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Donnerstag, März 10, 2016

glotzt nicht so romantisch (676): mothers / sea pinks / chorusgirl


ende februar erschien auf wichita recordings das debütalbum des vierer aus kristine leschper, matthew anderegg, drew kirby und patrick morales, wahrlich kein unspannender sound aus folkrockigen elementen und einer mathnote, die uns von "when you walk a long distance you are tired" entgegen bürstet: mothers:




mit "soft days" hat das belfaster trio sea pinks anfang des jahres ein erinnerungswürdiges, distinktives gitarrenforciertes klangwerk vorgelegt, daraus gilt es das video zu einer der auskopplungen, nämlich zu "yr horoscope" vorzulegen, das album erschien auf cf records, das vinyl sollte mittlerweile ausverkauft sein, sich auf die suche danach zu machen, lohnt aber: sea pinks:




nicht weniger spannend und von uns angemessen umjubelt war das debüt der londoner band um silvi wersing, das im vergangenen jahr auf fortuna pop erschien, mit "no moon" gibt es das zweite von drei videos zu sehen, das der dreier mit bad baby productions abgedreht hat, die band ist demnächst auch in deutschland zu sehen, sollte Ihr Euch nicht entgehen lassen: chrousgirl:



chorusgirl
30.03. Dresden, Ostpol
01.04. Berlin, ACUD Kunsthaus
02.04. Hamburg, Astrastube
03.04. Köln, Tsunami Club

Mittwoch, Dezember 16, 2015

neue töne (1568): pete astor


nein, man muss keinem label auf den leim gehen. aber man kann. demnächst wird auf fortuna pop das neue album von pete astor erscheinen. es gehört nicht nur erwähnt, sondern gelobt. es führt fort, was fortgeführt werden muss. es erinnert klare strickmuster des rocks sowie liebliche momente des pops und vereint sie zu einer mehr als geglückten kompilation aus vertrauensvollen liedern. alltagsbegleitern und zur rechten zeit auch anranzern. pete astor hat schon eine ausufernde karriere hinter sich. bevor er solo aktiv wurde, beeindruckte er bereits mit the loft oder the weather propehts. später sollte er noch einmal in kollektiven wie ellis island sound oder wisdom of harry wirken, doch spätestens mit "songbox" 2012 kehrte er auf die solospur zurück. "spilt milk" heißt das aktuelle, zehn tracks umfassende werk. es wurde auf einem 1/2inch tape im heimstudio von james hoare von ultimate painting (the proper ornaments, veronica falls) aufgenommen, james unterstützte an gitarre, bass, keyboards und übernahm backing vocals. pete astor sagt von ihm, er sei eine klasse band gewesen. astors liveband, die u.a. aus pam berry (black tambourine, withered hand), jack hayter (hefner), alison cotton (the left outsides), robin christian (male bonding) und susan milanovic (feathers) besteht, ergänzte schließlich um einzelleistungen.

nachdem sich astor einige zeit mit verschieden gearteten stilen überworfen hatte, experimentell agierte oder sich der elektronischen musik verschrieben hatte, kehrt er nun zu alten tönen zurück. da sind die hingebungsvollen, eindringlichen, erinnerungswürdigen melodien, abgeschossen von einem gemeinen gitarrenpop, da sind fadenscheinige soundverwebungen, die das keyboard befreit, da ist astors wenig strittige stimme, da sind bleibende texte. da sind songs wie das vitale "really something", der mitsinger "mr. music" (von marc riley auf bb6 hochgelobt), da ist "my right hand", die hymne an jedermanns besten freund, da ist "perfect life", ein vertrauensvoller schunkler, das verträumte "good enough" und so weiter und so fort. wer hier the go-betweens hört, hefner und viele andere bands, die den rührigen geist der achtziger mit einer spur melancholie verbandeln, hat schon gewonnen.
wenn astor gerade nicht musik macht, verdingt er sich an der universität von westminster und lehrt jungen menschen, wie man so wundervolle musik macht. 
"spilt milk" erscheint am 08. januar auf fortuna pop. 



Dienstag, Dezember 08, 2015

glotzt nicht so romantisch (659): chorusgirl


da ist heute mal wieder ein spontanpost notwendig, ich nenne das die post-blutgrätsche. von der wunderbaren band chorusgirl hatte ich Euch zuletzt mehrfach vorgeschwärmt, nun darf ich nachsetzen. das debütalbum der engländer ist gerade heraus und von uns mehr als wohlwollend bewertet worden, da setzt die truppe mit einem feinen video nach. passgenau zum fünfzigsten jubiläum des super 8 formats, wurde "dream on, baby blue" genau in dieser art und weise auf film gebannt. verantwortet durch christina hardinge, aufgenommen im ostlondoner victoria park, an einem sonntag, relativ spontan.

Donnerstag, Dezember 03, 2015

ein (p)fund mp3 (516)

das neue album wird "the heart contortionists" heißen und anfang februar auf we know better records erscheinen, vorgestellt aber auch auf dem orange blossom special zu pfingsten in beverungen: pleasant grove:


einen ersten track der truppe aus england hatten wir schon vor einiger zeit vorgestellt, das album "everybody’s dying to meet you" kommt am 12. februar auf fortuna pop bzw. kantine heraus, toll: flowers:


tapete records setzt zwar auf die großen multiplikatoren, aber wir wollen mal nicht so sein und machen dennoch auf sein neues werk "mother town hall" (kommt am 26. februar) aufmerksam, viel freude mit: bill pritchard:


darüber hinaus stellen wir Euch auch "get it all" vor, es ist die neue single dieses pariser vierer, der release war am 27. november, die buchstabenreihe kann von Euch sicher dechiffriert werden: dbfc:


die jungs aus glasgow nennen sich billy und ali strange und kommen uns aber mit einer eher aufgeräumten art und weise entgegen, wenngleich ihnen nicht der rock und roll verloren ging, "night in the tiles" heißt ihre frische ep, yeah: acting strange:

Donnerstag, November 26, 2015

neue töne (1598): chorusgirl


"[...] chorusgirl [...], dabei handelt es sich um einen londoner vierer, der sich ganz dem janglepop  ("rock") verschrieben hat. im rahmen der the 100 club series auf odd box records bietet er mit seinem zweitracker hervorragende arbeit im stile von lush oder the breeders. herrlich unaufgegeregt kreisen die sechssaiter, das drumming ist stilbewusst, der weibliche gesang behält die contenance, im background schwebt das ansinnen vorüber. der refrain nimmt die bis dato (fast) vermisste fahrt auf. hier wird nicht versprochen, hier wird eingelöst."
so schrieben wir neulich, um uns mit oder auf chorusgirl einzugrooven. die vorbereitung war vor allem zeitlich hervorragend gewählt. denn mit dem selbstbetitelten debütalbum kommt die londoner band gerade auf fortuna pop hervor. sich um die aus köln stammende frontfrau silvi wersing ringend, brilliert die vierköpfige kapelle auch hier mit einem leichtläufigen und zugleich lustvollem sound, der sowohl das tanzbein, als auch die synapsen in angestammter hirnregion in bewegung setzt.

thematisch erinnern die lyrics zwar an momente der trauer, des aufgebens, an entfremdung und einsamkeit, musikalisch aber wird dem eine stilvolle und ungemein euphorische ensembleleistung entgegengesetzt. vorbildlich wie sich dieser herrlich erdige gesang in leichten hall schieben lässt, das flink pulsierende schlagwerken bestätigt die ausrichtung, ein synthiefegen wischt die nummer "no moon" ins intransparente. nicht weniger verstiegen der einstieg in "girls of 1926", bei dem silvis stimme aus dem off schlingert, empfangen von schwebesounds, einer hin- und hergeschwenkten gitarre und einem treublassen beat. masse und druck gewinnt noch jeder song, oft im wechsel mit sittsameren passagen. meist ist alles irgendwie in bewegung, jedoch mit ganz unterschiedlicher power und intensität.

die songs auf "chorusgirl" spiegeln wieder, dass es silvi wersing gelungen ist, einen ausdruck für manch schwierige lebenssituation zu finden. das passt in dieser bandkonstellation hervorragend. denn auch in sachen bandfindung war alles nicht ganz so einfach für das mädel, das über ostwestfalen-lippe und köln in die englische hauptstadt fand. frühere bands gingen in die brüche oder projekte verliefen im sand, so dass sich silvi schließlich ein herz fasste, um selbst aktiv zu werden und udo westhoff (bass), michael boyle (drums) und diogo oliveira (guitar) um sich zu scharren. ausreichend material war zu diesem zeitpunkt längst gebunkert. aufpoliert wurden die songs schließlich im kölner studio von locas in love.

melodiefreudig, popglücklich, zärtelnd fast, "we care about you" rennt ungebremst auf schleife, die bridge ruft die teenagerliebe auf den plan. worte, die vielsagend von einer angestrichenen gitarre begleitet werden, im hüpfegalopp erfährt das arrangement, dass es keiner zügelung bedarf, "shivers" ist ein raues ruhekissen. "this town kills" rudert mit ausgestreckten armen, hymnisch erfährt der letzte, was es zu sagen gibt. gitarrenpop wie er seine bereitschaft für die laufende dekade bezeugt. dankesgrüße nach london.
die lp "chorusgirl" könnt Ihr über die bandcamp seite der band oder über fortuna pop beziehen. müsst.



Dienstag, November 10, 2015

ein (p)fund mp3 (514)

die band aus nashville trat vor kurzem zu ihrem zweiten album an, "for use and delight" erschien am 02. oktober auf paradise of bachelors, wir zitieren gern auch (hier der verweis auf ihren erstling) aus der im black dirt studio in new york aufgenommenen wohltat: promised land sound:


das duo aus drew daniel und m.c. schmidt ist bekannt für seinen konzeptuellen und experimentellen elektronischen ansatz, am 19. februar wird auf thrill jockey ein neues album eingespielt sein, "ultimate care II" wurde komplett mittels einer waschmaschine aufgenommen, "excerpt eight" bietet einen ersten eindruck: matmos:

das vortreffliche empty cellar records leistet sich dieser tage eine neu 45er, sie kommt als split und beschäftigt zwei bands, wir hören uns einen track mal vorab an: the she's / the dry spells:

der dreier besteht kieran clarke, aaron snowdon und alex greaves und legt mit "tunnel vision" eine erste neue single vor, veröffentlichungstermin ist ende november, bis dahin, Ihr und wir mit: forever cult:

noch mal england, diesmal london, der dreier veröffentlicht auf fortuna pop bzw. kantine, ein ganz frischer track von: flowers:

Mittwoch, April 01, 2015

ein (p)fund mp3 (496)

2011 schrieben wir noch: "alt. country, dem der rock anhängt wie das kleinkind am zipfel der mutter, leuchtend taucht die erkenntnisspur aus dem trunkenen vergnügen, danke mcallister" und können heute konstatieren, es geht ähnlich weiter, "queen of the concert" heißt das neue album, ein erster track daraus: vanish valley:


ernest jenning record co. hat die zweite single des new yorker singer/songwriters herausgebracht, "pete and mary" bereitete auf ein besonderes album vor, das ende märz erschienen ist, dabei tritt nicht nur die ungewöhnliche stimme hervor, auch die besondere popmusikalie ist einen zweiten hördurchlauf wert: joel michael howard:


bergen und seine virale szene lassen grüßen, hier treffen wir auf hp gundersen, musiker, arrangeur und produzent, der sich für sein neues projekt mit maesa pullman zusammengetan hat, die erste single für das im mai erscheinende album erscheint auf rune grammofon und verbindet americana mit britischem pop, mit an bord hier der swans drummer larry mullins: the last hurrah!!:


slumberland und fortuna pop haben sich zusammengetan, um das zweite album des londoner fünfers auf rille zu bringen, erwartungsgemäß losgeherqualitäten hat das erzeugnis, dem vor allem sängerin katherine whitaker ihren stempel aufzudrücken weiß, der rest der truppe steht ihr jedoch in nichts nach, der märz ist offizieller releasetermin: evans the death:


ihr neues album "running back" wird am 07. april auf lefse records erscheinen, übrigens auch eine limitierte vinylvariante, mit "yr songs" gibt es einen ersten ausschnitt aus dem griffigen tonträger des vancouver dreiers: weed:


das selbe label bereitet sich auf einen weiteren release vor, "feathers wet, under the moon" wird am 04. mai erscheinen, die zweite single daraus heißt "orion" und bietet den vertrauten wie wunderbaren sound des herrn alexander shields auf: a grave with no name: