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Mittwoch, Januar 06, 2021

hicks!: randolph's leap

 

angekommen in 2021, darf man sich auch zügig mit den neuen releases beschäftigen. und ja, besser nein, es wird keine top alben 2020 auf diesem blog geben. dafür war keine zeit. weder ausreichend musik zu hören, geschweige denn in eine reihenfolge zu bringen.

freut Euch dafür lieber auf das album "spirit level" der schottischen folkpopkapelle randolph's leap. der appetizer des am 26. februar auf fika recordings erscheinenden vinyls ist so wunderbar außer kontrolle, dass man die qualität der restsongs fast vernachlässigen will. aber die wird es nicht weniger in sich haben.

Samstag, März 16, 2019

hicks!: the ballet


auf fika recordings passen die burschen bestens, wenngleich ihr sound doch eher singulärer, unverkennbarer natur ist, etwas süßlich, catchy, eingängig und doch mit einem leichten schmerz, das new yorker queere duo aus greg und craig kommt endlich mit einem neuen album um die ecke, "matchy matchy" wird im mai erscheinen, einen ersten appetithappen gibt es bereits: the ballet:
(wir empfehlen die bandcamp-seite der band mit den vorgängeralben):

Freitag, November 20, 2015

neue töne (1596): darren hayman


darren hayman hat ein neues album am start. "florence" heißt es und ist damit nach der stadt benannt, in der es entstand. es wurde geschrieben und aufgenommen zwischen weihnachten und silvester 2014 in einer wohnung in florenz, die elizabeth morris von allo darlin' und ola innset von making marks gehört. hayman setzt hier erstmals wieder auf einen ansatz, den er bei all seinen kollaboprojekten der jüngeren vergangenheit (natürlich) außer acht gelassen hat, nämlich sich auf sich selbst zu verlassen und das album im alleingang einzuspielen.

mittlerweile zieren vierzehn alben das kerbholz des soloartisten darren hayman, der einer breiten masse musikinteressierter als mitglied der wunderbaren band hefner bekannt ist. darüber hinaus verbindet man mit hayman ein songwriting der besonderen art, es ist sensibel, auf den punkt, unnachgiebig und nachhaltig. es ist voller detailreichum und doch nie blümerant. es ist komplex und doch jederzeit verständlich. hayman überzeugte bereits mit den ersten beiden alben "table for one" und "the secondary modern" aus den jahren 2006 bzw. 2007. "pram town" (2009) und "essex arms" (2010) folgten, 2012 "the violence", 2013 "bugbears" und in diesem jahr "chants for socialists".

"florence" ist am 06. november auf fika recordings erschienen und strahlt eine wohlige wärme aus. das album ist voller melancholie und überaus schöner bilder. und wenn das ausgewogene vinyl auf dem plattenteller knistert, mischt sich darrens herrlich gewöhnliche stimme darunter, die ukulele feiert, die handclaps pulverisieren die stille, eine angestrichene akustische belebt. das ist einfach, aber nie karg. eher klar. zwei beispiele überlasse ich Euch hier, den rest solltet Ihr nach dem kauf hören.



Samstag, Juli 25, 2015

glotzt nicht so romantisch (637): owl & mouse


schöne erste single aus dem debütalbum von owl & mouse. "octopi " heißt die kurze und gehört auf "departures", welches im laufenden juli auf fika recordings erscheint. den londoner fünfer gibt es schon eine ganze weile. in der front findet sich die aus australien stammende hannah botting, die schwester der allo darlin basserin bill. wiederum mit der anderen schwester jen hatte hannah das projekt einst begonnen, später stiessen tom wade von we aeronauts und emma winston und dan mayfield dazu.

Freitag, März 07, 2014

neue töne (1357): the wave pictures & stanley brinks


die zusammenarbeit von the wave pictures mit stanley brinks haben wir bereits zuhauf gelobt, zuletzt an dieser stelle, um auf die single des nun erscheinenden albums aufmerksam zu machen. und es ist noch nicht genug der lobhudelei. denn auch das album selbst will beworben sein. "gin" ist der dritte longplayer, den die pictures mit brinks fabrizierten. bereits 2010 hatten sie "another one just like that" aufgenommen.

gemeinsam im studio entstanden songs "without headphones or overdubs", der improvisation und dem moment wurde sich hingegeben. die romantische vorstellung von etwas außerordentlichem manifestiert sich nicht zuletzt in großartigen songs. schlagfertig voran getrieben dank perkussiver beats, gemustert von tattersalls unbeschreiblichem gitarrenspiel und abgerundet von brinks eigenem gesangsstil. das aufeinander abgestimmt sein hinterlässt spuren von verzehrtheit, abgründigkeit, anarchie. der impression entspringt schließlich ein quell an melodiöser gewalt, kunstfertiger lyrik und solistischer gängelung. weiter, weiter!, möchte man rufen. zäh zieht sich die eine auf die andere nummer, überspült den glücklichen augenblick, maßregelt und quengelt. halt, nein, das war nur die klarinette. da stolpert längst die geschrammte sechssaitige vorbei. herrlich hübbelnd der rhythmus. aufgelöst in kakophonie, so schnell hast du nicht geschaut. die wandelbarkeit als inbegriff der perfektion. wenn es musik nur in dieser form gäbe, wir wären mit dem wichtigsten versorgt. mut zum risiko plus detailverliebtheit.
stilistisch flagellant behilft sich der trupp mit schlaksigem country, pointiertem indieverfall, etwas karibischem flair, mit ausufernden jameinlagen, also, einfach mit "gin"-inspiriertem. es wird Euch wohl gefallen.