seltener war es unkomplizierter als mit she keeps bees, um an zusätzliche, die homepage ergänzende informationen zu kommen. eine solche bereitwilligkeit und offenheit träfe man gern öfter an.am 19.08., so der offizielle teil, erschien das zweite full length der band um jessica larrabee und andy laplant namens "nests". es ist eine rohe situationsaufnahme, ein gemeines machwerk zweier liebender. es ist ausdruck verschwitzter zugehörigkeit, ein zwitter aus soul und rock, aus blues und garage. weniger alleinstellungsmerkmal denn tatsächlich nur auffallend und vordergründig eingesetzt: die stimme jessicas, ein ausladendes, hyperventilierendes, agiles und
fleischfressendes organ. es ist beseelt und hungrig und aggressiv und so sensibel, wie es sich geziemt, wenn man den unangenehmen dingen des lebens einen namen geben will. stolz, stärke und so was wie weisheit paaren sich hier (p.j. harvey & chan marshall, so wurden nun genannt). dazu die straff geführte e-guitar und die befeuerung durch heavydrums! dass das ganze eine akzentuierte note erhält, ist der soulnähe und der dramatischen note zu verdanken, die im auf und ab der einzelnen tracks bedeutung finden.ich wollte unbedingt wissen, wer hinter dieser unbehauenen musik steckte und machte mich daran, einige antworten auf wenige fragen zu erhalten.
zunächst interessierte mich der hintergrund des bandnamens, ob da mehr dahintersteckte als die imker- assoziation. jessica antwortete mir jeweils, hier: "The band name came from my last name (Larrabee) I wanted to be something like .. BeeKeeper ... but I saw there was already someone out there with that name.. so I decided to be the lady that keeps them :) Bees are the life-blood of every living thing. Music is my bee in a way."
dann folgte die unvermeidbare frage nach der bandkonstellation: "We are in love. Andy is my true love. We don't like to flaunt it...not something we advertise in the band."
die musikalischen einflüsse sind kaum zu übersehen. meine nächste frage zielte vielmehr auf die
ganz intimen musikalischen berührungspunkte, die man kaum teilen möchte: "I'm influenced by everything. That is what is so incredible about being a musician nowadays. You can take from everything. Mostly I love listening to Betty Harris, Howlin Wolf, Nina Simone... old soul and blues-something that gets me dancing in the living room. The most intimate music to me- i'm blessed to say is my friends music. The Love Story... Sharon Van Etten... Ivana XL, they are a part of my daily soul-sings... music i must hear a little of everyday."und wie sah es daheim aus? welche musik hörten die eltern, gibt es ein musikalisches trauma?
"My parents listened to lots of old R&B, Blues, and Soul. My mom loved her Disco too. My dad is a badass drummer... he taught me drums whenI was 14. Both taught me to appreciate music and feel healed from it. Music saved my life so many times. It's the way I let out poison."
antworten, was?! die art und weise wie jessica antwortet, gibt viel mehr einblick in ihre art zu musizieren, als ich es hier beschreiben könnte. die nächste frage war, ob sie sich nach einem label umtun würden und ob es harte zeiten wären, um ein rockstar zu sein: "Right now, we are our own label. We are open to everything. We really want to tour Europe. Please feel free to contact us if you want to help us out. :) Not a bad time to play music. In fact I think the world needs more reasons to release tension."
die frage nach jobs, von denen sich leben ließ, schloss sich unmittelbar an: "Yes :) Andy is an audio engineer and i do nanny work."
aus der reihe "fragen, die sich meiner bemächtigten, ohne dass ich mich wehren konnte": woran denkt Ihr, wenn Ihr 'germany' hört?: "BEER!! and FOOD!! and Jess and Andy drinking and eating happily in Germany!!"
abschließend wollte ich wissen, welche art bücher sie am liebsten lesen würden: "I love non-fiction. I love my Wholistic Face-Reading book and my History of Sexual Customs book. Andy loves fiction. He just finished reading The Brothers Karamazov."
ich wünsche den beiden nicht nur, dass ihre liebe hält, sondern dass sie gemeinsam auch einen erfolgreichen musikalischen weg gehen werden. ihre musik, laut gehört, vertreibt sorgen! kauft she keeps bees.
she keeps bees - release (wma)
she keeps bees - gimmie (wma)




ihn gänzlich zu verteufeln, wäre aber nicht gerecht. denn bienenfleißig sammelte der 



"welcome to the cinema" ist ein prima empfang. wer nicht sehen will, muss hören! oder muss sich beim hören ein bißchen kopfkino gefallen lassen. am 26. august erschien das full length debut der band aus south dakota, die sich diesen ungewöhnlichen namen verpasst hat. die haudraufparolen haben sie sich dann allerdings für den inhalt aufgespart. ihr album heißt "blocks and hills" und garantiert einen starken auftritt. die drums knüppeln zuweilen, jedoch nur um den 


ein paar nachreichungen zum the hidden cameras konzert. vor allem der hinweis auf weitere konzertberichte, die verdeutlichen, dass die kanadier auch anders können. verkleidet und mit einer menge mehr an "mit-mach-aktionen" u.a. im april 2008 

wer glaubte, dass es sich um einen irrtum handelte, dass die band aus toronto, die vor allem mit ihrem auftritt im olympiastadion zum abschiedsspiel des dauerverletzten und angeblichen indie-musik-fetischisten scholl für furore sorgten, wirklich in traunstein auflaufen würde, hatte sich schwer getäuscht. der kleine club "metropolitain", unscheinbar in einer bahnhofnahen seitenstraße liegend, hatte laut tourmanager the hidden cameras angefordert und die waren bereit für einen ausflug in die bajuwarische provinz. wer von den anwesenden im vorhinein gewußt hatte, mit wem er es zu tun bekommen sollte, war sicher an einer hand abzuzählen. genauso herrschte vermutlich unwissenheit darüber, dass sich die band seit vielen jahren aktiv in der lesben- und schwulenszene zeigt und vielerorts dem queerpop zugeordnet wird (sie selbst nannten es gern auch gay church folk). davon abgesehen, würde sich heute mittag manches junge ding an den kopf schlagen, wenn es wüsste, dass der verschwitzte kerl von gestern nacht lieber mit jungs in die falle schlüpft als mit mädels.
dass das widerum an diesem abend keine rolle spielte, ist einer in entwicklung befindlichen band zu verdanken, die weniger offensiv mit ihren idealen, wünschen, vorstellungen und meinungen umgeht.
mit "awoo" an früher prominenter stelle wurde zügig ein hit zum besten gegeben. aber auf das in 2006 veröffentlichte album gleichen namens verließ sich
das insgesamt fast zweistündige konzert versüsste einen schönen abend, eine belebte nacht und ließ die rückfahrt kürzer erscheinen, als die langwierige anreise verhieß. wer auch immer in traunstein und umgebung am 06.09./07.09. eine kneipe besuchte, den heimischen fernseher bewachte oder vor dem computer nach partnern suchte, hatte ein ausgezeichnetes konzert verpasst. 


bei fußballern hasse ich nichts mehr als ständigen vereinswechsel. diese treuelosigkeit, diese art des modernen söldnertums vergällt mir vor allem den saisonbeginn. bis man sich innerhalb der neuen mannschaftsgefüge zurechtgefunden hat, ist die halbe saison bereits vergangen und die aktuellsten transfergerüchte machen dann schon wieder die runde.
wanderlust guitar? ein herrlicher terminus, den amerikaner benutzen. ob er über die akustische variante hinausgeht, wäre zu ermitteln. doch wir befinden uns schon mitten im americana. diese variante hier ist weder feist und pausbacken, noch modern mutiert oder verwegen anders. irgendwie ganz normal. schreibt sich ja einfach, was? aber 



