mit weihnachtsliedern habe ich es wirklich nicht am hut. jährlich lass ich zwar am 24. so einiges vom stapel, aber das hat schon arg alternativen charakter. da schraubt sich garantiert keine saumselige stimmung aus dem klienicum. heuer wird das nicht anders sein. wenn sich aber, wie im vorliegenden fall, eine feine musik ans gehör schmeißt, die rein zufällig etwas mit dem fest der geburt christi zu tun hat, dann wollen wir das gern auch weitergeben. verantwortlich für die "santa's slay ep" zeichnen kyle zantos und bryan john appleby, die erhabenheit nicht mit kitsch verwechseln. ich lass Euch mal mit den seattlern songwritern, die beide übrigens locker für sich stehen können, allein, den rest findet Ihr übrigens hier.
Samstag, Dezember 21, 2013
Freitag, Dezember 20, 2013
eingestreut (589): johanna warren
"fates" ist noch recht frisch, im oktober ist es erschienen. so kann man mit ihm getrost noch in diesem jahr etwas verweilen, ohne sich altvordern zu fühlen. das akustische gewerk bläht sich nicht auf, sorgt dennoch für ein dichtes soundbild. der leichte hall füllt die lücken unprätentiös. dennoch bleibt etwas erhabenes zurück. am anfang steht jedoch die stimme von johanna warren, welche auch für die songs verantwortlich zeichnet, klar, lichten, dann folgt in der regel die gitarre, etwas flöte, klavier, hier und da. eingespielt hat joanna das neun tracks umfassende werk mit der unterstützung von bella blaski (engineer) und sarah register (master engineer), die für die wohlig, anheimelnde stimmung zu sorgen hatten. die zieht sich durchs gesamte album und verheißt ihm zu einer ganz eigenen textur, einer akustischen formensprache. wirklich ausdrucksstark aber werden die nummern oft erst, wenn joanna sichere pfade verlässt und ihr gesang zu kippen droht, wie etwa in meinem lieblingslied "to the bone". etwas wagnis, bitte, wollte man ihr zurufen. manchmal hört sie.
Donnerstag, Dezember 19, 2013
neue töne (1364): talmud beach
entspannt und abgehangen wären noch zu zahme formeln für den sound von talmud beach. was hier bluesrollt hat eine feste konsistenz und drängt nach außen als unumstössliches manifest. aber das schlurfige und leicht tänzelnde vergnügen muss man erst ausspähen.
eine melodieführende gitarre kämpft um die gunst des hörers. männlicher, zuweilen gedoppelter gesang in falsettnähe zwängt sich ins bild. ein fernes tönen, psychedelica in light, ausgestossen von einer elektrischen sechssaitigen. der beat ist uneitel, das blech scheppert zuweilen athletisch. der groove stimmt. ganz abgesehen davon, dass die musik der drei finnen eine form der hypnose darstellt. redundante parts fordern die wahrnehmung auf ganz besondere weise. wer sich hingibt, wird geschmeidig ins transzendente geführt.
verantwortlich dafür sind mikko siltanen am bass, vorsänger und (ex-) mitglied in verschiedenen bands des heimatlands, petri alanko an den drums und nicht weniger verdient um den gesang, ebenfalls in den unterschiedlichsten kombos am start sowie aleksi lukander an der gitarre, den der blues quasi von der straße weg fing, als er es in sachen taxidriver mal so richtig losgehen lassen wollte.
die ungehobelte spielart kommt nicht von ungefähr. sie greift auf, was man ist. ungeschönt, unkapriziös, belebend. begonnen hat alles am mannerheiminite, DEM boulevard helsinkis. petri und aleksi begegneten sich dort und fanden schnell über den vereinenden mangel an knete zu einer gemeinsamen sprache. sie brachten sich die songs von juice leskinen bei, einem finnischen musicalstar, und spielten sie auf den straßen der stadt. später wurde ihr bezugskreis größer und sie zogen vor die stadt, in andere gemeinden, in die wälder. es heißt, sie spielten vor jedem mcdonalds restaurant (in finnland heißt die größte kette hesburger) und vor jedem verdammten kiosk des landes, "by day and by night, whereever and whenever". eigenes material kam alsbald hinzu, was konsequenterweise auch in indirekter weise mit der namensgebung zu tun hat. denn in diese zeit musste auch jene begegnung an einem baltischen strand fallen, da aleksi von vermutlichen einheimischen in eine gewaltsituation verstrickt wurde. wie auch immer das schließlich war, am ende hat es zu 'talmud beach' gelangt.
nach dieser erfahrung, befand das duo, dass es etwas zu limitiert sei und trat an mikko heran, damit er die beiden ergänze. 2012 spielte man zu dritt die ersten aufnahmen ein. sie erschienen auf kassette und über das helmi levyt label auch auf vinyl. eine der kassetten landete beim 22 pistepirkko drummer haverinen, der ziemlich flott den kontakt zu bone voyage recordings herstellte. der rest ist geschichte, möchte man behaupten, wenn denn das selbstbetitelte album nicht erst im november hierzulande erschienen wäre. nun sei an dieser wenig prominenten stelle noch einmal darauf hingewiesen, angepriesen und auf stille weise verehrt. Ihr seid dran!
Mittwoch, Dezember 18, 2013
neue töne (1363): courtney barnett
noch einmal milk! records, diesmal aber mit fundament. denn courtney barnett ist nichts anderes als die gründerin des labels. ich nehme an aus der notlage heraus, zu veröffentlichendes veröffentlicht zu wissen, schuf sie ihr eigenes imperium. veröffentlicht hat sie neben einigen anderen interpreten ihre beide eps "i've got a friend called emily ferris", das war im vergangenen jahr, sowie "how to carve a carrot into a rose", welche heuer erschien. beide scheibchen finden sich mittlerweile auf einer wieder. mit "the double ep: a sea of split peas" kann man, wie der name schon traulich verrät, alle bislang veröffentlichten songs barnetts auf einer cd erwerben. dass es das ganze nun auch auf vinyl geben wird, ist die eigentlich an den mann zu bringende nachricht. ab dem 16. dezember wird das kleinod veröffentlicht. ich denke, ranhalten schadet nicht, denn allzu viele langspielplatten werden nicht gepresst werden. die melbournerin ist gerade mal 25, hat aber bereits eine unverwechselbare note ins musikgeschehen getragen. allein ihr gesang ist eine erwähnung wert. es ist eine erdige stimme, die ihn trägt, etwas laid back, abgehangen und unaufgeregt. während sich der rest der musik mal garagig, mal groovy, folkig oder sogar bluesig und mit fester traute gibt, holt courtney alles, was es zu sagen resp. zu singen gibt, erst einmal aus dem kämmerlein. in der ruhe... in den besinnlichen momenten erinnert sie zuweilen an cat power. die unbeschwerte kraft hat sie aber von einer schwester im geiste: julie doiron.
Dienstag, Dezember 17, 2013
neue töne (1362): andrea tomasi
"hurricane dream" ist ein sublimes wunder. dosiert gehandelt, beschwert es für minuten deine seele. doch sobald der song endet, möchte man ihn wieder hören. andrea tomasi singt auf eine weise angespannt, dass man ihr die worte von den lippen lösen möchte, um ihr die anstrengung zu erleichtern. zugleich hat ihr gesang etwas federnd luftiges. dieses brillante organ ist ein ding zwischen himmel und erde und vermutlich nicht zu verorten. "falcon" zeigt auf, dass die junge dame mehr kann. mäßigen groove aufgenommen, ein zwingendes jubilieren im blues, die zusätzliche schichtung im background vollendet den moment. am stärksten hat aber "birdflower" beeindruckt, das nicht umsonst für das bewerben dieses albums herhalten musste. dieser song besitzt ein fast schon einfältiges muster und gibt sich dem hörer unschuldig und bedacht hin. gefangen in den singulär angeschlagen tönen auf der akustischen gitarre, dem sirenenhaften des gesangs verfallen, der charakteristik einer anmutung folgend. so frei, so atmend, dabei bindend, zwingend. diese musik erinnert an alena diane, laura gibson und damen ähnlichen kalibers, die die harmonie nicht mit der wärme der sonne verwechseln, denen phrasierung gelingt, die dem licht auch kälte zutrauen, die das steuer der narration mit sicherer hande führen, die im kleinen das große deuten, ohne es in der waagschale zu verbraten. "west virginia" bläht sich nicht auf und entfacht dennoch einen wind, wie er einem aus den lautsprechern entgegenfährt, nur weil tomasi die stimme hebt. ihre koloraturen sind bei aller technik anmutig, besinnlich, alles andere als blender oder schnödes beiwerk. sie sind wie ein versprechen.
aufgenommen im minnewaska state parks, offeriert dieses traumwandlerische schöne ding klänge, die man an warmen tagen vernehmen kann, wenn sich das volk bereits getrollt hat und die vögel, die insekten, all das lebendige noch einmal luft holt. und sei es nur der hauch von etwas. angefüllt mit ebendem ist man nie allein gelassen. ein zwitschern, wabernde luftschichten. so etwas. der hurrikane irene sorgte dafür, dass die aufnahmen nicht wie geplant im studio stattfinden konnten. die livelösung war die vielleicht bessere alternative. in ihrer atmosphäre enstand eine neuerliche soundbearbeitung, die viel zum wesen dieser musik beitrug. die liebe zur natur und zum öffentlichen auftritt kommt für tomasi nicht von ungefähr. als vermonterin verbrachte sie ihre ferien häufiger in camps in den green mountains, wo gesungen und musiziert wurde.
ihr stil changiert zwischen appalachian folk und europäischer tradition, wie sie etwa von jackie oates vertreten wird.
Montag, Dezember 16, 2013
glotzt nicht so romantisch (549): jen cloher
by tameika brumby
milk! records hatte ich vor ein paar tagen versucht nahe zu bringen. was mit the finks vielleicht nicht gelungen ist, könnte jen cloher eventuell leisten. sie hat im späten frühjahr diesen jahres ihr drittes album auf dem rührigen australischen label herausgebracht. mit "hold my hand" kann man sich an dieses um die liebe drehende werk heranpirschen. cloher kann alles, vom leise besinnlichen bis zum schwer brütenden und aus sich heraus brechenden. Ihr werdet sehen.
glotzt nicht so romantisch (548): the anna thompsons
ab dem 24. januar wird das debütalbum dieses mädelsvierers zu haben sein. vorab gibt es bereits eine kleine, selbstgebastelte ep mit fünf tracks, die sich auch auf dem selbstbetitelten werk wiederfinden lassen. vermutlich braucht man aber gute connection, um an dieses kleinod zu kommen. darauf abgebildet ein mädel am waldboden liegend, umringt von neugierigen tieren. dass das mädel seinen rausch ausschläft, ist meine interpretation. in der einen hand hält es ein herz, in der anderen eine flasche irgendwas. so ähnlich ist auch die musik von the anna thompsons. etwas lofi lieblichkeit und den erschreckenden bums des punks. die mischung macht es aber hier. das gilt auch für die erste single "bleeding through", die es als video auf diesen blog schafft. viel spaß!
Sonntag, Dezember 15, 2013
neue töne (1361): the finks
"die band" findet sich auf milk! records. dazu vielleicht später mehr. the finks haben zwei eps am start, die in olivers schlafzimmer in melbourne aufgenommen wurden. er zeichnet auch für das songwriting verantwortlich, spielt alle instrumente und nimmt natürlich auch in eigenregie auf einem 8track kassettenrecorder auf. er nutzt einen keyboard amp, ein mikrofon und schließlich einen bass, den er sich mit neunzehn jahren bei einem freund borgte, aber nie mehr zurückgab. das frühe 2012 kann man als startsignal für diese mehr oder weniger one man show deklarieren. nun, olivers freundin sarah singt auf beiden eps im background und der gemeinsame freund sam übernahm einen spoken word part auf dem song "alternative histories". beide, also sarah und sam, tauchen nicht nur namentlich in der band auf, sondern sind vor allem teil des liveensembles, sam am bass, sarah an den keyboards und am mikro, dazu gesellen sich noch maddie mit den selben aufgaben wie ihre kollegin und ein gewisser josh, der das drumming übernimmt. zusatzinfos, die erste: sam findet sich auch in der band sagamore wieder, bei der er gitarre spielt, die songs schreibt und auch singt, maddie und josh waren ebenfalls teil anderer bands, u.a. der legendären haymaker (die spielten eine show in sarahs wohnzimmer...).
überhaupt sarahs wohnzimmer: es muss für proben herhalten, die zunächst erst einmal mit einem gemeinsamen kochen und speisen starten, zu dem freunde, bekannte und mitbewohner eingeladen sind. zusatzinfo, die zweite: oliver zeigt sich sehr zufrieden mit der melbourner musikszene, die sich kollaborationsfreudig und eng verflochten zeigt. es gibt kaum probleme auftritte zufinden und so lässt sich auch verstehen, wenn oliver meint, er ginge lieber auf ein konzert eines lokalen künstlers als eines internationalen acts, weil spannender, vielleicht auch innovativer.
seine eigene musik ist lofi, entspannt und auf eine angenehme weise lieblich, dabei nicht verschoßt. vielmehr angelehnt, so wie man beieinander steht, wenn kalte winde pfeifen. ohne dass man sich reiben würde, so vertraut ist man dann doch nicht. manchmal erinnert mich der gesang an matthew mila von frontier ruckus. die musik aber ist wenig hymnisch, dafür intimer. "at the royal witherspoon" ist mitte november auf kassette erschienen und kann vor dem kauf auf bandcam probe gehört werden. schöne musik.
Samstag, Dezember 14, 2013
neue töne (1360): heated land
ein akustisch hölzener start. der beat ist roh. die stimme unzahm. gebunden zwar, aber man hört ihr die unabhängigkeit an. spätestens, wenn der backgroundgesang einstimmt ("rye fields"). aus der gedoppelten weiblichkeit dringt pathos und ego und eine menge geschichte, tradition. heated land heißt die unternehmung, die sich in die blues-, folk-, singer/songwriter-rotunde begibt. im zauber einer um sich kreisenden discolaterne, deren glimmer trübe aus den alten tagen winkt, wirkt der dreier wie aus der zeit genommen. jung und verschlissen sind aber maximal erste ideen. alle anderen flossen in das debütalbum ohne namen.
"heated land" bietet eine soundoffene plattform, auf der sich ein elektrischer bass, gewogenes drumming und eine bluesharp etablieren. vermutlich haben sie anderes gewerk in die flucht geschlagen. zu unbehauen vielleicht, zu roh, zu karg das gespinst.
nur fehlt nichts. die lieder funktionieren. nicht, weil sie sich mit melodischen auffälligkeiten aufhielten, nicht, weil sie mit hooks überwältigen. sie funktionieren, weil sie mit fester hand geschmiedet wurden, so dass selbst abtrünniges, loses songmaterial bei der stange gehalten wird. eine vertracktheit fällt unter humor, eine sehnsucht gerät unter die räder des sentimentregulators, blenderei gilt lediglich den eigenen augen.
schraffuren als schriftersatz, miniaturen als lesezeichen, wegelagerei glücklicher momente. ein schellenkranz hüpft, das schlagwerk manipuliert in den trab, die mundharmonika meckert. manchmal ist selbst das zuviel. dann drängelt die akustische, erhält blechernen beaten beistand und den steten segen von andreas mayrock, der seinen songs seine stimme leiht. so klingt die dresdner band an mancher stelle wie schwer ausgebremste felice brothers. christoph dehne kitzelt die rhythmik, den basslauf zwingen gute freunde zwischen die ufer. mit alexandre de ligonnès (hoffen wir, es ist kein künstlername) führt ein profilierter die harp. "the more we ride on" ist ein grindiger koloss.
zehn tracks, deren beflissenheit beschämt, wenn man bedenkt, was man dieser tage sonst so zu hören bekommt.
Freitag, Dezember 13, 2013
eingestreut (588): simon felice
da darf sich doch die welt nicht bedeckt halten, der olle felice bruder hat ein neues album im anschlag. "strangers" wird es heißen (24. märz auf team love records) und ist immerhin bereits das fünfte full length des rührigen folkrockers simon felice. der mittlerweile etwas gemäßigt klingende führt unter anderem den
nachfolgenden song ins feld, um für das album zu werben. mit dabei sind zwei the lumineers und die erklärung
"molly-o! is a bit of a tongue-in-cheek salute/requiem to the itinerant panhandler I was as a kid, an exercise in not taking one’s early sins or one’s current self too seriously. In the studio we had the core band as well as my brother James on accordion and harmonies, and were lucky to have a friend Zach Alford (Bowie, Springsteen) on the kit (I play drums on most of the album but sometimes you just have to give up the seat), as well as a drunken horn section. I want it to be a song where we get to go off the rails a bit, as we all seem to posses the need to lose ourselves from time to time by whichever vehicle: Love, pills, technology, booze, lust, music… pick your poison.”
Donnerstag, Dezember 12, 2013
neue töne (1359): sea of love
ist die stimme verstellt? es wär kein wunder. waidwund die themen, nackt die interpretin. wenigstens den ausstoss mit leichter distanz absolviert. "give me a chance" bürstet erst nach mehreren minuten gegen den strich.
bevor das schlagwerk sich als breiter ton geriert, schmückt sich marie-sophie kanske erst einmal gewandt. nebst wurmstichiger gitarre. eine textur, wie sie das coverbildchen abbildet. gesprungenes, unfertiges etwa, singuläres zum staunen, flächiges zum bedienen. eine einladung in jedem fall.
mit fünf tracks ist die zweite ep des jahres der dresdnerin sea of love ausgestattet. erschienen ist sie am 29. november auf k&f records. dort wurde bereits anfang 2013 mit "so loud" der vorgänger veröffentlicht, der, so liest sich das im begleitschreiben, aus einer ähnlichen zeit stammt, aber durchaus mit anderen werten aufwarten kann.
töne, die den schwarzen, die den weißen tasten entfliehen. in einem hauch aus nichts verhallen sie. spiegelnd der grund, der sie zu fangen sucht. eine balletöse figur, die manchem stimmenschall gelingt, der in die parade fährt. ein duett aus leib und ding.
zum vorgänger schrieben wir, und können dies ungeschönt hervorholen, weil es auch fürderhin geltung hat: "kanske moduliert die worte, als würden sie sich gerade im moment des gedankensprungs elementarisieren und die mundhöhle befüllen, eine gitarre oder ein klavier diktiert die spur zum ausgang. bei aller kargheit durchzieht stolz die lieder und eine art majestätischer charme. dank verletzlichkeit und des muts zur blöße. die nacktheit atmet, obwohl der raureif dicht liegt und die kühle kaum widerstand duldet. doch die prägnante stimme stemmt sich gegen den unbill. manchmal legt sich gar ein lächeln in den gesang. dann perkussiert es schwach oder bebend, belebend gar und etwas fahles licht durchbricht den schleier. wenn im letzten song die gitarre mutiger angerissen wird, weiß man, dass es hier noch keinen abgesang gegeben hat, obwohl man am horizont bereits ein paar schwäne hat treiben sehen."
nicht von ungefähr die bilder von nebeln und schwaden und intransparentem. ist die implizierte nähe nicht mehr als ein gütiges versteck, das heimstatt vor den neugierigen blicken, den weit geöffneten ohren bietet? "where do you go?" hält synthetische größe bereit, aus der die stimmen steigen, ein brüchiges instrumentarium. der folk zieht sich die weird weste über.
und doch steht hier nicht der ausdruck vor dem inhalt, nicht die mutmaßung vor dem erschwinglichen kern. etwas bereitschaft bitte nur, die dem gegenüber wenig abverlangt, und die parteien gehen ineinander über und vereinen sich.
Mittwoch, Dezember 11, 2013
neue töne (1358): daniel bachman
er firmierte eine ganze zeit lang unter dem moniker sacred harp. was mir persönlich ein paar bauchschmerzen machte, da ich eine band aus dem europäischen norden gleichen namens ebenfalls verehrte. kollision war vorprogrammiert. nun, daniel bachman hat sich abgesetzt und macht seit einigen jahren unter eigener flagge musik. das ist gut so. denn der in fredericksburg, virginia, geborene mittzwanziger sollte selbst aus der masse leicht herauszufischen sein. trotz seiner jugendlichkeit zeigt er sich längst bereit, die fußstapfen all jener american primitive pioniere auszufüllen, die den weg für nachkommen wie ihn bereit haben. er selbst nennt seine musik zuweilen "psychedelic appalachia", was sich nicht zuletzt auf die folk- wurzeln, auf die tradition bezieht, aus der er kommt. zugleich aber den gedanken fortspinnt, den er vorab vielleicht nur technisch realisierte. sein fingerpicking ist ausgewogen und versiert, zugleich wirkt es immer wieder mental abgehoben, als würde er die hörer flink des irdischen berauben wollen, um sie auf eine reise mitzunehmen. hier zählen weder narrative noch cinematoskopische kategorien, es befleißigt sich eher ein spiritueller geist. bachman hat zig tonträger befüllt, von cds und lps über kassettenausgaben bis hin zu singleveröffentlichungen. er variierte den sound mit der hinzunahme von drone oder banjo, fokussierte aber immer mehr auf die gitarre. bereits mit siebzehn zog es ihn auf konzertreisen, er teilte die bühne mit jack rose und ging später für eine zeit nach philadelphia.
mit "i'm a sinner" (tompkins square) brachte bachman seine dritte langspielplatte innerhalb der letzten beiden jahre heraus, nachdem 2012 "oh be joyful" und "seven pines" erschienen waren. das aktuelle werk, neun tracks umfassend, ist eine spannende mischung aus kollaboration und soloaktion, die mit dem opener gar ein novum aufbietet, daniels erste komposition für lap guitar. dieses ausschweifende stück ist seiner schwester gewidmet und wirkt wie eine wohltemperierte lichtinstallation, die mit mattem glas arbeitet, welches von hinten sanft und mit gedeckten farben luminiert wird. "honeysuckle reel" ist dagegen fast schon ein blendender harmoniereigen mit melodiebogen und sittsam zerfasertem saitenspiel. "happy one step" holt die fidel hervor und brilliert dank der korrespondenz mit der akustischen. an daniels seite sally morgan von the black twig pickers. der titeltrack ist eine rastlose nummer, die jedoch sehr deutlich die könnerschaft bachmans aufzeigt. einen juvenilen angang, das zögern des sicheren handwerkers, nicht übers ziel hinaus zu schießen und schließlich die einvernehmlich integrierte geniale idee, die aus dem einfachen das besondere macht.
bachmans entwicklung ist spannend und wenig vorhersehbar. an einem nachfolger zu "jesus i'm a sinner", das wohl das abwechlungsreichste album seiner karriere ist, arbeitet er schon und wird ihn voraussichtlich im neuen jahr präsentieren.
Dienstag, Dezember 10, 2013
neue töne (1357): doug paisley
die welt atmet. jeden tag auf eine neue weise, weil sie sich verändert. und weil es sie vorwärts treibt. und weil immer neue kräfte an ihr wirken. junge, unverdrossene. zurück bleiben die dumpfen seelen und ihre verkäufer. die nicht mehr schritt halten können. manchmal habe ich solche bilder vor mir. und dann sehe ich jemanden wie doug paisley durch die reihen der gestrandeten gehen, mit seiner gitarre und wie er beginnt, ihre lieder zu singen. wie er wort für wort von den lippen abliest, um sie sich zu eigen zu machen. als trüge sich nur eine uralte geschichte fort. als gingen weissagungen in erfüllung. als erhielte die zukunft doch noch so etwas wie einen silberstreif. hoffnung wird dort in den schnee geschrieben, wo paisleys füsse den boden berührten.
2008 erschien sein selbstbetiteltes debüt, zwei jahre später kamen die ep "digging in the ground" und das album "constant companion" heraus, 2012 eine 7" namens "on one but you / if i wanted to" und die ep "golden embers. mit "strong feelings" (24. januar, no quarter) setzt doug paisley zu einem neuen longplayer an. doch bevor er sich als solokünstler mausern konnte, lernte der in toronto geborene das handwerk von der pieke auf. mit chuck erlichman war er auf tour, sie nahmen zudem zwei alben auf, mit der künstlerin shary boyle verwob er die akustischen mit den visuellen künsten. wie auch immer diese erfahrungen von paisley verarbeitet wurden, sie werden heute ein teil seines musikalischen ausdrucks sein. der geriert sich breiter und offener als früher. das klangbild wurde um ein paar schussernde instrumente ergänzt, die unterstützungsarbeiter aufgerundet. so treten neben dem the band mann garth hudson auch emmett kelly von the cairo gang, der bassist bazil donovan, der drummer gary craig und die sängerin mary margaret o'hara mit auf den plan.
sie beleben dieses beschwingte, frei atmende werk auf ganz persönliche weise, berauben es dabei aber nie seiner ursprungsformel. die lässt sich herunterbrechen auf ein sorgsames songwriting, memorable stücke, die nachklingen, auf eine beredte stimme, die vertrauen schenkt und der man erlaubt, fragen zu stellen, auf songs, die die stille des augenblicks mit den worten eines morgen ausstaffieren. hört nur "our love", und Ihr wisst, was ich meine. ein fahler beat, eine beflissene gitarre und ein gesang, der strebsamkeit mit intensität verbindet. das genügt. wie auch die anderen momente, die sich der kargheit nähern, von der man nie genug bekommen kann. fast klassisch mutet dann die musik des alt. country crooners an. klassisch.
jetzt geh ich raus und zieh im schnee ein paar eigene spuren.
Montag, Dezember 09, 2013
eingestreut (587): the denzels
im rahmen einer mp3 (p)fund runde (januar 2012) hatten wir über sie geschrieben: "ihre einflüsse sind the cribs, brian wilson und the cure, sie spielten ihre zweite ep ein und stellen sie dieser tage in brooklyns glasslands vor, wisst Ihr was, mir gefällt der sound aus verhalltem haudrauf und charming emotions: the denzels". nun lassen die brooklyner ihrer "easy tiger" ep aus dem letzten herbst eine single via admirable traits records folgen, einem label, das in bushwick/buffalo beheimatet ist. der dreitracker ist ein wundergebräu, eine angehitzte wohltat, ein sittsamer ausfallschritt, eine möglichkeit. eine bessere möglichkeit, um sich mit dem fünfer the denzels vertraut zu machen. den leicht in den hall gestellten gesang befördern die gleichschrittigen gitarren gleich ein paar sphären höher, das rhythmusgerüst ist stabil und nimmt alle rückkehr sicher wieder auf.
Sonntag, Dezember 08, 2013
eingestreut (586): eenie meenie holiday mix
eine feine einstimmung auf das kommende fest bietet uns eenie meenie records mit der nachfolgend zu geniessenden compilation, die es unter der bezeichnung: "eenie meenie holiday mix" nun auch teilweise auf unsere seite geschafft hat. nicht zuletzt wegen der fein sortierten künstlerschar, die hier zum besten gibt. die trackist liest sich folgendermaßen:
1. blue-eyed son - white christmas 2. goldenboy - o'holy night
3. old monk - holiday
4. from bubblegum to sky - last christmas
5. twisty - deer socks
zwei beispiele daraus also hier, der rest der ausgabe findet sich unter diesem link: klick.
Samstag, Dezember 07, 2013
glotzt nicht so romantisch (547): the cairo gang / maxim pritula / borrowed beams of light
über "tiny rebels", das aktuelle bzw. diesjährige (es stammt aus dem sommer) album der band um emmett kelly hatten wir berichtet. mit "take your time" folgt nun ein schickes video, das von maximilla lukacs aufgenommen wurde, wir möchten Euch den tag bereichern: the cairo gang:
meiner persönliche hinwendung zum russischen folgte eine jahrzehntelange abkehr, der ich längst aber auch wieder abhold bin, schauen wir in eine andere welt, schauen wir immer auch in unsere eigene, kapiert, "igra" heißt das debüt dieses in odessa geborenen jungen mannes, wir tasten uns mit einem video an das auf dia erschienene werk heran: maxim pritula:
freude auch über das kommende album der band aus charlottesville, die "on the wings of a bug", es erscheint gerade auf hibernator gigs records, mit einem video zum titeltrack einläutet: borrowed beams of light:
Freitag, Dezember 06, 2013
ein (p)fund mp3 (459), teil 2
wir hatten sie hier bereits unterstützt, die kanadische popgruppe unter führung von spooky ruben nebst joe maydak und fred jeske, die jeweils im mittelnamen ein a am anfang führen, ihr debütalbum "year of the woman" erschien am 03. dezember: aaa battery:
keine gefangenen macht diese in brooklyn beheimatete dreiköpfige riot grrrl truppe, welche gerade ihre "1097 ep" promotet, mit "quarter machine" gibt es nun auch bei uns die zweite single um die ohren, freut Euch auf: sharkmuffin:
experimenteller wird es mit diesem offenen schottischen musikerkollektiv, das von billy paraffin geleitet wird und welches mit "subhuman" gerade das zweite album herausgebracht hat ("largely on the gloomy cinematic side"): the paraffins:
neues vom kleinen, aber feinen label hearts & plugs, das bereits am 19. november die ep "dingy, slimy, scummy!" veröffentlicht hat, dahinter steckt eine junge truppe aus charleston, die wir hiermit weiterempfehlen: elim bolt:
via fat possum fällt uns ab 18. februar das debütalbum dieser montrealer musikschmiede zu, es wird "blame confusion" heißen und die erste single daraus hört auf "traces", ob Ihr dabei seid, entscheidet selbst: solids:
christine owman
08.01.2013 CH - Bern - ProgR (B-Flat)
09.01.2014 CH - Zürich - Bogen F
10.01.2014 AT - Wörgl - Festsaal
11.01.2014 AT - Ebensee - Kino
13.01.2014 AT - Innsbruck - Bäckerei
14.01.2014 DE - Köln - Wohngemeinschaft
15.01.2014 DE - Göttingen - Pools
16.01.2014 DE - Chemnitz - Aaltra
17.01.2014 DE - Dresden - Schauburg
18.01.2014 DE - Norderstedt - Musicstar
ein (p)fund mp3 (459)
nicht nur live ein ganz besonderes erlebnis, dürfen wir nun bereits am dritten album teilhaben, adam granduciel haut am 14. märz über secretly canadian "lost in the dream" heraus, der erste track hört auf "red eyes": the war on drugs:
sie ist gern gesehener gast auf unserem blog, mit dem joanna newsom cover "'81" hat sie mal wieder ein ganz besonderes achtungszeichen gesetzt, zu finden auf ihrer "sugar blind" ep, die am 09. dezember erscheint: marika hackman:
wir freuen uns sehr auf das neue album des düsseldorfer ausnahmekünstlers, "abandoned city" wird am 17. märz auf city slang erscheinen, ein erster ausschnitt verheißt elegisch-großes, was denkt Ihr: hauschka:
neues auch von einem der am freundlichst klingenden musiker, die ich kenne, jedem stück liegt eine sonnige vermutung inne, "dye the water green" ist auszug aus der kommenden "the green ep", die auf eben grünem vinyl veröffentlicht werden wird (27. januar): bibio:
auch nicht zum ersten mal auf unserem blog sind diese drei brüder, die auf farmen in virginia leben, und mit "innocence" am 27. januar 11 neue songs via thrill jockey verbreiten werden, nichts geht über einvernehmliche geschwisterliebe: pontiak:
der in brooklyn lebende elektronikkünstler lässt uns an seiner neuen ep teilhaben, die im kommenden jahr auf dem australischen label future classic erscheinen wird, ein track daraus heißt "lookin at me": chrome sparks:
Donnerstag, Dezember 05, 2013
eingestreut (585): the voluntary butler scheme
2011 nannte ich ihn mal den "in dudley beheimatete[n] bedroom-pop architekt[en] rob jones", damals veröffentlichte er den vorgänger vom kommenden album "a million way to make gold." den von the voluntary butler scheme gewählten titel versteht man noch viel besser, wenn man die erste nummer daraus gehört hat. mit "quinzhee" bereitet uns jones und das label split records auf dieses offenbar sonnige album vor. ich bin nichts als mittler und reiche an Euch song und video weiter. den track schrieb jones übrigens im august und meint dazu: "i whispered it all in to my phone and then worked out the chords the next morning. i played it and thought 'oh that sounds like christmassy kind of august accident." das aufgebotene instrumentarium aus french horn, trumpet, saxophone, guitar, bass, drums, piano und rudimentary violin ist imposant, imposanter, dass allesamt von rob gespielt wurden..
Mittwoch, Dezember 04, 2013
neue töne (1356): hannah & maggie
hannah hickok und maggie kraus rennen bei mir offene türen ein, ihr oldtyme-, folk-, country-mischung wird von seligen, sich umgarnenden stimmen umschlossen, die sich ganz der akustischen sache hingeben, in aller reinheit und mit einer prise selbstverliebtheit, die den beiden unverbrauchten mädels ganz hervorragend steht. wie ein kind, das schüchtern an sich herabschaut, aber ganz genau weiß, wie es bewundernd beobachtet wird. so frischend und aufgeräumt bringt uns das duo mit "morning star" einen ersten song aus dem neuen album "in the company of strangers" nahe, das am 25. februar erscheinen wird. mittlerweile haben hannah & maggie bereits zwei longplayer auf ihrem kerbholz hinterlassen können und streben nach breiterer anerkennung. getroffen haben sich die zwei ca. 2009, als sie in einer a capella gruppe am college sangen. ein jahr später nahmen sie an einem songwriter wettbewerb teil, der sie zumindest dahingehend inspirierte, zu zweit weiter zu machen. so erschien das debütalbum "fine being here" 2011 und ein jahr später "muscle and bone". die presse reagierte, vor allem auch die blogosphäre nahm sie wahr und nun wir uns ihrer an. und Ihr?
Dienstag, Dezember 03, 2013
konzert: puls festival 2013, teil 2
wenn sich ein grunzen von ganz tief unten herausschiebt und dabei gar nicht so offensiv, eher verlegen klingt, wenn sich tubalaute offenbaren, ohne dass dieses instrument in irgendeiner weise zutage tritt, wenn sich jodelmomente wie von zauberhand ergeben und wenn sich wildes zutun, wenn sich chaos zu einem bilde fügt, wenn vor des hörers geistigem auge grüne auen entstehen, dann, ja dann hat man es mit new weird bavaria zu tun. mit aloa input sogar mit einem der aushängeschilder dieser zurecht begeistert aufgenommen neustilmischung in der genrefamilie. wenngleich nur eine schublade, so lädt sie dennoch ein zum wachen blick auf die neue szene bayerns. mit angela aux, missent to denmark und joasinho treffen hier drei protagonisten, zumindest die wichtigsten vertreter der drei bands aufeinander, fast schon generationen, denen die verquickung unendlichen ideenpotentials mit leichter hand gelingt.
perlende gitarrentöne zieren sich vor dem hintergrund eines gewaltigen firlefanzigen schlagwerks, dessen perkussiver geist genauso begeistert wie die eigentliche wucht. daneben schiebt ein freudiger bass und elektrogewerk, das weniger gebinde als organisches teil des ganzen ist. eben gerade diese polarität bei gleichzeitig linearer hierarchie macht das soundbild dieser truppe aus. spaßiges vorwärts, beiseite getreten, um den anderen eben vorbeizulassen, um allzu gleich wieder in die führung gehen zu wollen. der womanizer marcus grassl stapelt zunächst tief, lässt aber alsbald ordentlich vom stapel, da hat seine gitarre einen feinen zug. cico beck sehe ich hinter dem riesigen becken nur recht selten, wenn es schwingt entdecke ich den bebrillten kerl und seine erstaunliche agilität am gerät. flo kreier fällt zwischen den stücken das basecap vom blanken schädel, auf dem sich die bunten lichter so schön leuchtend machen. vergleichen entziehen sie sich, aber wenn man bands wie amon düül ins feld führen wollte, dann sind aloa input eine moderen fortführung deren konzepts. finde ich. und das finde ich richtig richtig gut. darauf eine halbe und eine (vegetarische) leberwurstsemmel. zum dank gab es eine ungeschlachte version von "i'm waiting for my man" vom jüngst verstorbenen radaubruder lou reed, unter beteiligung von the dope und the marble man. auch ein geschenk. danke!
mit is tropical stand für uns zum ende des festes ein londoner dreier auf dem plan, der rein optisch mehr verhieß, als er später in der lage einzulösen war. zunächst noch recht dominant auf gitarren und schießbude setzend, polterten immer mehr die elektrofizierten beats von der bühne, um sich im rund breit zu machen. was einige reihen in bewegung brachte, entsetzte mich immer mehr. da sahen doch die drei langmähnigen eher nach einer feinen rocksause aus und boten das schlachtfeld eines billigen clubs. das war nicht mein wetter, und ich hab wohl endgültig mit manchem klischee aufgeräumt. flirrend die lichter, großzügig die gesten, durchaus interessant die gitarrenläufe und erhebend das feierliche drumming, doch beherrschend der aufgesetzte gesang und eben jener unabänderliche rhythmus, hart, unerbittlich und von der stagnation zeugend, der das songmaterial von is tropical unterlag. die tanzbarkeit nicht absprechend, hübbelten wir richtig ausgang. die nacht war längst tief ins land gegangen, auf den straßen hungerten die tagsüchtigen und ein paar leere bierflaschen rückten ob der kälte zusammen. auf den hochhäusern ringsum flackerten die puls-ierenden lichter und in eben dieser feierlichkeit ließ es sich herrlich innehalten, innehalten, um zu gehen.
Montag, Dezember 02, 2013
konzert: puls festival 2013
aus on3 festival wurde puls festival, was blieb, war bewahrenswertes, was angepasst oder verändert wurde, hatten einen wert. diese kleinen details, die man bemerken konnte, wenn man lange jahre treuer gast dieser wunderbaren veranstaltung war, fielen zunächst auch nur auf den zweiten blick auf. eine aufstockung der beleuchtungsmittel zum beispiel, die bessere ausstattung mit sitzmöbeln im foyer, dass es auch im innenbereich etwas zum beissen gab, dass die bars zum teil besser besetzt waren und dass mit der kantine eine neue location erobert wurde, die etwas mehr raum für zuschauer bereithielt. ein paar kinderkrankheiten wurde ausgemerzt, andere leider nur zum teil bearbeitet. wie jedes jahr echauffierte ich mich auch heuer über das schwache und absolut unzureichende speisenangebot. aufgestockt zwar, aber für nachtschwärmer nicht immer die richtige alternative bereithaltend. im hof ein paar büdchen würden dem ganzen einen feinen schliff verleihen. das bier aus einer sozial engagierten brauerei allerdings gehört erwähnt und gelobt.
zwei studios also und ein weiterer saal hielten eine ansehnliche musikermeute bereit, die von rap über elektropop bis new weird bavaria bieten konnte, was das zuschauerherz begehrte. wie immer musste man sich entscheiden, was wir auch taten.
ihr debütalbum wird zwar erst im kommenden jahr erscheinen, doch bereits jetzt ist die junge dame und ihre art des auftritts in aller munde. die ungewöhnliche kombination aus harfe nebst elektropop darf nicht nur die dankenswerte genrebezeichnung - weil magie implizierend - folktronic tragen, sondern auch für sich selbst stehend schon für furore sorgen. da steht dieses riesige gerät auf der noch viel größer scheinenden bühne und muss zu allem überfluss von der moderatorin des puls festivals gar noch bezeichnet werden, als wäre das internetverseuchte rund längst abgängig all des normalen. das war ein sicherer tritt ins fettnäpfchen, ein faux pas der dümmlichen art. denn gerade die, die sich ins studio 2 zu mariemarie begaben, zog weniger neugier als wissen dorthin. der mal stampfende, dann wieder tänzelnde beat forcierte die unternehmung dieser truppe, der ein drummer beiwohnte sowie drei streicher und ein elektrogerätemeister, der zuvorderst für eben jenen rhythmus verantwortlich zeichnete. leider gingen unter seinem diktat auch hin und wieder die gestrichenen noten unter. dabei webten sie die zauberbögen unter den stimmstarken gesang. neben der imposanten, weil aufgehübschten erscheinung maries glänzte vor allem ihr wunderbares tönen, welches in hallwolken geschossen raumfüllend und zauberhaft schien. gleissend die lichter, zwirbelnd die harfe, stolz das cello und die violinen, pulsierend der beat und alles beherrschend, manisch bewachend, immer wieder ob des erfreuten publikums lachend: die frontfrau. songs wie etwa "20 steps to heaven" oder "cotton candy hurricane" gehen wirklich gut ins ohr, weil sie seelenbewegt sind und weil sie ins mark des tanzbeins treffen. manchmal wünschte man sich an diesem abend die akustische variante, weil sie die stärken von mariemarie hervorgehoben hätten. und dann gab es da noch die momente, in den man glaubte, jetzt dreht sich die chose nur um sich selbst. die fäden unscheinbar und doch werden an ihnen bunte fähnchen drappiert. nur keiner weiß warum. da blieb begeisterung aus, diese songs hielten nicht, was keiner zuvor versprach. klar ist aber, diese band, diese junge frau haben viel potential, das sich in können und meisterschaft gründet. abgeholt gehört es hie und da noch.
nicht bereut haben wir auch die entscheidung, uns wyoming in der kantine zu geben. was nach leichter kost klingen wollte, erwies sich als mehr als gehaltvoll. insbesondere das songmaterial hatte es in sich, memorabel, ohne anbiedernd zu sein. kluges und dynamisches handwerk. eine paarung, die nur selten friedlich einher geht. das trio aus dem fränkischen genremäßig zu verorten, gelingt nur ungenügend. immer wieder von samples begleitet, agiert die truppe am flinken drumming aus der ecke, dem schlagzeuger geht dabei jede liedzeile über die lippen, flankiert von einem unscheinbaren synthiefluidum und einer nadelstich artig akzente setzenden e-gitarre zur rechten. der besitzer tänzelte in aufhörlicher manier vor und zurück, mit sidesteps und einem gelegentlichen hervorlugen unter seinem blonden scheitel. in der mitte in langes hemdlinnen gewandet der sänger und basser, der die ungewöhnliche kombi stets sicher beherrschte und aus seinem willen zum ausdruck keinen hehl machte. die kopfstimme passte hier wunderlicher weise, wenngleich sie in der heutigen musikszenerie omnipotenten charakter trägt. david stieffenhofer und die brüder sascha und manuel lukas changierten hervorragend zwischen den polen akustischer präsenz und elektronischer potenz, wenngleich sie sich stets am strom hielten. diese stete befeuerung, und sei es nur vom stiffeligen schlagwerk aus, hielt die neugier und die wachheit des publikums auf einen steten niveau. und wer einen song wie "afterword" sein eigen nennen kann, dem sollte man schnell mehr als nur talent zugestehen. die drei werden ihren weg gehen.
Sonntag, Dezember 01, 2013
glotzt nicht so romantisch (546): christine leakey
avantgarde sollte einem nicht so fix über die lippen gehen, aber wenn sich musik dergestalt abschält, wie sie es bei christine leakey tut, dann kommt man unweigerlich nicht an dieser vokabel vorbei. etwas spuky, dabei narrativ belegt, zugleich sehr atmosphärisch, cinematoskopisch angelegt, gesteuert von einer neosiken stimme, einem gesang, der die tragfähigkeit eines hexengeschwaders besitzt. hier findet unmittelbar soundsuche und -kopplung statt. das nach außen geschälte innere sucht instant schutz und so gieren die welten nach der jeweils anderen. ein erstes album gibt es bereits, ein zweites ist in der mache und wird wohl in der zweiten hälfte des kommenden jahres erscheinen. von einer jungen dame, die sich sehr früh mit den künsten konfrontiert sah, bald die hausorgel der großmutter über- und auf ihr musikalische abenteuer unternahm. mit "my heart has been broken by one unfit to name" kommen wir in den hörgenuss eines teils einer singleproduktion, die songs, geschrieben für einen horrorfilm, abbildet.
Samstag, November 30, 2013
glotzt nicht so romantisch (545): koria kitten riot
photo by aleksi rinta-kauppila
in einer nicht ganz unbewegten note hatten wir über diese band berichtet, es stand das album "the lows and the highs" in den regalen, 2011 wars und das klang in etwa so: "zwischen singer/songwriter und großmut changierend, streicher kommen genauso zum einsatz wie piano und perkussive streicheleinheiten, erklingt ein anlehnungsbedürftiger gesang, samten, warm und männlich. schön, die brausemomente, da die musik fahrt aufnimmt und antti trotzdem kaum die stimme erheben muss, oder auch der popreigen, der sich befriedet über das gesamte album legt. die kleinen elektronischen torheiten würzen aufregend und gelingen, weil das fundament gründlich bereitet ist." es war das zweite werk und nun folgt das nächste, am 10, januar wird übr gaea records "rich men poor men good men" erscheinen, das finnländische quintett führt uns mit einem ersten song inkl. video ein: koria kitten riot.
Freitag, November 29, 2013
eingestreut (584): konzerte münchen dezember
die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)
01.12. asgeir, ampere
01.12. naam, orangehouse
01.12. hiatus kaiyote, atomic cafe
01.12. lasse matthiessen, glockenbachwerkstatt
02.12. neko case, ampere
02.12. asbjörn, strom
02.12. the pyramids, milla
02.12. dusko goykovich munich big band, unterfahrt
03.12. jake bugg, muffathalle (ausverkauft)
03.12. le skeleton band, rationaltheater
03.12. mount kimbie, rote sonne
03.12. llyod cole, kranhalle
03.12. lydia lunch's retrovirus, milla
03.12. the bianca story, strom
04.12. supersax korea, unterfahrt
04.12. matthew caws, milla
05.12. biffy clyro, zenith
05.12. tim vantol / tigeryouth, hansa 39
05.12. sick city, atomic cafe
06.12. crime, sunny red
06.12. attwenger, strom
06.12. the lumineers, zenith
06.12. french-soler/griefjoy, atomic cafe
07.12. feine sahne fischfilet u.a., hansa 39
07.12. human abfall / atatakatta, südstadt
07.12. the g.rag u.a., milla
07.12. gentleman, zenith
07.12. phonoboy / luko u.a., kranhalle
07.12. the meteors, backstage halle
07.12. william fitzsimmons, atomic cafe (ausverkauft)
07.12. salsa shark / kachel u.a., kafe kult
07.12. shantel & bucovina club orkestar, , muffathalle
08.12. teesy, sunny red
08.12. trümmer / marvpaul, milla
08.12. embryo, rationaltheater
09.12. nathan und kleff, stoa
09.12. the fratellis, strom (ausverkauft)
10.12. alexander von schlippenbach trio, unterfahrt
10.12. tricky, strom
10.12. turin brakes, atomic cafe
11.12. le café bleu / three fall, milla
11.12. achim seifert project, unterfahrt
11.12. rob moir, südstadt
12.12. rivers & tides u.a., sunny red
12.12. summer camp, atomic cafe (soundbsp.)
12.12. journal intime plus marc ducret, unterfahrt
12.12. saroos / joasinho u.a., milla (soundbsp.)
13.12. jubei, sp:mc u.a., hansa 39
13.12. rosalie & wanda / darcy u.a., milla
13.12. elektrik kezy mezy, atomic cafe
13.12. das kapital loves christmas, unterfahrt
14.12. dreschwerk, cafe kranhalle
14.12. espen eriksen trio, unterfahrt
14.12. dandelion soundsystem, sunny red
14.12. black mistake, südstadt
14.12. catastrophe & cure, atomic cafe
14.12. manu delago handmade, milla
15.12. beth hart & band, muffathalle
15.12. kafe kunst fest, kafe kult
15.12. palm reader, strom
15.12. echoes of swing, gasteig
16.12. titus waldenfels, stoa
17.12. hayden chisholm trio, unterfahrt
18.12. deluxe, hansa 39
18.12. ironkid / the juicy jerks, sunny red
19.12. andrea hermeneau quartett, unterfahrt
19.12. peter & the test tube babies, backstage halle
20.12. radikal guru / zubzonikz, sunny red
20.12. balié / patrick mc cranc, orangehouse
20.12. gebrüder teichmann, rote sonne
21.12. frittenbude/ebow, muffathalle
21.12. the marble man, milla (soundbsp.)
21.12. kofelgschroa, ampere
21.12. bodensatz festival, kafe kult
22.12. kollateralschaden, sunny red
22.12. alex czinke trio, milla
23.12. munich lounge lizards / miriam arens, unterfahrt
23.12. convertible, substanz
25.12. zoo escape u.a., hansa 39
26.12. luca rose / igroophonix u.a., sunny red
26.12. lakemead, atomic cafe
27.12. monostars u.a., hansa 39
27.12. los bang bang, atomic cafe
28.12. maximilian hecker, hansa 39 (soundbsp.)
28.12. exclusive, atomic cafe
28.12. aka aka, rote sonne
29.12. uhoh, sunny red
30.12. the jazz big band association, unterfahrt
30.12. monobo sun, substanz
31.12. generacion suicida, südstadt
Donnerstag, November 28, 2013
eingestreut (583): week-end fest 2013 köln
es gibt solche und solche feste. zu manchen ist man geladen, zu anderen nicht. bei den einen möchte man dabei sein, bei den anderen nur bedingt. wenn das ganze auch noch mit musik zu tun hat, ist die neugier ganz vorn. doch naserümpfen folgt oft sogleich. dass mal alles passt, die location zum ort, der veranstalter zum vertrauensverhältnis, die bands zum jeweils restlichen lineup, das hat man nun wirklich selten. mit dem week-end fest am 13. und 14.12. erfüllen sich einige romantische vorstellungen von eben einer so perfekt zu nennenden kombination aus wallfahrtsort, willkommenskommando und unzähligen gründen zu verweilen.
in der stadthalle köln-mülheim treffen an diesem, man wird später von JENEM wochenende reden nämlich bands aufeinander, die ideal erscheinen, um einige abwechslungs- wie lehrreiche, erholsame wie aufwühlende stunden zu verbringen.
wer noch nichts mit young marble giants oder the fall zu tun hatte, wird später behaupten, dass die altvorderen doch nicht gesponnen haben, wenn sie von seligen zeiten berichteten. wer the pastels verpasst hat, hatte seit mehr als zwanzig jahren die gelegenheit zum kennenlernen und nun die einmalige chance. mit yuck und mirel wagner ("selten findet sich ausgesprochene natürlichkeit, der wahnwitz der offenbarung so nah neben dem wissen der in düsternis verhafteten. kein schleifen, kein anraunen in der stimme wagners, im gegenteil ist die auf artikulation bedachte phrasierung durch beängstigende klarheit geprägt. die worte eines mädchens treffen zielsicher. nach für nach, ohne unterlass.", das klienicum, 10.10.11) kommen frischlinge auf die tagesordnung, die dank ihrer singulären ausrichtung einen stempel aufdrücken werden. krönend sicher die altmeister grant hart, als ehemaliges mitglieder kultband hüsker dü) und schließlich robert forster, der the go-betweens angehörige und solo fortgetriebene, hier und heuer mit streichquartett nebst jherek bischoff.
ein wahnsinn, ein grandioser wahnsinn hat einen namen: week.end fest 2013 in köln!
timetable:
Freitag, 13.12.2013, Einlass 19 Uhr
20:00 GRANT HART
21:45 YUCK
22:50 ANDI TOMA (Mouse on Mars) DJ Set
23:15 THE FALL
Samstag, 14.12.2013, Einlass 18 Uhr
19:00 MIREL WAGNER
20:15 THE PASTELS
21:45 YOUNG MARBLE GIANTS
23:15 ROBER FORSTER w/ String Quartet conducted by Jherek Bischoff
Mittwoch, November 27, 2013
glotzt nicht so romantisch (544): me and oceans
auf das neue me and oceans album "the bay" hatten wir bereits in der entstehungsphase verwiesen, nun legen wir gern noch einmal nach. nicht zuletzt weil das zum song "carp" gehörige video sehr gelungen ist. ganz abgesehen, dass "carp" gern auch allein für sich stehen kann, augen schließen und ein bißchen wegdriften. grau sind maximal unsere gedanken, alles andere kann und will farbig sein.
11.12.2013 BERLIN About Blank
13.12.2013 LEIPZIG neues schauspiel
14.12.2013 GÖRLITZ vierradenmühle
15.12.2013 ROSTOCK Peter Weiss Haus
Dienstag, November 26, 2013
eingestreut (582): stacey
liebe leser, das leben beutelt mich gerade, so dass ich sehr wenig zeit für meine musestunden habe. nichtsdestotrotz werde ich unaufhörlich mit musik konfrontiert, die ich mit Euch teilen möchte. manchmal ist aber eben nur ein satz oder ein zeichen möglich, der oder das den jeweiligen audiobeweis meiner existenz unterstreicht. ich hoffe, dass es bald wieder etwas mehr sein möge, nämlich inspirierende gedanken und gedankensprünge, bocksprünge der leidenschaft. einer leidenschaft, die ausschließlich darin besteht, als hörer musik wahrzunehmen. Ihr wisst, was ich meine und was ich Euch sagen will. auch allein das ist schon was wert. danke. ganz passend zu dieser empfindungspartie passt die erste auskopplung von stacey aus ihrer selftitled ep, die am 05. dezember erscheinen wird. spannender weise wird es das teil lediglich auf usb cards geben. bis es so weit ist, habe ich mir überlegt, was ich davon halten soll. die musik jedoch gefällt mir aufgrund ihrer schwebe, ihres in sich ruhens, ihres kaum forcierenden charakters. ganz zu schweigen von der wunderbaren stimme der kanadierin, deren kommendes werk übrigens von alex bonenfant (crystal castles, metz) produziert wurde. nicht ganz ohne, gell?
Montag, November 25, 2013
glotzt nicht so romantisch (543): wild ones
manchmal muss es das ärmellose sein. dann zählt weniger das drumherum, sondern nur das mittendrin. hier haben wir einige wabernde synthiesequenzen, ein zartes stimmchen, das den wachen melodiefaden zu fassen und nach seinem willen zu bewegen weiß. etwas bass und drums und fertig ist ein popsternchen. manchmal braucht auch der klienicum- hausmeister nicht mehr. erzählen möchte ich Euch also von wild ones, einer noch sehr jungen gruppe aus portland, die zunächst und vor allem von danielle sullivan angeführt wird. in ihrem rücken bewegen sich nick vicario, thomas himes, clayton knapp und seve sheldon und zaubern eben jenen sound. mit "fron nothing" stellen sie ein frisches video vor, das einen song aus dem ersten album bebildert, das die truppe im sommer vorgelegt hatte. gute gelegenheit also, um hier nachholend einzugreifen. viel spaß!
Sonntag, November 24, 2013
glotzt nicht so romantisch (542): wyoming
ein wohlgeschliffen ding ist dieses "afterword". die feinen eingangsnoten, der groovy bass, das temperierte schlagwerk. der gesang fügt sich alsbald wie oberst auf den schlag. irgendwo zwischen bar-, fahrstuhl- und aufgeregt zu empfangener wohnzimmerbeschallung, als könne man sich nicht entscheiden, wann und wo man das hier hören mag. gebastelt haben es die drei jungs von wyoming. aus lorch am rhein stammend, heben sie seit dem 25. oktober an, mit ihrem album "fountain" die welt zu erobern. die single "afterword" wurde szenisch verarbeitet und darf von nun als video durchs leben begleiten. konzept und ausführung haben wohl die beiden brüder manuel und sascha sowie ihr langjähriger schulfreund david selbst zu verantworten. alle achtung! ach ja, der rest des albums hält das niveau. und: die drei finden sich beim puls festival, demächst, in den orchestersälen des br, in münchen.
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