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Montag, März 06, 2017

ein (p)fund mp3 (545), teil 2

nach 25 jahren das erste material, sollte das wahr sein, zumindest deutet odd box records an, dass mit der ep "evergreen" genau solches geschieht, "complicated" ist ein erster ausschnitt daraus, dann auf kassette und vinyl: the darling buds:


etwas stimmungsabhängiger ist dieser track namens "closer", er wird als singuläres material vorgestellt und gehört der band aus berlin bzw. wien, die erst im vergangenen jahr mit dem album "in the meantime" begeistern konnte: vague:


bleiben wir mal bei besonders stimmungsvoll, da sind wir bei der ep "slow vessels" genau richtig, sie wird am 05. mai auf fatcat records erscheinen und Ihr werdet schnell merken, was gemeint ist: ian william craig:


noch mal odd box, die natürlich für die flotteren varianten stehen, hier mit dem quartett aus london, das bereits zwei alben am start hat und nun mit einer feinen single auftrumpft, "moody" und auf der flip der track "get you": wolf girl:


"terrible freedom" ist sein mittlerweile sechstes album, er ist mitglied von lo tom und hat bei pedro the lion, headphones und the soft drugs sein glück versucht, wir hören in einen ersten track der april veröffentlichung von tower of song records: tw walsh:


der japanische multiinstrumentalist demnächst mit neuer veröffentlichung auf polyvinyl, wir freuen uns über "lita-ruta" hinaus auf den release von: shugo tokumaru:

Donnerstag, November 10, 2016

glotzt nicht so romantisch (740): giant burger


ebenfalls aus london, hier aus dem osten, stammt der vierer giant burger. er legt uns mit "tono tono" eine griffige nummer vor, die von der drummerin ins rechte bild gerückt wurde. die single verweist auf das kommende full length debüt der band, die es in ihrer bisherigen vierjährigen geschichte auf zwei 7er und eine ep in kassettenform gebracht hat. macht ja nüscht, nun sind sie also gerüstet für mehr, veröffentlicht wird am 25. november auf odd box records.

Sonntag, Februar 07, 2016

zu gehör getragen (201)

savages – adore life (2016)
> das zweite album der londoner erwischt einen wie eine kalte welle, der erste moment changiert zwischen belebender wirkung und schock, danach möchte man nur noch die beine in die hand nehmen, um kartierter langeweile zu entwischen, 3/5
 
porches – pool (2016)
> lo-fi hin, d.i.y. her, der amerikaner musste sich nicht häuten. herrlich, wie die harmonien schrägen, wie echo täuschen, wie der plumpen behauptung der zahn gezogen wird. kein neu, kein anders, ein ewiges immerso, ein prinzip. gemein. wie einfach. übertölpelnd, 3,5-4/5
 
t-shirt weather – pig beach (2016)
> die durhamer poppunker sind so unterhaltsam wie sie gitarrenbefeuert und haudrauf gesteuert sind, hinzu addieren sie positive signale in trompeten- oder streicherform, das ist über acht beissertracks hinweg kommod, 3-3,5/5
 
the prettiots – funs cool (2016)
> hübsche ideen zwischen surfsound und handclaps versteckt, dazu eine prise sexyness und schon..., reicht es nicht für mehr, da waren die versprechungen größer - worauf immer sie sich auch gründeten - als die letztlich etwas dröge popware, 2,5-3/5

Dienstag, Oktober 27, 2015

zu gehör getragen (195)

dave heumann – here in the deep (2015)
> kaum zu glauben, den arbouretum frontmann in solch entspannter atmosphäre und strahlender klarheit erleben zu dürfen, die songs dieses ersten solowerks sind voller harmonie und leuchtender belebtheit, 3,5/5

alela diane & ryan francesconi – cold moon (2015)
> es gelingt eine erstaunliche korrelation zwischen verspieltheit und avantgardistischer brillanz mit transparenz und gründender stärke, hier der multiinstrumentalist, dort die songwriterin und sängerin, in portland trifft sich hochkultur, 3,5-4/5

frozy – lesser pop (2015)
> aufs einfachste, die simple lofi-sweetpop-note, heruntergebrochen, dafür mit süchtig machenden melodien versetzt, kurz und prägnant angeboten, das sind frozy 2015, 3,5-4/5

twin bandit – for you (2015)
> dem kandischen duo gelingen auf seinem debütalbum einige sehr erstaunliche lieder, mitten aus der tradition heraus treten sie mit ihrer sinnlichen folkpopvariante ans licht einer zerworfenen umgebung, um etwas heimstatt anzubieten, das ist mehr, als die meisten vermögen, 3/5

Sonntag, Oktober 04, 2015

neue töne (1577): frozy


das vierte album bereits ist "lesser pop", mit dem die seaforder band frozy antritt. bei den diy popern handelt es sich um irina, nicol und rhiannon, die hinter dem selbstbetitelten debüt und dem 2011er "pulling daisies" alles andere als hinther hetzen müssen. denn die art und weise, wie sie ihren abgehangenen symppop (sympathischpop) zelebrieren, ist dermaßen ausgeschlafen, dass es eine freude ist. charmant und dissonant sind zwei vokabeln, die sich einem sofort unter die hutkrempe stibitzen. eine helle gitarrenspur wird von einem losen drumming durchforstet, dazu gibt es einen gesang, der sich gern eine andere, neue weltordnung zusammenbastelt. dass das gutgehen kann, wissen wir von anderen formationen, wir benennen hier nur mal eben die münchner schwestern von dc schneider. aber natürlich stand auch jemand wie calvin johnson pate. aufs einfachste heruntergebrochen, dafür mit süchtig machenden melodien versetzt, kurz und prägnant angeboten, das sind frozy 2015. klitzekleine ideen werden ausgetreten, bis sie einer alten schuhsohle ähneln, aber lieben wird man sie, weil sie sich so bequem laufen lässt. so kann man "lesser pop" runde für runde abspulen lassen und es wird einem nicht langweilig, im gegenteil fühlt man sich immer heimischer in den grundfesten dieses trios. das album wird via odd box records veröffentlicht, am 16. oktober in einer auf 250 stück limitierten vinylversion.


Dienstag, August 04, 2015

eingestreut (838): flemmings



jez, mads und david, mehr weiß man kaum, nur dass die drei im südlichen london hausen und aus dänemark, spanien bzw. england stammen. letztes jahr hatten sie ihre erste kassette an den start gebracht. selbstbetitelt gifteten sechs tracks in vermeintlicher punkrockmanier ähm umher. das klang alles noch sehr umtriebig, rowdyhaft, ungestüm. doch durchaus ambitioniert. so haben sich wohl die macher von odd box records auch an flemmings herangetraut. und weil das indietracks anstand und man ungern mit leeren händen daherkommt, hat man die aktuellen vier lieder mal eben auf ein nächstes tape gepresst und unter die arme geklemmt. wenn noch das eine oder andere davon übrig ist, dann greift bitte schön zu. "shake well before us", so das gute stück, gibt sich griffiger, durchdachter, wenngleich auch es nur so vor energie strotzt. die gitarren jaulen hier, fetzen dort, passen sich an, wenn gesangseinlagen notwendig werden. dramatisch geht es hinter der schießbude zu, arme wirbeln, felle reissen. zwischendurch gibt es dreschepunk vom feinsten. live ist wohl schweiß die sprache der wahl, die man am besten gemeinsam mit dem ungestümen dreier austauscht.

Samstag, Juni 13, 2015

neue töne (1541): the ethical debating society


am 22. juni gibt es via odd box records  wieder neue klänge zu verzeichnen. diesmal verantwortlich zeichnend das trio the ethical debating society. mit "new sense" legt die band aus london einen feinen vinylrelease vor, der in knalliges rot getaucht wurde. die edition ist auf 250 stück begrenzt. die zwei mädels nebst ihres männlichen sidekicks verschreiben sich dem diy punk uind suchen sich eine nische, die gern etwas lofi klingen darf, aber auch postpunkig und natürlich, angesichts der überzeugenden mehrheit an weiblichem geschlecht, auch mit einer note riot grrrl versehen wird. ob dass am ende riot pop betitelt werden kann, entscheidet ganz easy der hörer selbst. auf jedenfall ist das kerbholz des dreiers ganz gut bearbeitet, man spielte bereits mit bis, shrag, tunabunny oder bastards of fate und vielen anderen mehr. mit skinny girl diet hat man über happy happy birthday to me records 2013 eine split ep herausgebracht, die gleich an die große glocke gehängt wurde. auf tuff enuff folgte im letzten jahr eine weitere ep, sie heißt "hens teeth". "new sense" ist nun also das debüt, mit 14 tracks bestückt. da paßt das eine zum anderen, macht sinn und für die macher gibt es stolz obenauf.
die aufnahmen entstanden in homertons sound savers studio und sie wurden live, direkt und in aller rauheit aufgenommen. maximum rocknroll schreibt: "shouty aggro punk, rad male/female guitar interplay, exuberant and savage sounds from the uk with an urgent attack. this is gonna be your new soundtrack." und hackney citizen meint: "think sleater-kinney headbutting the dead kennedys." 
die preorder läuft und wer gerade in der britischen hauptstadt weilt, kann am 21. juni die releaseparty im power lunches mitmachen. mit "future imperfect" können wir einen track herausposaunen, um Euch neugierig zu machen. den rest des kreischenden monsters dann ende juni. seid bereit!

Mittwoch, April 29, 2015

eingestreut (804): odd box weekender


die meisten von uns werden es vermutlich nicht zum odd box weekender nach london (at the shaklewell arms) schaffen. die vom 01. - 03. mai stattfindende, fünfte veranstaltung dieser art wird von odd box records durchgeführt und ausgestattet. zur diesjährigen ausgabe wurde ein sampler zusammengebastelt, der alle 27 bands mit jeweils einem track präsentiert, zum kennenlernen, anfreunden, vorfreuen. die chose gibts für lau, einfach herunterladen, dabei etwas beeilen, denn am 04. mai wird die zusammenstellung wieder "vom netz genommen". und dass es sich lohnt, werdet Ihr fix herausfinden.

Tracklist:
01. Feature - Psalms
02. Sarandon - Massive Haircut
03. Horowitz - Popkids Of The World Unite
04. Fishboy - Can't Fade Away
05. The Fish Police - Coco Butter
06. Joey Fourr - Dirty Hole
07. Okinawa Picture Show - Running Cold Steve Oxford
08. A Witness - Faglane Morris Wind
09. Not Right - Balls
10. The Manhattan Love Suicides - The Blood Club
11. Pinkshinyultrablast - Blaster
12. Giant Burger - Bacon Ice Cream
13. Flemmings - Wizards
14. Charla Fantasma - Sugar Mamma
15. Nervous Twitch - Jonny's Got A Gun
16. Fever Dream - Flux
17. The Ethical Debating Society - riderrr
18. The Wednesday Club - Trust Thing
19. Steven James Adams - The Greatest Friend
20. Slowcoaches - Thinkers
21. City Yelps - Light and Classical
22. The Middle Ones - Lucky
23. Dog Legs - Cobra Snake
24. The Just Joans - If You Don't Pull
25. Cosines - Misguided Me
26. Slum Of Legs - Begin To Dissolve
27. The Spook School - I Don't Know

Dienstag, März 10, 2015

neue töne (1506): t-shirt weather / chorusgirl (odd box records)


nicht mal drei minuten sind jeweils die beiden tracks lang, für die t-shirt weather es wert befanden, einen tape release zu initiieren. die dreiköpfige band aus durham muss also ordentlich vorlegen, um diese außerordentlichkeit zu unterstreichen. "flutter through the winter" bzw. "(don't) hold your breath" sind poppunker der feinsten sorte. die schießbude arbeitet statisch, dumpf polternd, die gitarren sensen fleißig, der gesang überschlägt sich zur rechten zeit, im wippenden ska gehts durch die bridge, der rest geht im rausch unter. die band hatte bis dato vor allem auf discount horse veröffentlicht, entschied sich aber für die doppel a-seiten veröffentlichung (23. märz) für das londoner label odd box records, das sich nicht zuletzt für so erstklassige d.i.y- releases in der verantwortung sieht. vermutlich in weiser voraussicht, da die single lediglich der vorspann zum kommenden full length von t-shirt weather ist, das ebenfalls auf odd box veröffentlicht werden wird.




eine weitere single gilt es vorzustellen, diesmal einen release auf vinyl. für "no moon" / "dream on, baby blue" stehen chorusgirl gerade. dabei handelt es sich um einen londoner vierer, der sich ganz dem janglepop verschrieben hat. im rahmen der the 100 club series auf odd box records bieten sie mit ihrem zweitracker hervorragende arbeit im stile von lush oder the breeders. herrlich unaufgegeregt kreisen die sechssaiter, das drumming ist stilbewusst, der weibliche gesang behält die contenance, im background schwebt das ansinnen vorüber. der refrain nimmt die bis dato (fast) vermisste fahrt auf. hier wird nicht versprochen, hier wird eingelöst. herzlichen dank an odd box für die herausgabe solchen materials, das nur ans licht der welt gerät, weil es enthusiasten wie dieses londoner label gibt. auf bandcamp könnt Ihr weitere neue releases entdecken, u.a. das neue album von the manhattan love suicides.

Montag, Dezember 15, 2014

eingestreut (745): odd box records


eine schöne zusammenfassung namens "odd box 2014", die odd box records da vorlegt, um das jahr 2014 zu resümieren. auf der compilation finden sich tracks von tyrannosaurus dead - sattsam und kompromisslos, city yelps - feierlich abgedroschen, ace bushy striptease - einer fingerübung gleich leicht und juvenil übermütig, king of cats - ausgehöhlt dengelnd, year of birds - verstohlen rock 'n' rollig, the wendy darlings - punk 'n' traulich, anguish sandwich - krachert, the hundredth anniversary - gleißend, lichtern und the wolfhounds - straff, überbordend, gitarrenbefeuert, beatgesteuert.

bis ende januar gibt es den satz noch für lau bzw. für das, was Ihr zu zahlen bereit seid. danach wird man wohl auch was abdrücken müssen. dass das ganze arg spendabel ist, sieht man u.a. daran, dass die tracks von king of cats und year of birds erst im kommenden jahr auf single erscheinen werden. viel spaß mit dieser feinen dezembercompi.