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Sonntag, November 27, 2016

ein (p)fund mp3 (541), teil 2

der vierer geht mittlerweile sein elftes album an und präsentiert mit "riverview fog" einen ersten ausschnitt daraus, den rest gibt es dann ab dem 10. februar auf "northern passages", yep records zeichnet verantwortlich: the sadies:

nicht weniger handverlesen können auch bands sein, die wesentlich kleinere kerben in ihr holz ritzen durften, etwa diese jungs aus newcastle, die sich an einer einträglichen dreampop-variante versuchen, die neue single von: seeing hands:


gute nachrichten auch aus österreich, da wo totally wired records endete, beginnt cut surface, das neue label mit einer alles anderen als unbekannten, im november releaste sie das album "cold lve": ana threat:


einen frischen song gibt es von der jungen dame, die uns erst im laufenden jahr mit einem feinen album überrascht hat, es heißt: "she recorded the song as an artist-in-residence while living in sequoia national park this past summer [...]": dana falconberry:


auch diesem dreier eine plattform!, denn die schwungvolle truppe bietet ab 16. dezember einen neuen langspieler auf, der auf urinal cake records erscheinen wird, alle achtung: rebel kind:


zum selben label fällt uns glatt noch etwas ein, nämlich dass diese junge lady aus detroit dort anfang des nächsten jahres ebenfalls veröffentlichen wird, "messes" lautet der release und wir hören rein: stef chura:


any other
06.12.16 Karlsruhe (DE), P8
07.12.16 Luxembourg (LUX), De Gudde Wëllen
08.12.16 Wetzlar (DE), Café Vinyl
09.12.16 Frankfurt (DE), No. 2 Records
10.12.16 Groningen (NL), Vera
11.12.16 Tilburg (NL), Incubate Festival
14.12.16 Hildesheim (DE), Club VEB
15.12.16 Hamburg (DE), Astra-Stube
16.12.16 Berlin (DE), Marie Antoinette

Freitag, Oktober 02, 2015

neue töne (1576): kristy and the kraks


photo by dominik danner

rumpelig, döbernd der schlaggewerkte beat, dazu hämmert die e-gitarre hölzern, dem twang dennoch nicht abhold die nummer. sich kopfnickend einfindend in einer welt, die am punk naschte, dem garage zufiel und auf der flucht in die arme der sixties rannte. der groove ist leicht gedrillt, die feste hand lässt sich spüren, disziplinierung allerorten, als würde ansonsten das gefüge auseinander brechen. die beiden gesangsstimmen wirken, tragen auf, bestimmt, ja, aber nicht wie erwartet giftig.

im gegenteil griffeln sie in der höhe nach dem pop. garaus macht dieser vermutung lediglich der blasse sound, die gemengelage aus ungewissheit und unvernünftigkeit, aus deren lüsterner höhle unter echogestank sich kristy and the kraks melden. manchmal fühlt man sich, als würde man an einer kellertür lauschen, durch die die munteren klänge einer zukünftigen lieblingsband krachen. doch dann öffnet sich die tür und eine gelangweilte person weist einem den weg zurück nach oben in die grelle tagwelt. die distanz ist kein persönlicher affront, im zwischenraum zwischen hier und dort, zwischen dir und ihnen offenriert sich die erlebniswelt emotionaler auseinandersetzung. so wirst du zum beobachtenden teilhaber und musst dich nicht in einen sog hineinziehen lassen, der nicht der deinige ist. vielleicht sollte musik öfter so wirken. schließlich wird sie gern vereinnahmt, je seelenvoller, je intimer, umso höher der grad an teilung. doch wer wollte das schon?

ana threat und kate kristal, die sich sowohl instrumente, als da gitarre, drums und perkussion wären, als auch gesang und backgroundchoräle teilen, sind in ihrem tun gefestigt. hier wird keine unausgegorene lofi-attraktion angeboten, sondern über den terminus 'einfach' hinaus agiert. das zusammenspiel ist präzise und lässt genügend raum, um handfest durchzuschnaufen. mit "smile" legen die beiden wienerinnen auf totally wired records ein erbauliches wie anregendes album vor.