Donnerstag, September 15, 2011

eingestreut (313): the skull defekts

erst im april hatten sie "peer amid" am start (bewertung hier). the skull defekts, die schwedische coreband kooperierte darauf aufs erstaunlichste mit daniel higgs. eine in alle richtungen befruchtende kollaboration. nicht zuletzt hieraus entsprang die zusammenarbeit mit asa osborne, dessen zomes projekt auf gefallen der skull defekts jungs traf. so ging man gemeinsam, während man zusammen auf us tour war, ins studio und nahm drei tracks auf, zwei gänzlich neue und einen, der bereits auf tour gespielt wurde. auf der b-seite platzierte man dieselben songs, nur rückwärts gespielt. das ganze schimpft sich dann entsprechend "2013 - 3012" und soll im dezember auf thrill jockey erscheinen.
tracklist: 01. children of the skull defekts / 02. beyond within / 03. embryo / 04. oyrbme / 05. nihtiw dnoyeb / 06. stkefed lluks eht fo nerdlihc

neue töne (1036): robin bacior

bei der stimme macht Euch selbst einen reim. mir gehen da schon mal die pferde durch. referenzen ohne ende hätte ich zur hand und würde mich schließlich auf eine allseits bekannte festgelegt haben. mach ich aber nicht, macht Ihr mal schön selber. von robin bacior ist die rede, eine junge mittzwanzigern aus new york, die das nördliche kalifornien in die stadt der städte einst verließ, um, naja, um karriere zu machen. vielleicht. nicht, dass sie es nicht schaffen würde, im gegenteil, aber das vorhaben als solches zweifel ich an. denn was treibt einen durch die welt? es ist doch in der regel nicht der unbedingte wille zu einem geschäft, sondern zumeist neugier. auf ihrer homepage sind jolie holland und joni mitchell erwähnt, die beide einen ähnlichen weg einschlugen.
robin hat eine unverstellte, offen ausgefahrene stimme, die etwas ewig seelenvolles in sich trägt. sie ist wandlungsfähig, taugt in den höhen wie in den gründen und mutet nie übertrieben getrieben an. ihr einsatz ist auf eine weise dosiert, wie es die musik vorzuschreiben scheint. mal reckt sie den hals im walzer, dann taucht sie wiederum in der ballade ab oder hält sich im spröden lied aufrecht. harmonien werden gepflückt wie reiches obst vom gut befüllten baum. melodien, die zur größe gereichen. sonnendurchflutet und doch für bedachung sorgend. schutz vor brand, aber wärme spendend. im vergangenen jahr erschien ihr erster release, eine ep namens "aimed for night", vier tracks, karg und selbstreferentiell. es folgte eine single, deren beide tracks "man before me" und "headless sheep" deutlich gereifter klingen, kraftvoller, dichter, substanzieller. "rest our wings", welches am 01. november auf dem eigenen label erscheinen wird (consonants and vowels records), stellt das erste full length der künstlerin dar und soll den geografischen wie den bewegungen in den beziehungen der robin bacior nachspüren. mit "ohio" liegt ein erster auswurf vor, der, sollte er bezeichnend für das gesamte werk sein, aussicht auf etwas besonderes gewährt. lustvoll vertrackt, mit verschobenen harmonien im gepäck und einer außerordentlichen gesangsleistung. die instrumentierung changierend zwischen verdichtung und offenheit. an wen erinnert Euch robin?
robin bacior - ohio
robin bacior - man before me

Mittwoch, September 14, 2011

konzert: josh ottum, 12.09.11

der sommer ist vorbei. was ich nicht akzeptieren will und so ziehe ich mir die kurzen hosen an, laufe ohne strümpfe los und glaube fest daran, wen auch immer zu bezwingen. vielleicht das nahen von kälte und regen und all dem käse, der zu den miesepetrigen jahreszeiten dazugehört. im südstadt, ich sehe mich auf dem rechten pfad, herrschen denn auch tropische temperaturen. der laden mit den sympathischsten bedienungen der stadt (stets freundlich und zuvorkommend, bei wechselnden gesichtern!) ist gut gefüllt, die rotte setzt auf transpiration. eben verschlungenes bier entweicht über weit geöffnete poren.
das dämmerlicht wirft schatten, unter anderem von menschen auf der bühne. kurt j. moser, der mit zwei kompagnons antrat, habe ich verpasst. die letzten töne klangen vertraut. schade. dafür bekomme ich josh ottum voll und in gänze mit. der hochgewachsene bursche aus seattle beginnt sein set, da sich ein großteil der zuhörer noch gift durch die lungen zog. vor der tür, so wie es sich gehört. es ist ein start, wie er besser hätte nicht die persönlichkeit ottums ausdrücken können. etwas schüchternes haftet ihm an, zugleich eine festigkeit, eine stärke, selbstvertrauen. das, was er tut, hat er verinnerlicht, ist ganz das seine. jedwedes fehlen von fahrigkeit oder nervosität. die lieder reiht er aneinander wie perlen auf eine kette. zunächst stellt er kaum kontakt zum publikum her, außer ihm den applaus vorwegnehmend mit einem euphorischen "thank you". dann möchte er ein dunkles bier, verspielt sich gar, um den song nach mehrmaligen versuchen gänzlich zu verabschieden und zeigt ein breites lächeln. der hat charme und eine menge guter lieder im gepäck. die verspieltheit und raffinesse des auf "watch tv" kreierten songsammelsuriums gelingt allein mit einer e-gitarre bewaffnet natürlich nicht. doch die klarheit und zugänglichkeit seines materials kann man so viel besser erkennen. die melodien sind leicht und dauerbrenner. während bereits der nächste titel gespielt wird, hängt man dem vorherigen noch nach. das spiel josh ottums ist versiert, fast virtuos zu nennen. er lässt den bass flott schwingen und griffelt zugleich die harmonien. seine lange finger bearbeiten den hals seines instruments wie ein handwerker. ein vertrautes beieinander.
so schließ ich freundschaft mit ihm. sein erstes album "like the season" steht nun bereits seit ein paar jahren in zellophan gehüllt neben der anlage. das lob dazu konnte ich allerdings nachvollziehen, denn ungehört blieb die platte nicht. mit "watch tv" hat ottum einen schritt vorwärts in sachen komplexität getan, wenngleich er dies live nicht beweisen konnte (aus genannten gründen). dafür bestreit ich nicht die qualität seiner lieder. überzeugend u.a. "fool in the night", das sich drängelnd platz verschafft oder "secret age" mit beschwingtheit, die sich federnd beine macht. ein gelungener abend mit einem viel zu wenig beachteten songwirter ging zu früh zu ende. nach einer zugabe war feierabend.


josh ottum - fool in the night

14.09.11 Linz - Posthof
15.09.11 Jena - Kulturbahnhof
16.09.11 Kassel - ARM
17.09.11 Schwäbisch Hall - Schwerpunkt Glück
18.09.11 Heidelberg - Häll
19.09.11 Bayreuth - Glashaus
20.09.11 Dresden - Thalia Kino
21.09.11 Kiel - Schaubude
22.09.11 Hamburg - Reeperbahnfestival

Dienstag, September 13, 2011

ein (p)fund mp3 (360)

er stammt aus wiltshire im uk und hört bürgerlich auf william yates, seinen moniker nutzt der multiinstrumentalist und produzent für die solonummer, vier erlesene elektronika tracks trug der bursche für eine auf bad panda erschienene ep zusammen, demnächst gibt es neue releases von ihm:
memotone - fractal
memotone - this is the room

das new jersey outfit steuert seinen neuen release an, am 18. oktober (domino records) ist es für "days" so weit, ein erster appetithappen nachfolgend für Euch sowie hierüber stehend das wirklich gelungene coverartwork: real estate:
real estate - it's real by dominorecordco

ebenfalls am 18. oktober erscheint ein sehr interessanter release auf underwater peoples und chapter music, die dazugehörige band stammt aus australien und wird mit ihrem debutalbum, das selftitled bleibt, für entspannte furore sorgen:
twerps - dreamin
yeah, der 18. wird also zum festtag, auch sie legen nach, "hazed dream" wird auch im oktober erscheinen (sacred bones) und der erste ausblick lohnt, "mind daze" klingt nach der schwerfälligen psychsuppe, die ich gegen kaum etwas anderes tauschen möchte: psychic ills:
psychic ills - mind daze by sacredbones

die in berlin beheimateten israelis hatte ich schon mehrfach im blick, diesmal geben sie mit einer neuen single an, "hello to loneliness" b/w "just another day in my head" erscheint am 22.10. auf staatsakt und hält am garage konzept konsequent fest: tv buddhas:
tv buddhas - hello to loneliness

"romantic comedy" heißt das album der noch jungen truppe aus new jersey, eine erste single konnte bereits erfolgreich ende august lanciert werden, nun folgt der longplayer, ebenfalls auf slumberland (27. september): big troubles:
big troubles - sad girls by slumberland records

"inside the ships" heißt ihr (ronald lippok, bernd jestram) neues album, erschienen gerade eben auf bureau b, die ausschnitte geben hinweis auf spannende elektronika:
tarwater - inside the ships
der 18. oktober, Ihr wisst schon, einer der veröffentlichungstage, bringt uns auch "staring at the x", den langersehnten "survival" nachfolger, auf
fatcat:
forest fire - mtns are mtns
eine kleine sommereinlage noch, auf oddbox records erscheint am 19. september das zweite album ("carousel") dieser wunderbaren band, pop für die junge und die gereifte liebe: pocketbooks:
promises, promises by pocketbooks

portland in oregon hat seinen status weg, gut, dass hier aber auch immer wieder neues nachkommt, so wie dieser dreier, der erst seit ca. einem jahr zusammenarbeitet, aber bereits ein erstes album vorstellen kann, dream pop ab 01. november auf captured tracks: blouse:
blouse - videotapes by the fader

mit dem franzosen luis vasquez treffen wir auf einen burschen aus san fran, der bereits seinen zweiten release vorlegen wird, am 31. oktober ist es für die "total decay ep" so weit, ebenfalls auf captured tracks, der spooky erste aufmerker gibt wohl einen hinweis auf das erscheinungsdatum:
the soft moon - total decay
am 18. november wird mit "eat their own" das debutalbum via lucky number/cooperative music erscheinen, mir gefällt der stoiker style, den der vierer aus new york so fein umjubelt darstellt: caged animals:
caged animals - teflon heart by luckynumbermusic

nett, ein track zum freien download bereitgehalten, aber he, kurz nachgeschoben, dass man die miles kane und noel gallagher tour supporten darf, der sechser aus manchester hat einen guten bandnamen und eine erste ok-e musikalische verständigung mit dem klienicum: folks:
avalanche by wearefolks

a forest
01.10. Import/Export München
02.10. Treibhaus Luzern
03.10. Ono Bern
05.10. Café Galao Stuttgart
06.10. Club Paradies Jena
07.10. 603 qm Darmstadt
08.10. Yellowstage Frankfurt
09.10. Kulturkeller Fulda
11.10. Studio 672 Köln
12.10. Spec Ops Münster
13.10. Druckluft Oberhausen
15.10. Beta Bar Chemnitz

Montag, September 12, 2011

in eigener sache (60): kroatien


bin wieder da. ab morgen geht es wie gewohnt weiter. ein paar gedankensplitter und erinnerungsblitze:

küsten überblicken mit stechendem nadelgrüngeruch,
geschönte sinneserfahrung im doppelpack,
abgezogene schafe in der heide liegend,
aufgeblähter magen, verschlungenes gedärm,
brütende mittagshitze flimmernd, meerengen, buchten,
matratzen, die am strand als handtuch fungieren.

segel, segel, segel, türkisfarbene boote,
fischer, die modell stehen für eine längst behobene vergangenheit.

sich scheuernde kontraste,
von krediten frei entstehen häuserburgen, städtische enge verliert,
der halsbandlose hund wird treu,
das geschickt farblose mir zu bunt,
die mädchen kurz vor karg, der junge bettler stammt aus belgien
und wasser, wasser, wasser.

auf skeptizismus folgt das freundliche moment,
im berg wohnen nicht die partisanen.

gras, das im vorbeilaufen nicht mitschwingt,
sondern tiefe wunden reisst.

ruinen, ruinen, ruinen.
kampfgetümmel überlässt man besser den kindern.

hochzeiten, pfarrfeste, abende, abende, abende,
menschen, menschen, auf balkonen, in gärten, umeinander.

musik in jedem atemzug.

listenterror: beste alben 2011

update september

*****
1. matana roberts – coin coin chapter one: gens de couleur libres

**** - ****1/2
2. bill callahan – apocalypse
3. david thomas broughton - outbreeding

****
4. pj harvey – let england shake
5. heypenny – a jillion kicks
6. howth – s/t
7. thurston moore – demolished thoughts
8. metal mountains – golden trees
9. peaking lights – 936
10. matt bauer – the jessamine county book of the living
11. bill wells & aidan moffat – everything's getting older
12. small sur - tones
13. wooden peak - lumen
14. eternal tapestry – beyond the 4th door
15. noveller – glacial glow
16. hertta lussu ässä – s/t

***1/2 - ****
17. scott matthew – gallantry's favorite son
18. rauelsson with peter broderick – réplica
19. ignatz – i hate this city
20. kurt vile – smoke ring for my halo
21. alina simone – make your own danger
22. fleet foxes – helplessness blues
23. snailhouse – sentimental gentleman
24. golden kanine – o woe!
25. low – c'mon
26. 22 pistepirkko – lime green delorean
27. the tree ring – generous shadows
28. david dondero – a pre-existing condition
29. pickering pick – tiger balm

***1/2
30. alela diane & wild divine - s/t
31. julianna barwick – the magic place
32. gareth davis & machinefabriek – grower
33. oh no oh my – people problems
34. jozef van wissem – the joy that never ends
35. angela aux - whatever you guess it's not
36. wooden shjips – west
37. hauschka – salon des amateur
38. emily arin – patch of land
39. tape - revelations
40. the bony king of nowhere – eleonore
41. jennifer castle – castlemusic
42. loch lomond – little me will start a storm
43. wire – red barked tree
44. jocie adams - bed of notions
45. six organs of admittance – asleep on the floodplain
46. korey dane – loomer
47. old lost john – bringing down the sky
48. the skull defekts – peer amid
49. cloud nothings – s/t
50. tiny ruins – some were meant for sea
51. the cave singers – no witch
52. the low anthem – smart flesh
53. rachel goodrich - s/t
54. la sera - s/t
55. stranded horse – humbling tides
56. yuck – s/t
57. the hands of the wrong people – proportions
58. the high llamas – talahomi way
59. brilliant colors – again and again
60. eric & magill – all those i know

***-***1/2
61. heidi spencer – under streetlight glow
62. david lowery – the palace guards
63. mogwai – hardcore will never die, but you will
64. timber timbre – creep on creepin' on
65. asobi seksu – fluorescence
66. powerdove – be mine
67. acid house kings – music sounds better with you
68. the felice brothers – celebration, florida
69. the rural alberta advantage – departing
70. thank you – the golden worry
71. we are the lilies – s/t
72. gruff rhys – hotel shampoo
73. chimneyheart – to the place you come from

***
74. sarabeth tucek – get well soon
75. middle brother – s/t
76. the decemberists – the king is dead
77. smith westerns – dye it blonde
78. bibio – mind bokeh
79. sleepy vikings – they will find you here
80. my morning jacket - circuital
81. l/o/n/g – american primitive
82. the bell beat – our manderley

**1/2 - ***
83. destroyer – kaputt
84. schimmy yaw – the boy is all twisted up inside
85. braids – native speaker

**1/2
86. iron & wine – kiss each other clean
87. maritime – human hearts
88. a hawk and a hacksaw – cervantine
89. the ian fays – jensen's camera
90. britta persson – current affair medium rare

Sonntag, September 11, 2011

eingestreut (312): elba

den namen gaben sie sich natürlich nach der italienischen insel, auf der napoleon einst exil fand. die band elba aber stammt aus seattle, wo sie ihre flotten dreiminüter produzieren, am fließband möchte man meinen. denn seit den anfängen in 2008 kann man über "an avalanche", "don't be discouraged, little sparrow" und "diplodocus" immerhin schon drei veröffentlichungen zählen. mit dem selbstbetitelten werk, das am 22. september erscheinen wird, nimmt die geschichte von elba, aber auch jene des dritten albums der fünfköpfigen truppe ihren lauf. variable melodien, die gern in lustvollen verschiebungen ausgiebigst gefeiert werden, dazu eine ausgewogene instrumentierung nebst stimmungsvollen arrangements. die band weiß zu begeistern, indem sie investiert, dies aber nie wirklich offeriert. rockinfizierter pop, der sich nicht von harmonien losreissen kann.
elba - statues and shipyards

Samstag, September 10, 2011

zu gehör getragen (146)

matana roberts – coin coin chapter one: gens de couleur libres (2011)
> konzeptionell wie musikalisch auf der höhe der zeit, ein ausbund an formeller wie tonaler schönheit, voller weisheit und emotionaler tiefe, 5/5

alina simone – make your own danger (2011)
> ein energetischer sog, der sich aus kraftvollem anschlag und sensiblem abgang generiert, personifizierter gefallener engel mythos, 3,5-4/5

matt bauer – the jessamine county book of the living (2011)
> zwischen appalachian folk und bluegrass oszillierend und zugleich karg und bezwungen, musik aus der seele gewrungen, dem herz entronnen, 4/5

pickering pick – tiger balm (2011)
> ein folkhauch, der den spätsommer leuchtend macht, ein singer/songwriter album, das die solonummer nach wie vor wert erscheinen lässt, 3,5-4/5

glotzt nicht so romantisch (249): tea cozies

die tea cozies sind jessi reed - guitar, vocals, brady harvey - guitar, vocals, keyboard, jeff anderson - bass und garrett croxon - drums. sie stammen aus seattle, starteten ihre unternehmung allerdings in nordcolorado, wo einige von ihnen gemeinsam die schule besuchten. typischer teenager schnellstart in punkbands, in talentshows. zum glück hatte wenigstens brady etwas genetischen vollschub, ihr vater war musiklehrer und sie daher auf flöte, saxophon, piano und gesang studiert. nach seattle zurückgekehrt, band sich die truppe tour um tour ans bein, spielte jede bar in der neuen, alten heimat und kam 2009 sogar zum release des "hot probs" album, das in der presse viel lob erwarb. eine selftitled ep gibt es von den vieren zudem, die in 2009 noch einmal einen drummerwechsel vornahmen. von nun aber konstant alarm machen werden. wenn Ihr die paar tracks hört, die ich auftreiben konnte, werdet Ihr wissen, wovon ich rede. das geht hier alles verdammt gut ins ohr. rumpelig, garagig, enorm.
tea cozies - dead man's sister





Freitag, September 09, 2011

red heart the ticker - your name is secret i would write (2011)


vor zwei jahren hatte ich mit freude über das album "oh my! mountains below" von red heart the ticker berichtet. robin mcarthur und tyler gibbons hatten unter dem seltsamen moniker ein wunderschönes indiefolk album vorgelegt. nun schickte mir das paar aus marlboro, vermont, ihr aktuelles werk zu. "your name in secret i would write" wird am 20. september auf auger down records erscheinen und dabei einen ganz besonderen glanz ausstrahlen. denn es ist angefüllt mit einer kollektion von traditionellen new england songs, welche robin von ihrer großmutter lernte, der folksängerin margaret macarthur.

eigentlich aus dem norden arizonas stammend, zog robins gandma in den vierziger jahren auf eine uralte farm in southern vermont, wo sie begann alte folksongs aufzuspüren, zu katalogisieren und sie letztlich auch zu singen und zu spielen. das irre dabei ist, dass die dame einen wollensak reel-to-reel tape recorder auftrieb und mit ihm und ihrer zwei jahre alten tochter loszog, um originalstimmen, mehr noch die gesänge der einheimischen aufzunehmen. 1962 bekam moses asch von margaret macarthur wind, er war damals der chef von flokways records, und bat sie um einige tracks. daraufhin setzte sich die lady abends, wenn die fünf kinder im bett lagen, mit ihrem rekorder an den küchentisch und sang ihre lieder ein. sechs monate nachdem sie die bänder eingeschickt hatte, bekam sie ihre platte zugesandt, "folksongs of vermont" war dier erste von insgesamt neun platten ihrer karriere.
in dem zimmer, in dem sie die lieder lernte und sang, verstarb sie 2006 auch. noch auf dem totenbett, und sie war dank morphiums wie von sinnen und ein goßteil ihres erinenrungsvermögens war bereits verschwunden, erinnerte sie noch die lyrics einzelner songs, nach denen man sie fragte. in dieser frau kulminierten sich landschaft und der geist ihrer musik.

robin mcarthur und tyler gibbons zogen nach einigen jahren in new york und philadelphia wieder nach vermont und bauten sich ein kleines haus ganz in der nähe des farmhauses der großeltern. 2010 bekamen sie einen offiziellen auftrag zur neuaufnahme von margarets song. mit mikrofon und laptop bewaffnet, setzten sich die beiden beauftragten in margarets zimmer, jenes, in dem sie verstarb, und begannen mit den aufnahmen zu "your name in secret i would write".
neben den instrumenten der großmutter, u.a. der 1961er martin oder ihrer dulcimer, fügten red heart the ticker ihre eigenen hinzu: eine 1951er lady gibson, ein fretless banjo (vom großvater robins 1970 gebaut), ein weiteres banjo aus dem jahr 1890, eine kinderorgel aus der jahrundertwende, viola, bass, elektrische gitarre und anderes mehr.

das haus wurde während der session auf eine besondere weise lebendig, die dielen knarrten, die vielfachen stimmen erklangen in wirre, das drumkit übernachtete auf dem flur, das scharren der schuhe war zu hören ebenso wie die vielen instrumente an den wänden widerhallten. dass robin meint, sie käme nicht an den gesang und den ausdruck ihrer großmutter heran, ehrt sie. doch sie hat eine eigene wesenheit und lässt die alten lieder mit einer ganz besonderen note wiedererklingen.
von einer beseeltheit durchströmt, die sich nur aus vertrautheit speisen kann, erklingen diese zwölf, oft sehr unterschiedlichen songs. manchmal leicht stampfend, dann wieder vergnügt und aufgeräumt, hier entzückt, dort verzagt. mal verspielt, dann wieder karg und ausgeschabt. die arrangements sind von einer himmlischen reinheit, immer im vordergrund der gesang, gedoppelt, in harmonie. das sparsame wird dem bild der vergangenen zeit gerecht. robin singt mit versteckter wonne, mit herzlichkeit und güte und dankbarkeit. in sepia getaucht auch der musikalische background. die vorstellung, dass die in arbeitskleidung gesteckten künstler, auf einer holzterrasse beieinander hocken und stundenlang zum eigenen vergnügen aufspielen, wird zur standhaften aufnahme.
am 20. september ist es soweit, auger down records. hier hat die band eine eigene seite zum album eingerichtet.

Donnerstag, September 08, 2011

eingestreut (311): laura veirs

als laura veirs im letzten jahr ihren sohn tennessee zur welt brachte, glaubte ich keinen momente daran, dass sie sich (und wenn auch nur kurzzeitig) aus dem musikgeschäft zurückziehen würde. im november wird ihr neues album erscheinen, der titel gibt vor, worum es geht: "tumble bee: laura veirs sings folk songs for children". raven marching band records und bella union werden das werk veröffentlichen, das fast schon selbstverständlich von ehemann tucker martine produziert wurde und unterstützung und gastauftritte von so bekannten größen erhielt wie coling meloy, jim james, bela fleck, karl blau, basia bulat und brian blade. bei den songs handelt es sich um einen ausgesuchten katalog amerikanischer volkslieder, denen das ehepaar martine/veirs gründlich nachforschte und die so zum teil bis auf die anfänge des 20. jahrhunderts zurückgehen. "many of these songs have been forgotten throughout the years”, meint martine dazu. “we wanted to bring these songs to a new generation with an instrumentation that both honors their traditions and creates something unique.” wenn es am 04. november so weit ist, werden wir hier sicher noch einige worte mehr über das dann veröffentlichte album verlieren.
tracklist: 1. little lap dog lullaby – traditional / 2. prairie lullaby – billy hill / 3. jack can i ride? – traditional / 4. tumblebee – karl blau / 5. king kong kitchie kitchie ki-me-o – traditional / 6. all the pretty little horses – traditional / 7. the fox – traditional / 8. jump down spin around – harry belafonte / 9. why oh why – woody guthrie / 10. down in the medder – laura veirs/karl blau / 11. soldier’s joy – jimmy driftwood / 12. jamaica farewell – lord burgess / 13. prairie dream – rob burger

Mittwoch, September 07, 2011

eingestreut (310): peggy sue

ein schickes cover ziert das neue album von peggy sue. "acrobats" wird am 25. oktober auf yep roc erscheinen und den nachfolger für "fossils and other phantoms" darstellen. olly joyce, katy beth young und rose slade landeten mit jenem auf meinem 85. platz der jahrescharts 2010. so schlecht, wie sich dies auf den ersten blick darstellt, war es aber gar nicht. denn immerhin bekamen die londoner einen dreisterner für ihren sehr beweglichen indiefolk. auf dem neuen werk soll es allerdings etwas satter hergehen, man frönte wohl mit kurzweil der elektrizität. mit aufgestellten haaren quasi. verantwortlich dafür sicher der einfluss ihres produzenten john parish, letztlich aber auch die hinwendung zu sonic youth und the breeders, nicht die schlechtesten vorbilder, wie ich meine. also verzichtete man völlig auf die akustische. na, es gibt bereits kostproben. bitte sehr.

song & dance by peggy ssue

cut my teeth by peggy sue

Dienstag, September 06, 2011

neue töne (1035): cataldo

nach "signal flare" (juli 2008) und "cataldo" (mai 2005) folgt nun das dritte werk von eric anderson. einem, dem das leben widerfuhr. in washington city fand er ein neues zuhause, nachdem ihm das mädchen weglief und der beste freund sein freundschaftsband zurückgab. gibt es so was? in geschichten vielleicht. die weiß der bärtige sänger aus dem osten der staaten allemal zu erzählen. auf wanderungen, beim treffen mit neuen leuten heilte nicht nur sein herz, sondern formten sich auch die worte und lieder für sein drittes album. das klingt so vertraut, weil es den dingen namen gibt, die man selbst nur im kopf formuliert, und weil es mit einer wundersamen stimme unterlegt ist, mit einem warmherzigen sound, mit einer friedlichen stimmung und weil es trotzig an das gute glaubend dagegen hält. die folkinstrumentierung zaubert eine atmosphäre der begünstigung, innerhalb derer man in die lehre gehen kann bei eric anderson alias cataldo.

die ersten tracks aus "prison boxing", welches am 20. september auf red pepper records, erscheinen wird, sind fantastisch, melodiös, hemmungslos emotional und wirklich toll instrumentiert: streicher, trompete, perkussion (mitgeholfen hatten luke bergman von thousands, nelson kempf und keely boyle von the old believers, colin richey und sam anderson von hey marseilles und sean lane von fences) und natürlich darf man die unterstützung von laura veirs nicht unerwähnt lassen. ein weiterer vertrauter in dieser runde: lauras ehemann tucker martine, der für das mixing verantwortlich zeichnete. ich fahr hier ungebremst richtung begeisterung. allein "rock of calvary" ist geld für dieses album wert. wer folgt, gibt bitte mal bescheid!

cataldo - rock of calvary

Montag, September 05, 2011

zu gehör getragen (145)

the hands of the wrong people – proportions (2011)
> eine vertrauensstiftende musikalie, die wendungen und kurven nimmt, als stellte sie sich auf den hörer ein, feinster poprock zum anlehnen, 3,5/5

brilliant colors – again and again (2011)
> infektiöser poppunk aus san francisco, der diesen sommer definitiv aufheitern konnte, die sahnige note hat dem mädelsdreier gut getan, 3,5/5

tiny ruins – some were meant for sea (2011)
> elf tracks, die in ihrer bescheidenheit, in ihrer verzückenden bestechlichkeit niemals ermüden, im gegenteil das feuer zug um zug schüren, 3,5-4/5

hertta lussu ässä – s/t (2011)
> ein teil vokaler zauber, da stimmen instrumenten gleich zum murmeln, wispern, täuschen taugen, ein anderer teil sanfte zauberelektronik, 4/5

Sonntag, September 04, 2011

eingestreut (309): nurses

endlich möchte man sagen. endlich kommt der zweitling von nurses. denn der grandiose erstling "apple's acre" liegt bereits zwei jahre zurück. "in unreinheit gebadet, senden die drei töne voller zufriedener unmotiviertheit und inzestuöser klangwerkeleien in die welt.", schrieb ich seinerzeit, und: "ihre wegscheide trieb sie zum weird, bevor die rutschfahrt ins seichte abdriften konnte. die tracks der band sind scheinbar unkonstruierte, zum teil sich wüst gebährdende gebilde, wobei in aller unaufgeregtheit gehandwerkt wird. nur fühlt man sich inmitten bunten jahrmarktreibens, zunächst orientierungslos und blind ob der fülle, der farben, der töne. doch ist man endlich angekommen, hat sich sowohl psychisch als auch physisch auf das treiben eingestellt, füllen sich die sinne mit reizen an." das veröffentlichende label dead oceans spricht von "elastic melodies, heady pop hooks and unconventional knack for catchy songwriting that gets under your skin". es hat sich also auch bezüglich des neuen werks nichts geändert? "dracula" wäre etwas heavier und hätte deepere grooves vertragen und läge noch mehr wert auf thythmus. ein album mit physischen qualitäten (sic, wer schrieb das doch erst?). wow. das album wird am 20. september erscheinen.
tracklist: fever dreams / you lookin' twice / extra fast / through the window / so sweet / trying to reach you / new feelings / wouldn't tell / dancing grass / gold jordan / eternal thrills
nurses - trying to reach you
nurses - fever dreams

Samstag, September 03, 2011

neue töne (1034): tiny ruins

die junge hollie fullbrook habe ich schon eine weile im visier. vor allem ihres gesanges wegen. der ist so vollmundig und zugleich rückwärtig. als würden die töne in einer abgründigen tiefe entstehen und erst spät zu uns herauf koltern, als würden sie unterwegs einer reibung unterliegen, die sie zudem machen was sie sind, gewirkte und belassene kunde. hollie stammt aus neusseland und bringt ihre musik unter dem namen tiny ruins den gewillten hörern an. zunächst schrieb sie nur für theaterproduktionen, nahm auf einem kleinen recorder auf und spielte hin und wieder live und auf veranstaltungen wie poetry nights. im internet ließen sich bald einige tracks von tiny ruins finden, die vielfach gehör fanden. mit djeisan suskov nahm hollie eine erste ep im mai 2010 auf und unternahm darauf hin eine kleine tour durch den spanische norden. mit ihr zog auch a singer of songs. die idee zu einer gemeinsamen platte war wohl flink geboren. "little notes" erschien ende 2010 und enthielt jeweils drei songs der beiden protagonisten (hier zu hören). noch im selben jahr begannen die aufnahmen zum ersten eigenen full length. "some were meant for sea" wurde in south gippsland, australien aufgenommen. unterstützt wurde die junge frau von j walker, der sich immerhin schon mit cw stoneking, holly throsby und machine translations abgegeben hatte. mit ähnlichen kalibern begab sich hollie in den ersten monaten des neuen jahres auf tour, u.a. joanna newsom, the middle east, sonny & the sunset, grand salvo. das album erschien ende mai auf spunk records.
"some were meant for sea" trägt sich durch transparente songs, fliehende, kleine verwehungen, die sich kurz an dein ohr schmiegen, um alsbald wieder ihren flug aufzunehmen. eine kleine erinnerung bleibt zurück, ein stich, ein minimaler schmerz. würde nicht der nächste schmeichler bereits herüberflattern, würdest du nach dem vorherigen zu greifen wagen, weil er dich berührte. hollie singt wie eine große, ihr liquides gitarrespiel erinnert an eine stete quelle, die streicher säumen, das klavier betont. elf tracks, die in ihrer bescheidenheit, in ihrer verzückenden bestechlichkeit niemals ermüden, im gegenteil das feuer zug um zug schüren. die blässe einer schönen, die stimme einer weissagenden, die finger einer, die du nicht mehr vergisst. ein gesang, der zwischen betörung und verstörung changiert, der mut und angst beinhaltet, der dich um ungewissen lässt, wie frühe liebe. musik, vielleicht, für den scheidenden sommer. musik für den kommenden herbst.

tiny ruins - little notes

Freitag, September 02, 2011

eingestreut (308): talkdemonic

meine mission in sachen talkdemonic begann ich in 2008 und sie hält noch immer an. mehr noch, sie wird gerade durch die tatsache befruchtet, dass das duo am 04. oktober mit "ruins" endlich auch wieder albenmäßig nachlegen wird. mit "revival" steht uns daraus ein erster appetithappen zur verfügung, den wir als das nehmen, was er nun einmal ist: ein an- und aufreger, kribbeliges drumming, verzweifelter drone, kakophonisch, sinfonisch (dudelsack anbei?!). kevin o'connor und lisa molinario, die mit drums bzw. viola und cello instrumentieren (nebst allerlei anderem material), bringen ihr viertes full length dieses mal nicht auf arena rock bzw. lucky madison, sondern auf glacial pace recordings heraus, zudem sie im frühjahr gewechselt sind. ich bin freudig erregt und wage ein signal, dass wir es hier erneut mit einem top ten album zu tun haben werden. die beiden kreieren sounds von zeitloser schönheit. ihre alben überdauern und sind von trends so unabhängig, dass sie noch jahrzehnte später nicht einer musikalischen strömung zuzuordnen sind.


revival by talkdemonic

in eigener sache (59): urlaub

ja, echt wahr. ich verdrück mich für ein paar tage. irgendwo den ranzen in die sonne halten. den wind um die nase spielen lassen. die füsse in fließendes wasser halten. mit den kindern die hunde jagen. nett zur frau sein. die nachbarn vergessen. anderes mehr.
weil ich aber nicht anders kann, habe ich den blog befüllt. Ihr werdet nicht müßig gehen müssen, täglich eine neuigkeit, eine notiz, ein strohhalm, der Euch mit dem klienicum verbindet. ist das was?
aber worauf Ihr wirklich verzichten müsst ist, dass ich Euch vorerst nicht auf Eure vielen kommentare werde antworten können. wird nachgeholt. versprochen. wenn ich wieder zurück bin.
pixies - holiday song (live)

Donnerstag, September 01, 2011

glotzt nicht so romantisch (248): sea of bees / matt bauer / appetite

die machen aktuell ganz schön was her! von crossbill records ist die rede. der laden aus dem kalifornischen davis wird angeführt vom dj und konzertveranstalter michael leahy und versteht sich als plattform für die darauf agierenden künstler. mit matt bauer oder auch sea of bees, mit garrett pierce und anderen mehr hat sich schon eine feine kundschaft versammelt. in 2011 wurde sehr fleißig veröffentlicht, aber ebenso emsig auch gefilmt. davon einige ausschnitte, nachfolgend.
am 23. august setzte sea of bees, das projekt von julie ann bee, mit der "gnomes ep" nach, nachdem man doch mit "songs for the ravens" erst jüngst zu tun hatte, das video zu skinnybone" hier nun beispielgebend:



matt bauer bescherte uns frisch das album "the jessamine county book of the living" und schiebt video um video nach, ganz frisch dabei ist "tics 1979", zudem wollen wir gern noch einen ausschnitt aus einer der letzten laundromatinee session zeigen:





teddy briggs stammt aus californien und beschert dem label unter seinem moniker appetite einen wirklich sonnigen sound, aber wir wären nicht auf crossbill records, wenn da nicht eine spur innovation zu finden wäre, wie jene aussieht, dazu macht Euch selbst ein bild, am 16. august erschien sein album "scattered smothered covered":





appetite - tussy
matt bauer - blacklight horses
sea of bees - marmalade

Mittwoch, August 31, 2011

neue töne (1033): leatherbag

verzückung galore, auf dass es solcherart entschlossene musik noch gibt. raubeinig, geradeaus und direkt. leatherbag zelebrieren einen sound, der sich am beat schulte und dem rock 'n' roll noch ein paar blutkonserven spenden könnte. treibend, volles rohr und doch mit geste. stones finde ich eine prima parallele. der dreier stammt aus austin und setzte sich diesjährig zunächst mit der ep "patience" in szene. nun gilt es das folgende full length zu feiern, "yellow television" erschien in diesem sommer und könnte gut das aktuell heiße klima abbildern. dass sich für die jungs noch kein befriedigendes label fand, ist so unglaublich wie die tatsache, dass sich immer weniger musiker überreden lassen, genau auf diese art von fetzigem aufgalopp zu setzen. wunderschön aber auch, wie zum beispiel in "sparrow blues" der balladeske weg (erfolgreich) beschritten wird. denn das können leatherbag genauso gut. seit 2005 gibt es die truppe, deren einzige wirkliche konstante wohl nur songschreiber randy reynolds ist, der neben dem gesang auch die liquide gitarrenarbeit beimengt. ihn begleiten aktuell drew emmons am bass und daniel blanchard an den drums. ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr an diesem dreier Eure freude haben werdet, vor allem wenn Ihr die frühen wilco schätzt. die soundcloud seite, klick, gibt die frische ep und das jüngst veröffentlichte full length zum geniessen frei. zupacken!

yellow tv by leatherbag

waxing nostalgic by leatherbag

sparrow blues by leatherbag