joanne robertson – black moon days (2015)
> ein werk von traumwandlerischer schönheit in all seiner schlichtheit, in seiner besonnenen klarheit, entrückt und doch direkt auf leib und leben zielend, hat klassikermomente und sollte sich weiter entwickeln können, 4,5/5
the monochrome set – spaces everywhere (2015)
> glückstaumelnde, einzigartige, mehr als erinnerungswürdige melodien, die sich an lyrics reiben, die das darben dieses lebens nicht vergessen machen wollen, in dieser gegensätzlichkeit lässt es sich vortrefflich einrichten, einige songs werden definitiv bleiben, 3,5/5
courtney barnett - sometimes i sit and think, sometimes i just sit (2015)
> konsequente fortsetzung ihrer ersten gehversuche, aus den tippelschuhen in die breitledernen, die sie jederzeit gut auszufüllen weiß, songwriterisch gereift, musikalisch auf der höhe und in sachen lyrics längst mit allen wassern geschlagen, 3,5/5
eternal tapestry – wild strawberries (2015)
> portland kann mehr, immer wieder beweisen es auch die psychrocker in traumwandlerischen schleifen, dem entwurf loser enden, die zusammen zu führen sind, dass dies hier nicht immer ausdrücklich gelingt, kommt vielleicht nicht von ungefähr, schmälert aber den gewinn an kontemplation nicht im geringsten, 3-3,5/5
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Montag, April 06, 2015
Mittwoch, Dezember 18, 2013
neue töne (1363): courtney barnett
noch einmal milk! records, diesmal aber mit fundament. denn courtney barnett ist nichts anderes als die gründerin des labels. ich nehme an aus der notlage heraus, zu veröffentlichendes veröffentlicht zu wissen, schuf sie ihr eigenes imperium. veröffentlicht hat sie neben einigen anderen interpreten ihre beide eps "i've got a friend called emily ferris", das war im vergangenen jahr, sowie "how to carve a carrot into a rose", welche heuer erschien. beide scheibchen finden sich mittlerweile auf einer wieder. mit "the double ep: a sea of split peas" kann man, wie der name schon traulich verrät, alle bislang veröffentlichten songs barnetts auf einer cd erwerben. dass es das ganze nun auch auf vinyl geben wird, ist die eigentlich an den mann zu bringende nachricht. ab dem 16. dezember wird das kleinod veröffentlicht. ich denke, ranhalten schadet nicht, denn allzu viele langspielplatten werden nicht gepresst werden. die melbournerin ist gerade mal 25, hat aber bereits eine unverwechselbare note ins musikgeschehen getragen. allein ihr gesang ist eine erwähnung wert. es ist eine erdige stimme, die ihn trägt, etwas laid back, abgehangen und unaufgeregt. während sich der rest der musik mal garagig, mal groovy, folkig oder sogar bluesig und mit fester traute gibt, holt courtney alles, was es zu sagen resp. zu singen gibt, erst einmal aus dem kämmerlein. in der ruhe... in den besinnlichen momenten erinnert sie zuweilen an cat power. die unbeschwerte kraft hat sie aber von einer schwester im geiste: julie doiron.
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