Montag, August 04, 2014

neue töne (1420): melted toys


die band melted toys stammt aus san francisco und beschäftigt steven harkins an der gitarre nebst mikrofon, daniel rosado ebenfalls an der klampfe und brian wakefield am bass. das die truppe veröffentlichende label underwater peoples beschreibt den dreier folgendermaßen: "the band plays lurid and mischievous pop music via synthetic tones and persistently inspiring guitar riffs." gemeinsam mit atelier ciseaux hat underwater ein tape des aktuellen albums herausgebracht, auf das wir gern aufmerksam machen wollen. die lp- ausgabe vom selbstbetitelten werk gibt es direkt über das livingstoner unternehmen. am 15. juli ist die kassette erschienen und zwar in einer limitierten auflage von 50 stück. "blush" und "observations" sind zwei ausschnitte daraus, die die ansage des labels unterstreichen helfen. ein lichter streif liegt über den wenig getriebenen. eine asienreise inspirierte u.a., der singsang, der die dörfer belebt, die stetigkeit, die ruhe und ausgeglichenheit. so wurde nicht nur der songwritingprozess, sondern auch die aufnahmen zu einem zelebrieren von demut und langmut. mit rusty santos hat zudem ein sehr begabter an der reglern gesessen. einen teil des zwölf songs umfassenden konvoluts könnt Ihr hier schon mal antesten.

Sonntag, August 03, 2014

eingestreut (679): joanne robertson


ein kleines geschenk für mich und für all jene, die es mögen wollen. und wer hat kein angedenken an "the lighter" nicht? "sie erinnert mich an die einsamen tage des frühen erwachsenenalters, da man sehnsüchtig über die dächer der stadt blickte. weit ab von allem und durchdrungen von der sucht nach nähe. in diesen zeiten entstehen ganz besondere lieder, bei manchem der leidensblues, bei anderen die aufblüher, bei joanne eine mixtur aus wehmut und optimismus. getragen von einer frei atmenden klangatmosphäre." joanne robertson arbeitet wohl an einem neuen output. die neuen songs werden im herbst auf feeding tube records erscheinen. angesichts der sparsamen größe könnte man schon vorab ins schwärmen geraten. ich bin hier raus und Ihr seid dran.

glotzt nicht so romantisch (580): the woodlands


es wiederholt sich zuweilen, dass wir uns hier selbst zitieren. aber es kommt nun mal auch nicht von ungefähr, dass wir immer wieder auf die selben bands, künstler zurückgeworfen werden. ein nahes beispiel sind the woodlands. im mai 2009 durften wir über das wunderbare duo schreiben: "nun ist es an uns die folkkunst der beiden zu hoffieren. denn das, was the woodlands abliefern, ist allerliebst. "lovely" in all seiner schönheit und vollendung, für die eine gitarre, ein glockenspiel und hannahs gesang eben langt." 2014 legen hannah und samuel nach, die single "gems and bones" ist der vorbote des gleichnamigen albums. die beiden haben sie in bewegten bildern in szene gesetzt. der song hat etwas ursimples, dabei ist er anschmiegsam, einfühlend, rührend, wunderbar.



Samstag, August 02, 2014

glotzt nicht so romantisch (579): she keeps bees


im september 2008 schrieben wir: "am 19.08., so der offizielle teil, erschien das zweite full length der band um jessica larrabee und andy laplant namens "nests". es ist eine rohe situationsaufnahme, ein gemeines machwerk zweier liebender. es ist ausdruck verschwitzter zugehörigkeit, ein zwitter aus soul und rock, aus blues und garage. weniger alleinstellungsmerkmal denn tatsächlich nur auffallend und vordergründig eingesetzt: die stimme jessicas, ein ausladendes, hyperventilierendes, agiles und fleischfressendes organ. es ist beseelt und hungrig und aggressiv und so sensibel, wie es sich geziemt, wenn man den unangenehmen dingen des lebens einen namen geben will. stolz, stärke und so was wie weisheit paaren sich hier. dazu die straff geführte e-guitar und die befeuerung durch heavydrums! dass das ganze eine akzentuierte note erhält, ist der soulnähe und der dramatischen note zu verdanken, die im auf und ab der einzelnen tracks bedeutung finden."

inoffiziell führten wir damals ein interview, das an selber stelle nachzulesen ist. nun wird das dritte album von she keeps bees erscheinen, "eight houses" ist auf den 16. september via future gods bzw. 29. september via bb*island terminiert. die erste single hört auf "is what it is" und wurde per video in szene gesetzt. ein gehaltvolles stück musik, das sich nicht mehr in bandbreits inszenieren muss, die handwerker wissen sich mehr und mehr von der inspiration treiben zu lassen. sharon van etten unterstützt das unnachgiebige duo hier. im november werden wir sie hoffentlich auch in deutschland sehen können, so viel muss in der tourplanung schon drin sein.

glotzt nicht so romantisch (578): mary lattimore & jeff zeigler


 was mary lattimore und jeff zeigler als duo auf ihrem debütalbum "slant of light" (thrill jockey) gelingt, ist schon außergewöhnlich. denn viel zeit ließen sich die beiden nicht, um musikalisch zueinander zu finden. vermutlich war der kontext, in dem die beiden ansonsten unterwegs sind, zu ähnlich, zu anspruchsvoll in sachen improvisaion und individueller ausdruck, als dass man sich in aller offenheit nicht aufeinander einlassen könnte. hier die harfenistin, die sich schon die zeit mit kurt vile, jarvis cocker, wrekmeister harmonies oder steve gunn vertrieb, dort der multiinstrumentalist, der mit chris forsyth arbeitete, mit the war on drugs, mit a sunny day in glasgow und vielen anderen mehr.

"slant of light" wurde anfang 2014, im winter aufgenommen, von zeigler in philadelphia. als gefragter toningenieur zeichnete er für releases von kurt vile, the war on drugs und anderen mehr verantwortlich. das album wird im september veröffentlicht. im dezember lieferten die beiden musiker einen livescore für den ph. garrel film "le révélatuer" auf. die performance kam so gut an, dass die beiden nach dem release damit auf tour gehen wollen.
hier die windigen auszüge, dort das dynamisch gebündelte. zwei gänzlich unterschiedliche konzepte, die sich auf vortreffliche weise ergänzen. während dem einen die konturen zu fehlen scheinen, braucht es daselbst eine ornamentierung, einen moment der verheißung. beides geben sie sich.

Freitag, August 01, 2014

neue töne (1419): vorschau the sound of bronkow music festival 2014, teil 2


alles andere als zurückhaltend hatten wir uns im juni zum diesjährigen sound of bronkow festival geäußert, klick! angesichts der qualitativen dichte kein wunder auch. insbesondere die hochkultur aus deutschen landen, in form von talking to turtles, me and oceans oder green apple sea, wollte beleuchtet sein. dass das längst nicht alles war, beweist ein blick auf das lineup des dreitätigen - 05.09. bis 07.09. - dresdner alltagflüchters.


und, um gleich wieder atem holen zu können, DIE nachricht schlechthin gleich einmal herausposaunt, als headliner konnten the felice brothers verpflichtet werden. irre, gell? hatten wir doch erst vor ein paar tagen in ausführlichkeit über deren neues erstklassiges album schwadroniert und uns dabei bei schwelgerei erwischt, als wir zurückliegender auftritte der amerikaner gedachten: "halsbrecherischer rumpelfolk, der sich an den rauen stimmen seiner protagonisten schabte, angereichert mit einer sehnsucht, die aus den catskill mountains nach der weiten welt rief und am ende doch um die schönheit und den reichtum der eigenen heimat wusste. ein hin und her gerissen sein, das in einer forcierten musik kulminiert, die dem rock 'n' roll näher steht, als irgendeinem untergeordneten genre des folks. "favorite waitress" erschien am 13.06. auf dualtone. das als fünftes eingestufte studioalbum lehnt sich an seinen vorgängern an und wirkt zugleich berechenbarer, weniger durchtrieben. was einst der manie geschuldet war, nimmt heute einen ehrbaren verlauf. was sich eindringlicher produktion entzog, wird heute auf linie gebracht, ohne deshalb geschönt oder aufgehübscht daherzukommen. vielmehr lichtet es die suche ab. die suche nach werten, die dem längst platzierten gefühl einen namen geben."
als i-tüpfelchen schreiben die veranstalter für dieses konzert nieder, dass der auftritt in kooperation mit den staatlichen kunstsammlungen dresden in der schlosskapelle des residenzschlosses stattfindet. heilige messe! das wird groß!




leider war es uns bislang nicht vergönnt heated land live zu sehen. wir wollten. was angesichts unserer rezension zu ihrem album kein wunder sein sollte, wenn das auf bühne genauso klingt, mein lieber scholli: "ein akustisch hölzener start. der beat ist roh. die stimme unzahm. gebunden zwar, aber man hört ihr die unabhängigkeit an. spätestens, wenn der backgroundgesang einstimmt ("rye fields"). aus der gedoppelten weiblichkeit dringt pathos und ego und eine menge geschichte, tradition. heated land heißt die unternehmung, die sich in die blues-, folk-, singer/songwriter-rotunde begibt. im zauber einer um sich kreisenden discolaterne, deren glimmer trübe aus den alten tagen winkt, wirkt der dreier wie aus der zeit genommen. jung und verschlissen sind aber maximal erste ideen. alle anderen flossen in das debütalbum ohne namen. "heated land" bietet eine soundoffene plattform, auf der sich ein elektrischer bass, gewogenes drumming und eine bluesharp etablieren. vermutlich haben sie anderes gewerk in die flucht geschlagen. zu unbehauen vielleicht, zu roh, zu karg das gespinst. nur fehlt nichts. die lieder funktionieren. nicht, weil sie sich mit melodischen auffälligkeiten aufhielten, nicht, weil sie mit hooks überwältigen. sie funktionieren, weil sie mit fester hand geschmiedet wurden, so dass selbst abtrünniges, loses songmaterial bei der stange gehalten wird. eine vertracktheit fällt unter humor, eine sehnsucht gerät unter die räder des sentimentregulators, blenderei gilt lediglich den eigenen augen. schraffuren als schriftersatz, miniaturen als lesezeichen, wegelagerei glücklicher momente. ein schellenkranz hüpft, das schlagwerk manipuliert in den trab, die mundharmonika meckert. manchmal ist selbst das zuviel. dann drängelt die akustische, erhält blechernen beaten beistand und den steten segen von andreas mayrock, der seinen songs seine stimme leiht. so klingt die dresdner band an mancher stelle wie schwer ausgebremste felice brothers. christoph dehne kitzelt die rhythmik, den basslauf zwingen gute freunde zwischen die ufer. mit alexandre de ligonnès (hoffen wir, es ist kein künstlername) führt ein profilierter die harp. "the more we ride on" ist ein grindiger koloss. zehn tracks, deren beflissenheit beschämt, wenn man bedenkt, was man dieser tage sonst so zu hören bekommt."




und noch einmal hiesige breiten, die sich auf dem sound of bronkow in bester manier zeigen werden, die höchste eisenbahn nämlich glänzte schon auf ganzer linie beim diesjährigen orange blossom special festival in beverungen: "weit davon entfernt, um das eigene wellenplätschern zu kreisen, legte die, durchaus angemessen so benannte, supergroup handfest los. "aliens" hatte dafür doch einen passenden start: "dann fang ich jetzt mal an, es war nicht alles so schlecht...". nicht immer wendet sich alles zum besten, wissen die texte zu erzählen. nie peinlich, oft poetisch gehaltvoll, gern mit überraschungen und mit zum schmunzeln anregenden aufmerkern ("du wolltest uns, ohne mich"). hier nimmt sich jemand nicht so ernst, dafür das leben umso mehr. und ausgestattet mit einer beobachtungsgabe, die dem großen wie dem kleinen beachtung schenkt. musikalisch aufbereitet mit notwendigem schmiss an der einen stelle, elegischer handbreite an der anderen. dafür sorgten francesco wilking, der zumeist hinter das keyboard geklemmt saß, moritz krämer, mit der gitarre bewaffnet, begleitet von max schröder am schlagzeug und felix weigt. ihr gemeinsames tun ist exzellent. so wenig spektakulär und doch immer wieder nah am hörer.", hieß es damals bei uns. da braucht es der worte nicht mehr.



resümiert man das bisherige (!) lineup, ich führe mal an dieser stelle noch jene auf, die wir nicht näher beleuchteten: the slow show (uk), jan roth (d), lestat vermon (d), vena portae (uk/s), warm graves (d), arc iris (us), vin blanc/white wine (us), the marble man (d), hello piedpiper (d), waelder (at), peter j. birch (pl),  beaty heart (uk), kippt man vor lauter anspannung und vorfreude aus den latschen. im ersten post zum sob genannten festival in dresden hatten wir alle wichtigen informationen zu tickets und anfahrt etc. an präsenter stelle dargeboten, bitte nachschauen, klick, oder zum selben zwecke die webseite der macher nutzen.

Donnerstag, Juli 31, 2014

eingestreut (678): konzerte münchen august


die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)

01.08. express brass band u.a., atomic cafe (soundbsp.) 
01.08. colours of rio special, unterfahrt 
01.08. napalm death, backstage halle
01.08. weiherer u.a., free and easy festival
02.08. colours of rio special (munich summer jazz week), unterfahrt
02.08. mad sins / the brains u.a., free and easy festival
03.08. the intersphere u.a., backstage halle
04.08. agnostic front u.a., backstage werk
05.08. insanity/hatebreed u.a., backstage werk
05.08. - 09.08. mingus in wonderland, unterfahrt
06.08. blockflöte des todes u.a., free and easy festival
06.08. the marble man/impala ray u.a., backstage club
06.08. cris cosmo & band u.a., backstage halle
06.08. dog eat dog u.a., backstage werk
06.08. the tidal sleep / akela, free and easy festival
07.08. sick of it all u.a., backstage werk
08.08. fatan mojah & band, free and easy festival
09.08. zsk u.a., free and easy festival
09.08. joe ginsberg u.a., free and easy festival
09.08. deepbblues festival, ampere
11.08. black lips, strom
11.08. sharon van etten, hauskonzerte.com (soundbsp.)  
12.08. first day of aries, glockenbachwerkstatt
14.08. blacklist royals, strom
14.08. finn nelé, glockenbachwerkstatt
15.08. le fabrique, glockenbachwerkstatt
16.08. triska u.a., theatron
17.08. ardhi engl & geoff goodman u.a., theatron
18.08. the moonband u.a., theatron
19.08. sarah sophie u.a., theatron
21.08. g.rag / zelig-implosion u.a., theatron
22.08. the tonecooks u.a., theatron
23.08. luko u.a., theatron
26.08. henning sieverts, unterfahrt
28.08. ryan mcgarvey, backstage club
28.08. habitats, atomic cafe (soundbsp.)
28.08. driving mrs. satan, cafe muffathalle
29.08. paul orwell & the night falls, atomic cafe
29.08. capitan tifus, ampere
29.08. stereo express, rote sonne
29.08. bad rabbits, backstage club
29.08. blumfeld, theaterfabrik

Mittwoch, Juli 30, 2014

eingestreut (677): horse feathers


im märz hatten wir noch auf einen kill rock stars release namens "krs achives, volume 1" hingewiesen, auf dem sich auch horse feathers wiederfinden durften. natürlich, gilt doch die portlander band um justin ringle nicht zuletzt als eines der zugpferde des indielabels aus olympia. nun dürfen sie sich aber bald auch in gänze ausbreiten.
"so it is with us" heißt die neue, zehn tracks umfassende veröffentlichung, aus der wir den opener vorstellen können. "violently wild" und die all die anderen songs sind ausdruck einer neuen leichtigkeit und läuteten wohl das ende einer zeit voller selbstzweifel des songwriters und bandkopfs ringle ein. erscheinungstermin ist der 21. oktober.

Dienstag, Juli 29, 2014

eingestreut (676): lucas o'connell


 für musik brauchts in der regel nicht viel. also, sie zu konsumieren. irgendwie dockt irgendwo etwas an, stellt eine weiche, verbindet sich und hält diese verschränkung aufrecht. lucas o'connell braucht man nicht zu kennen, muss nicht viel über seinen hintergrund wissen, erreichen wird er einen so oder so. seine knarzige, verwitterte stimme schrammt mal über der akustischen, dann wieder über der elektrischen gitarre. vor der verzweiflung kommt die not, vor der not die möglichkeit, sie in worte zu fassen. "wet moccasin moondance" ist sein viertes album. aufgenommen hat er es in seinem eigenen studio in edmonton und stellt es in größtmöglicher gelassenheit vor. mitte juli ist es erschienen und kann in erster linie über bandcamp genossen werden.
einen älteren track pack ich Euch noch mit in den post.

Montag, Juli 28, 2014

ein (p)fund mp3 (476), teil 2

aus winchester stammend, präsentiert uns dieser dreier aufgeregtes, "round and round" ist ein neuer track, das debütalbum wird ende oktober erscheinen, vorab gibt es mitte august eine neue single: wild smiles:


noiserock aus holland, mit "if you scream like that, your monkey won't come" legen unsere nachbarn auf 300 stück limitiertes vinyl vor, erscheinen mitte juni auf subroutine records, einen kleinen ausschnitt präsentieren wir: space siren:


schieben wir etwas ruhigeres nach, ebenfalls im juni, um genau zu sein am 23. juni, erschien mit "somewhere to go" die 7" ep des ehemaligen ein frau projektes, bis hannahh botting eine band daraus machte, auf fika recordings: owl & mouse:


die band stammt aus dem nordosten englands, setzt auf synth pop und wird von einer frau angeführt, deren stimme macht (vielleicht) auch den unterschied, auf edils recordings erscheint im september die debüt ep: fractions:


die lieblinge dieser runde stammen aus austin, texas, sie haben in und um ihrer heimatstadt herum einiges bespielen dürfen, wurden nun von punctum records gesignt und veröffentlichen dort ihr debütalbum "this is not a bedroom" am 23. september: alex napping:

ein (p)fund mp3 (476)

die split mit trust fund wird erst im september erscheinen, und zwar auf reeks of effort und happy happy birthday to me, vorab dürfen wir aber in einen ersten track hören, und dass das lohnt, sei hiermit versprochen: joanna gruesome:


der vierer stammt aus london und veröffentlicht am 22. august seine debüt ep namens "childhood home", sehr gediegen das ganze, hervorzuheben sind vor allem die harmoniegesänge und das offene zusammenspiel, kann man nur glück wünschen: the healing:


die beiden haben wir ein ums andere mal gefeatured, nun wird in bälde ein neues album erscheinen, mit "gems and bones" legen sie derweil (am 24. juli erschienen) eine erste single daraus vor, wir danken und geben artig an Euch weiter: the woodlands:


mit "old soul "präsentiert uns hearts & plugs seinen neuen künstler, der gerade erst seine debüt langspielplatte "face in the cloud" veröffentlichte, und die dazugehörige zweite single: michael flynn:


aus philadelphia stammend überrascht diese band mit seinem debüt weniger als es erfreut, am 27. august auf surreal soundworks, vorab sind irgendwo noch ein video und songs abzugreifen, aufmerksam sein: palm ghosts:

Sonntag, Juli 27, 2014

neue töne (1418): fire island pines


der august ist nahe und damit auch die pines party, eine legendäre tanzparty, die im august auf fire island pines stattfindet, einem weiler in der gemeinde brookhaven in suffolk county, new york. das von homosexuellen eroberte gebiet wurde zum bandnamen eine truppe erkoren, die aus anton, andy, ben, seamus und simon besteht, aus wadebridge, cornwall stammt und auf art is hard records, auf manic pop! records, auf vulpiano records veröffentlicht hat, um nun auf firestation records, ja , dem berliner label, ihr debüt zu veröffentlichen.

"true grit" heißt es und enthält zehn beachtenswerte tracks. offensiv ihren heroen the smiths oder felt nacheifernd, sucht die seit 2010 bestehende band nach einem sound, der sich aus c86, new wave und weiteren popabstinenten mixen ließe. etwas trompetensucht, eine verbindlichkeit herstellend, drumming, dem der wumms fehlt, das aber zu dirigieren weiß, ein gesang, dem die unaufgeregtheit wie der blondine die mähne steht, gitarren, die ihren läufen nachgieren, als würden sie ihnen im nächsten moment nicht mehr gelingen wollen.

sophisticated, aber ohne ignorante, arrogante attitüde. dafür ist das sprungbrett zu stabil, als dass man auf dem wenig formbaren holz pirouetten drehen könnte. es gelingen allemal die arschbomben. doch wenn stiffelig die trommelstöcke agieren, das blechblasinstrument aus dem background schlieren ziehend melodiert und nach für nach die gitarren anlauf nehmen, dann fallen welten und neue entstehen und klarheit gewinnt die oberhand. rätsel sind gelöst. türen aufgebrochen.

eine gleichgültigkeit liegt über dem tonträger, ohne von entsagung sprechen zu wollen, ohne sich der verantwortung entziehen zu wollen. es ist ein depressiver moment, in dem die agitation versagt wird. ein zustand der bewegung in der bewegungslosigkeit. mancher würde es schönheit, die in sich ruht, nennen. aber das manische ist dennoch irgendwo versteckt, vielleicht weil es sich als kleines schweißtuch aus der hinteren hosentasche ziehen ließe. als zeichen. wie im sommer. auf fire island pines.

"true grit" ist am 25. juli auf firestation erschienen.



Samstag, Juli 26, 2014

eingestreut (675): rambutan


mit "inverted summer" begegnen wir eric hardiman, den man u.a. von century plants oder burnt hills kennen könnte, der sein full length debüt vorlegt. veröffentlicht hat fabrica und gibt das ganze als vinyl heraus, auf 300 stück limitiert, mit downloadcode versehen. der release erschien im letzten jahr und wurde von james plotkin gemastert. hardiman alias rambutan bringt man mit den verschiedensten stilen in verbindung, von noise über dub bis psych, von drone über minimalismus zu musique concrete. im vorliegenden fall berauscht er mit samples, scheinbar direkt aus der natur gesogen, passagen perkussiven seins, mit einem abdriften in entlegene klanglandschaften, mit unkonzentriertheiten, mit wenig konkretem, fassbarem. die schlüssigkeit ergibt sich erst, wenn sich der hörer gehen lässt, die töne für berufen befindet, sich bei ihm einzunisten und sie kleinen helferlein gleich arbeiten zu lassen. die dichte atmosphäre ist schweratmig, die konstruke derivat und schier uneinnehmbar. im verlauf immer griffig werdend, fließend gar, als würde sich die strukturen aufgelöst haben, um in einem delta zu enden. der aus den usa stammende musiker hat auf zig verschiedenen klein- und kleinstlabels veröffentlicht. sicher ein vergnügen, ihm hinterher zu jagen.

Freitag, Juli 25, 2014

eingestreut (674): frontier ruckus


photo by john hanson

frontier ruckus zählen eindeutig zu meinen lieblingsbands jüngeren datums. die verbandelung geht ganz tief. manche lieder sind teil meiner dna geworden, so als wäre ich ursprung ihrer selbst. nicht anders herum. nun schickt sich der vierer aus michigan an nachzulegen. die band um matthew milia, also mit david jones, zachary nichols und anna burch, wird mit "sitcom afterlife" ihren vierten longplayer (nach "the orion songbook" 2008, "deadmalls & nightfalls 2010 und "eternity of dimming" 2013 vorlegen, ab 11. november darf man mit dem release rechnen. "sad modernity" ist die erste single daraus und sie geht lieblich- schmerzhaft, gewohnt, ins ohr.

Donnerstag, Juli 24, 2014

neue töne (1417): the felice brothers


ich werde nicht vergessen, wie die verrückten jungs vor zig jahren noch von der studiobühne des bayerischen rundfunks nach den mädels schmachteten und sie mit blicken vernaschten. minuten später rannten sie den kurzberockten hinterher, ihr schallendes lachen fetzte in die noch etwas steife atmosphäre des bavarian open. das war 2007, vier jahre später hieß es zum münchner auftritt: "da schreddert mal ein elektronischer beat durchs soundbild, ein theremin küsst die von weite gezeichneten klangkumpane, doch im vordergrund steht eine geschlossene gemeinschaft aus exaktem wie leidenschaftlichem drumming (dave turbeville!), fliessendem bass (christmas clapton), akzente setzendem fiddleling (greg farley) und dem gesang von ian und james, die daneben das frontpferd e-gitarre sowie das aufgeregt klingende piano bedienen." und weiter: "so schießen sie sich durch eine setlist, die zunächst vor allem songs des 2011er albums rekrutiert, sieben der elf tracks auf "celebration, florida" finden auch in diesem programm verwendung. doch auch "mix tip" aus 2010 erhält berücksichtigung, "white limo" erklingt schmissig und genauso rumpelig und so gegen den strich gebürstet wie die highlights "run chicken run", die gassenhauer nummer gerät zu einem wohligen schunkler mit knallrefrain, oder das träge "ponzi", zelebriert wie es radaubrüder nun mal herholzen. so werden denn auch "take this bread" oder die zweite zugabe "whiskey in my whiskey" mehr gebrüllt denn gesungen."

offiziell, inoffiziell. selten hat mich bei einer band weniger gestört, in welcher reihenfolge und zu welchem zeitpunkt alben erschienen. the felice brothers haben in ihrer anwährenden karriere ein ums andere scheibchen an den mann gebracht, das in einem kleinen kartonschuber daherkam und das die von einer plattenfirma geförderten releases locker auszustechen vermochte. halsbrecherischer rumpelfolk, der sich an den rauen stimmen seiner protagonisten schabte, angereichert mit einer sehnsucht, die aus den catskill mountains nach der weiten welt rief und am ende doch um die schönheit und den reichtum der eigenen heimat wusste. ein hin und her gerissen sein, das in einer forcierten musik kulminiert, die dem rock 'n' roll näher steht, als irgendeinem untergeordneten genre des folks. "favorite waitress" erschien am 13.06. auf dualtone. das als fünftes eingestufte studioalbum lehnt sich an seinen vorgängern an und wirkt zugleich berechenbarer, weniger durchtrieben. was einst der manie geschuldet war, nimmt heute einen ehrbaren verlauf. was sich eindringlicher produktion entzog, wird heute auf linie gebracht, ohne deshalb geschönt oder aufgehübscht daherzukommen. vielmehr lichtet es die suche ab. die suche nach werten, die dem längst platzierten gefühl einen namen geben.

 "bird on broken wing" etwa startet mit ein wenig hundegebell und einer wurmstichigen akustikgitarre, ihre schraffuren werden durch ein amtliches drumming potenziert, dazu jene knarzig-mutwillig stimme, die den felice bruder auszeichnet. etwas schellenkranz, ein verlegenes banjo, fidel und fertig ist der lack, an dem dein herz hängt, scheitert und neuen anlauf nimmt. wenn am ende der sänger mitten unterm tönen lacht, lachst du verlegen mit und bellst später mit den hunden den mond an. oder "cherry licorice", schiefer hat selten ein the felice brothers song begonnen, angesteuert durch eine blecherne sechssaitige, befeuert durch verwegenes schlagwerk, der rhythmus steht, der rest folgt. unaufgeräumt, euphorisch, verwegen und verrückt.

der blick auf die kleinen dinge, auf die bewegten momente obliegt dieser band. nicht von ungefähr, dass eine kellnerin in uniform in den fokus genommen wurde. nicht von ungefähr, dass das cover eine stilisierte szene aus twin peaks ziert. nicht von ungefähr, dass dem gefühl einer lebenslangen sehnsucht auf dem backcover ausdruck verliehen wurde. warum? schaut doch drauf!

tracklist: 1. bird on broken wing 2. cherry licorice 3. meadow of a dream 4. lion 5. saturday night 6. constituents 7. hawthorne 8. katie cruel 9. no trouble 10. alien 11. chinatown 12. woman next door 13. silver in the shadow



05. September - Dresden, Sound Of Brankow Festival
08. November - Rolling Stone Weekender
09. November - Berlin, Bi Nuu
10. November - Köln, Luxor
11. November - München, Strom
12. November - Zürich, Bogen F
15. November - Offenbach, Hafen 2 (Wild Youth Festival)

Mittwoch, Juli 23, 2014

neue töne (1416): deadwood floats


das sextett, bestehend aus adam schutz, drew williams, katie kramer, tommy williams, luke fleeman und joel arter, stammt aus ohio und nennt sich deadwood floats. ihre lieder sind anmutige dinger, die ganz samten daherschleichen, pfötchentreu sich geben, um alsbald in dynamik zu agieren. gern blümerant und verliebt nach rechts und links schielend, gern mit melancholischem einschlag, gern mit hooks und harmonieschleifchen. am 04. juni hat die junge truppe "three years" veröffentlicht, einen zwölftracker, der songs enthält, die teilweise bald drei jahre alt sind und somit eine sammlung darstellen, die auch die entwicklung dieser truppe nachzeichnet. am ehesten erinnern mich deadwood floats noch an golden kanine, ähnlich wie bei den nordländern stehen akustische elemente im mittelpunkt, die sich, stets ausbruchsbereit, in gemeinsamer rage zu etwas fulminantem verbinden wollen. nicht zu vergessen ist allerdings bei den amerikanern der konsequente einsatz von mann-frau-gesängen, was sie widerum in die nähe der münchner the moonband bringt, auch hier sind starke parallelen zu sehen. es obsiegt der (chamber-) folkloristische gedanke, der sich jedoch immer wieder dem pop, dem rock gegenüber sieht. lieder bleiben, die einen bogen spannen von der ballade über die weise bis zum aufgeregten stomp.
das reife zusammenspiel kommt im übrigens nicht von ungefähr. seit mehr als acht jahren trifft man sich schon auf den bühnen columbus, da man in der dortigen szene in unterschiedlichsten bands mitglied war.  dass aus einer zweimannidee bald eine sechs köpfe umfassende band wurde, die nicht mehr nur campusräume bediente, sondern ausgewachsene location in ohios hauptstadt beschallte, ist adam und drew zu verdanken, die die gründungsurkunde abstempeln ließen. viel spaß mit ihnen!

Dienstag, Juli 22, 2014

neue töne (1415): jonathan vassar


photo by pj sykes


in sachen jonathan vassar fiel mir vor jahren dieses ein: "über triple stamp records bin ich nur mal wieder durch zufall gestolpert, kein besonderes ansinnen, eher oberflächliches glotzen. und wie es der teufel will, steht gerade "the sky and country" in der promotion und fällt auf dank seines covers, seiner bestimmung. dem nachzeichnen, wie eine reihe von landschaftsbildern, songs, die sich als visionen andingen, um elementare prozesse, natürliche begebenheiten zu beschreiben oder abbild dafür zu sein. es ist das zweite album von jonathan vassar & the speckled bird und unterstreicht die passion des songwriters, wie auch schon auf dem erstling "signs and wonders" für einen dunklen sound, für pathos und für eine musik, die sich durch alles andere als durch aufregung verdient macht. richmond ist die heimat. die musik ist geerdet, akustisch angesetzt und mittels festem gesang zum kochen gebracht. doch überschwappen wird es nicht, die emotionen sind auf herrische weise gezügelt. verfolgt man vassar und co. durch die jahre, zurückblickend ist bis zum jahr 2003 musik von ihnen zu entdecken, so fällt auf, dass der sämige sound bestand hat. viel wert wird auf präzises spiel und klaren ausdruck gelegt. das gelingt beeindruckend. "the sky and country" wurde von joashua quarles produziert, der sich auch als musiker auszuzeichnen wusste. leider gab es bis dato noch keinen frei verfügbaren track, dafür hänge ich Euch aber ein paar ältere, sehr hörenswerte cuts mit an, die einen prima blick auf die musik von jonathan vassar & the speckled bird geben sollten. anbei die tracklist, vielleicht läuft Euch ja demnächst eine erste offenbarung aus diesem werk über den weg."

"blue hearts" heißt nun die neue ep, die vassar in solomanier an den start bringt. der 14. juli war abgabetermin dafür. neben jonathan vassar, der für vocals, guitar, harmonica, accordion verantwortlich zeichnete, agierten curtis wayne patton (pedal steel) und grant hunnicutt (vocals) im dunstkreis dieses kleinods. das albumcover von leslie higgins spiegelt die aufgeräumte stimmung wieder. ganz unmittelbar wird der hörer zeuge einer ernsthaften und zukunftsträchtigen liebesbekundung. zu einem landstrich, zu heimat im allgemeinen und im besonderen, ohne damit patriotische gefühle verbinden zu müssen. wenn dazu die pedal jammert, fehlen für momente die worte. hervorzuheben der mundhobel und die weiche stimme vassars, die sich im fahlen glanz des augenblicks abwechseln. musik, die überdauern wird, die sich in dieser art vielfach finden lässt, die aber wenn man von ihr erwischt wurde, nicht mehr auslässt.


Montag, Juli 21, 2014

eingestreut (673): folk im park 2014


es ist nicht einfach nur ein 'alle jahre wieder'. nicht gerecht würde diese leier einem festival werden, in das mehr als nur herzblut gesteckt wird. neben persönlichem engagement offeriert das nürnberger folk im park vor allem ein gespür für ein genre, das lange schon ausgelutscht schien, dem die ideen ausgehen würden, das gemein hin als tot galt. bands wie fleet foxes, the felice brothers, auch mumford and sons, ja, belebten den mit unsäglichen motiven behafteten stil, erfanden ihn zum teil neu, vor allem aber brachten sie ihn wieder in ehrbare erinnerung. rund um diese erfolgreichen kapellen entwickelten sich die kleinen parzellen weiter, in denen genreableger hausten, ob nun in free-, weird, contempary-, pop- oder welcher art folk auch immer. der spielarten viele finden sie sich auf den bühnen des landes und darüber hinaus wieder und geben eindrucksvoll kunde davon, was das herz bewegt.


aus der vielfalt jene heauszupicken, die in das wunderbare rund des marienbergparks zu nürnberg passen, ist nicht nur herausforderung für die kooperative, die für die veranstaltung verantwortlich zeichnet, sondern stets mit sicherer hand ausgeübtes vergnügen. wer, wie im letzten jahr geschehen, eine band wie woods an den start bringt, hat sowieso bonus für mindestens ein jahrzehnt.

heuer schaut das lineup so aus:

dan crolls stimme ist ein geschenk der gnade. sie ist mit samt belegt, gülden das fundament, für die großen momente gemacht, da sein gesang zwischen die reihen schleicht und lücken schließt. er stammt aus liverpool, bringt seine band, die heimische tradition außerordentlichen songwritings genauso mit wie ein gefühl für genreimmanente lesarten.

großes sentiment strahlen dancing years  aus leeds in alle richtungen aus, handfest wird es sein und lichtern zugleich, als wüsste man mehr, als man zu beschreiben in der lage ist. als würde man immer wieder von den eigenen gefühlen übermannt. innehalten gehört dabei zum musikalischen ausdruck wie das überbordende des  kollektiven ausbruchs.

zu sehen sein wird auch jonas alaska aus norwegen, der vermutlich, sollte es sehr heiß werden, sein mit bloßer haut überspanntes brustbein präsentieren wird. der dürre kerl zeigt es auf promofotos in einer pose aus arroganz, distanziertheit und juvenilem übermut. dass er aber wesentlich mehr drauf hat, beweisen aufnahmen, beweist sein songwriterisches talent, das handwerkliche können an der gitarre und die ganz persönliche ausdrucksstärke.

mit "sunday '91" legt die junge britin annie eve ihr debütalbum vor, am 11. august. vorher wird sie in nürnberg sicher einige songs daraus spielen. die leicht verkapselte stimme zwingt zur erdung, alles andere drängt ins schmachtend sehnsüchtige. die sonne wird über ihr prangen und das haupt mit licht umspielen, wird wärme spenden und sicherheit vermitteln.

boss hoss support und zugleich für folk im park engagiert. geht das? ja, geht. frieder graef hat dafür armin donderer (bass), frank schwab (schlagzeug) und jakob giese (gitarre) ins boot geholt. und frieder kann, echt, nicht nur grimmig gucken!

james canty wird für die spektakulären momente sorgen, da bin ich sicher. er ist einer der nicht nur optisch in erinnerung bleiben wird. seine folkversion ist so schon eher ein querlieger.



und hier noch ein paar nicht ganz unwesentliche infos zum fest:

sonntag, 27.juli 2014 
marienbergpark nürnberg

Die Folk im Park-Tickets kosten im Vorverkauf 20,- Euro zzgl. Gebühren. Die Tickets gibt's an allen bekannten Vorverkaufsstellen über die Anbieter RESERVIX und CTS / Eventim. Kinder bis einschließlich 14 Jahren haben freien Eintritt!

Auf dem Weg zu einer Institution!

Sonntag, Juli 20, 2014

glotzt nicht so romantisch (577): the tallest tree


sie stammen aus dundas in kanada und bestehen vornehmlich aus dawn larsh und armando vega, die so eng miteinander verbandelt sind, dass sie sich glatt heirateten. dass dies eine ganz muntere verbindung ist, lässt sich leicht aus dem nachfolgenden video herauslesen, das zugleich ihre erste single präsentiert. wir springen auf den zug der von the tallest tree begeisterten gerne auf. denn der track hat was, hat was. da darf gern mehr kommen, das so hookverliebt, läufig knartschig, adoloscent und lässig selbstverliebt klingt.



Samstag, Juli 19, 2014

neue töne (1414): rachael dadd


der einträge (u.a. 1 und 2) zu rachael dadd gibt es im klienicum einige, aus denen ich halbwegs wahllos zitieren möchte:
das fünf tracks umfassende teil ist ein wunderbares ding. es ist luftig und rein und schwingt wunderschön auf der traumhaften stimme dadds. denn sie ist besonders. sie kann so profan klingen, als träfest du die nachbarin beim bäcker und sie erzählt dir mit belegter stimme vom vorvergangenen abend. und dann schwingt sie sich auf und tippt die höhen an wie keine zweite. und dein herz beginnt sich zu regen und der bewegung liegen liebe und tiefste zuneigung inne.
lediglich begleitet von gitarre oder banjo breitet rachael dadd vor uns aus, was sie bewegt. phantastisch oder gemein, auf den grund gegangen wird allem. es ist ein zauber, ihren melodienfäden zu folgen, den kleinen verdrehern, den versponnenen ideen. die dame aus bristol hat bereits einige kleine scheibchen auf dem kerbholz vermerken können. folgt ihr! folgt ihr!
rachael betont, dass die songs auf der a- seite entstanden, als sie schwanger war, die auf der rückseite geschrieben wurden, als sie bereits junge mutter von shuki war, ihrem drei monate alten baby. meist schlief er wohl oder schwang in der schaukel vom türrahmen herab. zuweilen hört man ihn auf den aufnahmen atmen. brav.
immer das besondere im blick oder in den gehörgang zu befördern, damit muss man bei rachael wohl rechnen. mit "we resonate" wird ende september ein neues album auf talitres erscheinen, in welches wir nun erstmals hineinhören können. zwei jahre hat die britin am album gearbeitet und suchte sich dabei eine nische irgendwo zwischen folk und pop und experimentellen anteilen. polyrhythmen würden das werk beleben, genutzt wurden xylophon, klarinette, schreibmaschine, steeldrums und erneut auch der herzschlag des kleinen nachkommen. steve reich, tune yards und der japanische underground sind wesentliche einflüsse gewesen.
helfer in dieser zeit waren der laura marling musiker marcus hamblet, aber auch ichi, alessi laurent-marke, rozi plain, emma gatrill und thomas heather von woodpecker williams. die vorfreude ist hier groß, bei Euch sicher ebenso!