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Dienstag, Dezember 13, 2016

zu gehör getragen (208)

thisell – II (2016) 
> zur reife geronnener psychfolk- saft, der dem americana beine macht, die schweden bezwingen die suche nach der spielart mit einer gelassenheit und sicherheit, die ihnen raum lässt, um songs entstehen und groß werden zu lassen, 4/5 

shirley collins – lodestar (2016) 
> den enormen zwiespalt, hier die neuen songs, die erinnerungen, der sparsame vortrag, dort die verwitterte stimme, der patina bonus, überwinden helfen einige sehr starke, ungeheuer intensive lieder, die den stellenwert dieser lady auch heute noch unterstreichen, 3,5/5 

weaves – s/t (2016) 
> wirklich starkes debüt dieser kanadischen poprockband, die sich nicht von suchtversessenen harmonien vereinnahmen lässt, im gegenteil erzeugt die schräglage anziehungs- und strahlkraft und erinnerungswürdige momente, 3,5/5 

moses – s/t (2016) 
> im september erschien der erstling der australischen band, er konnte passender nicht veröffentlicht werden, die rock-pop-psychedelischen ausflüge ergänzten sich hervorragend mit der sommerpracht aus blende und hitze, 3,5-4/5

Sonntag, April 10, 2016

eingestreut (923): moses


eine feierlich entspannte atmosphäre empfängt uns bei moses aus wellington. die sechsköpfige neuseeländische band legte gerade mit "moses II" eine neue ep vor, die nicht weniger freundlich daherkommt wie ihre vorgänger. diese musik zu beschreiben, führte unweigerlich in die sechziger, siebziger jahre, als herzhafte session an der tagesordnung waren, harmoniegesängen genauso wenig aus dem weg gegangen wurde wie endlosen soli oder flächendeckenden synthie- und/oder orgelweihen. die truppe rückt ihren sound denn gern auch in den ambient- bzw- psychedelia - bereich, was so falsch nun ja auch nicht ist. auf jeden fall gelingt ein wegbeamen auf angenehmste weise. für die veröffentlichung zeichnete half a cow records verantwortlich, die auch die "moses ep" herausbrachten.
die band ist mächtig am touren, ob sie sich allerdings auch mal zu uns verirrt, steht in den sternen. ich wünsche es mir mal. nachfolgend ein beispieltrack, den rest gibt es auf bandcamp.

Donnerstag, Juli 30, 2015

neue töne (1561): bernie hayes


er war mir bis vor kurzem kein begriff, dabei ist bernie hayes ganz schön umtriebig. aber wie das so ist, selbst wenn die großen namen fallen, treiben um sie herum etliche satelliten, die man fix übersieht. dazu gehört wohl auch der australier, der vier alben sein eigen nennt, die er jeweils als solist einspielte. doch das ist nicht sein einziges engagement gewesen. so arbeitete er, der aus einer sehr musikalisch engagierten familie stammt und der mit 15 bereits in weinbars für unterhaltung sorgte, bei verschiedenen bands. seine erste hieß secret seven, später folgte club hoy, auf deren album "thursday's fortune" er mitspielte. die erste single daraus wurde immerhin von grant mclennan von the go-betweens produziert. die band revanchierte sich später mit einsätzen auf mclennans soloalben. als mitglied von the shout brothers erlangte auch hayes erstmals wirklich reputation, zwei alben konnten abgestossen und feste engagements in sydney erzielt werden. 1999 erschien das debüt- soloalbum "every tuesdy, sometimes sunday", welches vor allem akustisch dominiert war. 2003 wurde "domestic departures" mit einer band veröffentlicht, die sich hayes nach album nummer 1 zusammengestellt hatte. 2007 kam schließlich "homebody" heraus und wurde mittlerweile von "slow fix" gefolgt, welches am 01. mai diesen jahres auf half a cow records bzw. auf vinyl auf china pig records erschien.
daraus gibt es zwei nummern zum einstieg auf einen kerl, der eine stimme hat, die man nicht sofort mit obigem bild in verbindung bringt. ansonsten dreht sich hier die große songwriterscheibe auf dem plattenteller der späten sechziger, der frühen siebziger. ich finds mehr als entzückend.