auf die bühne bringen können: musik. das aristokratische lässt nicht von ihnen, das genre chamber folk könnte dabei besser nicht passen und die aufnahmen zum letzten album ("miss you in the days", nov. 2011) wurden in so manch dem spuk zugeneigten gemäuer britanniens aufgenommen, schlösser und dergleichen, wie es sich gehört. the miserable rich sind zunächst das ergebnis des aufeinandertreffen der kongenialen will calderbank und james de malplaquet, die ihre ideen jedoch erst in einer größeren formation erfolgreich umgesetzt sahen, so hievten sie mike siddell und rhys lovell an bord, später stiess ricky pritchard hinzu. über mittlerweile drei full lengths gelang der in brighton stationierten truppe ein unverwechslbarer sound, gegründet auf akustische weise mit cello und kontrabass, dominiert von enthusiastischen gesängen und einer spielfreude, die ihresgleichen sucht. noch mehr zeigt diese sich im liveambiente. hier kreieren die fünfe einen kreisel, in den nach für nach jede reihe des publikums gerissen wird, um sich alsbald in freude um sich selbst zu drehen. in 2009 erhielten sie auf dem obs 13 einen noch recht unglücklichen platz. der tag hatte sich gerade erst entschieden tag zu sein, da mutete man den briten das frisch erwachte auditorium zu. the miserable rich meisterten die aufgabe mit bravour (bericht). doch heuer sollte ein prominenterer platz herausspringen, oder?

true love by the miserable rich

on a certain night by the miserable rich

mit kill it kid habe ich mich in meiner bloggerkarriere ein ums andere mal beschäftigt. beschäftigen müssen, denn die jungspunde machen unglaublich viel spaß. so schrieb ich im sommer 2009 anlässlich des ersten albums: "die aus der bristoler gegend stammende kapelle setzt nicht nur auf den frischesten sound, den alabama seit ewigkeiten nicht zu gehör bekommen hat, sondern auch auf stimmen, die sich aus kehlen stemmen, denen man kinderlieder ohne weiteres zugetraut hätte, aber keinswegs die gesangliche unterstreichung eines rock/folkblues/bastards. denn um nichts anderes wird es sich beim debut des fünfers, das im oktober erscheinen soll, handeln. immer wieder mit griffigen fiedeleinsätzen unterlegt, ornamentiert oder eröffnet, greift eine stürmische melange aus straffen gitarrenattacken, dynamischen bluesbewegungen und vitaler trommelstöcke arbeit um sich. das ist alt. country, americana, folkbesetzter blues. und mutig." weiter heißt es, bezogen auf den stimmlichen einsatz chris turpins: "wie gefärbt durch honigfarbenen whiskey, angestaubt durch den vielfachen rauch dicker zigarren und den dunst verschwiegener kneipen und befeuert durch die mannifaltigen lesarten des lebens, so kommt der gesang daher." der vierer changiert irgendwo zwischen the black keys und den lomax aufnahmen aus den zwanzigern. das alleinstellungsmerkmal: jugend und dieser irre gesang, das kann ihnen (noch) keiner nehmen. mittlerweile gibt es einen zweiten longplayer "feet fall heavy", einige neue teammitglieder (u.a. wurde die fiddle geopfert) und jede menge gespielter konzerte. das wird heiß, freunde!

heart rested with you by kill it kid

pray on me by kill it kid

psychedelic blues rock? obs? sollte passen, oder? oder ist das den tradionalisten wieder eine spur zu bärbeissig? nicht zuletzt im gästebuch der obs webpage tummeln sich ewig gestrige, die ihrer altgedienten liebe zum americana, countryfolk und zum guten, alten blues dergestalt frönen, dass sie sich ihn zu jeder tages- und nachtzeit auf die bühne des festivals (zurück-) wünschen. doch die erdkugel dreht sich und bringt bewegung in die musikalische landschaft und nicht zuletzt das orange blossom spiegelt diesen zeitgeist wieder. und man ist der tradition nicht gänzlich abhold, dessen darf man sich auch bei the flying eyes aus baltimore gewahr sein. der agile vierer hatte ein äußerst erfolgreiches 2011, so co-headlineten sie das farm fest neben arbouretum und lower dens, brachten ihr erstes album ("done so wrong") heraus und wurden gar von der machern des rockpalasts für bewegte bilder auserwählt. passt!

poison the well by the flying eyes

clouded by the flying eyes

mit christian kjellvander wird sich auf dem obs 16 sicher auch (wieder) ein großteil der anwesenden anfreunden können. nicht, weil seine musik so massenkompatibel wäre, nicht, weil er ein bildhübscher wäre, dem man selbst als typ mit offenen armen entgegen rennen würde. nö, vielmehr weil sein auftritt als eine art seelenheizung fungiert. man kann sich wie eine katze auf den rippen an die wohligen harmonien lehnen und der frost fällt ab wie die pelle von frisch geschälter dauerwurst. christian hat ein timbre, dass sich der stahl biegt. er hat geschichten, die von unzähligen reisen, orten, begegnungen erzählen. manchmal ist er zwei jahre auf tour, dann verkriecht er sich wieder in eine einsame hütte. seine discographie (u.a. mit den loosegoats) reicht bis in die mitte der neunziger zurück. sie enthält ausreichend begeisterungsfähiges material für eine stunde sonnenschein. im glitterhouse garten mit kapelle, vorbildlich.

christian kjellvander - bad hurtn



und obschon das festival mittlerweile ausverkauft ist, wollen wir uns nicht davon abhalten lassen, auch die nächsten acts zu bewerben, die nach und nach die noch bestehenden lineup- lücken befüllen werden. in diesem sinne, wir lesen uns.

Donnerstag, Januar 12, 2012

unsigned - a d.i.y. (music) diary by great dynamo - episode 1

nachdem wir vor ein paar tagen auf das projekt von great dynamo aufmerksam gemacht hatten (klick), legt der bursche nun auch gleich mal ordentlich los. unter dem motto "alles anschieben" beschäftigt sich hauke heute mit der organisation von konzerten, probt und pflegt kontakte. wir sind guter dinge, wenngleich ein verkratzter hals operntauglichem gesang im wege steht.
ach ja, sympathischer kerl, oder? der videokanal, die webseite.

glotzt nicht so romantisch (275): cate le bon / sophie knapp / pterodactyl / t. goodshank, p. kreutz / standard fare

auf "cyrk" hört es, auf the control gang wird es am 17. januar erscheinen, ein erstes video zum mittlerweile zweiten album glänzt mit einer sich ins rechte licht gerückten künstlerin: cate le bon:



noch ein ätherisches mädel, dessen erstes album "into the waves" am 02. märz via drag city erscheinen wird, ihre mitgliedschaft bei lights oder cliffie swan wird gern unterschlagen, das nachfolgende video hätte man aber noch leichter und schon länger auf dem schirm haben können, der song ist track 8 des albums: sophie knapp:



ihr drittes album "spills out" liegt noch gar nicht so lange zurück, brah/jagjaguwar veröffentlichten am 19. november, mittels video machen wir neugierig und auf die kommenden tourdaten aufmerksam, siehe unten: pterodactyl:



auf weitere tourdaten gilt es hinzuweisen, nämlich jene dieser beiden singer/songwriter aus new york, die dem antifolk zuzrechnen sind und u.a. nicht ohne das stichwort mildy peaches zu denken sind, jedenfalls was toby goodshank betrifft, an seiner seite die großartige phoebe kreutz:

phoebe kreutz - frankenstein



der dreier aus sheffield stellt einen vor nicht allzu große aufgaben, der song geht flugs ins ohr, da kann man getrost konzentration für das kommende album "out of sight, out of town" (24. januar auf melodic) aufbauen: standard fare:



pterodactyl
17/02/12 Duedingen (CH), Bad Bonn
22/02/12 Leipzig (DE), Conne Island
23/02/12 Wien (AT), Chelsea
24/02/12 Dresden (DE), Ostpol
25/02/12 Berlin (DE), Westgermany
27/02/12 Hamburg (DE), Astra-Stube
28/02/12 Nuernberg (DE), K4

toby goodshank
/ phoebe kreutz
09.02. Deggingen - Hauskonzert
10.02. CH-Tobel-Tägerschen - Komturei
11.02. CH-Genève - Le Cabinet
12.02. F-Lyon - Le Périscope
13.02. F-Paris - Pop In (+ Frozy)
14.02. Köln - Die hängenden Gärten von Ehrenfeld
15.02. Mainz - Ventil Verlag (+ Boo Hoo)
16.02. Darmstadt - Gute Stube im Hoffart-Theater
17.02. Marburg - Café Trauma
18.02. Berlin - Weserstr. 58 (Beginn: 20Uhr)
19.02. Potsdam - Nachtboulevard im Hans-Otto-Theater
22.02. Hamburg - Aalhaus
23.02. Hannover - Hauskonzert*
24.02. Leipzig - Kaffee Schwarz
25.02. Magdeburg - Nachtschicht im Theater Magdeburg

Mittwoch, Januar 11, 2012

glotzt nicht so romantisch (274): iji

iji habe ich schon längere zeit auf dem schirm. allerdings trat einer veröffentlichung immer wieder der mangel an informationen (kommt aus seattle und ähm...) entgegen. daran hat sich nicht viel geändert, aber... zach burba, der sich hinter diesem und anderen projekten versteckt, ist ein musikalischer tausendsassa, multiinstrumentalist und mitglied in diversen bands und gruppierungen. via bandcamp hat man zugriff auf einen sack voll songs, die allesamt eines verbindet, sie gehen fluffig ins ohr. das ist lofi, bedroom pop auf höchstem niveau. mal davon abgesehen, dass die soundqualität völlig in ordnung geht, sind die ideen erste sahne. harmoniespeck, nenne ich das mal. daran kannst du den winter über knabbern, ohne hungern zu müssen. ijis aktuelles werk "yerself" befindet sich in der produktionellen endphase (anfang 2012 sollte es vollendung finden), einige tracks sind bereits online und hängen sich wie passende glieder an die bisherigen songketten. schmuck ausgestattet mit warmen cords, mit fideleinlagen, mit variablem schlagwerk glänzt vor allem das gesangsorgan des protagonisten. eine helle jungenstimme, die im kopfbereich besteht, die den nerdcharakter unterstreicht, die allemal sympathiepunkte sammelt. das gilt auch für die bewegten bilder, die, aus dem stand heraus produziert, mutig direkt ins gesicht leuchten. zwei beispiele habe ich Euch mal unten angeheftet sowie zwei tracks, die der single "bird-man movement team" (4 tracks) entnommen sind, welche im august auf off tempo erschienen war. es wird Euch gefallen, ich geh keiner wette aus dem weg.

iji - viber by offtempo

iji - wavy one wheezin by offtempo



Dienstag, Januar 10, 2012

ein (p)fund mp3 (376)

muss gleich an den anfang unserer ersten mp3- schleuder des jahres zwanzig zwölf, die jungs aus montreal werden uns ab dem 28. februar mit einem neuen album begeistern, "the end of that" heißt es und hat einen hervorragenden einstieg:
plants and animals - lightshow
und noch so 'n dicker hund, es ist immerhin ihr fünftes album, "new wild everywhere" kommt am 03. april und dann muss ich sie endlich mal live sehen dürfen: great lake swimmers:
great lake swimmers - easy come easy go

die single zum album, "stormbird" zu rollerchain, wer erst einmal den einstieg geschafft hat, wird sich vom charme des dreiers aus britannien überrollen lassen, veröffentlicht wird leider erst am 07. mai via tru thoughts records: belleruche:
stormbird by belleruche

auch mit "red parole" greifen wir recht weit in die zukunft, das album wird erst am 10. april erscheinen, die band aus louisville vereint einen stiefel voller stile und greift auch auf ihrer single von verschiedenen seite an, auf karate body records: seluah:
seluah - the other side of the gun by karatebody

noch etwas handfester lassen es diese brüder angehen, die single "lions of least" gibt beredt zeugnis vom dritten, kommenden album "echo one", welches am 20. februar auf thrill jockey seine veröffentlichung findet, die truppe tourt demnächst, daten siehe unten:
pontiak - lions of least
eine art kollektion of homerecordings präsentieren sie ab 24. januar auch auf tonträger physischer natur, "cry along with the babies" ist eine art mitbringsel für die anstehende tour mit real estate, wir haben erst einmal gar nichts davon, na ok, bis auf die musike: the babies:
the babies - trouble by new images

ihre einflüsse sind the cribs, brian wilson und the cure, sie spielten ihre zweite ep ein und stellen sie dieser tage in brooklyns glasslands vor, wisst Ihr was, mir gefällt der sound aus verhalltem haudrauf und charming emotions: the denzels:
the denzels - rae rae by low life inc

the denzels - black girls by low life inc

innerhalb von wenigen tagen wurde ihre single zigtausend fach gehört und gedownloadet, ein wunder?, nö?, "capricornia" erscheint anfang märz (das album "europe" irgendwann im frühjahr) auf dem bewährten slumberland label, die musik ist mal wieder einnehmender pop mit hymnencharakter: allo darlin':
allo darlin' - capricornia by slumberland records

wirklich relaxt lässt es dieser typ angehen, woodsist records veröffentlicht ende januar das vierte full length "keep it together", geniesst den einstieg: the doozer:
the doozer - fold up chair

das wird noch was mit der ganz großen karriere, "always" erscheint am 06. märz auf polyvinyl, der vorabtrack lässt die magensäureschwappen und die beinchen hin und her schaukeln, wir freuen uns auf mehr: xiu xiu:
hi by xiu xiu

am 17. januar erscheint die "small stories" ep und wir gönnen uns einen ersten ausblick auf die wohlfühlvariante von..., ja von was eigentlich, schmuse(folk)pop?, mir mundets sehr, Euch auch?:
buried beds - ivory towers
buried beds - breadcrump trail

pontiak
11 Mar 2012 Frankfurt Elfer Club
12 Mar 2012 Leipzig UT Connewitz
13 Mar 2012 Berlin Jaegerklause

i break horses

03.02. Hamburg, Molotow
04.02. Duisburg, Grammatikoff
05.02. Münster, Gleis 22
06.02. Berlin, Comet Club

Montag, Januar 09, 2012

unsigned - a d.i.y. (music) diary by great dynamo - episode 0: intro

prasselte der regen, als hauke auf den hof fuhr? oder nieselte es bloß, als ich ihm meine hilfe anbot, das ganze gerät, welches sich im kofferraum seines bejahrten kombis stapelte, ins haus zu tragen? er hatte einige hundert kilometer in den knochen, sah irgendwie ausgewrungen aus und schien recht froh ob der ermutigenden worte. alles in allem eine stunde, dann stand das equipment des ein mann projekts, des lofi homerecording artists, der durchaus sein haus verlässt, sauber aufgebaut in unseren hemischen räumen. spätestens nun war auch das graue in die flucht geschlagen, das bleiern auf den ersten momenten lag. das folgende hauskonzert war ein voller erfolg, nicht nur weil wir am ende in kontakt blieben und über die fußballaffinität hinaus das dasein des anderen verfolgten. der typ hatte uns berührt, etwas in bewegung gesetzt.
unter dem moniker great dynamo verfolgt hauke das parallelleben eines musikers. und das hat es in sich, wenn man nicht alles auf eine karte setzen kann. oder will. mit "UNSIGNED – a diy (music) diary“ by GREAT DYNAMO" verfolgt der düsseldorfer eine unternehmung der ganz besonderen art, die er nachfolgend doch selbst vorstellen sollte:
UNSIGNED – a d.i.y. (music) diary by GREAT DYNAMO
der düsseldorfer d.i.y. musiker GREAT DYNAMO dokumentiert sein "lo-fi life". er schreibt songs, produziert und vertreibt, promotet und probt sie, um sie schliesslich mit seinem ANALOGUE LOFILECTRO SOUND SYSTEM live zu präsentieren. und immer ist seine mini-cam dabei, um festzuhalten, was sich festzuhalten lohnt. das drehbuch zur doku schreibt das leben. aufnahmen für die nächste platte, proben und konzerte stehen an. equipment wird gesucht, erstanden, genutzt, geliebt, gehasst und geschrottet. veranstalter und andere musiker, freunde und zufällige zeugen kommen zu wort. proberaum und studio, clubs, bars und tankstellen sind die kulissen. so entsteht nach und nach ein chronologisches, verwackeltes, aber hoffentlich zugleich "echtes" bild der musikszene fernab von awards und casting shows.

was unserem labellosen lo-fi freund auf deutschlands clubbühnen widerfahren wird, kann heute noch niemand sagen. und so ist UNSIGNED ebenso experimentell und unberechenbar wie GREAT DYNAMOs eigenwillige musik. die dokumentation entsteht nach und nach auf einem eigenen youtube-channel „greatdynamomusic“. http://www.youtube.com/greatdynamomusic
hier erscheinen die neuen folgen regelmäßig und aktuell. ein erster kurzer trailer macht seit dem 6. januar den anfang.
ich freue mich über jede art von anteilnahme,
kritik und unterstützung. sei es durch gigangebote, finanzielle förderung oder durch gute ratschläge und feedback.
stay (de-) tuned!
viele grüße!
hauke
mail: info@franticworld.de
mobil: +49 171 833 53 91
www.greatdynamo.com
www.myspace.com/greatdynamo
http://www.youtube.com/greatdynamomusic

das klienicum wird great dynamo auf die eine oder andere art begleiten und unterstützen und wenn es am ende nur als portal fungiert, um die episoden 0 bis ... wiederzugeben. denn wir sind angeturnt von der idee, vom enthusiasmus des protagonisten und vor allem auch neugierig, wie es hier weitergehen wird im leben des musikers hauke sch. alias great dynamo. also, bleibt am ball. das intro steht und läuft an, wenn Ihr es wollt:

Sonntag, Januar 08, 2012

neue töne (1089): e.p. hall

ihr gesang ist eine klage, ein narrativer versuch, ein beschwingtes scheitern. die stimme so wundervoll gelitten, gesegnet und spendet, was sie zu spenden hat, ein gottvertrauen, eine liebe. waidwund manchmal, selbstbewußt trotzig zu vielen anderen gelegenheiten. die lyrics oft kryptisch und von andeutungen lebend. die musikalie wie ein leichtes kleid, wie ein netz, auf dass man nicht ganz nackt dasteht. eine wimmernde orgel, eine manische elektronika, die sanfte akustische, treue, adjutierende begleiter. zwischen 2003 und 2009 hat man recht regelmäßig von elise percy gehört, dann war für zwei jahre stille. jedenfalls habe ich von meinem elfenturm aus nichts vernommen. in 2006 erschien "the edge the middle", auf "this is a demo" (2003) folgend. "mommy crow" war schließlich 2009 das erste full length. es erschien auf transponder recordings und umschloss die welt rund um e.p. hall in aller fülle. eine welt, die sich hinter nebelbänken versteckt, die positionslichter absichtlich umgesteckt aufweist, die den mond versetzt wie die liebhaber. nun weist "mechanical hands" erstmals auf eine neue ep hin, "muscle memory recordings" soll in diesem jahr erscheinen. die single erzählt von so mancher schwierigkeit, die man mit dem eigenen körper haben kann. und macht dabei geräusche. und macht dabei wunderliche geräusche.
neben der dame mit der brille gehört definitiv greg simpson ins lineup der in bloomington ansässigen band, darf man an dieser stelle nicht verschweigen.
e.p. hall - mechanical hands

Samstag, Januar 07, 2012

eingestreut (358): mohna

das ist das feine am jahresanfang, man kann eine gute nachricht nach der anderen rauskloppen. denn irgendwie scheinen sie alle gleichgepolt sein und den wettkampf um das erste, beste album in 2012 gewinnen zu wollen. gute chancen rechne ich da mona steinwidder aus. das zweite album der unter mohna musizierenden jungen hamburgerin steht an. am 17.02. soll "the idea of it" erscheinen. der nachfolger von "1985-1994" (klick) wird natürlich wieder auf sunday service veröffentlicht. die erste single hört auf "to do" und wurde von me succeeds bandkollege lorin strohm mit einem minimal house versehen. für den rest, und das ist vornehmlich der schmiegsame gesang, sorgt dann die künstlerin schon selber. die kargen strukturen decken sich mit dem einlullenden stimmchen zu und locken den hörer unter die decke. ich freu mich aufs album.
mohna - to do

konzert: queer beats festival 2012

patrick und marion langweilten sich hinterm merchstand, da hatte die uhr längst die neunte stunde hinter sich gelassen. doch die veranstalter knipsten derweil noch schmucke festivalbänder um fordernd hingehaltene handgelenke. was auch immer schief gegangen war, der auftritt der londoner veronica falls verzögerte sich um das akademische viertel und so war zeit für einen schwatz, einen gruß, ein daumen drücken in richtung der einen hälfte der schwer angesagten truppe, die mit ihrem erstling mächtig eingeschlagen hatte. ergänzt um roxanne und james enterten sie schließlich die bühne, um dem queer beats festival einen angemessenen auftakt zu verleihen. der nachfolgende auftritt war zugleich das highlight der vierten ausgabe des candy club ablegers. das feierwerk war zu diesem zeitpunkt angemessen gefüllt, die vier youngster liessen nichts anbrennen und legten mit "beachy head" gleich einmal einen ihrer hits vor. die frühe single aus 2010 glänzte mit harmoniegesängen, straffem gitarrenspiel und einem keulenden schlagwerk. roxanne clifford ist dazu eine ausgezeichnete sängerin, deren stimme die achtziger mit c86 pop genauso wiederspiegelt, wie sie sich an den treibenden gitarrenpop anzulehnen weiß. im laufe des abends wurde die kleine, in schwarz gewandete dame immer munterer, aufgeweckter und legte das unbewegliche in ihrer miene für ein lächeln ab.

das nachfolgende "stephen" unterstrich die ambitionen von veronica falls für ein memorables erlebnis. gemeinsam mit james hoare strich der harmoniegesang über die köpfe der bewegten zuhörer, die elektrische schwengelte die melodie, stoisch sackten die drums heimlich pluspunkte ein, während der sticksführer patrick doyle mit beeindruckender sicherheit die zweitstimme gab. nicht immer brachte man die drei geweihten organe auf eine line und die sich kreuzenden harmonien suchten ein ums andere mal anschluss. doch der performance tat dies keinen abbruch. "right side of my brain" stiefelte hernach um so unnachgiebiger, das schwer zu packende lied lebt von einer dräuenden stimmung, die in einem wunderbaren chorus aufgeht, um alsbald wieder stillstand zu üben. eine gewichtige rolle kommt dabei dem bass zu. doch der trumpfte an diesem abend weniger auf. marion herbain wirkte schlicht überfordert. das zarte mädel versteckte sich hinter ihrem scheitel und griff vorsichtig in die dicken saiten.

"last conversation" wurde denn auch wieder mehr von ihrer weit weniger schüchternen kollegin verantwortet. das muntere lied dengelte sich belebt durch eine agile rhythmik und glänzte mit perlen der harmonie, die man sich aus dem gitarrendickicht herauspulen musste. der wechselgesang erinnerte besonders hier an selige sarah records zeiten. wunderbar. von "bad feeling" konnte keine rede sein, doch der anschließende song lief ohne gegenwehr. wehte vielmehr, die "uuuh uuuhs" aus dem hintergrund hielten die waage für eine immer mehr in bewegung geratene roxanne. die konnte auch bei "heartbeat" nicht die gefühlte bindung zum publikum verlieren. die flotte nummer hottete durch einen steten beat an sengender elektrischer, die so etwas wie ein kleines solo hinlegte. überhaupt war die tätigkeit von james hoare von beneidenswerter qualität. immer wieder glitzerten seine lines hervor. "found love in a graveyard" ist der opener ihres albums, im konzert stellte sich der dicht gewobene song weiter hinten an und verlor dennoch nichts von seiner drückenden atmosphäre. das sich steigernde moment, geradezu explosive anschwellen kennzeichnete auch den konzerteindruck. "bury me alive", "wedding day" und "teenage" folgten, letzterer ein exklusiv neuer song. mit "come on over" beendeten die vier ein sehr feines set und hinterliessen eine schar begeisterter, die sich noch eine ganze weile am plattenstand herumdrückten, um sich die musik auf tonträger mit nach hause nehmen zu können.
veronica falls - heartbeat (marc rily session)

mit mark andrew hamilton gab es einen zweiten programmpunkt im festivalgefüge, den ich mir grell in meine marschroute notiert hatte. der bärtige kanadier trat solo an, ohne kollegen, die er unter woodpigeon sonst zu horten weiß. den genauso fleißigen wie bärtigen und humorvollen großen kerl erwischten wir dank überlappungszeiten leider erst mitten im set. die zuschauer standen zum teil ungläubig weit ab von der bühne und glotzten auf ein schauspiel der besonderen art. mark zauberte aus seiner gitarre und einigen pedalen und loops ein soundbild voll warmer schönheit. purzelnde melodien, versteckte beats, gesangslinien, die sich umwanden und von der eleganten ausstrahlung marks stimme profitierten. nach für nach baute dieser seine lieder auf. ließ zunächst eine harmonie ins tonband tropfen, rief diese wiederum ab und ergänzte sie um eine weitere. hernach klopfte er direkt ins mikro eine leichten rhythmus und fügte ihn den ersten elementen hinzu. alsbald sang er, strich die saiten seiner roten gitarre und wog sich im munteren reigen seiner aufführung. je länger das konzert anhielt, umso mehr wich die neugier der umstehenden einem verständnis und einer überzeugung, dass das, was da vorn geschah, durchaus qualität hat. doch es blieb fremd und der masse der konzertbesucher war eher nach tanzen und ausgelassener stimmung zumute. dass dem auch mark gewahr wurde, bezeugte er mit manch launiger ansage. ich war sehr beeindruckt vom auftritt und ließ das konzert noch eine lange weile nachklingen und weiß zudem, dass ich den kerl unbedingt noch einmal sehen muss.

später sahen wir kurz bei s.c.u.m. vorbei, konnten uns aber nicht für die grelle schaffe der londoner begeistern und zogen pünktlich richtig sizarr, einem dreier aus landau, der einen tanzbegeisternden mob in bewegung zu halten wusste. am ende war es nicht meine musik, allerdings ging sie in die beine und hatte einiges, an dem man sich festhalten konnte. nicht zuletzt an der gesangsstimme, die eisen biegen kann, an einem schlagwerk gerührten beat, der fesselte und an elektronica, die sehr flexibel stile bedienen konnte. unseren abschluss fanden wir schließlich in jeans team, deren eigenwilliges programm aus unverstellten textfetzen und herber elektrodisco nicht wirlich unseren geschmack traf. dennoch war das festival ein erfolg, der besuchte lohnte in allen belangen. den veranstaltern sei ins poesiealbum geschrieben: weiter machen!

Freitag, Januar 06, 2012

eingestreut (357): la sera

katy goodman hat bei mir immer einen gut. mit ihrem projekt la sera sowieso. der powerpop trifft einen nerv, der bei mir direkte anbindung ins zentrum meines musiklieberhaberstübchen hat. "sees the light" wird ihr kommendes album heißen, es erscheint am 24. märz auf hardly art, folgt auf das letztjährige debut und einer ersten single dürfen wir vorab schon einmal, zweimal, dreimal lauschen. griffig, souverän und irgendwie auch betörend, was das vivian girl da zaubert. findet Ihr nicht?
la sera - please be my third eye

neue töne (1088): river jones music

einen blick richtung zukunft zu werfen, ist angesichts des beginnenden neuen jahres nichts außergewöhnliches. wie es dies aber das label river jones music tut, muss herausgehoben und gelobt werden. hier sind einige alben in vorbereitung, die allein schon für verzücken im kommenden musikjahr sorgen würden, werden. das eine oder andere projekt möchte ich Euch deshalb vorstellen, vor allem aber soll dieser post leisten, dass Ihr Euch selbst ein wenig mehr mit river jones beschäftigt. das label ist in phoenix beheimatet und agiert seit 2008 und wurde von seinem namensgeber ins leben gerufen. im juni produzierte jones das erste album, mit courtney marie andrews' "urban myths" erschien die nummer eins des labels. auch zwei und drei verantwortete andrews ein jahr später, es folgten werke von michelle blades, owl and penny, steff koeppen and the articles und sownbones. mit christine owman signte jones in diesem jahr seine erste ausländische künstlerin (schweden). für 2012, wie oben bereits benannt, werden einige neue tonträger erwartet.

für den 01. februar ist mit ryan osterman zu rechnen. der unter owl & penny firmierende barde veröffentlicht trotz der noch jungen jahre sein bereits drittes album. "milk & sugar" wird wie seine vorgänger mit falsett betonten vocals, mit harmonien, die wie am laufband produziert scheinen, und mit einer wesenheit imponieren, die sich aus ernsthaftigkeit und einem durchdrungen sein zusammensetzt, das sich lyrisch einen weg und eine nische sucht. das dunkle moment, präsentiert mit leidenschaft und einer liebe zum leichten hall, der dichte täuscht. die gitarre gepickt, gestrichen, die perkussion feinsinnig, der gesang zuweilen gedoppelt. das reicht. für mehr. und fürs nächste jahr allemal.

owl & penny - two beasts

owl & penny - the vultures, the end (live)

apropos soundplus, steff koeppen and the articles legen es auf die große geste, die aufgewertete note an, ohne dabei nervig zu penetrieren. sie haben es einfach drauf, pop so zu spielen, dass man in seinem schwung das ballkleid gedreht sehen will. rund um steff versammelt sich könnerpersonal. während die bandleaderin und verflucht gut singende frontfrau zudem das klavier bedient, wird sie flankiert von chris pierce am bass, tom beech an den drums, alexandra tuggle und ruth hall, beide mit einer violine ausgerüstet. ihr erstes album haben sie im sommer 2010 veröffentlicht, das neue werk wird im frühen 2012 erwartet.

finding by steff and the articles

two cities by steff and the articles

auch michelle blades hat ein paar appetithappen auf ein zukünftiges full length im netz hinterlassen. zwei tracks, die hoffen lassen auf ein intensives vokalspiel, denn die junge dame verfügt über ein über alle zweifel erhabenes organ. glockenhell, wandlungsfreudig und flink die spuren wechselnd. "where the water boils" erschien 2009 und "oh, nostalgia" 2010, nun ist es an der zeit, den damaligen sieben bzw. neun tracks neue hinzuzufügen, die genauso atemberaubend sind. wobei es nicht um den stürmischen, effekthascherischen auftritt geht, sondern um intensität und mut, der welt seine ausgebeulte seele zu präsentieren. gern von der ukulele und einer akustischen begleitet, bereitet daran michelle ihre gesänge aus, wie die sonne sich über dem sommerlichen bach, wenn das glitzern und wiederspiegeln kein ende nehmen will.


das soll es vorerst gewesen sein. drei alben, die in den startlöchern stehen und nicht nur den künstlern selbst, sondern auch einem label alle ehre machen, das solcherart gesammelt unter einem dach vereint. also, behaltet river jones music im auge, 2012, immerdar.

Donnerstag, Januar 05, 2012

neue töne (1087): andrew collberg

wer es auch immer mitbekommen, der wird davon profitiert haben. so viel ist klar. in fort lowell records kann man freunde fürs leben finden. denn wer solcherart musik an den mann bringt, der kann auch ein herz für uns musiknerds haben. die wir so ein bißchen (mehr) bekloppt sind, die wir uns für jeden akkord begeistern können, der etwas in uns in bewegung setzt. mit andrew collberg haben die mannen um james und sein kleines label aus tucson mal wieder was ganzes feines zu bieten. der junge schwede, der via neuseeland in arizona landete, plant sein neues album und hat als vorgeschmack zwei satte songs zu bieten (im übrigen unter anleitung von engineer jim waters - im einsatz u.a. für sonic youth oder jon spencer blues explosion - auf vordermann gebracht), die er während einiger touraufenthalte im amerikanischen westen sowie in europa schrieb. beide können wir Euch zum besten bieten und versprechen rau melancholisches gewerk, das so sehr von der natürlichen gabe andrews für harmonien, für einen fein gebundenen melodiefaden lebt. live, ganz allein die bühne ausmessend, ist der knabe eine schau.so geradlinig wie er nach vorn oder auch mal ins publikum schaut, so leicht und subtil gewunden sind seine texturen. mit "dirty wind" greift er nun nach den sternen, bietet neil youngsche gitarrenfrickelei auf, ohne in sologewichse zu verkommen. es ist ruppig und treu. "back on the shore" tingelte als video schon geraume zeit durch den äther, schunkelnd, lieblich, campfire like. und auf erfrischende weise pop, wie er sich mutig ans singer/songwriter genre anzulehnen weiß. das 7inch vinyl gibt es in limitierter form über das label zu kaufen. flott sein heißt es hier, ab 31. januar, mittlerweile bereits in der preorder.
le pop veröffentlichte übrigens vor knapp zwei jahren sein album "on the wreath". wer geschmack gefunden hat, kann sich hier kundig machen.

andrew collberg - dirty wind by fortlowellrecords

Mittwoch, Januar 04, 2012

eingestreut (356) burning hearts

mit "extinctions" steht endlich das zweite album von burning hearts ins haus. die skandinavischen indiepoper um jessica rapo (sängerin bei le futur pompiste) und henry ojala (ehemals drummer bei cats on fire und bassist bei magenta skycode) werden auf ihr formidables album "aboa sleeping" aus 2009 und die 2011er ep "into the wilderness" ein vermeintlich hochklassiges zweitwerk folgen lassen, denn die erste single "burn burn burn" ist aller ehren wert. ich habe sie mir gleich mehrmals einverleibt und liebe den tempowechsel, den stoischen gesang bei gleichzeitiger perkussionsherausforderung. der dreamy einschlag tut sein übrigens. herrlich in der schwebe das ganze. das album wird am 01. februar (solina records) erscheinen und sollte dringend in unserer liste der kaufenswerten werke 2012 aufgenommen sein.

burning hearts - burn burn burn by solina records

eingestreut (355): frankie rose

in unserer liste der kommenden alben hatten wir "interstellar" noch für den 21.02. terminiert, Ihr könnt das gerne kontrollieren. doch slumberland vermeldet nun via soundcloud, dass es bereits der 17.01. sein wird, an dem wir mit dem neuen werk von frankie rose zu rechnen haben. mit "frankie rose and the outs" konnte man sich in 2010 hervorragend anfreunden. nun soll das neue werk der dame aus brooklyn, die bereits mit dum dum girls, mit vivian girls und crystal stilts erfolge feierte, einen neuen entwicklungsschritt widerspiegeln. pop in breitwand mit verve und träumerei zugleich. der erste musikalische hinweis mit "know me" bestätigt jedenfalls diese aus- bzw. ansage. das schwelgerische im gesang mischt sich mit dem flotten beat. die hooks und die flagellanten synthiespuren verhelfen uns auf eine neue daseinsebene. und ab!

frankie rose - know me by slumberland records

Dienstag, Januar 03, 2012

neue töne (1086): upcoming albums 2012

nun habe ich es mir doch angetan. dabei hatte ich mir fest vorgenommen, heuer dieser arbeit aus dem wege zu gehen. doch was solls. mir selbst bringt die übersicht einiges, wenigstens als kleiner orientierungsfaden. ich beanspruche keine vollständigkeit noch richtigkeit der daten und angaben. nicht zuletzt fehlen die vielen spannenden releases kleiner companies. das würde den rahmen sprengen. bereits jetzt gibt es hinweis auf über 130 veröffentlichungen mit fast 60 soundbeispielen.
ergänzungen (in den kommentaren) nehmen wir gern entgegen, gegen eine aktualisierung sträuben wir uns aber.

01.01.
guided by voices - let's go eat the factory (fire)
guided by voices - one, two, three, four

the morning birds – surrender to this ep (selfrelease)

09.01.

the maccabees - given to the wild (cooperative)
the maccabees - child

10.01.
run dan run - normal (hearts and plugs)
run dan run - lovesick animal
keepaway - black flute (greedhead music)
the little willies - for the good times (milking bull)

15.01.
matthew dear - headcage ep (ghostly international)
matthew dear - headcage (snippet)

17.01.
rae spoon - i can't keep all of our secrets (saved by radio)
kathleen edwards - voyageur (rounder)
kathleen edwards - sidecar

paul brill - breezy(scarlet shame records)
paul brill - the royal oui

cat le bon - cyrk (the control group)
cate le bon - puts me to work

old monk - birds of belize (eenie meenie)
old monk - butter and toast

herman dune - tell me something i don't know ep (strange moosic)
horrid red - celestially joy (terrible)
neverever - shake-a-baby ep (slumberland)
demetra - lone migration (head in the sand)
demetra - hey stranger

20.01.
francois & atlas mountains - e volo love (domino)

21.01.
willamette - always in postscript (21.01., own records)
willamette - always in postscript

23.01.
cardinal - hymns (fire)
cardinal - love like rain

24.01.
pop.1280 - the horros (sacred bones)
laura gibson - la grande (barsuk)
laura gibson - la grande
beth jeans houghton - yours truly, cellophane nose (mute)
beth jeans houghton - dodecahedron

chairlift - something (columbia)
craig finn - clear heart full eyes (full time hobby)
craig finn - honolulu blues

ilyas ahmed - with endless fire (immune)
john k. samson - provincial (epitaph)
nada surf - the stars are indifferent to astronomy (barsuk)
matt pryor - may day (nightshoes syndicate)
woodpigeon - for paolo (digital, boompa)
cloud nothings - attack on memory (carpark)
cloud nothings - no future/no past

dana falconberry - though i didn't call it came ep (crossbill)
porcelain raft - strange weekend (secretly canadian)
porcelain raft - put me to sleep
poor young things - let it sleep (bumstead)
poor young things - let it sleep
old time machine / old cabin - s/t split ep (file under: music)
old time machine - sun burns out
cheyenne marie mize - we don't need ep (yep roc)
evan voytas - feel me (dovecote)
evan voytas - can't let anybody know who you are
leila - u&i (warp)
neil morgan - in the yard (drag city)

25.01.
tenniscoats - papa's ear (häpna)

27.01.
penelope houston - on market street (27.01., glitterhouse)

30.01.
leonard cohen - old ideas (columbia)
leonard cohen - show me the place

31.01.
first aid kit - the lion's roar (wichita)
lilacs & champagne - s/t (mexican summer)
lilacs & champagne - everywhere, everyone

lightning love - girls who look like me ep (quite scientific)
lightning love - deadbeat

virgin forest - easy way out (partisan records)
pacificuv - weekends (mazarine)
pacificuv - funny girl
elephant micah - louder than thou (product of palmyra)
elephant micah - if i were a surfer

the big sleep - nature experiments (goodnight)
the big sleep - ace

doug jerebine - is jesse harper (drag city)
doug jerebine - ashes and matches
shigeto - lineage (ghostly international)
shigeto - lineage (snippet)

imperial teen - feel the sound (merge)
imperial teen - runaway

hospitality - s/t (merge)
hospitality - betty wang

06.02.
loren connors - a fire (family vineyard)
loren connors - a fire (excerpt)

07.02.
air - le voyage dans la lune (astralwerks)
wymond miles - earth has doors ep (sacred bones)
dr. dog - be the void (anti)
ben kweller - go fly a kite (the noise company)
mark lanegan band - blues funeral (4ad)
silver swans - forever (tricycle)
the twilight sad - no one can ever know (fat cat)
matthew bourne - montauk variations (the leaf label)
matthew bourne - iv. infinitude

jordan klassen - kindness ep (independent)
jordan klassen - go to me
of montreal - paralytic stalks (polyvinyl)
of montreal - wintered debts
sharon van etten - tramp (jagjaguwar)
sharon van etten - serpents

09.02.
the explorers club - grand hotel (rock ridge music)

13.02.
windy & carl - we will always be (kranky)

14.02.
field music - plumb (memphis industries)
heartless bastards - arrow (partisan records)
heartless bastards - parted ways

islands - a sleep & a forgetting (anti)
lake forest - silver skies (verité)
lake forest - autumn skies
punch brothers - who’s feeling young now? (nonesuch)
shearwater - animal joy (sub pop)
sleigh bells - reign of terror (mom + pop)
the phenomenal handclap band - form & control (tummy touch)

unicycle loves you - failure (mecca lecca)
unicycle loves you - wow wave cinema

young magic - melt (carpark)
tennis - young and old (fat possum)
tennis - origins

17.02.
adam arcuragi - like a fire that consumes all before it (devil duck)
mount washington - s/t (glitterhouse)
mount washington - lisboa

21.02.
christopher paul stelling - songs of praise & scorn (mecca lecca)
damien jurado - maraqopa (secretly canadian)
damien jurado - nothing is the news
dirty three - toward the low sun (bella union)
frankie rose - interstellar (slumberland)
jonquil - point of go (dovecote)

lambchop - mr. m (merge)
lambchop - if not i'll just die

perfume genius - put your back n 2 lt (matador)
perfume genius - all waters
sara radle - same sun shines (selfrelease)
sara radle - the pins
terry malts - killing time (slumberland)
terry malts - tumble down
tindersticks - the something rain (constellation)
the ting tings - sound from nowheresville (columbia)

24.02.
kristofer aström - from eagle to sparrow (startracks)

28.02.
anais mitchell - young man in america (winterland)
gabriel and the hounds - kiss full of teeth (ernest jenning)
gabriel and the hounds - wire and stone

fanfarlo - rooms filled with light (canvasback music)
hunx - hairdresser blues (hardly art)
hunx - always forever
little barrie - king of the waves (bumpman)
memoryhouse - the slideshow effect (sub pop)
mouse on mars - parastrophics (monkeytown)
plants and animals - the end of that (secret city)
rose cousins - we have made a spark (outside music)
school of seven bells - ghostory (ghostly international)
school of seven bells - the night (snippet)
soft swells - s/t (modern outsider)
we have band - tension (naive records)

märz?
cool rainbow - whale rocket (lil' chief)
lonely drifter karen - poles (crammed discs)
lonely drifter karen - three colors red

02.03.
fenster - bones (morr)

06.03.

andrew bird - break it yourself (bella union)
bowerbirds - the clearing (dead oceans)
bowerbirds - tuck the darkness in
dinowalrus - best behavior (old flame)
dinowalrus - what now
good old war - come back as rain (sargent house)
good old war - calling me names

kaiser chiefs - start the revolution without me (fiction)
narduwar the human serviette - busy doing nothing (mint)
nite jewel - one second of love (secretly canadian)
the honeydogs - what comes after (grain belt records)
the magnetic fields - love at the bottom of the sea (merge)
the men - open your heart (sacred bones)
tim fite - ain't ain't ain't (anti)

12.03.
robert pollard - mouseman cloud (fire)
nedry - in a dim light (monotreme)
nedry - float (edit)

13.03.
spoek mathambo - father creeper (sub pop)
lee fields - faithful man (truth & soul records)
xerxes - our home is a deathbed (no sleep records)

19.03.
spiritualized - sweet heart sweet light (domino)

20.03.
choir of young believers - rhine gold (ghostly international)
choir of young believers - patricias thirst

lee ronaldo - between the times and the tides (matador)
margot and the nuclear so and so's - rot gut domestic (mariel)

26.03.
the shins - port of morrow (columbia)

03.04.
bear in heaven - i love you, it's cool (hometapes)
simone felice - s/t (team love)
simone felice - new york times

12.04.
i was totally destroying it - preludes (greyday)
i was totally destroying it - regulators

???
peter broderick - (album announced for early 2012)
a place to bury strangers - (announced an ep in early 2012, dead oceans)
a place to bury strangers - so far away
seamus fogarty - god damn you mountain (in the spring of 2012, fence)
pumice - puny (coming soon, soft abuse)
amanda mair - tba (early 2012, labrador)
the mary onettes - tba (2012, labrador)
almost charlie - tomorrow's yesterdays (words on music)
cats on fire (spring, soliti)
cats on fire - my sense of pride