Sonntag, Februar 07, 2016

zu gehör getragen (201)

savages – adore life (2016)
> das zweite album der londoner erwischt einen wie eine kalte welle, der erste moment changiert zwischen belebender wirkung und schock, danach möchte man nur noch die beine in die hand nehmen, um kartierter langeweile zu entwischen, 3/5
 
porches – pool (2016)
> lo-fi hin, d.i.y. her, der amerikaner musste sich nicht häuten. herrlich, wie die harmonien schrägen, wie echo täuschen, wie der plumpen behauptung der zahn gezogen wird. kein neu, kein anders, ein ewiges immerso, ein prinzip. gemein. wie einfach. übertölpelnd, 3,5-4/5
 
t-shirt weather – pig beach (2016)
> die durhamer poppunker sind so unterhaltsam wie sie gitarrenbefeuert und haudrauf gesteuert sind, hinzu addieren sie positive signale in trompeten- oder streicherform, das ist über acht beissertracks hinweg kommod, 3-3,5/5
 
the prettiots – funs cool (2016)
> hübsche ideen zwischen surfsound und handclaps versteckt, dazu eine prise sexyness und schon..., reicht es nicht für mehr, da waren die versprechungen größer - worauf immer sie sich auch gründeten - als die letztlich etwas dröge popware, 2,5-3/5

neue töne (1587): dubb nubb


unter dem fidelen namen dubb nubb agieren die zwillingsschwestern hannah und delia rainey. ihre letzten aufnahmen subsumierten sie unter "it's weird in this world". heute sind sie 23, als sie begannen, aufnahmen ins netz zu stellen und sie der duplizität anheim fallen zu lassen, erst 15. so sammelte sich einiges an, dass der geneigte hörer konsumieren könnte. wir empfehlen jedoch erst einmal konzentration auf das vorliegende, neue album zu legen. die kleinen folksongs, man möchte sie so nennen, weil sie häufig nur mit ukuelele und/oder gitarre auskommen, blitzen auf, stechen ins auge und spiegeln sich deshalb zwielichtig unter der hirnrinde ab. dieses keckern, kolorieren, konspirieren, Ihr werdet hören, was ich meine, macht einen selbst ganz kirre. an stellen, an denen man es nun wahrlich nicht vermutet hätte, taucht ein meckern, ein aufschrei auf, verrückt. oder diese spontanen wendungen, wenn die melodie zerbricht und um eine ecke schöner wieder neu auftaucht. und zugleich liegt in dem gesang der beiden so viel mut, so viel aufrichtigkeit, so viel freude und ernsthaftigkeit.
hannah und delia haben mit jesse markway im dvd home in columbia aufgenommen und diese sieben song umfassende sammlung im oktober des vergangenen jahres veröffentlicht.



Samstag, Februar 06, 2016

neue töne (1586): porches


musik unterstreicht (nicht nur). wir haben bilder im kopf, die sich unter die töne legen. lautmalerei. wenn man bei porches neuem album "pool" unter gleißender sonne allerorten glitzer sieht, beweist das nicht weniger, als dass worten taten folgten. denn aaron maine möchte teil des ganzen sein. ob wir einem nepper, schlepper, bauernfänger auf den leim gegangen sind, wird sich nicht vollständig enträtseln lassen. es ist wie mit schokolade und alkohol, sie machen süchtig. 

die billigen synthietrauben hängen nicht hoch genug, um ihrer saftigen saat nicht habhaft zu werden. das versprechende, falsettstimmelnde gesäusel des protagonisten erzeugt schwindel. in einer ewig erscheinenden rotation, die immer wieder ins elliptische abdriftet, nimmt die kopflosigkeit des hörers zu. die abfolge von elf ein-wort-songs und einem ausbrecher, der sich erst mit drei termini zufrieden gab, ist im besten sinne liquide. wie aus einem guss, dramaturgisch dem fragilen konzept folgend, ergänzt um beataspiranten, bassblässe und porzellanem soundweben. und einem zitateabenteuer.

porches ist aaron maine, aus new york. aaron maine ist porches, grenzen verschwimmen. identitätenschwindel ist das noch lange nicht. die poliertheit hat kratzspuren, der grind der alten tage schabt über das fremde terrain. lofi hin, d.i.y. her, der amerikaner musste sich nicht häuten. herrlich, wie die harmonien schrägen, wie echo täuschen, wie der plumpen behauptung der zahn gezogen wird. kein neu, kein anders, ein ewiges immerso, ein prinzip. gemein. wie einfach. übertölpernd. wer nicht wusste wohin, blieb. kratzte die abstraktion, bebilderte selbst die weißen wänden. die von elementen gesäuberte atmosphäre schrie nach überhang. 

silbrig, ein gespinst, das milchglas gesprengt, ist nur die halbe miete. dahinter der sänger im gewand des geschassten taxifahrers, der beim fahrpreis mogelte. säuselnd-leiernd der refrain, ein stolzer abspann, der nur gelegenheit ist. neuerlich hand anzulegen. musik unterstreicht. den wandel. der. immer bleibt.

"pool" erschien am 05. februar auf domino records. von einer ausufernden tourneeplanung ist die rede, in der sicher auch deutschland einen platz finden wird.

Freitag, Februar 05, 2016

eingestreut (922): the skiffle players


mit der bloßen aufzählung, wer sich hinter the skiffle players versteckt, sollte man sich mit dieser ankündigung schnell freunde gemacht haben. es wären da also neal casal, dan horne, cass mccombs, farmer dave scher und aaron sperske zu nennen. eine truppe aus soloaktivisten bzw. bandmitgliedern von beachwood sparks, jonathan wilson oder chris robinson brotherhood.
"omie wise" ist ein erster aufgalopp auf wiesenweiches weideland, das man sich sowohl bei auf-, als auch bei untergehender sonne ganz prima vorstellen kann. entweder mit dem frisch dampfenden morgenkaffee stehend auf der veranda oder aber nach getaner arbeit mit einem frischen bier auf der hollywoodschaukel. spiritual pajamas zeichnet für den selbstbetitelten release verantwortlich, das vinyl kommt im gatefold sleeve und ist auf 1000 stück limitiert.


neue töne (1585): haley heynderickx


eine wunderschöne ep legte uns haley heyndericks ende januar vor. vier songs, die von ihrer stimme dominiert werden, einem kirren, wie festem organ. es beschleunigt die erinnerung an eine vielzahl ähnlicher kundschaften, will sich aber nicht einordnen lassen. vielmehr findet es ein zuhause in der elektrisch dominierten soundklanglandschaft. einer von schwingungen belebten gitarre, ein fleißiger, ungebremster bass und immer wieder pianoklänge, vorsichtiges drumming. das ist handfest und diffizil zugleich. größten anteil daran hat diese zerbrechliche, empfindsame stimme haleys. die junge dame wurde in stockton geboren und wuchs in oregon auf. in ihrer familie gab es wenig an musikalischer erfahrung, aber die junge haley wollte es wohl versuchen, nachdem sie geträumt hatte, eine weibliche ausgabe jimi hendrix zu sein. die eltern gaben irgendwann nach und gestatteten gitarrenunterricht. zurückgreifen musste man dabei auf den einzigen lehrer, der in der kleinstadt zu haben war, einen bluegrass veteranen. hier finden sich also die wurzeln für songwriting, die liebe zur countrymusik, zu akustischen elementen. die beeinflussung durch dylan, drake und viele andere heroen der sechziger und siebziger inklusive. doch auch die aktuelle musik blieb nicht ohne wirkung, so dass sich haley heyndericks aus vielen fächern bedient. umsetzen konnte sie ihren ideen alsbald auch besser in einem bandformat, so dass ihre soloaktivitäten erst einmal an den haken gehängt wurden. mit an bord sind auf ihrem selfrelease "fish eyes ep" lily breshears (bass, piano), lex fitch (drums) und colyn cameron (piano, bass).


Donnerstag, Februar 04, 2016

glotzt nicht so romantisch (672): barbagallo


ein klassischer nachreicher. aus dem vorvergangenen jahr. da erschien "amor de lonh" auf la souterraine. und ich meine, dass almost musique ein jahr später noch einmal nachlegte. der bursche jedenfalls bietet darauf einen herrlich naiven sound, garniert mit sensiblen geschichten. das ganze in französisch. (julien) barbagallo stammt aus melboure und spielt das schlagzeug bei tame impala bzw. aquaserge, wenn er eben nicht solo unterwegs ist. den nachfolgenden track finde ich wunderbar und muss ihn deshalb... nachreichen.



glotzt nicht so romantisch (671): witching waves


photo by david garcia

von der truppe wollte man Euch gern mehr näher bringen. doch aktuell muss man sich noch mit zwei tracks begnügen, wobei einer davon bereits in videogestalt daherkommt. beide sind ordentlich gedrillte powerpunker, die sich der herben melancholie des new wave bedienen. der langmut und die tristess werden unter straffen gitarren und dem penibel klopfenden schlagwerk aufgerieben. mit "crystal cafe" legt der dreier aus ed shellard (bass), emma wigham (vocals, drums) und mark jasper (guitar, vocals) den nachfolger des erstlings "fear of falling down" (2014) vor. die londoner witching waves veröffentlichen am 26. februar auf soft power records im uk und via happy happy birthday to me in den staaten.
verweisen möchten wir noch auf den splitrelease mit rattle, der ende 2015 auf kassette erschien: klick!



Mittwoch, Februar 03, 2016

neue töne (1584): banned books


es gibt nichts schlimmeres als heimlichgetue. das sieht dann so aus, dass ein label den mund wässrig macht, auf bandcamp das neue album einer irre geilen band ausstellt, ohne dabei jedoch auch nur irgendeinen ton kundzutun. bis zum veröffentlichungstermin soll man sich gedulden. geht nicht. also in die tiefen des internets getaucht, um wenigstens ein körnchen vom selbstbetitelten debütalbum des philadelphian dreiers zu erwischen. von banned books ist die rede, einer truppe, die seit 2008 ihr unwesen treibt, dabei einige besetzungswechsel hinter sich gebracht hat und immerhin doch mit xiu xiu oder deerhoof oder palm die bühne kreuzte. in der noiseszene ihrer heimatstadt fanden sie nicht zuletzt ein zuhause.

gemeinsam mit ava luna carlos hernandez und julian fader gingen sie ins studio, spielten ihren ersten longplayer ein und so bieten uns die aktuellen mitglieder matt dermond, april heliotis und zane kanevsky zumindest schon mal die herausragende single "fuselage" an. sie mäandert zwischen popseliger melodie und krachendem ausbruch. besonders dabei sind das austarieren der elemente, selten fand man sich in beiden welten so beheimatet. die gitarrenriffs wurden noch einmal durch den computer gejagt, das rhythmische zuckeln des basses beigelegt und die allgemeine nervosität, die ist immanent. das macht neugierig.
das "s/t" album erscheint am 23. februar auf ramp local und wird dann sicher auch mit ein paar mehr tönen abzuchecken sein.


Dienstag, Februar 02, 2016

zu gehör getragen (200)

pete astor – spilt milk (2016)
> die wenig zwanghafte verschmelzung von melodie und der zackigkeit einer feindlosen gitarrenspur gelingt einmal mehr, fast ein dutzend mal quälend gesunder harmonie, man könnte fast an ein gutes ende dieses daseins glauben, 3,5-4/5

the owl service – his pride. no spear. no friend. (2016)
> feinster psychfolk, der in seiner gelassenheit die tradition des british folk und die meisterschaft aktueller rockheroen zusammenführt, das dritte album der englischen band um steven collins trägt prägende züge, 3,5-4/5

yorkston/thorne/khan - everything sacred (2016)
> in bestbesetzung für ein solches projekt zwingt das trio abschätzige weltmusikgedanken in die knie und beweist vielmehr eine geglückte verbindlichkeit aus fernöstlicher und britischer folkloristischer tradition, 3,5/5

thousands – knew you in your youth (2016)
> traditionell warten bands aus dieser ecke der staaten mit stärkstem songwriting auf, da lassen sich die mannen um kristian garrard (mal wieder) nicht lumpen, auch der aktuelle longplayer vermengt kunst und lebendigkeit, 3,5-4/5

neue töne (1583): wil bolton


wil boltons tonlandschaft ist weniger einer verzückung nahe, als dass sie eine vertrautheit herstellt, die beruhigt und sanft wiegt. die komplexe verflechtung elektronischer töne mit field recordings und der beimengung eines breiten instrumentariums, aus zum beispiel akustischer gitarre und bass, führt in eine organische landschaft, die sich belebt zeigt und immer wieder dynamische momente aufweist. doch zuvorderst, dies offeriert sie an jedem einzelnen der zehn tracks der treffenderweise "february dawn" bezeichneten veröffentlichung, die am 02. februar via eilean records veröffentlicht wird. sanftes harferauschen nebst diffizilem synthiefeiern erwirkt sich aufmerksamkeit und sucht den weg in breiter vollendung. ein anschwellen beginnt, das von kirren feldaufnahmen gekreuzt wird. leider ist das physische produkt dieser spannenden aufnahmen wohl bereits ausverkauft. es handelt sich dabei um die bereits zwölfte veröffentlichung des briten, der "february dawn" zwischen september 2014 und dezember 2015 aufnahm. tätig ist er bereits seit 2010, seit dem hat er auf den verschiedensten labels seine kunst dargereicht, u.a. hibernate, time released sound, dronarivm und andere mehr. wenn Ihr interesse habt, noch an ein exemplar der schick gefertigten cds zu kommen, schaut auch mal hier nach: stashed goods (uk), direkt bei wil bolton oder auf experimedia. viel glück!


Montag, Februar 01, 2016

neue töne (1582): thousands


die veröffentlichung ist auf den 05. januar terminiert worden, wobei sie schon lange zuvor angekündigt war. entgegen dieser vorlaufzeit handelt es sich bei "knew you in your youth" um einen eher handelsüblichen longplayer, der elf tracks aufweist. thousands agierten in der besetzung kristian garrard (gitarre, gesang), der für das komplette songwriting verantwortlich zeichnete, luke bergman (bass), aaron otheim (electric piano) und evan woodle (drums). die unterstützung von david balatero am cello auf einem track soll nicht unterschlagen werden. aufgenommen wurde mit trevor spencer im the unknown von anacortes.
viele konstanten. doch deutlichere änderungen im soundbild, denen es nachzugehen gilt. waren beispielsweise auf dem 2013er album "dream isle" noch akustische werte präferiert, sind die beigaben der aktuellen produktion auf fülle programmiert. der klangkosmos ist reicher, dichter und bleibt dabei dennoch greifbar, weil fleischig und auf das einzelne element fokussiert. doch einen derart zelebrierten walzer wie in "i wanna know", die verkünstelung, maniriertheiten fand man früher eher selten. dass der staffelstab sofort einem gezügelten rocker in die hand gegeben wird, erst recht. doch das ist eben bestandteil dieser veröffentlichung, eine seiner stärken. während man dem kopf der band in sachen songwriting quasi alles zutraut, auf diesem album sind wahre songperlen zu finden, werden die arrangements ausgefeilter, decken sich die einzelnen lieder gegenseitig auf, so dass trotz der gegensätzlichen stimmungen nie der flow gestört ist. smooth, das tempo kalkuliert heruntergefahren, fasst kann man selbst in die gitarrensaiten greifen oder gemeinsam mit garrard ins mikrofon hauchen, da blitzt schon die orgel auf und wird von einer spitzen saitenschau flottiert. das ist anmutig und geht weit übers unterhaltsame hinaus, erst recht wenn über wesentlichkeiten des lebens philosophiert wird.
das lange warten hat sich definiert gelohnt, und die kehrtwende macht man gerne mit. hört rein, über die bandcamp beispiele gelangt Ihr zu mehr. kaufen nicht vergessen!

Sonntag, Januar 31, 2016

eingestreut (921): konzerte münchen februar '16


die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)

01.02. alessandro de santis big band, unterfahrt
01.02. joshua radin, muffathalle
02.02. the maccabees, strom
02.02. ark noir, unterfahrt
02.02. 17 hippies, ampere
03.02. doc schott & band, glockenbachwerkstatt
03.02. wonk unit / frank love, unter deck
03.02. teen daze / konsequence, milla
03.02. dota, ampere
03.02. speed - tordini - king, unterfahrt
04.02. ephemerals / lilié, milla
04.02. gerner zipfeklatzscher, substanz
04.02. münchner kneipenchor u.a., unter deck
04.02. escape the fate, strom
04.02. terrorgruppe u.a., tonhalle
05.02. hard action, strom
05.02. bernhard eder, kulturjurte
05.02. uk subs /tv smith, kranhalle
05.02. hainides, milla
05.02. the busters, backstage
05.02. joyce moreno & kenny werner, unterfahrt
06.02. teenage kicks, milla
06.02. the deadful greats, kulturjurte (soundbsp.)
06.02. mars mushrooms u.a., import export
06.02. candelilla / majmoon u.a., glockenbachwerkstatt
07.02. tonight alive, strom
07.02. beach slang / petal, milla
08.02. daughter, tonhalle
09.02. night beats u.a., kranhalle
09.02. the libertines, zenith
09.02. tristan brusch, orangehouse
10.02. phil donkin, unterfahrt
10.02. the vagoos u.a., kafe kult
11.02. the good life / big harp, unter deck
11.02. fins, milla
11.02. city and colour, theaterfabrik
11.02. cancer bats u.a., kranhalle
11.02. idle class / zoo escape, kafe marat
11.02. mulo francel & friends, unterfahrt
11.02. queerthing festival, glockenbachwerkstatt
12.02. jeremy loops, strom
12.02. israel nash / gold lake, orangehouse
12.02. eric alexander - vincent herring quintet
13.02. volxtanz, glockenbachwerkstatt
13.02. agnel-chies duo, einstein kultur
13.02. ian fisher & rosalie, milla
14.02. hong faux, strom
14.02. rhodes, ampere
14.02. thunder and blitzkrieg, backstage
14.02. the view / the stamp, milla
15.02. munich lounge lizards, unterfahrt
15.02. jay prince, rote sonne
15.02. coconami, volkstheater
15.02. mads langer, substanz
15.02. mayday parade, hansa 39
16.02. balloon pilot, milla
16.02. the tallest man on earth, muffathalle
16.02. svavar knútur, trachtenvogl (soundbsp.)
17.02. helen sung quartet, unterfahrt
17.02. lanterns on the lake, kranhalle (soundbsp.)
17.02. wishbone ash, ampere
18.02. miss kenichi, glockenbachwerkstatt
18.02. movits!, ampere
18.02. sparifankal II u.a., substanz
18.02. tom liwa & flowerpornoes, milla
18.02. jamison ross, unterfahrt
18.02. eagles of death metal, tonhalle
19.02. me and my drummer, ampere
19.02. black patti, volkstheater
19.02. duncan reid & the big heads u.a., glockenbachwerkstatt
19.02. will johannis, unterfahrt
20.02. autozynik, import export
20.02. sovereign u.a., kafe kult
20.02. villagers, strom
20.02. timothy auld, milla
21.02. folkshilfe, strom
21.02. massive attack
21.02. phela & tex, milla
21.02. saywecanfly, orangehouse
22.02. the front bottoms, strom
22.02. jens thomas, volkstheater
22.02. other lives u.a., kranhalle
23.02. line walking elephants, glockenbachwerkstatt
23.02. blume, unterfahrt
23.02. hochzeitskapelle, valentin musäum
23.02. catha rani & lea chim, kulturjurte
23.02. namika, backstage
23.02. andy mckee, technikum
23.02. daniel norgren, ampere
23.02. kula shaker, freiheiz
23.02. my sleeping karma u.a., kranhalle
24.02. linda varg, unter deck
24.02. pixel, unterfahrt
24.02. new musings collective, milla
25.02. antun opic, kap 37
25.02. king dude, milla
25.02. spidergawd, strom
25.02. the defects / genyak, glockenbachwerkstatt
26.02. eksotik meksotik, import export
26.02. basement, strom
26.02. die bessere hälfte, kulturjurte
26.02. lilly wood and the prick, ampere
26.02. the angelcy, milla
27.02. toshi und masako u.a., import export
27.02. ludwig two, strom
27.02. les yeux d`la tete, ampere (soundbsp.)
27.02. lisa ullén a/l/u, mug im einstein
27.02. jason serious, milla
27.02. die nerven, technikum
28.02. bernd begemann, milla
28.02. kafe kunst fest XI, kafe kult
28.02. seinabo sey, ampere
28.02. half moon run / aidan knight, technikum
28.02. django 3000, substanz
29.02. jordan klassen, milla
29.02. a tale of golden keys u.a., kranhalle





Samstag, Januar 30, 2016

ein (p)fund mp3 (521), teil 2

die aktuelle single des montrealer musikers trägt den namen "un-american gothic" und läutet die veröffentlichung des neuen albums "glow" ein, es wird am 04. märz auf newsong recordings herausgebracht und wurde u.a. von howard bilerman tatkräftig unterstützt: chris velan:


auf partisan records wird demnächst ein feines werk veröffentlicht, nämlich das debüt des neuseeländers eddie johnston, der mit "i'll forget 17" ab ende märz auftrumpfen möchte, vorher gibt es aber mit "glow" auf die ohren: lontalius:


wunderbar, wieder von ihm zu hören, nachdem er sich etwas auszeit genommen hat, irgendwie ist ihm alles etwas zu viel geworden, so veröffentlicht quite scientific am 05. februar eine ep, die, das ist auch passend, zu großen teilen bereits 2012 geschrieben war, ein ausschnitt aus "old factory": chris bathgate:


auch hier möchte man jubilieren, endlich ein neues werk, western vinyl wird "ears" am 01. april an den mann bringen, bis dahin kann man sich wunderbar die zeit mit "arthropoda" vertreiben: kaitlyn aurelia smith:


bereits am 04. märz erscheint auf eben jenem western vinyl ein weiteres beachtenswertes album, es hört auf "jettison the valley", den protagonisten kennen wir nicht nur von der band tulsa, sondern vor allem als herausragenden songwriter, hier mit unterstützung von sharon van etten und marissa nadler: carter tanton:


ganz frisch ist das dritte album "who sold my generation", das den dreier aus seattle in gewohnt lässig psycho-r&b pose zeigt, konzerttermine im februar ebenso, aufpasen: night beats:

ein (p)fund mp3 (521)

starker erster track aus dem ambient solodebüt "om solen väl går upp", welches anfang märz auf flora & fauna erscheinen wird, den burschen kennt man ansonsten an der seite von kollegen, fire! orchestra, tenniscoats, andere mehr: andreas söderström:


frischer release auf stargazer records, gerade eben ist die neue ep der drei schwedischen postpunker erschienen, wir reichen an dieser stelle den appetithappen "the cross" geduldig an Euch weiter, der rest ist Euch: ahrm:


starke verbindlichkeiten auch hier, es taten sich mike kuna (godheadsilo, enemymine) und die band um king buzzo zusammen, das album "three men and a baby" wird sub pop am 01. april veröffentlichen, ein erster vorgeschmack: mike and the melvins:


gut gefällt uns der ausdruck dieses noch sehr jungen singer/songwriters aus liverpool, der mit "phone" seine erste single vorstellt, die zugleich den namen seiner kommenden debüt ep trägt, demnächst mit c duncan auf tour: tom low:


da wird es an nichts fehlen, wir sind sicher, der dreier wird am 25. märz mit neuem album an den start gehen, mitverantwortlich zeichnet saddle creek, die "desperate ground", von chris walla produziert, veröffentlichen werden: the thermals:


suicide squeeze records präsentiert ab 01. april das neue album des kalifornischen vierers, "hyper vessels" heißt das teil und kommt u.a. in feinstem vinyl daher, einen ausschnitt gibt es gleich noch: audacity:

Freitag, Januar 29, 2016

neue töne (1581): vorschau orange blossom special 20, teil 3


liebe leser, auf die 20. ausgabe des orange blossom special festivals hatten wir natürlich schon verwiesen. während wir in teil 1 noch den vorverkauf zu promoten hatten, der mal wieder in rekordzeit absolviert wurde, durften wir in teil 2 bereits einige namen derer nennen, die einen auftritt bestätigt bekommen haben. dies wollen wir gern fortführen und verweisen damit auf ein weiterhin außerordentlich heterogenes programm der jubiläumsausgabe des obs.



die worte zum 2014er album flossen wie von selbst aus der hand: "die songs wirken, so fasslich sie auch sind, weichgezeichnet. der soundteppich, flauschig und zum schlummern einladend, wird von klangbahnen durchzogen. auf ihnen fahren streichcontainer, die synthiezüge, die tender der akustischen gitarre. manchmal gemahnt eine fanfare, doch in der regel bietet sich das stete rumpeln der überlaufenen gleise an. aus dem atmen des instrumentalen schauerns dringt atmosphäre, als böte sich die musik zum durchleben eines fremden moments an. und dann steht die zeit still und das heben und senken des eigenen brustkorbs passt sich dem dieses augenblicks an. wenn musik solches erreichen kann, ist sie von meisterhand geführt. aidan knight begeistert nicht nur mit einer gespendeten stimme, die sich zweifelsfrei raum verschafft und zugleich altväterlich platz bereitet, die dringlich ist und konsequent, angeraut und seelenvoll, er führt sein ensemble auch behend durch den reichen gedankenreigen aus allzu menschlichen wünschen. ein sehnen nach der anerkennung und dem sich beheimatet fühlen. ausgedrückt in songs, die sich weniger aufdrängen, als dass die gesamtnote für sich spricht. ein album wie aus einem guss ist ein lästiger satz. hier muss er gesprochen, niedergeschrieben sein."
aidan knight hat mittlerweile ein neues werk, "each other", an den start gebracht. und wie die stimmen lauten, hat es mindestens die qualität seines vorgängers.



noch im august hatten wir das aktuelle album in der mache: "perfekt austariert die sparsame tonvergabe, ein kollektives einatmen, ein gemeinsames innehalten und wieder ausstossen in langen zügen. was sind das für kontrollierende mächte, die allgegenwärtig, aber nicht zu identifzieren sind? ein währendes, andauerndes schwanken zwischen mut und chancenlosigkeit. blaue stunde, stimmungen aus der ungefähren, die sich durch das album wie ein roter faden ziehen. mit "the spirit" legen hugo race and the true spirit das bereits zwölfte album vor. es ist unnachahmlich am 'trance blues' orientiert, wie ihn der in melbourne lebende künster einst kreierte. die produktion übernahm hugo race selbst, die musikalischen begleiter schreiben sich wie folgt: michelangelo russo (electronics), bryan colechin (bass), brett poliness (drums, percussion), nico mansy (keys). zwischen priesterlicher ansprache und mahnender erinnerung gefallen sich songs, die wie die vergessene brut des teufels etwas abgekühlt klingen, längst aber noch die feuerige gefahr in sich tragen. musik in einer schieflage, die mehr vorgibt, als sie sein möchte."
man muss bei diesen mannen nicht prophetisch sein, will man einen grandiosen auftritt vorhersagen. nicht zuletzt, weil sich hugo race auf den festivalbrettern nach seinen auftritten 1998 und 2004 bestens auskennt.



für den auch hier aktuellen tonträger hatten wir uns bereits mehrfach stark gemacht: "das neue album wird "the heart contortionists" heißen und anfang februar auf we know better records erscheinen [...]", schrieben wir also über pleasant grove, eine band, die ende des letzten jahrhunderts ihr erstes album vorlegte, zwischenzeitlich länger mal pausierte und nun mit voller kraft aus den neu geschaffenen startlöchern auftaucht. dass sie dabei das obs mitnehmen, versteht sich von selbst, stand glitterhouse records doch den texaner quasi von anfang an zur seite - beginnend mit dem europarelease ihres debütwerks. nun also das neue, dem man nicht zwingend anmerkt, dass es zehn jahre auf dem buckel hat, in denen an ihm gebastelt wurde. hört selber und freut Euch vor:



weiterhin bestätigt sind vita bergen aus schweden, über die die veranstalter schreiben, ihr debüt wird im frühjahr auf glitterhouse erscheinen: "hellström und jallinder machen - live zur vielköpfigen band aufgestockt - hoch aufgeladenen pop, der im einen augenblick tastenlastiger electro-indie-rock ist und im nächsten wie eine hochenergetische version von folk-pop daherkommt." außerdem am start: the dead lovers und the buttshakers und einige andere mehr. aber davon zu einem anderen zeitpunkt. bis dann.

Donnerstag, Januar 28, 2016

eingestreut (920): iji


über zach burbas projekt iji habe ich an mancher stelle in diesem blog berichtet und stets war ich froh, diesen jungen amerikaner und seine musik, die er gern mit wechselndem personal an den mann bringt, zu kennen. "harmoniespeck" oder "poplustbarkeiten" oder "hymnenterror", stets brachte uns burba in zugzwang, nach neuen bewunderungsausdrücken zu suchen. im letzten jahr hieß das songpaket noch "whatever will happen", heuer lautet es auf "bubble", daraus steht uns "the pattern grows clearer" zu verfügung. die langspielplatte wird übrigens wieder auf team love records erscheinen. damit hat sich der d.i.y.-, lofi-abenteuer noch lange nicht von eben jenen versprechen verabschiedet. über manche soundverträglichkeit kann man sich aber schon mal freuen. oder?

Mittwoch, Januar 27, 2016

eingestreut (919): woodpigeon


ganz sachte pirscht er sich wieder heran. grad war er noch weg. und nun steht er neben uns wie ein strauchdieb, der das schleichen beherrscht. dabei will er alles andere als nicht wahrgenommen zu werden. doch bruder leisegang hat nun mal so seine art. ganz weich, samten kommt uns seine stimme, die schmeichelhaften arrangements tun ihr übrigens. luftig umfangen, gefedert, in den drängenden momenten gebuttert, von mir aus. am 01. april erscheint woodpigeons neues album "trouble", für das sich boompa in amerika und wiaiwya in europa verantwortlich fühlen. mit "faithful" gibt es einen appetithappen des kanadiers mark andrew hamilton, von dem man weiß, dass er auch gern auf tour geht. sicher auch bald wieder bei uns.

Dienstag, Januar 26, 2016

glotzt nicht so romantisch (670): lirr


through love records veröffentlicht am 01. april die debüt ep "ritual" einer band namens lirr. wer sie kennt, kommt vermutlich aus der nähe von flensburg oder umgebung. denn dort hat sich der junge vierer konstituiert. seit ca. zwei jahren suchen sie ihren ausdruck und versuchen dabei eindeutigen konzepten aus dem weg zu gehen. was eine wenig brauchbare masche von politikern sein mag, gestaltet sich hier mehr als unterhaltsam. voller energie und dynamik fetzt die gemeinde mit einem sänger, dessen stimme alles will. die single "tongue" stellen wir Euch vor, für den rest muss man sich zunächst noch gedulden. 

Montag, Januar 25, 2016

neue töne (1580): austin miller (tour, präsentation)


photo by james dechert

es wird nicht (nur) das zweite album sein, mit dem austin miller auf reisen geht. ein weiteres, neues, drittes ist bereits im köcher. wann die veröffentlichung ansteht, hat uns der aus orlando stammende bursche nicht verraten. demnächst, ganz sicher. denn ab anfang februar begibt er sich wieder auf umfängliche tour und sollte dann schon mit neuen songs aufwarten.
muss er aber nicht, denn er hat bereits mehr als eine handvoll von kleinoden parat, die er unter anderem auf seinem 2013er album "more than one way" versammelt hat. vertrauenswürdiger folk, gespickt mit einer wenig beliebigen countrynote, die sein raues, umfängliches organ unterstreicht. sein songwriting ist stets belebt, irgendwie optimistisch. so drückt er denn in seinen texten zumeist hoffnungsfrohes aus. dies kann für dich und deinen nebenmann sehr inspirierend sein. die akkorde sind bewusst gesetzt, und wenn sich mal ein stomp dazwischen mogelt, dann stampft der amerikaner, der von sich behauptet, dass vieles bei ihm spontan passiert, mit.
so entstehen melodien fast im vorübergehen. ob auf reisen oder mitten in der nacht, aufgeschnappt, eingefangen. verwunderlich einer angesichts sonst so wenig von musik durchzogenen blutlinie. erst mit austin und seinen brüdern bahnte sich eine leidenschaft ihren weg. umso schöner für uns, die wir nun austin miller empfangen werden dürfen. der anspruchslose gesell hat sich auch für deutschland einiges vorgenommen. wir überlassen Euch die tourdaten, fordern aber gleichzeitig zu deren besuchen auf.



March 15, 2016 Tonfink, Lübeck
March 16, 2016 Culture Container, Berlin
March 17, 2016 Lagerhalle, Osnabrück
March 18, 2016 Kultus, Grevenbroich
March 19, 2016 Café Alte Schule, Borchen
March 20, 2016 De Waag, Haarlem
March 21, 2016 Dwaze Zaken, Amsterdam
March 22, 2016 Cube, Dusseldorf
March 23, 2016 Paddy O'Ryan, Leeuwarden
March 24, 2016 Papp, Bremen
March 25, 2016 Café Eden, Bochum
March 27, 2016 Gigant, Apeldoorn
March 28, 2016 Whiskybar, Barrenstein
March 29, 2016 Scruffy's, Karlsruhe
March 30, 2016 Cafébar Salon, Basel
March 31, 2016 L'entre Deux, La Chaux-de-Fonds, (Switzerland)
April 1, 2016 La Bretelle, Genf
April 2, 2016 Loft A46, Montreux
April 3, 2016 Kulturcafé, Riezlern, (Austria)
April 4, 2016 Tankstelle, Bregenz
April 6, 2016 Bäckerei, Innsbruck
April 7, 2016 Anziehbar, Dornbirn
April 9, 2016 Klienicum Concerts, Ampfing
April 10, 2016 Wunschlos Glücklich, Würzburg
April 13, 2016 Karambolage, Dresden
April 14, 2016 Dr. Seltsam, Leipzig
April 15, 2016 Kasseturm, Weimar
April 16, 2016 Notendiele, Freiberg
April 17, 2016 Vavien, Berlin
April 18, 2016 Mädchensalon, Berlin
April 19, 2016 Madame Claude, Berlin
April 21, 2016 Peißnitzhaus, Halle
April 22, 2016 Café Ludwig, Halle
April 23, 2016 Prinz Willy, Kiel
April 24, 2016 Konzertgarage, Kiel


Sonntag, Januar 24, 2016

eingestreut (918): cian nugent


photo by cait fahey
 
mit "night fiction" legt cian nugent sein drittes album vor. es erscheint ende januar auf woodsist und geht in die nachfolge von "doubles" (2011) und "born with the caul" (2013). es wird sein erstes eher songwriter orientiertes werk sein, doch gitarren werden nach wie vor ausreichend auftauchen. "things don't change that fast" ist ein erster ausschnitt und er gibt sich bereits geruhsam, entspannt und blendet gar ein wenig mit saitenkunst. die aufnahmen zu "night fiction" entstanden 2014 und wurden in den bow lane studios in dublin mit daniel fox aufgenommen. unterstützung erhielt nugent zudem von david lacey an den drums, conor lumsden am bass, brendan jenkinson an den tasten- und ailbhe nic oireachtaigh an den streichinstrumenten.
schließen wir die vorschau mit den worten von steve gunn: "i've always been impressed and inspired by cian's guitar playing; now on this album he brings his voice and stories to only expand that brilliance".