Mittwoch, November 22, 2006

ein (p)fund mp3 (4)


steso songs
heute ganz im zeichen einer jungen dame aus schweden, vielmehr aus malmö. sie heißt korro - veröffentlicht unter dem namen steso songs -, ist 23 jahre alt. auf sie aufmerksam geworden bin ich über den blog "absolut noise", der immer mal wieder ein paar perlen ausgräbt. zu dieser dame heißt es lakonisch, sie sei besser als die anderen. derer gibt es derzeit wahrlich viele. schweden ist ein popparadies, die auswahl fällt schwer. nun, wie immer: selber hören macht schön.
oh, night divine
this is for you girls
heartbeats in mailbox
tomb in womb
chaplin song

myspace
homepage

Montag, November 20, 2006

ein (p)fund mp3 (3)

panda kopanda - open ground
(feurig, stolz. jawoll!)

bedroom eyes - blueprint for departure
(schwedisch, flott, handclaps, trumpets, lebensgierig.)

malajube - la monogamie
(französisch, verwirrend, flagelant, manisch, blümerant)

bishop allen - clementines
(schön.)


bonus:
rainer maria haben sich aufgelöst. böse.

artificial light
broken radio

Sonntag, November 19, 2006

the ballet - mattachine!


eine sehnige fidel,
die förderlich geigt,
singt und zaubert, erquicklich
für unruhe sorgt.

in diesen bewegungsarmen zeiten, da nur selten wirklich große ideen geboren werden.
eine solche band braucht auch ein zuhause. gern nennt man das dann "sissypop", eine noch blödere, dafür markantere und unpassendere kategorie als queerpop. auf beides wird man aber mit der nase gestoßen und soll es dann vernünftig in seinen text einbauen, bitte: "4 queers, 3 chords, 100 melodies. Marina plays bass, Ginger plays violin, Craig plays synth, and Greg plays guitar and sings.", so der eingangsvorstellungstext auf der homepage dieser new yorker kapelle. weiter erfährt man, dass "mattachine!" ihr erstes album ist, welches sie im eigenvertrieb unter die leute bringen. nachdem die ersten 200 kopien mittlerweile versemmelt wurden, wurden 300 weitere nachgelegt. die gibt es hier: wer nun nicht zulangt, wird über der kopie versauern. er verpaßt außerdem das frühe vergnügen schöner, lofi- gestylter musike, die zuvorderst gute laune verbreitet, deren eingängige melodien mitwippen lassen und deren texte mehr sind als nur beiwerk. ich weiß von wenigstens fünf exemplaren, die ins herbstliche deutschland gegangen sind, eine eigene fanbase sozusagen erarbeitend.
konterkariert die dame
den herren? geht denn das?
und wenn ja, wie, bitte schön?
fast vergessen, referenzen/gefolge/majestäten, die erwähnt werden wollen, wenn sich fremde an ihren thron lehnen. dem sänger der herrlichen the ballet sagt man nach, er klinge sehr nach dem sänger der magnetic field. stimmt. außerdem darf man sich rühmen, ähnlichkeiten mit den hidden cameras erinnern zu lassen. warum nicht? ich kann hier schließlich alles schreiben!!!

zu gehör getragen (7)

wayne kramer - citizen wayne (1997)
> mit positiven erinnerungen an den späten frank black, 3,5/5

otto - sem gravidade (2003)
> spannende ladung samba, pop, jazz etc. aus brasilien, 3,5/5

the rainmakers - s/t (1986)
> softpop aus den späten achtzigern, 2,5/5

the rainmakers - tornado (1987)
> hat heute etwas clowneskes, ist aber nicht gänzlich doof, 2,5/5

Freitag, November 17, 2006

zu gehör getragen (6)

the triffids - born sandy devotional (1986)> anerkannter popklassiker, im juni ´06 mit bonustiteln neu aufgelegt, 4/5
the triffids - calenture (1987)> popseelchen, 2,5/5
the triffids - the black swan (1989)> mit einigen spannenden & innovativen momenten bestückt, 3,5/5

the triffids: homepage

Donnerstag, November 16, 2006

zu gehör getragen (5)

solomon burke - nashville (2006)
> der soullegende ausflug in countryeske gefilde: kein genreknaller, 3/5

hanne hukkelberg - rykestr. 68 (2006)
> firlefanz auf hohem niveau, 4/5

badly drawn boy - born in the uk (2006)
> da hat der nette & glaubwürdige mensch chancen verpasst, 3/5

ein (p)fund mp3 (2)


nachdem mir gestern thomas dybdahls neuestes werk "science" fast das herz gebrochen hätte, gebe ich etwas davon weiter. deshalb das (p)fund mp3 gewidmet dem schaffen dybdahls. wer mir zu den titeln ohne jahresangabe, das jahr und das album nennt, erhält eine kleine prämie. also, auf!

right as rain (home-recording, 2001)
change tomorrow
half of me (mit brit symoere johansen)
cow-boy dreams (mit p.k. ottestad, 2001)
damn heart
dedur
from grace

Mittwoch, November 15, 2006

zu gehör getragen (4)

leafcutter john - the forest and the sea (2006)
> electro- folk- mixtur: variantenreich mit längen, 3,5/5

nina nastasia - on leaving (2006)
> intimes, eindrucksvolles werk, 4/5

thomas dybdahl - science (2006)
> intensiv, aufreibend, nah, verdammt, was mach ich bloß?, 4,5/5 (vorläufig)

blog - e - log (1)



nachdem ich eine gewisse affinität für die musik brasiliens nicht mehr ablegen kann, interessiert mich zunehmend auch mehr, was sich so auf dem südamerikanischen kontinent tut. da kommt der musikblog mira el péndulo gerade recht. er sucht erfolgreich die verquickung aus internationaler und heimischer indiewelt auf seiner seite unterzubringen. fast täglich kann man so einen neuzugang verzeichnen. die auswahl orientiert sich natürlich an den unmittelbaren vorlieben der blogmacher, aber sie zeichnet sich auch durch originalität und geschmack aus. dass die texte zumeist in spanisch sind, sollte auch den deutschen suchenden nicht abhalten, sich auf der seite umzusehen bzw. umzuhören. denn das abrufen der mp3´s verlangt nicht viel und einen nützlichen hinweis auf die homepage oder das myspace- profil des betreffenden künstlers gibt es immer. außerdem ist auch spanisch mittlerweile von internationalismen durchtränkt, was das verstehen oder aufschnappen wesentlicher aspekte ungemein erleichtert.
interessante vorstellungen aus november waren z.b. horowitz, the sterns, radio de outono oder auch die summer cats. neben links zu anderen guten blogs des kontinents und darüber hinaus, gibt es ansätze, spezialrubriken einzurichten, in denen bootlegs angeboten werden oder sich mit speziellen themen befasst wird, werden soll.
einziges manko ist derzeit eine schlecht leserliche weiße schrift auf hellgelbem grund. dies betrifft aber nur den linkbereich und nicht die umfassenden texte des blogs.
fundstücke:

Dienstag, November 14, 2006

ein (p)fund mp3 (1)

the crabapples - london belongs to me, pt 2
(handclaps? ahoi!)

sufjan stevens - that was the worst christmas ever!
(himmlisch? klar!)

the shins - know your onion!
(hach...! mmh?)

the arrogants - easy
(hobeln? schroten!)

zu gehör getragen (3)

beatsteaks - living targets (2002)
> wenn ich müde bin, wird es mich wecken, erheitern nicht, 2,5/5

david bowie - christiane f. wir kinder vom bahnhof zoo (1981)
> großartiger soundtrack zu klasse streifen, 4/5

steve wynn - sweetness and light (1997)
> der mann hat kaum etwas falsch gemacht, 4/5

genesis - selling england by the pound (1973)
> mach(t)werk aus dem besten jahrzehnt, 4,5/5

Montag, November 13, 2006

beste alben 2006, stand: mitte november

{1} heypenny – use these spoons
{2} flaming lips – at war with the mystics
{3} midlake – the trials of van occupanther
{4} boy omega – the black tango
{5} ali farka toure – savane
{6} neil young – living with war
{7} death ships – seeds of devastation
{8} pretty girls make graves – élan vital
{9} donald fagen – morph the cat
{10} blumfeld – verbotene früchte

konzert: bireli lagrene & gipsy project

bireli lagrene am 12.11.06 bei den gitarrentagen in bad aibling. ein genuß - sein gitarrenspiel. zauberei. geniestreiche in reihe. ich käme schnell ins fabulieren, wollte ich in worte fassen, was ich erleben durfte. vergessen all der alltagskram, versunken in einer wunderbaren welt. auf der bühne herrscht eine launige atmosphäre, der meister scherzt und lacht. dabei hat er tolle mitstreiter um sich versammelt: franck wolf, saxophone; hono winterstein, gitarre; diego imbert, kontrabaß. sie polierten stetig den brillianten lagrene.

Sonntag, November 12, 2006

zu gehör getragen (2)

joseph arthur - come to where i'm from (2000)
> passabler folkrock, auf dem label von p. gabriel, 3/5

jack waterson - whose dog? (1988)
> das mitglied von green on red mit einer netten studie, 3,5/5

blue mountain - dog days (1995)
> aufgeräumter rootsrock, 3/5

kevin ayers - still life with guitar (1992)
> eines seiner eher schlechteren alben, dennoch: 3/5

Samstag, November 11, 2006

zu gehör getragen (1)

the lemonheads - s/t (2006)
> dando in bestform, mehr braucht es manchmal nicht, 4/5

m. ward - post-war (2006)
> kommt nicht an den (die) vorgänger heran, 3,5/5

maximilian hecker - i'll be a virgin, i'll be a mountain (2006)
> für mädchen und solche jungs, die sich gern zu solchen mädchen gesellen, 2,5/5

castanets

"cathedral" 2004"first light´s freeze" 2005

voraussetzung für den kauf der tonträger war die verheißungsvolle kombination aus dem namen der band und dem des labels, das sie unter vertrag nahm. also ergab sich aus „castanets“ und „asthmatic kitty“ eine art verkaufszwang. was hatte ich erwartet? nichts wirklich konkretes, aber doch im mindesten klassischen pop, eher noch anorak- pop, feine melodien, handclaps usw. um hier zum eigentlich zurückzukehren – nämlich der beschreibung des inhalts - ist es an der zeit zu erklären, in welchem maße ich enttäuscht wurde. wenn es denn enttäuschung war? die ahnung, die sich nicht bestätigte, vielleicht auch der wunsch, der sich nicht erfüllte, muss noch nicht gram bedeuten. überrascht war ich. was mich in der mathematik am wenigsten interessiert hat, waren die zwischenschritte. ich wusste um den unmittelbaren zusammenhang zwischen aufgabenstellung und ergebnis. das genügte. wie oft war ich über die unterschiedlichen herangehensweisen verwundert, die schließlich doch zum selben schluß führten. wie oft wurde ich getadelt, dass ich mich auf verschlungeneren pfaden bewegte, mich der unbestreitbaren logik (des lehrers) entzog, um einsam meine runden zu drehen. wie oft hatte ich die zwischenrechnung nicht präsentabel auf einem extrablatt oder an den rand gekliert? wie entsteht musik, welches sind die zwischenschritte, die letztlich einen song ergeben? wie übt sich das, wie geriert es sich? wie bewegt sich das tier? wie geradlinig, wie störrisch? die castanets präsentieren mögliche formen des werdens musikalischer endergebnisse. sie lassen den hörer teilhaben an prozessen. sie offenbaren statt der aufgabenstellung und dem dazugehörigen ergebnis lediglich das blatt, auf dem sie ihre zwischenschritte berechneten. es ist jedoch nicht als solches überzeichnet, sondern wäre durchaus auch denkbar als eine art transkription, in der sich im wie das woher und wohin spiegelt. ist das 0:31-ig oder das 0:34-ig lange stück ein song, eine idee, ein wunsch, ein versuch, ein fragment? wie verhält es sich mit einem lied, das über drei minuten lang ist und in dem aufs intensivste probiert wird, ein instrument wie eine quietschende tür klingen zu lassen? ist der angeblich perfekte song nur eine überzeichnung seiner entstehung, eine täuschung des hörers? wird ihm nicht gerade das eigentliche, das mark vorenthalten? hatte der mathematik dozent nicht also doch recht? ohne darstellung der zwischenschritte bleibt auch das ergebnis wertlos, die kenntnis von der metamorphose ist unabdingbar. also titel als teile des ganzen und was möglicherweise als fertig, rund, geeint erscheint (die zwei scheiben sind davon nicht frei, eingängiges, vertrautes bereit zu halten), ist dennoch auch nur ein element, das notwendig ist zur erschließung des gesamtbildes.zu meiner überraschung gesellte sich also keine enttäuschung, sondern vielmehr das erinnern und die bejahung für die teilhabe. für die teilhabe am lebendigen, das nicht gezügelt, nicht geformt und gepresst sein kann, weil es sonst nicht mehr lebendig wäre. habt Ihr auch schon mal in Euren zwischenschritten den tintenkiller eingesetzt? was quasie die überhöhung des berechnenden wäre. die castanets bestimmt nicht, und dessen ungeachtet gewinnen die fließenden, berauschenden, die beeindruckenden momente die oberhand. während „cathedrals“ noch weicher, fassbarer wirkt, ist „first light´s freeze“ weniger leicht zu greifen. immer wieder entzieht sich das werk, ziert sich fast, als böte es das intime nur zögerlich. werden ist eine form unbeschreiblicher intimität. nehmen wir sie als solche wahr, blicken wir in die tiefe, in die unmittelbarkeit des seins. hört die castanets.
cathedral ****
first light´s freeze ****
That I Know To Have Changed in You [MP3, 3.6MB, 128kbps]
Three Days Four Nights [MP3, 5.6MB, 160kbps]
heute in berlin:
November 11, 2006Berlin - Germany - NBI
November 12, 2006
Nuernberg - Germany - K4