was in solo geht, passt wohl auch zu zweit. jedenfalls betreibt unser hauke aka great dynamo keinen müßiggang, sondern ist fleißig am werkel, mit unterstützung, wie wir lesen, hören und sehen dürfen: "seit märz sind GREAT DYNAMO und SAENDER irgendwie ein team. eine gemeinsame tour schweisst zusammen. für die nächste tour im herbst soll es eine split ep mit dem ein oder anderen gemeinsam geschriebenen song geben. keine leichte aufgabe für zwei, die sonst nur ihr eigenes ding machen. man darf gespannt sein, wie es läuft..."
der fünfköpfige soundschmeichler aus melbourne sollte einigen lesern dieses blogs munden. so wir sie denn über einen längeren zeitraum halten konnten. denn sam bentley, christina lacy, dave powys, sam rasmussen und josh bentley sind galanten des klangs. ihre akustischen wallfahrten und die seelenvollen harmoniegesänge verschmelzen zu einem traum des indiefolk. im letzten jahr brachten the paper kites ihre debut ep "woodland" heraus und zielen dieses jahr auf den 07. september ab, um die nächste kleinformatige scheibe zu veröffentlichen. "young north" ist bereits im anschlag. romantisch klingt das material und windwispernd. wer es zwischendurch etwas schräger oder krachiger braucht, ist hier an der falschen adresse. eine stiffeliger beat, fast schon entschuldigend aus dem hintergrund, eine lässige bassline, mutiger und doch nur stützendes beiwerk, flitzende gitarrensaiten, die hohen stimme für das himmelsgewerk. was am ende aus der box tropft, hat kitschpotential, ohne weiteres, es verfehlt aber seine wirkung nicht, es entschuldigt den tag, die sorgen und die bedenken und befördert ein bild von einer rosaroten zukunft.
das ist der spaß bei neuentdeckungen, es hängt in der regel ein rattenschwanz mit hinten dran. so geschehen, als ich auf der suche nach dem label war, welches für den zukünftigen evening hymns release verantwortlich zeichnet. mit shuffling feet traf ich sodann auf ein rühriges, wenngleich noch pausbäckiges unternehmen. es hat sich in der jüngeren vergangenheit um jos. fortin verdient gemacht und bislang eher noch den blick in der zukunft verhaftet. mit lisa bozikovic bieten die kanadier eine ebenfalls in toronto beheimatete sänger und songschreiberin und multiinstrumentalistin auf, die im jahre 2009 ihr debutalbum "lost august" veröffentlichte und mit "this is how we swim" in den startlöchern (kommt im august) steht. an ihrer seite das coproduzierende paar sandro perri (Ihr erinnert Euch hoffentlich, wir hatten ausführlich berichtet) und heather kirby, die man locker mal mit ohbijou in verbindung bringen kann. diese fungierten auch als backingband, als bozikovic mit ihnen auf tour war. zudem kollaborierte die junge frau mit stevie jackson von belle and sebastians und spielte keyboard und sang für eine größere produktion am harbourfront centre, toronto. was die musik bozikovic angeht, brauchts ein wenig hörerfahrung, um sich an dieses dominante kehlige, mit dunklem timbre versehene organ zu gewöhnen. es webt sich unter die trockenen arrangements, verhält sich wie ein luftballon über dem wasser, tippt an, schwebt hinweg und kehrt wieder zurück, um kurzzeitig auf den wellen zu tanzen. sobald der song beendet ist, vermisst man etwas. die subtilität dieser präsenz ist ein wenig ungeheuerlich. nicht anders, wenn man das album im fortlauf driften lässt. ob wabernder moog oder tanzendes piano, ob synthie, ob streicher, ob akustische, die sideparts sind passgenau, mal vordergründig respektvoll, mal im hintergrund schaffend als fundament und willige grundlage. das hat etwas von jazzpop, klingt aber vorzüglicher als es dieser terminus jemals erahnen lässt. das songwriting ist zu stabil, zu ausgeprägt besonders, erinnungswürdig sowieso. vor allem aber, wenn lisa ihre stimme ausfährt. nie volle größe erreichend und dennoch ernsthaft gestrafft. gänsehautmomente. macht Euch mal langsam mit diesem mädchen vertraut, Ihr werdet es nicht bereuen.
hatte ich geschwärmt? ja, ich hatte geschwärmt. der gewohnheit folgend habt Ihr geschwiegen. vielleicht reisst Euch der erste musikalische hinweis zum zweiten teil des 2- alben- projekts von cuff the duke aus dem schönheitsschlaf. "union" wird am 02. oktober in kanada, am 23. in den staaten und am 29. im uk erscheinen, paper bag records zeichnet verantwortlich. die vier kanadier machen dort weiter, wo sie im vergangenen jahr mit "morning comes" aufgehört haben. die harmonien flitzen, die melodie strömt wie ein breiter fluss und die verschmitzte stimme von wayne petti vollendet den alt. country traum. cuff the duke legen mit "side by side" vor, hoffentlich bald auf diesem niveau nach.
den fünfer aus dem hudson valley möchte ich Euch doch gern vorstellen, wenngleich es keinen wirklich aktuellen bezug gibt. aber das muss ja auch nicht im vordergrund stehen. nicht zuletzt weil sich unter den aktuellen neuerscheinungen oft nur halbgares, unausgereiftes oder gar bereits zigfach ähnlich gehörtes tummelt. musik, die aushebelt, wird gesucht, die dem neuen nachstiehlt, die befeuert oder befreit, aber in breitband emotionen befiehlt. sons of an illustrious father kann man so einiges vorwerfen, aber garantiert nicht, dass sie nicht polarisieren würden. die band saugt aus dem punknapf und ist doch zuvorderst folk- und bluesorientiert. sie nascht am country, bezichtet gospel als freund und schippert doch allzugern durch rockgefilde. diese bunte mixtur bekommen sie auf linie und vermutlich liegt genau darin die magie. ausbalanciert die schweren amerikanischen bezüge und jene, die sich mit der moderne schwanger gehen sehen. hier die akustische seite, dort das elektrische moment. verbunden mittels aufreibender energiestösse, harmoniegesängen und einem arsenal an instrumenten, das voll und ganz auf die hohefeier ausgerichtet ist. es spielen auf: josh aubin — bass, vocals, jake generalli — vocals, guitars, organ, mandolin, banjo, lilah larson — vocals, guitars, ezra miller — vocals, drums und sofia albam — vocals, accordion, banjo, acoustic guitar, viola. das jubilieren ist ein mittel, welches gut beherrscht zu einem reinigungsprozess führen kann, an dessen ende eine klarheit herrscht, die wieder eine zukunft aufzeigen hilft. stellt Euch eine fahrende truppe vor, in der die mädels raue stimmen tragen und die jungs das geschirr zum fluss. stellt Euch auf grimmige mienen ein, die bei jedem stupser das lachen wiederfinden. macht Euch bekannt mit einer band, die seit ende 2009 einiges an musikalien auf den weg gebracht hat, besonders empfehlenswert unserer bescheidenen meinung nach ist "one body", ihr zweites full length, ein 8tracker aus dem letzten jahr.
der 51ste release auf weepop! records ist eine wirklich erstaunliche compilation. denn sie vereinigt nicht nur die weepop! bands, sondern auch deren songs in einer jeweiligen coverversion. das ist schon etwas besonderes, zumal wir es hier mit einer tracklist über vier lp- seiten hinweg (23 tracks, über 65 minuten) zu tun haben. das doppel vinyl ist auf 300 kopien limitiert und wer sich nur ein wenig mit den ersten fünfzig veröffentlichungen vertraut gemacht hat, wird nicht zögern. die ausgabe zum fünften geburtstag von weepop! (wir gratulieren!) heißt denn auch "five: a wee pop covers compilation". das schöne gerät kommt in farbigem vinyl mit tollem artwork von nick edwards. hier könnt Ihr nachfolgende tracklist anhören, antesten. bestellen? geht hier entlang.
tracklist: 1A 1. Bunnygrunt - Gimme WeePOP 2. Maconaquah - Ma Bike (Le Almeida) 3. Colin Clary - I've been working out (The Hairs) 4. Transmittens - Tease (Megamoog) 5. Very Truly yours - Christopher Wren (Summer Cats) 6. Just Joans - The wan that got away (The Felt tips) 1B 1. Dexter Poindexter - Hey sunshine (Let's Whisper) 2. Baffin Island - Uncertain Times (Very Truly yours) 3. The Smittens - Temporary Tattoo (One Happy Island) 4. Owl + Mouse - Sellotape my hands (Little My) 5. Sunny Intervals - Midst of seasons (The 1959 Hat Co) 2A 1. Allo Darlin' - If you don't pull (The Just Joans) 2. The Hairs - Killers from the start (Bugs Eat books) 3. Le Almeida - 1000% not creepy (Bunnygrunt) 4. Roadside Poppies - Sixty Seconds to fall in love (Sunny Intervals) 5. Secret Charisma - First proud then sad (Desmond Reed) 6. June 66 (formerly The 1959 Hat Co) - Summer Sunshine (The Smittens) 2B 1. Let's Whisper - Living Room Picnic (Moustache of Insanity) 2. Little My - Emily (The Darlings) 3. One happy island - Phone me, phone me (Colin Clary) 4. Desmond Reed - Do animals get lonely late at night (Tinyfolk) 5. Kuma - Balloons in the sky (Transmittens) 6. Moustache of insanity - Banned at the Troxy (Tigercats)
ein jubilieren passte so gar nicht. doch wohin mit der freude? angel olsen legt endlich nach, auf das 2010er werk "strange cacti" folgt nun endlich eine neue lp. "half way home" betitelt wird der 11tracker am 04. september auf bathetic records erscheinen. die erste single weist den weg. lichter klang eine countryballade selten. und doch kannst du dich in "tiniest seed" wälzen. emmett kelly (von the cairo gang) übernahm die produktion von "half way home" und steuerte ebenso gitarre und etwas gesang bei. angel olsen über das album: "i couldn't say it's about love lost or found or whatever. it's about many things, things that have happened to me, feelings i've had. situations that have occurred to some i know. i think no matter how stable i am i will always be searching, i guess that's what this album is about. the endless searching, the fruitless waiting, the idea of a home that is inside yourself."
tracklist: A1. acrobat A2. the waiting A3. safe in the womb A4. lonely universe A5. can't wait until tomorrow
B1. always half strange B2. you are song B3. miranda B4. the sky opened up B5. free B6. tiniest seed
ach, wer vom sommerloch in sachen musik spricht, bekommt von mir jährlich eine antwort: "quark!" auf gehts! am 30. oktober erscheint auf karate body records eine neue ep, die "mirror, mirror" getaufte dürfen wir bereits einmal antesten: wax fang:
der dreier aus topeka legt mit "buffalo" einen behemoth vor, 30 minuten, schwer blueslastig, auch hier zeichnet karate body verantwortlich, der release stand für den 31. juli zu buche, ich, he, ich kann damit sehr gut leben, glaubts!: the midnight ghost train:
wird "circles" ein neuer spacerock gigant?, wir sind sehr gespannt, mit unserer verehrung für das duo haben wir zudem nie hinter dem berg gehalten, merkt Euch den 28. september, annaschen mit dem: moon duo:
am 06. august erscheint die "facedown ep" auf dirty hit records der vier freunde aus manchester, die sich durchaus einen erinnerungswürdigen, wenngleich zur verwechslung neigenden bandnamen verpasst haben: the 1975:
noch einmal souterrain transmissions, diesmal mit dem zweiten appetizer aus dem album "long slow dance", welches am 31. august erscheinen wird, wir hatten bereits kürzlich darauf verwiesen: the fresh & onlys:
dead oceans (bzw. für kanada paper bag records) gibt an, dass "animator" des kanadischen vierers am 16. oktober erscheinen wird, ist noch etwas hin, aber bestens geeignet, um gut vorbereitet zu sein: the luyas:
schon mal von dais records gehört, ich nicht, und trotzdem läuft die hörprobe des "pagan fueled folk"- künstlers ausgezeichnet, 12000mal innerhalb von sechs tagen, das album "burning daylight" erscheint am 16. oktober: king dude:
irre ich mich oder hatten wir nicht bereits einen ersten track aus "leelanau" im anschlag, nun ja, das album wird am 09. oktober erscheinen und einiges an besinnlicher kost darreichen, bitte: dana falconberry:
schöner titel für einen song, den uns da der weithin bekannte bursche zu seinem neuen album "reckon" präsentiert, das erzeugnis dürft Ihr Euch beim plattendealer ab 23. september, arts & crafts zeichnen verantwortlich, einfordern: jason collett:
sehr fein der seventies einschlag dieser kombo aus seattle, gern gemixt mit punk und garage, das selbstbetitelte werk erscheint auf latest flame records, mitte oktober:
neuseeland und new york city sind ihre wesentlichen stationen, wer erinnert sich noch, fire records holt sie am 21. august mit "strobosphere" wie phoenix aus der asche:
yer bird records wird sich keinen lapsus erlauben. die auswahl des kleinen labels ist handverlesen und wer sandy kennt, der weiß, dass der bursche auch auf seinem musikblog nur künstler vorstellt, die ihm ganz nah am herzen sind. die americana band greater pacific kann man ohne weiteres dazuzählen. im letzten jahr trat sie mit der "rainfall" ep an, die nun ergänzung erhält um das erste full length "incandescent", welches am 04. september erscheinen wird. vorab können wir in einen ersten track hören, der besonders eindrucksvoll diesen laid back zauber enthüllt. am start kyle kersten - vocals, acoustic guitar, john i. phinney - pedal steel guitar, electric and acoustic guitars, keyboard/synthesizers, ukelele, banjo, irish bouzouki, harmonica, bass, drum programming, rob smaw - bass, vocals und mike cusick - drums, wobei die instrumentierung die zielorientierung noch einmal deutlich unterstreichen sollte. dem sämigen sound bin ich wahrlich erlegen. erst recht, wenn sich die stimme von gretchen lieberum ergänzt, nachzuhören im unten angeführten beispieltrack. die kalifornier solltet Ihr im auge behalten, spätestens ab anfang september, wenn der 12tracker herauskommt. der enthält im übrigen auch "let me down", das greater pacific während einer couch by couchwest session in diesem jahr einspielten.
als thomas medard von dan san in die spätnachmittagsstimmung hineinfragte, wie es denn so mit seinem publikum bestellt sei, da kam nicht wirklich viel als antwort. also fragte der belgier noch einmal nach. nur ein wenig mehr reaktion. diesen mangel an enthusiasmus konnte man aber weder medard noch seiner band anlasten, sondern lediglich dem unwahrscheinlichen wetter, das träge machte. folk im park, am schönen sonntag im august, ward zum sonnengefluteten fest, das sich zunächst liegedeckenfaul zelebrierte. unzählige dieser karierten bodenpolsterungen wurden ausgelegt, gevierte voller kulinarien, auf denen barbefusste wesen hausten und diese unvergleichliche stimmung im marienbergpark genossen. relaxter, entspannter geht es kaum. und auch wenn sich gerade und im moment musiker auf der bühne schafften, ihre leistung und ihre eigene begeisterung wurden aufmerksam angenommen und honoriert. denn man räkelte sich nicht faul und wandte sie lediglich zueinander. nein, im gegenteil galt die gebanntheit dem jeweiligen musikalischen act und seiner performance. von 14:00 uhr an, dem zeitpunkt, an dem die tore geöffnet wurden, bis in den abend hinein bratzte die sonne mit nur wenigen unterbrechungen von oben herab. der schweiss floss in strömen, nicht weniger die alsbald aufzunehmenden flüssigkeiten, ausgleich war geboten. mir selbst empfahl sich der schädel matschig, trügerisch gelöst. der eindrücke viele wollen hier und jetzt auf den punkt gebracht sein. zunächst einen großen dank an die macher von folk im park, die ihre letztjährige veranstaltung locker getoppt haben. eine atmosphäre des für- und miteinander, ohne jede hektik oder aufgeregtheit, gerade oder wegen der notwendigkeit zur improvisation, sympathische menschen in der organisation an allen ecken und enden. ausreichend platz für alle zuseh- und zuhörwilligen, ein passendes angebot an speisen und getränken, freiraum für kids und kegel und ein mit spitzem finger ausgewähltes musikalisches programm. es gab nichts, aber auch gars nicht zu deuteln!
the moonband aus münchen gelang ein beflügelnder beginn. mit ihren melodieseligen folkkleinoden lockten sie die neugierigen und die wissenden ebenso heran. das memorable material ihrer zwei alben bot genügend stoff, um sich locker in die herzen der anwesenden zu spielen. gitarrenforciert, munter von der mandoline flankiert und bärenstark gestützt von standup bass und schlagzeug gelang beseeltes wie "we don't care" genauso gut wie das sangesmutige "the hiker", da die umliegende gemeinschaft in den genuss stimmlicher ausprägung sowohl von eugen als auch von chris kommen durfte. ich könnte mir gut vorstellen, dass the moonband einige ihrer wurderbaren alben an diesem nachmittag verkauft bekamen.
dan san aus belgien leuchteten in der folge mit der sonne um die wette. ihre elegischen, folkinspirierten, hymnengetauchten lieder musterten das grelle rund mit gelb in allen schattierungen. dem schwelgerischen gesang (mit hoher männlicher zweitstimme) in gebotenem knallton standen die beschwingten, immer wieder agil schraffierten gitarren in pastellenen tönen zur seite sowie ein keyboard mit gesteckten harmonien als blendender lack. fast schon ein wenig artifiziell an manchen stellen geriet der auftritt zu einem besonderen beispiel kollektiver entschlossenheit. das bündel war fest verschnürt und ward vom publikum belohnt. entspanntheit allenthalben, ein geniessen überall, auch wenn sänger thomas keinen kollektiven jubel als antwort auf seine frage (siehe oben) erhielt. ein blick in die gesichter genügte. "pillow" im übrigen ist das streifen des rocksaums des schönsten mädchens, "peace" ihre aufforderung zum tanz. hach!
ewert and the two dragons haben alles, was den lustvollen angang anbelangt, sie verfügen über den verve, den es braucht, um ihre stücke voran zu treiben und schließlich auch zu voller größen reifen zu lassen. und: ja, sie kommen auch grandios aus ihrer nummer wieder heraus. die harmoniegesänge beweihräuchern die stücke aus sanftheit und großmut. die esten haben einen sänger mit einer starken stimme, jung veredelt und mit kraft und redlichkeit, sie haben musiker, denen die verbundenheit mit ihrem tun aus jeder pore quillt und sie haben lieder, die kommen und bleiben. kein auftrumpfen nötig, kein wildes stampfen, aber eine verstiegenheit, der man so gern folgt. "good man down" wackelt zunächst dahin, der gesang setzt zögerlich ein, hände klatschen voran, das schlagzeug hernach, die gitarren strömen. eine band zum verweilen. das hätte ruhig eine ecke länger dauern dürfen.
doch zeitpläne sind zum einhalten da. oder zum überarbeiten. dies musste nicht zuletzt denis jones erfahren. der bärtige bursche aus manchester wurde von seiner fluggesellschaft gefoppt und trat zunächst ohne equipement an. die übergangslösung war zunächst ein akustischer trip durchs publikum. hier bewies er nicht nur seine qualitäten an der gitarre, sondern auch bezüglich seiner facettenreichen stimme. doch schließlich ließ er nicht nur ewert den vortritt, auch other lives traten vor jones auf.
die amerikaner galten nicht umsonst als heimlicher headliner des events. ihr siegeszug gerade auch auf europäischen bühnen gleicht ihren liedern. ausladenden, melodramatischen, alles gefangen nehmenden würfen. auf den punkt agierend triumphierten die fünf mit einer staubbefreiten performance. die lieder rannen durch die reihen wie sand durch die finger. ein beleben ging durch die kundschaft, die sich nun endlich auch vor der bühne zeigte. die geige ließ das gut wogen, das cello hielt es auf kante, während die rhythmusverantwortlichen für den schub sorgten. jesse tabishs gesang aber, sein akzentuiertes werken an gitarre und klaviatur formte die songs zu diamantenem, das im sonnengegenlicht verwunschen glänzte. bemerkenswert das vortreffliche zusammenspiel und die dichtheit ihrer arrangements. shrutibox und trompete, das cello, alles zu verwebendes material, dass am ende die matte tragfest würde, in die sich das publikum bettete. zugabe? klar!
dennis jones erhielt letztlich noch seinen auftritt. sein kleiner maschinenpark wurde von der air france zugeführt. der kerl war wirklich glücklich. seinem set gab das wahrscheinlich zusätzlichen schub. eine knappe viertelstunde durfte er noch einmal ran. die nutzte er mit bravour. nach und nach saugte er die einzelnen elemente seiner songs auf, verband und verbündelte sie, hämmerte darüber ein paar gitarrenakkorde und sang sich die seele aus dem leib. besonders gut gefiel dem publikum, wenn der beathammer schwang, da kam noch einmal ordentlich bewegung in die ansonsten recht schlaffe masse. ein schöner abschluss vor dem sich verdunkelnden horizont. die folk im park macher haben nicht nur sich ein geschenk gemacht, denn, wenn man sie richtig versteht, war dieses fest ein lang gehegter wunsch, sondern auch einem dankbaren publikum, das sich hunderprozentig auch im kommenden jahr wieder einfinden wird! danke!
um die nachlese scheissen wir uns ja nichts. im gegenteil sind uns die vergessenen trauben im hain oft die liebsten. ihre schwere süsse trifft den gaumen in überzeugtheit. so als reife hier musik zur vollen größe. die verspieltheit, die träumerische note, das vortrefflich arrangierte, die jauchzenden harmonien unter den lasziven wie trügerischen schleiern, daytona lassen die zügel nicht durchgehen und offenbaren sich doch als munter musizierendes kollektiv. hunter simpson an der gitarre (von den wild yaks), jose boyer am bass (von den harlems) und christopher lauderdale an den drums stammen aus brooklyn und lassen ihre popkreation lustvoll streben, himmelwärts aussteuern, jedoch nie erreichen. gut, denn sie überschlüge sich. die gesänge sind breit gezogenes grimassieren, die gitarren schrubben sich die soundwelten clean, das drumming ist polternd und brüderlich, die rhythmik vortrefflich schnalzig. "storm so long" heißt die erste ep, die bereits seit märz im netz kursiert. eine weitere promooffensive haben die jungs allemal verdient. irgendwo zwischen vampire weekend und mgmt. nur schöner. he!
verflixt, eine musik, die nicht besser zu dieser sommerstimmung passen könnte. subtile schwüle, verhangener himmel, aus dem es immer mal wieder tränt, nie vernebelnd, dass man lust auf freizeit hat. mit der weiß man schon etwas anzufangen, auch wenn die sonne nicht gerade knallt. mit velcro agiert eine band aus melbourne so wunderbar verschroben, so unermüdlich linkisch, dass es eine freude ist. die dengelnden gitarren nehmen hin und wieder reissaus, wenigstens der gesang bliebe stabil, wenn er denn wollte. das ist verträumt und sphärisch, das ist pop, sonnig und träge. die drei jungs spielen auf eine weise unbeeindruckt, dass am ende viele fragen offen bleiben. wo nehmen sie diese tollen melodien her, woher diese lässigkeit, diese attitüde des juvenilen trübsinns. merkt Euch die namen curtis wakeling, liam halliwell, lachlan denton. die sechs tracks umfassende kassette ist auf 50 handnummerierte stück reduziert und mit einem download code versehen. veröffentlicht wird sie das noch junge label njord am 13. august.
sie stammen aus leeds und legen mit "tremor" ihr erstes video zur kommenden debut ep "tragic loss; he had such a lovely house", zu veröffentlichen am 06. august auf sturdy records, vor: post war glamour girls:
ein wirklich großartiges video gelang ian cheng zur zweiten single "brats" aus dem "wixiw" album (mute), die zweite single wird am 15. oktober auf 12" und via download veröfentlicht, tourdaten des dreiers gibts demnächst auch: liars:
einem split mit dem moon duo kann man nur gutes abgewinnen, doch der flip partner ist ebenso großartig, das dingens erscheint am 07. august auf sacred bones, vorab gibt es das video von robert beatty und coleman guyon dazu: psychic ills:
"this new year" hatten wir im oktober vorgestellt, ein tolles album des höchst kreativen fünfers, mit "augury" wurde nun ein track in bildern übersetzt mit blick auf die osterinseln und kalifornischen ansichten:
die aus delaware stammende indiepop band hatte im mai ihr drittes full length veröffentlicht, "shy pursuit" enthält auch den track "muesli", den es nun auch visualisiert gibt: the spinto band:
ach, das ist guter saftiger sommerrock, die power fährt sofort in die sonnenmürben knochen, das kanadische duo legt sein zweites album am 30. oktober vor, "civil disobedience for losers" erscheint auf sargent house: indian handcrafts:
die vier aus kalifornien haben einen lauf, überall tauchen sie auf, jede single wird gefeiert und auf angemessene weise gehypt, wir schließen uns da gerne (wieder) an: trails and ways:
thrill jockey macht das jahr bunt, daran ändert auch der release zum 2. august nichts, an dem "dreamless sleep" des barn owl mitglieds erscheinen wird, im gegenteil, eine facette mehr: evan caminiti:
die ersten hinweise auf das album "algiers" (07. september, city slang) werdet Ihr bereits wahrgenommen haben, mit "splitter" gibt es einen neuen song (single am 27. august) aus dem werk der umtriebigen und fleißigen zum darauf einrichten, zum appetit machen, zur vorfreude: calexico:
der neue release auf amish records verspricht einiges, denn hier tummeln sich zwei amerikaner, die sich als krach- und klangkünstler verdingen, ohio und portland gelten als jeweilige basis, auf "bedside / college view" hört die anfang september zu veröffentlichende lp, die jeweils hälftig von den kollegen bespielt wird: mike shiflet / pete swanson:
wenn sie einen neuen song zur freien verfügung stellen, dann wollen wir gern als mulitplikator dabei sein, ihr neues album "we've got a map" wird am 07. august erscheinen: tidelands:
mit "long time gone" begegnen wir der ersten single des walisischen folksängers, der dem release vom 24. august auf backwater records sicher gebannt entgegen sieht, zwei beispiele : osian rhys:
ein interessantes projekt und Ihr entscheidet, ob es gelungen ist, die zweite ep dieses vieres aus oakland machte sich zur aufgabe, sechs punkrockklassiker neu einzuspielen mit vibraphon, bass und "re-imagined melodies": chrystian rawk:
am 07. august erscheint mit "your doubting heart" das single debut auf shelflife, jedoch hatten leon carroll und kollegen aus bradford bereits auf cloudberry und dufflecoat records veröffentlicht, echte hinhörer: the hobbes fanclub:
nochmal shelflife, diesmal mit einer truppe, auf deren release, die ep "there may come a time" auf matinée, wir erst kürzlich hinwiesen, nun darf man bereits mit "it's not the words that you say" die nächste vorbestellen: bart and friends:
großartige nachricht aus richtung fire records, die werden mitte september nämlich ein neues album namens "blood rushing" dieser wunderbaren chanteuse veröffentlichen, die sich diesmal - nach zwei spanisch infizierten werken - wieder voll auf ihre eigenen songs konzentriert: josephine foster:
so, mit dem grandiosen label hardly art möchte ich heute beenden, hier zunächst der hinweis auf das am 11. september erscheinende album "falling", das zweite werk des sympathischen dreiers:
garda 03.08.2012 DE - Borgenteich - Freakstock 04.08.2012 DE - Friedland - Jenseits von Millionen 06.09.2012 DE - Cologne - Blue Shell 07.09.2012 DE - Oberhausen - Druckluft 08.09.2012 DE - Münster - Pension Schmidt 09.09.2012 DE - Darmstadt - Golden Leaves Festival 10.09.2012 DE - Kassel - Warte für Kunst 11.09.2012 DE - Kalkar - Zeitlos 12.09.2012 DE - Offenbach - Hafen 2 13.09.2012 DE - Nürnberg - K4 15.09.2012 DE - Tilburg - Incubate Festival 16.09.2012 DE - Rostock - Peter Weiss Haus 22.09.2012 DE - Leipzig - NaTo o emperor 14.09.2012 DE - Freiburg - Räng Teng Teng 18.09.2012 DE - Munich - Muffathalle 19.09.2012 DE - Nürnberg - Club Stereo 20.09.2012 DE - Erfurt - Museumskeller 21.09.2012 DE - Osnabrück - Glanz & Gloria 22.09.2012 DE - Leipzig - NaTo
SONS OF NOEL AND ADRIAN (UK, K&F Records) 30.08.2012 DE - Rees-Haldern - Haldern Pop Bar 31.08.2012 DE - Berlin - Roter Salon 01.09.2012 DE - Dresden - Sound of Bronkow Festival 03.09.2012 DE - Frankfurt - Brotfabrik the travelling band 16.08.2012 DE - Göttingen - Pools 17.08.2012 DE - Bad König - Sound of the Forest Festival this is the kit, rozi plain, jamie harrison 20.09.2012 DE - Bremen - Lagerhaus 21.09.2012 DE - Hamburg - Hasenschaukel @ Reeperbahnfestival 22.09.2012 DE - Magdeburg - Volksbad Buckau 24.09.2012 DE - Göttingen - Apex 25.09.2012 DE - Dresden - Societätstheater 26.09.2012 DE - Wiesbaden - Walhalla 27.09.2012 DE - Reutlingen - franz.K 01.10.2012 DE - Munich - Südstadt 03.10.2012 DE - Nürnberg - MUZ 04.10.2012 DE - Hannover - Feinkostlampe 05.10.2012 DE - Erfurt - Franz Mehlhose 06.10.2012 DE - Saarbrücken - Sparte 4
dead oceans hat ihn sich geschnappt, um nach 40 jahren ein neues album herauszubringen. in bill fay trifft man in unterrichteten kreisen auf einen begnadeten sänger und songwriter, der in den frühen sechzigern erste songs schrieb. zu dieser zeit studierte er noch, visierte aber bereits eine karriere als musiker an. ein erstes demo verhalf ihm zu einem plattenvertrag mit decca, der unter anderem durch die mithilfe des ex-them drummers terry noon zustande kam. zwischen '67 und '71 veröffentlichte das label die single "some good advice"/"screams in the ears" sowie die beiden herausragenden alben "bill fay" und "time of the last persecution". beide verkauften sich nicht gut und so wurde der vertrag mit decca aufgekündigt. 2005 veröffentlichte fay auf durtro / jnana "tomorrow tomorrow & tomorrow". zudem erschien 2004 auf wooden hill records "from the bottom of an old grandfather clock, eine kollektion von demos und unveröffentlichtem material aus den jahren 1966 bis 1970. "life is people" heißt nun sein neues werk, das video zu "be at peace with yourself" stammt von dan huiting. das album erscheint am 24.08. (dead oceans/cargo records).
miniaturen dieser art habe ich lange nicht mehr gehört. vor einigen jahren waren sie recht prominent, beispielsweise über das asaurus label und andere vor allem ausschließlich im netz aktive record companies. mit blanche blanche blanche treffen wir auf die sängerin sarah smith und den am keyboard aktiven zach phillips, die ihre durchaus mit ohrwurm qualitäten ausgestatteten popsongs darbieten wie auf einem jahrmarkt. man muss sich erst einmal zu den wirklich interessanten buden durchkämpfen. aber gerade die suche macht den reiz aus, sowohl hier als auch dort. mit "papas proof" legten die beiden ende juni eine lp auf la station radar vor, die mit 300 stück limitiert wurde und zwölf tracks enthält. das teil selbst ist bereits ein jahr älter und erschien erstmal über das eigene osr- label. auch dieses lege ich Euch sehr ans herz. hier veröffentlichte u.a. auch chris weisman, erwartet wird neues von the howling hex und jede menge neues und altes von blanche blanche blanche. auf night people erschien zudem vor kurzem die lp "wink with both eyes", das unten angefügte video ist daraus. einen kleinen überblick über die discography nun:
blanche blanche blanche "open session rock" cs (osr, 3/'12) blanche blanche blanche "our place" lp (feeding tube, 7/'11) blanche blanche blanche "2wice 2wins" lp (feeding tube, 4/'11) blanche blanche blanche "2wice 2wins" / bruce hart "songs for music" cs (osr, 4/'11//8/'11) blanche blanche blanche "papas proof" lp (la station radar, 3/'11) blanche blanche blanche "wink with both eyes" lp (night people, 1/'11) blanche blanche blanche "songs of" cs (night people, 8/'10) blanche blanche blanche "talk out loud" 7" (feeding tube, 8/'10)
die musik der beiden ist schwierig zu fassen. der pop ist glitschig, weil er sich nicht mit der unterstreichung vom melodien zufrieden gibt, sondern gleichfalls auf rhythmischen eklat setzt, dem ambient tribut zollt und der kunstvollen verzierung nie den rang ablaufen möchte. noise attacken gehören genauso zum konzept wie sirenengleicher gesang, proginfiltrierte gitarren und schwebe- keyboardsounds. dass die gemischtwarenhandlung betretbar und mit freude besuchbar bleibt, darin liegt die kunst der beiden protagonisten.
"Werter Medienvertreter, wir danken Dir für dein Interesse an unserem Festival und bestätigen hiermit Deine Akkreditierung. Deinen Pass und ggf. das vorbestellte Tickets für eine Begleitperson kannst Du wie gewohnt am Popkiosk auf der Lohstrasse abholen." so sieht das aus, wenn die bestätigung für eine entsprechende bewerbung ins haus flattert. mein gesicht dazu hättet Ihr auch sehen sollen. total zerknautscht. denn nur wenige tage vor dem haldern pop festival, um das es hier natürlich geht, bekomme ich eine adäquate planung nicht mehr hin. viel zu knapp, um längst betonierte termine abzusagen, zu verschieben oder schlichtweg zu ignorieren. insofern ein kleiner vorwurf an die veranstalter, hier doch bitte schön früher entscheidungen zu treffen. nichtsdestotrotz wollen wir einen kurzen blick auf eines der schönsten, bekanntesten und zudem vortrefflich besetzten festivals deutschland werfen. seit 1984 wird am niederrhein gefeiert. in diesem jahr vom 09. bis 11. august. mit dabei sind einige acts von rang und namen, die ergänzung finden durch newcomer und anwärter auf den heißen stuhl des jahres. wir lassen den blick schweifen auf das:
lineup 2012 A Winged Victory For The Sullen (US) - Church Arthur Beatrice (UK) - Spiegeltent
Alcoholic Faith Mission (DK) - album vorgestellt bei platten vor gericht: klick! Alt-J (UK) Apparat (DE) - Biergartenbühne Ben Howard (UK) - Mainstage Bowerbirds (US) - album "the clearing", klienicum: klick! Boy & Bear (AU) - Spiegeltent Charles Bradley & His Extraordinaires (US) - Spiegeltent
Chinawoman (CAN) - Haldern Pop Bar Chris Garneau (US) - konzert ende 2010, konzerttagebuch: klick! Daan (BE) - Church Dan Mangan (CAN) - konzert april 2012, klienicum: klick! Damien Jurado (US) - vorgestellt, klienicum: klick! Daughter (UK) - Spiegeltent Der König Tanzt (DE) Diagrams (UK) - konzert märz 2012, konzerttagebuch: klick! EFFI (AUT) - Haldern Pop Bar Emanuel And The Fear (US) - Biergartenbühne
Ewert And The Two Dragons (EST) - vorgestellt für folk im park, klienicum: klick! Grant Lee Buffalo (US) - Mainstage Guillemots Acoustic Set (UK) - Spiegeltent Helmut Here We Go Magic (US) - konzert juli 2012, konzerttagebuch: klick! HONIG (DE) - Spiegeltent Iceage (DK) - Spiegeltent Jaga Jazzist (NO) - Mainstage Jamie N Commons (UK) - Spiegeltent Loney Dear (SE) - Church Megafaun (US) - konzert februar 2012, klienicum: klick! Niels Frevert (DE) - Spiegeltent Nigel Wright (US) - Spiegeltent Oberhofer (US) - Spiegeltent Other Lives (US) - Mainstage Patrick Watson (CAN) - Mainstage Skinny Lister (UK)
Steve Smyth (AU) - Spiegeltent
Team Me (NO) - konzert ende 2011, klienicum: klick! The Afghan Whigs (US) - Mainstage The British Expeditionary Force (UK) - Mainstage The Maccabees (UK) - haldern 2009, konzerttagebuch: klick! The War on Drugs (US) - konzert juni 2012, klienicum: klick! Thees Uhlmann & Band (DE) - Mainstage tUnE-yArDs (US) - Mainstage
Two Door Cinema Club (UK) - bei tonspion: klick! Wendy McNeill (CAN) - das konzerttagebuch bereits im jahr 2008: klick! White Rabbits (US) Wilco (US) - Mainstage
er stammt aus chicago, ging sehr früh zur army, wurde wegen gesundheitlicher probleme entlassen, die ihn auch zu längeren krankenhausaufenthalten zwangen. später zog es ihn nach albuquerque, wo er einige zeit obdachlos verbrachte und verschiedenste jobs verrichtete. in dieser zeit schrieb er seine ersten songs und vertrieb sie auf cdr. außerdem hat er ein vorzügliches talent zum zeichnen und dichten, allesamt bringt er in seinem künstlerischen ausdruck unter. mit "acousmatic sorcery" erschien in diesem jahr sein erstes album auf hot charity. ein beeindruckender und sehr interessanter typ: willis earl beal (US) - Spiegeltent:
die fünfköpfige truppe aus london formierte sich gerade erst vor einem knappen jahr, da dürfen sie bereits die größeren bühnen dieser welt behausen. ihren indierock ließen sie zudem auf "language" via play it again sam pressen, ein 2012er release, der folgendermaßen klingt: zulu winter (UK) - Spiegeltent:
den mund sollten wir Euch aber nicht allzu wässrig machen, denn das festival ist bereits seit ende des letzten jahres ausverkauft. ohne einen blick auf ein mögliches lineup verschwendet haben zu können, wurden die begehrten eintrittskarten blind gekauft. das heißt was, gell? in diesem sinne wünschen wir der unternehmung bestes gelingen, bei schönstem wetter!
mit "scum" dürfen wir einen track aus dem dritten album der australischen goth- punks geniessen, "playin' in time with the deadbeat" erschien jüngst auf sacred bones und macht ne menge spaß, erlaubt Euch einen blick auf: slug guts:
da hatte ich mir andere töne erwartet, nun denn, am 21. september wird "hello hum" so oder so erscheinen, affairs of the heart zeichnet verantwortlich, wir dürfen schon einmal hören, blicken und staunen: wintersleep:
der song "dreams" wurde ausgewählt, um auf das kommende album "other worlds" vorzubereiten, secretly canadian zeichnet verantwortlich für den release am 05. oktober: taken by trees:
vorzustellen ist der fünfer aus brooklyn, der sich seit ca. 2008 um den new wave in seiner heimatstadt kümmert, am 02. september erscheint sein selbstbetiteltes album, daraus einen song pur sowie einen zweiten bebildert:
ihr selftitled album erschien bereits ende juni (trailer fire records), ist es aber mehr als wert, hier noch einmal aufgeführt und erinnert zu sein, die beiden sind in ihren zwanzigern und spielen zusammen, als täten sie nie etwas anderes: the driftwood singers:
die ersten vorbesteller erhalten zum neuen album "transcendental youth" (merge records) eine single mit zwei exklusiven songs obendrauf, ein lohnendes unterfangen durchaus, warten muss man dennoch bis zum 02. oktober, bis dahin diesen ohrschmeichler: the mountain goats:
der vierer aus san francisco ist am 07. august dran, dann nämlich wird "stray light" erscheinen, an meinem geburtstag steigt die releaseparty, leider nicht bei mir, nehmt diesen electropoptraum: birds and batteries:
allein die tatsache, dass tara jane o'neil die produktion für "little heater", das zweite soloalbum der freakwater musikerin, übernahm, sollte mehr als neugierig machen, das album erscheint am 25. september auf thrill jockey: catherine irwin:
der 27. august ist wahrlich nicht mehr weit, die vorfreude auf das neue album der nordamerikaner steigt, nicht unerheblichen anteil daran hat der erste appetizer, das album kommt übrigens auf shuffling feet records heraus: evening hymns:
"constellations" habe ich noch in zellophan gebunden auf dem schreibtisch stehen, das album habe ich viele male gehört, aber der tonträger selbst wird gehütet, nun erscheint im oktober ein neues album, "stranger" wird natürlich auf western vinyl veröffentlicht: balmorhea:
auf mini angelegt, das bedeutet: sechs tracks und heißt "as above so below", produziert von todd fink (the faint) und andy lemaster (u.a. bright eyes), veröffentlichung findet am 07. september auf affairs of the heart statt: azure ray:
das zweite album im anschlag hat dieser anfang zwanziger, schlicht "2" betitelt wird es am 16. oktober auf captured tracks erscheinen, an einem ersten hörversuch dürft Ihr teilnehmen: mac demarco:
das kulmbacher label adp stellt sein neuestes signing vor, der berliner dreier steht seit kurzem mit der ersten ep namens "no future" am start, dass die unternehmung durchaus zukunft haben dürfte, davon könnt Ihr Euch gern überzeugen: children:
fast übersehen hätten wir, dass matinée recordings neben pale sunday und charlie big time einen weiteren act mittels tonträger hochleben ließ, mit "there may come a time" gaben die australier ihr matinée debut, zuvor veröffentlichten sie bereits auf cloudberry, lost and lonesome: bart and friends:
dark electronic ist das markenzeichen der truppe aus seattle, ihr debut gibt sie am 04. september auf sargent house ab, der bandname aber verheißt mehr, klassisches: crypts:
thrill jockey lockt mit "runner", das neue album der mannen um sam prekop soll am 18. september erscheinen und sich deutlich vom vorgänger "the moonlight butterfly" unterscheiden: the sea and cake:
seit dem 24. juli hält jagjaguwar "take the kids off broadwy" im anschlag, es ist das ergebnis der beiden youngs sam france (vocals, olympia, 22) und jonathan rado (guitar/keyboards, new york city, 22), hört mal rein: