Donnerstag, September 01, 2016

eingestreut (980): mike wexler


photo by david black

es war auch meine erste assoziation, und schließlich unterstrich das veröffentlichende label diesen gedanken, bert jansch huscht bei den gitarrenarbeiten von mike wexler nicht nur einfach vorbei. diese tiefe ruhe, das verständnis, das klare spiel und den weichen gesang in einklang zu bringen, da schläft die erinnerung nicht an den erst vor einiger zeit verstorbenen britischen folkhelden. auch der klang der stimme ist alles andere als unähnlich. so breitet sich vor dem hörer neben dem deja vu auch ein eigener zauber aus, der sich neben der verschmelzung von americana und den anleihen von dem american primitive angehörigen kollegen auch an brasilianischen einfügungen gütlich tut.
mit "transfer" darf man in einen ersten track aus dem kommenden album hören. "syntropy" wird am 14. oktober auf three:four records erscheinen. nach dieser wunderbaren einführung wird die unruhe auf den longplayer gnadenlos hoch.
seine erste lp veröffentlichte wexler übrigens auf amish records, die zweite auf mexican summer, die dritte nun eben auf three:four records.

Mittwoch, August 31, 2016

eingestreut (979): konzerte münchen september 2016


die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)

01.09. suns of thyme, sunny red
01.09. sunn o))), hansa 39
01.09. simeon soul charger, milla
01.09. swingrausch, cord club
01.09. luke thompson u.a., südstadt
01.09. bastian jütte quartet, unterfahrt
02.09. wolf alice, ampere
02.09. neighborhood brats, kafe kult
02.09. the brian jonestown masscre, strom
03.09. ben hawkins u.a., milla 
04.09. radioactivity / bad sports, kafe kult
05.09. sacri monti u.a., sunny red
05.09. aaron, ampere
06.09. max merseny band, unterfahrt
07.09. tua, hansa 39
07.09. junius meyvant, ampere
07.09. fantastic negrito, kranhalle
07.09. bamesreiterschwartz, milla
08.09. the instant voodoo kit u.a., import export
09.09. trenchtown train, import export
09.09. kyle gass band, strom
09.09. christoph spangenberg, einstein kultur
09.09. woman u.a., orangehouse
09.09. the tonecooks u.a., kranhalle
10.09. zoe zanias, kranhalle
10.09. rheinstein quartett, einstein kultur
10.09. the munich flames, stragula
11.09. the subways, strom
12.09. john allen, reitknecht 6
12.09. newfoundland, milla
13.09. woolf and the gang u.a., glockenbachwerkstatt
13.09. benne, milla 
14.09. whistlejacket, cord club (soundbsp.)
14.09. david helbock trio, unterfahrt
14.09. die heiterkeit, unter deck
14.09. intronaut / shining, strom
15.09. peter brötzmann / oliver steidle duo, einstein kultur
15.09. aoi-alligator gozaimasu, import export
15.09. instinto, kafe kult
15.09. dog n' style / sundog, glockenbachwerkstatt
15.09. hannah epperson, einstein kultur
15.09. burning velvet u.a., substanz
15.09. schmieds puls / liann, milla  (soundbsp.)
15.09. yawning man, orangehouse
15.09. trio elf, unterfahrt
15.09. tito and tarantula, strom
16.09. palo santo u.a., import export
16.09. sensitives, kafe kult
16.09. wallis bird, milla
16.09. the booty jive, unterfahrt
16.09. abay, kranhalle
16.09. grub u.a., orangehouse
16.09. moose blood, strom
16.09. hc baxxter u.a., kafe marat
17.09. hiperson u.a., import export (soundbsp.)
17.09. the boxer rebellion, ampere
17.09. elif, glockenbachwerkstatt
17.09. josh kelley, strom
17.09. 5/8erl in ehr'n, milla
17.09. chico freeman trio, unterfahrt
18.09. walking on cars, strom
18.09. verena marisas u.a., milla
19.09. the paper kites, kranhalle (soundbsp.)
19.09. de staat, strom
20.09. mike and the mechanics, freiheiz
20.09. july talk, strom
20.09. travels trio, unterfahrt
21.09. mothxr, kranhalle
21.09. wovenhand, ampere
21.09. michael sailer und titus waldenfels, vereinsheim
22.09. clockwork psycho, sunny red
22.09. upsilon acrux, kafe kult
22.09. the moonband, valentin musäum
22.09. di farykte kapelle, milla
23.09. gemma ray u.a., milla
24.09. pink turns blue, orangehouse
24.09. opiliones, kafe kult
24.09. pinegrove, strom
24.09. julia kadel, trio, unterfahrt
25.09. ali azimi, hansa 39
26.09. subrosa u.a., kranhalle
27.09. me suceeds u.a., milla
27.09. elina duni quartet, unterfahrt
27.09. augustines, backstage werk
28.09. otherkin u.a., kranhalle
28.09. rio som, unterfahrt
29.09. manuel borges, hansa 39
29.09. gutter demons, sunny red
29.09. deap valley, milla
29.09. wintersleep, strom
29.09. bairisch-diatonischer jodelwahnsinn, lustspielhaus
29.09. in extremo, zenith
30.09. reboublika, import export
30.09. casper, muffathalle
30.09. syan sheridan, strom
30.09. oded tzur quartet, unterfahrt

Dienstag, August 30, 2016

eingestreut (978): pinegrove (tour)


im november des vergangenen jahres hatten wir die band unter die lupe ge- und waren ziemlich eingenommen, wie man nachlesen kann:
das vor dem bellen geschützte banjo, die inniglichen harmoniegesänge, die wie in zeitlupe aus den kehlen tropfen, das erinnert sehr an bands wie frontier ruckus, das stille und stete gebahren, der alt. country touch und die gelassenheit haben noch viele andere ableger, ohne hier jedoch in verlegenheit zu geraten, epigonen-, schablonenhaftes entdecken zu müssen. ein unruhiger lofi-ausdruck bebildert zudem eine band aus montclair, nj, die sich bei aller jugendlichen entzücktheit nicht scheut, den großen wesenheiten, gefühlen einen raum zu geben. sei es das himmelwärts schreiende gedicht, sei es das seelenvolle flüstern, um sich selbst im zaum zu halten.
pinegrove haben 2010 gestartet und brachten damals eine erste ep namens "mixtape one" heraus. ein jahr später erschien das debütalbum, das full length ist mit "meridian" überschrieben. eine zweite ep folgte im juli 2013, eine dritte (mixtape two) 2014. anfang 2015 wurde mit "everything so far" das zweite album veröffentlicht, es erschien als kssette. mit der unter vertragnahme durch run for cover records wurde der stein des anstosses, nämlich jenes zweite album, noch einmal ins rollen gebracht. das reissue erfolgte im laufenden november und wurde um zwei neue tracks "new friends" und "angelina" ergänzt.
die band, bestehend aus evan stephens hall, nick levine, zack levine, adan feliciano und  nandi plunkett, auf bandfotos finden sich oft nur vier gesellen, kreiert angenehmes understatement, ohne sich zu vergessen. denn die truppe hat ein geschick, vortreffliche harmonien und arrangements, die sich von hinten durch die brust ins herz schieben. von pinegrove wird man noch hören. allein der name ist ja schon ein volltreffer.
mit "cardinal" hat die junge truppe mittlerweile ein neues album an den start gebracht, welches im juni veröffentlicht wurde. die schnittstelle, die sie damit besetzen, wird zwanghaft mit built to spill auf der einen und wilco auf der anderen seite beschrieben, hier die frühe, dort die vorprog-phase. kann man sehen, hören, wie man will, das enthusiastische, optimistische moment ist auf jeden fall eine bindende komponente, da treffen wir locker die frühen nullerjahre wieder.
zwei tourtermine gibt es auch in deutschland, wenn truppe demnächst über den teich kommen wird. geht hin! 



23.09. maze club, berlin
24.09. strom, münchen

in eigener sache (95): urlaub


werte leser, vor allem hörer, ich verzupf mich für ein weilchen. das klassische, aber dringend notwendige urlaubsprogramm steht auf dem plan. nachdem ich ein paar tage häuslichkeit genossen habe (abgesehen von den fast schon vergessenen vormittäglichen irritationen aus nachbarschaftlichem lärm in jeglicher form, vor allem dank ausgesprochen mistigem musikgeschmacks), eine menge nachholen konnte, was der email kasten und die bemusterungen so hergaben, lasse ich nun die seele baumeln und werde ganz gut ohne zwangsgeformte töne auskommen. Euch eine schöne zeit, in knapp vierzehn tagen mime ich hier wieder den chefarzt im klienicum. bis dann gibt es natürlich hier weiterhin fleißig was zum lesen und hören:

Montag, August 29, 2016

neue töne (1660): david thomas broughton


kehlig verschlossen, pastoral entschlossen, sich der welt spendend, hingebungsvoll und in einer fülle, der die sparsamkeit aus gitarre und gesang nie das wasser reichte. in die höhen, wie geweiht, im grunde beheimatet und sicher. flink den angeschlagenen saiten folgend, die melodie gefeiert. der opener von "crippling lack" nährt unser wissen um david thomas broughton als einen der erstaunlichsten alt. folk künstler dieser zeit. obwohl er aus ihr herausfällt. diese stimme, die sich sicherer in den zwanziger jahren des vergangenen jahrhunderts platzieren ließe, das wissen, das sie trägt, profund und sichtbar. und doch ist der engländer im hier und heute verankert, sein umgang mit den techniken des looping und sampling unterstützen eine ahnung von zukunft. ein pfeifen und zwitschern goutiert etwa das gemächliche schreiten im track zwei "beasts". doch schon mit "words of art" wird eine nächste stufe erklommen, da sich der sprechgesang von aidan moffat addiert. die kongenialen partner ergänzen sich komplementär, während sich das toy-artige geklimper darunter mischt, als wäre es das natürlichste an untermalung, was denkbar wäre.

neben dem arab strap musiker können weitere gastbeiträge gezählt werden, rachael dadd, ichi, jordan geiger, beth orton, um nur einige zu nennen, gaben dem album eine prägung, wenngleich sich ein david thomas broughton selbstverständlich nicht vom podest schubsen lässt. zu eindringlich, zu dominant ist seine einfärbung, ist sein spiel, seine art der gesangsleisung, dieses töne besitzen, kolorieren und phrasieren.

ungewöhnlich waren auch die aufnahmen zu diesem dreiteiligen werk. volume 1 wurde via song, by toad records (uk), volume 2 via le noize maker records (fr) und volume 3 via paper garden records veröffentlicht. die komplette tracklist nachstehend:
volume 1: released on song, by toad records 
1. crippling lack pt. 1 / 2. beast / 3. words of arrt (feat. aidan moffat) / 4. silent arrow / 5. dots
volume 2: released on le noize maker records
6. river (feat. sam amidon (fiddle) / 7. concrete statement / 8. i close my eyes
volume 3: released on paper garden records 
 9. crippling lack pt. 2 / 10. gulf (feat. jordan geiger) / 11. beast without you (feat. beth orton) / 12. plunge of the dagger (feat. luke drozd (voice), rachael dadd (clarinet), ichi (steel drum)

während broughton in der regel die basis der songs schmiedete, erbat er sich gastbeiträge von befreundeten und/oder verehrten kollegen. diese gaben bereitwillig und vollendeten auf unterschiedlichste weise diesen munteren wie energiereichen reigen an liedern, die sich nun auf einem dreierset langspielplatten geniessen lassen. 
wir empfehlen und lassen sich zwei beeindruckende beispiele für Euch zurück. nebst der bemerkung, dass es sich bei dieser platte um unser bisheriges lieblingsalbum 2016 handelt.

Sonntag, August 28, 2016

neue töne (1659): natural child


wie man es auch dreht und wendet, die musik von natural child ist schwer an den ausgehenden sechzigern und mehr noch an den siebzigern orientiert, da man sich um melodieseligen rock 'n' roll scharte, da den ellenlangen solopassagen eine abfuhr erteilt wurde, wenngleich man einen gutsituierten durchaus mal in den mittelpunkt stellte. der groove muss stimmen, das rhythmus-konzept ist jederzeit griffig und beste grundlage für den psychofizierten aufgalopp des vierers aus nashville. da fiepts und wabert es schon ordentlich, während sich der rest der truppe in jamartige session verstrickt. die aufnahmen entstanden teils in memphis, teils in chicago, mit cooper crain an ihrer seite. zack martin (drums), wes traylor (bass, gesang), seth murray (gitarre, gesang) und benny divine (keyboards) wollen feiern, das honkytonk klavier klimpert exemplarisch, wollen mal so richtig die sau rauslassen, verwehren sich aber dagegen, als eine retroband durchzugehen. das neue album "okey dokey" wird am 16. september über das eigene label natural child records erscheinen. wir empfehlen voll und ganz und schieben zwei tracks nach.

Samstag, August 27, 2016

eingestreut (977): the hairs


kevin alvir und seine the hairs hatte ich schon öfter im visier, zuletzt 2015 mit unter anderem folgenden wortebrei: "mit "elvis and me are on" stellt die wild-freudige unternehmung vier frische tracks vor, die zwischen auf- und abgedreht keinen unterschied machen. in der regel wird in die losen saiten geschrubbt, was das zeug hält, dazu gibt es griseligen, noise- und hallbeschlagenen gesang und unverfänglichen beat."

die neuen songs finden sich auf dem album "while i hated life, barbarian", das im juni veröffentlicht wurde. gemeinsam mit jacob sloan und steve tarkington entwirft alvir seine bekannte soundmelange, die so trefflich ins herz zielt, weil sie stets von wunderbaren melodien durchzogen ist. das darf gern bunt illustriert werden. von der art des vortrags, stets mit einem lächeln versehen, egal worüber gerade gesungen wird, erinnern mich the hairs häufig an thunderegg. wenngleich der musikalische ausdruck etwas rauer und weniger gesittet ist. schließlich mache man ja auch "freak pop", wie es die facebook seite wissen will. ich seh hier vor allem popinfizierte gassenhauer, die sich gern zu ohrwürmern entwickeln. nascht mal!

wir schicken hier vor allem die aktuelle single "that witch" ins rennen, die mit bildern unterlegt wurde.



Freitag, August 26, 2016

glotzt nicht so romantisch (712): the t.s. eliot appreciation society


endlich, wollte man ausrufen, endlich gibt es von den neuen songs etwas zu veröffentlichen. zur erklärung, denn wir hatten bereits einige worte zu diesem thema verfasst:
schön, dass wir auf diesen burschen aufmerksam gemacht wurden. hinter dem brüchigen moniker the t.s. eliot appreciation society verbirgt sich der niederländer tom gerritsen, der uns im november für konzerte beehren wird. noch ist nicht ganz raus, wo und wann, aber die tour ist in planung. bis dahin kann man sich also vorzüglich mit seiner musik beschäftigen. dahingehend weist der bursche bisher ein debüt auf, welches auf "a new history" hört, dessen nachfolger aber bereits in den startlöchern verweilt. pünktlich vor tourstart, nämlich ende september wird "turn it golden" auf greywood records / timezone erscheinen. es heißt, dass das neue werk etwas üppiger ausgestattet sein wird, sowohl hinsichtlich des instrumenteneinsatzes, als auch bezüglich der arrangements. mir taugt alles vorhergehende genauso.
gerritsen besitzt genau das richtige gespür, um sinnliche eindringlichkeit an seine jugendliche ungestümtheit zu koppeln. die melodien sind von zweifeln befreit. das geschick an der gitarre addiert sich ganz natürlich und die stimme des protagonisten erzählt von einer alten seele, von der sie einst besitz genommen hat.
sobald die tourdaten stehen, vermelden wir sie hier.

mit "the grand tour" schmeisst der talentierte einen seiner besten songs unters volk. die enthusiastische nummer wurde von lotte van leengoed ins bildhafte übersetzt. wir ergänzen, dass "das neue album, das zweite also, "turn it golden!" am 30. september erscheinen wird. schließlich noch die tourdaten:

05.11.2016 DE-Lübeck, Tonfink
07.11.2016 DE-Hamburg, Ponybar
08.11.2016 DE-Göttingen, Nörgelbuff w/ Chris Staples
09.11.2016 DE-Berlin, Posh Teckel
10.11.2016 DE-Dresden, &Rausch
21.11.2016 DE-Mainz, Schick & Schön
03.12.2016 DE-Cologne, Weltempfänger
04.12.2016 DE-Hamburg, Gängeviertel @ Sängerknaben & Sirenen
06.12.2016 DE-Berlin, Greywood Records Christmas Party
07.01.2017 DE-München, Innen Welt Festival
10.02.2017 DE-Gelsenkirchen, Wohnzimmer GE

neue töne (1658): the wands


die ersten assoziationen, die ich zu the wands hatte, gingen in richtig 22 pistepirkko aus finnland. dabei kommt der hier ins licht gerückte vierer aus kopenhagen. doch da ist diese zuerst handfeste, aber dann doch auch willentlich entrückte rockmusik, da ist diese etwas quakige, entrückte stimme, da ist etwas nordisches im klang, das man gern den nachbarn da oben zuzuordnen gewillt ist. nun, die genannten finnen sind natürlich noch etwas durchtriebener, als es die dänen vielleicht je sein werden. aber am psychedelischen anschnitt kommen wir nicht vorbei. deshalb soll vor allem die aktuelle single "faces" fokussiert werden. das mühelose video stellen wir gerne aus.

nicht zuletzt wissen wir aus guter quelle, dass sich the wands als eine art speerspitze der psychedelischen szene dänemarks verstehen, ihre arbeit ist tief verwurzelt in den acid durchtränkten musikalischen wesenheiten der sechziger und siebziger, die ästhetischen komponenten, siehe unten, sind davon nicht ausgenommen. 2012 konnte die band aus christian skibdal, mads gräs, thomas brandt und kristoffer hvidberg die erste ep verzeichnen. auf "hello i know the blow you grow is magic" folgte dann 2014 das erste full length, es blieb ohne expliziten titel (an anderer stelle entdeckt man "the dawn" als überschrift, wird hatten damals kurz berichtet). genau wie die nachstehende single wird dann auch die neue ep heißen, sie wird am 05. september erscheinen.
und damit es nicht allzu trocken bleibt, hängen wir noch einen etwas älteren fetzer mit an.



Donnerstag, August 25, 2016

eingestreut (976): mackaper


photo by conny fornbäck

tolle nachricht aus schweden, die jungs von mackaper planen ein neues album. "minnen från framtiden" wird der langspieler heißen und am 23. september auf flora & fauna erscheinen. wir dürfen schon mal in die progspacige abfahrt einbiegen, denn mit "rakt in i solen" liegt ein erster mehr als trefflicher track bereit. es handelt sich bei oben genannter veröffentlichung um das bereits dritte album des duos aus stockholm und soll die orgelinfizierten ausflüge der burschen auf eine neue stufe ihres instrumentalen schaffens hieven. produziert wurde von daniel fagerström (the skull defects).
der track beweist neuerlich den erfindungsreichtum und die kreativität der schweden.

Mittwoch, August 24, 2016

neue töne (1657): matt christensen


namen, namen, immer wieder namen. lästiges beiwerk. zu einordnungszwecken allerdings recht hilfreich. so auch im falle von matt christensen. die eingeweihten wissen längst bescheid, anderen sei mit zelienople geholfen, einer genialen kapelle, der der benannte mehr als nur vorstand. darüber hinaus war der vor allem auf gitarre und gesang konzentrierte musiker auch bei good stuff house, bei john twells oder mind over mirrors aktiv, wenn er nicht gerade in solo auftrat. dabei veröffentlichte er u.a. auf batheric records, auf under the spire und anderen labels mehr.

zuletzt konnte man einiges via bandcamp abstauben (wenngleich wir hier betonen wollen, dass zu kaufen ist, was man hören will!). zur letzten veröffentlichung "pour it over me" lässt christensen verlauten, dass es ihn selbst an zelienople werke erinnert, die ganz einfach aus ihm herausgeflossen seien, als gäbe es von der emotion zum elaborat keinen zwischenschritt in kognitiver reichweite. fünf tracks enthält das ende juni erschienene werk, welches sich liquide, geradezu überraschend wenig experimentell gibt und deshalb umso runder, reiner, aufgeräumter wirkt. zeiten voller klangkünstlerei lagen hinter dem protagonisten, so dass diese form von desertsound, blues und ambienter schleicherei einen wohltuend anempfundenen prozess abgeschlossen haben musste.

lasst uns fix noch zu "you can't wind" rüberschielen. hierbei handelt es sich um eine sechs tracks umfassende abhandlung, die etwas elegischer daherkommt. die instrumentalnummern beherbergen die selbe leichtigkeit des oben genannten releases und ergänzen es um eine neue note an hallverzücktem gitarrespiel.
aus beiden veröffentlichungen löse ich je einen song heraus und locke Euch damit aus Euren sommerkabäuschen.
abschließend noch einen blick in die nahe zukunft. im september wird ein neuer longplayer erscheinen. miasmah zeichnet verantwortlich.

Dienstag, August 23, 2016

eingestreut (975): half girl (singlepräsentation)


"girl in a band", na, passender hätte die single nicht daherkommen können, die als appetithappen für das kommende debütalbum dieser supergroup, bestehend aus ausschließlich mädels, siehe foto, dienen soll. dreht mal auf, der track schmiegt sich unten an!

half girl haben sich in berlin gefunden und setzen sich zusammen aus: anna-leena lutz, die noch vor einiger zeit bei die heiterkeit angestellt war, vera kropf, die gitarristin, bei österreichs luise pop bestens untergekommen, gwendolin tägert, bassistin und teil von mondo fumatore, und schließlich julie miess, die hier als hauptamtliche sängerin fungiert, wenn sie nicht eben in erinnerungen an britta und jens friebe schwelgt, bei denen sie jeweils schwer aktiv war, oder an mutter, welchen sie nach wie vor unter die arme greift.

gitarrenstösse wie eine granaten-nackenmassage, "sie spielt in einer band", die stimme angelehnt, attitüde bekannt, griffig bass und stolz das schlagwerk, der punk lugt vorbei, aufgalopp im refrain, die bridge bietet ein gitarrensolo. "ihr schlagzeug brennt." alles ziemlich einfach. alles auf den punkt. mit schmackess und verve. wenn das mal nicht dasselbe ist. wiederholung ist eh immanent. seit der musikalische stechschritt begraben wurde. the sandwitches und chastity belt werfe ich mal in den ring. dich packt das eben. weil die mädels so tollkühn sind. weil die harmonie schultert: das talent und dass du so lange auf ähnliche augenblicke gewartet hast. nun ist hennings ja auch endlich in die zweite liga zurückgekehrt. wenn auch beim falschen verein.

auf die single folgt das album dann. von anfang september ist die rede, siluh records zeichnet verantwortlich. an "all tomorrow's monsters" haben sich auch größen wie schneider tm und chris von rautenkranz zumindest als studiodiener gütlich getan. 
mehr? später. oder live.

20.09.2016 – OBERHAUSEN, Druckluft
21.09.2016 – LÜNEBURG, Anna und Arthur
22.09.2016 – HAMBURG, Hafenklang
23.09.2016 – BERLIN, Ausland
29.09.2016 – KARLSRUHE – Kohi
30.09.2016 – NÜRNBERG – K4
01.10.2016 – LEIPZIG – Handstand und Moral
12.10.2016 – SCHORNDORF, Club Manufaktur
13.10.2016 – FREIBURG, Slowclub
14.10.2016 – KASSEL, Goldgrube
15.10.2016 – KÖLN, Privat
16.10.2016 – OFFENBACH, Hafen 2
11.01.2017 – MÜNCHEN, tba
12.01.2017 – REGENSBURG, Alte Mälzerei
13.01.2017 – WELS, Alter Schlachthof
14.01.2017 – ST. PÖLTEN, Vinzenz Pauli
15.01.2017 – FELDKIRCH, Graf Hugo
16.01.2017 – INNSBRUCK, Weekender
17.01.2017 – GRAZ, tba
18.01.2017 – WIEN, Rhiz

glotzt nicht so romantisch (711): wl


schön, wieder auf wl gestossen worden zu sein. über die band schrieben im juli 2013 folgende zeilen:
ein zauberhafter song ist "you're not really here", der sich da so meditativ heranschlängelt, die umgebung mustert und sich für das bleiben entscheidet. somnambuler gesang an warmsoundiger staffage, einem einsamen beat und phasen von stille. ein orgelsausen addiert sich schließlich und die produktion erhält unverhofft dichte und einen saftigen angang, der sich nicht mehr von ruhepausen irritieren lässt. die verhuschte stimme von sängerin und bassistin misty mary säumt das ambiente und nimmt auch den letzten zögerling ein. an ihrer seite der gitarrist michael yun und der drummer stevie sparks. die drei haben sich in protland zu wl formiert, kurze zeit nachdem yun und sparks, aus detroit stammend, auf mary trafen, die aus big sur herüberwehte. schnell begann man mit den aufnahmen zu ersten songs, live, direkt aufs tape und brachte im letzten jahr die single "impermanent" heraus. mittlerweile ist die erste langspielplatte im sack und wird am 16. juli unter der kennzeichnung "hold" auf prospect & refuge erscheinen. der lärmig krachenden note wurde mittlerweile der treueblick des shoegazers hinzugefügt, der gesang deutlich in den vordergrund gerückt.
mit "lights years" wird der dreier ende oktober den zweiten longplayer vorlegen. wir dürfen bereits in  die single "pink cloud" hineinhören, die deutlich macht, dass die band ihr konzept richtig ambienterer strukturen fortgesetzt hat, kleinteiliges, perkussives rhythmisieren, ein orgenweichen wie von großer hand geführt, dazu die weichen, saumseligen gesänge. ein video unterstreicht die ambitionen. demnächst mehr, wenn das album draußen ist.


Montag, August 22, 2016

ein (p)fund mp3 (536), teil 2

starten wir in die zweite runde mit diesem newcastler dreampop outfit, das die nachfolgende debütsingle "i knew you" an den start brachte, demnächst wird mehr von dem vierer mit dem schönen namen zu hören sein: seeling hands:


der dreier stammt aus london und bot kürzlich mit "away from my mind" eine schöne vorschau auf die demnächst kommende ep, die aufnahmen wurden via best laid plans herausgebracht: flying ibex:


am 09. september erscheint ihr debüt full lenght namens "some thing last longer than you" auf ofr & specialist subject, "sincere" ist die appetithappen single, die bereits im juni präsentiert wurde: doe:


der fünfer aus montclair könnte das nächste gr... , naja, die single "slop" klingt schon mal vielversprechend, mehr gibt es dann ab 11. november, wenn die ep gleichen namens auf house anxiety bzw. father/daughter erscheinen wird: forth wanderers:


ein dreier irgendwo aus der einöde hinter toronto, der mit "lamps" auf latent recordings vorlegen wird, am 23. september wird es so weit sein, bis dahin legen sie eine enthusiastisch-reduzierte nummer wie "douglas snow" vor, mal ebenso: harpacash & the morals:


mit "II" legt der schwedische singer / songwriter seine zweite von drei eps vor, daraus hören wir einen dieser einnehmend wie einfach gestrickten popsongs und nehmen uns vor, noch etwas nachzulegen, später dann: sundtrodden:

ein (p)fund mp3 (536)

feiner aufmerker der band aus atlanta, die im juli ihr debütalbum "deluxe" via trouble in mind records an den start brachte, irgendwo zwischen television und talking heads, antesten, den rest könnt Ihr via bandcamp beäugen: omni:


nicht weniger freuen kann man sich über das debüt "swell to great" dieser glasgower chamberpop-band, sie legt aber erst am 12. september auf song, by toad records vor, bereichert bis dahin aber mit diesem appetithappen unsere sinne: modern studies:


das dritte debüt in der runde, diesmal tritt ein londonder psychrock-quintett an, die aktuelle single hört auf "easy touch" und läutet den release von "entopica phenomica" auf holy beatnik records ein: bonfire nights:


ein vierer aus halifax, der sich mit einem diffizilen, doch zugänglichen sound durchsetzen will, das album "rough master" erscheint am 28. oktober auf tin angel records, wir hören schon mal rein: mauno:


noch ein wenig sommerfeeling, wenngleich gegen dieses kargen reggae mix der ernste text steht, daptone veröffentlicht "nothing more to say" am 02. september, bis dahin gibt es zumindest die single "dispute": the frightnrs:


es langt ja nicht, dass man einen renommierten mixer am start hat, infektiös wird die single "which side are you on" erst durch den aplomp der band, das teil gehört auf das debütalbum, welches am 26. august auf blct records erscheint: st. tropez:

Sonntag, August 21, 2016

neue töne (1656): rainwater


wer dem namen blake luley auf diesem blog noch nicht begegnet ist, ist entweder ein neuer leser oder ein sehr unaufmerksamer. denn der bursche tauchte an vielerlei stellen und in den verschiedensten zusammenhängen auf. musikalischen, natürlich. so verdingte sich der amerikaner eine geraume zeit in der wunderbaren band howth, über die wir vielfach berichteten. zudem ist er teil von air waves, mit denen er zuletzt auch u.a. in deutschland auf tour war. darüber hinaus betätigte sich der multiinstrumentalist unter dem moniker ajnabi als solokünstler, auch hier stiegen wir ihm mit worten nach.

mit rainwater stellt luley aktuell sein neuestes projekt vor. mit ihm gelang ihm bereits ein full lenght, das unter dem titel "swimming in sunlight" am 12. august veröffentlicht wurde. der titel präsentiert die poetische ader, die sich schon bei den ajnabi releases erkennen ließ. auch die songs auf dem neuling spiegeln das wieder. nicht zuletzt die tatsache, dass luley das projekt nach dem mädchennamen seiner mutter benannte (und unter der vorstellung, dass man seine musik ganz gut an einem regnerischen tag hören könnte, wie er meint). die lieblichkeit besticht und sie strahlt eine versöhnlichkeit aus, der man nach dem abklingen der letzten noten etwas neidisch hinterdreinlauscht. luley gibt an, dass es ihm gelungen sei, die fesseln der adoloszenz abzuwerfen und sich vom planlosen sturm und drang zu befreien. nicht dass er heute weise und vorausschauender wäre, nur trat an die stelle des selbsthasses akzeptanz und eine gewissheit für die dinge, dafür, wie sich die welt zu ihm verhalte.

die gitarre spult munter die melodie herunter, wie selbstverständlich in einer schönheit und klarheit und vertrautheit, wie nur selten gehört. etwas synthieklänge gabeln sich unter, das schlagwerk ist präsent, aber ausreichend wenig deutlich, dass es mehr unterstreicht, denn dick aufträgt. es mischt sich blakes stimme dazu, die so weich klingt, als wäre sie von imaginären winden aufgerieben und ihrer kantigkeit beraubt. doch es braucht hier keinen grat, an dem sich die harmonien brechen. tiefe ist längst gegeben. das vorgetragene liedgut schwebt in saxophonen, hall verschlagenen klängen hinfort. anziehende elektronika, die wir bereits von ajnabi kennen, umhüllen das gewerk.

wem es auf solche weise gelingt, nach einer schweren zeit wieder zu sich zu kommen, ist zu beglückwünschen. denn die liebe, die sich hier breit macht, hat universellen charakter, als könne man ihr nichts mehr anhaben. blake schließt damit einen kreis, denn sein weg führte ihn kurz nach vollendung des albums nach seattle. gemeinsam mit aviva stampfer, die auf "swimming in sunlight" für die wunderbaren backingvocals verantwortlich zeichnete, lässt er die band aus patrick curry (drums/percussion), charlie rudoy (drums), clare plunkett (cello), dane zarra (additional guitar), neil acharya (saxophone) und zubin hensler (trumpet) hinter sich, um nach neuen mitstreitern für gänzlich neue aufgaben zu suchen.

wir werden blake luley auch weiterhin begleiten, gleich in welchen zusammenhängen er auch auftauchen wird. ihm ist es stets gelungen, das innerste nach außen zu kehren, ohne bloße seelenschau zu betreiben. der ausdruck ist sein ziel, der dokumentiert und teilhabe ermöglicht. mit "swimming in sunlight", das auf furious hooves erschien, ist ihm ein popfolkloristisches kleinod gelungen, das lieder voller sehnsucht und kraft zugleich enthält.

Samstag, August 20, 2016

glotzt nicht so romantisch (710): marielle v jakobsons


die musikerin marielle v jakobsons aus oakland, die auch bei date palms angestellt ist, verwendet ein "macro-cymatic visual music instrument", welches "transforms sound into fluid motion and light" und die künstlerin in einem video vorstellt.
wir schließen mit einem weiteren video zum track "white sparks" an, der auf das neue album "star core" vorbereiten helfen soll, welches am gestrigen 19. august via thrill jockey records erschienen ist.
lasst Euch mal begeistern!

glotzt nicht so romantisch (709): the wedding present / the body / the handsome family

hier kann man sich in die stimmungen hineintragen lassen, sowohl was das video, als auch was die musik betrifft, der track "the myth arc" stammt vom aktuellen album "no one deserves happiness", welches gerade auf thrill jockey erschienen ist: the body:



wir hatten vor einiger zeit bereits auf das neunte studioalbum der (kult-) band hingewiesen, nun dürfen wir erneut den september release ("going, going...", ab 02.09. auf scopitones) unterstreichen, denn ein aktualisiertes video liegt zu "bear" vor: the wedding present:



den track "back in my day" hatten wir erst kürzlich vorgebracht, um auf das neue album "unseen" (16. september) einzustimmen, da legt das rührige ehepaar nach, nämlich mit bewegten bildern, die mehr als eindrücklich sind: the handsome family:

Freitag, August 19, 2016

neue töne (1655): jess williamson


um Euch ins bild zu bringen, bin ich mal rücksichtslos und zitiere aus einem artikel von vor gut zwei jahren, da hieß es zu jess williamson folgendermaßen:
ihre erste ep "medicine wheel / death songs" erschien 2011. es war wohl eine abrechung. sehr persönliche songs. über eine fehlgeschlagene beziehung und über die stärke der selbstbefreiung bzw. wie man sich denn aus einer so schwierigen wie misslichen lage befreien konnte. leider hatten noch nicht sehr viele hörer das vergnügen, diese ep zu hören. allen, die es aber taten,  war nach mehr. sie dürfen nun mehr als hoffen, denn am 18. januar wird das debütalbum "native state" von jess williamson auf brutal honest erscheinen (als limited first pressung, 300 hand-numbered 12” vinyl records). es dauert über sieben tracks an, verbraucht dabei nur knapp dreißig minuten und wird dennoch für sich stehen können.
zwischen diesen beiden tonträger stand eine neue, tiefe erfahrung. williamson ging nach new york, um photographie zu studieren. ihre rückkehr in die heimatstadt austin bedeutete vor allem das wieder nach innen wenden können und die möglichkeit, viel mehr zeit mit sich zu verbringen, in ruhe, ohne ablenkung. die austiner musikszene durfte zu dieser zeit noch etwas warten, bevor sich jess wieder hineinwarf. zunächst stand die berührung mit der natur und dem wesen und der natürlichen schönheit texas auf dem programm. hier kam williamson wieder zu sich, zu ihrem kern. so ist das album auch als eine art aufarbeitung, rettung, als heilung zu verstehen. ausgehend von ihrem eigenen schicksal, ihren eigenen erfahrungen werden die lieder jedoch zu universellem wissen, zu etwas teilbarem.
Ihr werdet fix wahrnehmen, was ich meine. die brillanz der williamson ist eine eigene, kein funkelnder diamant, eher eine blasse brosche, über die man immer wieder mit dem finger zu fahren gewillt ist. ihr glanz ist mittelbar, wie blitze aus der tiefe vergangenen wissens. das keckernde banjo, die koloraturen in der stimme, das fragile geflecht, in dem sich die musik bewegt.
auf das 2014er "native state" folgt nun das zweite langwerk. "heart song" erscheint am 04. november auf williamsons eigenem label brutal honest. das album wird sieben tracks enthalten, worunter sich auch das nachstehende "say it" befinden wird. es ist ein zähtrunkenes, stark bebildertes etwas, das sich und die welt nicht in ruhe lässt. die sparsamkeit von instrument und sentiment, dazu der kraftvolle gesang. es heißt, jess williamson wäre als künstlerin den nächsten schritt gegangen.
die aufnahmen entstanden in austin gemeinsam mit erik wofford (the black angels, bill callahan) in den cacophany studios. das mixing übernahm larry crane (elliott smith, sleater-kinney, cat power) in portland.

als bonus packen wir noch den 2014er "snake song" dazu, der auf punctum records im rahmen einer splitsingle mit rf shannon veröffentlicht wurde.

Donnerstag, August 18, 2016

eingestreut (974): lisa/liza


hingehauchte worte, die sich in ein soundmeer aus lieblichkeit, sinnlichkeit und anderswelt ergeben, um dort in einem zauberhaften reigen gemeinsam mit der sanft gestrichenen gitarre aufzugehen. licht entsteigt das fluidium in einem neuen aggregatzustand, der irdenen zugänglichkeit längst entflohen. liza victoria begegnet uns mit "century wood", einem ersten vorgeschmack auf ihr debütalbum, in tradition, als hielte sie fest an den vorbildern, von sibylle baier über karen dalton bis hin zu linda perhacs und viele sangeskolleginen, die die intimität nie scheuten, ohne dass sie sich gänzlich einer öffentlichkeit verweigerten. "deserts of youth" heißt das album unter moniker lisa/liza, welches ab september via orindal records zu haben ist. wer nicht so lange warten kann, dem kann abhilfe geschworen werden, in dauerschleife nutzt dieser track nicht ab. nicht weniger heilvoll müssen die anderen sechs songs daherkommen, die die junge dame aus maine in den heimischen vier wänden aufgenommen hat. vorausgegangen waren kassetten, cdrs in kleinstauflage mit kaum umfänglichen hörerradius. das wird nun anders. ganz sicher.