Montag, Dezember 09, 2013

eingestreut (587): the denzels


im rahmen einer mp3 (p)fund runde (januar 2012) hatten wir über sie geschrieben: "ihre einflüsse sind the cribs, brian wilson und the cure, sie spielten ihre zweite ep ein und stellen sie dieser tage in brooklyns glasslands vor, wisst Ihr was, mir gefällt der sound aus verhalltem haudrauf und charming emotions: the denzels". nun lassen die brooklyner ihrer "easy tiger" ep aus dem letzten herbst eine single via admirable traits records folgen, einem label, das in bushwick/buffalo beheimatet ist. der dreitracker ist ein wundergebräu, eine angehitzte wohltat, ein sittsamer ausfallschritt, eine möglichkeit. eine bessere möglichkeit, um sich mit dem fünfer the denzels vertraut zu machen. den leicht in den hall gestellten gesang befördern die gleichschrittigen gitarren gleich ein paar sphären höher, das rhythmusgerüst ist stabil und nimmt alle rückkehr sicher wieder auf. 

Sonntag, Dezember 08, 2013

eingestreut (586): eenie meenie holiday mix


eine feine einstimmung auf das kommende fest bietet uns eenie meenie records mit der nachfolgend zu geniessenden compilation, die es unter der bezeichnung: "eenie meenie holiday mix" nun auch teilweise auf unsere seite geschafft hat. nicht zuletzt wegen der fein sortierten künstlerschar, die hier zum besten gibt. die trackist liest sich folgendermaßen:
1. blue-eyed son - white christmas
2. goldenboy - o'holy night
3. old monk - holiday
4. from bubblegum to sky - last christmas
5. twisty - deer socks
zwei beispiele daraus also hier, der rest der ausgabe findet sich unter diesem link: klick.

Samstag, Dezember 07, 2013

glotzt nicht so romantisch (547): the cairo gang / maxim pritula / borrowed beams of light

über "tiny rebels", das aktuelle bzw. diesjährige (es stammt aus dem sommer) album der band um emmett kelly hatten wir berichtet. mit "take your time" folgt nun ein schickes video, das von maximilla lukacs aufgenommen wurde, wir möchten Euch den tag bereichern: the cairo gang:



meiner persönliche hinwendung zum russischen folgte eine jahrzehntelange abkehr, der ich längst aber auch wieder abhold bin, schauen wir in eine andere welt, schauen wir immer auch in unsere eigene, kapiert, "igra" heißt das debüt dieses in odessa geborenen jungen mannes, wir tasten uns mit einem video an das auf dia erschienene werk heran: maxim pritula:



freude auch über das kommende album der band aus charlottesville, die "on the wings of a bug", es erscheint gerade auf hibernator gigs records, mit einem video zum titeltrack einläutet: borrowed beams of light:

Freitag, Dezember 06, 2013

ein (p)fund mp3 (459), teil 2

wir hatten sie hier bereits unterstützt, die kanadische popgruppe unter führung von spooky ruben nebst joe maydak und fred jeske, die jeweils im mittelnamen ein a am anfang führen, ihr debütalbum "year of the woman" erschien am 03. dezember: aaa battery:


keine gefangenen macht diese in brooklyn beheimatete dreiköpfige riot grrrl truppe, welche gerade ihre "1097 ep" promotet, mit "quarter machine" gibt es nun auch bei uns die zweite single um die ohren, freut Euch auf: sharkmuffin:


experimenteller wird es mit diesem offenen schottischen musikerkollektiv, das von billy paraffin geleitet wird und welches mit "subhuman" gerade das zweite album herausgebracht hat  ("largely on the gloomy cinematic side"): the paraffins:


neues vom kleinen, aber feinen label hearts & plugs, das bereits am 19. november die ep "dingy, slimy, scummy!" veröffentlicht hat, dahinter steckt eine junge truppe aus charleston, die wir hiermit weiterempfehlen: elim bolt:


via fat possum fällt uns ab 18. februar das debütalbum dieser montrealer musikschmiede zu, es wird "blame confusion" heißen und die erste single daraus hört auf "traces", ob Ihr dabei seid, entscheidet selbst: solids:


christine owman 
08.01.2013 CH - Bern - ProgR (B-Flat)
09.01.2014 CH - Zürich - Bogen F
10.01.2014 AT - Wörgl - Festsaal
11.01.2014 AT - Ebensee - Kino
13.01.2014 AT - Innsbruck - Bäckerei
14.01.2014 DE - Köln - Wohngemeinschaft
15.01.2014 DE - Göttingen - Pools
16.01.2014 DE - Chemnitz - Aaltra
17.01.2014 DE - Dresden - Schauburg
18.01.2014 DE - Norderstedt - Musicstar

ein (p)fund mp3 (459)

nicht nur live ein ganz besonderes erlebnis, dürfen wir nun bereits am dritten album teilhaben, adam granduciel haut am 14. märz über secretly canadian "lost in the dream" heraus, der erste track hört auf "red eyes": the war on drugs:


sie ist gern gesehener gast auf unserem blog, mit dem joanna newsom cover "'81" hat sie mal wieder ein ganz besonderes achtungszeichen gesetzt, zu finden auf ihrer "sugar blind" ep, die am 09. dezember erscheint: marika hackman:


wir freuen uns sehr auf das neue album des düsseldorfer ausnahmekünstlers, "abandoned city" wird am 17. märz auf city slang erscheinen, ein erster ausschnitt verheißt elegisch-großes, was denkt Ihr: hauschka:


neues auch von einem der am freundlichst klingenden musiker, die ich kenne, jedem stück liegt eine sonnige vermutung inne, "dye the water green" ist auszug aus der kommenden "the green ep", die auf eben grünem vinyl veröffentlicht werden wird (27. januar): bibio:


auch nicht zum ersten mal auf unserem blog sind diese drei brüder, die auf farmen in virginia leben, und mit "innocence" am 27. januar 11 neue songs via thrill jockey verbreiten werden, nichts geht über einvernehmliche geschwisterliebe: pontiak:


der in brooklyn lebende elektronikkünstler lässt uns an seiner neuen ep teilhaben, die im kommenden jahr auf dem australischen label future classic erscheinen wird, ein track daraus heißt "lookin at me": chrome sparks:

Donnerstag, Dezember 05, 2013

eingestreut (585): the voluntary butler scheme


2011 nannte ich ihn mal den "in dudley beheimatete[n] bedroom-pop architekt[en] rob jones", damals veröffentlichte er den vorgänger vom kommenden album "a million way to make gold." den von the voluntary butler scheme gewählten titel versteht man noch viel besser, wenn man die erste nummer daraus gehört hat. mit "quinzhee" bereitet uns jones und das label split records auf dieses offenbar sonnige album vor. ich bin nichts als mittler und reiche an Euch song und video weiter. den track schrieb jones übrigens im august und meint dazu: "i whispered it all in to my phone and then worked out the chords the next morning. i played it and thought 'oh that sounds like christmassy kind of august accident." das aufgebotene instrumentarium aus french horn, trumpet, saxophone, guitar, bass, drums, piano und rudimentary violin ist imposant, imposanter, dass allesamt von rob gespielt wurden..



Mittwoch, Dezember 04, 2013

neue töne (1356): hannah & maggie


hannah hickok und maggie kraus rennen bei mir offene türen ein, ihr oldtyme-, folk-, country-mischung wird von seligen, sich umgarnenden stimmen umschlossen, die sich ganz der akustischen sache hingeben, in aller reinheit und mit einer prise selbstverliebtheit, die den beiden unverbrauchten mädels ganz hervorragend steht. wie ein kind, das schüchtern an sich herabschaut, aber ganz genau weiß, wie es bewundernd beobachtet wird. so frischend und aufgeräumt bringt uns das duo mit "morning star" einen ersten song aus dem neuen album "in the company of strangers" nahe, das am 25. februar erscheinen wird. mittlerweile haben hannah & maggie bereits zwei longplayer auf ihrem kerbholz hinterlassen können und streben nach breiterer anerkennung. getroffen haben sich die zwei ca. 2009, als sie in einer a capella gruppe am college sangen. ein jahr später nahmen sie an einem songwriter wettbewerb teil, der sie zumindest dahingehend inspirierte, zu zweit weiter zu machen. so erschien das debütalbum "fine being here" 2011 und ein jahr später "muscle and bone". die presse reagierte, vor allem auch die blogosphäre nahm sie wahr und nun wir uns ihrer an. und Ihr?

Dienstag, Dezember 03, 2013

konzert: puls festival 2013, teil 2



wenn sich ein grunzen von ganz tief unten herausschiebt und dabei gar nicht so offensiv, eher verlegen klingt, wenn sich tubalaute offenbaren, ohne dass dieses instrument in irgendeiner weise zutage tritt, wenn sich jodelmomente wie von zauberhand ergeben und wenn sich wildes zutun, wenn sich chaos zu einem bilde fügt, wenn vor des hörers geistigem auge grüne auen entstehen, dann, ja dann hat man es mit new weird bavaria zu tun. mit aloa input sogar mit einem der aushängeschilder dieser zurecht begeistert aufgenommen neustilmischung in der genrefamilie. wenngleich nur eine schublade, so lädt sie dennoch ein zum wachen blick auf die neue szene bayerns. mit angela aux, missent to denmark und joasinho treffen hier drei protagonisten, zumindest die wichtigsten vertreter der drei bands aufeinander, fast schon generationen, denen die verquickung unendlichen ideenpotentials mit leichter hand gelingt.



perlende gitarrentöne zieren sich vor dem hintergrund eines gewaltigen firlefanzigen schlagwerks, dessen perkussiver geist genauso begeistert wie die eigentliche wucht. daneben schiebt ein freudiger bass und elektrogewerk, das weniger gebinde als organisches teil des ganzen ist. eben gerade diese polarität bei gleichzeitig linearer hierarchie macht das soundbild dieser truppe aus. spaßiges vorwärts, beiseite getreten, um den anderen eben vorbeizulassen, um allzu gleich wieder in die führung gehen zu wollen. der womanizer marcus grassl stapelt zunächst tief, lässt aber alsbald ordentlich vom stapel, da hat seine gitarre einen feinen zug. cico beck sehe ich hinter dem riesigen becken nur recht selten, wenn es schwingt entdecke ich den bebrillten kerl und seine erstaunliche agilität am gerät. flo kreier fällt zwischen den stücken das basecap vom blanken schädel, auf dem sich die bunten lichter so schön leuchtend machen. vergleichen entziehen sie sich, aber wenn man bands wie amon düül ins feld führen wollte, dann sind aloa input eine moderen fortführung deren konzepts. finde ich. und das finde ich richtig richtig gut. darauf eine halbe und eine (vegetarische) leberwurstsemmel. zum dank gab es eine ungeschlachte version von "i'm waiting for my man" vom jüngst verstorbenen radaubruder lou reed, unter beteiligung von the dope und the marble man. auch ein geschenk. danke!




mit is tropical stand für uns zum ende des festes ein londoner dreier auf dem plan, der rein optisch mehr verhieß, als er später in der lage einzulösen war. zunächst noch recht dominant auf gitarren und schießbude setzend, polterten immer mehr die elektrofizierten beats von der bühne, um sich im rund breit zu machen. was einige reihen in bewegung brachte, entsetzte mich immer mehr. da sahen doch die drei langmähnigen eher nach einer feinen rocksause aus und boten das schlachtfeld eines billigen clubs. das war nicht mein wetter, und ich hab wohl endgültig mit manchem klischee aufgeräumt. flirrend die lichter, großzügig die gesten, durchaus interessant die gitarrenläufe und erhebend das feierliche drumming, doch beherrschend der aufgesetzte gesang und eben jener unabänderliche rhythmus, hart, unerbittlich und von der stagnation zeugend, der das songmaterial von is tropical unterlag. die tanzbarkeit nicht absprechend, hübbelten wir richtig ausgang. die nacht war längst tief ins land gegangen, auf den straßen hungerten die tagsüchtigen und ein paar leere bierflaschen rückten ob der kälte zusammen. auf den hochhäusern ringsum flackerten die puls-ierenden lichter und in eben dieser feierlichkeit ließ es sich herrlich innehalten, innehalten, um zu gehen.

Montag, Dezember 02, 2013

konzert: puls festival 2013


aus on3 festival wurde puls festival, was blieb, war bewahrenswertes, was angepasst oder verändert wurde, hatten einen wert. diese kleinen details, die man bemerken konnte, wenn man lange jahre treuer gast dieser wunderbaren veranstaltung war, fielen zunächst auch nur auf den zweiten blick auf. eine aufstockung der beleuchtungsmittel zum beispiel, die bessere ausstattung mit sitzmöbeln im foyer, dass es auch im innenbereich etwas zum beissen gab, dass die bars zum teil besser besetzt waren und dass mit der kantine eine neue location erobert wurde, die etwas mehr raum für zuschauer bereithielt. ein paar kinderkrankheiten wurde ausgemerzt, andere leider nur zum teil bearbeitet. wie jedes jahr echauffierte ich mich auch heuer über das schwache und absolut unzureichende speisenangebot. aufgestockt zwar, aber für nachtschwärmer nicht immer die richtige alternative bereithaltend. im hof ein paar büdchen würden dem ganzen einen feinen schliff verleihen. das bier aus einer sozial engagierten brauerei allerdings gehört erwähnt und gelobt.
zwei studios also und ein weiterer saal hielten eine ansehnliche musikermeute bereit, die von rap über elektropop bis new weird bavaria bieten konnte, was das zuschauerherz begehrte. wie immer musste man sich entscheiden, was wir auch taten.




ihr debütalbum wird zwar erst im kommenden jahr erscheinen, doch bereits jetzt ist die junge dame und ihre art des auftritts in aller munde. die ungewöhnliche kombination aus harfe nebst elektropop darf nicht nur die dankenswerte genrebezeichnung - weil magie implizierend - folktronic tragen, sondern auch für sich selbst stehend schon für furore sorgen. da steht dieses riesige gerät auf der noch viel größer scheinenden bühne und muss zu allem überfluss von der moderatorin des puls festivals gar noch bezeichnet werden, als wäre das internetverseuchte rund längst abgängig all des normalen. das war ein sicherer tritt ins fettnäpfchen, ein faux pas der dümmlichen art. denn gerade die, die sich ins studio 2 zu mariemarie begaben, zog weniger neugier als wissen dorthin. der mal stampfende, dann wieder tänzelnde beat forcierte die unternehmung dieser truppe, der ein drummer beiwohnte sowie drei streicher und ein elektrogerätemeister, der zuvorderst für eben jenen rhythmus verantwortlich zeichnete. leider gingen unter seinem diktat auch hin und wieder die gestrichenen noten unter. dabei webten sie die zauberbögen unter den stimmstarken gesang. neben der imposanten, weil aufgehübschten erscheinung maries glänzte vor allem ihr wunderbares tönen, welches in hallwolken geschossen raumfüllend und zauberhaft schien. gleissend die lichter, zwirbelnd die harfe, stolz das cello und die violinen, pulsierend der beat und alles beherrschend, manisch bewachend, immer wieder ob des erfreuten publikums lachend: die frontfrau. songs wie etwa "20 steps to heaven" oder "cotton candy hurricane" gehen wirklich gut ins ohr, weil sie seelenbewegt sind und weil sie ins mark des tanzbeins treffen. manchmal wünschte man sich an diesem abend die akustische variante, weil sie die stärken von mariemarie hervorgehoben hätten. und dann gab es da noch die momente, in den man glaubte, jetzt dreht sich die chose nur um sich selbst. die fäden unscheinbar und doch werden an ihnen bunte fähnchen drappiert. nur keiner weiß warum. da blieb begeisterung aus, diese songs hielten nicht, was keiner zuvor versprach. klar ist aber, diese band, diese junge frau haben viel potential, das sich in können und meisterschaft gründet. abgeholt gehört es hie und da noch.



nicht bereut haben wir auch die entscheidung, uns wyoming in der kantine zu geben. was nach leichter kost klingen wollte, erwies sich als mehr als gehaltvoll. insbesondere das songmaterial hatte es in sich, memorabel, ohne anbiedernd zu sein. kluges und dynamisches handwerk. eine paarung, die nur selten friedlich einher geht. das trio aus dem fränkischen genremäßig zu verorten, gelingt nur ungenügend. immer wieder von samples begleitet, agiert die truppe am flinken drumming aus der ecke, dem schlagzeuger geht dabei jede liedzeile über die lippen, flankiert von einem unscheinbaren synthiefluidum und einer nadelstich artig akzente setzenden e-gitarre zur rechten. der besitzer tänzelte in aufhörlicher manier vor und zurück, mit sidesteps und einem gelegentlichen hervorlugen unter seinem blonden scheitel. in der mitte in langes hemdlinnen gewandet der sänger und basser, der die ungewöhnliche kombi stets sicher beherrschte und aus seinem willen zum ausdruck keinen hehl machte. die kopfstimme passte hier wunderlicher weise, wenngleich sie in der heutigen musikszenerie omnipotenten charakter trägt. david stieffenhofer und die brüder sascha und manuel lukas changierten hervorragend zwischen den polen akustischer präsenz und elektronischer potenz, wenngleich sie sich stets am strom hielten. diese stete befeuerung, und sei es nur vom stiffeligen schlagwerk aus, hielt die neugier und die wachheit des publikums auf einen steten niveau. und wer einen song wie "afterword" sein eigen nennen kann, dem sollte man schnell mehr als nur talent zugestehen. die drei werden ihren weg gehen.

Sonntag, Dezember 01, 2013

glotzt nicht so romantisch (546): christine leakey


avantgarde sollte einem nicht so fix über die lippen gehen, aber wenn sich musik dergestalt abschält, wie sie es bei christine leakey tut, dann kommt man unweigerlich nicht an dieser vokabel vorbei. etwas spuky, dabei narrativ belegt, zugleich sehr atmosphärisch, cinematoskopisch angelegt, gesteuert von einer neosiken stimme, einem gesang, der die tragfähigkeit eines hexengeschwaders besitzt. hier findet unmittelbar soundsuche und -kopplung statt. das nach außen geschälte innere sucht instant schutz und so gieren die welten nach der jeweils anderen. ein erstes album gibt es bereits, ein zweites ist in der mache und wird wohl in der zweiten hälfte des kommenden jahres erscheinen. von einer jungen dame, die sich sehr früh mit den künsten konfrontiert sah, bald die hausorgel der großmutter über- und auf ihr musikalische abenteuer unternahm. mit "my heart has been broken by one unfit to name" kommen wir in den hörgenuss eines teils einer singleproduktion, die songs, geschrieben für einen horrorfilm, abbildet.



Samstag, November 30, 2013

glotzt nicht so romantisch (545): koria kitten riot


photo by aleksi rinta-kauppila 

in einer nicht ganz unbewegten note hatten wir über diese band berichtet, es stand das album "the lows and the highs" in den regalen, 2011 wars und das klang in etwa so: "zwischen singer/songwriter und großmut changierend, streicher kommen genauso zum einsatz wie piano und perkussive streicheleinheiten, erklingt ein anlehnungsbedürftiger gesang, samten, warm und männlich. schön, die brausemomente, da die musik fahrt aufnimmt und antti trotzdem kaum die stimme erheben muss, oder auch der popreigen, der sich befriedet über das gesamte album legt. die kleinen elektronischen torheiten würzen aufregend und gelingen, weil das fundament gründlich bereitet ist." es war das zweite werk und nun folgt das nächste, am 10, januar wird übr gaea records "rich men poor men good men" erscheinen, das finnländische quintett führt uns mit einem ersten song inkl. video ein: koria kitten riot.

Freitag, November 29, 2013

eingestreut (584): konzerte münchen dezember


die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)

01.12. asgeir, ampere
01.12. naam,  orangehouse
01.12. hiatus kaiyote, atomic cafe
01.12. lasse matthiessen, glockenbachwerkstatt 
02.12. neko case, ampere
02.12. asbjörn, strom
02.12. the pyramids, milla 
02.12. dusko goykovich munich big band, unterfahrt
03.12. jake bugg, muffathalle (ausverkauft)
03.12. le skeleton band, rationaltheater
03.12. mount kimbie, rote sonne
03.12. llyod cole, kranhalle
03.12. lydia lunch's  retrovirus, milla
03.12. the bianca story, strom
04.12. supersax korea, unterfahrt
04.12. matthew caws, milla
05.12. biffy clyro, zenith
05.12. tim vantol / tigeryouth, hansa 39
05.12. sick city, atomic cafe
06.12. crime, sunny red
06.12. attwenger, strom
06.12. the lumineers, zenith
06.12. french-soler/griefjoy, atomic cafe
07.12. feine sahne fischfilet u.a., hansa 39
07.12. human abfall / atatakatta, südstadt
07.12. the g.rag u.a., milla
07.12. gentleman, zenith
07.12. phonoboy / luko u.a., kranhalle
07.12. the meteors, backstage halle
07.12. william fitzsimmons, atomic cafe (ausverkauft)
07.12. salsa shark / kachel u.a., kafe kult
07.12. shantel & bucovina club orkestar, , muffathalle 
08.12. teesy, sunny red
08.12. trümmer / marvpaul, milla
08.12. embryo, rationaltheater
09.12. nathan und kleff, stoa
09.12. the fratellis, strom (ausverkauft)
10.12. alexander von schlippenbach trio, unterfahrt
10.12. tricky, strom
10.12. turin brakes, atomic cafe
11.12. le café bleu / three fall, milla
11.12. achim seifert project, unterfahrt
11.12. rob moir, südstadt
12.12. rivers & tides u.a., sunny red
12.12. summer camp, atomic cafe (soundbsp.)
12.12. journal intime plus marc ducret, unterfahrt
12.12. saroos / joasinho u.a., milla (soundbsp.)
13.12. jubei, sp:mc u.a., hansa 39
13.12. rosalie & wanda / darcy u.a., milla
13.12. elektrik kezy mezy, atomic cafe
13.12. das kapital loves christmas, unterfahrt
14.12. dreschwerk, cafe kranhalle
14.12. espen eriksen trio, unterfahrt
14.12. dandelion soundsystem, sunny red
14.12. black mistake, südstadt
14.12. catastrophe & cure, atomic cafe
14.12. manu delago handmade, milla
15.12. beth hart & band, muffathalle
15.12. kafe kunst fest, kafe kult 
15.12. palm reader, strom 
15.12. echoes of swing, gasteig
16.12. titus waldenfels, stoa
17.12. hayden chisholm trio, unterfahrt
18.12. deluxe, hansa 39
18.12. ironkid / the juicy jerks, sunny red
19.12. andrea hermeneau quartett, unterfahrt
19.12. peter & the test tube babies, backstage halle
20.12. radikal guru / zubzonikz, sunny red
20.12. balié / patrick mc cranc, orangehouse
20.12. gebrüder teichmann, rote sonne
21.12. frittenbude/ebow, muffathalle
21.12. the marble man, milla (soundbsp.)
21.12. kofelgschroa, ampere
21.12. bodensatz festival, kafe kult
22.12. kollateralschaden, sunny red
22.12. alex czinke trio, milla
23.12. munich lounge lizards / miriam arens, unterfahrt
23.12. convertible, substanz
25.12. zoo escape u.a., hansa 39
26.12. luca rose / igroophonix u.a., sunny red
26.12. lakemead, atomic cafe
27.12. monostars u.a., hansa 39
27.12. los bang bang, atomic cafe
28.12. maximilian hecker, hansa 39 (soundbsp.)
28.12. exclusive, atomic cafe
28.12. aka aka, rote sonne
29.12. uhoh, sunny red
30.12. the jazz big band association, unterfahrt
30.12. monobo sun, substanz
31.12. generacion suicida, südstadt

Donnerstag, November 28, 2013

eingestreut (583): week-end fest 2013 köln


es gibt solche und solche feste. zu manchen ist man geladen, zu anderen nicht. bei den einen möchte man dabei sein, bei den anderen nur bedingt. wenn das ganze auch noch mit musik zu tun hat, ist die neugier ganz vorn. doch naserümpfen folgt oft sogleich. dass mal alles passt, die location zum ort, der veranstalter zum vertrauensverhältnis, die bands zum jeweils restlichen lineup, das hat man nun wirklich selten. mit dem week-end fest am 13. und 14.12. erfüllen sich einige romantische vorstellungen von eben einer so perfekt zu nennenden kombination aus wallfahrtsort, willkommenskommando und unzähligen gründen zu verweilen.
in der stadthalle köln-mülheim treffen an diesem, man wird später von JENEM wochenende reden nämlich bands aufeinander, die ideal erscheinen, um einige abwechslungs- wie lehrreiche, erholsame wie aufwühlende stunden zu verbringen.
wer noch nichts mit young marble giants oder the fall zu tun hatte, wird später behaupten, dass die altvorderen doch nicht gesponnen haben, wenn sie von seligen zeiten berichteten. wer the pastels verpasst hat, hatte seit mehr als zwanzig jahren die gelegenheit zum kennenlernen und nun die einmalige chance. mit yuck und mirel wagner ("selten findet sich ausgesprochene natürlichkeit, der wahnwitz der offenbarung so nah neben dem wissen der in düsternis verhafteten. kein schleifen, kein anraunen in der stimme wagners, im gegenteil ist die auf artikulation bedachte phrasierung durch beängstigende klarheit geprägt. die worte eines mädchens treffen zielsicher. nach für nach, ohne unterlass.", das klienicum, 10.10.11) kommen frischlinge auf die tagesordnung, die dank ihrer singulären ausrichtung einen stempel aufdrücken werden. krönend sicher die altmeister grant hart, als ehemaliges mitglieder kultband hüsker dü) und schließlich robert forster, der the go-betweens angehörige und solo fortgetriebene, hier und heuer mit streichquartett nebst jherek bischoff.
ein wahnsinn, ein grandioser wahnsinn hat einen namen: week.end fest 2013 in köln!

timetable:
Freitag, 13.12.2013, Einlass 19 Uhr
20:00 GRANT HART
21:45 YUCK
22:50 ANDI TOMA (Mouse on Mars) DJ Set
23:15 THE FALL

Samstag, 14.12.2013, Einlass 18 Uhr
19:00 MIREL WAGNER
20:15 THE PASTELS
21:45 YOUNG MARBLE GIANTS
23:15 ROBER FORSTER w/ String Quartet conducted by Jherek Bischoff

Mittwoch, November 27, 2013

glotzt nicht so romantisch (544): me and oceans


auf das neue me and oceans album "the bay" hatten wir bereits in der entstehungsphase verwiesen, nun legen wir gern noch einmal nach. nicht zuletzt weil das zum song "carp" gehörige video sehr gelungen ist. ganz abgesehen, dass "carp" gern auch allein für sich stehen kann, augen schließen und ein bißchen wegdriften. grau sind maximal unsere gedanken, alles andere kann und will farbig sein.



11.12.2013 BERLIN About Blank
13.12.2013 LEIPZIG neues schauspiel
14.12.2013 GÖRLITZ vierradenmühle
15.12.2013 ROSTOCK Peter Weiss Haus

Dienstag, November 26, 2013

eingestreut (582): stacey


liebe leser, das leben beutelt mich gerade, so dass ich sehr wenig zeit für meine musestunden habe. nichtsdestotrotz werde ich unaufhörlich mit musik konfrontiert, die ich mit Euch teilen möchte. manchmal ist aber eben nur ein satz oder ein zeichen möglich, der oder das den jeweiligen audiobeweis meiner existenz unterstreicht. ich hoffe, dass es bald wieder etwas mehr sein möge, nämlich inspirierende gedanken und gedankensprünge, bocksprünge der leidenschaft. einer leidenschaft, die ausschließlich darin besteht, als hörer musik wahrzunehmen. Ihr wisst, was ich meine und was ich Euch sagen will. auch allein das ist schon was wert. danke. ganz passend zu dieser empfindungspartie passt die erste auskopplung von stacey aus ihrer selftitled ep, die am 05. dezember erscheinen wird. spannender weise wird es das teil lediglich auf usb cards geben. bis es so weit ist, habe ich mir überlegt, was ich davon halten soll. die musik jedoch gefällt mir aufgrund ihrer schwebe, ihres in sich ruhens, ihres kaum forcierenden charakters. ganz zu schweigen von der wunderbaren stimme der kanadierin, deren kommendes werk übrigens von alex bonenfant (crystal castles, metz) produziert wurde. nicht ganz ohne, gell?

Montag, November 25, 2013

glotzt nicht so romantisch (543): wild ones


manchmal muss es das ärmellose sein. dann zählt weniger das drumherum, sondern nur das mittendrin. hier haben wir einige wabernde synthiesequenzen, ein zartes stimmchen, das den wachen melodiefaden zu fassen und nach seinem willen zu bewegen weiß. etwas bass und drums und fertig ist ein popsternchen. manchmal braucht auch der klienicum- hausmeister nicht mehr. erzählen möchte ich Euch also von wild ones, einer noch sehr jungen gruppe aus portland, die zunächst und vor allem von danielle sullivan angeführt wird. in ihrem rücken bewegen sich nick vicario, thomas himes, clayton knapp und seve sheldon und zaubern eben jenen sound. mit "fron nothing" stellen sie ein frisches video vor, das einen song aus dem ersten album bebildert, das die truppe im sommer vorgelegt hatte. gute gelegenheit also, um hier nachholend einzugreifen. viel spaß!



Sonntag, November 24, 2013

glotzt nicht so romantisch (542): wyoming


ein wohlgeschliffen ding ist dieses "afterword". die feinen eingangsnoten, der groovy bass, das temperierte schlagwerk. der gesang fügt sich alsbald wie oberst auf den schlag. irgendwo zwischen bar-, fahrstuhl- und aufgeregt zu empfangener wohnzimmerbeschallung, als könne man sich nicht entscheiden, wann und wo man das hier hören mag. gebastelt haben es die drei jungs von wyoming. aus lorch am rhein stammend, heben sie seit dem 25. oktober an, mit ihrem album "fountain" die welt zu erobern. die single "afterword" wurde szenisch verarbeitet und darf von nun als video durchs leben begleiten. konzept und ausführung haben wohl die beiden brüder manuel und sascha sowie ihr langjähriger schulfreund david selbst zu verantworten. alle achtung! ach ja, der rest des albums hält das niveau. und: die drei finden sich beim puls festival, demächst, in den orchestersälen des br, in münchen.



Samstag, November 23, 2013

glotzt nicht so romantisch (541): the pastels



eine meiner lieblingsbands, und natürlich auch das neue album "slow summits" wurde ordentlich in den discography- kosmos der schotten von the pastels eingepflegt. nun gibt es das werk eine geraume zeit, aber es wird keiner daran anstoss finden, immer mal wieder darauf verwiesen zu bekommen. nicht zuletzt videos sind eine feine angelegenheit, um dieser forderung nachzusteigen. "kicking leaves" heißt in diesem fall das beispiel, und setzt dabei als zweites seiner art dem album einen ansprechenden visuellen kontrapunkt. "check my heart" wurde zunächst bebildert, nun also dieses geruhsame stück, an dem sich die pastels gütlich tun. viel spaß! 
nicht verpassen! 23.11.2013 München, Feierwerk (Hansa 39)

eingestreut (581): hiss golden messenger


"bad debt" heißt das album aus dem jahr 2010, welches im kommenden januar eine neuerliche würdigung erfährt, dann nämlich wird es neu veröffentlicht. paradise of bachelors records zeichnet für diese unternehmung verantwortlich. nicht zuletzt aber muss man hiss golden messenger für das album danken. auf der expanded edition wird ab 14. januar für den interessierten hörer nicht nur der nachfolgend vorgestellte track "drum" nebst der restlichen originalen liederansammlung zu finden sein, sondern weitere unveröffentlichte tracks. wie sich das eben für so ein reissue gehört.
wer noch nicht so vertraut ist mit der "band" aus durham, der vor allem der songwriter m.c. taylor und der mulitinstrumentalist scott hirsch vorstehen, der möge sich nun heranarbeiten können. die beiden machen seit mittlerweile zwanzig jahren gemeinsam musik, da ist schon ein bißchen was bei rum gekommen (inklusive der court and spark alben). seit ca. 2009 haben sie sich mit dem schlagzeuger terry lonergan, dem gitarristen william tyler und mit bandmitgliedern von megafaun, the black twig pickers, pelt und anderen mehr zusammengetan und unter dem label hiss golden messenger alben aufgenommen: "country hai east cotton" (2009), "root work" (2010), "bad debt" (2010), "poor moon" (2011), "hiss golden messenger plays elephant micah plays hiss golden messenger" (2012), "lord i love the rain" (2012) sowie "haw" (2013) seien zur weiteren meinungsbildung genannt. 
musik, die so pur und glanzfrei ist, dass man sich über das scheuern auf dem rauen geviert neu definieren kann. nicht zuletzt birgt dieser purismus die gefahr von aufsteigender schönheit, die eine ewigkeit wärt. wenn Euch ein paar klassikeralben einfallen, dann reiht dieses hier vielleicht demnächst mit ein.

Freitag, November 22, 2013

glotzt nicht so romantisch (540): damien jurado


vor fast zwei jahren konstatierten wir in der betrachtung des damals aktuellen werks von damien jurado:
mit seinem zweiten werk, das er in personalunion mit richard swift einspielte [...], setzt er den weg von ressourcen- und reibungsverlust fort. nicht nur, dass er den klagen gebührend platz einräumt, er umfängt sie auch noch in unanständig schöne rahmen. zwei jahre nach "saint bartlett" glaubt man den barden aus seattle wieder neu entdecken zu müssen.
seine songs sind stille wunder. miniaturen, die sich auf das wesentliche beschränken. eine melodie, ein lyrischen raunen, umweht vom odem der düsternen leichtigkeit eines freigeists. "maraqopa", welches im februar auf secretly canadian erscheinen wird, gerät zu einem meisterwerk, das sich unaufgefordert den weg bricht, wie es augenscheinlich sittsam frönt und doch die hintertür nimmt, um willenlos zu machen. 
... und waren schwer begeistert. nun steht ein neues full length an, das mit "silver timothy" eingeläutet werden soll, der ersten single. damien jurados album wurde auf "brothers and sisters of the eternal son" getauft und wird am 17.01.14  auf secretly canadian erscheinen. aufgenommen wurde es in den national freedom studios, erneut gemeinsam mit dem produzenten richard swift. kein geringerer als father john misty lies sich gar zu einem essay über das werk hinreissen, nachzulesen hier. mit video und dazugehörigem song wollen wir das nahe erscheinen gebührend feiern. seid Ihr dabei?