Montag, April 11, 2016

ein (p)fund mp3 (527), teil 2

da freuen wir uns sehr drauf, mit seinem dritten album "wrap your troubles in dreams" geht der münchner neue wege, millaphon records veröffentlicht am 13. mai und wir dürfen hier schon mal einen einblick gewähren: angela aux:


na klar, immer noch ohne vertrag und trotzdem macht er ungerührt weiter, wie alle anderen auch, hier mit ganz frischem erguss, der ihm mal wieder sehr gut von der hand geht, passt auch gut an diese stelle: jake houlsby:


wieder einmal wien, aber etwas gediegener, ein fünfer, der sein debütalbum "in the meantime" vorzustellen gewillt ist, es erscheint am 22. april auf siluh records, "vacation" ist ein ausschnitt daraus: vague:


was bei den einen die songsammlung ist, ist bei anderen der einzelne track, diese junge londonerin kommt uns mit einem sehr fein formulierten lied, "oliver" wird ende april auf trellis records veröffentlicht, bestimmt bald mehr von: brooke bentham:


mit nachfolgendem track gibt es einen einblick in das neun stücke umfassende debütwerk des singer/songwriters aus hiesigen landen, aufgenommen wurde letzte sommer, in einen 4spurrecorder gepresst und erschienen ist das ganze anfang april: long tall jefferson:


ihre zweite veröffentlichung ist "i am my own rainbow", sie erschien ende märz auf psychic bully records, aus new jersey in die welt, ist doch easy, wenn es nicht so viel schimmer-schummeriges zeugs aus dem weg zu streichen gäbe: marjorie fair:

ein (p)fund mp3 (527)

am 06. mai erscheint via ba da bing ihr album "came down a storm", "dark water" ist das ergebnis einer kollabo mit deerhoofs john dieterich und ein erster ausblick auf das hoffentlich auch fürderhin auf die sologitarre setzende "restalbum": claire cronin:


die beiden tourgenossen haben mit "shiver" eine vorzügliche zusammenarbeit bewiesen, der track grast rund um das gedicht "against winter" von charles simic und begeistert mit pluckerndem banjo, fiddel und brasspower, dazu diese gesänge, außerordentlich: sam amidon & san fermin:


starke debütsingle mit zwei a-seiten bietet uns der let's wrestle frontmann auf, nachfolgender track und die flip "come through and see me" lassen sich ab 20. mai im rahmen des moshi moshi records singles club auf vinyl finden: wesley gonzales:


es bleibt bunt, wir treiben den kreisel mit ambient-experimental pop des derbyshires musikers james machin vorwärts, das neue album "aye!" erscheint am 28. mai, mal sehen wir Ihr auf die single "pando" klarkommt: grawl!x:


noch eine debütsingle, die junge dame könnte man durch f ingers oder tarcar kennen, mit "fast moving cars" also ein erster solistischer einsatz, sehr minimaler sadpop, wir würden uns über mehr freuen, fragen wir mal bei blackest ever black an: carla dal forno:


unser rausschmeisser für diese erste halbserie des neuen mp3-kapitels ist die debütsingle dieser wahrlich jungen londoner kapelle: whenyoung:

Sonntag, April 10, 2016

eingestreut (923): moses


eine feierlich entspannte atmosphäre empfängt uns bei moses aus wellington. die sechsköpfige neuseeländische band legte gerade mit "moses II" eine neue ep vor, die nicht weniger freundlich daherkommt wie ihre vorgänger. diese musik zu beschreiben, führte unweigerlich in die sechziger, siebziger jahre, als herzhafte session an der tagesordnung waren, harmoniegesängen genauso wenig aus dem weg gegangen wurde wie endlosen soli oder flächendeckenden synthie- und/oder orgelweihen. die truppe rückt ihren sound denn gern auch in den ambient- bzw- psychedelia - bereich, was so falsch nun ja auch nicht ist. auf jeden fall gelingt ein wegbeamen auf angenehmste weise. für die veröffentlichung zeichnete half a cow records verantwortlich, die auch die "moses ep" herausbrachten.
die band ist mächtig am touren, ob sie sich allerdings auch mal zu uns verirrt, steht in den sternen. ich wünsche es mir mal. nachfolgend ein beispieltrack, den rest gibt es auf bandcamp.

Samstag, April 09, 2016

neue töne (1610): claire cottrill


der output ist schier unübersichtlich, den die junge sängerin und songschmiedin aus einem kleinen städtchen in der nähe bostons anbietet. die gerade mal 18-jährige claire cottrill verfügt über einen bandcamp- und einen soundcloud-account, auf denen man ausgedehnte wanderungen durch ihre schlafzimmerpop- aufnahmen unternehmen kann. zumeist mit der akustikgitarre begleitet, singt sich das mädel durch ihre kindheit, jugend und was das frühe erwachsenenleben so hergibt. dass sie die schule neben ihrer musik nicht vernachlässigen wolle, tönt sie dennoch. und dass sie gern einmal für das rolling stone magazin schreiben wolle. zwar habe sie aktuell keine beziehung, aber über beziehungen schreibe könne sie trotzdem. außerdem hat sie in ihrem kurzen leben bereits einige zeit in seattle und atlanta verbracht, andere orte, andere begegnungen, andere menschen, andere geschichten.

alien tapes hat aktuell eine kassette selbstbetitelter natur im programm, die leider schon vergriffen ist, wenngleich sie erst mitte april erscheinen soll. die fünf tracks kann man natürlich dennoch antesten, klick. zudem wird am 10. april auf third floor tapes eine splitveröffentlichung gemeinsam mit den sehr geschätzten keel her erscheinen. der nachstehende track ist daraus. wenn man später noch auf die bandcamp seite guckt, wird man die "creased laundry" überschriebene letzte veröffentlichung unter eigenem segel entdecken. also, eine menge zu tun. nicht von ungefähr übrigens, dass sich auch jemand wie r. stevie moore zu claire bekennt. klar, bei der sicherheit für die an abzweigungen reichen melodien, für die spontaneität im spiel, für die sanftheit in der stimme, für die griffigkeit ihrer texte. also, bitte.

Freitag, April 08, 2016

glotzt nicht so romantisch (682): troy von balthazar (exkl. videopremiere: lemon seed)


spricht man über troy von balthazar fällt immer und ewig auch das stichwort chokebore. doch längst hat sich der hawaiianer von der umfesselung der zweifelsohne klasseband befreit. seine konzentration liegt, auch oder trotz der zwischenzeitlichen reunion von chokebore, auf dem soloschaffen. mit "knights of something" legte von balthazar am 01. april auf siluh records sein opus magnum vor, will man all den positiven berichten glauben schenken, die über den talentierten künstler nun in die tasten gedroschen werden. es muss alles schnell gehen heute, und pünktlich. und in gestochen scharfen sätzen werden urteile gefällt. ob es die eigenen sind, ist doch egal. flott hat sich ein eintrüglicher tenor gebildet. wenn es denn so wäre, wie es heißt, würden wir uns freuen. doch unterm himmelszelt war noch immer zeit, und musik wird nicht schlecht. und so bereiten wir uns ganz in ruhe auf das vierte album von troy vor.
dazu dient uns trefflich das neue video zum album track "lemon seed". taucht mit ein, tauch mit ab in eine andauernde welle inspiratorischer kraft und ausdauer. irgendwie alles neu und doch irgendwie auch alles troy. "first I’m conscious, then I’m unconscious", singt er schließlich.

Donnerstag, April 07, 2016

in eigener sache (93): hauskonzert mit austin miller / the moonband


am 09. april, diesen samstag, übermorgen!, findet unser nächstes hauskonzert statt, nachfolgend alle wesentlichen und alle informationen darüber hinaus:

"unglaublich, aber wahr." ein simples motto für eine zeit- und raumgreifende veranstaltung, zu der wir Euch herzlich einladen. mit dem sicher noch sacht knospenden frühling erwacht anfang april auch wieder musikalischer segensaustrag unweit der bayerischen alpenlandschaft. freut Euch auf einen barden der besonderen art, der amerika für eine ausufernde europatour verließ, um neben kontinuität auch spontaneität vorzuweisen, um neben das zarte auch das verwegene zu stellen: austin miller. freut Euch auf eine band aus münchen, die längst furore macht und sich dennoch nicht scheut, unsere unbedarften, wenig heiligen bühnenbretter zu betreten: eine instituion: the moonband. und freut Euch auf einen abend in größtmöglicher entspanntheit, bei dem in alter tradition aus fremden freunde werden.
"eine lose zählung, mehr noch ein überschlag ergab ca. 400 gäste, die stürmisch applaudierten, tanzten, schrien, pfiffen, kommentierten, die sich begeistert zeigten von einer band, die sich nach für nach in ihrer heimatstadt einen namen macht, die herzen erobert wie bienen im sommer blumenblüten. der vom pop getriebene, melodieselige und harmonieentzückte folk, der sich den zwei gitarren, der mandoline und der rhythmusfraktion aus wuchtigem standup bass und schlagzeug ergibt, wie sich eine geliebte zu einem auserwählten legt, geriet zum animiermuster für alle an diesem abend anwesenden. denn das aufspielende ensemble ist ein dem liedgut verfallenes, es lebt die sekunde des einzelnen songs mit jeder pore, macht überzeugend glauben, dass hier gesungen und beteuert wird, was teil des persönlichen gencodes ist. diese bewegung übertrug es ohne zögern, ohne zweifel in das empfangsbereite auditorium." the moonband in das klienicum,07/11.
es wird nicht (nur) das zweite album sein, mit dem austin miller auf reisen geht. ein weiteres, neues, drittes ist bereits im köcher. wann die veröffentlichung ansteht, hat uns der aus orlando stammende bursche nicht verraten. demnächst, ganz sicher. denn ab anfang februar begibt er sich wieder auf umfängliche tour und sollte dann schon mit neuen songs aufwarten.

muss er aber nicht, denn er hat bereits mehr als eine handvoll von kleinoden parat, die er unter anderem auf seinem 2013er album "more than one way" versammelt hat. vertrauenswürdiger folk, gespickt mit einer wenig beliebigen countrynote, die sein raues, umfängliches organ unterstreicht. sein songwriting ist stets belebt, irgendwie optimistisch. so drückt er denn in seinen texten zumeist hoffnungsfrohes aus. dies kann für dich und deinen nebenmann sehr inspirierend sein. die akkorde sind bewusst gesetzt, und wenn sich mal ein stomp dazwischen mogelt, dann stampft der amerikaner, der von sich behauptet, dass vieles bei ihm spontan passiert, mit.

so entstehen melodien fast im vorübergehen. ob auf reisen oder mitten in der nacht, aufgeschnappt, eingefangen. verwunderlich einer angesichts sonst so wenig von musik durchzogenen blutlinie. erst mit austin und seinen brüdern bahnte sich eine leidenschaft ihren weg. umso schöner für uns, die wir nun austin miller empfangen werden dürfen. der anspruchslose gesell hat sich auch für deutschland einiges vorgenommen. wir überlassen Euch die tourdaten, fordern aber gleichzeitig zu deren besuchen auf.
alle tourdaten austin millers aus hier
.
wir freuen uns auf die bands und auf Euch. wer dabei sein möchte, nur noch nicht weiß, wo, wie und so weiter, der kann sich melden unter klienicum at posteo dot de, ansonsten gilt:
der fahrtweg von u.a. münchen nach ampfing ist nicht so arg. packt Euch ein paar tapes ein, dann wird die tour unterhaltsamer. auf der rückreise habt Ihr garantiert neue musik an bord. wir schicken Euch bei bedarf eine landkarte, navigationsgeräte, was auch immer...
das speise- und getränkeangebot hat nur selten nicht den ansprüchen unserer gäste genügt (weisste noch, die versalzene kartoffelsuppe oder das fleischprogramm für die vegi-musiker, weisste weisste...).
wer ein kissen unterm kopf benötigt und scharf auf unser sensationelles frühstück danach ist, findet auch dieses bei uns vor. einfach fragen.
alles total easy.
bis dann.

konzert: scout niblett, 03.04.16


wir sitzen im frühlingsbewährten glockenbachwerkstatt- biergarten unter bebend rosa blühender kirsche und planen ein wenig vor uns hin, wie man wohl das zehnjährige der klienicum klitsche angemessen begehen könnte, da kommt recht beschwingt, einen rollkoffer hinter sich her ziehend eine dame unbestimmten alters dahergetrabt. auf den zweiten blick entpuppt sich der mensch mit deutlich kürzerem schopf als zuletzt gesehen als emma louise, als scout niblett. nach kurzem schwatz mit den örtlichen hoheiten entschwindet sie, man hört wenige minuten später einige aufgerissene gitarrensaiten und alsbald kehrt die musikerin zurück, um (nach offensichtlich absolviertem soundcheck!) im innenhof des zum glockenbachviertel zugehörigen gevierts erneut platz zu nehmen, zu rauchen, zu ratschen, zu essen und etwas zu trinken. bis zum beginn ihres konzertes werden von nun an noch ca. zwei stunden vergehen. die gelassenheit der anfang vierzigerin ist bemerkenswert. gegen acht uhr füllt sich langsam das rund, der abend wird kühler, das bier rascher getrunken, die unruhe nimmt etwas zu. wir wiegen uns in sicherheit, laufen nach essen sturm und landen schließlich vor einem sauteuren italienischen eisladen und laben uns sekunden später an mango- und schokoladensüße, die leicht den hunger sprengt.

zurückgekehrt, geht alles ganz flott. die menge verzieht sich ins innere, in diesen eigenartig geschnittenen und hitze speichernden kleinen saal der glocke, die hier ihrem namen alle ehre macht und den dunst und die kunst beisammen hält. frau niblett zögert nichts heraus, sie ist sofort und unmissverständlich in ihrer zumindest für den moment dunkel-depressiven heimat zuhause. wenngleich ein, zwei anläufe gebraucht werden, wenngleich ein, zwei songs etwas davon beschreiben, wie man in diesen teilweise traumatischen kosmos hineinfinden muss. wenngleich das publikum längst gewissheit hat, was kommt, was möglich ist an solch einem abend. das laute und das leise, das drängende und das gelassene, das hinhalten und das forsche agieren, hier das penible saitenfassen, dort das wilde rauschen, hier ein flüstern, dort ein schreien. den menschen in seiner gänze, wie er sich dort vorn fast nackt macht, kann man nicht erfassen. man erhält aber immer wieder eine ahnung davon, mit welchen dämonen sich andere plagen müssen. lass mich träumen, singt scout, und das rührt an, das ist weniger magie, als den moment erschöpfend wiedergegeben in all seiner benommenheit, in seiner nachdrücklichkeit, in seiner bitterkeit. wie eine schnitterin senst sie durchs publikum und gönnt ihm keinen frieden. die konversation aber reichert sie mit fast schon linkischen bildern (erinnert: die wüste/den wüstensound, die getragenen shirts), mit harlekinesken einlagen an, die wie unbedarfte versuche wirken, dem ins wanken geratenen raum wieder etwas stabilität zu verleihen.

die discography gibt natürlich einiges her, aber die setlist wies wiederum rätsel auf. ist bspw. "sweet solitude" = "dinosaur egg"? "gun" und "kiss" sind längst in unsere dna übergegangen, "my beloved" alltagsbegleiter. nachzulesen ist die komplette songsammlung des abends bei g. emmer, der uns obiges foto zur verfügung stellte (tausend dank!). der abgang sah scout deutlich entspannter, mitten unter ihren fans, wie sie selbstgefertigte cdrs an die frau, an den mann brachte. man wollte erleichtert durchschnaufen. wäre da nicht der heimweg, auf dem etwas von der gedankenschwere der engländerin (zumindest eine ganze weile) mitfuhr.

Mittwoch, April 06, 2016

neue töne (1609): dana falconberry and medicine bow (+verlosung)


"from the forest came the fire" heißt das neue album von dana falconberry and medicine bow. es erscheint am 23. april und ist eine sacht akzentuierte, wie zart formulierte, folkzierart umschreibende platte, die sich nie aufdrängt und dennoch etwas bleibendes vermittelt. so kunstfertig sind die elemente auszumachen und miteinander verschraubt, dass sich ein texturenreiches soundbild ergibt. das aufmerksamkeit erzwingt, sowohl dem fortgang zu frönen, als auch den einzelnen details. dieser feingliedrigen perkussion, die blechern stöbert oder handclaps imitiert, der kollernden gitarre, den freien backgroundstimmen. und dann ist da dieser gesang, der sich zwischen engelsgleich und sirenenhaft einschmiegt, der verlockung verheißen und fallenstellend unbill bedeuten kann. während sich also erdfarben ein rhythmuskleid bildet, wird es umwebt von allerlei gelb- bis brauntönigen mustern und konturen. nicht von ungefähr drängt sich dieses bild auf, will die junge künstlerin doch auch natur wiedergespiegelt sehen.

neben der in austin lebenden sängerin und songwriterin, die sich vornehmlich dem gesang, aber auch der gitarre widmet, agieren gina dvorak (vocals, guitarm banjo), karla manzur (vocal,s keys), lindsey verrill (cello), christopher cox (bass, guitar, synth) und matthew shepherd (drums, percussion). hier eine resonator gitarre, dort eine harfe, hier etwas looparbeit, dort ein wenig vibraphon zeigt auf, wie ziseliert sich am klangabenteuer abgearbeitet wurde.

ein cd-exemplar des neuen albums hat uns bb*island freundlicherweise zur verfügung gestellt. wir verlosen es. um in den lostopf zu kommen, schreibt bitte eine email an klienicum at posteo dot de mit dem betreff "falconbow", dazu Eurem namen und die vollständige adresse. die losfee greift am 11. april in den topf, am 12.04. geben wir den gewinner bekannt, hier und per email und versenden das scheibchen. wir wünschen viel glück!


Dienstag, April 05, 2016

konzert: crystal soda cream, 02.04.16


es geht nicht um das vielleicht offensichtliche profitieren, um synergien im besten sinne, um ein endloses befruchten, voneinander etwas haben, dass sich daraus vielleicht wieder ein wechselseitiges zwangbehaftetes entgegenkommen ergäbe. da ist eine andere form des miteinander zu entdecken. oft nur die bloße freude am teilen, ein zugetan sein. effekte kommen allein. fast sind sie zwingend.
die unbebilderte, längst organische allianz aus deutschen und österreichischen musikern und labelleuten, wir hatten an anderer stelle ausführlich berichtet, trägt längst früchte. da spielt eine band aus der alpenrepublik mitten in der bayerischen hauptstadt zur plattentaufe auf, das event organisiert von einem hiesigen, der gerade erst sein eigenes werk u.a. von den österreichern von totally wired befördert sah, begleitet von allerlei illustren gästen aus beiden lagern wohlgemerkt.

doch ob des publikums kann man sich an diesem abend zunächst nicht sicher sein, wer tatsächlich für den musikalischen teil des happenings kam, wer dagegen stammgast des clubs ist, wer sich vielleicht nur neugierig verirrt hatte. die mählich einfallende nacht kennzeichnet alsbald aber auch einige namhafte gäste. aus dem dunkel tauchen bekannte gesichter der münchner kleinlabelszene auf, hier echokammer-, gutfeeling records- leute, dort schreiberlinge und andere wissende, aufmerksame beobachter, nicht zuletzt die wiener twr abordnung, die die vorstellung der neuen platte ihrer band crystal soda creambegleitet.

vor der tür noch laue frühlingsluft, im kleinen club an der gabelsberger eine musik, die bei aller kühle und distanziertheit, die ihr immanent ist, doch mit einem warmen segenszug regiert, der leib und magen trimmt. es ist eine ungewöhnliche art der gegensätzlichkeit, als hätte man es wahrhaft mit den grundelementen zu tun. dem stoikersound, fast schon blasierter zurückgenommenheit, getrennt vom rhythmusbetonten bass und ihn flankierendem schlagwerk, das so knallig und kräftig klingt, als wollte es die welten deutlich machen, dazu der strenge gesang aus einem männlichem organ, das so gar nicht männlich klingt und dennoch nicht dem geschlechte fremd ist, die melodie fassende und ehrerbietig ausbreitende gitarre, die auch zu straffung dienen kann. das konzept hat so vollkommene momente, die in ihrer einfachheit gedankenknospen treiben lassen, woher und wohin. doch auch der zögerlichst denkende wird nicht epigonenhaftes unterstellen, ausmachen dürfen. 

mit "work & velocity" wird am 23.04. der zweitling des dreiers aus theresa adamski, philipp forthuber und sebastian ploier erscheinen und ward vorgestellt mit einiger trefflicher ausbeute. nicht zuletzt, weil das repertoire um deutschgetextetes ergänzt wurde, was sich hervorragend in den gesamtkontext einfügt. das martialische, kontrollierte programm lässt sich prima stampfen. der club war einige mal in bewegung.

setlist: expedition corps / command control / work & velocity / past aggression / september / boring rain / schlag zu, lauf weg / rationale arbeitsschritte / dead again / saurer hauch / escape from vienna

komplettiert wurde der abend durch die ankündigung des neuen murena murena albums. vorfreude! am 09. april in der milla dann mehr, dann live, dann alles ganz in echt!

(fotos? fehlanzeige, kamera vergessen. obiges bild habe ich von der facebookseite der band geklaut. sorry.)
konzertdaten! nicht verpassen!


Montag, April 04, 2016

neue töne (1608): hello ocho


photo by aloysius harmon 

die konfusion als beständiger teil der expression. ein verwirrspiel, eine konzentration in der manie. hello ocho klingen wie auf lsd und das ist alles andere als ein ausdruck der empörung. den vielfachen abstufungen folgend landen wir bei einer brillanz, die es in dieser genrefreien zone ansonsten kaum zu finden gibt. die verwurstung von stilen, und wir reden hier von konkreten kerngebieten wie krautrock, pop und rock, aber auch psychedelic oder tropicalia bis hin zum jazz, ist nicht weniger als ein merkmal, es ist nur noch bloße erinnerung, wenn man abgetaucht ist in dieses klangabenteuer der fünf jungs aus atlanta.

mit "in portugese" legen sie gerade ihr zweites album vor und finden einen pfad mitten durch die referenzhölle, an deren bergmassiven namen wie the flaming lips, notwist, can oder animal collective kleben. die songstrukturen sind klar erkennbar, werden jedoch zugunsten mal ausgelassener, dann wieder gebundener spielereien aufgegeben. stets sind die arrangements aber gefordert, wie am gängelband kontrolliert, hier wird keinem ausläufer hofiert, vorrang hat die kollektivleistung. die pulverisiert ideen und bildet kaleidoscopartige traumfahrten ab. das mag cinematoskopische anleihen haben, sorgt aber immer für unruhe auf des hörers sitzgelegenheit. wenn es den armen kerl nicht gar zum tanzbein schwingen anregt. fuzzy gitarren, ein getriebenes schlagwerk, die leicht angekantelte stimme, die auch einer siebziger jahre kapelle zu ende des jahrzehnts gut gestanden hätte, entzücken im verbund, abgesehen von kosmischer entrücktheit, die den background bildet.

stark auch, wie sich beispielsweise der titeltrack geriert, diese ungeschönten brasilanleihen. lauter blender. geruhsam hinfort. perkussives streben, ein vibraphon, das fiebert. die bewegungsarmut löst sich alsbald auf und kulminiert in einer freudigen angeheiztheit. die trägt durchs gesamte album und die leere, die man empfindet, wenn es zu ende geht, ist fast unerträglich. aber man hat ja die möglichkeit, das scheibchen von neuem rotieren zu lassen.

die band gibt es seit ca. 2010, sie agierte zunächst als trio mit chris yonker (vocals, guitar), john gregg (drums) und clinton callahan (bass). 2013 erschien das debütalbum, nicht unüblich blieb es ohne titel. mit chris childs (vibraphone/percussion) und christian shepherd (synths, vocals) fand man soundförderliche mitglieder, die vor allem der erxperimentierlust der band vorschub leisteten.

Sonntag, April 03, 2016

eingestreut (922): spires that in the sunset rise with michael zerang


die protagonisten muss man nicht weiter vorstellen, wir machen es trotzdem, weil sich zum bewährten spires that in the sunset rise ensemble ein weiteres mitglied eingeschleust hat. von vorn, zunächst haben wir kathleen baird (ocals, harmonium, flute, spike fiddle, banjo) und taralie peterson (vocals, cello, mbira, banjo ukulele, electric guitar), die bereits über sieben alben hinweg ("beasts in the garden" war im vergangenen jahr das bis dato letzte full length) ihren zauberreigen aus weird-, freefolk und freejazz über uns ausbreiteten. in michael zerang (drums, percussion, zither) fanden sie zuletzt einen kongenialen partner, mit dem aufnahmen aus 2011 nun eine veröffentlichung fanden. für den kassettenrelease zeichnet no index recordings verantwortlich.
zwischen all die munteren hexereien darf man dem unverdrossenen anschlagen zerangs folgen, der den fellen eine weichheit abtrotzt, ein verlangen nach neuem beschlag, einen nachhall, ein einfinden in die abstrakte performance der beiden schamaninnen, wie man sich kaum ein galanterer an ihre seite denken könnte. es ist ein anwährendes an- und abschwellen, durchbrochen von flöten bestimmten ausflügen, den schnell einschießenden drumpassagen, den anhaltenden gesängen. es ist ein stetes für und wider, ein eintauchen in den mahlstrom, den die sinne bescheren. vier tracks.

Samstag, April 02, 2016

glotzt nicht so romantisch (681): sam beam and jesca hoop


schöne alt. country-, folk- nummer, die uns dieses duo da mit "valley clouds" spendiert, demnächst soll es mehr von den beiden geben, sub pop veröffentlicht das album "love letter for fire" mitte april, bis dahin gibt es diese bewegten bilder von: sam beam and jesca hoop:

glotzt nicht so romantisch (680): laura gibson


auf das neue album "empire builder" der wertgeschätzten laura gibson hatten wir bereits verwiesen. gestern ist es dann endlich erschienen. wir feiern das, in dem wir Euch das offizielle video zum albumtrack "not harmless" vorstellen.  wir ergänzen um zitate und die livetermine laura gibsons für deutschland:

laura gibson: "not harmless" is about standing up for myself: defining womanhood on my own terms. it may be a critique of social expectations, but more so it's a critique of my own behavior and insecurities. i must add that i have always always wanted to write a song in which i was the villain, to hold that sort of agency, to reimagine myself in my most self-serving no-fucks-given form. so lines like, “i'll be the thief you forgot to chase, the bramble sprung back in the hero's face” gave me great pleasure to write.
 regisseur derrick belcham: "the video is an attempt to capture a multi-angle viewpoint of the various aspects of the singer's insecurities in the music video environment. each of the dancers embodies a specific discomfort or complex that raises its head during the process of being on camera, exposing oneself through songwriting and 'being' in the world in general. their actions reflect the shifting battle that an ego faces when the spotlight is turned on it."

02.05. Berlin, Kantine am Berghain
03.05. Leipzig, Werk 2

Freitag, April 01, 2016

eingestreut (921): sarah davachi


über sarah davachi brauche ich nicht weiter ausführen, denn alle wesentlichen details ihrer karriere verarbeitete ich in zwei notizen 2015. hier unter anderem die wichtigsten veröffentlichungen sowie angaben zum debütalbum "barons court", hier ausführungen zu kleineren releases mit aktuellem bezug. mit "dominions" wurde uns seit geraumer zeit ein zweitling versprochen. jaz records, das sich für die neuerscheinung verantworten soll, gibt nach herbst letzten jahres nun den aktuellen märz als releasetermin bekannt. das kleine label führt aus, dass es sich um ein werk mit einem sittsameren angang handle, dass weichere töne dominieren und nur feine bewegungen in der struktur nachzuvollziehen sind. die aufnahmen entstanden vorwiegend in vancouver, im wesentlichen an davachi typischen geräten, gebrauchten, bejahrten synthesizern, samplern usw.
auf dem album werden fünf kompositionen von unterschiedlicher zierart zu hören sein. mit "ordinal" gibt es einen mehr als fünfminütigen ausschnitt auf der labelseite zu hören. es ist aber bislang der einzige appetithappen auf das werk. die obige abbildung ziert das albumcover.
wir ergänzen, dass mit "dwellings and implements" sowie "all my circles run" weitere langspieler auf important bzw. students of decay noch in diesem jahr erwartet werden sollen.
zur einstimmung hängen wir eine kollabo mit richard smith an.

Donnerstag, März 31, 2016

eingestreut (920): konzerte münchen april 2016


die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)

01.04. friends of gas, milla
01.04. i heart sharks, strom
01.04. catholic guilt u.a., kafe marat
01.04. matthew stevens trio, unterfahrt
01.04. modest / miss mango, import export
01.04. ströme, cord
02.04. mauli u.a., orangehouse
02.04. hatehug / oakhands, kafe kult
02.04. ein gschlößl pöschl mit cavenati, mug im einstein
02.04. crystal soda cream u.a., enrico palazzo
02.04. fräulein brecheisen u.a., import export
03.04. the franklin electric, milla
03.04. suddenly human, import export
03.04. anne clark u.a., ampere
03.04. scout niblett, glockenbachwerkstatt
04.04. bamesreiterschwartzorchestra, unterfahrt
05.04. bobobo, tonhalle
05.04. bänz oester and the rainmakers, unterfahrt
05.04. chvrches, tonhalle
05.04. gavin james u.a., kranhalle
05.04. manu dibango & soul makossa gang, ampere
06.04. claudia schwab trio, milla
06.04. stereo total, strom
07.04. herman kolgen / islaja / dina kelberman, mug im einstein
07.04. battles u.a., kammerspiele
07.04. eric schaefer & the shredz, unterfahrt
07.04. bombay, strom
07.04. niogi, bar gabanyi
07.04. kristofer aström, substanz (soundbsp.)
07.04. go march, orangehouse
07.04. liann / poure elise, milla
07.04. breit u.a., glockenbachwerkstatt
08.04. el rancho, milla
08.04. monsieur doumani, import export
08.04. joey defrancesco trio, unterfahrt
08.04. frokedal, ampere
08.04. austin miller / the moonband, baal
08.04. dobré u.a., orangehouse
08.04. donovan, freiheiz
08.04. pourelise, volkstheater 
08.04. zwoastoa, strom
09.04. the 1975, tonhalle
09.04. the meteors, strom
09.04. gurr / glyders, kafe kult
09.04. teh deadful greats, stragula
09.04. the rifles, backstage halle
09.04. murena murena, milla
10.04. birth of joy u.a., milla
10.04. isolation berlin, kranhalle
10.04. the 1975, zenith
10.04. gogo penguin, ampere
10.04. demierre - dörner - kocher, mug im einstein
11.04. neck deep, strom
11.04. lola marsh, muffatcafe
11.04. patrick wolf, ampere
12.04. bartomuk, milla
12.04. china moses, unterfahrt
12.04. spiritual beggars, strom
12.04. elliphant, ampere
13.04. mäkkelä / nightbird, glockenbachwerkstatt
13.04. rusconi, milla
13.04. kakkmaddafakka, freiheiz
13.04. protomartyr, orangehouse
13.04. nalan381, unter deck
14.04. jacques palminger, milla
14.04. emily wells, orangehouse
14.04. artwhy u.a., import export
14.04. noel gallagher u.a., zenith
14.04. belphi u.a., glockenbachwerkstatt
14.04. l'aupaire, strom
15.04. jochen distelmeyer, volkstheater
15.04. jamie woon, technikum
15.04. brian fallon & the crowes, muffathalle (ausverkauft)
15.04. jamie woon, technikum
15.04. mobina galore u.a., kafe marat
15.04. markus rill and the troublemakers u.a., orangehouse
15.04. blurt feat. ted milton / the grexits, import export
15.04. the living, kranhalle
15.04. talco u.a., backstage werk
16.04. kreisky, milla
16.04. saga, muffathalle
16.04. the mergers, import export
16.04. adhd, unterfahrt
16.04. vait, strom
17.04. laibach, muffathalle
17.04. the tidal sleep / svalbard, kafe kult
17.04. the dunwells u.a., strom
17.04. arstidir, kranhalle
18.04. me and my drummer, ampere
19.04. jonas alaska u.a., milla
19.04. locas in love, kranhalle
19.04. leo stannard, orangehouse
19.04. muncie girls, strom
19.04. tonbruket, unterfahrt
19.04. trans love energy, glockenbachwerkstatt
19.04. annenmaykantereit, muffathalle (ausverkauft)
19.04. akua naru, ampere
19.04. the body u.a., hansa 39
20.04. allen stone, strom
20.04. aldous harding, kranhalle
20.04. bill cobham band, unterfahrt
20.04. annenmaykantereit, muffathalle (ausverkauft)
21.04. felix meyer und band, milla
21.04. sawtout, mug im einstein
21.04. juliette and the licks, freiheiz
21.04. parra for cuva, strom
21.04. nada surf, muffathalle
21.04. spring void, kafe kult
21.04. zoo escape u.a., unter deck
22.04. sasebo, milla
22.04. chui wan u.a., import export (soundbsp.)
22.04. joasihno, einstein kultur
22.04. northern lite, muffathalle
22.04. lucius, strom
22.04. vivencias de las americas, kulturjurte
22.04. jaya the cat / rapid, hansa 39
23.04. paper tigers, muffatcafe
23.04. pvris, strom
23.04. xavier rudd, tonhalle
23.04. mule and man / grgr, hansa 39
24.04. martin auer quintett, milla
24.04. majmoon u.a., import export
24.04. heisskalt, kranhalle (ausverkauft)
25.04. counterfeit, strom
25.04. radiation city, ampere
26.04. heather peace, hansa 39
26.04. teleman, strom
26.04. night birds / honeymoon, kafe kult
26.04. alex goodman trio, unterfahrt
26.04. il tempo gigante, heppel & ettlich
27.04. lea u.a., milla
27.04. matt simons u.a., hansa 39
27.04. turin brakes, strom
27.04. coeur de pirate, freiheiz
27.04. vladimir kostadinovic 'mindeness' group, unterfahrt
28.04. treetop flyers, orangehouse
28.04. san antonio kid u.a., import export (soundbsp.) 
28.04. shalosh, bar gabanyi
28.04. sophia, ampere
28.04. eugene chadbourne, stragula
28.04. karma to burn u.a., sunny red
29.04. jonathan kluth, milla
29.04. kevin seconds, südstadt
29.04. the record company, orangehouse
29.04. mine, strom
29.04. jisr, import export
30.04. bukahara, hansa 39
30.04. pecco billo u.a., import export
30.04. sunset sons, technikum
30.04. the foreign resort, kafe kult (soundbsp.)

Mittwoch, März 30, 2016

neue töne (1607): vorschau orange blossom special 20, teil 4 (+ticket competition)


der vorschauen drei haben wir für das orange blossom special ausgabe 20 geschrieben und darin hinweise auf die gästeschar fallengelassen. einige bands haben wir in kurzen notizen erwähnt, andere dem namen nach beziffert. die auswahl der künstler ist groß, die vom 13.-15. mai das beverunger glitterhouse rund bespielen werden. wir durften auf die mittlerweile etablierten get well soon aufmerksam machen, auf die aufstrebenden heimatt, auf gestandene acts wie etwa hugo race, lest hier oder hier. um noch einmal alle beisammen zu haben, reichen wir auch den kompletten zeitplan an, um Euch die planungen für den kommenden besuch beim obs zu erleichtern.

freitag, 13. mai
HEIMATT 17:00-18:00
SHOOK TWINS 18:25 - 19:25
THE BUTTSHAKERS 19:50 - 20:50
TRÜMMER 21:15 - 22:15
HUGO RACE & THE TRUE SPIRIT 22:45 - 23:55

samstag, 14. mai
LÙISA11:30 - 12:30
THE LORANES 12:55 - 13:55
JOSEFIN ÖHRN & THE LIBERATION 14:20 - 15:20
AIDAN KNIGHT 15:55 - 17:00
MY BABY 17:25 - 18:30
PLEASANT GROVE 19:00 - 20:10
DIE NERVEN 20:40 - 21:50
GET WELL SOON 22:30 – 23:45

sonntag, 15. mai
SURPRISE ACT 11:30 - 12:30
CHANTAL ACDA 12:55 - 13:55
LOVE A 14:20 - 15:30
XIXA 16:00 - 17:10
SPIDERGAWD 17:40 - 18:50
VITA BERGEN 19:20 - 20:20
MIRACULOUS MULE 20:50 - 22:00
EINAR STRAY ORCHESTRA 22:30 - 23:45

das komplette programm findet Ihr hier inkl. der auftritte auf der minibühne und aller umrahmenden veranstaltungen.


TICKET-COMPETITION
wie auch in den vergangenen jahren haben wir die ehre tickets zu vergeben. um genau zu sein: 2x2 karten für das orange blossom special nr. 20. dass die ziemlich begehrt sind, habt Ihr sicher registriert, denn nach nur wenigen stunden war auch heuer der vorverkauf der diesjährigen obs-ausgabe für beendet erklärt worden.

nun denn, die wertvollen tickets geben wir gern an Euch weiter, insofern Ihr Euch ein bißchen mühe macht. in die auswahl kommen all jene, die eine collage (= (Kunst) Technik der Herstellung einer Bildkomposition durch Aufkleben von verschiedenfarbigem Papier oder anderem Material [duden]) basteln, auf der es thematisch um eine raketenschnecke, das obs an sich und "den künstler" selbst, also Euch geht. Ihr habt gute zwei wochen zeit dafür, einsendeschluß ist der 17. april. am 18.04. geben wir die beiden gewinner bekannt (hier, per email und auf facebook), nachdem die eingetroffenen werke ausgiebig von einer fachkomission bestehend aus unserer emsigen glücksfee und mir persönlich begutachtet wurden.

noch mal in aller kürze
- collage, aus welchem material auch immer, mindestgröße a4
- einzusenden an: das klienicum, c/o e. klien, an der isen 2, 84539 ampfing
- einsendeschluß (die collage muss spätestens vorliegen am): 17. april
- bitte unter angabe Eures vollständigen namens plus wohnort
- am 18. april werden die gewinner benannt, sie stehen dann auf der gästeliste des obs 20
bei fragen: nutzt die kommentarfunktion hier im blog. der rechtsweg ist ausgeschlossen, wir wünschen viel spaß und noch mehr glück!

ach ja, die schönsten werke werden wir hier veröffentlichen (wer also etwas einsendet, erklärt sich gleichzeitig mit der zurschaustellung einverstanden).

Dienstag, März 29, 2016

eingestreut (919): matt carlson / michael stirling / doug theriault


heute gibt es einen hinweis auf einen root strata release, der ende april erscheinen wird. es handelt sich um die "aakash" getaufte veröffentlichung von matt carlson / michael stirling / doug theriault, welche auf 300 stück limitiertem vinyl erscheinen wird. die drei benannten künstler gingen mit diesem release ihre erste gemeinsame produktion an, sind aber längst gewappnete helden der szene. aus liveimprovisationen heraus entstanden irrlichterne aufnahmen, die von carlson (golden retriever) mittels analoger synthesizer vorangetrieben wurden, deren output von stirling (ein schüler des hindustani meisters pandit pran nath und student von terry riley) mittels trällerndem gesang beackert wird, während sich theriaults gitarrenspiel bzw. seine elektronika addieren. ein unruhig mäanderndes, erdfremdes vergnügen. ein ausschnitt:

Montag, März 28, 2016

neue töne (1606): pollyanna


zur vorstellung der band pollyanna greifen wir auf einen artikel im klienicum zurück, der bereits acht jahre alt ist. damals suchten wir im netz nach den franzosen und fanden dazu: "[...] isabelle casier, die pollyanna zunächst als soloprojekt gründete, und david lopezder, der etwas später in ihren bannkreis gelotst wurde, um fortan mit dame als duo durchzustarten." die weitere recherche machte am ausstoss des projekts fest: "so geht es nun seit ende 2002 gemeinsam auf reisen und ins studio. nach der "cow-boys" ep aus 2001, die isabelle noch allein auf den weg brachte, folgt in 2004 "whatever they say i'm a princess". "on concrete" heißt nun der nachfolger, der ganz frisch im mai auf den markt kommt. waterhouse records zeichnet, nachdem der vorgänger im selbstversuch herausgegeben wurde, für diesen release verantwortlich."

auf ihren erstling, so wird das 2008er album "on concrete" allerorten bezeichnet, folgte 2012 die "spring" getaufte ep und 2013 ihr zweites full length "the mainland." mit solaris empire hat sich endlich auch ein hiesiges label der französin angenommen und veröffentlicht letztgenanntes werk ende april auch bei uns. die band ist etwas angewachsen, weist streicher und vor allem auch einen schlagzeuger auf.

vor etlichen jahren versuchten wir uns schließlich auch am produkt: "pollyannas musik geht weit über den im hausgebrauch üblichen folk hinaus, er ist kräftiger, urbaner, als stieße er sich von den unverputzten mauern der pariser vorstädte ab. zugleich ist er aber auch intellektuell und prosaisch, auffordernd und niemals anbiedernd. fundament ist perfektes handwerk und phantasie zur improvisation. nie gestelzt und dennoch kunst. wenn man allein die gesamte instrumentenschar, die benutzt wird, aufführte, müsste ich eine blogerweiterung vornehmen."

auch heute sind vor allem streicher zu nennen, von denen eine wohlige wärme ausgeht, bratsche, violine und kontrabass fassen den song ein, über den sich diese maßvolle stimme legt. casier klingt stets, als wolle sie nicht zu sehr ins rampenlicht rücken, als sei es ihr etwas peinlich, dank ihrer aktivität wahrgenommen zu werden. doch der raue charme des französischen südens stösst sich an ihren stimmbändern ab und schwingt im besatz ihres gesangs mit. das ist ein kräftiger ausdruck und dennoch mit einer sachtheit belegt, die ihren vertraulichen songs etwas wahres verspricht. vielleicht addiert man etwas von hautpstädterischer gelassenheit hinzu, etwas weltmännisches auch, einen offeneren blick, dann findet man zu isabelle casier. und ihrem album "the mainland". bitte kaufen.


Sonntag, März 27, 2016

eingestreut (918): candace


zwei jahre pause hatte die band zu verkraften. doch sarah rose und sarah nienaber folgten schließlich ihrer kollegin mara appel deslauriers in den nordwesten amerikas. mit ihrem jüngsten release "new future", gerade auf found object records erschienen, finden sie zugleich zu ihren stärken zurück. die aufgedrehten gitarren, die four-on-the-floor drums und die schwebevocals im kollektiven phase-out vereinen sich zum "witchgaze" getauften klangabenteuer. stets flunkert ein optimistischer geist durch die formal perfekt umgesetzte musik. der dreier formierte sich 2009 in minnesota und trumpfte schon damals mit einem westküsten orientierten sound auf. sie verleibten sich patti smith und jesus and mary chain ein und firmierten unter is/is. den bandnamen legten sie schließlich (aus offensichtlichen gründen, aber auch einer dramatischen nahtoderfahrung wegen auf der straße während einer tour) im letzten jahr ab und benannten sich in candace um. in der portlander szene haben sie mittlerweile eine feste heimat gefunden und sind eine nicht wegzudenkende größe geworden. mit ihrem neuling setzen sie nun mehr als nur ein ausrufezeichen. "new future" ist ausdruck ihres zusammenhalts, ihrer freundschaft und ihres potentials.
neil weir unterstützte die mädelscrew bei den aufnahmen in den historischen old blackberry way studios von minneapolis. zum einsatz kam diverses klanginstrumentarium, es heißt sie gingen einige risiken ein. hört/seht ein beispiel selbst.



Samstag, März 26, 2016

glotzt nicht so romantisch (679): big thief / rm hubbert / damien jurado

mit "masterpiece" veröffentlicht die truppe aus brooklyn ende mai ihr debüt auf saddle creek records, in welche richtung das geht, verrät sehr anschaulich das nachfolgende video zum titeltrack (inkl. bonussong): big thief:





an seinem neuen projekt arbeiteten u.a. katryn williams und rachel grimes mit, die veröffentlichung von "telling the trees" ist für den 29. april (chemikal underground) vorgesehen, ein erster track, ein erstes video: rm hubbert:



sein neues album "visions of us on the land" erschien am 18. märz auf secretly canadian, es ist der trilogieabschluss, folgend auf das 2012er "maraqopa" und das 2015er "brothers and sisters of the eternal son", "qachina" ist ein aktuelles video (bitte tourdaten beachten): damien jurado:



damien jurado
20.04.2016 Berlin (DE), Columbiatheater
21.04.2016 Hamburg (DE), Uebel & Gefährlich
28.04.2016 Köln (DE), Stadtgarten