Dienstag, August 17, 2010

neue töne (835): young love records

mit young love records möchte ich Euch ein kleines label vorstellen, dass sich in new paltz, irgendwo im staate new york einen platz erobert hat. bei mir zumindest im herzen. die arbeit an dieser company begann in 2004 mehr oder weniger als eine art künstlerkollektiv. dabei trafen gary levitt und erica quitzow aufeinander, die ihre musik vertrieben sehen wollten. gemeinsam erschienen es ihnen leichter und so gründeten sie das label mit den zwei positiv besetzen wörtern "young" und "love". inspiriert ist young love records wie viele ihrer brüder und schwestern vom d.i.y. geiste und von anderen organisationen wie merge, sub pop, saddle creek... mittlerweile sehen sie sich gar im pool von red eye distribution (u.a. yep roc, alive, warp, kil rock stars, bella union...) wieder und damit der möglichkeit gegenüber zu einem weltweiten vertrieb ihrer alben. vier feste bands gibt es aktuell im gefüge des labels und zu diesen und ihren alben nachfolgend einige anmerkungen und soundbeispiele.

beschäftigen wir uns zunächst mit dem unter dem moniker setting sun arbeitenden singer / songwriter gary levitt. denn er hat nicht nur das erste album auf young love veröffentlicht, sondern zeichnet auch für das jüngste verantwortlich. dies hört auf den namen "fantasurreal" und wurde innerhalb von sechs monaten aufgenommen. laut levitt war es eine der leichtesten aufgaben. das positive gefühl, dass er nach anstrengender tourerei, die fast die gesamten jahre 2008 und 2009 umfasste, bei der heimkehr nach new york hatte, konnte er erfolgreich in seiner musik übersetzen. am ende bekam er ein mehr als zufriedenstellendes resultat zusammen. indiefolk at his best, engagiert, manisch, manchmal wirklich überdreht, aber mit geschliffenen harmonien, exaltiert, mit feinsinnigen arrangements und einer an ideen reichen instrumentierung. geboren wurde levitt in queens, lernte gitarre spielen an der high school und schrieb bald eigene songs, später studierte er musik und film. seine tätigkeiten trieben ihn um den halben globus, san francisco, los angeles, new york und london waren unter anderem stationen. levitts musik fand verwendung in tv shows und independent filmen. zudem hilft er regelmäßig kollegen bei aufnahmen im studio. fünf alben hat gary levitt auf den weg gebracht, seine musik changiert dabei zwischen klassischen rocksounds und exotischen, halluzinogenen klängen, wobei der einsatz des instrumentariums genau so breit aufgestellt ist, wie sich vielfältig das ergebnis zeigt. mehr als zugehhilfe ist wohl in vielfachen fällen auch das zur seite stehen von erica quitzow:
setting sun - driving (from: "fantasurreal", 2010)
setting sun - how long (from: "children of the wild", 2008)
setting sun - the only one (from: "math and magic", 2005)
setting sun - holy days (from: "holed up", 2002)

naheliegend, uns nun etwas näher mit der dame zu beschäftigen, der schlicht ihre nachname als künstlerbezeichnung taugt. unter quitzow scheuerte erika u.a. mit hilfe des herrn levitt an bass und drums so manche tonspur wund, denn wenn sie sich um eines keinen schädel macht, dann sind dies konventionen, schon der öffentliche auftritt der 1977 geborenen künstlerin ist für überraschungen gut, kaum ein foto, das sie abbildet wie ein zweites, die darstellung, sie ist nicht umsonst auch schauspielerin, ist die halbe miete, vier alben hat sie mittlerweile für young love records eingespielt, das aktuelle "juice water" erschien wie levitts letztes werk am 01. juni dieses jahres:
quitzow - the cut (from: "juice water", 2010)
quitzow - sponsor (from: "art college", 2008)
quitzow - better than ever (from: "art college", 2008)
quitzow - victoria (from: "s/t", 2004)

hymnisch angegangen, überhöht und aufgedreht. so die erste begegnung mit skidmore fountain. hervorstechend natürlich das five string eletric cello. es treibt und fordert. dazu gitarren, drums und die markigen vocals. die new yorker zaubern einen enormen sound auf die bühne. neben den streicherarrangements dominieren ambiente soundlandschaften sowie analog verfärbte gesänge. zunächst als dreier beginnend nimmt die truppe um randy bergida die biege von tucson über portland nach new york city, um neben topu lyo und steven cohen schließlich auch dylan wissing ins boot zu holen. schnell setzt man sich in der szene der an musik überbordenden stadt fest. "break" erscheint 2007 auf triple r records. es folgt "cloudless blue" auf dem hier vorgestellten label. mehrere touren später kennt die truppe das halbe land, die wichtigsten clubs, die besten festivals. mal schauen, was da noch kommt:
skidmore fountain - asylum (from: "cloudless blue", 2009)

einen haben wir noch. landing on the moon greifen nach den sternen, der name nimmt die bezüge in ausreichendem maße auf. die fünfköpfige truppe aus omaha kann alles. sie bewegt die herzen mit berauschenden melodien, die in karges zudeck gepackt sind, giftet mitsamt ausufernder läufe, liebt die abstrakten details, die mann/frau harmoniegesänge und vieles mehr, was in der musikgeschichte etwas her machte. der band um john klemmensen gelingt bei all der diversität ein dichter, unmittelbarer sound, der groovt. die bühne teilten sie bereits mit portugal. the man, cursive, vampire weekend und anderen mehr. ihr album "we make history now" erlebt dieser tage eine neuauflage für den amerikanischen markt und wird euphorisch gefeiert. detailsversessen, aber nicht verkopft, verspielt, aber nicht ohne grenzen. sehr gut!
landing on the moon - big e
young love records ist längst ein erwachsenes label, denn es hortet die talente nicht, sondern lässt sie auf die hörer los. dass das funktioniert, beweisen die feinen tonträger, die diese schmiede verlassen. hoffen wir, dass es auch in zukunft nicht an durchhaltevermögen und gutem nachwuchs mangelt.

Montag, August 16, 2010

neue töne (834): donovan quinn & the 13th month

in aller kürze: mit the skygreen leopards gabs eine zuammenarbeit, unter dem moniker verdure zwei soloalben, nämlich "cross and satellite station" 2002 auf lexicon devil und "telescopic dreampatterns" 2004 auf camera obscura. seit 2007 firmierte donovan quinn dann tatsächlich auch unter donovan quinn und brachte im selben jahr noch die "october lanterns" cdr auf soft abuse heraus. bei denen blieb er fortan auch. ergänzte seine discography 2008 um die 7" "sister alchemy", bevor er in 2008 das erste album unter der bezeichnung donovan quinn & the 13 month veröffentlichte. das selbstbetitelte werk erschien auch in 2008. zwei jahre später nun also das zweite album, "your wicked man". der sommer bringts zutage, was uns diesmal der sohn von dave carter, dem bassisten und sänger der legendären sixties psychedeliker country weather, zusammengebraut hat. vom homerecording unter verdure vorzeichen über düster und melancholisch besetzte soloaufnahmen bis hin zu den sonnendurchfluteten ersten americana verweisen mit the 13th month, die wegstrecke, die quinn zurückgelegt hat, ist so weit wie folgerichtig. mit "jason quever (papercuts), karl bauer (axolotol), hélène renaut und jess roberts hatte der mann aus san francisco zudem immer eine feine truppe um sich. diesmal waren mit an bord nick marcantonio und jason quever. das ergebnis klingt so entspannt wie rustikal, mager und liquide irgendwie, als könne man diese musik nicht stemmen, sondern müsste sie sich immer wieder durch die finger laufen lassen. es ist sommermusik, ohne dass es dicker sonnenstrahlen bedarf.
donovan quinn & the 13 month - mom's house (from: "your wicked man", 2010)
donovan quinn & the 13 month - holy agent (from: "s/t", 2008)
donovan quinn & the 13 month - sister alchemy (from: "sister alchemy", 7", 2008)
donovan quinn - along the hollies (from: "october lanterns", 2007)

Sonntag, August 15, 2010

ein (p)fund mp3 (291)

die erste single aus "calling all stations" nachfolgend, das garage und appalachian folk vereinende werk wird auf dem von apples in stereo leader robert schneider geführten label garden gate records am 24.08. erscheinen:
terrapin pond - medicines and motions
ihr gleichnamiges debut auf la société expéditionnaire wird erwartet (vrstl. spetember), zwei geschmacksanreger der zwischen cocteau twins und my bloody valentine changierenden truppe aus pennsylvania, wenn ihr eine bzw. zwei zeilen nachrückt:
soars - throw yourself apart
soars - ditches

ha, verdammt heißes ding, das da you've changed records wieder heraushaut, diesmal tritt der constantines mann steven lambke unter interessantem moniker an, an seiner seite daniel romano, shotgun jimmie und david trenaman sowie colleen collins, "dog weather", das dritte album des kanadiers, erscheint am 17. august, schnodderig, rau, unbelassen, herrlich:
baby eagle - day of our departing
die wunderbaren brooklyner sind im september auf tour und spielen auch bei uns auf, siehe unten, hier musik aus dem selbstbetitelten, im februar erschienen full length:
fang island - daisy
fang island - life coach
auf hidden shoal recordings erwarten wir einen sehr interessanten release, anfang oktober wird "dislocatia" erscheinen, lupenreiner chamberpop des in brooklyn beheimateten pianisten, produziert von scott solter, background: boxharps wendy allen:
liam singer - winter weeds
verdient haben sie es allemal, aber jetzt schon?, ein tribute namens "wish i'd kept a scrapbook" erscheint am 14. september und setzt im untertitel "a tribute to tullycraft" nach:
the medusa snare - every little thing
hot lava - pink lemonade
hier stimmt alles, folkrock aus dem munde einer dame mit namen, "before lately" erscheint am 12. oktober, louisville ist die heimat der performerin, sonablast! die des labels:
cheyenne marie mize - best
das zweite album des freundlichen vierers gibt mit feinen melodien, warmen texturen an, "distance" erscheint am 24. august, griffiger pop, will ich meinen:
tears run rings - reunion
14 tracks aus sieben alben, domino erweist im november ehre:
elliott smith - between the bars

mohna
23.09.2010 D - Hamburg, Reeperbahn Festival
17.10.2010 D - Hamburg, Tiefgarage
19.10.2010 D - Dresden, tbc
21.10.2010 D - Berlin, tbc
22.10.2010 D - Erfurt, Franz Mehlhose
23.10.2010 D - Frankfurt, Ivi
24.10.2010 D - Heilbronn, Basementi


fang island
09/10 Paris, FR @ Fleche d'Or
09/11 Berlin, DE @ Berlin Fest
09/12 Hamburg, DE @ Mondial Club

Samstag, August 14, 2010

eingestreut (156): shugo tokumaru

feinsinnig, spritzig, lebendig wie der vielbeschworene spatz in der hand. dass es nicht die taube auf dem dach ward, dafür sorgt shugo tokumaru mitsamt seiner bedachtheit, seiner wohlgetimten finesse. "port entropy" wird sein neuestes werk heißen, im oktober erscheint es auf souterrain transmissions (in japan bereits erschienen, hier die offizielle "port entropy" seite mit stream). wir führen Euch langsam heran, erinnern zwischenzeitlich an unseren beitrag aus dem juni 2008 (klick) und hoffen sehr, dass Euch dieser harmonieselige electropop, der vor allem durch die samtene stimme des japaners gebunden wird, auch gefällt.
shugo tokumaru - rum hee

neue töne (833): cloud nothings

die geschichte zu cloud nothings ist eher kürzerer natur. es handelt sich, will man den musikalischen ausstoss betrachten, der unter eben jenem pseudonym zustande kam / kommt, um die kopfgeburt eines 19jährigen clevelanders namens dylan baldi. der hat innerhalb kürzester zeit, weil so viel war ihm bisher auch noch nicht gegeben, wir reden also von einem ausgewachsenen winter, einen sack voll tracks gebastelt und auch unters volk gebracht. lofi indie rocksongs auf singles und eps, die er in limitierter form auf vinyl oder cdrs veröffentlichte. mit dem signing auf carpark records vollendet sich vorerst diese kleine geschichte vom wunderkind. mit seiner ersten, dort aufgelegten ep "turning on" wird sich baldi also erst einmal beweisen müssen. jedenfalls ist ihm ein wenig mehr präsenz garantiert. die überschaubare anzahl fans, die er bis dato hat um sich scharen können, hat er auf unangenehme weise zu unterhalten gewusst. denn die haben einen großteil ihrer freizeit mit der suche nach den releases von cloud nothings im internet verbracht. das wird sich also auch ändern. auf "turning on" werden sich neben deren bereits einmal veröffentlichten tracks auch die von der ultra raren "group tightener" single befinden sowie zwei tracks von einer noch viel rareren kassette. insgesamt dreizehn tracks als vorbereitung auf das für den winter anvisierte full length. drei burschen hat dylan baldi um sich geschart, um die songs auch auf die straße zu bringen, es handelt sich um tj duke (bass), jayson gerycz an den drums und joe boyer an der gitarre. ihren ersten auftritt hatten sie im dezember in new york, als sie für real estate und woods den abend eröffneten. zudem haben sie im vorprogramm von u.a. best coast, kurt vile oder parts & labor gespielt. hammer, gell? nun, das album ist so weit im kasten, es wurde im sommer in baltimore aufgenommen, zur seite stand chester gwazda, nicht unbekannt angesichts seiner tätigkeiten für dan deacon und future islands. bis dahin aber konzentrieren wir uns auf "turning on", ab 12. oktober auf carpark zu haben. der sound ist irgendwie edel distortion, euphorisch, vital!
1. cant stay awake / 2. old street / 3. you are opening / 4. turning on / 5. hey cool kid / 6. water turns back / 7. whaddya wanna know / 8. real thing / 9. strummin / 10. my little raygun / 11. i am rooftop / 12. morgan / 13. another man
cloud nothings - hey cool kid

Freitag, August 13, 2010

glotzt nicht so romantisch (112): peter broderick

hier braucht man nicht allzu viel hinzufügen. erstens: peter broderick hat demnächst ein neues album zu bieten. großartig genug, gell? es wird "how they are" heißen. und zur einstimmung gibt es den ersten song "sideline" als appetizer, garniert mit einem video aus 3446 fotos. das album wird am 14. september auf hush records erscheinen. an anderer stelle mehr.

michael hurley - blue hills (2010)

schon das "blue hills" cover verrät die leichtigkeit, mit der der protagonist antritt. weitflächig eingefärbt, geschwungene linien, angedeutete plätze und erfüllte träume. ein straße, die gen meer, der sonne entgegen führt. ein stern leuchtet voraus. die klarheit eines michael hurley müsste man haben. setzt er diesmal eben auf elektro piano, auf pumpende orgel (zumindest auf seite 1) und lässt die grinsen, die weder damit gerechnet haben, noch erwartungen in jeglicher anderer hinsicht schürten. der opener "in the morning" lässt die alte gitarre zunächt vergessen, das hämmernde piano und die ihm beigefügte, geliebte, ins kopflastige verfallende, alte, irgendwie müde und zugleich erhaben klingende stimme zaubern eine strenge milde ins erste licht, das sich zögerlich zeichnet. wundervolle tastenschnelle, melodiefäden, die des greisen mannes knarzen hellen. ein hypnotischer beat. "help me to get rid of her, how sweet i roamed" weist uns in die geheimnisse ein, die eine pumporgan bereithält, wie sie in gang zu bringen ist, fahrt aufnimmt und geschwindigkeit gehalten haben will. zwischen shanty und gospel die stilisierte, sittsame tour, mit einem hurley, der sich in den hintergrund schieben lässt, von seiner gewaltigen und doch so einfältig vor sich hin musizierenden maschine. und noch einmal taucht sie auf, im folgenden "the corridor", einem jodler, einer angekratzten weise. auf verfahrene art eine wunderschöne musik, deren teilhabe schamesröte ins gesicht treibt. als dürfte man intimen momenten beiwohnen, die eben nicht für all jene bestimmt sind, die zufällig dort auftauchen. autistisches tun, das beobachten der eigenen finger, wie sie die saiten nehmen, drängen, zwingen und bewegen. wie sich erschöpfend die stimme anpassen lässt. die durchlässigkeit der sekunden, die sich nicht zur minute geführt wissen wollen. hurley nimmt seinen gefährten zur hand wie andere ihr werkzeug. im umgang geschult, in der ausführung meisterschaft erlangt, seite 2 bringt uns die vertraute kombination zurück. "shockoe bottom", "meara o'reilly" und "tea" sind herzensbrecher, songs über den verlust, sie sind bewegend und anrührend, voller sentiment und empathie.
mit "blue hills" ist michael hurley ein kleinod gelungen, eine platte, die weder abgerungen noch aufgedrängt klingt. die eher ausdruck improvisatorischer stärke eines in die jahre gekommenen mannes ist. sein losgelöstsein, seine unabhängigkeit sind sein faustpfand.
michael hurley - in the morning (preview)
michael hurley - tea (preview)

Donnerstag, August 12, 2010

neue töne (832): blair

frische entdeckungen, die immer wieder schnell geteilt werden. dabei ist sie gar nicht so frisch die scheibe, auf die es aufmerksam zu machen gilt. "die young" heißt sie und stammt von blair. dahinter verbirgt sich ein junges, hoch sympathisches mädel, das mittlerweile in brooklyn lebt, ursprünglich aber aus new oreleans stammt. ihren einflüsse waren demnach auch die mischungen aus jazz, brass und funk, addierten sich mit neil young und bob dylan, von denen sie früh dank ihrer mutter beschallt wurde. als kind der achtziger entdeckte sie aber auch schnell nirvana, beck, cat power und bright eyes. mit 22 macht sie ihre erste ep, "pluto". was folgt, ist "die young", das erste full length, anfang dieses jahres auf autumn tone erschienen. es blickt auf die vergangenen fünf jahre blairs zurück, auf schreiben und aufnehmen, auf die jahre in new orleans und eine zeit in kalifornien. "die young" ist teenagertraum und durchwachte nächte, ist aufmerksamkeitsdefizit und mutlosigkeit. es ist fröhlich, manisch. und es ist vor allem pop einer strebsamen künstlerin. mit einer stimme, die hell leuchten kann, die zu erzählen weiß, die wort wie "kamikaze", "murder", "wolfboy" in den mund nimmt. die arrangements sind ausgemachte kleinode, was auch immer genutz wird. eine angst vor elektronische beigaben besteht nicht. das akustische ist der jungen dame aber genauso wenig fremd. zwei titel aus dem album und ein auftritt in einem blumenladen per video gibts nun obenauf.
blair - hearts
blair - hallo helo

Mittwoch, August 11, 2010

konzert: the tallest man on earth, 09.08.10

kristian matsson schlüpft unter der absperrung hindurch. und ich kann nicht einfach hinterher. die karte für freund und kompagnon v. fehlt noch. doch es ist ausverkauft. the tallest man on earth ist in der stadt und alle gehen hin, reibe ich mir die augen. und nun, ein wenig hohn ist da schon im spiel, rennt der kleine schwede auch noch an uns vorbei, um sich für seinen gig im 59:1 zu sammeln. ausharren. irgendwas geht immer. die ordner machen wenig, nee keine hoffnung. ich halte dagegen. und es ist kurz vor halb zehn, als sich uns einer erbarmt und den glücklich machenden gelben karton zieht. hinein in den laden und mit den armen schwer rudernd an vielfach jahrzehnte jüngerem volk vorbei. wer hat die denn alle enthusiasmiert? wer hat einen hype entzündet, von dem ich nichts mitbekam. keine frage, matsson hat neben seiner frühen ep zwei wundervolle folkalben auf den markt geworfen, aber dass seine stimme so weit trägt? was hat er, was andere folker nicht haben? was elektrisiert, alarmiert die massen? angetreten sind nur wenig neugierige, es sind die kundigen, denen die lieder von the tallest man on earth quasi von den lippen abzulesen sind. ein bier. zwei. matsson nimmt den herzlichen empfang gelassen. akustische und gretsch abwechselnd nutzend, zieht er die eh schon zugwandten enger um sich. song für song. charismatisch, aber nicht auf monströse weise einnehmend, herzlich, aber ohne überschwang, empathisch, ohne allüren. der schwede, auf tonträger mehr dylan ableger als es ihm live nachzuweisen wäre, trotzt seifenblasen und liedeinforderern und nimmt unvermittelt seinen faden auf. die setlist beweist, er hat einen. "the wild hunt" als einstieg konnte nicht besser gewählt sein. wiedererkennungswert (johlen!) und die erste möglichkeit, sich textsicher zu zeigen. viele im rund machen gebrauch von der eigenen stimme und schlossen zu matsson auf: "i left my heart to the wild hunt a-comin / i live until the call / and i plan to be forgotten when i'm gone / yes i'll be leavin' in the fall". wo im original das banjo eiert, das piano tropft, überlebt live nur die drängelnde gitarre. sie bedient matsson wie ein treues gebrauchtsgerät. er hält den beat, extrahiert die melodie und macht daraus einen hit. vielleicht sind es gerade diese schwungausteiler, die ihre fortsetzung in gliedmaßen, im kopfnicken erhalten, die für den erfolg des kleinen kerls stehen.

dass ihm das publikum nicht euphorisiert entflieht, dafür sorgen die bedachten, ruhigen nummern. hier kommt das knarzige organ des schweden wunderbar zur geltung. es ist bereit für kurven und schluchtenfahrten, für weissagungen und wahrheiten. da klebt man an seinem mund und bewacht die wortfolgen. matsson wringt sich aus, hat man den eindruck, der schweiß auf seiner stirn spricht bände. es ist eng im club. ich sehe schlecht und kann immer wieder die gelegenheit gemäßigten bühnenblicks nutzen, um mich im publikum umzusehen. neben prominenz (the moonband!) viel andacht, paare umschlungen, wenig tuschelnde, aufmerksamkeit allenthalben. mein erster höhepunkt ist "the gardener", das er gewaltig einschrubbt, dem er mittels kopfstimme verfällt. die folkattitüde, das waidwunde, die ehrliche haut, die offenen ventile. klasse! oder das springend agile "pistol dreams" oder das mit anmut vorgetragene "bluebird. bei "king of spain" geht noch mal ein ruck durchs auditorium. warum auch nicht, hier ist sein "new england", um mit billy bragg zu sprechen. das volk folgt strebsam. kristian matsson verlässt uns nach einem neuen lied und einer zugabe, die in ihrer sanftheit all jenen die luft aus den segeln nimmt, die ihn trimmen, die ihn dem pop verschreiben wollten. etwas mehr galle, etwas mehr blut und spucke, noch ein fünkchen mehr blues und wurzelfolk. ich hätte mir mehr die wüste denn die charmante variante des schweden gewünscht. es funkelt und lodert unterm schopfe. am ende aber war ich dankbar. für die karte, das konzert, die beschwingte heimreise.
setlist: the wild hunt / thousand ways / i won't be found / the gardener / love is fall / the dreamer / pistol dreams / where do my bluebird fly / troubles will be gone / you're going back / little river / king of spain / like the wheel / thrown right at me
the tallest man on earth - king of spain

Dienstag, August 10, 2010

neue töne (831): my jerusalem

sogenannte supergroups sind in, die machen was her und bieten einem schon mal unter der hand eine menge stoff zum schreiben. ob wir uns daran beteiligen oder nicht, ist schlichtweg egal. informationsoverkill, so oder so. doch die beschäftigung mit einer band, einem künstler passiert bei uns nicht um ihrer selbst willen, sondern weil wir einen persönlichen zugang finden konnten. und so kommen wir auch hier nicht umhin, ein paar fakten zu nennen, bevor wir das debutalbum dieser truppe, "gone for good"genannt, etwas genauer unter die lupe nehmen. initiator dieser geschichte ist wohl jeff klein, der mit jedem der bandmitglieder bereits zuvor auf die eine oder andere weise zu tun hatte. den gitarristen dave rosser traf er zum beispiel dank des produzenten mike napilotan. rosser ist unter anderem touraktiver von the twilight singers. als bassistin verpflichtete die my jerusalem getaufte band ashley dzerigian, die bei great northern in lohn und brot stand und bereits mit ed harcourt tourte. schließlich warb man erfolgreich um den drummer cully symington, der sich u.a. bei cursive und bishop allen schaffte. rick nelson zeigte sich lange zeit bei the polyphonic spree sowie st. vincent, er bedient violine, cello und keyboards. ja, und schließlich matt bricker ist ebenfalls the polyphonic spree mitglied und hat sich zudem bei the low lows verdingt. den wunsch, diese grandiosen musiker in eine gemeinsame runde zu bringen, hat jeff klein sich nun erfüllt. und die magie, von der er träumte, stellte sich auch ein. oder wie jeff es formulierte, keiner von ihnen sei wohl jemals in der schule der coolste gewesen, aber alle sind sie sensible menschen, ausgezeichnete musiker, die sich reputation in allen erdenklichen konstellationen erarbeitet haben und nun auf einem level miteinander zu tun haben, auf dem sie kameradschaft und gute kommunikation verbindet.
was hier also an einflüssen geltend gemacht werden kann, reicht locker für ein popfüllhorn. und ähnlich breit aufgestellt präsentiert sich der fünfer auch. denn wer hier mit abziehbildchen arbeiten will, kommt nicht weit. schillernde farbenwelten, hände voll mit trumpfkarten, sinfonische gefühlsbrecher, musik, immer mit einem schlenker, nie wegwerfender, sondern immer unterstreichender natur. immer gefährlich nah am kitsch, sei es dank der betonung durch streicher und bläser, oder aber des schwülstigen ballasts jeffs reibeisenstimme wegen. doch zuvorderst regiert ein einnehmender charme, der den durchweg hochglanz polierten arrangements zugrunde liegt. es ist pop mit einem schmunzeln, der großtönig ein wenig durch die zeitgeschichte spuken will. das lieblich, heitere moment gekontert vom gerne mal giftenden frontmann, die straffen gitarren aufgefangen vom hymnischen gebläse, der holprig präsente bass am perkussiven allerlei, new wave partikel an synthiepop, glockenspiel und harmoniegesang. es ist eben eine bunte wie überraschungsreiche mixtur, die auf "gone for good" mit höfischer geste dargereicht wird.
das album erscheint am 06. september auf one little indian.
nicht vom video erschrecken lassen, es gibt Euch anschaulich einblick in entstehungsprozesse und erste musikalische verweise.

Montag, August 09, 2010

eingestreut (155): woven bones

the moondoggies, carissa's wierd, the pica beats, the dutches and the duke usw., nur um mal eben ein paar favoriten auf hardly art zu erwähnen, einem rührigen wie zugleich entspannten label, das sich zuletzt mit woven bones ein feines trio aus austin eingefangen hat. glückwunsch dazu! andy, matt und carolyn haben in ihrer heimatliche umgebung texas bereits ordentlich für furore gesorgt, indem sie sich in jedem verdammten hühnerdorf mindestens einmal haben sehen und natürlich auch hören lassen. zur welteroberung gehört natürlich mehr. dass dies vorrangiges ziel jeder kapelle sein sollte, halte ich für unbestritten und nicht diskussionswürdig. woven bones blicken neben ihrer ruhelosigkeit auf einige musikalische statements zurück, als da wären die ersten 7" auf sweet rot und needless, die 12" auf zoo music und das erste full length auf hozac. nun stehen eine neue 7" (aktuell!) und in 2011 das nächste ausgewachsene album an. der 10. august ist denn auch ganz präzise der verkaufsstart für das auf 1000 stück limitierte "i've gotta get" b/w "hey kid" getaufte holz, ähm vinyl. und der beschreibung des labels: "pummeling swamp-garage, wolfman rock, angry acid trips, psyched-out noise pop and lovelorn snarls, all on one fine 7” füge ich nicht hinzu. zusätzlich gehen die drei auf tour und beglücken dabei nicht nur ihre fans, sondern auch jene, für die sie als support antreten werden: coathangers, pavement sowie frankie rose & the outs. knaller, wa?
woven bones - i've gotta get

Sonntag, August 08, 2010

glotzt nicht so romantisch (111): kathryn calder

kathryn calder wird dieser tage mit "are you my mother?" erwartet, denn in nicht weniger als zwei tagen ist der releasetermin für das erste, auf file under: music erscheinende album des the new pornographers mitglieds. neben dem frühen hörbaren ausschnitt, "arrow", siehe unten, gibt es nun auch einen videobeweis des musikalischen materials, das calder zusammengetragen hat. er betrifft den opern "slip away" und beschäftigt sich mit der suche nach dem verloren geglaubten oder der suche nach dem, was man eigentlich will. ein thematischer überbau letztlich, denn "are you my mother?" beschäftigt sich u.a. schmerzhaft mit dem verlust der mutter, die kathryn während der aufnahmen nach krankheit verlor. die ursprüngliche idee für das tolle video hatte calder selbst, die realisierung übernahm aber schließlich dean tzenos, der vom muffigen keller schwärmte, in dem er praktisch hantieren durfte mit puppen, zusammengeklebten landschaften und requisiten.
kathryn calder - arrow

eingestreut (154): azure ray

mit azure ray treffen wir noch in diesem jahr auf eines der schönsten weiblichen duos, die uns die popgeschichte je versprach. seit 2004 war es zwar nicht wirklich still geworden um maria taylor und orenda fink, denn beide arbeiteten vornehmlich an ihren solokarrieren, aber unter dem gemeinsamen moniker entstand, jedenfalls für die öffentlichkeit greifbar, nichts neues. nun sind sie aber zurück und wollen uns ab dem 14. september mit ihrem neuen album "drawing down the moon" begeistern. unterstützung erhielten die beiden dabei von eric bachmann, der das album produzierte und dem now it's overhead mitglied andy lemaster sowie liz durrett. für den release verantwortlich zeichnet saddle creek. drei full length und eine ep haben die beiden mädels bereits auf dem kerbholz. hören wir doch mal in den ersten songs und beschäftigen uns zugleich mit den angaben des labels zum neuen werk: "Drawing Down the Moon opens to drops of harp wrapped loosely in luscious vocals that wind through a fairytale melody; “Wake Up, Sleepyhead” is a perfect introduction to the record, a lullaby to stir the senses. “Signs in the Leaves” is haunting, a devastating tale of giving up someone you love and then longing for them with your entire being: “cause the birds don’t sing,/ and the trees don’t speak to me/ and I don’t see signs in the leaves anymore/ I’m a little worried/ I’m a little worried that I killed something inside of me when I let you go.” If heartbreak has ever sounded more beautiful, we have never heard it. The record closes with “Walking in Circles”, a track which embraces and envelopes the listener. Subtle but striking guitar finds itself laced through pointed, poignant lyrics on time and emotion, “we lament with the passing of time/ hoping we never show it.” Azure Ray are famed for their bitter sweet melancholy and Drawing Down the Moon is a perfect ode to their harmonious musical gifts. Twelve flawless songs worth waiting every second of those seven years for." das sollte doch auf den geschmack gebracht haben. nachfolgend die tracklist, dazu ein erster song und ältere beigaben:
01 wake up, sleepyhead / 02 don’t leave my mind / 03 in the fog / 04 larraine / 05 on and on again / 06 make your heart / 07 silver sorrow / 08 signs in the leaves / 09 love and permanence / 10 shouldn’t have loved / 11 dancing ghosts / 12 walking in circles



azure ray - if you fall (from: "hold on love", 2003)
azure ray - november (from: "november ep", 2002)

Samstag, August 07, 2010

ein (p)fund mp3 (290)

der musikmarkt ist so breit, es wird immer irgendwo veröffentlicht. wer sich intensiv mit der materie beschäftigt, dem wird auch auffallen, dass es das vielbeschworene sommerloch nicht gibt. es ist maximal ein löchchen, das sich auftut, wenn die großen firmen etwas herunterfahren. aber alle anderen kämpfen weiter ums überleben. wir auch:
aus chicago und neu auf abandoned love records, mit "piecemeal" wollen sie ab 17. august gewaltig durchstarten, allerdings eher auf samtenen pfoten, sehr feinsinnig, sehr schön:
like pioneers - gift like a holiday
like pioneers - exit row
das selbstbetitelte album erscheint am 21. september, der the dandy warhols gitarrist peter holmstrom versucht sich mit unterstützung von mitgliedern von u.a. brian jonestown massacre, the warlocks oder auch m. wards band an dräuend rockistischem:
pete international airport - 21 days
sie veröffentlichen auf secretly canadian, am 21. oktober wird so das debut "zeroes qc" erscheinen, pop, post-punk und experimental rock sind die markierungspfosten der jungen montrealer:
suuns - arena
nachfolgender appetizer ist hinweis auf die erste single dieser band um stephen j. perron guidry, auf lujo records, ab dem magischen, weil vielfach im munde geführten 24. august gibts dann diesen t. waits gedächtnissound:
the torches - mr. vampire
nach über zwanzig jahren melden sie sich endlich wieder zu worte, und wie, "sex with an x" erscheint ausgewachsenen mitte september, als single am 24. august, auf sub pop, und klingt zudem, ähm...., klassisch:
the vaselines - sex with an x
er ist mitglied in der liveaufstellung von efterklang, nun strengt er sich an ein erstes eigenes album herauszubringen, bad panda records unterstützt ihn dabei (natürlich unter CC License: BY-NC-SA 3.0) wir hören die ersten töne dieses hibbeligen burschen:
frederik teige - what is new
"knoxville" erscheint mitte august auf thrill jockey, ein livealbum:
christian fennesz, david daniell and tony buck - antonia

come undone records veröffentlicht ihr neues album "i can too" am 07. september, es wird der nachfolger von "pretty things" aus 2002 und dem 08er "two hearts" mit dale murray sein:
christina martin - i can too
von ihnen wird es wohl erst in 2011 etwas neues geben, zumindest gehts im herbst ins studio, wobei hier namentlich großartige hilfe in anspruch genommen werden wird, jon drew wird als produzent agieren, er war u.a. für tokyo police club und fucked up am start, wir begnügen uns bis dahin mit älterem, zugleich aber aktuellem:
styrofoam ones - blue lines
auf thrill jockey erscheinend, am 24. august nämlich und schlicht "coil sea" benannt, wird dave heumann, kopf von arbouretum seinen improvisierten launen freiraum gegeben haben können, gespannt auf:
coil sea - lattice of aum
dieser vierer aus oakland schickt sich an, uns mit "really like you" zu überraschen, ab 24. august via the council, sehr relaxt:
the dashing suns - future thunder
von der "the fox" getauften ep, die mitte oktober erscheinen wird, ja, die ersten blätter fallen:
fox in the henhouse - fears
sie (l-r juval haring, mickey triest, uri triest) kommen uns zum ende des augusts mit ihrer selftitled ep auf we are busy bodies, sechs tracks, den opener gibts hier:
tv buddhas - let me sleep
"memphis" wurde schon vielfach beworben, es kommt am 24. august, eine neue mp3 lässt jedoch auch einen neuen verweis zu, gell?:
magic kids - superball
ein schmankerl zum schluss, nämlich ein aktuelles video von darren hayman und damit gleichzeitig erster hinweis auf sein neues album "essex arms", das auf fortuna pop! erscheinen wird, "two tree island" auf super 8:



carla bozulich
28.09.2010 Vienna (AT), Rhiz
15.10.2010 Schorndorf (DE), Manufaktur
02.11.2010 Graz (AT), Postgarage
06.11.2010 Wels (AT), Music Unlimited Festival
07.11.2010 Wels (AT), Music Unlimited Festival


liturgy
09.09.2010 Rostock (DE), JAZ
10.09.2010 Bischofswerda (DE), Morbide Festspiele XII
13.09.2010 Hamburg (DE), Hafenklang
15.09.2010 Bielefeld (DE), AJZ


pharmacy
07.10.2010 Koeln (DE), Sonic Ballroom
08.10.2010 Berlin (DE), Westgermany *
10.10.2010 Muenchen (DE), Feierwerk
12.10.2010 Heidelberg (DE), Schlosskino
13.10.2010 Nuenberg (DE), K4

Freitag, August 06, 2010

glotzt nicht so romantisch (110): gregory pepper & his problems

zur vorstellung von gregory pepper brauchts eigentlich nicht so viel, außer vielleicht das, was er selbst zu sagen hat, im weitesten sinne formuliert er: ich liebe es popmusik aufzunehmen. ich mache kleinkunst. die leute meinen, ich würde experimentellen kram machen, aber diese meinung entsteht nur deshalb, weil ich nicht wirklich weiß, was ich tue. mein neues album heißt "with trumpets flaring". darauf ist eine menge gesang und getrommel, nur keine trompeten. das album erschien in 2009 auf fake four inc. zuletzt hat er wieder eine menge gemalt und doch auch musik aufgenommen. unter dem moniker common crackle veröffentlicht er in zusammenarbeit mit dem hiphop produzenten factor in kürze (10.08.) "the great depression" (circle into square, siehe auch letztes video). hört dem man aus guelph, ontario zu. er ist bewandert in vielen genres, hat charme und unzählige, haften bleibende melodien!





neue töne (830): dreamend

ein erstes berühren. das vom banjo vorangetriebene und von perkussiv aufgesplittetem beat unterlegte "magnesium light", verwischt von mehrstimmigen gesang, soundverwebungen und der unbestimmtheit des unerwartbaren. aktuell. "are you waking" befördert noch luftiger, was man ahnte, dreamfolk wird hier ohne schauer gestaltet. entfernter, vom vorgänger. und mit "so i ate myself, bite by bite" steht der neueste longplayer bereit. graveface records hält ihn bereit, die preorder läuft. so viel zu den ersten markern. ausgangspunkt für weitere betrachtungen müssen zunächst aber black moth super rainbow sein. ein musikerkollektiv aus pittsburgh, irgendwo am scheideweg von psychfolk, electronica und pop. dessen mitglieder sind neben der arbeit bei black moth auch anderweitig solo aktiv, z.b. zuletzt the seven fields of aphelion mit seinem "periphery" (graveface, 2010) getauften werk oder tobacco mit "maniac meat" (anticon, 2010). mit ryan graveface tritt der vorerst letzte des vierers an, um in solopfaden erfolgreich zu sein. mit "so i ate myself, bite by bite" wirft der chicagoean sein fünftes (?) werk auf den markt. neben diversen tour cds, cdrs und eps lässt sich der reigen an full lengths nur schwer aufdröseln. "fourth of july a the asylum" beginnt mit einer stilisierten e-gitarre, spielmannzugstrommeln und glockenspiel, einem fernen wehen und dem klang des vergänglichen. filmszenen parat. das zwischenspiel wie auf balalaikas ausgeführt, um in forciertem tempo vorangetragen zu werden. eine stilistisch einwandfreies und doch zugleich wandlungsfähiges etwas. drei tracks aus dem dreamend katalog lassen aufhorchen. von unterschiedlichen werken und doch ganz beieinander. was soll da noch für das neue album schiefgehen? die schauerlich anmutenden elektronischen finessen, die ihre ungeheuerlichkeit allein schon in ihrer namensgebung ausleben, verhelfen diesem album bei aller sorge zu einem organischen miteinander. und auch wenn die lyrics sich mit brutalem mord und ähnlichem befassen, so bleibt das neue dreamend werk das, was es zu sein vorgibt. ein an träume angelehntes, cinemascopisches schauspiel, das lediglich die töne liefert. alles andere spielt sich im kopf des hörers ab. graveface records hat sich mit diesem release sehr viel mühe gegeben und bringt es in einer ganz besonderen vinyl version heraus, nämlich als picture - phenakistoskop. viel freude dann beim psychedelic dreh!
dreamend - magnesium light (from: "so i ate myself, bite by bite", 2010)
dreamend - are you waking (from: "the long forgotten friend", 2008)
dreamend - ellipsis one (from: "preface", 2002)
dreamend - passing (from: "as if by ghosts", 2004)

Donnerstag, August 05, 2010

eingestreut (153): kelley stoltz

was man nicht alles zugeben müsste. der verfehlungen viele. eine bitterer als die andere. u.a. habe ich kelley stoltz aus den augen verloren. lag wohl vornehmlich daran, dass sich seine lofi kunst immer mehr in die breite entwickelt hat. ob dies wohl zu seinem besten war? ich kann es letztlich nicht beurteilen. habe seit "below the branches" kein vollständiges werk mehr vom san francisco mann gehört. nun schickt sich sub pop an, einen weiteren erguss vorzulegen. der erste appetithappen von "to dreamers" weist auf jene alten ahnungen hin, die da weissagten, vom guten alten gerumpelt zu mehr gelingt nicht allen. doch sind wir wohlwollend und attestieren "i don't get that" eine geschickte melodie und ein bißchen mehr. denn schließlich schiebt kelley alles selber an. fast jedes instrument des ausgewachsenen arrangements wird von ihm eingespielt. ein tausendsassa eben. nicht nur deshalb wird er in seiner umgebung mehr als wertgeschätzt. tun wir das auch fürderhin und bewahren uns vor solchen einlassungen, wie wir sie am anfang haben austragen müssen.
kelley stoltz - i don't get that

neue töne (829): silian rail

die zwei kann man ganz locker auf die schulter nehmen. und mit post rock ist das ganze dann auch abgetan. tut man sich ja zuweilen schwer mit so einer genrezuteilung. die instrumentelle version hiervon präsentieren uns jedenfalls silian rail. ein bay area duo, das die weithin bekannte variante des drum- gitarre- beziehungsverschnitts zur wahl nahm. sofort entziehen sie sich aber jeglichen vergleichs, denn ihre kompositionen sind zu ereignisreich, lebendig und unaufgeregt verstrickt, dass die beschäftigung mit dem objekt leicht von der metaebene ablenkt. dieses auf parks and records veröffentlichende duos hat prägnanz, standfestigkeit und das genau richtige maß an virtuosität. nie kommen die beiden in den verdacht, dass sich hier jemand um kopf und kragen spielt, dass die persönliche agilität, das kreisen um das ausgewachsene ego wichtiger wäre, als der konzentrierte gemeinsame auftritt. robin landy forscht an ihrer sechsaitigen nach ausflugszielen und immer wieder lässt sie erkennungsmarker zurück, mal einen faden, mal kieselsteinchen, je nach lust und laune, scheint es. und dem hörer obliegt es, ob, wie lange und wie konzentriert er folgt. denn mit eric kuhn offeriert sich das zweite standbein, der multiinstrumentalist steuert hauptsächlich den diffizilen wie ausgeachsenen beat bei. dass das nicht alles sein kann, dürfte klar sein. ansonsten wäre die chose mächtig mager und keinen aufreger wert. kuhn arbeitet perkussiv, kriegt einen organischen klang hin, stabilisiert und setzt akzente. so arbeiten beide an mehrfarbigen landschaften, lüften geheimnisse um stille seen und kleine schlösser. mitte der neunziger gab es in den staaten diverse bands, die progressiv zu werke gingen. silian rail können das auch. es gibt keinen erkennbaren steg ins neue jahrtausend. brauchts auch nicht. sie haben eine gemeinde, einen wirkkreis, einen hintergrund. sie sind freundliche menschen. und ihr aktuelles werk, "parhelion", klingt alles andere als düster, derb oder heavy. es stehen wahrlich die melodischen neben den rhythmischen ansätzen. die verschmelzung obliegt dem paar. was zumeist sehr gut gelingt. es ist wie welten bauen. das driften und sich hinfort spinnen gelingt ausgesprochen gut. glockenspiel und einige effekte via synthesizer tuen ihr übrigens, um des hörers liebstes kind zu werden. wenigstens für den moment.
silian rail - parhelion (album preview)

Mittwoch, August 04, 2010

eingestreut (152): black mountain

im januar ´08 hatten wir pünktlich auf den release von "in the future" hingewiesen. nun ist es an der zeit, "wilderness heart" einzuläuten. nicht mehr lange hin ist es bis zum neuen werk von black mountain. jagjaguwar verweist auf den 14. september und man muss ihnen glauben schenken, denn sie sind seit 2005 partner der kanadischen psychedeliker. die hinweise auf das neue album, jedenfalls die musikalischen, machen mehr als neugierig. abgehangener kann südstaatenrock dieser tage nicht klingen. inkl. mann / frau gesang geriert sich das feiste "hair song" zu einer sinfonischen endsechziger charakterstudie. bei "old fangs" werden gar die beine breit aufgestellt, um die hüftnahe gitarre besser greifen zu können. addiert die schweineorgel und fertig ist das frühsiebziger rockspektakel. die bandmitglieder matt camirand, stephen mcbean, jeremy schmidt, amber webber und joshua wells setzen daneben auf spacesounds und ergänzen so das toughe grundgerüst um einige aufweicher. eine musik, die letztlich anchronistisch klingt, uns aber den wurzeln näher bringt. schöner kontrapunkt zu manch rührseligem, was man in diesem blog zuletzt so zu lesen bekam.
black mountain - hair song (2010)
black mountain - old fangs (2010)
black mountain - druganaut (2005)

neue töne (828): rickolus

das neue album von rickolus heißt "youngster" und erschien vor einigen tagen, um genau zu sein am 27. juli auf circle into square, dem label des männlichen the harvey girls parts hiram lucke. es ist das werk des in jacksonville beheimateten solokünstlers richard colado, dessen gesammelte informationen zum thema jugend in die sechzehn tracks umfassende veröffentlichung einflossen. aber keine angst, dieses selfmade produkt bewegt sich abseits allzu juveniler spielereien. im gegenteil begegnen wir sehr ernsthaften anstrengungen, vor allem wenn man bedenkt, dass colado für alles allein verantwortlich zeichnete. aufgenommen und gemixt hat er im green shed studio seiner heimatstadt, nachdem er die songs geschrieben und selbst eingespielt hat, mit u.a. piano, gitarre, accordion, bell kit, drums und synthesizern. meisterlich gelingt es dem amerikaner die balance zu halten zwischen elektropop fanfaren und den rührigen anklängen aus melodieverliebtheit und dem mut zur beschreibung. von den ersten kussexperimenten über das durchstreifen von wäldern bis hin zu eben jenem gefühl jung zu sein. sphärisches neben dem kinderspielzeugpiano. und so entstehen kleine große popmomente. mitpfeifmomente. fußstampfmomente. aus der reserve lock- und gar mitklatschmomente.

Ihr würdest es mögen, würdet Ihr Euch nur mal nach circle into square bemühen! mehr anpreisen geht kaum. referenzen kenne ich keine für diesen frischen knaben. äußerlich müsste man wohl sufjan stevens und patrick wolf ins feld führen, musikalisch packt er alle lofi artisten in die tasche und macht doch halt vor der ganz großen geste. seine stimme ist anheimelnd, für mädels sicher mit anhimmelpotential, seine arrangement sind ausgebufft und fein justiert ist der instrumentale einsatz. mut zur lücke neben dem programm zur befreiung fast vergessener geräte, wie der thailändische flöte. eh, los, hin da!
rickolus - no future (2010)
rickolus - kid (2010)
rickolus - missing you (2009)

Dienstag, August 03, 2010

neue töne (827): goldmund

mein einstieg ins musikhören war in jugendlichen tagen vor allem fixiert auf die unterlegung melancholischer stimmungen. später gab sich das. ich entdeckte nicht nur neue gefühlswelten, sondern vor allem komplementäre akustische reize. doch wenn ich heute in sentimentalen musiken drifte, dann erinnere ich mich dieser schönen, traurigen, grauen tage, da herzensbildung passierte und meine schwungvollen motoren rotieren wollten und (noch) nicht durften. weltverbesserung im kämmerlein. goldmund oder, wie er im wirklichen leben heißt, keith kenniff kann mich ganz locker auf so eine innere reise mitnehmen. sein drittes album steht an, im august, vielmehr am 24.08. veröffentlicht western vinyl sein "famous places" getauftes neuwerk. es reiht sich damit an "corduroy road" und "the malady of elegance", die, auf type erschienen, nicht wirklich aufregung hervorbrachten, denn das passte nicht zur musik des bostoners, sondern die aufmerksamkeit schufen. für die leisen, die gewichtslosen töne, für das bindende im schwebenden, für die momente, die man in der luft verbringt, vom absprung zur landung. filmausschnitte, die sich aus den warmen pianotönen lösen, neu sortiert vor des hörers augen kleine reigen tanzen und sinn oder keinen ergeben. alles hat hier seine zeit. verschoben auf ein später, vielleicht. alles, was man zu hören bekommt, hat bedeutung und ist zugleich federleicht. mit jedem anschlag der kleinen hämmerchen leuchtet ein reflektionspunkt auf. es ist, als würde uns goldmund auf eine lebensreise mitnehmen, bei der wir anteil an den zentralen stationen seiner biografie haben dürfen. dazu gehören sicher auch seine arbeiten unter dem moniker helios, wie auch das "two point discrimination" werk auf western vinyl, das kleine pretiosen bereithält. vieles gemahnt auf seine weise klassisch an und doch ist kenniffs musik modern. denn das zeitlose ist ihr eigen und somit fungiert sie fern jeglicher grenzen als unmittelbarer stimulus, wie ein geruch, der, aus kindertagen vertraut, die erinnerungen sprudeln lässt. intialreize. nachfolgend ein kurzes video als appetizer auf das neue album, sowie zwei ältere tracks.
goldmund - one (from: "two point discrimination")
goldmund - leading (from: "two point discrimination")

Montag, August 02, 2010

eingestreut (151): the tallest man on earth

ab und zu geht einem ja der eine oder andere künstler durch die lappen. da beisst du dir später auf die lippe und denkst, verdammte axt, warum hattest du den nicht im programm? aber the tallest man on earth aka kristian matsson gehört nicht dazu. spätestens mit dem signing bei dead oceans hatten wir ihn im auge und auch berichtet. ich erinnere vor allem an diesen absatz aus der damaligen notiz: "ich liebe seinen verstiegenen gesang, das flinke spiel, die reminiszenz an die vergangenheit, ohne schielend darin hängen zu bleiben. ansonsten trüge er jetzt schon ein glasauge." darf man schon, oder, sich selbst zitieren? im frühjahr tingelte der schwede also bereits durch unsere lande. wer ihn damals verpasste, hat im sommer und herbst dieses jahres noch eine weitere chance. die tourdaten, siehe unten, zeigen auf, dass deutschland recht großflächig angesteuert wird. mit ein bißchen glück steh auch ich am 09. august am bühnenrand und werde in folge berichten. "shallow grave" und "the wild hunt" heißen seine beiden longplayer, voll mit inbrünstigem gesang und folk schrammeliger gitarrenarbeit. alles fügt sich schließlich seiner publikumstauglichen art. denn er ist einer von uns. da tut auch die kratzbürstige stimme keinen abbruch. im gegenteil steht sie m.e. für authenzität. deckungsgleich mit dem, was kristian zu erzählen hat. wünsche, begierden, hoffnungen. nicht eben nur katastrophen, katharsis, bedrängnis. freuen wir uns auf songwriterische abwechslung, hoffnunsschwangere lieder und einen munter erfrischenden kerl aus schweden!
the tallest man on earth - king of spain
the tallest man on earth - burden of tomorrow

09. Aug 2010 20:00 59to1 Muenchen
10. Aug 2010 20:00 Manufaktur Schorndorf
11. Aug 2010 20:00 Glashaus Berlin
14. Aug 2010 20:00 Haldern Pop Festival at Alter Reitplatz Haldern
15. Aug 2010 20:00 Internationales Sommerfestival Kampnagel Hamburg
13. Nov 2010 20:00 Gebaude 9 Köln
14. Nov 2010 20:00 Das Bett Frankfurt
29. Nov 2010 20:00 Cafe de la Danse Paris


neue töne (826): major matt mason usa

ein bisserl was von karl blau, ein bisschen was von blauäugig. mit major matt mason usa haben wir es auf jeden fall mit einer type zu tun. bärbeissig, hartnäckig, engstirnig, freundlich verrückt. jedenfalls keinen abgeschmackten fuzzi, der mal eben musik macht. eigentlich heißt er matt roth, stammt aus shawnee in kansas, ist aber seit einer halben ewigkeit in new york ansässig. eine erste persönliche verbindung hatte ich mit matt, als der name einer seiner bands fiel: schwervon!, das duo mit ihm und kollegin nan turner. zudem spielt matt bei kansas state flowers und betreibt neben seiner solokarriere auch noch ein kleines label. es ist die diy variante von etwas größerem, heißt olive juice music und hat ein wirklich feines programm. unter seinem major matt moniker hat der kerl bereits fünf alben herausgebracht. dass das alles nicht genügt, beweist der umstand, dass sich matt noch ein paar brötchen im street food coop in der vierten straße verdient, jeden freitag vormittag. wie das alles begann? nun, zunächst tyrannisierte matt sein umfeld, indem er kiss platten lippen synchronisierte und später auf einer billiggitarre lieder über die gefahren eines atomkriegs sang. einen ersten geschmack vom musikalischen underground bekam er während der lehrjahre in lokalen punkbands wie magic nose oder dracomagnet. diese art der sozialisation führte schließlich in die antifolk community des east village, nachdem matt in den frühen neunzigern nach new york zog. die unorthodoxe umwelt ließ weiterentwicklung zu, die für manche als berüchtigt galt, für andere förderlich in sachen kreativität, in matts fall bezogen auf songwriting, gesang usw. ein paar jobs gabs zusätzlich immer wieder, so dass er tagsüber oberirdisch schaffte, des nächtens aber dunkle räume beschallte. wirklich professionell wurde es wohl nie bei ihm. aber diese im karl blauschen sinne edle musikerattitüde und der verrückte gestus machen matt zu einem intimfreund. von u.a. daniel johnston, adam green, den dufus menschen usw. seine musik bezeichne ich als modernen amerikanische folk, der nicht die finger von rock und roll lässt. das wichtigste: es gibt immer eine geschichte zu erzählen. zuhören!
major matt mason usa - 1000 ice creams (from: "senile pie strive pip melancholy")
major matt mason usa - starbelly-fast (from: "bad people rule the world")
major matt mason usa - misdirected (from: "honey, are you ready for the ballet?")
major matt mason usa - krooklyn (from: "me me me")
major matt mason usa - girlfriend (from: "rivington '94 and tower days")

Sonntag, August 01, 2010

zu gehör getragen (124)

frontier ruckus - deadmalls & nightfalls (2010)
> ein zur kontemplation wie zur konzentration taugliches werk, ein modernes folkalbum, das überdauern und referenz sein wird, 4,5/5

plants and animals - la la land (2010)
> komplexität, die sich nonchalant gibt, unbändiger willen zu mehr, der ausdruck findet in einer belebten wie geordneten szenerie, barbecuerock?, ok!, 3,5-4/5

the harvey girls - i’ve been watching a lot of horror movies lately (2010)
> klangcollagen, denen es gelingt, das gehör auf die zentralen punkte zu konzentrieren, eine vielfalt, die durch transparenz und konsequenz glänzt, 4/5

the artificial sea - unwritten (2010)
ein album voll verschlagener einfachheit, voll verückter unglaublichkeit, voll staunender kindlichkeit, seine größe: das waage halten von zwang und freizügigkeit, 4/5

ein (p)fund mp3 (289)

ein stets verehrtes label, das meine unterstützung (wie zumeist im übrigen ohne gegenleistung) erhalten soll: hometapes, diesmal mit dem zweiten solorelease des medicine und electric company mannes, das auf den namen "natural selections" hört und am 24. august erscheinen wird, klassisch irgendwie:
brad laner - eyes close
partisan records (Ihr erinnert hoffentlich deer tick) haben sich ihn gekrallt, um sogleich ein werk an den mann zu bringen, "a view of the sky" soll ab 28. september zu haben sein, david strackany ist der typ dahinter, verrückt, innovativ, ein fleissiger tourer zudem:
paleo - world's smallest violin

alchemist records, zuletzt positiv in die schlagzeilen gekommen mit one in a googolplex, überrascht uns nun mit einer 3track cover scheibe, deren einzelne songs dankenswerter weise frei verfügbar sind, wir verlinken sie hier zwar, verweisen dennoch aber ausdrücklich auf die labeseite, auf der es zudem artwork usw. gibt:
i and i - i won’t be found (the tallest man on earth cover)
eric and kalplana - house of cards (radiohead cover)
illus ocean - tangled and strangled (the pistol arrows cover)
noch ziemlich jung ist dieser fünfer aus kanada , der voriges jahr mit "safe passage" sein debut herausbrachte, nun strengen sie sich an, uns mit einer 10" zu überraschen, die "eccentrics and young professionals" heißen und das tageslicht am 10. august auf forward music erblicken wird:
the slate pacific - eccentrics
"psychic chasms", das debut full length, wird in es nun in einer remasterten version (deluxe!) geben, und zwar ab 28. september zuzüglich der neun bonus tracks auf "mind ctrl: psychic chasms possessed" mit remixen und coverversionen von u.a. toro y moi, bibio, javelin..:
neon indian - deadbeat summer
neon indian - terminally chill
jesse woods - mind, drips (neon indian cover)
"live forever" heißt ihr zweitling, erscheint am 13.08. auf sinnbus records und die schreiben dazu: "sie sind älter geworden, überlegter vielleicht. geblieben ist das ruhelose, ihre fiebrigkeit.", aktuelle tourdaten siehe unten:
alarma man - cabin in the woods
hier gibt es synthetisch verkleisterten rock 'n' roll, das dazugehörige album heißt "patagonian rats" und erscheint am 07. september auf sargent house:
tera melos - frozen zoo
ihr selbstproduziertes debut "to all beloved enemies" weist einige sehr hervorragende west coast tunes auf, gefällt mir schon geraume zeit gut, erscheinungsdatum: 27. juli, neuer happen:
the shimmies - beloved enemies
the shimmies - judas
hierauf freue ich mich persönlich sehr, "i will love you at all" kommt am 21. september auf yep roc und der appetizer ist so beherzt wie gut:
darren hanlon - all these things

teenagers in tokyo
22.09.10 Hamburg, Indra (Mondial)
23.09.10 Offenbach, Hafen 2
24.09.10 München, The Atomic Cafe
25.09.10 Berlin, Lido (Karrera Klub)


alarma man
07.08.2010 - Friedland - Jenseits von Millionen Festival
08.08.2010 - Würzburg - Immerhin
09.08.2010 - Hamburg - Astra Stube
11.08.2010 - Köln - Lichtung
14.08.2010 - Offenbach - Hafen 2
15.08.2010 - Rosenheim - Asta Kneipe
19.08.2010 - Berlin - Comet
20.08.2010 - Erfurt - Brownstahlfest