Sonntag, Februar 09, 2020

hicks!: river


(c) gerald von foris

popkulturelle vergiftung! der stachel sitzt tief. widerhaken ankern im fleisch der weisungsbeauftragten. wie kommt ihr aus dieser nummer wieder raus? was ist gut? was richtig, was schön? wo beginnt verblendung, wo endet die verelendung tradierter postulate? allein für "teppich" braucht es grundsatzdiskussionen, so erhellend, so unberechenbar weise, so altvordern und zukünfte gründend! normenterror vs. diversität der stile, das ist "river". und "huna huna" wirst du ja nie wieder los, einem subcutanen offensivangriff geschuldet.

river werfen ihren erstling vor die meute, erscheinen wird das selbstbetitelte album am 19. märz auf cut surface. releaseshow am 19.03. in der roten sonne, münchen, gemeinsam mit wirtschaftskammer.

Montag, Januar 27, 2020

hicks!: vielleicht emma

zuweilen schön feister indiekracher, den vielleicht emma aus kaiserslautern in ihrem neuen, ersten video vorstellen. demnächst kommt mehr von ihnen.

Sonntag, Januar 26, 2020

hicks!: adrian hermes


mit der erinnerung an den ersten post zu adrian hermes wollen wir gern die aktualitäten verbinden. ein zweites soloalbum sei im köcher, die aufnahmen finden gerade statt. mit "älter" stellt uns der musiker eine erste nummer daraus vor. "klarer, geradliniger" sind vokabeln, die adrian auch selbst nutzt. wir bestätigen und freuen uns auf mehr.
mit transall, seiner bandinkarnation, ist er zudem unterwegs, erste daten liegen vor, bitte:

19.03.2020 / Adrian Hermes & the TRANSALL band / Zuhause / Aachen
18.03.2020 / Adrian Hermes & the TRANSALL band / Bahnwärter Thiel / München
17.03.2020 / Adrian Hermes & the TRANSALL band / Marta / Bern
14.03.2020 / Adrian Hermes & the TRANSALL band / Gleis 44 / Ulm
13.03.2020 / Adrian Hermes & the TRANSALL band / Mathilda / Burghausen
12.03.2020 / Adrian Hermes & the TRANSALL band / Altes Spital / Viechtach
12.02.2020 / Norder 147 / Flensburg

Samstag, Januar 18, 2020

hicks!: svitlana nianio & oleksandr yurchenko


in dieser flirren atmosphäre klingen die heimatsprachlichen worte der urkainerin zusätzlich aufregend. ein klangprodukt aus leichtigkeit und verwerfung, es zwingt den hörer in einen moment der aufnahme, der reproduktion, und sei es nur, weil schönheit und klarheit eine bedeutung haben. "znayesh yak? rozkazhy" von svitlana nianio & oleksandr yurchenko, die sich bereits einen namen im musikalischen untergrund gemacht haben, ob in gruppenformation(en) oder solo, wird ende februar auf night school records veröffentlicht.

Freitag, Januar 10, 2020

hicks!: waterless hills


ende februar erscheint ein neuerlicher c joynes ausflug, diesmal gemeinsam mit andrew cheetham (drums, percussion) sowie gavin clarke (bass) und dbh (violin), zumindest war dies die besetzung von waterless hills beim vorgängerwerk (zur aktuellen produktion finden sich kaum angaben). gewohnt stilsicher übernimmt c joynes den gitarrenpart. das fernöstliche und südosteuropäische in einklang bringend, gefällt sich die truppe in feinster folkprägnanz. beim kauf der lp sollte man sich sputen, siehe bandcamp.

Dienstag, Januar 07, 2020

hicks!: hurt valley


das debütalbum von brian collins aka hurt valley sei Euch auch 2020 noch ans herz gelegt. "glacial pace" erschien im dezember auf woodsist und klingt wie eine auszeit vom heute, geradewegs wie eine schöne, vergessene kopie des gestern.

Sonntag, Januar 05, 2020

hicks!: sarah harmer


"are you gone" heißt das neue album (21.02.20, arts & crafts) von sarah harmer. mit "new low" gibt es einen flotten appetizer daraus. macht dank des deutlichen vorwärts und trefflichen gesangparts lust auf mehr.

Samstag, Januar 04, 2020

hicks!: the dentals


in sachen beschreibung legen die hausherren selbst so vor: "genre: alcopop; mitglieder der band: fabio, roman, jonas und dave; info: the dentals are an incredibly unknown and incredibly good looking indie-pop group from switzerland." kann man machen. erst recht, wenn man folgende bands zu seinen einflüssen zählt: weezer, death cab for cutie, the lucksmiths, william fitzsimmons, anthony atkinson, pavement, eels. wenn man dann am ende doch eher auf pop denn auf alk setzt, kommen so pretiosen wie "i don't wann die", "time" oder "the girls who wants..." heraus. "attention!" ist im gerade vergangenen dezember erschienen und damit der nachfolger zum 2012er "tennessee". ich nehme an, der vierer muss nebenher noch etwas anderes tun als nur gitarrensaiten zum trocknen aufhängen. wir drücken die daumen für ne regelmäßige markfuffzig aus dem musikbiz.

Sonntag, Dezember 29, 2019

hicks!: emily yacina


fein verschlurftes, selbst veröffentlichtes debütalbum dieser jungen dame aus pennsylvania, die die ca. zwei jahre zurückliegenden aufnahmen gemeinsam mit eric littmann in die rillen presste. emily yacina hat die kindhafte zurechtweisung wie das laienhaft adoloszente drauf, die musikalie ist verhalten, steht dem wenig manierierten gesang kaum wege. der abwechslungsreichtum hält sich in grenzen, aber hier zählt etwas anderes. kunst ist es zu tun.

Samstag, Dezember 07, 2019

hicks!: lokomoko


mittlerweile (wir berichteten im august 2016, klick) hat es die nordlichter nach new york gezogen, der studien wegen, nicht aber von der musik lassend. so gibt es frische kost geradewegs von der ostküste, wo sich passenderweise auch das label-, marketingunternehmen oddwop angesiedelt hat. der neue 7tracker ist blenderpop allererster güte, wie ihn ähnlich kariös geradewegs wohl nur porches hinbekommt. doch lokomoko sind sich für einen psycheinschlag nie zu schade, so dass noch lange nicht mit amalgan zu werke gegangen werden muss. das ganze haben mario schöning (guitar, synth, vocals), luka lenzin (synth, backing vocals), karlotta freier (guitar, backing vocals), tom otte (drums, backing vocals) und carl-john hoffmann (bass) zu verantworten. 
wer sich gern mit kollektiver unbestimmtheit anfreundet, die radikalität schließlich zu kanalisieren weiß, wer auch den biss im synthsound nicht missen mag, wer den kontinalsprung wagt, ist hier richtig.


Dienstag, November 19, 2019

konzert: bill callahan / jessica pratt


inzwischen ist es herbst. die töne mischen sich mit farben. kräftiger, deutlicher wirds, zu vertreiben sind kälte und die irren geister. es sind zeiten, dagegen zu halten. bei sich zu bleiben. zu überleben. wenn es stampft, trommeln wir mit, die energie spürbar nah. als ginge sie über. nur nicht einem verräter gleich, sondern jenem verbündeten, der teilt. kein kompromissloser haudrauf, aber prinzipientreu, sehr bedacht. so integer. möchte man sein. wenn sich zweifel pulverisiert mit dem harschen laub mischen, in leichten windzügen stapeln, entzweien, einen reigen pflegen, munterkeit, herbstlied. lieder mächtiger natur. atem nehmend, beredt und so nahbar. momente wider den schein, ein abblitzen hier, ein verdrängen dort. eingeladen ja, ein einvernehmen noch nicht. lieder nicht im würgegriff, aber mit fußangel, eingefangen, mit bewegungsfreiheit, aber ohne wieder auszulassen. man möchte staunen und muss sich nur erinnern. es war alles schon da, nur einer musste es bereiten.



choreografien, ungetarnte bewegungen zu den inears, an die haare, in die saiten der gitarre, ein schluck wasser, ein nicken, ein ansinnen. stets scheinbar ungehindertes vorwärts, nur selbst wissend, wo sich die abfahrten hielten, beschleunigungsfrei durch das dichte undichte. kein blick voraus, keiner zurück, mitfahrer sind eher ungebeten. lange nicht so unerwünscht gefühlt. und doch beheimatet, weil das gegenüber so sehr mich meint. mit der unkalkulierten schwäche, den brüchen im gesang, den einfachen zügen auf dem griffbrett. keine stunde spielzeit inklusive zugabe, wer hatte hier wen bedient? es bleibt ein aber. es bleibt ein überraschtes publikum von vierzig menschen zurück, das ein wenig mehr verdient hätte, war es doch an diesem abend nicht (wie alle anderen) zu aldous harding ins feierwerk geströmt. jessica pratt am ende einer tournee, vielleicht eine begründung für einen mangel, der längst nicht die intimität, das spürbare drängen, das bewusstsein dieser künstlerin überdecken konnte.

bill callahan, 08.10.19, admiralspalast, berlin
jessica pratt, 18.11.19, kammerspiele, münchen

Sonntag, November 03, 2019

hicks!: vetiver


seit dem 01. november zu haben, erfrischendes von andy cabic, vetiver frank und frei, erste songs via bandcamp:

Samstag, Oktober 26, 2019

hicks!: bonnie 'prince' billy

"wir vertrauen dir", vielleicht nur eine hoffnung, vielleicht ein anstoss, vielleicht eine formel, vielleicht viel mehr. "in good faith" erscheint auf dem album "i made a place" am 15. november auf drag city. joan shelly und nathan salsburg unterstützten auf diesem feinklang:

Montag, Oktober 07, 2019

hicks!: 22 pistepirkko


der irre, kirre power-poprock aus finnland, der sich einst auf "rumble city lala land" finden ließ, wird nun auf vinyl neuerlich verbreitet. herzlichen dank dafür an bone voyage recordings, die sich für hiesige landstriche bemühten, damit das 94er machwerk auch neueinsteiger beeindruck kann. 22 pistepirkko, ein grandioses trio, das man nicht versäumen darf, erst recht nicht mit diesem album, das sich etlicher einflüsse erfreuen kann, für die manche sich schämen würden, aber nicht diese jungs, die daraus eine vortreffliche mixtur kreierten. selber hören!

Sonntag, Oktober 06, 2019

hicks!: ross gentry


wenn man liest, dass das mastering von sean mccann erfolgte, weiß man, in welche liga dieser tonträger einzuordnen ist. mit "memory and passage" legt ross gentry eine songsammlung der jahre 2015 - 2018 vor, die atmosphärisch einem wärmenden plaid gleichkommt. nicht zu gering zu schätzen ist dabei das mitwirken des streichertrios mountain bitters aus asheville. die kontemplative stimmung erhält einen subtilen drive und wirkt nachhaltig. die veröffentlichung findet sich ab ende oktober via oscarson zu kaufen.

Sonntag, September 22, 2019

hicks!: kath bloom / loren connors


musik wie aus einer anderen zeit. dabei liegen nur ein paar jahrzehnte dazwischen. chapter music veröffentlicht erstmals auf vinyl teile der kollaboration zwischen kath bloom und loren connors: "moonlight" und "sand in my shoe" erscheinen anfang oktober, die digitalen veröffentlichungen sind um einige livepretiosen ergänzt.

Dienstag, September 03, 2019

hicks!: simon joyner


auch eine sehr schöne, nahende veröffentlichung, der bursche aus omaha, der nicht nur live eine besondere freude ist, sondern, und das immer wieder neu, vor allem auch auf platte, "pocket moon" wird ende oktober via bb*island erscheinen, ein erster titel daraus: simon joyner:

Montag, September 02, 2019

hicks!: kele goodwin


oscarson hatten wir erst kürzlich mit lucy roleff, nun also kele goowdin. die veröffentlichung seines zweiten albums sollte zumindest digital (bandcamp) schon mal über die bühne gegangen sein. das album kann über die labelseite bestellt werden, "moonbug" heißt es. der erste ausschnitt ist schon mal grandios.

Sonntag, August 25, 2019

hicks!: will johnson


zur hölle, ja, es sind diese miniaturen, diese zarten geschöpfe, die sich allem überflüssigen beraubt sehen, die in schlichter gemeinheit nackt vor einem erscheinen und dich berühren. sacht und doch sanft drängend ziehen sie in deiner häuslichkeit ein und bleiben ein gern gesehener gast.
im september erscheint auf keeled scales das sechste album: will johnson:

Montag, August 05, 2019

hicks!: erin durant


es ist ihr zweites album, auf "blueberry mountain" aus 2016 folgte im juni dieses jahres islands. die in new orleans geborene und nun in brooklyn lebende junge künstlerin vereint den stil des alten und die weitsichtigkeit der moderne, man fühlt sich zwischen den jahrzehnten hin- und hergerissen, ohne in fallstricke zu geraten. dazu diese wunderbar ausbalancierte stimme, das kindliche timbre und die ungeheuerliche energie, die im verborgenen schlummert: erin durant: