Montag, Februar 19, 2007

konzert: the decemberists, 18.02.07

wollen wir nicht drum herum reden, mit lavender diamond haben sich die decemberists keinen gefallen getan. als vorgruppe taugen sie nicht. zu verwandt vielleicht, vor allem aber ist becky stark eine kirre persönlichkeit, die sich offenbar nur schwerlich mit der rolle des einheizers abfinden kann. was sie an nähe, zugewandtheit vom publikum verlangte, geht auf keine kuhhaut. man hatte kaum die notwendige ruhe und musste jedewede gelassenheit rauschen lassen, um das erste bier in ruhe zu schlürfen, um dem abend einen einklang zu geben. ständig schlenkerte sie mit den armen, umwarb mit stumpfer koketterie die anwesenden. schade, denn die songs der band geben mehr her ("you broke my heart"!).
in der enge des ampers wäre das theater kaum auszuhalten gewesen. so war der umzug in die muffathalle ein zusätzlich gelungener umstand.
nachdem "peter & der wolf" vollständig vom band gelaufen war, in englisch im übrigen eine neue erfahrung, traten ohne umschweife die decemberists in den ring.
dass das gesamte "the crane wife" gespielt wurde, war mir eine große freude. auch, dass es der band gelang, die vielschichtigkeit und dichte zu transportieren. was fehlte, war ein direkter draht zum publikum, wobei man vor allem colin meloy nicht absprechen konnte, es nicht versucht zu haben. immer wieder erzählte er anekdötchen, rang um beteiligung bei erwachsenenkompatiblen spielchen oder einfachem mitklatschen. gegen das münchner auditorium sind aber keine kräuter gewachsen. steif wie eh.
die band, um eine dame (bitte hier namen ......... eintragen) aufgestockt, spielte dennoch leidenschaftlich, ernsthaft und stolz ihr feines programm. mit einer stunde spielzeit inklusvie zugabe etwas knapp.

Kommentare:

Oliver Peel hat gesagt…

Hallo Eike, feiner Bericht!

Becky Stark fand ich persönlich stark. Die war doch toll, die Tante. Wenn man so gut aussieht, darf man auch mit den Armen schlenkern ;-)

Colin Meloy war beim Konzert in Paris überhaupt nicht redseelig, keinerlei Anekdötchen, trotzdem sprang der Funke über, was wohl an den anwesenden Amerikanern lag.In Paris haben sie auch deutlich länger als eine Stunde gespielt.

Können wir den Artikel für unseren Blog haben?

E. hat gesagt…

in hamburg ging meloy sogar ins publikum und verteilte rosen.
auch bei uns waren einige amis, aber eben nicht ausreichend...

der bericht ist dein!