Sonntag, November 18, 2012

neue töne (1205): lau nau


"acoustic bass, bass recorder, five-stringed kantele, acoustic guitar, tenor recorder, violin, bamboo flute, colorful juice glasses, mortar, mandolin, witch laugh megaphone, baby’s rattle, bike bells, banjo, cowbells, electric guitar, organ, willow whistle, tablas, percussion, cymbals, comb, beer cans. was stellt man mit derlei instrumentarium an? lau nau alias laura naukkarinen (bei last.fm taucht sie als verwandte von josephine foster und islaja auf, na klar, ist ja auch finnin) nahm unter verwendung jener materialien ein in 2005 vielbeachtetes album namens "kutaarha" auf (locust music). neben diversen geräuschmodulationen findet sich auch warmer gesang, der in abstraktem folk 'n blues (oder auch experimental folk) beheimatet sein will. allerlei rezensenten sehen laura inmitten einer ganzen schar außergewöhnlich talentierter finnen, die gewillt sind das stück welt zu erobern, was sie mit ihren landesgrenzen nicht unmittelbar erreichen. the wire führte das album unter den top 50 des jahres 2005.", so ließ sich das klienicum im frühjahr des jahres 2007 aus. seither sind fünf jahre ins land gegangen und laura hat ihren dritten longplayer im kasten. aufgenommen wurde dieser auf kemiö island, in turku, tampere und stockholm. er hört auf den namen "valohiukkanen" und wurde am 12. november auf fonal records veröffentlicht. zugänglicher erscheint die musik der finnin lau nau, mehr auf den punkt und doch auf eine weise beflissen, dass sich anstrengung und konzentration widerspiegeln. entwicklung ist spürbar, die weniger auf verkaufbarkeit abzielt, als auf konsequente umsetzung musikalischen willens. dazu hat sich die junge frau einige renommierte musiker ins bild geholt, u.a. den jouhikko spielenden pekko käppi, jaako tolvi an den drums, antti tolvi am bass und klarinette sowie kristian holmgren an gitarre, synthesizer und perkussion und matti bye am piano und celesta. was man einst unter weird folk subsumieren konnte, muss man fast schon ins popboot holen. die melodien entrollen sich unten den weißen und schwarzen klaviertasten, weich formulierte ergänzungen schaffen eine räumliche atmosphäre, in der die brüchige, kindhafte stimme floriert. ein dancebeat gar wird unterlegt, der die düsternis mancher lyrics konterkariert. ein wildes lächeln findet sich in diesem mädchengesicht.
  lau nau - valolle by fonal fecords

lau nau - kuoleman tappajan kuolema by fonal records
 

Kommentare:

Gudrun hat gesagt…

Danke für den Tipp. Damit werde ich mich ein bisschen näher beschäftigen.
Gruß und Dank!

E. hat gesagt…

viel spaß! vielleicht triffst du auch auf ältere sachen von ihr, auch sehr lohnend. und dann erlaub dir ruhig auch einen blick auf fonal records, klasse label.