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Mittwoch, Oktober 07, 2015

konzert: young rebel set / torpus & the art directors / quiet company, 30.09.15

unsere rasende reporterin jette war dabei, danke für den bericht, liebes kind!


Am 30.09.2015 fand im Ampere in München der Labelabend von Grand Hotel van Cleef statt. Mit dabei waren Torpus and the Art Directors, Quiet Company und Young Rebel Set.
Torpus und seine Art Directors eröffneten den Abend pünktlich um 20 Uhr und spielten eine halbe Stunde lang die Hits ihres neuen Albums. Das Publikum, das zu dieser frühen Stunde bereits zahlreich erschienen war, zeigte sich im Gegensatz zu vor zwei Jahren als sehr aufmerksam und nicht zu sehr auf Young Rebel Set bezogen. Einen Beitrag dazu leistete wohl auch die Stimme von Sönke Torpus, die an diesem Abend noch mehr Kraft zu haben schien und den schwingenden Folkpop der Band zu unterstützen wusste. Gestartet haben sie mit "I can decide that by myself". Desweiteren spielten sie in ihrer gewohnt multi-instrumentalen und vokal komplett ausgeschöpften Besetzung: "Poem for a friend", "Known seen judge", "Devils (cover A.A.Bondy)", "From holding your hands", " Dawn song". Abgeschlossen haben sie ihren leider viel zu kurzen Auftritt mit ihrem Klassiker "Fall in love", nachdem sie trotz des großen Applaus keine Zugabe spielen konnten/ durften.


Nach wenigen Minuten der Umbauzeit standen Quiet Company auf der Bühne und waren so ganz und gar nicht "quiet“. Das vorher noch etwas zurückhaltende Publikum drang immer weiter in Richtung Bühne und wusste sich bei den sympathischen Texanern zu alten wie neuen Songs der Rockband zu bewegen. Frontmann Taylor Muse nutze nicht nur die Bühne in ihrem vollen Maße für seinen Bewegungsdrang aus, sondern auch der Zuschauerraum und verschiedene Boxen wurden in Anspruch genommen. Sogar eine Dame aus dem Publikum durfte noch mit ihm tanzen. Quiet Company konnten in ihrem kurzen Auftreten sowohl langsam bedächtige, fast schon nachdenkliche Songs spielen, als auch, was den Großteil des Sets ausmachte, die Leute mit ihren schnellen, rockigen Lieder zum Tanzen bringen. Auch sing - alongs durften bei ihrer Show nicht fehlen. Trotzdem man den Sänger immer wieder nur schlecht verstand, konnte ein jeder irgendwie die Textzeile, die der da vorn gerade haben wollte, mitgrölen oder wenigstens mitnuscheln. In dieser kurzen Zeit von 45 Minuten legten die Jungs von Quiet Company einen Auftritt hin, der in Köpfen, Füßen und Beinen der Zuhörer bleiben wird. Sie spielten "Boatman", "How do you do it", "Alone", "7hells", "Mother", "Decline", "Dangerous", "Under", "Perdition".


Young Rebel Set sorgten für den Abschluss des Abends und hatten auch die meist Zeit auf der Bühne für sich. Die Briten, die weder Torpus noch Quiet Company zu verstehen schienen, dem Publikum mag es ähnlich gegangen sein, legten einen temporeichen Start hin und zeigten mit „Lions Mouth“, dass sie in den letzten Jahren nichts verlernt hatten. Leider unterschied sich ihr Auftritt nicht viel von dem von vor zwei Jahren. Sie spielten wieder ihre Songs vom aktuellen Album Crocodile, sowie auch ein paar der Älteren und hatten auch wieder die Menge, die zu diesem Zeitpunkt den kleinen Raum des Ampere komplett füllten, vollkommen im Griff. Jeder konnte jede Textzeile mit Singen/ Schreien oder zumindest murmeln und war bereit den Kampf für die erste Reihe in Kauf zu nehmen.
 

Dienstag, September 29, 2015

eingestreut (871): young rebel set / torpus and the art directors / quiet company (konzert, verlose, münchen)


ganz fix blutgrätschen wir hier noch rein, bevor sich der september dem ende neigt. karten für ein kommendes ereignis gilt es zu verlosen!
hier mehr die landei-, dort die großstadtattitüde, hier das schrubben der akustischen, dort das drahtige bewachen des elektrischen instruments, hier norddeutsche tiefebene, dort nordostenglische trübnis, zusammen ergibt das einen fetzigen konzertabend mit torpus & and the art directors und young rebel set. fast schon traditionell treten die beiden bands auch im münchner ampere an. diesmal unter dem motto: "ein grand hotel van cleef labelabend", an dem auch die texaner von quiet company partizipieren, die für die direkte rockansage sorgen werden.
 
dafür könnt Ihr nun 1x2 tickets gewinnen. was Ihr dafür tun müsst? lediglich eine email mit dem betreff "young quiet torpus" an klienicum at posteo dot de senden und hoffen, dass Euch die glücksfee erwischt. wen auch immer es trifft: er erhält eine gewinneremail und wird auf der gästeliste stehen. wir drücken schon jetzt die daumen. bis morgen mittag habt Ihr zeit, denn am 30.09. steigt schließlich schon das konzert.

zu einstimmung eine erinnung an 2013:
"einen antester gab es zunächst mit "the lash of the whip". der track vom neuen album "crododile" funktionierte keineswegs schlecht. doch noch bevor der dritte ton vom nachfolgenden song "lion's mouth" von der leadgitarre mark evans getropft war, hatte die band aus stockton on tees die versammelte gemeinde im griff. "walk on", das stampfende, hookverliebte lied, ebenfalls vom debüt stammend, tat dazu sein übriges. mit "one law" und "berlin nights" gab es erneut einen abstecher zum neuen werk von young rebel set, der jäh von "precious days" und borders" unterbrochen wurde. so ging es in hochgeschwindigkeit durch das zur zeit zur verfügung stehende repertoire des britischen fünfers, bis man sich bei der zugabe kurz versah, um schließlich doch nur sänger matthew chipchase nebst drummer luke evans vor sich zu sehen. die beiden intonierten, mit akustischer gitarre und einem schellenkranz bewaffnet, "unforgiven". diese feine, bluestriefende nummer bildete den auftakt für das neue "the girl from the 51" nebst den frenetisch gefeierten "if i was" und "measure of a man" im zugabenteil. letzteres bezeugte eindringlich, wie sich der charme der truppe selbst am ende eines langen konzertabends auszubreiten in der lage ist. sangen alle mit? sicher. ein leichtes wogen ging durch das münchner ampere, das sich gänzlich gefangen sah in den einfachen, aber widerstandsfreien melodien einer band, die dem anspruch nicht auf verklausulierten pfaden folgt, sondern eher auf einer klangspur, die sich durch einen warmen und satten sound auszeichnet, durch ein geschlossenes zusammenspiel, das sich mit athletisch gut fassen lässt. die lustvolle härte des schlagwerks, eine maschinerie, die mehr klackte, als dass sie hiebe verteilte, die grundsteife einer harmonien schleifenden e-gitarre, geführt von andrew parmley, der willige bass von chris parmley, das jammernde harmonium des unbekannten sechsten und schließlich dieses grundierte raunzen am mikrofon, ausgestossen vom sonnenbebrillten frontmann matt chipchase. manchmal glaubte man, der typ würde noch an ort und stelle seine schnapsidee für gut heißen, die ihn mit diesen anderen burschen einst auf die bühne trieb. so zollte ein dicht stehendes publikum young rebel set respekt und anerkennung für ein lustvolles wie abwechslungsreiches set, dem dann doch die alten songs besser standen, weil sie den erinnerungen freudentränen in die augen trieben. doch auch die neuen lieder haben vielfach das hohe mitsing- und mitschunkelniveau, für das man das quintett leicht identifizieren kann. hier wurde zwar nicht der folkrock neu erfunden, aber ein krönchen bekam er verpasst von jungs, die ihre sache mit vollem ernst und großer liebe verfolgen."