Dienstag, Februar 14, 2012

eingestreut (367): bob corn / powerdove

auf einen feinen release auf north pole records möchte ich Euch aufmerksam machen. das seven inch wird von den namen bob corn und powerdove gekennzeichnet sein, die split veröffentlichung erscheint am 21. februar in einer vinylauflage von 750 stück. enthalten werden jeweils zwei tracks der beiden protagonisten sein. beiden setzen auf minimalpop, insofern eine gute zusammenführung. bob corn kennt man als den vielreisenden italiener tizio sgarbi. vor allem in den letzten fünf monaten war er ständig auf tour. irgendwo in europa oder den usa traf man ihn mit seiner akustischen und den abgewetzten schuhen an. seine stimme ist brüchig und trägt immer etwas bemitleidenswertes in sich. neben ihm wirkt annie lewandowski aus new york ätherisch und anmutig, transparent und wie nicht von dieser welt. unter dem moniker powerdove haben wir sie und ihre sehr einnehmende musik bereits in der jüngeren vergangenheit im blog zu ehren geführt.

Montag, Februar 13, 2012

neue töne (1103): midtown dickens

unter postfolk firmieren catherine edgerton (guitar, harmonica, banjo, drums, trumpet), kym register (banjo, guitar, accordion, trombone, drums), will hackney (mandolin, drums) und jonathan henderson (upright bass, guitar, banjo, drums). ihrer heimatstadt durham machen die midtown dickens alle ehre. nicht nur dass sie demnächst ihr drittes album herausbringen werden, ihr sound ist auch noch organisch und heimelig, mit verbundcharakter und charme. das banjo splattert vergnüglich, die akustische mimt die besonnene. eine mandoline sucht straffung, während das drumming längerfristig plant. wunderbar passend die weibliche gesangsstimme, jugendlich, zwischen melancholie und stampfendem revoluzzertum oszillierend. ein erster eindruck. denn mit den midtown chickens muss ich mich auch erst vertraut machen. "oh yell!" hieß der erstling, der noch sehr aufs karge setzte. die einzelnen saiten meinte man identifizieren zu können, so fiebrig blitzten sie im übersichtlichen soundbild auf. auch der gesang erwies sich als gierige momentaufnahme, als hätten die mädels angst, dass man sie bald wieder übersehen würde. gebunden war hier kaum etwas, eher hörte es sich nach einer guten liveaufnahme an. "lanterns" war der zweitling und erwies sich als ein kleiner schritt nach vorn. die arrangements wurden mit trompeten und allerlei perkussivem beiwerk aufgepeppt, auch die kompositionen wirkten runder. mit "home" können die zuletzt mit megafaun oder the mountain goats tourenden auf ein gelungenes, neues kapitel ihrer bandgeschichte blicken. was rede ich, ein überaus ambitioniertes und wirkungsvolles projekt! die von kym und catherine eingefädelten songs, denn sie zeichnen für das schreiben überwiegend verantwortlich, erreichen einen gütegrad, wie ich ihn in diesem genre (und dabei denke ich mir ein dark vor das folk) nur selten gewohnt zu finden bin. darüber hinaus überzeugen die beiden sideparts, die multiinstrumentalisten will und jonathan, auf ganzer linie. eine moderne produktion mit liedern, die schnell zu standards werden könnten. eine abschließende betrachung?
midtown dickens - only brother (from: "home", 2012)
midtown dickens - old dogs (from: "lanterns")

Sonntag, Februar 12, 2012

neue töne (1102): sylvester anfang II

das erste mal, als sie zusammen spielten, war gerade der zweite weihnachtstag 2004 im abklingen. die idee dazu war ein paar tage zuvor geboren worden. seit dem jammt man, nimmt platten auf und hat eine menge spaß. so in etwa lässt sich die biografie von sylvester anfang II auf einen punkt bringen. obwohl der start noch ohne 'II' auskam (der unterschied zwischen den beiden "formationen" besteht laut eines vor ca. einem jahr geführten interviews darin, dass man mit sylvester anfang auf dem boden sitzend spielte und mit der IIer band im stehen...). das belgische kollektiv agiert in flandern, wo sie zunächst bei den eltern von glen zum proben unterkamen. später suchten sie immer wieder passende plätze, möglichst zentral für die etwas auseinander wohnenden, um ihren psychmix auszutesten. sie pressen ihr material in der regel ohne overdubs auf tonträger, so dass ein dem livesound möglichst naher eindruck entstehen kann. auf the great pop supplement wird in bälde ein neues album erwartet. "perzische tapijten" ("persian rugs") "features six super heavy, densely extended jams, deliciously tribal, quasi religious, utterly whacked out pieces that eternally build and pound at the senses.", schreibt das label und ergänzt: "high on lush drones, pounding shamanic rhythms and eastern tinged instrumentation with flittering moogs adding to the "middle of the woods" textures throughout." dem einst verpassten label 'psychrock' folgend, bringt die truppe eine mischung aus weird folk, krautrock, psychedelica, metal und doom in einer spielart unter, die sich vor allem darauf versteht, einer improvisation beständig zufuhr zu verschaffen. so verwundert es nicht, dass der schaffensprozess mit der verabredung zu einem jam beginnt, erweitert wird um das einstöpseln der instrumente in den 4track recorder und nach einem check der lautstärken bereits in seine entscheidende phase geführt wird. ergebnisorientiert werden die bänder ausgewertet und die besten passagen für den tonträger ausgewählt. für das neue werk (auf 500 stück angesetzt) verzog man sich auf einen alten bauernhof zwischen gent und antwerpen und setzte mehr noch als zuvor auf fernöstliche klänge, der titel des albums gibt einiges vor. die discography der belgier bekomme ich nicht aufgeschlüsselt. auf ihrem hauseigenen label funeral folk haben sie einiges an material, singles, cdrs usw., herausgebracht. zudem veröffentlichten sie auf eclipse, aurora borealis, blackest rainbow und anderen. ohne anspruch auf vollständigkeit: satanische vrede (2006), echte vlaamse geiten (2007), throne / offerbloed van de maansekte (split, 2008), sylvester anfang II (2009), untitled (ep, 2009), commune cassetten (2010), live op de braderie (2010), buda rehearsals (2011).
der unten aufgeführte track bezieht sich im übrigen auf einen weiteren release, und zwar aufnahmen, die für die latitudes serie getätigt wurden. so erscheint am 13. februar eine session von sylvester anfang II über 35 minuten, fünf tracks freestyle rock, aufgenommen im november 2010, ebenfalls stark limitiert und sehr begeehrt.



Samstag, Februar 11, 2012

neue töne (1101): plants and animals

plants and animals streben das dritte full length an. nun ja, es ist bereits im kasten, vermutlich schon gepresst, denn schließlich soll am 28. februar "the end of that" via secret city records ausgeliefert werden. es ist der nachfolger zum klasse 2008er debut "parc avenue" (im klienicum 02/08) und dem 201oer "la la land" (hier die ankündigung, dort die rezension). das neue werk ging man vermeintlich relaxter an. zunächst schrieb man einen haufen material, bevor man sich dem stress im studio hingab. hierzu suchte man sich übrigens das feine la frette studio unweit von paris aus. das war im frühjahr des letzten jahres. zuvor aber hockte man regelmäßig nachmittags beeinander und übte den kreativen prozess. warren spicer: guitar, vocals, matthew woodley: drums, vocals und nicolas basque: guitar, bass, keyboards, vocals folgten zunächst den ideen von warren, der diese am piano oder der akustischen vortrug. danacht versuchten sie das ganze im bandgefüge. das beschreiben sie selbst in etwas so: hier der sänger, das fleisch und das gefühl, er gibt dem ganzen die form, dort nicolas, der die farbe hinzugibt, mittels einer unzähligen reihe von pedals und amps kreierte er irre sounds, und schließlich woodman, der der geschichte den bums verleiht, schläge wie aus den armen eines weberknechts. die aufnahme des albums, das mixing usw. erfolgte dann recht schnell, schneller zumindest als bei den vorgängeralben. unterstützt wurden sie bei dem rund zweiwöchigen prozess von lionel darenne. am ende erhielt man ein sehr intimes album, dem weder die akustischen einlagen, noch die postrockigen exkursionen fehlen (sollen). ein erstes ergebnis des montrealer trios machte bereits die runde. "lightshow" ist ein verheißungsvoller einstieg in die welt von plants and animals 2012.

Freitag, Februar 10, 2012

konzert: megafaun, 08.02.12

von pferden schauten sie herab, auf denen die drei vollbärtigen und lang behaarten männer wie selbstverständlich saßen. eines der einprägensten bilder, die ich von megafaun hatte. über jahre verfolge ich die band aus durham, nc nun und war umso mehr überrascht, als mir jungs gegenüber standen, die sich zum teil vom wildwuchs befreit hatten, die zugänglicher und offener schienen, als es eben diese offenbar alten aufnahmen glauben machten. deshalb fiel mir zunächst die zuordnung schwer. wer waren die brüder cook und wer von ihnen der kompagnon westerlund? und warum standen hier vier kerle und nicht wie es jede bandhistorie ausweist nur drei? alles ließ sich klären. parallel zu einem wirklich herausragenden konzerterlebnis erledigte ich meine hausaufgaben und konnte links vor mir stehend, die gitarre bedienend und seine angegangene stimme belebend brad cook identifizieren. der hatte wohl die am stärksten auffällige wandlung durchgemacht. die zotteln sind sowohl auf dem kopf als auch um die kinn- und oberlippengegend deutlich beschnitten worden, zudem hat er wohl auch an gewicht verloren. magisch angezogen glotzte ich immer wieder auf die herrlichen tatoos, die seinen körper zierten (recht früh wurde t-shirt- time angeordnet) insbesondere das albert ayler tat auf dem rechten oberarm macht was her (ganz zu schweigen vom gänzlich schwarzen eichhörnchen links).

rechts von mir postierte der bruder phil cook. sein verschmitztes lächeln muss sich in mädelsherzen via widerhaken perfekt andocken lassen, mich aber hatte er auch als kerl im nu erobert. erwiesenermaßen weniger haare erleichterten phil an diesem abend sicher auch die charmeoffensive. joe westerlund schließlich, der dritte von megafaun im bunde, saß hinter seiner kleinen, aber feinen schießbude und ließ ebenfalls durchblicken, dass die eine oder andere schere an sein haupthaar angelegt wurde. lange reder, kurzer sinn: die jungs sahen verändert aus, waren aber topfit und in höchstform, in spiellaune und überhaupt gut aufgelegt. unterstreichen konnte dies der bis dahin mir gänzlich unbekannte nick sanborn, der den bass bediente und mit munterer miene und wildem grimassieren das aufspiel der truppe kommentierte.

gemeinsam entwickelten die vier protagonisten einen so sensiblen wie gefügigen sound, dass man sich darin wohlig aufgehoben fühlte. die americana und folk und oft auch blues infizierte klanglandschaft zog wie in einem auf breiter leinwand dargebotenen naturstreifen dahin, da man sich in ruhe die einzelnen ansichten bzw. elemente zu gemüte führen konnte. nick, der einen extrem flinken und wendigen bass spielte, der zu betonen wusste und anderenorts auf wärmende unterlegung setzte, joe, der das drumming ganz in den dienst des arrangements stellte, mal die felle streichelte oder stiffelige einlagen bot, dann wieder feste kloppte, wohl um sich seiner und der gegenwart seiner kollegen gewahr zu werden. in der front agierten die beiden brüder, der eine mit seiner geforderten, leicht brüchigen stimme, der so zart intonieren kann, dass man ihn herzensbrecher taufen muss, und der andere mit der befreiten, offenen art, bereit türen einzurennen. die waren an diesem abend aber alle offen. ein kundiges publikum stand den vieren gegenüber, so dass schnell klar wurde, hier hatten alle etwas voneinander. ob die countryesken passagen oder das zum psychedelia neigende verrotzte ende eines songs, hier wurde kunstfertigkeit ohne große geste geboten und dankend angenommen. der jubel, das johlen, pfeifen und klatschen zog sich nach jedem song länger hin. das gut gefüllte provisorium schüttelte sich in freude.

erst recht, als sich die vier jungs zur zugabe ins publikum begaben, um zwei songs akustisch auszuhöhlen und zum besten zu geben. mitsingatmosphäre, die prompt genutzt wurde, aus ca. hundert kehlen erschallten die vorsortierten worte. stiller dagegen das rund, als man ca. eine stunde zuvor den eröffnungssong, der zugleich der opener des aktuellen "s/t" albums ist, "real slow" intonierte. herrlich wie hier die gitarren sengend vor der sonne kreisten, die beiden vokalakteure einander ergänzten. mein absolutes highlight, fortan wird mich der track durchs leben tragen (warum hab ich ihn nicht vorher auf dem album wahrgenommen?), war "kill the horns". brad startete ansatzlos in diese stille weise, phil unterstützte gesanglich und stieß die klimpernden pianotöne hinzu. ich erstarrte und bedachte meine gänsehaut mit widerwillen. weitere höhepunkte waren das mäandernde "get right", das stolze "hope you know", das so herrlich verkracht beginnende "isador" (live wie auf scheibe). ein abend, der nicht in vergessenheit geraten wird, nicht zuletzt weil die jungs sich später munter unters publikums mischten, ausgiebig ratschten und weil ich selten so eine große traube um einen merchandisestand stehen hab sehen (wir reden hier von konzerten in der größenart dieser hier beschriebenen band) und der absatz wohl recht ordentlich war. gratulation!

megafaun - these words

megafaun - state/meant

Donnerstag, Februar 09, 2012

zu gehör getragen (153)

of montreal - paralytic stalks (2012)
> zwischen dem griff in den schritt und dem affektiert über die stirn gezogenen unterarm liegt eine wundertüte voll (kammer-) popmusikalischer befriedigung, 4/5

bears - greater lakes (2012)
> die dritte langspielplatte gerät zum herausragenden beispiel, dass der perfekte popsong immer wieder neu geschrieben werden muss, 3,5-4/5

silent whys - our rook (2012)
> das duo aus baltimore schuf ein organisches wie melancholisches folk pop werk, das zwischen maßvoll forciert und akustisch behände changiert, 3-3,5/5

songs of green pheasant - soft wounds (2012)
> in gewohnt melancholischer manier manövriert uns der dichter, lehrer und songschreiber durch tagträume gleiche musikalische landschaften, 3,5/5

glotzt nicht so romantisch (281): starving weirdos / m. ward / crybaby / severin / dustin wong

sie haben ein neues video am start, ihr letztes album "land lines" (24.01., amish records) beinhaltete u.a. den track "periods", zu dem folgende bilder eingefangen wurden: starving weirdos:



merge schiebt nach, und wie, denn allein das video zu "the first time i ran away" ist überaus großartig und weist letztlich den weg in richtung des releases vom 10. april: "a wasteland companion": m. ward:



alter schwede, ist einige zeit her, dass sich einer so unbekümmert soulful gibt, hinter dem öden moniker versteckt sich danny coughlan, sein debut bleibt selbstbetitelt und erscheint am 06. april via helium / cooperative music: crybaby:



noisepop ist zum glück nicht tot zu kriegen, so dürfen wir uns ab 19. märz auf das in diesem bereich wildernde electronica duo aus london einlassen, veröffentlichen werden sie ihren ersten tonträger, die ep "everything breaks", auf tip top recordings: severin:




thrill jockey bereitet uns auf das zweite album "dreams say, view, create, shadow leads" vor, welches am 20. februar erscheint, nun gibt es bereits ein zweites video zu "pink diamond": dustin wong:
dustin wong - pink diamond

Mittwoch, Februar 08, 2012

ein (p)fund mp3 (379)

ihn hatte ich Euch bereits versucht näherzubringen, blieb bis dato aber ohne rückmeldung, vielleicht gelingt es mit einem neuen song der kleinen truppe aus stockholm rund um ihren leader markus hulthén:


die wiaiwya-7777777 reihe hatte ich Euch neulich bereits einmal vorgestellt, der singles club bringt 2012 an jedem siebten eine 7inch heraus, sieben monate lang, nach the wave pictures im januar nun eine etwas anderer gangart: the werewandas:


leah rosen und david chandler schicken sich an, mit "we are not the same" ihr erstes album auf den weg zu bringen, am 03. april wird der selfrelease auf sich aufmerksam machen, genauso wie die black tambourine coverversion: lux:


wir müssen den release immer wieder ansprechen, denn die gebrochene suppe, die die band hier präsentiert, muss sich auch auf Euren kopfhörern wieder neu materialisieren lassen, am 24. januar erschien "land lines" auf amish records:
starving weirdos - in our way
einen giftigen sound liefern die dänen elias bender rønnenfeltand und loke rahbek unter ziemlich ödem bzw. bereits vergebenen moniker ab, sacred bones records veröffentlicht am 21. februar ihr debut auf seven inch: war:


"onwards to the wall" wird die debut ep auf dead oceans sein, mit fünf neuen tracks bestückt erschien das teil bereits am 06. februar, die band wird im april auch in deutschland station machen, mächtig:
a place to bury strangers - so far away
eine besondere entdeckung dieser tage ist dieser bursche hier, der blues- und popelemente aufs wunderbarste vermischt und locker den sprung über die lästige hürde singer/songwriter packt, einige zählbare eps gibt es bereits, es soll weiteres mehr folgen: florian lunaire:




einen ersten track gibt es nun bereits zu hören, am 20. märz wird auf dem utrechter label beep! beep! back up the truck das album der all star band erscheinen, ich bin schon äußerst angetan von: conduits:


der sechser stammt aus portland und möchte seiner 2010er ep "the right place to be" baldigst das erste full length folgen lassen, ein name wurde bereits gefunden: "anywhere that's wild" und der galopp ist bereits geübt, überzeugt Euch: adventure gallery:


gewohnt relaxt geht er es an, sein "the ones who wait" wird am 06. märz auf asthmatic kitty records erscheinen, ein argument unter anderen: denison witmer:


einen feinen track gibt es zum einstand von "stagger and fade", welches doch glatt am 28. februar auf happy happy birthday to me erscheinen wird, ist es denn zu fassen, einstiges und währendes lieblingslabel:
sourpatch - cynthia ann
"every child a daughter, every moon a sun" kommt am 28. februar, der appetizer ist so elegisch wie elegant, vertraut das ganze: the wooden sky:



future islands
20.02. frankfurt, Germany - Hafen 2
21.02. chemnitz, Germany - Beta Bar
22.02. leipzig, Germany - Conne Island
23.02. berlin, Germany - Berghain
26.02. bremen, Germany - Kogge
27.02. cologne, Germany - Gebaude 9
03.03. paris, petit bain

glenn jones
16.02. Paris, France - Batofar

a place to bury strangers
15.04. Paris La Boule Noire, France
16.04. Cologne Gebaude 9, Germany
23.04. Hamburg Hafenklang, Germany
24.04. Berlin C-Club, Germany
25.04. Weinheim Cafe Central, Germany

Dienstag, Februar 07, 2012

neue töne (1100): alasdair roberts & mairi morrison

ein schmankerl kommt im märz auf (26.03.) uns zu. die kollaboration von alasdair roberts und mairi morrison, einer in glasgow beheimateten, jedoch von der isle of lewis stammenden sängerin, trägt früchte. die beiden arbeiten schon geraume zeit zusammen und traten auch immer wieder in personalunion auf. aber mit "urstan" wird drag city einen ersten tonträger veröffentlichen, der zwölf tracks enthält, die sich sowohl der keltischen sprache bedienen, als auch dem englischen und schottischen sprachraum entstammen. dass sich bei solcherart hochamt auch diverse andere folkmusiker der glasgower musikszene einfinden würde, versteht sich von selbst. so konnte das ungleiche duo u.a. allan macdonald, stevie jones, alex neilson, alastair caplin, michael john mccarthy, ross macrae oder richard merchant für sich gewinnen.
die meisten lieder auf "urstan" sind traditionelle keltische lieder. die arrangement sind neu. für alasdair roberts, einem dem nicht keltischen sprachraum entstammenden musiker, schließt sich hier langsam der kreis, da er bereits seit vielen jahren der gälischen tradition seiner heimat auf den fersen ist. mairi dagegen entstammt einem der äußeren teile des schottischen gàidhealtachd. sie sprach bereit gälisch, bevor sie des englischen mächtig wurde. zudem weiß sie unheimlich viel über die musik und die poesie dieser kultur. sie ist sängerin, aber auch dramaturgin und schauspielerin. ihre stimme ist wandlungsfähig und wird beschrieben mit einem großschrittigen ausmaß zwischen comicgesang für die kinderanimation und dem ernsthaften auftritt in der royal shakespeare company. ob und wie das zusammengeht, werden wir ab ende märz wissen. bis dahin werden wir uns mit den klangvollen tracknamen und ausschnitten aus einem interview zufrieden geben müssen.
tracklisting: 01. Mìle Marbhphaisg air a’ Ghaol / 02. The Laird o’ the Drum / 03. Làrach do Thacaidean / 04. Never Wed An Old Man / 05. E Ho Leigein / 06. Fiullaigean / 07. Hion Dail-a Horo Hì / 08. The Tri-Coloured House / 09. Am Faca Sibh Lilidh Tha Mise Ri Lorg? / 10. Ailein Duinn / 11. The Whole House Is Singing / 12. Leanabh an Òir

Montag, Februar 06, 2012

unsigned - a d.i.y. (music) diary by great dynamo - episode 8

hauke aka great dynamo arbeitet weiter an seiner kommenden ep. die tracklist sollte zumindest stehen, meint man in dieser phase der produktion. doch, denkste, da kommt dem kerl doch glatt noch ein uraltsong unter, der vielleicht noch einen platz findet auf dem neuen tonträger. zudem gibt es mal wieder etwas fachsimpelei. hauke schreibt: "die erste analogue lofilectro ep sollte schon längst fertig sein aber die letzten mixe ziehen sich wie ein postrockintro. anderswo würde jetzt ein produzent sagen wo es hingehen soll. d.i.y. heisst aber, auch diesen knoten irgendwie selbst zu entwirren."

laura gibson - la grande (2012)


"schon heute lieder, die ich nicht mehr missen mag.", schrieb ich vor einigen tagen. und dachte weiter: "die dank der brüchigen stimme wie jungtiere wirken, die am leblosen körper ihres muttertiers kauern und der stunde harren, da sie wieder gemeinsam durch den stillen, friedlichen wald streifen können." und dann: ein dräuen, hintergründisches drängen, "time is not" löst sich und öffnet die lichtung. kein blender, wenngleich das gemache innehalten der sonne gilt. mit dem piano zieht laura gibsons stimme ins freie. zweifelsohne ein highlight.

freiheit, ungebundenheit, tun, wonach es einem ist. das einfachste und schlicht die schwerste unternehmung. die bindung an ein genre und das kleinschrittige ausmaß des selben hat laura gekappt. dahinter eröffnet sich eine welt, die die mit der heimat verbandelte und doch die welt bereisende dame aus portland um einiges erweitert. atemloses vorwärts, einschübe aus einer scheinbar vergessenen welt erinnern an "la grande", die heimat.

das titelstück gibt das energielevel vor und schürt die erwartungen. sie werden nur zu einem gewiss teil erfüllt. denn was sich wie pop anfühlt, bleibt singer/songwriter, bleibt folk, eng an der tradition und dennoch durchdrungen von der frei atmenden sensibilität einer gelösteren musikerin, als man sie noch von "beasts of seasons" kannte. drehte sich dort vieles um verlust, tod und trennung zündet laura gibson auf "la grande" ein leuchtfeuer für ihr ländliches oregon, für bestand. auch in den beziehungen. mit anfang dreißig blickt man zurück, noch viel mehr aber nach vorn.

schon heute eine verbundenheit, die einzig anstoss nehmen würde, wäre sie zum teilen gezwungen. schon heute eine sicherheit im umgang mit "la grande", dass lediglich die ahnung eines baldigen bruchs irritiert. denn nicht ungewöhnlich wäre es, wenn man einem werk, das sich einem entgegenwirft, entsagt, weil man seiner überdrüssig wird.

laura gibson vertraut ihren stärken. dem sagenhaften songwriting, der gezügelten instrumentierung, der direkten wortwahl, einer stimme, die die blässe stolz wie einen diamantenen ring trägt. wärme, sicherheit, vertrauen strahlen lieder aus, die "milk-heavy, pollen eyed" oder "skin warming skin" heißen dürfen. hier wird keine vermittlungsgebühr erhoben, es wird direkt angesetzt.

die begleitenden musiker adam selzer, joey burns, meric long, logan kroeber, nate query und jenny conlee sind in blendender verfassung, sie umgarnen den stern mit bunten lichterketten, wenngleich sich der sound weit in die vergangenheit lehnt. gedämpft, knarzig, mit patina belegt. weitere besonderheiten sind die verwendung eines lofi- mikros, das übereinanderlegen lauras stimme, das treiben der songs entlang der rhythmik, die verwendung von flöte und klarinette.

geblieben ist eine zartheit, sachtheit. treffsicherheit. mein herz. Eure herzen. ein verbund aus vertrautheit und zuwendung.



Sonntag, Februar 05, 2012

konzert: charles gayle trio, 03.02.12

entfesselte kräfte. ungebundenheit. paralleluniversen. auf den ersten blick. im gegenteil aber lassen sich vereinte energien aufzeigen, umeinander kreisende planeten, angezogen durch die schwerkraft ihrer körper. die kakophone gemengelage trifft wie ein harter strafstoss auf das gehör und bricht sich in den windungen des sensiblen organs hundertfach zu lebendigem geschöpf. ein bass so tief und geerdet wie nur irgend möglich, dabei unverwüstlich agil und behände, bearbeitet von schonungslosen, langen fingern, die das gerät boxend, hauend, liebkosend nehmen. anschläge, zupfen, rubbeln, tremolieren, larry roland ist in sämtliche finessen der funktionen seines instruments eingeweiht. er steht im schweiß und wirft die dicken tropfen in bahnen elegant von rechter hand geschlagen ab.

neben ihm zelebriert michael wimberly ein spiel der elemente. er taucht ab in liquide gefilde, als durchpflüge er die vor ihn geworfene landschaft mit willen und der eleganz eines profilierten bestellers. die sticks prügeln, besänftigen, fabulieren, winden sich. das spiel ist, wollte man es variantenreich nennen, unter wert verkauft. statt den takt zu schlagen, ergibt wemberly sich jedoch unterwürfig dem diktat des dirigenten des auftritts.

charles gayle fasziniert mit einer geschlossenen darbietung, wenn man seinen expressiven freejazz infizierten stil dahingehend übersetzen kann. das fast ausschließlich auf schleiftöne begrenzte klangabenteuer sucht förmlich das weite, weil es in den begrenzungen des gegebenen raums nicht sein kann, nicht sein darf. er windet sich, verdreht den körper in komplizierter bewegung als wolle er seinen tönen folgen, die einmal entsendet von den folgenden gerufen werden, als sollten sie wieder heimgeholt werden. doch vergangen ist verloren. in den beiden sets bemüht gayle für ca. 1/3 der spielzeit das piano. hier wirkt das spiel angelehnter, gefügiger und mit den mitspielern verschränkter. der drive ist enorm. die strenge gezielt.

formell ist das miteinander aufgehoben. der ungeübte hörer zerschellt mit seinen deutungsversuchen am kommunikationsmangel der instrumente. und dabei sind die drei doch in einem ständigen dialog. die augen wandern hin und her. der bandleader gibt zeichen, die kollegen folgen. die grenze von zusammenspiel und solistischer darbietung ist verwaschen.
im gespräch mit dem drummer wenige minuten nach dem fast zweistündigen konzert, eine zwischenzeitliche pause ausgenommen, erklärt jener mir, dass er keine titel parat habe (bis auf "amazing grace", was gayle zum abschluss zur überraschung aller mit leicht gebrochener stimme singt), mir jedoch sicher charles gayle selbst weiterhelfen könne, er wisse die titel sicher...
mein dank für diesen wundervollen abend geht neben der kulturschranne an den jazz e.v. dachau, der auch in naher zukunft feine events organisieren wird.

Samstag, Februar 04, 2012

glotzt nicht so romantisch (280): mohna

"to do" ist die erste single von mohna aus ihrem kommenden album "the idea of it" und soll appetit machen auf den am 17. februar erscheinenden neuen longplayer der jungen songwriterin. wir hatten auf den sunday service release bereits aufmerksam gemacht, konnten aber noch nicht mit einem video dienen. nun schon. max mörtl zeichnete übrigens verantwortlich.

neue töne (1099): bears

auf dem vertrauenserweckenden misra label erscheint am valentinstag mit "greater lakes" ein album für alle, die die schwere sehnsucht nach dem perfekten popsong verfolgt. denn was sich auf dem neuen werk von craig ramsey und charlie mcarthur aka bears versammelt sieht, ist so unheimlich wunderbar, dass man immer wieder neu staunen muss, wie genussvoll die melodien ins ohr gehen. am schönsten aber ist, dass dies auf eine unaufgeregte und ehrbare weise geschieht. nie fühlt man sich überrumpelt oder übermannt. ins schunkeln gerät man wie von selbst, das mitsummen stellt sich unmittelbar ein und ein pfeifen über den song hinaus schließt sich an. "greater lakes" ist das mittlerweile dritte album der um einige zusätzliche mitglieder aufgestockten band, wenn es an die livedarbietung geht. neben den bisherigen zwei full lengths tummelns sich auch zwei eps und einige singles. die verschiedensten labels nutzte man, um die scheiben an den mann zu bringen.
craig und charlie hockten sich einst im sommer 2005 zusammen und bastelten via 16track recorder an den ersten songs. die erste platte bekam man alsbald aus dem presswerk zugesandt. bis dahin hatte man noch keinen ton live gespielt. so versammelten die beiden einige freunde um sich inkls. behelfsmäßigem instrumentarium, um fortan zu üben und dem hohen maßstab gerecht zu werden, den bereits radiostationen an diese band anlegten. mit einem roten van erkundete der haufen alsbald die clubs des landes und machte viele gute, aber auch weniger gute erfahrungen. nicht nur, dass es noch nicht für den sprung nach europa langte, auch in omaha spielte man vor dem burschen an den soundreglern und zwei weiteren besuchern. "simple machinery", das zweite album folgte einigen kurzen, wurde aber schließlich als zu wenig inspiriert ad acta gelegt. mit "greater lakes" geht es aber allen beteiligten anders. zurecht.
ein wenig jingle jangle hier, launigkeit dort, verstiegenheit ein bisschen, versonnenheit noch viel mehr. ein zauber liegt über diesem tonträger. Ihr werdet ihn ausmachen können. hüpft neben "wash my hands", jubelt mit "perfect girl", glotzt verträumt bei "eleven a.m.". am ende: irgendwo zwischen the lucksmiths und they might be giants.



Freitag, Februar 03, 2012

unsigned - a d.i.y. (music) diary by great dynamo - episode 7

kontakte, kontakte, kontakte. vieles definiert sich über beziehungen (im positivsten sinne). auch hauke aka great dynamo braucht sie. er hat sie. ob er davon profitiert, ist eine frage der sichtweise. so schreibt er zu seiner episode 7: "heute lernt Ihr eine graue eminenz der düsseldorfer musikszene kennen: sonny wenzel, seines zeichens musikjounalist und wandelndes rheinisches musikarchiv. und weil der herr wenzel immer viel zu sagen hat, ist diese folge ein kleines bisschen länger geworden. dabei war das kürzen auf sieben minuten schon eine echte aufgabe."

eingestreut (366): bonnie 'prince' billy / mariee sioux / trembling bells

dass bonnie 'prince' billy ein beweglicher musiker ist, beweisen nicht nur seine unzähligen scheiben, auch seine kollaborationen. das war in der vergangenheit so und ist auch fürderhin geplant. zwei tonträger, die sich in der nahen zukunft aufdrängen, sollen hier kurz thematisiert werden.

da ist zum einen die zusammenarbeit mit mariee sioux, die in einer 4track ep kulminiert, die ganz simpel "bonnie & mariee" heißen wird. sie wird zwei originale und zwei coverversionen enthalten. die titel lesen sich wie folgt: not mocked / bird child / loveskulls / mad mad me. erscheinen wird das juwel, so viel steht heute schon fest, am valentinstag auf spiritual pajamas. unterstützung erhielten die beiden künstler von kollegen aus bands wie bright eyes, the cairo gang, hope sandoval & the warm inventions. erste höreindrücke finden sich hier. das wird ganz fein!
etwas weniger ätherisch wird vermutlich das album "the marble downs". hier treffen aufeinander die von uns sehr geschätzten trembling bells und will oldham. mit alex neilson, simon shaw, mike hastings und lavinia blackwell hat sich der 'prince' brüder im geiste an land gezogen, die wie er die spielarten des folks erprob(t)en. das gemeinsame werk ist für ende märz, anfang april geplant (honest jon's) und wird von einer recht umfangreichen uk- tour begleitet. man kann nur hoffen, dass sie auch noch bei uns station machen werden. noch spannender wird aber sein, wie der mix aus improvisierten und rauem folk, der sich der traditionen nicht scheut, auf der einen seite und der dem appalachian style enthobene freigeistige stil auf der anderen seite auf albumlänge funktioniert. ein erstes ergebnis kennen und loben wir ja bereits:

Donnerstag, Februar 02, 2012

eingestreut (365): megafaun

sie sind auf tour! und beehren uns! und Ihr habt die chance dabei zu sein! wie klasse das werden kann, beweist unten stehendes video! klickt es an und geniesst!
megafaun sind brad und phil cook sowie joe westerlund. mit dem klienicum verbindet sie eine einseitige liebe, die vom blog in regelmäßigen abständen bestätigt wird. wir hatten hier ihr zweites full length gelobt, dort eine außerordentliche ep, betonten an jener stelle die beteiligung an der supergroup gayngs und wiesen an diesem platz das damals kommende selbstbetitelte album (2010) aus. ihr sound wurde mit den jahren immer differenzierter, um nicht zu sagen diffiziler. im sinne von besonders, als hätte sich die band nach und nach von ungeschlachtheit reinigen müssen, um in aller sorgsamkeit die perlen aus den muscheln zu pulen. während anderen bereits der glanz der hülle langt, sucht der dreier nach einer perfektion, die nicht einem distinktionswillen entspringt, sondern der freude am tun.
die nächsten tourdaten für hiesige gefilde und etwas darüber hinaus findet Ihr ebenfalls unten stehend, nehmt sie verdammt noch mal wahr! angebot: wer mir einen konzertbericht aus luxemburg oder schorndorf schickt, dem spendiere ich das aktuelle album der band! bis dann!







06.02. – Luxembourg @ Rock Hall Cafe
07.02. – Schorndorf, Germany @ Club Manufaktur
08.02. – Munich, Germany @ Das Provisum
09.02. – Madonna, Italy @ Bronson
11.02. – Senigalliano, Italy @ Gratis
12.02. – Roma, Italy @ Angelo Mai
14.02. – Zurich, Switzerland @ El Lokal
15.02. – Paris, France @ Cafe de la Danse

ein (p)fund mp3 (378)

natürlich zeichnet labrador für die 4track ep "love forever" verantwortlich, das von dan lissvik produzierte teil erscheint am 28. februar digital und auf vinyl und klingt vertraut und damit ohrenschmeichelnd popversöhnt:
the mary onettes - love's taking strange ways
als one finger riot hatten wir faris mcreynolds bereits einmal vorgestellt, sein neues projekt trägt erste früchte, am 14. februar wird "take me forever" erscheinen, post planetary unterstützt ihn dabei:
exdetectives - the lawn
gleich einen sackvoll singles unter dem namen prints hat der brooklyner künstler und produzent geplant, seine zweite aufnahme erschuf der nicht ganz unbekannte gemeinsam mit lyrics born und white hinterland: alan wilkis:


mit "all of us, together" sieht man einen ersten full length release am horizont, den der vancouver soundkünstler fertigstellen konnte, nachdem er vor allem mit singles, remixes usw. glänzte, veröffentlicht wird mitte mai auf lefse: teen daze:


noch ein rechter frischling, doch bereits einen longplayer am start, in bälde wird "seconds to years" erschienen, die songs als catchy zu beschreiben, ist keineswegs despektierlich, wird auch der chicagoan denken:
scott wesley - sun and the water
einen weiteren track gibt es aus der "shake-a-baby" ep, die am 17. januar auf slumberland erschien, zu hören, geht mit, geht ab mit: neverever:


da hatte der vorgänger schon einen unwiderstehlichen charme, nun wird am 03. februar der nachfolger namens "be the void" erscheinen, anti- records ist der partner des vertrauens von dr. dog:


am 03. april erscheint das neue album (doppel lp)! von tim presley, "family pefume, vol. 1" heißt es und erblickt via woodsist das licht der musikinteressierten welt, erste anklänge geben wir gern an Euch weiter:
white fence - it will never be
mit "underrated silence" erscheint am 03. februar auf bureau b das neue album, wir hören mal rein, vorsichtig und mit großer (und wachsender neugier): ulrich schnauss & mark peters:


"koima" ist das zweite album des songwriters und gitarristen aus mali (am 16. april auf thrill jockey), er vermischt traditionelle und religiöse elemente seiner heimat mit blues und rock, ein erster appetithappen steht zur verfügung:
sidi touré - tondi karaa

das klingt ja sehr vertraut, vorfreude auf das am 28. februar erscheinende "sun is sink", welches auf bon mots records erscheinen wird und den nachfolger zum ausgezeichneten "broken bow" (2010) darstellt:
eux autres - right again
hatten wir schon ? macht nichts, denn "sees the light" wird auch Euch brechen, das zweite album von katy goodman erscheint am 24. märz, hardly art hält unterstützend netz und doppelten boden:
la sera - please be my third eye
die band aus los angeles veröffentlicht ihr debutalbum "forgiveness is a weapon" am 07. februar auf post planetary, es handelt sich um ein album "of love songs disguised as war songs": archer black:


golden kanine
15.02.2012 DE - Berlin - Privatclub
16.02.2012 DE - Dresden - Scheune
17.02.2012 DE - Frankfurt - Brotfabrik
18.02.2012 CH – Thun – Café Mokka
19.02.2012 CH - Zürich Hafenkneipe
20.02.2012 DE - München - 59 to 1
21.02.2012 AT - Linz - Posthof
22.02.2012 AT - Vienna Arena (Dreiraum)
23.02.2012 DE - Stuttgart - 1210
24.02.2012 DE - Duisburg - Steinbruch
25.02.2012 DE - Hamburg - Prinzenbar

barn owl
11/04/12 Hamburg (DE), Hafenklang w/ OM
15/04/12 Paris (FR), La Maroquinerie w/ OM, Pelican
23/04/12 Erfurt (DE), Thomaskirche
24/04/12 Nuernberg (DE), K4
27/04/12 Leipzig (DE), UT Connewitz w/ OM

kevin devine
09.02.2012 Freiburg (D) - White Rabbit
11.02.2012 Cologne (D) - Tsunami
12.02.2012 Karlsruhe (D) - Jubez
13.02.2012 Hamburg (D) - Haus 73
14.02.2012 Dresden (D) - Beatpol
15.02.2012 Nürnberg (D) - MUZ
16.02.2012 Leipzig (D) - Café Kafic
17.02.2012 Berlin (D) - Magnet
18.02.2012 Munich (D) - Atomic Café

liz green
28.02.2012 Frankfurt (D) - Brotfabrik
29.02.2012 Nürnberg (D) - MUZ
01.03.2012 Dachau (D) - Kultur-Schranne
06.03.2012 Dresden (D) - Societätstheater
07.03.2012 Leipzig (D) - Kafic
08.03.2012 Hannover (D) - Feinkostlampe
09.03.2012 Hamburg (D) - Turmzimmer @ Uebel & Gefährlich
13.03.2012 Berlin (D) - West Germany
14.03.2012 Schorndorf (D) - Manufaktur
15.03.2012 Mannheim (D) - Mowhawk
16.03.2012 Cologne (D) - King Georg
17.03.2012 Saarbrücken (D) - Sparte 4
21.04.2012 Reutlingen (D) - Burning Eagle Festival

Mittwoch, Februar 01, 2012

glotzt nicht so romantisch (279): poppet / organ thieves / main fear love / la boum fatale / young magic

ein mit einfachen mitteln gestaltetes und doch inhaltstiefes video, das musikprojekt stammt aus olympia und wird im frühjahr ein debutalbum auf bicycle records veröffentlichen könnnen, ich bin sehr gespannt auf mehr:
poppet - lovebot:3000



sie stammen aus toronto und bereiten eigentlich das feld mit einer mischung aus punk und rock, ihr erstes album "somewhere between free men and slaves" (ab 03. april auf maplemusic recordings) aber bewerben sie mit einer akustiknummer: organ thieves:



fünfe aus berlin, die ihr projekt auf dauerqualität testen wollen, veröffentlicht wird auf humming records, festlegen will man sich dabei nicht und sucht den genremix, ein video wird vorgestellt von: main fear love:



ein fraglos eigenwilliges video gelingt antonio de spirt und levente pavelka, die man unter einem gemeinsam moniker antrifft, die erste single der hamburger erschien gerade erst auf sinnbus: la boum fatale:



mir gefiel immer wieder ausnehmend gut, was das new yorker electropop trio zusammengewerkelt hat, umso mehr freu ich mich auf ihr debut "melt", das am 12. februar auf carpark erscheinen wird, heute nun auch ein paar bewegte bilder: young magic:

Dienstag, Januar 31, 2012

neue töne (1098): damien jurado

die nähe zu neil young kann ich nie verhehlen. durados gesang, seine attitüde, vieles, was eine referenz zum altmeister wert ist. doch keine gefahr von apologetentum. zu sehr setzt damien jurado auf die eigene karte. mit seinem zweiten werk, das er in personalunion mit richard swift einspielte (sein elftes, zwölftes? ingesamt), setzt er den weg von ressourcen- und reibungsverlust fort. nicht nur, dass er den klagen gebührend platz einräumt, er umfängt sie auch noch in unanständig schöne rahmen. zwei jahre nach "saint bartlett" glaubt man den barden aus seattle wieder neu entdecken zu müssen.
seine songs sind stille wunder. miniaturen, die sich auf das wesentliche beschränken. eine melodie, ein lyrischen raunen, umweht vom odem der düsternen leichtigkeit eines freigeists. "maraqopa", welches im februar auf secretly canadian erscheinen wird, gerät zu einem meisterwerk, das sich unaufgefordert den weg bricht, wie es augenscheinlich sittsam frönt und doch die hintertür nimmt, um willenlos zu machen. leichthin der start an der akustischen, wie zur übung, atmosphärische ergänzung um eine synthiespur, die wertschätzung und größe beinhaltet, transportiert, eine aufwertung des leisetreterischen charakters. "everyone a star" macht glauben. einen, der sich diversifiziert an den möglichkeiten eines kaum greifbaren sängers. der opener ist ein progrockiger knaller, der sich aus gelassenheit und psychedelischer dekadenz generiert. "life away from the garden" mischt kindergesang als gegenspieler ein, statik und entwicklung. dass es nicht zum unzimperlichen kreativausstoss gerät, ist die kunst.
hingehauchte momente, ergreifendes. immer eine bewegung implizierend, und wenn es das stampfende auftreten ist.
vielleicht hat die musik etwas cinematographisches, doch sie legt sich nicht fest. zeigt sich hier orientiert, dort wieder unaufgeräumt, irrend. hier klar und eindeutig, dort redundant. hier brüderlich, dort egoman. mal verspielt, mal simplifiziert. tausend gesichter, die kaum zu diesem vierschrötigen kerl passen wollen. doch. doch, das ist alles damien jurado.
am ende bleibt es immer licht und gut zu durchdringen. und wenn du dann am gegenüber liegenden ufer stehst, überlegst du, wie du dorthin gekommen bist und was alles du gar nicht wahrgenommen hast und drehst schleunigst noch einmal um, um die verqueren strukturen, die glöcken, die synthesizer, die straffen gitarrenakkorde, den singer/songwritercharme, den popappeal... wieder einzufangen.





01.03.2012 Hamburg – Astra Stube
07.03.2012 Berlin – Comet Club
08.03.2012 Leipzig – UT Connewitz
09.03.2012 Schorndorf – Manufaktur
27.03.2012 Freiburg – White Rabbit