Samstag, März 14, 2009

neue töne (551 ): greater california

sonnig sollte es klingen, was eine band namens greater california abliefert. andererseits offeriert das cover des anstehenden albums eine besinnliche, nachdenkliche note. irgendwo in der mitte trifft man dann auch auf die fünf musiker aus long beach. "all the colors" ist bereits das dritte album von terry (vocals, hollow body guitars, piano and trumpet), nick (solid body bass and backing vocals), chris (hollow body 12-string and 6-string guitars, bells and backing vocals), kari (hammond organ, electric piano and backing vocals) und greg (drum kit, percussion and backing vocals). das debut erschien 2002 und war mit "the little pacific" überschrieben. seit dem gesteht man dem fünfer einen eigenen sound zu, der sich aus der musik der sechziger im stile der velevet underground, love, zombies und eines nick drake oder brian wilson sowie einer liebe zu hymnischem addiert und "often rooted in minor jazz chordal structures". die bühne haben sie bereits mit american analog set, calexico, the kingsbury manx, jesse sykes, fruit bats und the minders geteilt.
produziert wurde "all the colors" von ikey owens, der u.a. schon für mars volta und crystal antlers verantwortlich zeigte. zu den besonderheiten des albums gehört sicher die riege der gastmusiker, die angeführt wird vom genialen perkussionisten des alten grimmbarts waits steven hodges. dazu gesellt sich ein reicher instrumentenschatz, der gut geführt zu wohlklängen beiträgt: "jangly 12-string guitars, rich vocal harmonies, a big bag of percussion, vibraphones and marimbas, a stray trumpet, and the ever inviting sounds of the hammond organ and wurlitzer electric piano". die zutaten stimmen also für den am 07.04. auf subtitled audio erscheinenden longplayer. wem also der langanhaltende winter so richtig auf den sack geht, der wird sich etwas sonne mit greater california ins haus holen können. das lustvoll verhangene der e-gitarre, das bedingungslose folgen des scheppernden schlagwerks und der sixties chor aus dem off. "disappearing" klingt wie nach einem beiläufer, einem ergänzungstitel und hat einen charme, dass es unvermeidlich ist, sittsam die hose zurecht zu rücken und breit zu grinsen.
greater california - disappearing
greater california - almost sunshine

Freitag, März 13, 2009

ein (p)fund mp3 (179)

aktuelle releases auf einem unserer lieblingslabels: cloudberry records organisiert sich in 2009 über 3" split cdr's, die natürlich ausgezeichnet belegt sind und damit äußerst beliebt und baldigst ausverkauft, hier die letzten zwei doppelpacks:
am 15.03. auch auf cloudberry, dann allerdings solo und nicht im verbund:
bloodshot records gefällt mir allein des namens wegen schon hervorragend, erwähnt wird es hier selbstverständlich aber nur und ausschließlich wegen eines aktuellen releases, "ruins of berlin" heißt der und kam am 03.03. unter die menschen, das duo, das ihn fabrizierte arbeitete darauf u.a. mit neko case und catpower, für die sie auf tour auch eröffnen werden, aufpassen:
thrill jockey gibt mit neuen veröffentlichungen an, zurecht, wie das klienicum meint, hier der mit heavy propellergitarren unterlegte song (eigenwerbung) vom "song of the pearl" album:
am 08. april kommt auch auf own records (da war erst kürzlich von squares on both sides zu berichten) was neues, schimpft sich "the united colors of...":
ich füge doch mal vom label noch einiges an musik an, damit man sich ein besseres bild von den luxemburgern machen kann:

official secrets act
13.03. Berlin - Karrera Klub @ Rosis
14.03. Hamburg - Motor Booty @ Molotow
17.03. Leipzig - Sweat Club

Calexico
08.07.2009 Berlin, Zitadelle Spandau
11.08.2009 Nürnberg, Serenadenhof

Marissa Nadler
11.Mai 2009 20:00 Nouveau Casino Paris
22.Mai 2009 20:00 Admiralspalast 101 Berlin
23.Mai 2009 20:00 Studio 672 Köln
24.Mai 2009 20:00 Brotfabrik Frankfurt
25.Mai 2009 20:00 Prinzenbar Hamburg
30.Mai 2009 20:00 Orange Blossom Festival - Beverungen

Patrick Watson
28.05. Hamburg Uebel & Gefaehrlich
29.05. Berlin Passionskirche

Donnerstag, März 12, 2009

neue töne (550): le switch

wollen le switch heißen, machen aber gleich darauf aufmerksam, dass sie keine franzosen sind. na watt denn, hü oder hott? die band stammt aus los angeles, was auch ein schmelztigel der unterschiedlichsten kulturen ist. da kann so ein global-verbales gerangel schon mal entstehen. entschuldigt.
dann gehen wir mal etwas ins details. sänger und gitarrist aaron kyle ist der vorstand und wird seit dem start der band in 2006 begleitet von drummer joe napolitano, trumpet/viola player maria deluca, bass player christopher harrison and keyboard player josh charney. in 2007 kam die erste ep, "hello today" nämlich, auf den markt. danach wurde los angeles erobert, konzerte im the echo, spaceland, little radio, silverlake lounge, el cid, el rey usw. standen an. darüber hinaus gab es eine menge airplay in den lokalen radiostationen und diverse blogger wurden auf die band aufmerksam. neben rock insider oder passion of the weiss auch der sehr bekannte blog aquarium drunkard. auf dessen label autumn tone records erschien nun (ok, ende 2008) das debutalbum von le switch "and now... le switch". aufgenommen und produziert wurde es vom drummer joe napolitano mit unterstützung des radar brother kopfes jim putnam. "It’s a record that might bring to mind early-1970’s records like Ram, Nilsson Schmilsson, Muswell Hillbillies and Leon Russell’s Carney mixed with a touch of Dr. Dog.", schreibt die band auf ihrer seite. die musik ist zuweilen wüst und etwas crazy, aber dennoch charmant und immer pop. sie lebt von spannenden arrangements und dem einsatz zahlreichen instrumentariums. 'vaudeville" kommt mir in den sinn, wobei die o.g. verweise durchaus brauchbar sind...
Le Switch - Tounge Tied
Le Switch - Living In Another World

Mittwoch, März 11, 2009

neue töne (549): portico

die vorzustellende band heißt portico und besteht aus lyn heinemann (guitars + vocals), mimi mahovlich (bass + vocals) und greg murray (drums). sie hat ganz frisch ein album auf dem markt, es heißt "first neighbours" und wurde bei copperspine records herausgebracht.
hetz! das wichtigste also vorneweg.
einen sehr sympathisch dreinblickenden dreier haben wir da, gell? wenn jetzt auch noch die musike passt, näherten sie sich dem status "etwas lieblingsband?" auf wenige zentimeter. denn ein bißchen wachstum brauchts ja auch. "the battle of duck lake" beginnt schon einmal so, als käme er von einer favorisierten kapelle. die weibliche gesangsstimme ist mir sehr genehm, die gitarren rocken allerfeinst, kippen im gemässigten schlachtgewitter der drums aber nicht über. schön holprig das ganze aufbereitet. gut. stammt also aus diesem jahr, vom oben angesprochenen longplayer "first neighbours". der ist der mittlerweile dritte seiner art und folgt "progeny blues" aus 2007 und "shape to form" aus 2005. "sincerely," kommt uns lieblicher, wird geprägt durch die sensitive stimme und einige hell tönende, schrammelige akkorde auf der gitarre sowie trompetenklänge. auch gut. das fügt sich. und gefällt. sich selbst bezeichnen sie als eine fleißige band. der start in 2004 lud nicht zum müßiggang oder langer überei ein. im gegenteil, drei wochen später standen sie das erste mal auf der bühne. die haben sie sich auch mit chad vangaalen, mother mother oder pinback geteilt. "good ladies go to good graves" sind die anfänge immanent, aber he, sympathisch. genauso wie ihre texte über die zurückgebliebenen, die alleingelassenen, die vergessenen, die underdogs. aus kanada kommt das trio, genauer aus vancouver, aus ihrer affinität zu land und heimat machen sie kein hehl, ok.
Portico - The Battle Of Duck Lake (2009)
Portico - Good Ladies Go To Good Graves (2005)

Dienstag, März 10, 2009

in eigener sache (33)

the hype machine, der (ehemalige) traum aller blogger, bringt sich dieser tage gerade gegen jene ordentlich auf. aus welchen gründen auch immer hat der aggregator einer vielzahl von mp3s, die täglich auf dieser welt auf den weg bzw. an den mann gebracht, in die webseiten gepresst werden, die top 100 der musikblogs auserkoren, um sie exklusiv präsentieren zu können. diese liste ist hier einsehbar und ergibt sich wohl aus einer "combination of Technorati links, Delicious bookmarks and “watchers” on Hype Machine", wie der kollege von songs:illinois weiß. er sah sich aufgerufen, alle seine leser zu bitten, ihn in die top 100 zu "schubsen".
um dabei zu sein! denn wer nicht unter den topblogs auftaucht, wird zukünftig zweitklassig behandelt. seine musikhinweise, seine mp3s und seine dazugehörigen notizen sind nun einen klick weiter untergebracht. keine große sache? doch! denn die zugriffszahlen dieser blogs, letztlich die leserschaft wird sich deutlich verringern. hebt man vom persönlichen problem einzelner blogger ab, trifft man auf die gefahr einer mainstreamisierung der bevorzugt aggregierten mp3s. denn die blogs, denen hier die tore weit geöffnet werden, sind natürlich jene, die fette, zum teil industrielle unterstützung haben. was sie, und natürlich hoffieren und wissen wir um die ausnahmen, posten, stützen und promoten, unterliegt einer gewissen zensur, zumindest ist das material der masse zugeschnitten.
die idee, alle frischen mp3s und damit einhergehend informationen (!), die überall auf dieser welt eingehen, zu sammeln und zugang dazu herzustellen, sieht sich pervertiert durch ein reglement, das nur noch einen bruchteil der engagierten adäquat unterstützt. aufrufe gibt es mittlerweile und einige regung. mal sehen, wie das weiterläuft. ich spreche mich dagegen aus!

neue töne (548): the hepburns

pop mit hooks und trompeten, süffisant-amüsantem gesang, mit jangle guitars und unverkopften texten. musikalisch eine mischung aus the specials und the lucksmiths, also aus esprit und charme. nur kommen the hepburns aus wales. macht ja nichts. denn bei alledem lustvollen, das sie fabrizieren, könnten sie englischer und im sinne der lucksmiths von mir aus australischer nicht klingen. mit matt jones steht dem haufen ein in der musikszene zudem nicht unbekannter musiker vor, der u.a. mit antony rochester zusammenarbeitet(e) (live gemeinsam, ca. 23 min.).
bereits ende der achtziger veröffentlichten the hepburns auf cherry red, eine peel session addierte sich und weitere alben. neben jones agierte vor allem mike thomas offensiv in dieser wunderbaren band. als drummer stand den beiden zunächst les mun zu seite, der später von aled richards, pat grover bzw. pete mason ersetzt wurde.
labelheimat hatten the hepburns bei radio khartoum gefunden, für das neue album aber, das übrigens 2008 in cardiff von charlie francis (u.a. high llamas, turin brakes, robyn hitchcock, r.e.m.) produziert wurde, wechselte man zu bendigedig recordings. "trojan hearse" ist denn auch deren erster release. das veröffentlichungsdatum variiert zwischen oktober letzten jahres und dem 16.03.09. nehmen wir mal letzteres für bare münze und freuen uns auf das album.
The Hepburns - My Brother the Submariner (from: "Where the Missing Words Live")
The Hepburns - Writer Friend (from: "How the Fallen are Mighty")
The Hepburns - The Last Thing I Saw Before I Said Goodbye (from: Something Worth Stealing")
The Hepburns - Tokyo Rollerball Cheerleader Chant (from: "The Last Thing I Saw Before I Said Goodbye")

Montag, März 09, 2009

konzert: blue mountain, 08.03.09

es gibt doch so etwas wie eine waschzettelgarantie, die einem die immergleichen informationen, egal wo man sie abruft, garantiert. so durfte man in der vorberichterstattung lesen, dass die band zwischenzeitlich pausierte, nun wieder dampf aufgenommen hat und im letzten jahr mit einem neuen, tollen album brillierte. dazu gesellen sich die üblichen notizen: der americana- bzw. alternative country- szene, noch viel mehr der "no depression- phase" zugehörig, aus oxford, mississippi stammend usw. dass sich dann der kulturbursche des waldkraiburger hauses am platz gut informiert zeigte, verwunderte zumindest manchen der knapp dreißig anwesenden nicht. zugutehalten muss man dennoch, dass es in dieser am reissbrett gezirkelten stadt überhaupt solche angebote gibt. nur sie publik zu machen, hat man offensichtlich vergessen. kein plakat, kein aushang, der aggressiv auf die fast schon legendären blue mountain hinwies. ob es etwas genützt hätte? zumindest holt und holte man sich (siehe zuletzt the band of heathens) kontinuierlich gute acts ins kulturkastl, was sich zukünftig hoffentlich etwas besser herumsprechen wird. denn angesagt ist u.a. crooked still im mai. überregional funktioniert dazu auch einiges. so wird während der ansage auf das konzert von rich hopkins in neuötting (06.05.) verwiesen. vielleicht weil das fernsehen vor ort war? eine dicke kamera flirrte während des gesamten konzerts im hintergrund. das rfo wird am mi. oder do. im kulturspiegel berichten.
während des vorgeplänkels sammelte sich die band auf der bühne und griente aus müden gesichtern. cary hudson und laurie stirratt in der front mit gitarre bzw. bass behangen, hinter der schiessbude der junge ersatz für den leider absenten frank coutch. ohne viel aufhebens legte blue mountain los und ließ schnell um- und mißstände dieses abends vergessen. es wurde ein richtig großartiges konzert dank eines spielfreudigen vorstands, einer beflissenen bassbegleitung und eines disziplinierten drummers, denen es gemeinsam gelang, einer ellenlangen und hochwertigen playlist seele einzuhauchen.
wer häufig (und das wort bitte in all seiner konation verstehen) son thomas, junior kimbrough und r.l. burnside dort unten im süden gehört hat - north mississippi blues style also - der weiß schließlich auch, wenn er selbst zur gitarre greift, wie man songs schreibt und schlußendlich eine eigene liveshow aufzieht.
der start mit "myrna lee" ist mehr als gelungen, das album "homegrown" wird zitiert und der ältere herr neben mir beginnt im rhythmus mitzuklatschen. "hör schnell wieder auf!", flehe ich. bis er meiner bitte folgt, dauert es an. "free state of jones" und "skinny dipping" folgen und zeigen auf, dass "midnight in mississippi" ein klasse album geworden ist. wie von cary hudson und co. gewohnt perlen die melodien und werden zünftig, rockig unterlegt. hudsons altes, aber wunderschönes altes brett drängt sich dabei ungeniert in den vordergrund und gibt edle harmonie um edel harmonie preis. dazu fügt sich die unauffällig und zugleich rau-samtene stimme des vielgereisten haudegens. ein unglaubliches gespann. immer wieder tauche ich erstaunt aus den herrlichsten sounds auf, weil ich kaum glauben mag, dass sich im drei-minuten-takt wiederholt, worum andere ein leben lang kämpfen: gute songs. ob es rockt, bluest oder countryesk zu werke geht, der groove stimmt. ex-ehefrau laurie spielt dazu den entspanntesten bass aller zeiten, mal rhythmusbetont, mal melodiestützend. hin und wieder greift sie auch am mikro an, ohne aber cary die show stehlen zu wollen. manchmal hätte ich sie mir etwas mutiger gewünscht. genauso wie den jungen burschen an der schiessbude - dessen name mir trotz intensiver recherche nicht unterkam - etwas zahm und unbeweglich sein spiel, das so gar nicht an den stammdrummer erinnern mag. aber gemeinsam bildeten die drei eine rootsgeschärfte und trocken, lässig aufspielende einheit. da war platz für traumwandlerisch schöne soli, die auf gegniedel und abgewichstes, langweiliges saitendriften verzichteten, für bottleneck- und wilde mundharmonika-einlagen, deepe bassläufe und sogar ein ausbaufähiges drumsolo.
cary hudson erwies sich zudem als launiger unterhalter. nach betteln wurde limo durch bier ersetzt, der hinweis auf den nächsten freien tag in münchen wurde durch die information ergänzt, dass man sich im hofbräuhaus niederlasse wolle und neben dem obligatorischen "thank you!" bewies hudson sprachgefühl, indem er auch "danke schön" und "auf wiedersehen!" fast akzentfrei auszusprechen wusste.
ob der sämige "70's song", das sinnliche "butterfly" oder das schwere "midnight in mississippi", die truppe wusste immer wieder neu zu überzeugen. das publikum bedachte die drei zunächst zaghaft, später immer euphorischer mit beifall, "yeah!"- rufen und pfiffen. so erwärmten sich die amerikaner auch für ihr knapp bemessenes auditorium, dem sie anfangs doch etwas skeptisch gegenüberstanden.

noch einmal der waldkraiburger kulturmensch: als ich kurz vor acht in den kleinen konzertsaal spähte, steckte auch er seine nase in das rund und bemerkte zynisch, dass sich gerade mal zwanzig leutchen eingefunden hatten. selber schuld. ohne werbung bekommt man auch für so einen erstklassigen act nicht genügend aufmerksamkeit. am ende gab es zwei zugaben, die u.a. mit "cinnamon girl" garniert waren. also, hingehen: 10.03.09 - Frankfurt / Main (D) – Sinkkasten / 11.03.09 - Nürnberg (D) – K4 / 12.03.09 - Erfurt (D) – Museumskeller / 13.03.09 - Hannover (D) – Blues Garage / 14.03.09 - Wredenhagen (D) – Scheune
setlist: myrna/jones/skinny/butterfly/lake/wink/old man/poppa/900/ladies/98/hotel/stop/darlin'/jelly/torn/70's/sister/midnight/2>1/canoe

glotzt nicht so romantisch (49)

hier hatten wir schon etwas ausführlicher über das wiener unternehmen they shoot music don't they berichtet. deshalb gibt es heute nur einige bewegte bilder, nämlich die aktuellsten! und die sind mal wieder zauberhaft.





Sonntag, März 08, 2009

ein (p)fund mp3 (178)

neues auf indiecater records, dem label der mp3 hugger menschen, zunächst mit der neuauflage des `03er debuts ‘senor, my friend…’ der dubliner:
Mumblin’ Deaf Ro - The Hero Is A Graduate
und hier ein weiterer beweis für gelungene grubenarbeit und die neuauflage des 94er albums "the language of everyday life", great:
In Motion - Hollow Blow
mit gizeh records will ich Euch kurz ein label aus dem uk vorstellen, mit "The Natural Order Of Things" erscheint dort ende mai der 22. release, immerhin, er stammt von nachfolgender band, der rest sind boni zum kennenlernen des labels:
Trespassers William - Sparrow
Redjetson - For Those Who Died Dancing
Glissando - Floods
Her Name Is Calla - Nylon
neuigkeiten auf saddle creek, ende februar, o.k., fast neu:
Sebastien Grainger & The Mountains - American Names
schöne version des arcade fire songs, die dame bald auf tournee, siehe unten:
Sara Lov - My Body Is A Cage
und neues auf weepop! records, jeweils mit 3", los gehts:
und noch eins für den nachhauseweg, ist schon etwas älter, aber dafür umso lieblicher:
sara love
07. Apr. 2009 20:00 Knust Hamburg
08. Apr. 2009 20:00 Steinbruch Duisburg
10. Apr. 2009 20:00 Keller Club Stuttgart
11. Apr. 2009 20:00 White Rabbit Freiburg
12. Apr. 2009 20:00 Cat Café Ulm
26. Apr. 2009 20:00 Free Matineeshow @ Hafen 2 Offenbach
27. Apr. 2009 20:00 Cafe Zapata Berlin

Samstag, März 07, 2009

neue töne (547): jeffrey foucault

dieser bursche hier oben drüber nahm jüngst einige john prine songs gemeinsam mit anderen hochkarätern auf (u.a. eric heywood on pedal steel, mark erelli on electric and lap steel guitars, david goodrich on electric guitar, peter mulvey on acoustic lap slide, kris delmhorst and annelies howell on backing vocals, and zak trojano on drums), das album gibts ganz frisch hier. dass das ausgangsmaterial erstklassig ist, braucht keine zusätzliche erwähnung, dass der gitarre- und banjoschwingende jeffrey foucault dieses aber respektvoll, dynamisch und mit eigener note neu einspielt schon. countryesk, aber ohne jodler, singer/songwriter, aber mit verzicht auf schnulze & co. mehr als hörenswert, wenn man ein bißchen americana- geist schnuppern möchte. darüber hinaus hat foucault eine musikalische vita, die sich vor nichts und niemandem verstecken muss. vier alben hat er seit 2001 eingespielt, allerfeinst mit blues, country, blaugras usw., alles eben, was inmitten der steppe unterhält.
manchmal fehlt mir die tiefe in seiner stimme, etwas verwittertes, abgetrages, patina. aber wett macht das foucault durch emotion, durch die geschlossenheit seiner darbietung, sein ausnahmslos feines gespür für momente, melodien und harmonien. dazu kann man nur mit der zunge schnalzen, wenn man die musiker an der seite des mannes aus wisconsin sieht. gespielt hat foucault bereits mit greg brown, gillian welch, todd snider oder auch rosanne cash.
Jeffrey Foucault - The Late John Garfield Blues (2009)
Jeffrey Foucault - Billy The Bum (2009)
Jeffrey Foucault - Storm Windows (2009)
Jeffrey Foucault - Dove And The Waterline (2001)
Jeffrey Foucault - Ships (2003, greg brown)
Jeffrey Foucault - Moonshiner (2003)
Jeffrey Foucault - Doubletree (2004)
Jeffrey Foucault - Ghost Repeater (2006)
Jeffrey Foucault - One Part Love (2006)
Jeffrey Foucault - I Dream An Old Lover (2007, live)

Freitag, März 06, 2009

neue töne (546): the city and horses

erneut erfreuliche news auf svc, nachdem erst kürzlich mit broke down turntable ein gelungener wurf gelang, wir berichteten.
der neue release stammt von the city and horses und hört auf "i don't want to dream". hinter the city and horses versteckt sich zunächst einmal marc cantone, der das projekt im alleingang startete. damals lebte er in einem kleinen appartment "on the upper east side of Manhattan". nach new york kam er, nachdem ihn seine deutsche freundin wegen eines anderen kerls sitzen ließ. heißt es. seit 1997 hat er ca. sieben alben als selfrelease herausgebracht. ob ihm nun der durchbruch gelungen ist, darauf möchte ich noch nicht abheben. aber mit white shoe records (usa, sitz in brooklyn) und svc records sind schon die richtigen auf marc und co. aufmerksam geworden. denn nachdem sich um den kopf weitere mannen und frauen (Joshua Siegel - bass, backing voice, Chuck Palmer - drums, Domenica Fossati - flute, backing voice, Nicole Cotton - sax, clarinet, backing voice) platziert hatten, galt es eine erste ep ("little finland" auf svc, 2007) und schließlich das aktuelle album einzuspielen. a propos spielen, die band sagt über sich, sie spielten "catchy indie pop, literate lo-fi folk, earnest country ballads, electro-sex dance, grunge rock and mo-town fop." das album wurde produziert und aufgenommen von john davis und aaron nevesie (die u.a. mit ambulance, ltd., james iha, jojo mayer und doug gillard gearbeitet haben).
hört Euch den frisch gefönten indiepop mal an. eine bereicherung.
The City And Horses - I Love The Girls
The City And Horses - I Am Such A Drag
The City And Horses - Little Finland

Donnerstag, März 05, 2009

ein (p)fund mp3 (177)

selbst produziert und im märz wohl erhältlich, "speedbath":
kristin hersh - gin
jason loewenstein on bass und bob d'amico on drums, zusammen und baldigst mit erster ep:
circle of buzzards - realizing emptiness (demo)
circle of buzzards - never again
neues album soll kommen, munkelt man, hören wir noch mal in was älteres hinein, produziert von tw walsh:
the sea navy - the sound of speed of our connection
"hombre lobo" heißt der sehnsüchtig erwartete neuling, erscheint am 02. juni und wird uns den sommer einläuten, so sich denn der vorstand freundlicher dinge beschäftigen konnte, bis dahin:
eels - somebody loves you
eels - i'm going to stop pretending that i didn't break your heart
der 03.03. steht nun fest für "mama, i'm swollen", klasse:
cursive - from the hips
am 18. mai kommt endlich auch von ihnen etwas neues, der "wolves" nachfolger heißt "deaths & entrances':
my latest novel - dragonhide
die newcomer? ich muss mich erst noch positionieren, "dance mother" kommt am 14.04.:
Telepathe - Lights Go Down
darf man nicht verpassen, auf matinee, "speak up", man kann es nicht oft genug betonen:
The Guild League - Hour
The Guild League - Mouse vs. Mountain
eine neue ep gibt es von fireflies, "butterscotch" heißt sie und erschien als freedownload auf music is my girlfriend, hier inkls. artwork: klick!
zur einstimmung auf das neue album von scott matthew "There Is An Ocean That Divides And With My Longing I Can Charge It With A Voltage That's So Violent To Cross It Could Mean Death" (24.04., glitterhouse) ein erstes video:

neue töne (545): charlie big time

charlie big time stammen aus bolton, uk, und spielen traumhaft schönen pop. kurz und knapp, sollte eigentlich genügen, damit sich willige darauf stürzen. aber wer sind diese kauffreudigen, weil interessierten und informierten? gibt es die wirklich? und wenn, wo sind sie anzutreffen? denn geben muss es sie, ansonsten würden sich kleine label - wie series two records - nicht die mühe machen, künstler wie charlie big time zu signen, alben zu produzieren, um sie in liebevoller arbeit limitiert zu veröffentlichen. mal nachfragen, ob die jeweils auf 300 stück beschränkte anzahl auch verkauft wird.
ihren ersten tonträger brachten charlie big time im jahr 2007 heraus. es handelte sich um die "a bit of charlie" ep (cloudberry records). ganz unerfolgreich war die band mit diesem scheibchen nicht. immerhin erhielten sie airplay auf verschiedensten radiostationen im in- und ausland. ausverkauft war dieses stück außerdem auch ziemlich flott. in folge dessen begann man mit den arbeiten zum ersten full length. es galt, fans zu befriedigen. "the tall storeys of charlie big time" heißt nun das ende 2008 erschienene werk der band. enthalten sind darauf herrlich verzehrende songs: britische popschule, möchte man meinen. dafür brauchts vor allem emsige gitarren und einen gesang, der dem hörer ans herz will. das gelingt der band.
wenn ich das richtig verstehe, erhalten die zwei hauptakteure chris tiplady und matt pendlebury (siehe video) bei liveauftritten und aufnahmen unterstützung durch einen basser und einen drumer. mehr war bis heute nicht herauszubekommen. hören geht vor.
Charlie Big Time - Co-Stars In A Freak Show
Charlie Big Time - Charlie Big Time
Charlie Big Time - Giving In, Giving Out, Giving Up

soul glad live

Mittwoch, März 04, 2009

neue töne (544): emily jane white

so langsam könnte ich eine eigene rubrik für ausgefallene konzerte aufmachen. übel das. vor allem für die laune. ich würde ja gern zum professionellen konzertgeher umschulen, solange aber gilt es, einem normalen job zu folgen und nebenher den ganzen privatkram zu schmeissen. wie dabei überhaupt zeit für musik bleibt, weiß ich eigentlich nicht.
da ich Euch also heute nichts über janes gestrigen auftritt in münchen zu berichten weiß, suche ich wenigstens einige pretiosen heraus. zunächst meine notiz aus dem dezember 2007, klick. damals war ich bereits sehr angetan von ihrem album "dark undercoat". in der jahreswertung erhielt es schließlich 3,5/5 und fand sich in einem erstaunlichen musikjahr im hunderter bereich wieder. die erinnerung trügte nie und so legte ich das album bis heute immer wieder gern auf. mit 'dark folk' findet sich eine gute beschreibung ihrer musik, die gern an cave, harvey oder marshall erinnert. double negativ records zeichnete damals für den release verantwortlich, talitres zog nach.
nun noch zwei wunderbare berichte der freunde vom konzerttagebuch: november ´08, paris; april ´08, paris und abschließend einige songs und das video zum vielleicht besten song der jungen dame aus san francisco, die ich gestern gern gefragt hätte, wann das neue album kommt...
emily jane white - magdalena
emily jane white - love hurts
emily jane white - to the sea
emily jane white - blue suede
emily jane white - heaven and hell
emily jane white - wild tigers i've known

neue töne (543): floored memory, fading location


Tracklisting:
1. Set Fire To Flames - Steal Compass / Drive North / Disappear
2. Sylvain Chauveau - Il Fait Nuit Noire À Berlin
3. Set Fire To Flames - When Sorrow Shoots Her Darts
4. Max Richter - On The Nature Of Daylight
5. Max Richter - Autumn Music 2
6. Hauschka - La Dilettante
7. Max Richter - Cradle Song For A (Interstate B3)
8. Hauschka - Blue Bicycle
9. Max Richter - January Timelapse 2
10. Hauschka - Waiting For The Bus
11. Sylvain Chauveau - La Vie Lointaine

fatcat records

bonus:
hauschka - no wind today
hauschka - lipstick race
sylvain chauveau - pauvre simon
sylvain chauveau - never let me down again

Dienstag, März 03, 2009

zu gehör getragen (88)


alela diane - to be still (2009)
> erwartungsgemäß großartiger "the pirate's gospel" nachfolger, etwas satter instrumentiert, was nie sein schade ist, 4,5/5

emeralds - what happened (2009)
> wer sich den, nein diesen live improvisationen, geschöpft aus synthesizern, gitarre und vielerlei, der drei herren aus ohio hingibt, gewinnt garantiert neue hörerfahrungen, 3,5-4/5

timber timbre - s/t (2009)
> leider zu stark qualitativ differierendes songmaterial der torontorians, der großen momente (v.a. zum ende des albums hin) sind es schließlich zu wenig, 3/5

heartless bastards - the mountain (2009)
> kompromissloser rock, ausgehebelter roll, zudem mit spitzer zunge abgeschmeckt, fatal lecker, 4/5

neue töne (542): spider

die biografischen daten der jungen dame namens jane herships aus brooklyn können wir schnell überspringen, auch so ein wunderkindding, früh piano, dann violine, gesang im schulchor. später, nach und nach wird es interessant, wird sie bockig und gibt den unterricht auf. vielmehr freundet sie sich mit einem beatles tape an. ein ymca camp bringt sie der gitarre inkl. lagerfeuerromantik nahe. eine alte folkgitarre ist der start, ein beatles-songs-handbuch die brücke. die brücke, die es zu überwinden galt, um sich der e-gitarre und den songs von led zeppelin, grateful dead, dann pavement, sebadoh zu nähern.
zwei bands hat sie verschlissen und sich dann auf die eigenen hinterbeine gestellt. solo unter dem moniker spider. "the way to bitter lake" erschien 2006 und erhielt sehr gute kritiken, eine mischung aus julie doiron und nina nastasia sei sie und ihre songs wären simpel und zugleich suggestiv. ihr neues album "things we liked to hold" soll melancholischer, distanzierter klingen, die songs klarer und zugleich vertrauter. hören wir hinein. die stimme kann eine menge, von wispern über kraftvoll strotzen bis zum irrigen schrei. die gitarre floriert, die song sind wohlig ausstaffiert. das funktioniert schon. bitte.
Spider - Maggie's Song For Alice
Spider - The Ballad Of Clementine Jones
Spider - Midnight On The Nile
Spider - The Bitter One

Montag, März 02, 2009

neue töne (541): tara jane o'neil

sensationelle nachricht: ein neues album von tjo! "a ways away" wird es heißen und auf k records am 05.05. erscheinen. wow, das blieb aber lange im verborgenen. kaum zu glauben. damit einher ging eine neugestaltung der website von tara, leider nicht zu ihrem besten. war früher etwas charmanter, nun sieht sie aus wie zum angriff auf den geldbeutel ihrer fans.
"drowing" gewährt einen ersten eindruck. schwebender sound, keine eile, eine herrlich mäandernde gitarre, der stoische gesang o'neils, ein fliessen über gute drei minuten. an das release wird sich auch eine europatournee anschliessen.
Tara Jane O'Neil - Drowning

neue töne (540): the o's

eine heimat: dallas, texas. zwei namen: taylor young und john pedigo. drei hauptinstrumente: akustische, banjo, gesang (ergänzt durch drumkicks, tambourine...). viertens: das debutalbum: "we are the o's". so könnte man einleitend zusammenfassen, was da auf idol records gebraut wurde. the o's agieren seit dem sommer 08 miteinander. bereits das erste gemeinsame aufspiel war so inspirierend, dass man zusammen blieb und es miteinander versuchen wollte. bereits im november befand man sich im studio, um die aufnahmen am album zu beenden. irre schnell, was? so sind die jungs da drüben, die ziehen einfach flotter als wir. im dezember war das gerät dann im kasten. klar war zu diesem zeitpunkt auch, dass "we are the o's" am 10.02. in den läden stehen wird. war ja dann auch so. der februar war später von einigen weiteren highlights begleitet: erstes radio airplay, nennung unter den 1oo bands, die man kennen sollte, releasepartys und einen sack voll an erwähnungen in der lokalen presse, in blogs etc. ein senkrechtstart, wie er im buche steht.
nun machen sie zudem auch noch verheißungsvoll musik. ohne zusätze, ohne doppelten boden. das klingt luftig, durchlässig, befreiend geradezu. das banjo pickt lustbehangen, die gitarre deckt nach hinten ab, die rassel raffelt, der gesang belegt die herrliche melodie mit charme, die zweitstimme gekonnt und in der bridge ein wunderbares thema. "california". wer käme da nicht ins schwärmen. "you've got your heart" erhält zusätzlich feuer durch seinen hymnischen charakter, wird zugleich geerdet durch den ländlichen einfluss des banjos, den gemeinsamen, bis zum anschlag getriebenen gesang. ich könnte schwärmen, das ist ganz meins! nichts trautes, heimeliges liegt dieser musik anheim, diesem verdacht will ich abschließend noch entschlossen entgegen treten. junge burschen, die aus ihrem herzen keine mödergrube machen, dazu heimische folklore nutzen, ohne in tradition zu ersticken. bitte, jubelt mit! "The O's' sound is accessible, amiable and spirited in its front-porch twang and family-band harmonies.", schrieb der dallas observer.
The O's - You've Got Your Heart
The O's - California

Sonntag, März 01, 2009

ein (p)fund mp3 (176): folk und die folgen

eine breitseite bluesgrass, folk und blues, aktuell, inspirierend und hoffnungmachend, was das land betrifft, aus dem uns zum großteil diese sounds erreichen, aber auch in bezug auf das wetter. ha.
diese beiden treten unter einem eigenartigen moniker auf: will kimbrough und tommy womack, aber ihre mucke macht umso mehr freude, ein neues album kommt im juni:
daddy - the ballad of martin luther king
im märz erscheint nach fünf jahren wieder ein album von dem, dessen namen unvermittelt aufhorchen lässt; "who was changed and who was dead" heißt das neue werk (u.a. dabei peter buck, minus 5):
john wesley harding - oh! pandora
aus new york kommt diese band und verzichtet auf jeglichen undergroundstatus, im gegenteil bieten sie besten alt. bluegrass, "mapmaker's daughter" heißt der neue longplayer, ab april im handel:
m shanghai string band - muleskin girl (2009)
m shanghai string band - money up (2007)
eine klasse band folgt, auf antenna farm records (the boticellis, bart davenport...) kommt in den nächsten tagen ihr neues album, "til i prune" ist der vierte longplayer, der erste nach langer zeit und auch auf diesem label das erste lebenszeichen dieser kapelle aus der s.f. area:
winfried e. eye - lil peck (2009)
winfried e. eye - two baby moths (2009)
winfried e. eye - keep the bed warm (2002)
winfried e. eye - larest dust (2003)
"midnight at the movies" kommt am 03.03. auf bloodshot und wir dürfen ein ohr riskieren, das neue alte nashville lädt ein:
justin townes earle - mama's eyes
frischlinge aus boston, die kräftig mixen: folk, balkanian sounds und heimatliche klänge:
Blue Moose and the Unbuttoned Zippers - Saucy Sailor
helfen wir noch mit ein paar (indie-) rockigeren tönen nach, einer ersten ep folgt nun das debutalbum, auf trekky records:
Embarrassing Fruits - First Time
seattle ist ihre heimat, und wenn ich etwas mehr zeit hätte, würde ich mehr über sie schreiben wollen (müssen), klavier, zeitweise vibraphon und diese irre stimme, "we, camera" gabs bereits in 2008:
Shenandoah Davis - Hobos And Bulls