von der dreiköpfigen mädelsband, bestehend aus ani, nina und lily, muss man zunächst nicht allzu viel wissen, außer dass sie aus new york stammen und sich einer anständigen mixtur aus punk und pop verschrieben haben, die ende januar in ein neues album mündet. das heißt "palberta5000" und gefällt außerordentlich, das maßlose fortschreiten, die vielgestaltigen hooks, die cleveren arrangements hier, der gemeinsam formulierte gesang dort. palberta erinnern zuweilen an chastity belt. wharf cat records zeichnet verantwortlich.
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Donnerstag, Januar 07, 2021
hicks!: palberta
Samstag, Dezember 07, 2019
hicks!: lokomoko
mittlerweile (wir berichteten im august 2016, klick) hat es die nordlichter nach new york gezogen, der studien wegen, nicht aber von der musik lassend. so gibt es frische kost geradewegs von der ostküste, wo sich passenderweise auch das label-, marketingunternehmen oddwop angesiedelt hat. der neue 7tracker ist blenderpop allererster güte, wie ihn ähnlich kariös geradewegs wohl nur porches hinbekommt. doch lokomoko sind sich für einen psycheinschlag nie zu schade, so dass noch lange nicht mit amalgan zu werke gegangen werden muss. das ganze haben mario schöning (guitar, synth, vocals),
luka lenzin (synth, backing vocals),
karlotta freier (guitar, backing vocals),
tom otte (drums, backing vocals) und
carl-john hoffmann (bass) zu verantworten.
wer sich gern mit kollektiver unbestimmtheit anfreundet, die radikalität schließlich zu kanalisieren weiß, wer auch den biss im synthsound nicht missen mag, wer den kontinalsprung wagt, ist hier richtig.
Sonntag, Juni 30, 2019
hicks!: rainwater
im august 2016 haben wir sehr ausführlich über die fantastische band rainwater berichtet, klickt und lest! nun erschien mit "saturn return" endlich der zweitling der kapelle um blake luley. die neuen songs haben nicht nur inhaltlich große tiefe, sondern liefern musikalisch eine bandbreite, die man für so eine indieproduktion nicht zwingend erwarten kann. ich mag besonders diese süffige popvariante mit wohlfeilen hooks, harmoniegesang und einer insgesamt sämigen note für den emotionalen moment. der release ist als kassette oder cd erhältlich, via bandcamp.
Samstag, Juni 01, 2019
hicks!: olden yolk
die zwei new yorker muss man mögen. ihre musik ist so außer der zeit, dass sie längst die moderne für sich eingenommen haben. durchsichtige arrangements, ein megaentspannter gesang und stets ein poetisches wort für dich und mich. "cotton & cane" beispielsweise oszilliert zwischen rockpassagerem und einer folknummer, die sich ans kunstlied schmiegt. mitte mai erschien "living theatre" und ist damit der zweitling nach dem 2018er debütalbum von olden yolk. an der seite von shane butler und caity shaffer findet sich illustres musikervolk, um diese musikalie auf die reise zu bringen. lassen wir noch das stichwort 'woods' fallen, dann dürfte der letzte interessiert sein.
Sonntag, April 14, 2019
hicks!: joanna sternberg
man kann nur hoffen, dass sich alle von der rsd-euphorie erholt haben. der unsägliche kommerzquark ist jährlich ein ärgernis. dafür:
noch ein junges ding, aber mit einem tiefen anstrich. joanna sternberg aus new york wird im juli ihr album "then i try some more" auf team love record herausbringen.
Samstag, März 16, 2019
hicks!: the ballet
auf fika recordings passen die burschen bestens, wenngleich ihr sound doch eher singulärer, unverkennbarer natur ist, etwas süßlich, catchy, eingängig und doch mit einem leichten schmerz, das new yorker queere duo aus greg und craig kommt endlich mit einem neuen album um die ecke, "matchy matchy" wird im mai erscheinen, einen ersten appetithappen gibt es bereits: the ballet:
(wir empfehlen die bandcamp-seite der band mit den vorgängeralben):
Samstag, Februar 06, 2016
neue töne (1586): porches
musik unterstreicht (nicht nur). wir haben bilder im kopf, die sich unter die töne legen. lautmalerei. wenn man bei porches neuem album "pool" unter gleißender sonne allerorten glitzer sieht, beweist das nicht weniger, als dass worten taten folgten. denn aaron maine möchte teil des ganzen sein. ob wir einem nepper, schlepper, bauernfänger auf den leim gegangen sind, wird sich nicht vollständig enträtseln lassen. es ist wie mit schokolade und alkohol, sie machen süchtig.
die billigen synthietrauben hängen nicht hoch genug, um ihrer saftigen saat nicht habhaft zu werden. das versprechende, falsettstimmelnde gesäusel des protagonisten erzeugt schwindel. in einer ewig erscheinenden rotation, die immer wieder ins elliptische abdriftet, nimmt die kopflosigkeit des hörers zu. die abfolge von elf ein-wort-songs und einem ausbrecher, der sich erst mit drei termini zufrieden gab, ist im besten sinne liquide. wie aus einem guss, dramaturgisch dem fragilen konzept folgend, ergänzt um beataspiranten, bassblässe und porzellanem soundweben. und einem zitateabenteuer.
porches ist aaron maine, aus new york. aaron maine ist porches, grenzen verschwimmen. identitätenschwindel ist das noch lange nicht. die poliertheit hat kratzspuren, der grind der alten tage schabt über das fremde terrain. lofi hin, d.i.y. her, der amerikaner musste sich nicht häuten. herrlich, wie die harmonien schrägen, wie echo täuschen, wie der plumpen behauptung der zahn gezogen wird. kein neu, kein anders, ein ewiges immerso, ein prinzip. gemein. wie einfach. übertölpernd. wer nicht wusste wohin, blieb. kratzte die abstraktion, bebilderte selbst die weißen wänden. die von elementen gesäuberte atmosphäre schrie nach überhang.
silbrig, ein gespinst, das milchglas gesprengt, ist nur die halbe miete. dahinter der sänger im gewand des geschassten taxifahrers, der beim fahrpreis mogelte. säuselnd-leiernd der refrain, ein stolzer abspann, der nur gelegenheit ist. neuerlich hand anzulegen. musik unterstreicht. den wandel. der. immer bleibt.
"pool" erschien am 05. februar auf domino records. von einer ausufernden tourneeplanung ist die rede, in der sicher auch deutschland einen platz finden wird.
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