Mittwoch, Januar 14, 2009
neue töne (503): fall horsie
Dienstag, Januar 13, 2009
neue töne (502): serious business records
auf ein jahr serious business records zurückblicken, lohnt auch noch in 2009. erst recht, wenn man deren jahresabschluss verpasst hat. da hat nämlich der unheimlich nette und super gut bestückte verein eine grandiose compilation offeriert, die zum teil unveröffentlichtes und rares bereithält. anschließend die tracklist und der link. außerdem füge ich einige downloads an, die aufschluss über vergangenes und kommendes auf dem label geben. viel spaß!
2. The Two Man Gentlemen Band - Dippin' Sauce from Heavy Petting
3. Benji Cossa - Volcano from Benji Cossa and the Tightens LP (SBR28)
4. Looker - Gates of the Old City from Born in the Desert (SBR30)
5. Higgins - Charly from Zs (SBR28)
6. Secret Dakota Ring - The Fade to Black from Cantarell (SBR27)
7. Jack and the Pulpits - Dance Area from Jack and the Pulpits EP (SBR24)
8. The Homosexuals - Slow Guns from Love Guns? 10" EP (SBR33)
9. The Unsacred Hearts - Where Are You from still forthcoming second Hearts album called The Honor Bar
10. The Two Man Gentlemen Band - The Rabbit Foot Stomp from forthcoming fourth full length offering entitled Drip Dryin' with the Two Man Gentlemen Band (SBR35)
11. Benji Cossa - April from Benji Cossa's Vault Vol. 2: Jewels and Gems (SBR24)
12. Higgins - Make a Mistake from Trust in Higgins Vol. 1 (SBR32)
13. Jack and the Pulpits - Show Off from forthcoming 2nd JatP EP, a prequel to their first
14. Boshra al Saadi - Daddy You Been On My Mind unreleased Bob Dylan cover recorded in the men's room at SB -> (Dec 01. 2008)
15. Rocketship Park - Seasons from Off and Away (SBR16)
download: klick (.zip)
Benji Cossa - Volcano
Benji Cossa - April
The Two Man Gentlemen Band - Drip Dryin'
The Two Man Gentlemen Band - Stuff Your Ballot Box
Looker - Stand Back (Sirius BlogRadio ProductShopNYC Live Session @ Serious Business - June 25, 2008)
Looker - After My Divorce
Secret Dakota Ring - The Fade to Black
Secret Dakota Ring - 23
The Homosexuals - Snapshots of Nairobi (Live in Washington, D.C. Nov. 13, 2008)
The Homosexuals - Slow Guns
Higgins - Everybody
Higgins - Yes, I Know
Montag, Januar 12, 2009
the early judgement (24): handsome furs
worauf sich "face control" bezieht, kann man ahnen, wenn man weiß, dass die beiden längere zeit im östlichen europa (auf tour) verbrachten. aufreizend klingt er schon einmal, der titel des neuen handsome furs albums, welches anfang märz erscheinen wird. 12 neue tracks wird es enthalten und noch etwas cleener klingen, noch etwas mehr auf den elektro- charakter setzen als es "plague park" seinerzeit tat. der beat bewegt sich aufreizend im vordergrund, während sich dan um contenance bemüht. die gitarre rifft etwas freudlos und wie in "evangeline" tanglend, schwengelnd, irgendwie wenig ergriffen. die daraus entspringende kühle atmosphäre ist natürlich bewußt avisiert. was nach wie vor jedoch stimmt, ist die melodie. die gitarre kreist wiederum in "talking hotel arbat blues", die drum machine kickt kurzatmig und boeckner nimmt den gesangsfaden koninuierlich auf. ein stupender, dennoch wenig beiläufiger track. inspiriert wurden die kanadier durch viele erlebnisse insbesondere in russland - die tracktitel geben zum teil auskunft: "(Passport Kontrol)", "Nyet Spasiba", "Radio Kaliningrad". irritiert waren sie, dass man sich einen tisch in einem club vorab reservieren muss, in dem man via paypal eine menge geld überweist und dann trotzdem nicht sicher sein kann, ob man den platz auch bekommt. z.b. weil einem der patrone das gesicht des ankömmlings nicht gefällt: "face control". in der zweite hälfte des albums löst sich die schneidige aufwartung etwas auf und gibt ab an weniger streitbare verlautbarungen. sanfter tönt es aus den synthis, die sounds sind verwobener und freundlicher. mir bleibts dennoch zu kühl, zu angestrengt, abgestanden new waveig. irgendwie antagonistisch der zusammenschluss der verschiedentlichen elemente. mehr als ** kann ich derzeit nicht zücken. da waren die ideen auf "plague park" schlüssiger. da war der musikalische ausdruck professioneller. die berührung mit einer fremden welt ist das eine. sie angemessen zu reflektieren das andere.
Handsome Furs - Cannot Get, Started
Sonntag, Januar 11, 2009
neue töne (501): hjaltalin
klavier, standup bass, horn, piano, fagott, saxophon, flöte, violine, trompete, die band tritt - nicht nur auf tonträger, sondern vor allem auch live - mit einigem an, um ihre zuhörer zu unterhalten. gekonnt bewegen sie sich dabei zwischen tradition und moderne. wenn etwa die trompete stakkati bläst oder das horn treibt, meint man sich in heimatlicher atmosphäre und wird ihr doch unversehens entrissen, wenn die fidel folkig die szenerie bestimmt oder die gitarre rockt. hitverdächtig gelingen dem kleinen isländischen orchester dabei tempiwechsel, charmante gesangseinlagen und die einbindung unterschiedlichster instrumente. momentan sehe ich sie irgendwo zwischen the decemberists und anathallo.
"sleepdrunk seasons" heißt ihr bisher einziges album, erschienen im dezember 07 auf kimi records. dafür, dass sie ohne aktuelles album trotzdem den anspruch haben, die welt zu erobern, stehen die vorzeichen nicht schlecht.
hjaltalin - traffic music
11. Jan. 2009 20:00 B72 Vienna
12. Jan. 2009 20:00 Weekender Innsbruck
13. Jan. 2009 20:00 Kulturwerk 118 Sursee
14. Jan. 2009 20:00 Exit 07 Luxembourg
18. Jan. 2009 20:00 Rotonde @ Botanique Bruxelles
19. Jan. 2009 22:00 Cologne Music Week - Stadtgarten Köln
20. Jan. 2009 20:00 Cafe de la Danse Paris
Hjaltalín - Margt að Ugga (Goodbye july)
Hjaltalín - Traffic Music
hjaltalin - traffic music
11. Jan. 2009 20:00 B72 Vienna
12. Jan. 2009 20:00 Weekender Innsbruck
13. Jan. 2009 20:00 Kulturwerk 118 Sursee
14. Jan. 2009 20:00 Exit 07 Luxembourg
18. Jan. 2009 20:00 Rotonde @ Botanique Bruxelles
19. Jan. 2009 22:00 Cologne Music Week - Stadtgarten Köln
20. Jan. 2009 20:00 Cafe de la Danse Paris
Hjaltalín - Margt að Ugga (Goodbye july)
Hjaltalín - Traffic Music
ein (p)fund mp3 (163)
das jahr startet bunt und aufgeregt und voller toller musik. wer das noch nicht bemerkt hat, hat schwere probleme, denn es ist weder ein subtiler vorgang noch irgendwie anders verhangen. die tourpläne füllen sich rasch, die ersten '09er platten schneien ins haus und die labels überschlagen sich mit ihren ankündigungen. wer nicht sondieren mag, schaut ins klienicum. haha! oder auf die anderen diversen blogs dieser welt. natürlich werden wir weiterhin getreulich berichten und dabei so subjektiv wie möglich bleiben. ein paar neue ideen entwickeln sich zudem in den verborgenen regionen unserer hirnkasterl. wir sind dabei an kollaborationen mit anderen blogs interessiert und auf aufregende und originäre ansätze fixiert. auch heuer möchten wir den aufruf lancieren, dass sich weitere schreiberlinge am hiesigen projekt beteiligen dürfen/können/sollen/müssen. ob konzertbericht, review oder vorstellung, wir würden uns über jeden beitrag freuen.
"passanger" heißt das 09er werk dieser band aus philadelphia, mittlerweile das dritte full length der truppe um die brüder brooke und will blair:
ende november auf morc records erschien der erste auswurf seit 2005 der jungen dame, mit der wir uns vor nicht allzu langer zeit in bezug auf jessica bailiff beschäftigten, "somewhere someone" heißt das 6track werk:
die dänen befanden sich ende 08 auf ausgiebiger japantour, mit im gepäck hatten sie das ihrem bandnamen gleichlautende album:
von ihm wollten wir eh schon mal wieder neues hören, seinem "war elephant" könnte ein ruhig ein nachfolger hinterher trampeln:
Deer Tick - Still Crazy After All These Years (Paul Simon cover)
und es wird ja geflüstert, dass mit "Born on Flag Day" etwas repräsentierbares bereits vorliegt, leider mangelt es noch an releasedatum, cover, tracklist...:
am 17. februar erscheint "artificial fire", ein albumname, der einiges erwarten lässt:
was haben sich unsere freunde dabei gedacht?, verschweigen können wir es jedoch auch nicht, an das aktuelle album "black forest (tra la la)" sei dabei erinnert:
Pale Young Gentlemen - Paper Planes (M.I.A. cover)
an dieser stelle auch noch einmal die aufforderung zum kauf des am 27.01. erscheinenden "paranoid cocoon" albums:
etwas worauf ich mich sehr freue, ist das neue album dieser zwei verrückten barden, die aus einer anderen zeit zu stammen scheinen und dennoch so modern sind, "drip dryin'" erscheint bald:
die wollen wir mal im auge behalten, kommen immerhin aus brooklyn:
ein nachzügler bei uns, auf shelflife der neue output (10.02.), das album dazu "aboa sleeping":
burning hearts - i lost my colour vision
dates for friends:
sam amidon
02. Feb. 2009 20:00 Pop’In Paris
03. Feb. 2009 20:00 Baron Paris
the robot ate me / rlyand bouchard
Jan 22 2009, Transporter Bar, Vienna, AT
Jan 25 2009, Cafe Zapata, Berlin, DE
Jan 27 2009, University of Luneburg, Luneburg, DE
dates for friends:
sam amidon
02. Feb. 2009 20:00 Pop’In Paris
03. Feb. 2009 20:00 Baron Paris
the robot ate me / rlyand bouchard
Jan 22 2009, Transporter Bar, Vienna, AT
Jan 25 2009, Cafe Zapata, Berlin, DE
Jan 27 2009, University of Luneburg, Luneburg, DE
Samstag, Januar 10, 2009
neue töne (500): arbouretum
hier noch der konzertbericht zu arbouretums besuch im orangehouse, november 07 wars.
arbouretum - another hiding place (live, nov. 08, baltimore)
arbouretum - false spring (live, nov. 08, baltimore)arbouretum - flood of floods (live, nov. 08, baltimore)
arbouretum - buffalo ballet
neue töne (499): swan lake
und wen haben wir da am start? mit daniel bejar sicher einen der umtriebigsten und fleißigsten musiker dieser tage. ob mit destroyer, hello, blues roses oder the new pornographers, enttäuscht hat er nur selten. dann wäre da spencer krug, den man mit sunset rubdown und wolf parade in verbindung bringen muss. und abschließend noch einen wie den carey mercer, der u.a. frog eyes mit befeuert hat sowie blackout beach. "enimy mine" erscheint am 24.03. auf jagjaguwar. es wird neun tracks enthalten und wurde in victoria, british columbia, aufgenommen.
Swan Lake - All Fires
Swan Lake - The Freedom
Freitag, Januar 09, 2009
neue töne (498): kingsbury
die band aus orlando trat bereits mit stellastar*, woven, matt pond pa, french kicks, chuck prophet und vielen anderen auf. darüber hinaus haben sie einige tonträger bespielt und sind in ihren breitengraden bei weitem keine fremden mehr. vielleicht ändert sich dies hierzulande auch etwas. so brachte die band am anfang ihrer karriere zwei eps als selfrelease heraus: "this place is coming down" and "the open sea." darauf folgte das debut full-length album"the great compromise", welches 2007 von post records veröffentlicht wurde. mit "lie to me" liegt nun die nachfolger ep vor, die als digitally only release über die webseite zu erwerben ist.
Kingsbury - Ocarina Mountaintop (from: lie to me)
Kingsbury - Back in the Orange Grove (from: lie to me)
Kingsbury - Lie To Me (from: lie to me)
Kingsbury - Corpse (from: the great compromise)
Kingsbury - Desert Inn (from: the great compromise)
Kingsbury - Oh Captain, My Captain (from: the open sea)
Kingsbury - Seeing the Path (from: the open sea)
Kingsbury - 18 Months (from: this place is coming down)
Kingsbury - In her Grace (from: this place is coming down)
Donnerstag, Januar 08, 2009
eingestreut (23): beatbeat whisper
1.) Hollow’s Cove
2.) Up the Long Tracks
3.) Mismanaged Skies
4.) Swell and Still
5.) How’s Your Dad?
6.) Old River
klick! (mp3)
noch viel mehr session findet Ihr hier. wow!
neue töne (497): jessica lea mayfield
"with blasphemy so heartfelt" erschien bereits im letzten jahr auf polymer (als nachfolger auf die "white lies" ep), nun ist der deutschland release für den 30.01.09 angesetzt. munich records/indigo zeichnen verantwortlich. auf ihren zwölf tracks lotet mayfield eine breite gefühls- und stilpalette aus. die manchmal rauchige, immer zielstrebig klingende stimme unterhält firnisbedeckte songs. nie wirklich hell, nie wirklich dunkel. wie winterlicht, wenn es am nachmittag zuzieht. da guckt sie auf fotos immer so neckisch, doch hinter den glitzernden augen steckt eine dicke portion lebensweisheit und der mut solch ungebundener geschöpfe. marc riley spielt übrigens regelmäßig einen song von diesem album. welchen? wird nicht verraten. wie immer: selber hören!
neben auerbach unterstützten mayfield david mayfield - upright bass, bob cesare - drums, joe kwon - cello on track 2 und scott mcmicken & frank mcelroy - vocal harmonies on track 5. die unten aufgeführten soundbeispiele entstammen allesamt einer have you heard session. ab 15. januar tourt jessica mit den avett brothers bzw. den annuals, leider vorerst nur in den staaten.
Jessica Lea Mayfield - For Today
Jessica Lea Mayfield - Hold You Close
Jessica Lea Mayfield - Kiss Me Again
Jessica Lea Mayfield - We’ve Never Lied
Jessica Lea Mayfield - Willing To Give
Mittwoch, Januar 07, 2009
ein (p)fund mp3 (162)
ein paar reminiszenzen an die achtziger gefällig? auf folgende seite gilt es Euch zu verweisen, die Euch mit auf eine reise in die vergangenheit nimmt und eine menge gelungener coverversionen bereithält. ich 'zitiere' einige hier, den rest grabbelt Euch doch selbst.
Au Revoir Simone - Here Is The News (ELO cover)
Good Books - Only You (Yazoo cover)
Starfucker - Girls Just Wanna Have Fun (Cindy Lauper)
Division Day - Ghosts (Japan cover)
The Botticellis - Here I Go Again (Whitesnake cover)
We Have Band - West End Girls (Pet Shop Boys cover)
Robbers On High Street - Shout To The Top! (Style Council cover)
eine ode an den designierten präsidenten:
hinweise auf zwei neue alben auf camera obscura records, "The Jonah" kommt, erscheinungstermin noch unbekannt:
und hier heißt das album "Hidden Minutes", erscheint am 24.02.:
letzte releases auf wee pop! und aussicht auf einen sampler, der mit einigen neu gesignten bands aufwartet:
schwere geschütze führt cloudberry records mittlerweile auf, denn sie unterhalten auch einen blog, der für jeden halbwegs pop interessierten dringliche anlaufstelle sein sollte, ein paar audioausschnitte daraus mit dem verweis, sich selber umzutun:
Men of Westenesse - The Coldest Water
The Kensingtons - Intercity Baby ‘94
The Ammonites - You, Me and the Sun
neko case
18.02. Berlin Roter Saalon
19.02. München Feierwerk
ray lamontagne
26. Feb. 2009 Alhmbra - SOLD OUT Paris
03. Mar. 2009 Köln Stadtgarten
04. Mar. 2009 Hamburg Uebel & Gefährlich
05. Mar. 2009 Berlin Festsaal Kreuzberg
und noch ein termin für oliver:
fleet foxes
25.02.09 - Paris, La Cigale
Dienstag, Januar 06, 2009
konzert: 10 jahre candy club, 05.01.09
die diskrepanz des musikalischen angebots am gestrigen abend konnte größer nicht sein und manifestierte sich, als scott matthew im muffatcafe die letzten töne seiner zugabe anschlug. die bearbeitung von "silent nights" wurde ergänzt durch einen saftigen beat, der sich aus der muffathalle herüber stemmte. scott nahm dies mit einem humorigen auflachen wahr, wie er überhaupt außergewöhnlich gut aufgelegt schien. auch eine diskrepanz des abends. vieles zeigte sich anders, als es erwartet werden durfte.
wer auf queer setzt, bekommt quasi alles. alle geschlechter, in allen kombinationen. alle irrtümer, alle vorurteile obendrauf. entspannter als gestern abend aber können menschen kaum miteinander umgehen. und wenn man nicht wüsste, dass man sich in einer derart bunten gesellschaft befindet, man käme gar nicht auf derartige gedanken. dort, wo grenzen verschwimmen und sich lager auflösen, beginnt integration und akzeptanz. dem candy club sei dank, wird münchen an manchen orten solcherart hehrem vorsatz gerecht.
gefeiert sollte werden, ausufernd, ausgelassen, in drei location. mit neun bands und zehn dj kollektiven. hopping war angesagt und so drängelten wir uns zunächst ins muffatcafe, um der etwas müden darbietung von beisspony aus münchen zu folgen. drei mehr oder weniger unscheinbare mädels versuchten sich an experimentellem pop und blieben auf höhe 'verspielten wasauchimmers' hängen. das war alles sehr harmlos und wurde keinem vergleich mit free kitten, coco rosie oder einer hanne hukkelberg gerecht, die in ähnlicher weise, jedoch weitaus fesselnder zu arbeiten wissen. kreisen auf einem weinglas oder das mechanische zerreissen von papier machen noch kein verqueres vergnügen. dem pony, sorry, der musste sein, fehlte der biss. dass die ansätze aber gut sind, zeigt zumindest ihr myspace auftritt. setlist: intro / million sweetness / mathilda / ärzte / paper ships / evil xerox / dumping song / devil song / hermann songs / gossip / jealousy / oh boy
wer auf queer setzt, bekommt quasi alles. alle geschlechter, in allen kombinationen. alle irrtümer, alle vorurteile obendrauf. entspannter als gestern abend aber können menschen kaum miteinander umgehen. und wenn man nicht wüsste, dass man sich in einer derart bunten gesellschaft befindet, man käme gar nicht auf derartige gedanken. dort, wo grenzen verschwimmen und sich lager auflösen, beginnt integration und akzeptanz. dem candy club sei dank, wird münchen an manchen orten solcherart hehrem vorsatz gerecht.
gefeiert sollte werden, ausufernd, ausgelassen, in drei location. mit neun bands und zehn dj kollektiven. hopping war angesagt und so drängelten wir uns zunächst ins muffatcafe, um der etwas müden darbietung von beisspony aus münchen zu folgen. drei mehr oder weniger unscheinbare mädels versuchten sich an experimentellem pop und blieben auf höhe 'verspielten wasauchimmers' hängen. das war alles sehr harmlos und wurde keinem vergleich mit free kitten, coco rosie oder einer hanne hukkelberg gerecht, die in ähnlicher weise, jedoch weitaus fesselnder zu arbeiten wissen. kreisen auf einem weinglas oder das mechanische zerreissen von papier machen noch kein verqueres vergnügen. dem pony, sorry, der musste sein, fehlte der biss. dass die ansätze aber gut sind, zeigt zumindest ihr myspace auftritt. setlist: intro / million sweetness / mathilda / ärzte / paper ships / evil xerox / dumping song / devil song / hermann songs / gossip / jealousy / oh boy
unmittelbar auf ein konzert bzw. zwischen den auftritten der liveacts regierten die djs und deren weibliche pendants, von denen es an diesem abend eine menge gab. allerdings erwarb sich keiner von ihnen meine persönliche anerkennung, wenngleich sie die crowd zum ausgelassenen tanzen brachten. mir sind die steifen rhythmen zuwider, die stimmen zu grell und im beispiel von eve massacre der mix im bastard pop getauften style nicht gelungen genug. aber he, ich bin mit ende 30 ein alter sack im vergleich zu einem großteil der anwesenden.
der zeitplan verrutschte zusehends, da manchem künstler eine zugabe zugesprochen wurde und wir sputeten uns, um den eigentlichen grund unseres festivalbesuches keine sekunde zu verpassen: the ballet.
dass wir später noch kurz stereo total sahen - und mehr oder weniger reiss aus nahmen vor einer trashigen veranstaltung, die wohl nur eingeweihte verstehen, wenn françoise cactus trötet und brezel göring in die saiten oder tasten schlägt - wird mancher verstehen und andere nicht.
neue töne (496): the sky drops
die beiden kommen aus wilmington, delaware und haben sich mit intensivem touren einen namen gemacht. wobei man sagen muss, dass vor allem rob montejo in der "szene" kein fremder ist. mit seiner band smashing orange, die es immerhin auf vier alben gebracht hatte, spielte er mehr als erbaulichen shoegazer, ganz im sinne von swervedriver, lush und co. monika dagegen spielte bei nero und licorice roots und brachte in 2005 ein soloalbum heraus.
zusammen betraten sie nicht nur amerikanische bühnen, sondern beehrten vorzugsweisen auch den uk, wobei auftritte mit cold war kids, spindrift und suburban kids with biblical name auf dem programm standen.
unter den gabenbaum konnte man sich bisher die fünf track ep "clouds of people" legen. daneben gab es einen download onyl single release. beides stellen sie mittlerweile auf ihrer page zur verfügung, vermutlich um die gemüter anzuheizen. im falle von mir gelingt es mit diesen frischen shoegaze-liebäugelnden popmomenten.
The Sky Drops - The Go Go Go
The Sky Drops - Hang On
The Sky Drops - Sentimental
The Sky Drops - Million
Montag, Januar 05, 2009
neue töne (495): broke down turntable
aus berufenem, nämlich dem eigenen munde heißt es: "Welcome, scruffy lo-fi psych pop kids of all ages! We are Broke Down Turntable and we like our Indie made out of pipe cleaners and empty washing up liquid bottles - cheap, cheerful, and resourceful out of necessity. Oh yes, and a little bit weird out of choice."
Broke Down Turntable - Let It In
Broke Down Turntable - Clean White Sheets
in fester hand (16): swell
wie sehen meine/deine lieblingsplatten aus? warum mag ich/warum magst du sie so sehr? warum geb ich/warum gibst du sie nicht mehr her? in fester hand. weil ich/weil du sie hochheben, hochleben lassen möchte/möchtest. weil ich/weil du sie nicht mehr hergebe/hergibst. in fester hand. in loser reihenfolge stellen freunde und bekannte hier ihre liebsten alben vor, in fester hand und mit ein paar worten. und geben preis, an und ab. ich füge meine mit ein.
heute: spiral-stairs aus euskirchen (vol. 1, vol. 2):
Swell - 41
(American Recordings, 1994)
Bands geraten manchmal in Vergessenheit. Swell aus San Franscisco gehören zu diesen Bands.
Jahrelang habe ich ihre Musik, seinerzeit Neo-Folk genannt, nicht mehr gehört, bis vor kurzem eine Konzertankündigung - “ach, die gibt es noch und die spielen in der Stadt” - die Dinge veränderte.
„41“, das dritte Album der Band in der damaligen Besetzung David Freel (Gesang, Gitarre), Sean Kirkpatrick (Drums) und Monte Vallier (Bass) war 1994 eines meiner Lieblinge. Wie und unter welchen Umständen ich Swell entdeckt habe, ich weiß es nicht mehr. Erinnern kann ich mich noch vage an ein Konzert im Gleis 22 und an einen Swell Support vor den Lemonheads in Essen. Mehr ist nicht, mehr war nicht, und so verkümmerten die Swell Songs Jahr um Jahr im Regal und wurden vergessen, bis ich vor drei Wochen die alten CDs wieder hervorgekramt, entstaubt und in den CD- Abspieler gelegt habe.
Und da war es wieder, „41“, dieses Album, das mich seinerzeit erst irritierte und dann begeistert hat. Irritiert wegen der vielen Zwischentöne (Straßenlärm, Telefonklingeln, Schlüsselgeklimper) und dem 15 Minuten Gequatsche am Ende. Begeistert wegen Songs wie “Song seven”, “Is this important?”, “Forget about Jesus”.
Das Album beginnt unmusikalisch. Man hört, wie jemand auf dem Gehweg nach einem Schlüssel kramt, die Stahltür aufschließt, in ein Gebäude geht, Treppenstufen aus Holz hinaufsteigt und sich einem Raum nähert, aus dem eine Akustikgitarre tönt. Dieses eindringliche Gitarrenspiel, quasi in einer Endlosschleife vorgetragen, ist der brillante Übergang zum ersten Song des Albums: „Is this important?“ Nach wenigen Momenten setzt David Freels Stimme ein. Tief, traurig, dunkel und ähnlich markant dominant wie Mark Lanegan’s Organ. Sekunden später das scheppernde Swell-Schlagzeug. Es klingt trashig und lässt die Stücke sehr abgehalftert und kaputt erscheinen.
Swell sind nicht weich und rund wie eine Vorabendserie. Sie sind die harte Wirklichkeit, Swell Musik symbolisiert das wahre Leben.
Dabei ist die Mischung aus Akustikgitarre, E-Gitarre und Bass und rauem Schlagzeug typisch. Der Sound definiert sich dabei irgendwo zwischen Grant Lee Buffalo und Joy Division.
„Song Seven“ und „Kinda stoned“, die Lieder Nr. 2 und 3, schließen sich nahtlos an. Mittlerweile wird das Swell-Schema deutlich. Ein ruhiger Beginn mit der Akustikgitarre, dann setzen nacheinander Gesang, Schlagzeug und E-Gitarre ein. Der Song hat nun seine volle Ausbreitung erhalten. Zum Finale hin verschwinden alle Instrumente wieder und die Akustikgitarre lässt das Stück auslaufen.
Bevor „Don’t give“ startet, hört man ein Telefon klingeln, dass anschließend im aufkommenden Gitarrenspiel untergeht. Wie oft hat mich dieses Geräusch in Richtung Flur horchen lassen. Mehrmals bin ich diesem Sample auf den Leim gegangen. „Ahh, wer ruft denn gerade jetzt an?! Ach ne, ist ja auf der CD.“. „Don’t give“ wurde – vielleicht auch deshalb – nie mein Lieblingslied. Das waren „Song Seven“, Smile my friend” und „Forget about Jesus“. Die besten Stücke, die Swell je gemacht haben.
Das Album endet, wie es begann. Im non-Musik Track „Down the stairs out the door“ hört man, wie jemand den Musikraum verlässt, die Treppen hinuntergeht, die Schlüssel hervorholt, die Haustür des Hauses 41 Turk Street aufsperrt, sie hinter sich zuzieht und auf der Straße verschwindet.
Ein runder, sinniger Abschluss, der dem Hörer mitteilt, “es ist Feierabend, Zeit, zurück zu gehen in die Welt.” Bitte alle das Swell Refugium verlassen.
„Lyrics“, heißt der letzte Track von „41“. Und richtig, es ist kein Musikstück. Hier werden einfach von einer in der U-Bahn sitzenden Person alle Songtexte vorgelesen. Das Internet mutmaßt, diese Person sei David Freels Zahnarzt.
“41″ ist Musik zur Winterzeit ohne Sentimentalitäten.
Jahrelang habe ich ihre Musik, seinerzeit Neo-Folk genannt, nicht mehr gehört, bis vor kurzem eine Konzertankündigung - “ach, die gibt es noch und die spielen in der Stadt” - die Dinge veränderte.
„41“, das dritte Album der Band in der damaligen Besetzung David Freel (Gesang, Gitarre), Sean Kirkpatrick (Drums) und Monte Vallier (Bass) war 1994 eines meiner Lieblinge. Wie und unter welchen Umständen ich Swell entdeckt habe, ich weiß es nicht mehr. Erinnern kann ich mich noch vage an ein Konzert im Gleis 22 und an einen Swell Support vor den Lemonheads in Essen. Mehr ist nicht, mehr war nicht, und so verkümmerten die Swell Songs Jahr um Jahr im Regal und wurden vergessen, bis ich vor drei Wochen die alten CDs wieder hervorgekramt, entstaubt und in den CD- Abspieler gelegt habe.
Und da war es wieder, „41“, dieses Album, das mich seinerzeit erst irritierte und dann begeistert hat. Irritiert wegen der vielen Zwischentöne (Straßenlärm, Telefonklingeln, Schlüsselgeklimper) und dem 15 Minuten Gequatsche am Ende. Begeistert wegen Songs wie “Song seven”, “Is this important?”, “Forget about Jesus”.
Das Album beginnt unmusikalisch. Man hört, wie jemand auf dem Gehweg nach einem Schlüssel kramt, die Stahltür aufschließt, in ein Gebäude geht, Treppenstufen aus Holz hinaufsteigt und sich einem Raum nähert, aus dem eine Akustikgitarre tönt. Dieses eindringliche Gitarrenspiel, quasi in einer Endlosschleife vorgetragen, ist der brillante Übergang zum ersten Song des Albums: „Is this important?“ Nach wenigen Momenten setzt David Freels Stimme ein. Tief, traurig, dunkel und ähnlich markant dominant wie Mark Lanegan’s Organ. Sekunden später das scheppernde Swell-Schlagzeug. Es klingt trashig und lässt die Stücke sehr abgehalftert und kaputt erscheinen.
Swell sind nicht weich und rund wie eine Vorabendserie. Sie sind die harte Wirklichkeit, Swell Musik symbolisiert das wahre Leben.
Dabei ist die Mischung aus Akustikgitarre, E-Gitarre und Bass und rauem Schlagzeug typisch. Der Sound definiert sich dabei irgendwo zwischen Grant Lee Buffalo und Joy Division.
„Song Seven“ und „Kinda stoned“, die Lieder Nr. 2 und 3, schließen sich nahtlos an. Mittlerweile wird das Swell-Schema deutlich. Ein ruhiger Beginn mit der Akustikgitarre, dann setzen nacheinander Gesang, Schlagzeug und E-Gitarre ein. Der Song hat nun seine volle Ausbreitung erhalten. Zum Finale hin verschwinden alle Instrumente wieder und die Akustikgitarre lässt das Stück auslaufen.
Bevor „Don’t give“ startet, hört man ein Telefon klingeln, dass anschließend im aufkommenden Gitarrenspiel untergeht. Wie oft hat mich dieses Geräusch in Richtung Flur horchen lassen. Mehrmals bin ich diesem Sample auf den Leim gegangen. „Ahh, wer ruft denn gerade jetzt an?! Ach ne, ist ja auf der CD.“. „Don’t give“ wurde – vielleicht auch deshalb – nie mein Lieblingslied. Das waren „Song Seven“, Smile my friend” und „Forget about Jesus“. Die besten Stücke, die Swell je gemacht haben.
Das Album endet, wie es begann. Im non-Musik Track „Down the stairs out the door“ hört man, wie jemand den Musikraum verlässt, die Treppen hinuntergeht, die Schlüssel hervorholt, die Haustür des Hauses 41 Turk Street aufsperrt, sie hinter sich zuzieht und auf der Straße verschwindet.
Ein runder, sinniger Abschluss, der dem Hörer mitteilt, “es ist Feierabend, Zeit, zurück zu gehen in die Welt.” Bitte alle das Swell Refugium verlassen.
„Lyrics“, heißt der letzte Track von „41“. Und richtig, es ist kein Musikstück. Hier werden einfach von einer in der U-Bahn sitzenden Person alle Songtexte vorgelesen. Das Internet mutmaßt, diese Person sei David Freels Zahnarzt.
“41″ ist Musik zur Winterzeit ohne Sentimentalitäten.
Sonntag, Januar 04, 2009
ein (p)fund mp3 (161)
auf dem spannenden new yorker kleinlabel kanine records mit dem debut "Does You Inspire You":
chairlift - evident utensil
arbeitete u.a. mit Matthew Houck (phosphorescent), ihr neues album "white flag" erscheint im märz auf Orange Twin:
Madeline - To Hell and Back
Madeline - Sleeping Dogs
Madeline - I Do What I'm Told
Madeline - Home to Me
Madeline - Against the World and Losing the Battle
kommen mit neuem album auf tour (siehe unten):
woodpigeon - love in the time of hopscotch
woodpigeon - oberkampf
"who killed amanda palmer?", wurde die frage eigentlich schon beantwortet?:
Amanda Palmer - Astronaut
"holiday" kommt:
Alaska in Winter - Berlin
ihr aktuelles album "I Worked on the Ships" fiel mir erst vor ein paar tagen in die hände, ist aber schon eine weile draussen und sehr kurzweilig:
ballboy - i hate scotland
ballboy - swim for health
ballboy - i need two hearts
ein zeichen für freiheit und unabhängigkeit auf stereo test kit records, neue download single:
the social services - seven dwarves
und aus anlass unten stehender tourdaten und weil gleichem label angehörend und weil wir die musik auch mögen, ja nun denn:
we are soldiers we have guns - november
chairlift - evident utensil
arbeitete u.a. mit Matthew Houck (phosphorescent), ihr neues album "white flag" erscheint im märz auf Orange Twin:
Madeline - To Hell and Back
Madeline - Sleeping Dogs
Madeline - I Do What I'm Told
Madeline - Home to Me
Madeline - Against the World and Losing the Battle
kommen mit neuem album auf tour (siehe unten):
woodpigeon - love in the time of hopscotch
woodpigeon - oberkampf
"who killed amanda palmer?", wurde die frage eigentlich schon beantwortet?:
Amanda Palmer - Astronaut
"holiday" kommt:
Alaska in Winter - Berlin
ihr aktuelles album "I Worked on the Ships" fiel mir erst vor ein paar tagen in die hände, ist aber schon eine weile draussen und sehr kurzweilig:
ballboy - i hate scotland
ballboy - swim for health
ballboy - i need two hearts
ein zeichen für freiheit und unabhängigkeit auf stereo test kit records, neue download single:
the social services - seven dwarves
und aus anlass unten stehender tourdaten und weil gleichem label angehörend und weil wir die musik auch mögen, ja nun denn:
we are soldiers we have guns - november
emily jane white
27.02. Duisburg – Steinbruch
28.02. Wredenhagen - Scheune
01.03. Hamburg – Grüner Jäger
02.03. Münster - Pumpenhaus
03.03. München - Orangehouse
05.03. Tübingen - Sudhaus
06.03. Dortmund – Subrosa (tbc)
07.03. Virneburg (Eifel) – Das Wohnzimmer mit Galerie
woodpigeon
16 February 2009 PONT EPHEMERE Paris, France
18 February 2009 PRINZENBAR Hamburg, Germany
19 February 2009 SCHOKOLADEN Berlin, Germany
we are soldiers the have guns
12.02 Germany / Hamburg, Astra Stube
16.02 Germany / Siegen, Vortex
17.02 Germany / Hannover, Cafe Glocksee
18.02 Germany / Frankfurt, Clubkeller
21.02 Germany / Leipzig, UT Connewitz
22.02 Germany / Berlin, NBI
Samstag, Januar 03, 2009
neue töne (494): im candy club
- DANCE YOURSELF To DEATH (Toronto)
- TOBIAS THOMAS (Kompakt/Cologne)
- MY ROBOT FRIEND (New York)
- PEACHES (Berlin, DJ-Set)
- CHARLI XCX (London)
- STEREO TOTAL (Berlin)
- POLLYESTER (Munich)
- DOLBY ANOL (Glasgow)
- BEISSPONY (Munich)
- DJ KAPUT (Zombocombo/Munich)
- THE BALLET (New York)
- EVE MASSACRE (Nürnberg, DJ-Set)
- PARASYTE WOMAN (Munich)
- RIOT NOT DIET DJ-TEAM (Rote Sonne/Munich)
- DJ BENNO OHNE SORGE (Volxvergnügne/Munich)
- DJ THOMAS BOHNET (Tour de France/Munich)
- DJ BOB HENDERSON (Jean Genet/London)
- DJ THOMAS LECHNER (Candy Club/Munich)
The Ballet - I Hate the War
The Ballet - In My Head
My Robot Friend - The Fake (Remix)
neue töne (493): the night porter / carla bozulich
nun, erneut werden neue wege beschritten, an ihrer seite bekannte und weniger bekannte gesichter. jessica catron kommt ursprünglich aus south dakota, spielt cello, den bass und singt bei the night porter. shahzad ismaily ist multi-instrumentalist aus pakistan, wir hörten ihn auch auf "evangelista". und schließlich ches smith aus oakland, der sich der drums, der perkussion annimmt. ebenso ein vielfältig einsetzbarer und in einer menge truppen angeheuerter bursche (xiu xiu u.a.). die kapelle hat sich als rockformation aufgestellt und macht dies - man höre in die tracks - schnell deutlich. dominant ist natürlich carlas gesang, aber darüber kotzt sich so ziemlich jeder aus, der am projekt beteiligt ist. dass sich die suppe ganz sonderbar veeinigt, um schließlich geniessbar zu sein, erwähne ich am rande, sonst wäre ich ja gar nicht erst mit the night porter bei Euch angekommen. ein album soll folgen.
the geraldine fibbers - butch
carla bozulich - times square (live, from: "i'm gonna stop killing")
carla bozulich - blue eyes crying in the rain (from: "red headed stranger")
carla bozulich - connected (unreleased)
ethyl meatplow - queenie
ethyl meatplow - flower
scarnella - dandelions
evangelista - winds of saint anne
the night porter - monkeys
the night porter - set self on fire
Freitag, Januar 02, 2009
neue töne (492): dear nora / katy davidson
hinter dear nora versteckt sich vor allem katy davidson, die das einzig konstante mitglied der band ist. seit diese in 1999 startete, kreuzten immer wieder neue crewmitglieder den weg von katy und dear nora. 2001 wurde schließlich, nachdem ein paar 7" auf den markt geschmissen wurden, das debut veröffentlicht. "we'll have a time" hätte einen vorderen platz, wenn ich eine bestenliste des jahres 2001 anfertigen müsste. "you look like a portrait" und all die anderen songs greifen aufgrund lieblichkeit, verzückender naivität und niedlicher melodien umrahmt von einem dünkelfreien popkontext unvermittelt an. in 2002 folgt die "the new year ep", mit 11 tracks allerdings ein unüblich aufwändiges gerät, das zudem zu großen teilen in schlafzimmergefilden aufgenommen wurde. dear nora
touren unheimlich fleißig, die besetzung wechselt genauso kontinuierlich. "mountain rock" heißt der nächste longplayer, er erscheint 2004 und ist das ergebnis einer mittlerweile auf fünf köpfe angewachsenen kapelle, die ihrem sound eine welle psychedelic zukommen lässt. während "mountain rock" dennoch eine positive ausstrahlung behält, gerät das letzte album "there is no home" zu einer eher depressiven angelegenheit. passend dazu: dear nora gibt es nicht mehr. katy hat die geschichte beendet, nachdem ihr klar wurde, dass sie sich vom ursprünglichen soundbild dear noras längst verabschiedet hatte. es wurde zeit für etwas neues. dazu später mehr. magic marker records, die sich von anfang an um dear nora bemüht haben, brachten im november eine compilation heraus, die 57 tracks der band enthält und raritäten, unveröffentlichtes und längst ausverkauftes, wie zum beispiel die ersten beiden 7", versammelt. ein glanz-, ein schmuckstück. "Three States: Rarities '97-'07" heißt das teil, zugreifen!
dear nora ist tot, es lebe dear nora. katy davidson ist nicht aus der welt, im gegenteil sie ist sehr aktiv. zum einen startet sie im duo lloyd & michael durch, wobei ihr partner der langjährige dear nora drummer marianna ritchey ist (auf states rights records haben sie im letzten jahr ein erstes album veröffentlicht), zum anderen gibt es katy davidson auch solo. unter ihrem eigenen namen also tourte sie erst vor kurzen ausgedehnt und plant baldigst frische aufnahmen. behalten wir sie im auge.
Dear Nora - My GuitarDear Nora - Hey Tiger
Dear Nora - Emily
Lloyd & Michael - A Real Time Here
Donnerstag, Januar 01, 2009
neue töne (491): big muddy records
7 shot screamers - in st. lou
casey reid - black kisses
casey reid - oh, sweet beacon
casey reid - let us sing
the vultures - don't stop lovin' me
the vultures - drunk weekend
johnny o & the jerks - three little birds
johnny o & the jerks - mean mean miss guillotine
Abonnieren
Posts (Atom)