mit "roll the bones" brachte alejandro rose-garcia, so sein bürgerlicher name, seine ersten aufnahmen unter die leute. die bandcamp seite lässt einen kostenfreien download dieser songsammlung zu. doch ein paar bucks sollte man schon übrig haben für erstaunlich reife lieder. so spielte er zwei davon auf einer 1932er gibson ein, die einst einem leutnant gehörte, der u.a. bei der landung in der normandie dabei war. die großmutter eines freundes war mit diesem jay manlay befreundet. ihr enkel
reichte das stück an skakey graves weiter. heute widmet er die songs "roll the bones" und "built to roam" diesem arg angegriffenen holz. ein geschichtenerzähler ist er. die musik shakey graves geht unmittelbar unter die haut, sei es der wüste stomp oder die besinnliche moritat, immer ist ein feuer dabei, dessen erlischen man sich nicht vorstellen kann. oder mag, es muss unter den schlimmst vorstellbaren schmerzen geschehen. "proper fence" fliesst nur so aus der sechssaitigen, der rhythmus ist munter in die hände geklatscht, eine zweitstimme sorgt für abrundung. "the seal hunter" ist ein abgründig anmutendes stück, "bully's lament" ist banjo dominiert und ein vortrefflich kleiner folkstampfer mit wundersamer melodie. "word of mouth" ist ein heuler, wie ihn michael hurley nicht besser hätte hinbekommen. mit shakey graves begegnet uns ein variantenreicher, gewitzter und zugleich geerdeter musiker. wie denn anders auch? großes geld hat er nicht verdient und berühmt ist er noch lange nicht. vielleicht gelingt ihm der sprung, wenn sein aktuelles kickstarter projekt wurzeln schlägt, die entwicklung ist gut in sachen erstes studioalbum. hoffen wir, dass die förderung bald früchte trägt.
shakey graves - once in a while
shakey graves - doe, jane
shakey graves - unlucky skin
shakey graves - roll the bones
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen