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Montag, Oktober 05, 2015

ein (p)fund mp3 (511), teil 2

es ist die zweite single dieser liverpooler band, ein trio, das auf trash pop setzt, hört rein und werdet begeistert sein und reibt Euch an den reminiszenzen, und nein, es hat dir niemand whiskey in die milch gekippt: trudy:


stark auch, in einem ähnlichen tenor, die letzte single veröffentlichung dieser band, "joey says we got it" erscheint am 17. oktober im rahmen des cassette store days, erscheinen wird er via weiner records: the orielles:

dustin o'halloran, scott leahy, hauschka oder jonathan price hieß die illustre schar der unterstützer für die devics sängerin, die ende oktober ihr drittes album herausbringen wird, hier ein erster ausschnitt daraus: sara lov:


den track möchten wir Euch nicht vorenthalten, er ist nicht weniger kommerziell als der vorangegangene, hat aber eine stichige note, die wir mehr als brauchbar finden, die iren veröffentlichen ihre neue "lizard ep" ende oktober via trout records: o emperor:


"pengea" heißt die ep, die deltasonic herausbringen wird, verantwortlich für diesen mitte oktober release sind die psychrocker aus liverpool, eine runde aus fünf jungspunden, "air" ist ein hinweis auf ihr können: the vryll society:


bereits das elfte album stellt brian pyle vor, "blossoms in red" erscheint ende oktober auf denovali, auf dem hier zitierten ausschnitt wird der kalifornier von peter broderick unterstützt: ensemble economique:


julia holter
28.10.2015 München, Kammerspiele
29.10.2015 Frankfurt, Brotfabrik
30.10.2015 Hamburg, Übel & Gefährlich
05.11.2015 Berlin, Berghain

Donnerstag, Juli 18, 2013

neue töne (1309): o emperor


zum ersten album von o emperor schrieben wir u.a.: "mit zweijähriger verspätung kann sich nun ein hungriges publikum auf einen tonträger stürzen, der ausdrucksstärke nicht mit inszenierung verwechselt, der einen dichten sound nicht zum verkleistern nutzt, sondern intensität und authenzität sucht. das klangbild weist ein akustisches fundament aus, in der breite wird gerockt. die memorablen melodien wirken bindend. pulsierende musik, die dem manischen moment genauso tribut zollt, wie es ihr gelingt innezuhalten. immer zwischen den polen, immer die waage haltend." weiter: "die beiden songwriter gitarrist paul savage und pianist philip christie schreiben für die ewigkeit und kreieren musikalische leckerbissen, die bestand haben." und konstatierten: "hither thither" ist kein album, das man in wenigen anläufen durchdringt. jedem song liegt ein eigenes, durchstrukturiertes konzept zugrunde. jedem song wird ein solch hohes maß an aufmerksamkeit zuteil, dass der hörer dies mit voller konzentration quittieren muss."

singuläres pianotasten. ein rollender beat, der ans blech antitscht. knarzig direkter gesang, der sich alsbald im falsett ergeht. keyboardeskapaden, artrockausflüge, denen hymnen weniger fremd sind als stolzes daherschreiten. streicher, sinfonische anklänge, ein lächelndes blitzen, eine schussfahrt geordneter leidenschaft. eine ledern entrüstete e-gitarre, zurückgeführt mit strenger hand in den reigen des kollektiven einverständnis. der opener "grandmother mountain" ist ein zugpferd der besonderen rasse. es lässt das kommende fast vollständig offen, weil es alle möglichkeiten anbietet. es könnten steife ballade folgen genauso wie garagige mutmaßungen oder popsomnambule gelegenheiten. ein schade ist es allerdings, dass bereits nach gut drei minuten die regler heruntergefahren werden.

doch das konzentrat eines prozess war das ziel von "vitreous", dem neuesten erguss von o emperor, dem waghalsigen fünfer aus waterford, für den nach wie vor das kleine, aber ausgesuchte label k&f records den kopf hinhalten darf. sessions, jams gingen den aufnahmen voraus und den einzelnen tracks, neun an der zahl, spürt man diese dynamik und den willen zu mehr an. doch die einschränkung auf gut drei minuten ist ihr schade nicht. das kompirmiert sein schützt vor altbackenheit und wiederholung.
so kreiert o emperor einen eigenen ziselierten, harmonietreuen und mehr als nur ambitionierten sound. klangabenteuer, die in ihrer reinheit, bedachtheit und geschlossenheit viel mehr hörfreiheit zulassen, als es ein andauernder musikalischer rauschzustand täte. die dichtung und die möglichkeiten fabulierend phantasie zu beweisen, erweitern den horizont des hörers.

schluchzende gitarren werden von rhytmisch flotter akkurates ins bewegte songgewand geführt. sehnsüchtig gehauchter gesang nimmt den drive auf und pulst mit den elementen einem der ahnung noch verschlossen bleibenden höhepunkt entgegen. "holy fool" besticht mit ausgewogenheit und einer unverhohlenen liebesanzeige richtung tradition und entlässt abrupt und ohne krönenden abschluss. "whitener" ist zunächst nur eine mutmaßung, stilsicherer gesang mäandert in der soundahnung, wird aber alsbald in ein korsett aus pianofeinsinn und perkussiver zurückhaltung gesteckt. eine flächige echoisierung bewirkt zauber und befeuert zusätzlich den zunächst verhaltenen ausbruch, der in einem gitarrensolo freundlich negiert wird.

die traumwandlerische sicherheit, mit der diese band schönheit produziert, findet neuerlichen ausdruck in "brainchild", einem song, dem brasilianische anmut genauso innewohnt wie folkloristische inszenierung und der traum von einem popklassiker, der sich nicht am refrain bereichern will. stilistik nicht um ihrer selbst willen, geziertes ausgestellt für den unbedarften blick, wendungen in grazie und mit stolz. das notwendige beenden gefahrvollen schlafwandels gelingt dank "contact", einem manisch klopfenden, rockigen hagestolz mit mut zu größe und ausgelassenheit an der langen leine. doch das beflügeltsein reicht in aller bewusstheit nicht zum hymnischen aufstieg.

"minuet" tänzelt im eigenen zauber. "land of the living" lächelt freimütig, "soft in the hand" gründet sich in einem sommernachtstraum und belebt antiquiertes aus pianospielerei und exaltiertem gesang neu, und "this is it" schließlich führt zusammen, wofür diese band steht: emotionalen tiefgang, der sich dem schmus entzieht, aber nicht den beweis scheut, dass er in aller dramatik und fein austarierten musikalität aufbereitet sein darf.



"vitreous" wurde ende juni auf k&f records veröffentlicht und wird auf einer sommertour auch in hiesigen breiten vorgestellt:
30.08. Schaffhausen (CH) - TapTab
31.08. Dresden - Sound of Bronkow Festival
01.09. Berlin - Privatclub
03.09. Hamburg - Astra Stube
04.09. Leipzig - NaTo
05.09. Hannover - Feinkostlampe

wir verlosen zwei exemplare des albums - dies gilt bis einschließlich 22.07. - dann entscheidet das los: Ihr müsst lediglich kommentieren, um in den topf zu geraten. viel glück!

Samstag, Juli 06, 2013

glotzt nicht so romantisch (514): o emperor / ducktails / royal canoe / the burning hell

bevor wir näher auf den "hither thither" nachfolger "vitreous" eingehen, ergänzen wir die bereits einmal gepostete single "holy fool" um ein erstaunliches video der band aus waterford, irland, das album gibt es bereits seit ende juni zu kaufen: o emperor



charles poekel hat in einem verlassenen haus in ridgewood new jersey ein video für den ducktails frontmann matt mondanile gedreht, "under cover" heißt der zugehörige song, für den clip schrieb der real estate gitarrist das script aber selbst: ducktails:



die erste single "bathtubs" aus dem kommenden debüt "today we're believers", mit welchem ab dem 20. september zu rechnen ist, wird ins feld geführt und wurde zudem in bewegte bilder gesetzt: royal canoe:



wir haben das frühjahr und den laufenden sommer bereits ihre tour präsentiert, nun wurde die selbe um weitere daten ergänzt, die wir Euch nicht vorenthalten wollen, ein passendes video soll zur einstimmung genügen, die termine weiter unten: the burning hell
 

the burning hell mit der ganzen band:
04.07. Wetzlar - Franzis
05.07. Leipzig - Frauenkultur
06.07. Berlin - Down by the River Festival im ://about blank
06.07. Dresden - Schaubudensommer
08.07. Mainz - Baron

the burning hell duo-Konzerte:
09.07. Heidenheim - Theater SchattenDaSein
10.07. Stuttgart - Wilhelmspalais/Live auf der Treppe
11.07. Ludwigsburg - Flint (+ Café 612)
12.07. Frankfurt - No. 2 Records (+ Boo Hoo) *Mathias Kom solo
13.07. Hamburg - Woody Bash VI Festival in der Hasenschaukel *Mathias Kom solo
26. - 28.07. Hahnenbach - Hunsrück Open Air
10.08. Darmstadt - Gute Stube Festival im Forst
06.09. Fürth - Kultifest Badesaison
08.09. Jena - Wohnzimmer Sessions
28.09. Greifswald - Kulturbar