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Sonntag, März 26, 2017

eingestreut (1061): mount eerie


es gibt zu diesem album nicht viel zu sagen. natürlich freute man sich, wenn neue songs von mount eerie auf dem plan stehen. aber so.
WRITTEN AND RECORDED
August 31st to Dec. 6th, 2016 in the same room where Geneviève died, using mostly her instruments, her guitar, her bass, her pick, her amp, her old family accordion, writing the words on her paper, looking out the same window.
Why share this much? Why open up like this? Why tell you, stranger, about these personal moments, the devastation and the hanging love? Our little family bubble was so sacred for so long. We carefully held it behind a curtain of privacy when we’d go out and do our art and music selves, too special to share, especially in our hyper-shared imbalanced times. Then we had a baby and this barrier felt even more important. (I still don’t want to tell you our daughter’s name.) Then in May 2015 they told us Geneviève had a surprise bad cancer, advanced pancreatic, and the ground opened up. What matters now? we thought. Then on July 9th 2016 she died at home and I belonged to nobody anymore. My internal moments felt like public property. The idea that I could have a self or personal preferences or songs eroded down into an absurd old idea leftover from a more self-indulgent time before I was a hospital-driver, a caregiver, a child-raiser, a griever. I am open now, and these songs poured out quickly in the fall, watching the days grey over and watching the neighbors across the alley tear down and rebuild their house. I make these songs and put them out into the world just to multiply my voice saying that I love her. I want it known.
"Death Is Real" could be the name of this album. These cold mechanics of sickness and loss are real and inescapable, and can bring an alienating, detached sharpness. But it is not the thing I want to remember. A crow did look at me. There is an echo of Geneviève that still rings, a reminder of the love and infinity beneath all of this obliteration. That’s why.

- Phil Elverum
Dec. 11th, 2016
Anacortes
"a crow looked at me" ist am 24. märz auf vinyl erschienen.

Dienstag, Dezember 01, 2015

zu gehör getragen (196)

vögel die erde essen – besuch von innen (2015) 
> manch einem bayern steht ja die krachlederne doch, hier giftet jedoch der punkrock im falsett, das geht irgendwie gar nicht, die alarmstufe allerdings ist ganz ordentlich, denn routiniert ist anders, wir loben also, ein wenig, 3/5 

lady lamb – after (2015) 
> wunderbar kraftvolle songs, die sich eines profanen sonntags gesummses entziehen und handwerklich reif wie werktags schuftend klingen, dabei sägt sich diese griffige stimme durch einträgliche songs, leider wiederholt sich das verständlicher weise häufig verwendete thema, 3,5/5 

the spaghetti wings – random hurray (2015) 
> das hamburger duo bietet auf seinem debütalbum feinen electro gefärbten, leichthin artifiziellen pop, der nie zu gekünstelt und stets ausreichend liquide gerät, das ist in allen belangen bis hin zum hit mehr als formidabel, 3,5-4/5 

mount eerie – sauna (2015) 
> phil elverum folgt seinem letzten doppelodem „clear moon“ und „ocean roar“ mit einer nicht weniger glanzvoll cinematoskopischen begegnungsreise, einer fahrt in die lyrische alltäglichkeit bei göttlichem musikalischen beistand, 4/5

Mittwoch, Mai 06, 2015

neue töne (1525): little wings


kreative integrität ist vielleicht das entscheidende merkmal sowohl in sachen woodsist records, als auch little wings betreffend. deren neuer release "explains" wird am 26. mai auf betreffendem label erscheinen. fraglos ein schaffen nachzeichnend, das sich auf melodien stützt, die der großen amerikanischen tradition in bezug auf das songwriterhandwerk entsprungen sein mögen, zugleich garniert mit den gedanken eines wissenden, eines reisenden, eines aufmerksamen beobachters, der nicht nur die nahtstellen zwischen gut und böse, zwischen lachen und weinen kennt, sondern auch diverse schattierungen im bestellten feld dazwischen. das eindringliche wird zum vertrauten, das vetraute zum eigenen.

phil elvrum (the microphones) sagte mal über kyle field, dass dieser eher der stimmungentyp wäre. die einschätzung kam nicht von ungefähr, schließlich sind die beiden einige zeit gemeinsam um die häuser gezogen. während elvrum eher den präzisen part abgab, nährte field das mäandernde, seinen intiuitiven zugang zur musik. sein gefühl für stimmungen war stets ausgeprägt und machte ihn zum idealen begleiter. so spielte er über die vergangenen jahre auch mit calvin johnson, devendra banhart oder m. ward.

"explains", little wings neuer auswurf, erscheint in kürze (26. mai) und wird u.a. nachfolgende tracks aufzuweisen haben. beiden ist eigen, dass sie die emotionale tiefenwirkung des künstlers zu transportieren in der lage sind. kath bloom, daniel johnston, smog, assoziationen, die nicht von ungefähr kommen. fein, wie sich die klangströmungen ineinander verschieben, ohne je die oberhand zu gewinnen. an der beweist sich immer wieder der barde, der sänger. sowohl "where" als auch "by now" sind starke zeichen.
auf ein paar aktuelle coverversion sei an dieser stelle außerdem hingewiesen, klick.