Mittwoch, Oktober 08, 2008

neue töne (431): gregory and the hawk

bitte vorstellen! die jungs von fatcat records sitzen in der kneipe und kippen einen. eine band spielt auf, eine junge dame singt dazu und die herren sind geplättet. einen monat später begannen die arbeiten zum (fatcat debut-) album von gregory and the hawk.
meredith godreau heißt die dame hinter dem projekt. sie überraschte die labeljungs nicht nur mit ihrer stimme, sondern ebenso mit ihrem ehrgeiz. der trieb sie zum verkauf von 15000 kopien ihrer in selbstregie und kleinauflage herausgebrachten cdrs (u.a. "boats and birds ep", "in your dreams" album), zur gestaltung von siebzehn seiten mit verschiedenen artworks für ihre cover und grandiosen soloauftritten.
die songs der new yorkerin funktionieren allesamt akustisch. die band (konstante mike mcguire), die sie immer wieder um sich schart, bleibt im hintergrund. die stimme ist klar und offen wie ein aufgeschlagenes buch. kein versteckspiel, emotionen sind ablesbar. die lieder sind zeitlos schön und immer wieder für überraschungen gut.
gregory and the hawk - grey weather
gregory and the hawk - voice like a bell

Dienstag, Oktober 07, 2008

zu gehör getragen (83)

rose kemp - unholy majesty (2008)
> diese unlautere werk gehört in den adelsstand der unbelehrbaren, ein kracher, beleber & entzücker, 4/5

liz durrett - outside our gates (2008)
> ein stilles meisterwerk songwriterischer brillanz, vermutlich wird es so wenig wahrgenommen werden wie einst samara lubelski, schwester im geiste, 4-4,5/5

hobotalk - alone again or (2008)
> holprig, pilley und co. stolpern durch ein werk voller ideen, die niemand vom boden aufgeklaubt hat, 2,5-3/5

peter broderick - home (2008)
> lodernde sparflamme, wunderbar, 4/5

neue töne (430): seb roberts

den letzten svc release möchte ich nicht verheimlichen. nach vier jahren arbeit hat dieser tolle laden dicht gemacht. seb roberts legt dazu noch "exit strategy" vor. sein schmutziger, hookbeladener rock ist genau der richtige stoff, um in meinen urlaub zu rauschen. roberts ist so einer dieser unruhestifter, Ihr kennt die, immer und überall trifft man sie, zu allem haben sie eine meinung. der hier ist aber von der guten sorte. in mehr als neun bands hat er bereits gespielt (hoffentlich erscheinen nicht irgendwann die ganzen namen wie bei fußballern in klammern), unzählige selfreleases dabei unter die menschen gebracht und versucht gemeinsam mit den japanern von no berühmt zu werden.
so, nun hört beim braven seb rein und kauft tonträger bei svc, einem tollen label, das aufgrund mangelnden absatzes einen schuh macht (es gibt u.a. the harvey girls, schuman the human, mike seed, victor scott...).
Seb Roberts - Man-Whore, Fashion Hag, And Former Neighbour
Seb Roberts - US Out Of NY

Montag, Oktober 06, 2008

ein (p)fund mp3 (141): bo'weavil recordings

den wochenauftakt gilt es etwas erquicklicher zu gestalten, für mich, für dich, für alle. auf bo'weavil recordings komme ich immer wieder mal, denn feinste folkmusik wollen meine ohren. und heute ist so ein tag, an dem man dort angebotene songs hier zur verfügung stellen kann, um sich dort wieder rückzuversichern und einkaufen zu gehen. also, bitte.
und somit sei gleich einmal an josephine fosters jüngsten (08er) output erinnert "this coming gladness", bestückt mit zehn zeitlosen, introvertierten, überaus spannenden neulingen:
n.e.w. sind steve noble, john edwards und alex ward, auf "deadeye tricksters" experimentieren und improvisieren sie wie die weltmeister, mehr als nur interessant (gitarre, bass, drums):
mit "bonn ist supreme" gibt es außerdem von einer bis dato unveröffentlichten liveaufnahme des ausnahmegitarristen robbie basho zu berichten, zehn tracks, die in mehr als akzeptabler qualität vorliegen:
"his approach to recording and compositional process contains a subtle and unassuming experimentation, at times including collaged fragments, field recordings, processing, en-plein-air recordings, and cut-and-paste", so schreibt das label über den gitarristen c joynes, der mit "god feeds the ravens" seinen ersten release auf bo'weavil vorlegt:

neue töne (429): matinée records

keine mondschein- matinèe, sondern besonders schöne nachrichten vom lieblingslabel aller twees und popper! im newesletter heißt es so:
+ matcd047: preorder `Eventyr' from Would-Be-Goods RIGHT NOW!
+ matcd048: preorder `Doubleplusgood' from Bubblegum Lemonade RIGHT NOW!
+ matcd049: preorder `First Frost' from The Lucksmiths RIGHT NOW!
+ matcd051: preorder `Speak Up' from The Guild League RIGHT NOW!
das fünfte album der londoner would-be-goods steht an, "eventyr" getauft, erscheint es am 28. oktober und enthält lauter neue songs.
mit zwölf neuen tracks treten bubblegum lemonade an, sie präsentieren "doubleplusgood", ihr debutalbum ab 04. november.
die größte verbreiten sicher the lucksmiths mit "first frost", dem ersten album nach "warmer corners". das werk erscheint ebenfalls ab 04. november und ist eine kollaboration mit fortuna pop und lost and lonesome recording company.
das dritte album von the guild league komplettiert den tollen vierer. "speak up" erscheint am 12. oktober und wird ebenfalls ausschließlich neues material bereithalten.
in die neuen alben kann man u.a. hier reinhören, das label stellt jeweils vier tracks der neuveröffentlichungen zur verfügung.

Sonntag, Oktober 05, 2008

neue töne (428): headless heroes

der sonntagabendversüsser, hoffe ich. alela diane hatte zwar die letzten deutschlandkonzerte verlegen müssen, aber das projekt headless heroes war von der zwischenzeitlich schwachen konstitution der songwriterin nicht beeinflusst.
es wird gemunkelt, dass unter eben jenem moniker ein album erscheinen wird. mit dabei sind bei diesem studioprojekt u.a. josh klinghoffer, joey waronker, woodrow jackson III, gus seyffert, leo abrahams. produziert wurde das werk, welches den titel "the silence of love" tragen und hauptsächlich cover enthalten soll von hugo nicolson. erscheinen wird es schließlich am 08.11. auf names records und fargo. in den staaten wird man sich bis mai 09 gedulden müssen. hier zeichnet headless heroes records verantwortlich. ganz schön mysteriös das ganze, zumal die website ins nirvana führt. cover soll es übrigens u.a. von johnston, jesus & mary chain oder i am kloot geben. es wird immer abstruser, oder? zum glück führt die myspace seite nicht in die irre und gibt ein paar antworten:
headless heroes - true love will find you in the end

neue töne (427): melpo mene

mit melpo mene hätte man sich auch schon mal beschäftigen dürfen. nicht nur, weil der bursche schon einiges auf den weg gebracht hat, nein, weil sich auch einige bekannte bereits auf dessen musik stürzten. wenigstens in obacht- stellung hätte ich mich bringen können. die würde so aussehen, dass ich, wenn ich 'melpo mene' und 'klienicum' in die suchmaschine eingebe, irgendein resultat erzielte, das auf den blog und seine machenschaften verwiese. gedacht, getan, schließlich kann man nach fast zwei jahren bloggerei nicht wissen, was man alles zu papier gebracht hat.
das ergebnis ist gleich null. witzigerweise taucht " i adore you" von melpo mene auf dem aktuellen eardrums- sampler auf, dem teil drei der aus vieren bestehen herbstkollektion. dazu später mehr.
"i adore you" vom aktuellen album "bring the lions out" (imperial recordings), singleauskopplung und erster wirklich großer wurf des jungen schweden, wird von einer luxusautomarke für werbezwecke verwendet. so kanns gehen. erik mattiason, so der bürgerliche name des jungen mannes, der sich wohl mit seinem künstlername auf höhere weihen vorbereitet, denn melpo mene = die singende, greift also nach den sternen.
die musik ist frei schwebend, zur akustikgitarre vorgetragene befriedete lebendigkeit, oft liebeslieder, die sich nicht durchs knopfloch schleichen müssen, sondern direkt ins herz treffen. vergleiche mit nick drake lassen mich ratlos zurück. aber wer auf elliott smith kommt, ist nicht ganz so weit weg. die nähe zum leider verstorbenen genie höre ich in der modulation und in der intensiven thematischen auseinandersetzung. und dann ist melpo mene doch wieder beschwingter und nahbarer und alle vergleiche hinken. die arrangements sind hübscher, die melodiefäden ganz weich und die unterstützung durch anna ternheim grandios. das ist aber keine schönheit, die beängstigt, sondern lebensnah und offenen auges präsentiert wird.
mit dem zweiten longplayer ist dem jungen burschen mehr als ein glücksgriff gelungen. denn die chose hört sich an, als hätte jemand hand angelegt, der vom geschäft etwas versteht, der entzücken programmieren kann. das ist nicht despektierlich gemeint, im gegenteil, wer auf mein herz zielt, der sollte bitte schön auch treffen. waidwund mag ich nicht im dreck liegen.
melpo mene - hit the boy (clip, 2008)
melpo mene - babes and darlings (clip, 2008)
melpo mene - we were kids (clip, 2008)
melpo mene - holes (clip, 2004)
melpo mene - i should get away (clip, 2004)

26. Okt. 2008 20:00 La Maroquinerie Paris
19. Nov. 2008 20:00
Le Centre Culturel Suédois Paris

Samstag, Oktober 04, 2008

ein (p)fund mp3 (140)

kommen in den nächsten tagen gleich mit zwei alben, die konsequenterweise "animal" und "not animal" heißen, auf "not animal" gibt es tracks mit dem namen "hello vagina" oder "holy cow" oder "german motor car", das kann ein spaß werden:
margot & the nuclear so and sos - hello vagina (daytrotter session)
auch am 07.10. starten sie mit "life like" durch:
wenn name programm wird?, "simple" kommt digital früher als physisch, abgeguckt, was?:
mich würde ja sehr interessieren, wie sie in eigenen landen aufgenommen werden, tournachbetrachtung:
das 06er album habe ich neulich für 'nen euro geschossen, "victory shorts" heißt der neue longplayer:
ihrem neuen album wird vielerorts unrecht getan, ich mag es sehr:
schöne nachrichten vom immer noch jungspund, album wird großspurig "hope for the hopeless" heißen (kommt am 21.10.):
die preisgabe eines neuen song soll nicht verschwiegen werden:
da freu ich mich drauf, album heißt wie der vorgelegte track:
na denn, "alight of night" birgt hoffnungen, wird am 28. des laufenden monats erscheinen:

glotzt nicht so romantisch (36): william fitzsimmons

derzeit kann ich nur mit empfehlungen dienen. viel lieber wäre es mir, wenn ich ein paar wahrheiten auftischen könnte. doch für die braucht es zeit. die habe ich nicht. ändert sich das? gewiss. nur wunder brauchen... geduld.
an guten veröffentlichungen mangelt es derzeit wahrlich nicht. wo immer man hinblickt, irgendwer hat immer eine neue scheibe am start. einer, der uns seinen dritten longplayer bietet, ist william fitzsimmons. der hat keinen plattenvertrag und lässt vermutlich deshalb einen haarhaufen im gesicht wuchern. unerkannt bleiben wollen. sich schämen müssen. nur wofür? für diese leisen schmeichler, die samtigen weisen, die geflüsterten anekdoten? dann doch eher fremdschämen. dass es keinem firmenboss, so winzig er und seine company auch sein mögen, bisher aufgefallen ist, welche klasse der bursche aus jacksonville hat. das aussehen hat er von sam beam, die stimme in anleihen auch, das banjospiel holt er zum teil bei matt bauer ab und seine geschichten könnten auch von sufjan stevens geschrieben sein. schaut ihn Euch doch einfach mal an!
Discography:
(2008) The Sparrow and the Crow
(2006) Goodnight
(2005) Until When We Are Ghosts
william fitzsimmons - everything has changed (live)
william fitzsimmons - find it in me (live)
william fitzsimmons - it’s not true (video)
william fitzsimmons - maybe be alright (live)
william fitzsimmons - funeral dress (live)

Freitag, Oktober 03, 2008

neue töne (426): pale young gentlemen / sleeping in the aviary

science of sound heißt ein kleines label, das ich immer wieder durch mein okular beobachte. regt sich etwas, springe ich sofort darauf an. jedenfalls zumeist. nun tut sich großes, denn zwei veröffentlichtungen stehen an. nicht nur pale young gentlemen setzen zu einem neuen longplayer an, auch sleeping in the aviary ziehen nach.
pale young gentlemen hatte ich hier einst vorgestellt, da ihr debutalbum gestalt annahm. im oktober wird der nachfolger auf den selbstbetitelten erstling (der im übrigen in 2009 von s.o.s. neu aufgelegt wird) veröffentlicht. er wird sich "black forest (tra la la)" nennen lassen müssen. interessierte hören vorab, was dieser blog und andere, z.b. myspace zu bieten haben. die neuen songs fügen sich jedenfalls meiner bescheidenen meinung nach sehr gut ins bisher von der band gemachte bild, schwungvoll, melancholisch, sehnsüchtig und doch nie ohne den prägnanten folkcharme.
sleeping in the aviary sind ein anderes kaliber. "expensive vomit in a cheap hotel" wird mit ebensolchen gelungenen zweiminuten-pop-punk-funk-bolzen glänzen können, wie es dem vierer aus madison zuvor auf "oh, this old thing?" gelungen ist.
beide alben kann man bereits vorbestellen (vö: 07.10. bzw. 14.10.).
sleeping in the aviary - another girl (2007)
sleeping in the aviary - gas mask blues (2008)

konzert: bowerbirds, 02.10.08

wenn man eine band sehen darf, die sich am ende einer ausschweifenden tournee befindet, muss man mit müden gesichtern rechnen. die bowerbirds haben im spätsommer und herbst des jahres 2008 in ganz europa ihre spuren hinterlassen. das echo, wohlmeinend bis euphorisch, wird sie nach hause begleiten. nach dem gestrigen auftritt im münchner orangehouse folgen noch zwei termine in belgien bzw. holland, dann geht es wieder ab in die heimat. dort debutierten sie mit der "danger at sea" ep in 2006. im folgejahr erschien der erste longplayer "hymns for a dark horse". auf burly time records erschienen, schossen die glorifizierenden informationen über dieses sensationell schöne folkwerk durch die trassen des internets. schon bald waren die bowerbirds weit über die grenzen ihres heimstädtchens raleigh bekannt. mit dead oceans wurde schließlich auch eine adäquate plattenfirma auf die drei aufmerksam. sie signte die band, brachte das album erneut heraus, promotete es nachhaltig und schickte schließlich die künstler auf tournee.
ohne besondere verdienste zähle ich mich dennoch zu den ersten hiesigen, die auf die bowerbirds aufmerksam machten. umso mehr war ich auf einen liveauftritt gespannt. zudem verhießen jüngste konzertberichte aus paris, frankfurt und hamburg einen mehr als angenehmen abend.
der begann pünktlich gegen 19:00 uhr auf oberbayerischen straßen. doch wie immer, wenn es mit kumpel v. auf konzertreise geht, geht auch etwas schief. diesmal war die bundesstraße wegen eines unfalls gesperrt und wir mussten uns auf abgelegeneren wegen durchschlagen. die führten uns, warum auch immer, zum münchner flughafen ins erdinger moos. die zeit verstrich, ähnlich flott wie sich die kilometer auf dem zähler des autos runde um runde abrangen.
gegen 21 uhr betraten wir das orangehouse und ließen uns vom einlass bestätigen, dass die vorband gerade beginnen würde. the moonband standen auf dem plan und gaben bekannt, dass sie im begriff seien, ihr erstes reguläres öffentliches konzert zu geben. mit zwei gitarren, einem standup-bass und mandoline bewaffnet, verzauberten die münchner das zur hälfte gefüllte orangehouse mit einer musikalischen palette aus folkklassikern und eigenen songs, die demnächst auch auf dem debutalbum veröffentlicht werden sollen. die dynamik stimmte, die freude am spiel war ersichtlich, anfängliche nervosität wich einer zunehmenden sicherheit und verstärkten bühnenpräsenz. die fand vor allem ausdruck in einem mutigeren gesangsvortrag und beseelterem zusammenspiel. der wiedererkennungswert einiger der eigenen stücke, denke ich, ist hoch und kann nur bedeuten, dass man diese band im auge behalten sollte. für weitere auftritte empfehle ich jedoch ein kleines schlagzeug, das der darbietung etwas mehr verve verleihen könnte.
eine längere umbaupause brauchte es nicht, denn die bowerbirds haben ein kleines, zudem größtenteils akustisches equipment. so standen sie vor uns: phil moore und seine gitarre, beth tacular mit akkordeon und mark paulson hinter der bassdrum. die ausleuchtung der bühne war mangelhaft und so erkundigte sich phil zunächst, ob man sich gegenseitig denn auch sehen könne. er konnte nicht. wir sahen die drei zum glück unter dem fahlen licht einiger bunter scheinwerfer etwas besser. was auch immer uns die band im laufe der guten stunde, die sie spielte, bot, es war in seiner musikalischen reinheit, in der prägnanten reduktion und in der begrenztheit von arrangement und darbietung ein traum.

zuvorderst möchte ich dabei phil moore herausheben, der über eine sensationelle stimme verfügt, die so samten klingt, die die höhen beschließt und sich warm den tiefen nähert, die die farbenlehre beherrscht ebenso wie die konstanz. wenn phil die augen schließt und sich im rhythmus wiegt, wenn er den tönen ausdruck verleiht und das liedgut zum schweben bringt, dann werden aus songs erfahrbare gefühle, dann wird der sänger zum mittler und zur identifikationsfigur. dass phil moore dabei kein zelebrierender hampelmann noch ausgefuchster entertainer ist, versteht sich angesichts des musikstils und des rufes, der der band vorauseilt, von selbst. er ist aber verwachsen mit dem, was er tut, und man nimmt ihm jede silbe ab und versteigt sich in den lyrischen gefilden seiner erzählungen. ich jedenfalls war ihm gestern gnadenlos verfallen.

seine mitstreiter boten dabei keinen geringer zu schätzenden anteil am gelingen des auftritts. mark paulson, dem man nachsagt, dass er ein weinkenner wäre, versteckte sich anfänglich hinter der großen trommel, um auf der einen seite das fell und auf der anderen den hölzernen rand der bassdrum zu traktieren. das dabei entstehende "klack"- geräusch ist symptomatisch für den sound der bowerbirds. später bewegte sich der junge blonde in richtung des vorderen endes der bühne, um sich an der violine zu schaffen, deren sehniges weben ebenso ein wesentlicher bestandteil des bowerbirdschen klangkosmos ist. schließlich galt es, beth tacular, deren augen am meisten von müdigkeit gezeichnet waren, aufmerksamkeit zu schenken. sie bediente dennoch emsig ihr kleines akkordeon, um harmonien daraus zu entlassen, dem vortrag eine straffheit zu verleihen, um miteinander zu verweben, was die kollegen produzierten.

ob "hooves" mit dem gemeinsamen "ahhhh ahh ha" oder das schwungvolle "in our talons", ob "dark horse" mit prägnanter rhythmik und gefühlvollem gesang oder "slow down" mit verdrehter melodik, die bowerbirds boten ein abwechslungsreiches, zwischen intim und schwungvoll changierendes programm. trotz offensichtlicher abgekämpftheit und dem ins gesicht geschriebenen tourstreß gaben sie einem begeisterten münchner publikum, wonach dieses verlangte. natürlich erklang an diesem abend auch "teeth", einem der auf der vergangenen tournee häufig vorgetragenen neuen songs und schließlich tauchte auch phil zur zugabe alleine auf, um das wunderbare "bright future" zu intonieren. dass die band aber nicht nur eindimensional ihr programm abspulte, bewies am gestrigen abend u.a. der vortrag von "matchstick maker", das mir in anderen setlists bisher nicht unterkam. ich danke auch für "my oldest memory", "human hands" und "bur oak".

abschließend ein paar worte zum veranstaltungsort. vermutlich wird es vorerst mein letzter besuch im orangehouse gewesen sein. denn die lautstärke, mit der sich teile des publikums an der bar unterhielten, war zum teil desaströs. die respektlosigkeit wurde von der barbedienung toleriert. ansonsten hätte es ein konsequenteres einschreiten gegeben. somit sollte sich das orangehouse überlegen, ob es sich zukünftig nicht mit hardcorebands oder ähnlichem zufrieden gibt. wer sich bands wie die bowerbirds einlädt, sollte dem zuhörer auch garantieren können, dass er deren musik geniessen kann. diese leistung konnte der club gestern nicht erbringen.
heute abend fotos und korrektur.

Donnerstag, Oktober 02, 2008

neue töne (425): earl greyhound

heute gibts mal eine vor den latz. earl greyhound sind eine kapelle aus new york, wie ich sie mir vorstelle, wenn ich an abendliche clubkonzerte in dieser metropole denke. düstere kaschemme, möglichst nur erreichbar über eine zugige kellertreppe, wenig einladend und im öffnen der schweren eisentür bläst einem schon der wuchtige sound einer abgearbeiteten e-gitarre ins gesicht.
die band begann im frühjahr des jahres 2002 als duo, matt whyte und kamara thomas. piano und gitarre waren die bevorzugten werkzeuge ihres damaligen tuns. ricc sheridan an den drums ergänzte dann die zwei, so dass ein sound entstehen konnte, der an bands wie led zeppelin oder t.rex gemahnt. beim gesang wurde gar schon geflunkert, dass der spirit von gram parsons und emmylou harris herüberwehe. ricc wird sich über vergleiche mit bonham sicherlich auch nicht ärgern.
eine ep und ein album namens "soft targets" (2006, some records) gibt es von der band. an einem neuen werk wird seit geraumer zeit gebastelt. wer sich aufs angenehmste den kopf freiblasen lassen möchte, greift hier zu!
Earl Greyhound - Not Gonna Wait (2004)
Earl Greyhound - S.O.S. (2006)

Mittwoch, Oktober 01, 2008

neue töne (424): the legends

eine kurzmeldung, die uns von labrador erreicht. the legends (der labelboss spielt!) legen nach einer zweijährigen pause endlich nach. "seconds away" heißt die single, die für den november in den marketingplänen auftaucht. die nummer selber ist ein zweifelsohne noisiges ding und lässt zunächst auf einen produktionsfehler schließen. wer sich aber etwas einhört, wird den charme erkennen, der dem track zugrunde liegt. "I need noise now, so this new single sounds like someone drilling a whole in your head. In a pleasant way that is. It’s called "Seconds away" and is about the wonders of tryptizol. The B-side, "Over and over" is actually one of those sad love songs I had promised myself never to write again. But it was out of my hands; life forced me to write it. Sorry about that... Pallers has done a truly wonderful remix of it. It might actually beat the original, which is both a very good thing and slightly depressing at the same time.” Johan [aka The Legends].
The Legends - Seconds away

neue töne (423): tracy shedd

dass damen im klienicum nicht unterrepräsentiert sind, ist zumindest für mich kein wunder. seit jeher faszinieren mich frauenstimmen. joni mitchell, janis joplin, rickie lee jones haben einiges dafür getan, dass ich dem schwachen geschlecht zugewandt bin. heutige epigonen sind sicher liz durrett, julie doiron, chan marshall, p.j. harvey und viele andere mehr. tracy shedd ist amerikanerin und kommt aus tuscon, arizona. wer aus dieser ecke amerikas stammt, fabriziert nicht zwangsläufig innovative musik. muss auch gar nicht. es kann auch mal der eloquente pop- oder rocksong sein, der meinen ohren angenehme stunden bereit. tracy shedd kann genau das. mit ihrem mittlerweile vierten album kehrt sie dabei sogar zu einer rockigeren note zurück. und plötzlich wird auch in meinem schädel etwas licht. tuscon, arizona bedeutet ja nicht zwingend musikalische einöde. und spätestens beim blick auf die liste der an den aufnahmen zu 'cigarettes & smoke machines' beteiligten wird klar, dass qualitätsmomente auf diesem werk keine seltenheit sein sollten: james tritten [lead guitar], john girgus [guitar], richard dudley [bass guitar], brian espinosa [drums], craig schumacher [harmonica & guitar] und joey burns [cello & guitar]. erlesen, was? so klingen denn auch die stücke nach mehr als gewöhnlichem popgedöns. die weiche stimme shedds und die fabelhaften, ausgewogenen arrangements machen das auf teenbeat veröffentlichte album zu einem kleinod in der wüste von tucson. wer sich dazu mit dem backkatalog von frau shedd beschäftigt, wird mit mehr belohnt werden.
Tracy Shedd - Faint Pale Smiles (2001)
Tracy Shedd - Opposites Attract (2003)
Tracy Shedd - Conley (2003)
Tracy Shedd - Inside Out (2004)
Tracy Shedd - End Of The Night (2004)
Tracy Shedd - Whatever It Takes (vide0, 2008)

Dienstag, September 30, 2008

neue töne (422): shearwater

nachschub an der shearwater- front. dem album "rook" folgt nun die "the snow leopard" ep. sie wird nur als digital- release herausgegeben und enthält neben dem titeltrack, der dem album entstammt "many of the non-album B-sides and giveaway tracks, plus several striking recordings from radio sessions over the past few months.", so matador. so liest sich das als tracklist:
1. The Snow Leopard (album version)
2. So Bad (iTunes bonus track, Baby Dee Cover)
3. North Col (vinyl and iTunes bonus track)
4. Henry Lee (live from KUT)
5. Rooks (live from Radio K)
6. I Was A Cloud (live from Radio K)
7. South Col / The Snow Leopard (live from Florence Gould Hall, NYC)

dazu gibt es den besonderen service:
Tue, Nov 11 Paris FR - Le Bataclan with Silver Mt. Zion
Sun, Nov 16 Schorndorf DE - Manufaktur
Mon, Nov 17 Berlin DE - Postbahnhof with Okkervil River
Tue, Nov 18 Dresden DE - Beatpol
Wed, Nov 19 Hamburg DE - Nachtasyl
shearwater - the snow leopard

konzert: bon iver, 29.09.08

das habe ich wirklich lange nicht erlebt - ein durchgehend diszipliniertes publikum. so gehört dieser umstand an die erste stelle. seltener habe ich aber auch so sehr darum gebangt, dass die betonungen eines ensembles mein gehör finden werden. dass die flachen, sparsamen und leisen passagen in der musik des herrn justin vernon und die seiner mannen in ihrer dringlichkeit erfahren werden können. sie konnten und noch viel mehr.
das ampere war bereits gut gefüllt, als zunächst anaïs mitchell die bühne betrat. ein breites lächeln und die meute wurde munter. ihr hübsches gesicht, das kurze, schwarze gewand und die große gitarre machten glauben, dass es sich um ein persönchen handelte. doch dieses toughe mädel ließ schnell vom stapel. was sie mitbrachte: ungewöhnlich vertrackte, aufmerksamkeitsheischende songs, die mit einer klaren und strapazierfähigen stimme vorgetragen und mit ataxischen bewegungen untermalt wurden. diese ungewöhnliche darbietung, der farbige, an koloraturen reiche und inhaltlich dichte vortrag brachte ihr sympathien ein. dass sie außerdem einige worte deutsch einwarf, womit sie das publikum freundlich bediente und sich als fan der nachfolgenden band ausgab, dürfte für mehr gereicht haben. ob sich das allerdings in ein paar verkäufen am merchandisingstand niederschlug, weiß ich nicht.
die pause danach verstrich nur zögerlich, das mittlerweile dicht gedrängte volk wurde unruhiger. die vielfachen gitarren auf der bühne wurden gestimmt. die beschallung dazu: oktoberfestselige blasmusik. grausam. es war weit nach zehn, als die vierköpfige truppe endlich unter starkem jubel die kleine bühne enterte. justin, in knallrotem hemd, platzierte sich weit vorn. der rest des abends verging in einer glückswolke.

in ihr war ich für eine gute stunde gefangen und besser aufgehoben als in abrahams schoss. das falsett vernons, auf tonträger gebannt in die ferne gerückt und auf das technische reduziert, erzwingt realiter und aus unmittelbarer nähe gänsehaut. die ruhige und gewissenhafte art des sängers drückte den sympathiebonus ins unermessliche. das komplexe und doch feingliedrige, das exakte und doch freiraum gewährende zusammenspiel aller beteiligten verstieg sich nicht, sondern wendete sich dem zuhörer zu. eine art vergeistigung, wie sie auch der musik midlakes innewohnt, konnte man erahnen, doch war sie jederzeit frei von redundanzen und konzentriert darauf, dem sänger das tableau zu bereiten, auf dem sich seine stimme entfalten kann und seine geschichten transportiert werden können. eine wohltat zu sehen, wie unprätentiös und doch inniglich, wie anspruchsvoll und doch nicht kunstfertig vernon sein handwerk betreibt. meine ergriffenheit steigerte sich von song zu song. der auftakt mit "flume" und "lump sum", ein abtasten mit dem publikum, der wache bass, der holzklotz, auf den der fuß betriebene stab einschlug, das gerichtete schlagzeug, die begleitende, zurückhaltende e-gitarre. vernon dankbar für jedes applaudieren, fast schon überrascht ob der starken resonanz. dabei gleicht seine europatour bereits jetzt schon einer art triumphzug. aus jeder stadt, die bon iver besuchten, erklingen lobeshymnen. erster hervorzuhebender höhepunkt ist "creature fear", da die band via zweier schlagzeuge, die dem von vernon angeschlagenen rhythmus entgegenarbeiten, mit verve einem ausbruch, einer überbordenden ekastase zusteuern. hier zeigte sich vertrautes miteinander, das auch den extremen standhält. wer etwas mehr auf das akustische moment gesetzt hat, wurde nicht enttäuscht. "for emma" - verheerend schön, "team" - fast wie vom album übernommen, "blindsided" - ausufernd und außerdem gelegenheit bietend, sich in die vergeistigten gesichter der umstehenden zu verlieben. "mit blood bank" allerdings rumpelte wenig später ein neuer, kraftvoller song durch das rund. er erweckte und füllte die gestressten konzentrationsakkus auf. die gebündelte aufmerksamkeit brauchte es schließlich auch für die solonummer: "re:stacks", ohne worte.
dass es der begleitung an manchen stellen zu viel war, und dass eine mitsingnummer meiner persönlichen stimmung entgegenstand, können nur als marginalien für einen ausgezeichneten konzertabend gewertet werden. der bereitwillig zugestandenen zugabe "skinny love", sicher die bekannteste nummer bon ivers und vielfach mitgesungen, folgte abschließend das zu viert und a cappella intonierte "lovin’s for fools", ein sarah siskind cover.
höchstnoten für alle an diesem abend beteiligten musiker und mit sternchen versehen für das überaus aufmerksame publikum, das ich hätte umarmen wollen.

Montag, September 29, 2008

neue töne (421): talkdemonic

ein paar fakten. talkdemonic ist ein duo, bestehend aus kevin o'connor und lisa molinario. sie stammen aus portland und spielen gemeinsam seit ca. 2003. er bedient die drums, aber auch synthesizer und diverse weitere akustische instrumente. sie dagegen ist für viola und cello verantwortlich. klingt erst einmal nicht so besonders aufregend. zusammen schufen sie drei alben, wovon das letzte dieser tage erschienen ist. zwischendrin gelang eine tour- only- ep.
kennengelernt habe ich talkdemonic mit ihrem 06er werk "beat romantic".
"eyes at half mast" heißt das neue album, erschienen als lp und cd auf arena rock recording. es ist derart subtil aufregend, dass es einen vom sitz reisst und man staunender weise analysieren muss, warum das nun so ist. hier der giftige schlagzeugeinsatz, dort das dräuende cello, vermixt zu einem dichten pulk verwegenem. und immer schwebt immer allem eine samtene melodie. schon mal gehört? ich nicht. gerade vom neuen album bin ich sehr angetan. es vereint die auf den vorherigen alben verstreuten genialitäten: die filigrane verspieltheit, die radikale bewegung, den widerstand des noice, die parteilichkeit von schönheit. brüchigkeit, wie gezeichnet, hinter der sich nur weisheit versteckt. sehnsucht, die brennt. säumige arrangements, spannend, aufgereiht wie wäsche auf der leine. jedes wäschestück erzählt eine eigene geschichte, die einer person zugeordnet werden kann. gemeinsam erzählen sie die geschichte einer ganzen familie. "leaving light" gebährdet sich zunächst breit und fädelt dann geschickt einen roten faden ein, dem zu folgen man verpflichtet ist, eine verwunschene melodie am synthie, ein unscheues spiel auf den snares. der übergang "ending the orange glow" meisterlich, ein banjo greift sich den hingeworfenen halm. usw., unbedingt selber hören. am meisten mag ich die bass unterlegten phasen, kontrastiert von sehniger saiten- und angetippter blecharbeit.
live müssen sie ein abenteuer sehr, ekstatisch, ausufernd, unberechenbar, doch in aller demut auf schönheit versessen.
Talkdemonic - Duality Of Deathening (2008)
Talkdemonic - White Gymnasium (2006)
Talkdemonic - Mountaintops In Caves (2005)
Talkdemonic - Mutiny Sunshine (2004)

Sonntag, September 28, 2008

neue töne (420): blackbird harmony

texas noir-folk gefällig? so für den ausgehenden sonntag? hier könnte blackbird harmony passen. wenn evan birdsong die gitarre fast träge anschubst, mara lee miller im background tönt wie einst lisa germano bei op8. die countrykapelle 1100 springs unterstützt außerdem mit flächigem schlagwerk und gezielter e-gitarre. das ist mal herrlich, freunde!
"hardwood exits" heißt das aktuelle werk, gerade auf yer bird reocrds herausgekommen und ist damit nachfolger des debuts "angels with outstretched hands" aus 2004.
eine besondere mischung führt der vieltätowierte bursche aus roanoke als musikalische einflüsse auf: Dolly Parton, Tammy Wynette, Hank Thompson, Samhain, Misfits, Danzig, Drunk, Spokane, Antony, the Carpenters, Sonic Youth, Sebadoh, Madonna, Ciccone Youth, George Jones, Ray Price, Hank Williams, Hasil Adkins, Joy Division, Songs:Ohia, Kathleen Hanna, Ralph Stanley, Skeeter Davis, Dock Boggs, Kitty Wells, Ian Astbury/The Cult and Larry Brown.
blackbird harmony - samaritans
blackbird harmony - searchlights

neue töne (419): the pica beats

da, wo sich gerade noch the moondoggies austoben durften (wir schrieben hier), nämlich auf der eingangsseite des hardly art labels, turnen derzeit the pica beats. allen grund zum euphorischen auf- und abspringen haben sie schließlich. das label schreibt zum album: "'Beating Back the Claws of the Cold', expect to find literate musings with a pop bend, sitar excursions, and homespun dramatic extravagance. All of these things, we believe, are good things." ich glaube auch daran, vor allem wenn wie in "poor old ra" ganz wunderbar die trompete tönt und ein mädchenchor die gesangslinie kreuzt. dinge, die ich mögen kann. the pica beats, zunächst als soloding gegründet, und zwar von einem burschen namens ryan barrett. als ihm das irgendwann zu öde ward, zog er einige andere burschen hinzu, so dass man schließlich ein handfestes quartet bildete. mit dabei also colin english on drums, adam mccollom on keyboards, garrett kelly on bass und verantwortung für guitar and sitar trägt der chef. der hatte übrigens als selfrelease dereinst "All Mysteries Solve Themselves" herausgebracht, das seit dem als debutalbum der band herhalten muss. wer bei the pica beats etwas neutral milk hotel oder the decemberists hört, liegt sicher nicht daneben. die klänge der sitar, die inhaltliche tiefe der texte und der gemeinsame erfrischende auftritt tun ihr übriges, um nicht gänzlich allein in der musikalischen landschaft zu stehen, aber dennoch nicht so sehr abseits, dass es an zuordnung mangele.
The Pica Beats - Poor Old Ra

Samstag, September 27, 2008

neue töne (418): rafter

anfang september auf asthmatic kitty erschienen ist die ep "sweaty magic" von rafter. hervorheben muss man hier zunächst die konsequente fortführung der zusammenarbeit von rafter mit künstlern, die für das coverartwork seiner alben verantwortlich zeichnen. grandiose kunstwerke bleiben hierbei zurück, auch diesmal dabei jonathan dueck, unterstützt von lizeth santos. letztere inspirierte rafter auch zu den vorliegenden aufnahmen. die fotografin suchte die hilfe von rafter für ein projekt, bei dem er jeweils für einen tag eine korrespondenz zwischen den fotos santos' und seiner musik herstellte. klingt spannend, war es wohl auch und ist nun konserviert. wieder einmal beweist das label geschmackssicherheit, aber auch mut bei der wahl seiner künstler und deren auswürfe, erinnert sei nur an liz janes, castanets, bunky usw.
erwartet werden darf auf diesem tonträger rafters jede menge tanzbeinanimierende musik. so kreativ-erregend wie tom zé, so stilmixend wie zuletzt benji hughes. ein großes theater, dem man mit freude funkelnden augen folgt.
rafter - sweat
rafter - salt
rafter - juicy