Samstag, Oktober 26, 2019

hicks!: bonnie 'prince' billy

"wir vertrauen dir", vielleicht nur eine hoffnung, vielleicht ein anstoss, vielleicht eine formel, vielleicht viel mehr. "in good faith" erscheint auf dem album "i made a place" am 15. november auf drag city. joan shelly und nathan salsburg unterstützten auf diesem feinklang:

Montag, Oktober 07, 2019

hicks!: 22 pistepirkko


der irre, kirre power-poprock aus finnland, der sich einst auf "rumble city lala land" finden ließ, wird nun auf vinyl neuerlich verbreitet. herzlichen dank dafür an bone voyage recordings, die sich für hiesige landstriche bemühten, damit das 94er machwerk auch neueinsteiger beeindruck kann. 22 pistepirkko, ein grandioses trio, das man nicht versäumen darf, erst recht nicht mit diesem album, das sich etlicher einflüsse erfreuen kann, für die manche sich schämen würden, aber nicht diese jungs, die daraus eine vortreffliche mixtur kreierten. selber hören!

Sonntag, Oktober 06, 2019

hicks!: ross gentry


wenn man liest, dass das mastering von sean mccann erfolgte, weiß man, in welche liga dieser tonträger einzuordnen ist. mit "memory and passage" legt ross gentry eine songsammlung der jahre 2015 - 2018 vor, die atmosphärisch einem wärmenden plaid gleichkommt. nicht zu gering zu schätzen ist dabei das mitwirken des streichertrios mountain bitters aus asheville. die kontemplative stimmung erhält einen subtilen drive und wirkt nachhaltig. die veröffentlichung findet sich ab ende oktober via oscarson zu kaufen.

Sonntag, September 22, 2019

hicks!: kath bloom / loren connors


musik wie aus einer anderen zeit. dabei liegen nur ein paar jahrzehnte dazwischen. chapter music veröffentlicht erstmals auf vinyl teile der kollaboration zwischen kath bloom und loren connors: "moonlight" und "sand in my shoe" erscheinen anfang oktober, die digitalen veröffentlichungen sind um einige livepretiosen ergänzt.

Dienstag, September 03, 2019

hicks!: simon joyner


auch eine sehr schöne, nahende veröffentlichung, der bursche aus omaha, der nicht nur live eine besondere freude ist, sondern, und das immer wieder neu, vor allem auch auf platte, "pocket moon" wird ende oktober via bb*island erscheinen, ein erster titel daraus: simon joyner:

Montag, September 02, 2019

hicks!: kele goodwin


oscarson hatten wir erst kürzlich mit lucy roleff, nun also kele goowdin. die veröffentlichung seines zweiten albums sollte zumindest digital (bandcamp) schon mal über die bühne gegangen sein. das album kann über die labelseite bestellt werden, "moonbug" heißt es. der erste ausschnitt ist schon mal grandios.

Sonntag, August 25, 2019

hicks!: will johnson


zur hölle, ja, es sind diese miniaturen, diese zarten geschöpfe, die sich allem überflüssigen beraubt sehen, die in schlichter gemeinheit nackt vor einem erscheinen und dich berühren. sacht und doch sanft drängend ziehen sie in deiner häuslichkeit ein und bleiben ein gern gesehener gast.
im september erscheint auf keeled scales das sechste album: will johnson:

Montag, August 05, 2019

hicks!: erin durant


es ist ihr zweites album, auf "blueberry mountain" aus 2016 folgte im juni dieses jahres islands. die in new orleans geborene und nun in brooklyn lebende junge künstlerin vereint den stil des alten und die weitsichtigkeit der moderne, man fühlt sich zwischen den jahrzehnten hin- und hergerissen, ohne in fallstricke zu geraten. dazu diese wunderbar ausbalancierte stimme, das kindliche timbre und die ungeheuerliche energie, die im verborgenen schlummert: erin durant:

Mittwoch, Juli 31, 2019

hicks!: tracy shedd


fort lowell records, tracy shedd gebe ich mal vor, den rest bekommt Ihr über die wegweisenden verlinkungen lässig selbst heraus. mit "the carolinas" gibt es ein neues, das sechste album der mittlerweile in north carolina lebenden künstlerin: tracy shedd:

Sonntag, Juli 21, 2019

hicks!: alasdair roberts


ein neues album wird im september erscheinen, daraus gibt es eine erste nummer, gewohnt fein: alasdair roberts:

Sonntag, Juni 30, 2019

hicks!: rainwater


im august 2016 haben wir sehr ausführlich über die fantastische band rainwater berichtet, klickt und lest! nun erschien mit "saturn return" endlich der zweitling der kapelle um blake luley. die neuen songs haben nicht nur inhaltlich große tiefe, sondern liefern musikalisch eine bandbreite, die man für so eine indieproduktion nicht zwingend erwarten kann. ich mag besonders diese süffige popvariante mit wohlfeilen hooks, harmoniegesang und einer insgesamt sämigen note für den emotionalen moment. der release ist als kassette oder cd erhältlich, via bandcamp.

Sonntag, Juni 16, 2019

hicks!: just friends and lovers

aus dunklen kellern nährt sich die hoffnung. so selten wie licht ins geviert dringt. doch es pulst gewaltig. drängend gar. längst aus den kinderschuhen, gedrillt für eine bessere zeit. alles schöpferische hat einen biss. generationenwechsel mit verstand. ohne vordersatz ins gemetzel.
just friends and lovers sind veronika adamski (drums, vocs, bass, synth), lina gärtner (guit, bass, drums, vocs) und magdalena gasser (vocs, bass, drums, guit). der grazer/wiener dreier hat dräuende the doors-momente zu bieten, genauso wie er dem punk verschlissenheit zurückzugeben in der lage ist. zwischen melodiösem, popversätzen, harmoniegedränge pocht jederzeit ein gerüttelt maß distortion an den fesseln. seit 2011 gibt es dieses gebinde, das nun auf cut curface den zweitling namens "her most criminal crimes" herausgebracht hat. lofi, no wave und eine extranote charme. wenn die verdrossenheit (für was auch immer) unserer jugend derart atmet, dann fächel ich ihr persönlich weiterhin ein wenig frischluft zu. beispieltracks nachfolgend von einem longplayer, der auch ein wenig den weg nachzeichnet von der rebellion zur sozialisation, ohne werteverlust.

Mittwoch, Juni 12, 2019

hicks!: esther rose


wie vertraut. wie sehr vereinnahmend. und zugleich reizvoll. hier das tradierte, dort das erfrischende. esther rose aus new orleans kommt mit ihrem zweiten album um die ecke. nichts ist, wie es scheint. die wendungen, die störrischen. die irrungen, die weisen. das macht süchtig. jedem einzelnen track giert man nach.

Dienstag, Juni 11, 2019

hicks!: jacob faurholt


ganz schön bleiern zuweilen dieses ding, das da leben heißt. erst gerade ist das obs über die bühne gegangen, ohne mich. wer weiß, wie sehr ich das schmucke festival gefeiert habe, kann vielleicht auch erahnen, dass solcherart verlust groß sein muss. tröstende musik hat mal wieder jacob faurholt parat. ruft ihn mal in den unten stehenden links auf, er wird euch auf diesem blog häufiger erscheinen. aktuell steuert er auf sein neues album names "shake off the fear" zu, welches anfang september erscheinen wird. die erste single daraus geniessen wir. um trost zu suchen. "the dark isn't right" hat all die formidablen folkzutaten, die einen solchen darkschleicher auszeichnen sollten. der getragene moment, die sehnsüchtig fiebernde slide, der rumpelnde beat und ein gesang, der sich feiert. das feine geschoss gibt es via raw onion auf vinyl. sicher nicht in größter auflage.

Samstag, Juni 01, 2019

hicks!: olden yolk


die zwei new yorker muss man mögen. ihre musik ist so außer der zeit, dass sie längst die moderne für sich eingenommen haben. durchsichtige arrangements, ein megaentspannter gesang und stets ein poetisches wort für dich und mich. "cotton & cane" beispielsweise oszilliert zwischen rockpassagerem und einer folknummer, die sich ans kunstlied schmiegt. mitte mai erschien "living theatre" und ist damit der zweitling nach dem 2018er debütalbum von olden yolk. an der seite von shane butler und caity shaffer findet sich illustres musikervolk, um diese musikalie auf die reise zu bringen. lassen wir noch das stichwort 'woods' fallen, dann dürfte der letzte interessiert sein.

Samstag, Mai 18, 2019

hicks!: the vernes


nicht wenige bands, die sich hinter genrebezeichnungen verstecken wollen. nicht so the vernes, sie bieten lediglich eine von vielen möglichen spielarten auf, wenn sie auf ihrer homepage "garage pop" verzeichnen. eine gewisse rotzigkeit lässt sich an mancher stelle finden, etwas distortion vielleicht auch, aber der rest  ist dann doch eher ganz einfach pop als irgendeine art von haudrauf. der vierer aus philadelphia hat zudem zuletzt etwas für verwirrung gesorgt, als das neue mini- album auf bandcamp angekündigt ward, um dann doch wieder zurückgezogen zu werden. mit dem 17. mai trat aber ordnung ins veröffentlichungsreich und damit nun auch klarheit in unser aller kleines fanleben: "yr of the rat" ist da. und es ist phantastisch, weil es diese kleine perlen aufbietet, die man sich so gern auf ein band zieht, um es schließlich um den hals zu tragen, so bunt und doch so hervorragend zueinander passend. es kleidet uns so sehr!
zarte melodien, die mit einem juvenilen touch vorgetragen werden, dazu eine hin- und herschwingende gitarre, die nicht ungern zart gezupft wird, das drumming ist zögernd, im richtigen moment aber von feuer getauft. reinhören ist hier pflicht für alle, die früher so auf catbird records zeug standen. zuvor gab es frühe aufnahmen und ein debütalbum. also los, entdecken!

Samstag, Mai 11, 2019

hicks!: monnone alone


großartiges zweites album von monnone alone, das mit "summer of the mosquito" einem mehr als formidablen ...ähm... "sommer"- hit an den start bringt. niemandem wird es hier langweilig, klar, ne ecke pop, nicht umsonst hat man sich einen the lucksmiths heroen an bordn geholt, aber nie zu süffig, da stehen eine menge gitarren und holzklopfen dagegen, so dass es vielfach einfach nur schön bratzt. dazu etwas space und surf und schon hat man feinstes australia, wie wir das heute mal taufen wollen, was der vierer da vorgestern veröffentlicht hat. natürlich auf the lost and lonesome recording co.

Montag, Mai 06, 2019

hicks!: lucy roleff


im juli 2016 war es, da schrieben wir u.a. folgende sätze:
der erste eindruck ist mächtig. die tiefe, die unerbittlichkeit des gefühligen fortschreitens. die leichtigkeit, mit der lucy roleff durch ihre lieder streift. das stabile gerüst der kompositionen ist nur bloße grundlage für ihren engelsgleichen, für ihren ätherischen gesang. der kommt nicht von ungefähr, stammt doch die junge australierin von einem deutschen opernsänger und einer maltesischen mutter ab. da wurde ihr eine menge in die wiege gelegt, nicht zuletzt die liebe zu klassischer musik. aber eben auch zum folk und zu einer bestimmten art des erzählens. ihre narrative variante erinnert stark an joni mitchell, sucht vergleiche im gesang mit sandy denny oder linda perhacs. dazu das fragile gerüst der arrangements, das luzide moment in den übergängen. fast etwas joanna newsom haftes.
der neue release "left open in a room" klingt auf den ersten eindruck nicht weniger verheißungsvoll. zwei erste singles wurden für die mitte mai- veröffentlichung preisgegeben. neben the lost and lonesome recordings co. zeichnet auch oscarson aus deutschland (vinyl) für den release verantwortlich.

Sonntag, Mai 05, 2019

konzert: the furrow collective, 27.04.19


dem lang gehegten wunsch endlich folgend, fanden wir uns am abend des 27. april in hackney, einem nördlichen stadtteil londons, rechtzeitig im dem cafe oto nahen diner ein, um pünktlich einem konzert in der sagen umwobenen spielstätte des musikalischen undergrounds beiwohnen zu können. der empfang schließlich, wir hatten uns ausreichend gestärkt, war herzlich, ein älteres paar strich uns akkurat von der liste und ließ die vermutung zu, dass beide für das wohl und wehe dieses ortes verantwortlich zeichneten. der raum war bereits gut gefüllt, die meisten stühle besetzt, angekündigt war beim ticketkauf eh, dass man rechtzeitig kommen sollte, ansonsten müsste man stehen. dieses schicksal blieb uns erspart, neben einem älteren herrn nahmen wir etwas abseits, jedoch mit bestem blick auf das geschehen platz.

alasdair robert, vielleicht der prominenteste im the furrow collective, kam erst nach uns ins cafe und ward schnell in gespräche eingebunden, die ihn davon abhielten, auf die bühne zu treten, um beispielsweise einer emily portman beim soundcheck hilfe zu leisten. die emsige musikerin sah man stets quirlig die reihen rauf und runter eilen, zugeständnisse ihrer kolleginnen entgegen nehmend, um alsbald wieder auf der bühne dies und jenes zu richten. eine sehr entspannte atmosphäre umgab überhaupt die gesamte örtlichkeit und seine insassen. das publikum schien vor allem aus älteren semestern zu bestehen, die meisten mit einer wesenheit des folkweisen ausgestattet. das paulaner schmeckte wie daheim und so konnte man in aller gelassenheit dem kommenden entgegen sehen.


und das war überzeugend, letztlich den erwartungen entsprechend. die vier zögerten nicht mehr lange und gaben uns ihre erstaunlich konzentrierten pretiosen preis. vor allem der kollektive esprit begeisterte, wenngleich jedem einzelnen die ehre zu erweisen wäre. von links die wunderbare emily portman, die mit banjo und concertina für belebte akzente sorgte, die aber mit einem gesangsorgan gesegnet ist, das sich absetzt, weil es unaufgeregt, aber rein und klar jedem lied den stempel aufdrückt. daneben aufgestellt der erstaunlich zurückhaltende alasdair roberts, der mit akustischer, aber längstens mit einer e-gitarre bewährt durch den abend begleitete, waren doch die damen im bunde die dominierende partei. doch die rolle stand dem schotten sehr gut, brachte er sich pointiert und zielsicher ins gebinde ein. schließlich folgte lucy farrell, der man in dieser runde eine art hauptrolle zusprechen musste, führte sich doch häufig das wort, um launige zwischenakkorde zu setzen. leider war lucy an diesem abend etwas indisponiert und ihr gesang scheuerte immer wieder unter dem zu treffenden ton. in abrede konnte man aber weder ihr einsatz mit der viola, noch an der singenden säge gestellt werden. mit rachel newton hatte sie zudem einen sidepart, der jederzeit in die bresche springen konnte. die harfe newtons betonte die zartheit manchen liedes und unterstrich die gewandtheit des ensembles. ganz zu schweigen von ihren gesangseinlagen, engeln gleich.


es war ein inniges verschmelzen all der kleinen puzzleteile, die die vier einzubringen in der lage waren. die traditionellen und auch die songs neueren datums bildeten eine faszinierende einheit greifbarer lebendiger kultur. man wiegte sich bei "many's the night's rest", hielt den atem bei "my son david" an und sang schließlich bei "hind horn" kräftig mit. ein einverständnis lag unausgesprochen in der luft und hielt noch an, als die zugabe längst verklungen war. wem die vier in die stadt ziehen sollten, der muss die gelegenheit nutzen. selten wird sich perfekte gesangsharmonie so sehr mit gelassenheit und freude gepaart erleben lassen. danke nach london!

Dienstag, April 23, 2019

hicks!: jo schornikow


im september 2012 stand hier:
es ist nicht so einfach, an fakten über jo schornikow zu gelangen. zum beispiel nur eine booking agentur gibt etwas mehr über die singer/songwriterin, die mulitinstrumentalistin preis. ihre eigenen webseiten strotzen vor nichtinformation. wenn ich nicht bereits eine affinität für the shivers hegte, die kollaboration von joanne mit keith zarriello, wüsste ich zunächst auch nicht, wohin mit der jungen dame. deshalb hier nur ein paar details. was sich zunächst nach einer stinknormalen karriere im rock 'n' roll business anhört, hat seine anfänge in strömen, die nur selten von jenen befahren werden, die sich auf den bühnen wiederfinden, die nun auch schornikow bespielt. denn sie begann zunächst als jazzpianistin, gewann etliche preise und brachte ein studium zu ende. der new yorker pianist fred hersch nahm sich darüber hinaus ihrer an. ein nicht unwesentlicher aspekt, denn während dieser zusammenarbeit traf sie auf eben jenen keith zarriello, dessen songwriting sie nachdrücklich inspirierte. und so zog sie, die in melbourne aufgewachsene, nach new york, um mit ihm the shivers zu gründen. das war in 2008. ihre vielfachen tätigkeiten für befreundete kollegen, etwa kelli scarr (moby), jack howard (hunters & collectors) oder die arbeit für elvis costellos "discovered" oder mit peter & the wolf, hinderte sie nicht an soloarbeiten. daneben ist sie auch weiterhin als klavierlehrerin, als organistin in einer kirche und als jazzpianistin tätig.doch noch einmal zurück zum solowerk, um das es hier ja vorwiegend gehen soll. abseits all ihrer vielzähligen tätigkeiten gelang schornikow mit "first time, long time" ihr debut, welches im märz diesen jahres erschien. es wurde in kirchen und schlafzimmer rund um melbourne und new york aufgenommen. 12 tracks, die aus dem off heraus zu strömen scheinen, mit einer eindringlichkeit und distanzlosigkeit, dass man zunächst gewillt ist zurück zu ziehen. doch die offenheit, die ehrlichkeit, die rechtschaffenheit schornikows sind unausweichlicher gruß, offenbarung, einladung. mit einer attitüde tritt die junge frau auf, dass man meint, einer heroin gegenüber zu stehen, einer altgedienten. dabei zeigt sie ein jugendliches antlitz, das gern einmal falten schlägt. auf fotos neigt sie die dazu, den kopf zu senken. in dieser pose scheint sie auch ihre lieder zu singen. mit "what could have been" legte joanne im juni einen 5tracker nach, der nicht weniger anregend ist. die hohe qualitative dichte ihres materials ist bezeichnend.
 mit "secret weapon" ist nun ein neues album erschienen. an der intensität der musik hat sich nichts geändert. in der zwischenzeit hat sie zwei kinder bekommen (matthew houck (phosphorescent) ist der vater). irgendwo liegt die wahrheit.