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Sonntag, Februar 07, 2016

zu gehör getragen (201)

savages – adore life (2016)
> das zweite album der londoner erwischt einen wie eine kalte welle, der erste moment changiert zwischen belebender wirkung und schock, danach möchte man nur noch die beine in die hand nehmen, um kartierter langeweile zu entwischen, 3/5
 
porches – pool (2016)
> lo-fi hin, d.i.y. her, der amerikaner musste sich nicht häuten. herrlich, wie die harmonien schrägen, wie echo täuschen, wie der plumpen behauptung der zahn gezogen wird. kein neu, kein anders, ein ewiges immerso, ein prinzip. gemein. wie einfach. übertölpelnd, 3,5-4/5
 
t-shirt weather – pig beach (2016)
> die durhamer poppunker sind so unterhaltsam wie sie gitarrenbefeuert und haudrauf gesteuert sind, hinzu addieren sie positive signale in trompeten- oder streicherform, das ist über acht beissertracks hinweg kommod, 3-3,5/5
 
the prettiots – funs cool (2016)
> hübsche ideen zwischen surfsound und handclaps versteckt, dazu eine prise sexyness und schon..., reicht es nicht für mehr, da waren die versprechungen größer - worauf immer sie sich auch gründeten - als die letztlich etwas dröge popware, 2,5-3/5

Dienstag, März 10, 2015

neue töne (1506): t-shirt weather / chorusgirl (odd box records)


nicht mal drei minuten sind jeweils die beiden tracks lang, für die t-shirt weather es wert befanden, einen tape release zu initiieren. die dreiköpfige band aus durham muss also ordentlich vorlegen, um diese außerordentlichkeit zu unterstreichen. "flutter through the winter" bzw. "(don't) hold your breath" sind poppunker der feinsten sorte. die schießbude arbeitet statisch, dumpf polternd, die gitarren sensen fleißig, der gesang überschlägt sich zur rechten zeit, im wippenden ska gehts durch die bridge, der rest geht im rausch unter. die band hatte bis dato vor allem auf discount horse veröffentlicht, entschied sich aber für die doppel a-seiten veröffentlichung (23. märz) für das londoner label odd box records, das sich nicht zuletzt für so erstklassige d.i.y- releases in der verantwortung sieht. vermutlich in weiser voraussicht, da die single lediglich der vorspann zum kommenden full length von t-shirt weather ist, das ebenfalls auf odd box veröffentlicht werden wird.




eine weitere single gilt es vorzustellen, diesmal einen release auf vinyl. für "no moon" / "dream on, baby blue" stehen chorusgirl gerade. dabei handelt es sich um einen londoner vierer, der sich ganz dem janglepop verschrieben hat. im rahmen der the 100 club series auf odd box records bieten sie mit ihrem zweitracker hervorragende arbeit im stile von lush oder the breeders. herrlich unaufgegeregt kreisen die sechssaiter, das drumming ist stilbewusst, der weibliche gesang behält die contenance, im background schwebt das ansinnen vorüber. der refrain nimmt die bis dato (fast) vermisste fahrt auf. hier wird nicht versprochen, hier wird eingelöst. herzlichen dank an odd box für die herausgabe solchen materials, das nur ans licht der welt gerät, weil es enthusiasten wie dieses londoner label gibt. auf bandcamp könnt Ihr weitere neue releases entdecken, u.a. das neue album von the manhattan love suicides.