Mittwoch, Februar 28, 2007

neute töne (30): loch lomond

loch lomond kommen aus portland und machen eine dermaßen gefällige musik, das sie hier vorgestellt gehört. dass sich der sänger zuweilen nach colin meloy von den decemberists anhört, ist für mich ein zusätzlicher pluspunkt. nachdem nämlicher ritchie young loch lomond zunächst als soloprojekt aufzog, wuchs die mitarbeiterschar im laufe der jahr fleißig weiter, heute zählen zur band acht feste mitglieder. nach dem longplayer debüt in 2004 erschien im februar nun auf hush records (übrigens auch labelheimat von laura gibson, kind of like spitting, norfolk and western usw.) der zweitling namens "lament for children". zum instrumentarium der band gehören neben mandoline und cello auch eine fidel, die säge und allerlei anderes werkzeug, was zur untermalung höllisch schöner songs einfach gehört.
tic (mp3)

Dienstag, Februar 27, 2007

zu gehör getragen (40)

naked lunch - this atom heart of ours (2007)
> frisch, zuweilen mutig, aber zu selten wirklich gewagt, 3-3,5/5

grateful dead - american beauty (1970)
> exzellent, klassiker, 5/5

grateful dead - workingman's dead (1970)
> ebenso, marginal besser, 5/5

eingestreut (3)

"immer bereit!". sky larkin waren hier sicher schon einmal thema. wer es mir heraussucht, hat einen offen bei mir.! marc riley von der ollen oma bbc präsentierte unlängst sky larkin, "molten" fängt etwas davon ein. außerdem "one of two", ihre neue 7''!
Molten

Montag, Februar 26, 2007

neue töne (29): the one am radio

so sieht das cover zum neuen album von the one am radio aus. anhören kann man sich die geschichte hier. erscheinungstermin war der 20. februar. "this too will pass" ist der dritte longplayer nach "the hum of the electric air!" (alone/translucence) und "a name writ in water" (level plane). wieder melancholie, ohne einschläfernd zu wirken, im gegenteil sorgen die feinfühligen arrangements für durchgehende aufmerksamkeit. nicht vom cover täuschen lassen. hinter the one am radio steckt übrigens hrishikesh hirway, der in massachusetts (als sohn indianischer emigranten) geboren wurde, mittlerweile aber in los angeles lebt. myspace (für die neueren songs), ergänzend ein paar ältere:
buried below
the greatest of ease
ninety-nine, one hundred
flicker

Samstag, Februar 24, 2007

neue töne (28): darren hayman

eine der wüstesten und zugleich interessantesten bandwebsites bietet derzeit hefner an. hefnet ist schön unübersichtlich und bietet neben dem eigenen programm großzügig verweise auf den wichtigsten mann im stall: darren hayman. der hat zwei neue eps am start, zum einen mit "eastbourne lights" ein im hotel aufgenommenes, auf static caravan am 12.02.07 veröffentlichtes, auf 500 kopien limitiertes vinyl only, daneben das minialbaum "the dessert menu" als nachschlag seines letztjährigen, hervorragenden albums "table for one" (track and field). zur erinnerung hänge ich mal das cover darrens eigentlichen solodebüts "cortinaland" mit an. kann man sich auch ganz prima über die website besorgen. angekündigt ist im übrigen ein neues album haymans, das auf den namen "darren hayman & the secondary modern" hören soll. (=myspace)
1. Eastbourne Lights
2. The Musgrave Collection
3. No Military Man
4. Retirement Days
soundclips ("eastbourne lights")

Freitag, Februar 23, 2007

eingestreut (2)

nachdem ich lavender diamond, insbesondere ihre sängerin in meiner letzten konzertkritik so vernichtend geschlagen habe, möchte ich wiedergutmachung mit der vorstellung/ansicht ihrer aktuellen ep "the cavalry of light" (offiziell ausverkauft) tätigen, inklusive eines songs. nämlich des songs schlechthin. "you broke my heart" hat alles, was ein wirklicher tweepopsong braucht. hört selbst!

Donnerstag, Februar 22, 2007

neue töne (27): cats on fire

neue töne kommen diesmal von cats on fire. die haben mir ja letztes jahr spaß gebracht! wer in den listen aus 2006 stöbert, wird zwar kein album finden, aber unter den besten songs einen der cats: "higher ground". so groovt der pop, so frönt der landmann! "draw in the reins" hieß die letztjährige ep.
dass sich nun endlich der lang ersehnte longplayer anbahnt, begrüße ich mit wohligem magengefühl. natürlich sind einige der bekannten hits darunter, aber ich erwarte auch neue perlen. das cover und die tracklist sind bekannt. erscheinen wird das gute stück auf marsh marigold im frühjahr.
mit "i am the white-mantled king" wird nun ein neuling unters volk gebracht, das ganze geschieht unter myspace. bitte schön.
ach, am touren sind die jungen finnen auch, wer die chance wahrnimmt, sage mir bitte bescheid. an mir werden sie wohl vorbeirauschen. 2007-03-28 Kiel, 2007-03-29 Berlin, 2007-03-30 Hamburg, 2007-03-31 Dresden.

Mittwoch, Februar 21, 2007

neue töne (26): celestial

für celestial würde ich manche lanze brechen, denn mit seinen eps "ep1" und "ep2" - wie die ersten beiden sinnigerweise heißen - hat er mir freude bereitet. angesichts der veröffentlichungsflut ein kurzes, aber eben gern erinnertes vergnügen. beheimatet war er mit diesen scheiben nebst einer weiter 7'' und einer weihnachtssingle auf dem rührigen und liebenswerten label music is my girlfriend. nun steht der erste longplayer ins haus, und als würde sich die mimg- riege an einem solchen gerät verheben, erscheint dieses auf skipping stones records. die sind wiederum ebenso prädestiniert für gutes material, ist dort nicht zuletzt die neue the charade erschienen. termin für "dream on" ist der 24.04.
auf der myspace seite der skipping stones kann man sich vorab schon mal den titeltrack anhören.
fragile heart

Dienstag, Februar 20, 2007

eingestreut (1)

asha ali
das label "eingestreut" werde ich von nun an nutzen, um flott und unvermittelt neuigkeiten rauszupusten, die nicht mehr warten können. hier darf man keine recherche erwarten, keinen investigativen journalismus, sondern musik pur. also reinhören, was das zeug hält und kommentieren!!!
myspace homepage
das self titled album erschien auf North of No South (NONS) Records
fire fire (mp3)

neue töne (25): sally spring

erinnerung, nasses ding, ausgespuckt, durchwatet, abgetrocknet. sally spring. ein flüchtiger moment.
sie spielte ihre ersten konzerte dort, wo jim morrison, dennis hopper, janis joplin oder dan hicks abhingen.
mit "mockingbird" spielt sie ihr viertes soloalbum ein. daraus:
Take Me To The Water (mp3)
Blue, Blue Heaven (mp3)
Going To California (mp3)

Montag, Februar 19, 2007

konzert: the decemberists, 18.02.07

wollen wir nicht drum herum reden, mit lavender diamond haben sich die decemberists keinen gefallen getan. als vorgruppe taugen sie nicht. zu verwandt vielleicht, vor allem aber ist becky stark eine kirre persönlichkeit, die sich offenbar nur schwerlich mit der rolle des einheizers abfinden kann. was sie an nähe, zugewandtheit vom publikum verlangte, geht auf keine kuhhaut. man hatte kaum die notwendige ruhe und musste jedewede gelassenheit rauschen lassen, um das erste bier in ruhe zu schlürfen, um dem abend einen einklang zu geben. ständig schlenkerte sie mit den armen, umwarb mit stumpfer koketterie die anwesenden. schade, denn die songs der band geben mehr her ("you broke my heart"!).
in der enge des ampers wäre das theater kaum auszuhalten gewesen. so war der umzug in die muffathalle ein zusätzlich gelungener umstand.
nachdem "peter & der wolf" vollständig vom band gelaufen war, in englisch im übrigen eine neue erfahrung, traten ohne umschweife die decemberists in den ring.
dass das gesamte "the crane wife" gespielt wurde, war mir eine große freude. auch, dass es der band gelang, die vielschichtigkeit und dichte zu transportieren. was fehlte, war ein direkter draht zum publikum, wobei man vor allem colin meloy nicht absprechen konnte, es nicht versucht zu haben. immer wieder erzählte er anekdötchen, rang um beteiligung bei erwachsenenkompatiblen spielchen oder einfachem mitklatschen. gegen das münchner auditorium sind aber keine kräuter gewachsen. steif wie eh.
die band, um eine dame (bitte hier namen ......... eintragen) aufgestockt, spielte dennoch leidenschaftlich, ernsthaft und stolz ihr feines programm. mit einer stunde spielzeit inklusvie zugabe etwas knapp.

Sonntag, Februar 18, 2007

Rickie Lee Jones - The Sermon On Exposition Boulevard (2007)

Rickie Lee Jones sollte man sich nicht über Umwege näher. Zu eigenständig ist die 1954 in Chicago Geborene. Und nicht erst seit "The Sermon On Exposition Boulevard", nicht erst seit dem gelobten Vorgänger "The Evening Of My Best Day", nicht erst... Wer über die Dame referieren mag, kommt an Tom Waits nicht vorbei. Schillernd erstrahlt er als Figur, Übervater, kongenialer Partner und Musiker neben ihr. Dass sie sich dennoch nicht beweisen musste, davon zeugen bereits ihre ersten Alben. Rickie Lee Jones sollte man sich nicht über Umwege näher. Nicht über Biografie, Tom Waits oder anderen Zauber, der ausmalen möchte, was Jones ist. Sie ist ihre Musik. Sie ist jedes ihrer Worte, jede Note, die sie greint, schreit, würgt und erbricht. Und doch bietet es sich an, eine Geschichte vorauszuschicken. Sie könnte dort beginnen, wo die Kindheit fröhlich, das Leben dennoch karg war. Wo sich die Kuhherde am Morgen müde hüten, die Gitarre am Abend in der Scheune wach bedienen ließ. Der Zug des rauhen Windes blies energisch zwischen die Spanten des alten Heuschobers und verpaßte der jungen Sängerin einen unverwechselbaren Klang. Wäre er massenkompatibel, könnte man werben: Wer eine Sängerin findet, die nasaler klingt als Rickie, der bekommt sein Geld zurück. Auf ihrem neuen Album wähnt man sich, mehr noch als in der Vergangenheit, einer verschnupften Frau gegenüber. Doch klingt sie nicht vergrämt, verärgert oder müde. Im Gegenteil: wach und klar wie man sie erinnert hat und gewünscht und ersehnt. Sie hat etwas von einer Heilsbringerin, im einfachen, hospitalen Sinne. Wie Rickie Lee Jones, so glaube ich, auch ihr Christsein versteht. Deshalb war eine Beteiligung am Projekt des Künstlers Lee Cantelon, der verschiedene Künstler um gesprochene Beiträge aus seinem Buch "The Words" bat, eine Selbstverständlichkeit. Dass sie ihren Part allerdings sang, war gut für "Nobody Knows My Name", gut für eine Idee, gut für ein Album. "The Sermon On Exposition Boulevard" wird mehr sein als eine Fußnote der Musikgeschichte. Es wird sich einreihen in die Biografie einer Künstlerin wie andere große Werke in die Biografien ihrer Ersteller. Als Beispiel wird gern Van Morrisons "Astral Weeks" genannt. Einverstanden. Nach Floskeln befragt, würde ich 'facettenreich', 'aus einem Guß', 'intensiv' nennen und hinten anfügen 'limitiert', 'aber wohltemperiert', 'eben', 'aber nicht ohne Drama', 'warm', 'aber nie ohne Spannung'.
1. Nobody Knows My Name: Ein stolzer Beginn. Jones wie die Predigerin inmitten ihrer Anhänger, energisch, mütterlich, warm. "Do you know my name?" Ja. *****
2. Gethsemane: Die Thematik aufgegriffen, musikalisch mehr der Inszenierung zugewandt, aber fließend und harmonisch. Jones im Vordergrund, ornamentiert von einer starken Akustischen, Trommeln, Background- Sirenen. Großartig. *****
3. Falling Up: Die Single. Klassisches Songmuster. Vielleicht öffnet "Falling Up" ein paar Tore. *****
4. Lamp Of My Body: Wer erfahren will, was die Faszination RLJ ausmacht, muss diesen Song auf Kopfhörern hören. Ihm stellen sich die Haare zu Tausenden auf. Aus dem unfreundlichen, weil schwer durchschaubaren Soundgebaren dringt die Stimme des Friedens. Ein wohlplaziertes Zwischenstück. ****
5. It Hurts: Jones arbeitet. Sie ruft, sie sägt, sie fleht, sie singt. Ein enormes Stück ist "It Hurts". ****1/2
6. Where I Like It Best: Ein stiller Titel, Akustische Gitarre, etwas Soundmalerei, offener, direkter Gesang. Kein Lied, das sich anschmiegt, das eher ausweicht, um eingeholt zu werden. Und wieder eines, das Rickies Stärken aufzeigt: Geschichten erzählen, Unfehlbarkeit der musikalischen, stimmlichen und atmosphärischen Übertragung. *****
7. Tried To Be A Man: Der Song, der gern für den Vergleich mit Tom Waits herhalten muss. Vielleicht weil er zu Beginn so fein rumpelt? Weil Jones verwegen flüsternd singt? Ich sehe "Tried To Be A Man" eher als Kontrapunkt des Albums, aber auch als Verweis auf die musikalischen Einflüsse der Grande Dame des Singer/Songwriter Metiers, die durchaus ihre rockigen, handfesten Fundamente wissen. ****
8. Circle In The Sand: nimmt wieder den narrativen Charakter auf und gehört eher den Songs an, die sich dem gemeinen Hörer zuneigen. Aber schön, einfach und locker, entspannt gespielt. Rickie aufgeräumt, variabel. ****
9. Donkey Ride: Geißelnde Gitarre, irres Klimpern, Jones mäandernde Stimme. Hier kommt der Waits- Gassenhauer. Hier ist sie ihrem Mentor nahe wie lange nicht. ****
10. 7th Day: erinnert mich sehr an ihre frühen Alben, die oft sparsam instrumentiert, einen vergeistigten Charakter hatten, da Jones zunächst ihre Texte vortrug wie eben erdacht, um sich unvermittelt in Rhythmus und wohlfeilem Gesang zu ergehen, dem Refrain zu ergeben. Klare: *****
11. Elvis Cadillac: gab es vorab bereits als Download. Machte die Vorfreude aufgrund seiner Heiterkeit fast unerträglich. Der Titel steht auch für eine besondere Qualität des Albums. Egal wo Rickies Stimme angesiedelt ist, die Begleitung bleibt eine solche. Unschätzbar wertvoll, nie dominant. ****1/2
12. Road To Emmaus: wiederum feines Zwischenspiel. ****
13. I Was There: macht noch einmal deutlich, dass Rickie zu denen gehört, die einen Song auf eine Weise arrangieren können, wie es der Song verlangt, der Spannung geschuldet, den Worten. Vielleicht ist dies ein Teil der Wahrheit, warum es ihr verwehrt blieb, ein Superstar zu werden. Sie entsprach nie den gängigen Mustern. *****
Der ***** wird sich wie von selbst ergeben, nach diversen weiteren Durchläufen, nach Spannung und Entspannung, nach Vertrautheit und nicht Entsagen können.

Samstag, Februar 17, 2007

zu gehör getragen (39)

air - pocket symphony (2007)
> edle langeweile, 2,5-3/5

the good the bad & the queen - s/t (2007)
> eine menge guter ideen, auf hohem niveau verwaltet, 3,5-4/5

kenny roby - mercury's blues (1999)
> eine angenehme pop 'n blues platte, 3,5/5

neue töne (24): jeffrey simmons

mit jeffrey simmons nehmen wir uns der weichen schalen des harten mannes an, so im allgemeinen. dass wir alle damit ausgestattet sind, meinetwegen. er kann sie aber auf besondere weise betonen, nämlich mittels einiger songperlen ala harry nilsson bspw.
seine erste scheibe erschien 2001 selbst produziert unter dem namen "the failure of the horse and buggy". im jahr 2003 folgte "almost...all theway...down" auf soda pop records. "farewell, my
sweet alibi" heißt sein 05er werk. es ist an der zeit nachzulegen, jung. er arbeitet wohl dran, denn auf seiner myspace seite darf man eine demo eines neuen songs genießen.
"Half Dollar" (MP3)

Freitag, Februar 16, 2007

neue töne (23): pello revolvers

die pello revolvers bestehen aus fünf männern und einer frau, die vor allem für den backgroundgesang und die fidel verantwortlich zeichnet. in 2007 soll es etwas neues von den schweden zu hören geben. bis dahin vergnügen wir uns mit songs der letzten ep: "no spare tyres" aus 2005:
One Man Duel mp3
Two Miners mp3
Shot By The Priest mp3
First Class Crippled Child mp3
die musik kann man als eine verquickung aus folk music (unter einsatz von akkordeon, violine, mandoline und akustischer gitarre) mit den wesentlichen mitteln der moderne bezeichnen. vergleiche werden angestrebt zu nick cave, den mekons oder auch the clash. die wahrheit liegt daneben...
live 2005

Donnerstag, Februar 15, 2007

neue töne (22): five one records

an manchen tagen fällt schnee, an anderen post ins haus, die es wirklich in sich hat. heute kam beispielsweise ein paket des landeskriminalamtes. so what, meint der eine, mit spitzen fingern öffnet der andere es. dass sich unsere kinder an wüsten gewinnspielen beteiligen, hat man ja nun nicht immer justament vor augen. drei fußbälle: die mädels haben sich gefreut... in meinem elektronischen postkasten gab es daneben post von eenie meenie records. die haben, längst von mir erkannt, einige gute acts gesignt - ein blick auf die seite lohn also immer. in ihrer mail wiesen sie allerdings auf eine party mit ihren kollegen von five one records hin. dies machte mich neugierig. bei five one kommen zum beispiel gavin castleton und auch facing new york unter. beides sehr unterschiedliche, aber dennoch auf ihre weise jeweils interessante projekte. gavin kriegt man kaum in einem korsett unter, der strampelt sich locker frei. ich habe mal auf seine audio- seite verlinkt, da findet sich einiges. hier ein song aus seiner aktuellen 07er ep: "hospital hymns": Hymn 2: Women's Care in Eflat Major 4.8M. bei facing new york kann man sich im stream drei titel des aktuellen longplayers geben. druckvoll, schräg, gitarrenorientiert, melodisch, dramatisch, satt, abwechslungsreich, griffig, giftig.
facing new york (2006)

Mittwoch, Februar 14, 2007

neue töne (21): ellen cherry

ellen cherry ist lediglich ein pseudonym, obwohl ich den namen zu diesem gesicht allemal akzeptabel finde. aber wenn man kristin putchinski heißt, gibt es vermutlich nur recht wenige ort auf dieser welt, an denen man nicht einen namenswechsel ins auge fasste. außer österreich und dem ostblock fallen mir jedenfalls nicht viele ein. ellen nun ist nicht nur hübsch, auch groß, hat unheimlich lange beine und könnte gut als model durchgehen. es ist anzunehmen, dass sie zunächst unterschätzt wird. ich weiß es nicht, vermute nur und werde dies recherchieren und dann berichten. außerdem möchte ich kurz zu einem zwischenintermezzo ansetzen: diese ellen macht mir wieder bewußt, warum ich dieses musikgeschäft betreibe, also das hören, das feiern von musik und das hin und wieder darüber berichten. es ist kein auf die knie fallen notwendig, aber he: freut ihr euch nicht auch? mit "years" zieht frau cherry nun in die welt, um sich rühmen zu lassen. helfen wir ihr dabei. diese feine mischung aus folk und pop sollte gewiß etwas für mehr menschen sein als jene, die sie eh schon erreicht. kauft z.b. bei cdbaby.
1950: Inside the Music Box (mp3)

Airport Girl - Honey, I'm An Artist (1999)

ein haus am flughafen gekauft. den lärm macht lediglich erträglich, dass der vermieter die missliche lage seiner immobile durch einen überschwänglichen komfort der inneneinrichtung und einen annehmlichen preis zu kompensieren wusste. außerdem brauche ich zukünftig kein fernglas mehr. ein anderes bild muss her. sämtliche zur verfügung stehenden finger befinden sich in daumenschrauben und werden behände und mit freude vom henkersknecht richtung unmöglich gedreht. seine olle mit erregten und funkelnden augen stopft mir von vorn schwarzwälderkirschtorte ins gesicht (einen adäquaten kulinarischen ersatz für diejenigen, die nicht so auf ausländisches backwerk stehn!). irgendwo da finde ich – jedenfalls fürs erste - airport girl, also die quälende wonne direkt, die schnittstelle, an der sich lust und schmerz treffen; auf dem drahtseil balancieren und in entspannung enden. das fünf-mann-eine-frau-ensemble nimmt ein spärliches instrumentarium zur hand und kleistert den schwulst just in dem moment zu, da er sich über die landebahn legen will. kein anbiedern, keine sekunde zögern, marsch kapelle!! und fröhlich schwingt über den glänzenden fliegern die fahne! die hymne! der nation, die alsbald die lahmen flügel seines modernen fluggeräts senkt, um vor dem tanger freundlich einzuschwenken. keine dramaturgischen verweise, kein als denkpause vorgetäuschtes innehalten, kein gieriges aufstampfen. alles ist selbstverständlich, weil gewollt. kunst ist es zu tun. knallen in „between delta and delaware“ die gitarren - rühren so fleißig, dominiert in „i´m wrong, you´re right“ die melodica, dass sie in meinem schädel noch am nächsten abend nachbebt; erringt „power yr trip“ einen kurzen, schmerzhaften punktsieg. „home on the range“ erinnert und bläst doch quälenden englischunterricht über die steilkurve, das aeroplane hängt verzögert, angst, „he he“, keine spur von wagemut, erfahrung und können zeichnen den (die) piloten aus. einige gitarrenakkorde beginnen, pause ...was „frostbite“ mit mir anstellt, unglaublich, ein song namens erfrierung wärmt mich, macht mich froh, beschwingt und holt mich zurück, aus dem erstarren in die erregung, von der im eismeer driftenden scholle direkt unter die palme ...... ein keyboard kennt alle farben und register und instrumente und kann dem schwindenen flieger lebewohl in allen sprachen nachrufen.die stimme ist nicht belegt, nicht aufgeregt, nicht stolz, nicht erhaben, nicht quierlig, nicht gequält, sie ist da. nun ja. manchmal brauchts nicht mehr. ich bin ja auch noch da und höre begeistert zu. ****

Dienstag, Februar 13, 2007

zu gehör getragen (38)

sufjan stevens - the avalanche (2006)
> des einen outtakes sind des anderen meisterwerk, *kopfschüttel*, 4/5

sufjan stevens - songs for christmas (2006)
> wüstes sammelsurium, aber jederzeit spannend, 3,5-4/5