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Samstag, April 30, 2016

eingestreut (927): konzerte münchen mai 2016


die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)

01.05. itziarren semeak u.a., marienplatz
01.05. viech, milla
01.05. autozynik, substanz
01.05. aurora, freiheiz
02.05. magnum, ampere
02.05. the crookes, milla
02.05. birdy, muffathalle
03.05. shakey graves, ampere
04.05. frameless07, mug im einstein
04.05. wolves den u.a., sunny red
04.05. four year strong, strom
04.05. telegramm, milla
04.05. hochzeitskapelle, polka
04.05. the marble man, glockenbachwerkstatt
04.05. fly magic, unterfahrt
04.05. the rancors, kafe marat
05.05. charlywood, bar gabanyi
05.05. roger jannotta & thorsten klentze project, unterfahrt
05.05. surfer joe and band, import export
06.05. fm einheit und andreas ammer, muffathalle
06.05. mary ocher u.a., muffatcafe
06.05. kenny werner trio, unterfahrt
06.05. random order / a*, sunny red
06.05. pantha du prince, kammerspiele
06.05. no weather talks u.a., kafe marat
06.05. ask vm, import export
07.05. shantel & bucovina club orkestar, muffathalle
07.05. okta logue, milla
07.05. mighty mocambos, glockenbachwerkstatt
07.05. the dark side of gurdan thomas, import export
07.05. totälickers u.a., kafe kult
07.05. lakecia benjamin, unterfahrt
08.05. johnny carbonaras, import export
08.05. strafplanet u.a., kafe marat
08.05. me and marie / pascal gamboni, milla
09.05. kafvka / bad cop/bad cop, kranhalle
09.05. electro deluxe, ampere
09.05. the coathangers, strom
09.05. max prosa, milla 
10.05. lotta sleeps / the moonband, kranhalle
10.05. mac miller, muffathalle
10.05. wolfmother, kesselhaus
10.05. nuage & das bassorchester, glockenbachwerkstatt 
10.05. orkesta mendoza, ampere
10.05. 1000 gram, strom
10.05. lucky chops, technikum
10.05. jonathan kreisberg quartet, unterfahrt
11.05. my bubba, kranhalle
11.05. arliss nancy, sunny red
11.05. leonie singt, glockenbachwerkstatt
11.05. dma's, strom
11.05. kompost 3, unterfahrt
11.05. organ explosion, cord
12.05. spacepilot, import export
12.05. jeffrey lewis & los bolts u.a, kafe kult
12.05. close talker & yes we mystic, milla
12.05. getting private in public, glockenbachwerkstatt
12.05. black patti, bar gabanyi
12.05. the underground youth, kranhalle
12.05. motorpsycho, backstage halle
12.05. the dirty nil, orangehouse
12.05. organ explosion, cord
13.05. charlie puth, technikum
13.05. the rocksteady conspiracy, import export
13.05. zona 84, kafe kult
13.05. zoo escape u.a., glockenbachwerkstatt
13.05. fei scho, milla
13.05. tingvall trio, unterfahrt
13.05. rapid / the capitols, marienplatz
14.05. ry x, hauskonzerte
14.05. columbo / spitting nails u.a., kafe kult
14.05. theatron pfingstfestival, olympiapark
14.05. kellerratten u.a., glockenbachwerkstatt
15.05. toundra u.a., kranhalle
15.05. the wild feathers, muffatcafe
15.05. william's orbit, strom
15.05. theatron pfingstfestival, olympiapark
16.05. hildegard von binge drinking, sunny red
16.05. embryo, substanz
16.05. the aggrolites, kranhalle
16.05. coldrain, strom
16.05. theatron pfingstfestival, olympiapark
17.05. giggs, ampere
17.05. dirk darmstädter u.a., milla
17.05. aufbau west, glockenbachwerkstatt
17.05. sarah neufeld, unterfahrt (soundbsp.)
17.05. hans solo, trachtenvogl
17.05. mumford and sons, olympiahalle
18.05. jonah, ampere
18.05. angela aux, kammerspiele
18.05. kazam davis u.a., sunny red
18.05. elysian fields, milla
19.05. rainer von vielen, hansa 39
19.05. the wood brothers, ampere
19.05. abstürzende brieftauben u.a., kranhalle
19.05. robin mckelle, unterfahrt
19.05. pourelise / jordan prince, import export
19.05. zebrathought, glockenbachwerkstatt (soundbsp.)
19.05. florian brandl quartett, bar gabanyi
20.05. munich rocks, ampere
20.05. holiday inn u.a., kafe kult
20.05. thränenkind u.a., kafe marat
20.05. seafret, strom
20.05. agua verde, import export
20.05. honey u.a., glockenbachwerkstatt
21.05. talking to turtles, ampere
21.05. the jackets u.a., milla
21.05. verdena, orangehouse
21.05. todeskommando atomsturm, kafe marat
22.05. alkinoos ioannidis and band, ampere
22.05. klaus johann grobe u.a., milla
22.05. the coronas, strom
23.05. brkn, milla
23.05. cassettes u.a., glockenbachwerkstatt
24.05. mikroboy, kranhalle
24.05. lage lund trio, unterfahrt
25.05. stray colors, vereinsheim
25.05. gunnar geisse, milla
25.05. luh, strom
25.05. yes, circus krone
26.05. matze rossi, ampere
26.05. torpus and the art directors, hansa 39
26.05. joco & woods of birnam, milla
26.05. the great park, bar gabanyi
26.05. lucia cadotsch, unterfahrt
27.05. spills, kafe kult
27.05. the dead brothers, milla
27.05. kirk knuffke trio, unterfahrt (soundbsp.)
28.05. john dear, import export
29.05. tortoise, hansa 39
29.05. freddie gibbs, technikum
30.05. sarah blasko, kranhalle
30.05. abwärts / der rest, hansa 39
31.05. skinny lister, kranhalle
31.05. the burning hell u.a., milla
31.05. bleached, strom (soundbsp.)

Freitag, April 29, 2016

neue töne (1623): eleanor murray


auf dem portlander kassettenlabel antiquated future records lassen sich aktuell vielerlei feine releases finden. ich möchte an dieser stelle eine ältere aufnahme von david thomas broughton ins spiel bringen, aber auch gleich hinüber zu eleanor murray aus olympia im staate washington hüpfen, denn die bringt es ganz frisch gleich auf zwei tapes. sie legt mit "jazz demos" und "lost songs" vor. dies sind seit 2013 die ersten verlautbarungen: seit ihrem damaligen release "bury me into the mtn.". in der zwischenzeit vertrug sie sich mit dem eher dancepoppigen projekt cavegreen.

die "jazz demos" sind weder jazz, noch dass sie demo-charakter trügen. doch sie sind jazzy und sie haben eine klarheit, die oft ausführlichen studioproduktionen abgeht. sechs tracks bietet murray auf, die sich auf eine samba-lichtung führen lassen, auf der die gitarre das geleit gibt. eleanor murray, die für den kompletten produktionsprozess verantwortlich zeichnet, führt die stimme in zwangfreien kolloraturen durch herrenlose gefilde. diese eleganz wird durch dynamik und energie getoppt.

fast noch eine ecke schöner klingen die elf tracks auf "lost songs". die bis dato unveröffentlichten pretiosen gelingen wie ein vogelaufschwung aus der geöffneten hand. linkisch die ersten bewegungen und dann wie von gott geführt mit befreiendem schlag und mit sicherheit. die junge musikerin weiß aus einer tiefe zu schöpfen, die unglauben macht. hier mit einer e-gitarre, dort akustisch bewaffnet, stets mit einem gesangsorgan bewachend, das die töne nicht einfach auslässt, sondern sie auf eine reise mit mission schickt. das kann anrührend sein, melancholisch, zart, aber es kann auch ein abenteuer bedeuten, den überraschenden wendungen zu folgen, den unvermutet auftretenden forderungen.

man wollte nicht darüber sprechen resp. schreiben, weil sonst vielleicht der zauber zerstört würde? wollt Ihr reinhören?

Donnerstag, April 28, 2016

glotzt nicht so romantisch (687): chris cohen


den muss ich Euch heute noch nachschieben. chris cohen veröffentlicht sein neues album "as if appart" am 06. mai. erscheinen wird es auf captured tracks. der titeltrack wurde mal eben in ein sehr feines video übersetzt. aber der song selbst! zum dahinschmelzen!
zwei weitere lieder sind mittlerweile schon veröffentlicht, schaut mal auf die soundcloud seite des labels.


glotzt nicht so romantisch (686): angela aux


wir hatten bereits kurz auf das kommende, neue album "wrap your troubles in dreams" von angela aux verwiesen und u.a. berichtet, dass es am 13. mai auf millaphon records erscheinen wird. die wiederholung lohnt, weil es zur ersten single ein wahrlich starkes video zu offerieren gilt. für die faszinierende, animierte bilderwelt zeichnete der französische regisseur karim dabbèche verantwortlich.

Mittwoch, April 27, 2016

neue töne (1622): circle bros


ein strenger, wenngleich heller drone, der das fundament bildet für abstraktion und reaktion, für ein driften und mäandern, für improvisation und lustbare expression. ein wabern und weichen und ein hoffieren des moments, ein innehalten über minuten hinweg. als bliebe der zeiger der uhr verhaften und würde in der bewegung zur nächsten ziffer hin vibrierend stillstand üben. die taste gedrückt und das weichen der luft heraus aus der kompression, dünner werdend, an kraft verlierend, wieder aufebbend, potenziert, durch neue laute komplettiert, wenig perkussives addiert, echoisiert: "retired". "detroit" beginnt aus enormer stille, die durch ein emsiges rascheln abgelöst wird, melodiöses und vokales fügt sich ein, eine songidee präsentiert sich, während "bath" zunächst ausgebremst scheint, von nervosität bestochen, alsbald aber auch in ordnung flüchtend. das klangsortiment ist offen und doch voller strukturnahme. dem zufall ist nur wenig raum gegeben. irgendwo zwsichen experiment und wohltemperatur zersplittert das tafelsilber. es erinnert sich und koppelt rück.

es ist, als läge ein tiefes einverständnis mit allen elementen dieser produktion zugrunde. sie klingt archaisch, wie auf zeiten gegründet, von denen wir maximal eine ahnung haben. ein hauch von diesem weit entfernten damals stibitzt sich unter. es pulst, sperrt sich der identifikation und ist dennoch teil unserer dna. am ende strandet alles. an. aus. "balance".

circle bros entwarf mit "rust" einen schwer zu nehmenden und doch nach allen seiten offenen fundus für uns.
hinter dem projekt versteckt sich der belgier wim lecluyse, den man auch als betreiber des wunderbaren morc records labels kennen könnte. das oft ambient orientierte musikalische unternehmen sucht gern einen improvisatorischen ansatz und mutet sich selbst nicht von ganz ungefähr einen schlafzimmer-produktionstechnischen gedanken zu. einige tapes und ep sind seit 1997 entstanden und zum teil auf morc, aber auch anderen labels erschienen.
die aufnahmen für dieses album entstanden über mehr als fünf jahre hinweg. es sammelte sich eine menge material an, das lecluyse, als er spürte, das es nun für eine veröffentlichung reif sei, aussortierte. die tracks, die am ende übrig blieben, drängten allesamt einem gemeinsamen thema zu: der suche nach ruhe.

mit "rust" hat sich wim lecluyse bei dem schweizer label three:four records eingenistet und ein sehr passables zuhause gefunden. der releasetermin stand auf dem 11. märz, erhältlich sowohl digital, als auch auf vinyl.

Dienstag, April 26, 2016

neue töne (1621): vollmar


manches bleibt hängen. nicht immer ist es präsent, aber irgendwann macht es sich bemerkbar und dich ruhelos. das kann ein satz sein, ein erlebnis, natürlich auch musik. zum beispiel die von vollmar. zu tausenden gibt es musiker, die seinem genre frönen. ein wenig singer/songwriter, folk-anleihen, durchaus mit pop-appeal und stampfendem fuss, am ende bleibt es eine eher angemessene, selten melancholische note, die besticht. aber justin vollmar aus bloomington hat diese sämige stimme, die die töne aufnimmt, als wäre sie mit ihnen verschmolzen. die abweichung wird von etwas drumming und bass, gitarre und wenig pianoklimpern aufgefangen. man fühlt sich instant zuhause.

mit "open window" gibt es ein erstes album nach ganzen sieben jahren. justin vollmar hat dabei für dieses projekt den vornamen abgelegt und ein paar freunde ins boot geholt. erin toby spielt den bass, addison rogers das schlagzeug und lewis rogers sitzt am piano. aufgenommen wurde live, veröffentlicht auf kassette via flannelgraph records (seit 08. april).

wir begeistern uns an einem fast schon ruhelosen blues behafteten opener, dem folgenden weichtöner, der in leichten hall gerückt wurde, wie entrückt sich die gitarre ihrer lebendigkeit gewahr wird, am beflissenen "out to sea", dem rhythmus betonten "gag me", pretiosen, wohin du siehst.
an diesem release sollten einige von Euch gefallen finden, auch wenn ich weiß, dass das genre überladen ist. aber he, ist es nicht unsere aufgabe, die perlen zu fischen?

Montag, April 25, 2016

ein (p)fund mp3 (528), teil 2

den zweiten teil starten wir mit dem soloprojekt von haley fohr von circuit des yeux, die am 10. juni auf thrill jockey records mit ihrem selbstbetitelten debüt durchstarten möchte, vorab aber geben wir uns "alien love": jackie lynn:


sie stammt aus england und tritt ab 01. juli mit ihrem zweiten album "californian sun" an, wir entnehmen diesem den titeltrack und möchte Euch auf mehr vorbereiten: little lapin:


auf das debütalbum dieses vierers aus toronto freuen wir uns sehr, es birgt hitze und deftige abkühlung in einem, am 17. juni ist es so weit, kanine records zeichnet verantwortlich, ein neuer track aus dem frischling: weaves:


schön griffige erste single, die uns diese band aus köln da präsentiert, sie gehört auf das neue album "wild swimming", welches am 10. juni auf yo-yo records erscheinen wird, hört mal rein: underparts:


noch mal hiesiges, nämlich hamburg mit einer new age-, indierock- kapelle, hier die single zur bald erscheinenden ep "astronaut babies" auf diffus tapes, bitte nachmachen: consolers:


über das duo aus tracy und james tritten (tracy shedd, teen-beat, new granada records) hatten wir bereits berichtet, die beiden aus raleigh treten mit zwei neuen elektropop darlingen (ab ende märz auf fort lowell records) an, siehe bandcamp, ein appetizer hier: band & the beat:

ein (p)fund mp3 (528)

wenn sich eine band nach meinem sehnsuchtsplatz benennt, nehm ich sie hier natürlich gern auf, erst recht wenn der sound so wunderbar ungeschlacht ist, alcopop! records veröffentlicht die "above the moon" doppel ep am 23. mai: tibet:


große freude über das nahen dieses albums, die künstlerin ist so eng mit diesem blog verbandelt, wie es nur wenige von sich behaupten können, wir hören in die single "same" vom album "will", welches am 06. mai auf dead oceans erscheinen wird: julianna barwick:

das griechische duo veröffentlich sein debütalbum dieser tage über inner ear records, "blakk metall" offeriert shoegaze der düsteren art, wobei sich ambiente texturen finden lassen, die wiederum für aufhebung sorgen: gioumourtzina:


der slacker punk dieses duos aus los angeles passt ganz gut hier hinten nach, die beiden kommen mit einer frischen single namens "where i belong" und platzierten diese auf ihrem debütwerk "once was lost now just hanging around", welches am 06. mai auf raygun erscheint: sego:


dream pop, der aus berlin an unsere ohren schlägt, die zweite single aus dem kommenden debütalbum "concrete vision" heißt "chamber", das full length gibt es ab dem 03. juni auf heist or hit: still parade:


der fünfer aus london verschlägt uns in den melody-pop und treibt diesem post die letzte dunkle blüte aus, das debütalbum "no illusions" ist mitte april auf perfect sound forever veröffentlicht worden, ausschnitt: sulk:

Sonntag, April 24, 2016

neue töne (1620): the cosmic array


the cosmic array ist eine vielköpfige truppe, die aus swansea stammt, seit ca. 2013 miteinander aufspielt und aus paul battenbough, huw rees, abby sohn, mat wigley, jonathan coward, jon elvis berry, daniel kilbride und andy fung besteht. zu den gründungsmitgliedern sind aber zunächst nur paul battenbough (no thee no ess, king of deaspair) und huw rees (rag foundation, king of despair) zu zählen. sie starteten bereits im november 2012 das gemeinsame musikalische projekt. 2014 erschien das selbstbetitelte debüt, das mit einer mischung aus alt. country und americana und scifi-themen zu überzeugen wusste. mit "island" steht nun der nächste longplayer an. auf ihm zeichnet sich neben den beiden benannten vor allem abby sohn aus, der aus amerika auswanderte, mittlerweile aber im südlichen wales lebt, und der über ein einträgliches wie - zu paul -passgenaues gesangsorgan verfügt und eine menge an songwriterischen ideen einbringt.

"dear ones" ist die erste single aus dem am 06. mai auf folkwit records erscheinenden neuen album "islands" und ist ein lichtes spiel von farben und temperaturen.etwas chamber, etwas folk, ambiente schwingungen und dazu ein feine weibliche vokale streifzüge. so unbestimmt wie das hier klingt, kann auf dem rest des albums alles mögliche passieren. wir hier im klienicum sind sehr neugierig.



Samstag, April 23, 2016

neue töne (1619): oh pep!


das album "stadium cake" wird für den 24. juni erwartet in nordamerika erwartet, der rest muss bis zum 01. juli warten. die rede ist vom debütalbum dieses duos aus melbourne: olivia hally (guitars, vocals) und pepita emmerichs. anhand der namen lässt sich denn auch ganz gut der moniker dieser unternehmung herleiten: oh pep! bislang konnten die beiden zwei eps auf ihrem kerbholz einritzen sowie nominierungen und gar preise bei heimischen awards. zahlreiche festival durften sie als gebucht vermerken und anstehende konzerte treiben sie aktuell durch die staaten, aber auch durch europäisches clubs.

die kurve! herrlich wie der harmoniefaden den schlenker nimmt. stoisch dagegen der gesang, konsequent geradeaus. doch doch, sie gehören zusammen und bringen diesen kontrollierten pop nach vorn. der elemente sind nur sparsam wenige, so dass man gezwungen wird, einen analytischen blick über die entworfenen texturen zu werfen. aber der warme sound, der den flinken beat und seinen herben kollegen, der den weg quert, umhüllt, verwebt die elemente zu einem ganzen. dass sie es auch in akustisch und reduziert können, beweisen die mädels in unten stehenden video. 
nach drei eps nun also das debüt full length auf dualtone. aufgenommen wurde in echo lake, nova scotia, gemeinsam mit daniel ledwell, der zu den gemeinsamen tagen im studio äußerte, dass es schwierig wäre, wenn man solch talentierte künstler im studio habe, die zudem großartige songs und einen haufen an kreativität mitbrächten, keinen spaß zu haben. dass aber auch der produzent inspirierend war, gaben die mädels gern zurück.


Freitag, April 22, 2016

eingestreut (926): samara lubelski


den muss ich hier und heute halbwegs unkommentiert ablaichen. die, die mich ein wenig kennen, wissen, dass ich ein großer verehrer der musik von samara lubelski bin. mit "the gilded raid" wird drawing room records am 10. juni volle unterstützung leisten und einen release herausbringen, der sich dem pop näherte, wie sie selbst so oder so ähnlich behaupten. mit "flicker, flicker" hören wir in einen appetizer dieser aufnahmen, die lubelski mit ihren langzeitkumpanen von metabolismus eingespielt hat. aufgenommen wurde in degenfeld, in der nähe von stuttgart. drawing room schreibt weiter: "with her well-seasoned team in place, it was inevitable that only a tuneful garden of magical blessedness would be created. closer to being psychic than psychedelic, the gilded raid is more than just harmonious with the current world and the next. it’s the full-fledged portal we’ve been hoping for. the dimension that samara lubelski has created with the gilded raid is a sought after realm for dreaming and time travelling, and the album showcases ms. lubelski at her extrasensory summit with a welcoming pop openness. one’s senses will develop new and forward awareness upon repeated listen..."

neue töne (1618): the library of babel


mit the library of babel darf ich Euch ein free folk-, improvisations- oder auch chamber string- trio aus asheville in north carolina vorstellen, beschreibung nach gutdünken oder jeweiliger momentaufnahme. es besteht aus dem gitarristen shane parish, der cellistin emmalee hunnicutt und dem bassisten frank meadows. den bandnamen entlehnten sie einer kurzgeschichte von jose luis borges, welche die welt als eine schier unendliche bibliothek mit allen verfügbaren büchern mit für den menschen unverständlichen texten beschrieb. mit ihrer musik sucht die truppe die wirklich wichtigen bücher hervorzukramen, und bietet ihr erstes album in diesem zusammenhang auf, es heißt "blue nineteen" und erschien auf blue tapes / x-ray.

die frohlockende dreitracht ist ein mehrfaches vergnügen. durchdringende solistentreue fügt sich jeweils zum anderen gewerk und bildet eine ensembleleistung der besonderen art. dem bass kommt eine perkussive aufgabe zu, die gitarre vollführt desert blues artig fieberhafte traumeinlagen, am cello pulst die mitte, hier treusorgend das kollektiv umsaitend, dort angeschlagen mutig auf sich pochend. wie die drei immer wieder zueinander finden, instinktiv und zart fühlend, ist irre schön. das ist abstrakt und impulsiv, eindringlich und doch von einer fast beschwingten leichtigkeit. zwei tracks kann ich zumindest hier posten, den rest gibt es spätestens nach erwerb der kassette bzw. des downloads.


Donnerstag, April 21, 2016

eingestreut (925): phil cook (konzert, berlin, ticketverlose)


der 28. april ist nicht mehr weit, aber es scheint sich noch nicht so recht rumgesprochen haben, dass phil cook in der stadt sein wird. in berlin, wohlgemerkt. gemeinsam mit the guitar heels wird er den privatclub bespielen und wir haben die ehre, nicht nur den herausragenden musiker aus eau claire zu präsentieren, nein auch ein paar tickets an den mann / die frau zu bringen.

von 3x2 tickets ist die rede, für die Ihr Euch bewerben könnt, indem Ihr eine email an klienicum at posteo dot de mit dem betreff "megacook" sendet. die klappe fällt am 25. april, wir geben die gewinner hier und per email bekannt.

phil cook kann es in solo und im bandornat, die nachfolgenden videos sollen wenigstens in aller angemessenen übersichtlichkeit den beweis antreten. nicht zuletzt hat er sich mit megafaun einen namen gemacht. 
kürzlich veröffentlichte phil cook seinen ersten solorelease, "southland mission" wird schon jetzt als zukünftiger klassiker gehandelt. zu hoch gepokert? na, wartets ab bzw. überzeugt Euch selbst!
bonus: aktuelle session von phil cook bei npr music im world café: klick.




neue töne (1617): jim ghedi


photo by house of verse

ein phantasievolles rollen, ein gehaltsvolles weiten, ein inspirierendes drängen, in den songs von jim ghedi scheint vieles, was sich sonst gegensätzlich geriert, auf einmal zu geschehen. die flotte bearbeitung seines holzinstruments ist mehr als erstaunlich. die verqickung von narrativen wie einfachen liquiden elementen, von melodiösem und rhythmischem ist sensationell. die anlehnung an traditionellen folk trifft die herkunft des sheffielders, die technische feinheit setzt ihn zuweilen ab. da werden die bünde akkurat getroffen und doch verliert sich der bursche nicht im griffmuster. ihm gelingen dramatische momente unter einhaltung einer ansprechenden dynamik. mal pastoral, mal feinsinnig, versiert, für den moment.

der opener des mit "home is where i exist, now to live and die" überschriebenen releases, der ende 2015 auf cambrian records erschienen ist, zeigt sich unter field recordings belebt: "bienvenue à bruxelles, le métro ligne 3 & 4" ist experiment, einführung und potentielle einlassung, ist ein antasten, antesten. "saint gilles" ist dann bereits exakte artikulation, präziser ausdruck einer bluesverwaisten nummer, die mehr noch von ihrer sämigen melodie lebt, denn von einem unnachgiebigen beat. "journey to maastricht" ist folktradition, pointiertes notensetzen, tänzelnd und auf melancholische weise freundlich. in "an ode for ric booth" bearbeitet ghedi die losen saiten rigide, herausfordernd zu neuer klangkreation. die hallverwirkten momente stehen unter dem eindruck einer gefühligen aussage.
acht tracks sind auf dem release zusammengefasst, die man in ihrer unterschiedlichkeit doch zweifelsfrei einem künstler zuordnen kann. natürlich steht jim ghedi in einer tradition. doch hat er sich nicht längst von den faheys und blackshaws freigemacht?

Mittwoch, April 20, 2016

glotzt nicht so romantisch (685): the fire harvest / deerhoof / slaap

hierauf freuen wir uns sehr, am 06. mai wird das debüt "singing, dancing, drinking" der niederländischen band veröffentlicht, die hier zunächst ein erstes video zur single "working man" abliefert, die aufnahmen wurden im übrigen von niemand geringerem als daniel romano begleitet: the fire harvest:



am 24. juni erscheint ihr neues album "the magic", altin village & mine zeichnet für hiesige landstriche verantwortlich, einen ersten wirklich starken track dürfen wir hier laufend bebildert vortragen: deerhoof:



auf die band aus strasbourg hatten wir bereits vor einiger zeit aufmerksam gemacht, mit "daisy" gibt es einen neuen track, zudem noch in ein videokleid gewandet, das wollen wir Euch nicht vorenthalten, bitte sehr: slaap:

Dienstag, April 19, 2016

neue töne (1616): micro pop week 2016, teil 2 (rückschau)


an unserem zweiten, dem aber leider schon letzten tag der micro pop week starteten wir am spätnachmittag mit der treffend brandnester benannten labelmesse und besuchten die leider übersichtlich angehäuften klein- und kleinstunternehmen. wir ließen uns bei latenz in die geschichte des labels hineinziehen und waren begeistert ob der aufwändigen releases, wir frischten die kontakte zu stencil trash und jellyfant schallplatten auf, erfreuten uns an dem noch jungen, aber bereits reichlich verehrten label ana ott und kamen hie und da ins schwatzen und meinungen austauschen. parallel liefen workshops, podiumsdiskussionen und auch kleinere auftritte, die herzlich vom publikum quittiert wurden. unter anderem trat karyn ellis auf, aber auch der junge würzburger wild mustang, der mit seiner etwas ungelenken art, wenngleich mehr als einträglichen performance alle umstehenden schwer begeisterte (foto oben). die zugaben, die unentwegt gefordert wurden, waren keineswegs eine höflichkeitsattacke auf den peinlich berührten künstler, sondern reine annerkennung seines tuns.


dem nachmittag folgte der abend mit gleich vier bands auf dem programm. zunächst standen dc schneider auf der bühne. die truppe um die beiden schwestern joana und leonie, die zwischenzeitlich von münchen nach den haag umgezogen sind, offerierte sich aufgestockt um drei weitere dc's, nämlich dc trijntje noske (drums), dc afra eisma (synthesizer) und dc grace jao (guitar). so erhielt das bislang stets etwas wackelige (und so unwahrscheinlich charmante) musikalische konzept eine stabilität, von der die wunderbaren songs der beiden songwriterinnen deutlich profitierten. die rhyhtmusfraktion aus elektrobass und schlagzeug gab klare impulse in richtung tempo und schrittmass, zugleich erhielt joana, die ein e-piano bediente gesangliche unterstützung aus dem hintergrund, wo trijntje routiniert die felle bearbeitete. was zudem an handwerklicher versiertheit einzug erhalten hatte, war vor einigen jahren noch undenkbar. das publikum war begeistert und freute sich noch mehr, als ihnen mit "wicked game" ein ganz vertrauter song in gänzlich neuem kleid entgegen brandete. die mädels haben in allen belangen positiv überrascht.

mit den aberrations stand eine kurze weile später eine düsseldorfer institution auf dem plan, die ein sehr engagiertes set ablieferte, das wir aber leider nur von außen verfolgen konnten, weil dringend die später antretende band kala brisella interviewt werden musste. die begeisterung im zahlreich vorhandenen publikum ließ jedoch ablesen, welchen stellenwert die truppe in düsseldorf hat.


den bleibendsten eindruck am abschlussabend hinterlassen sicherlich die drei berliner von kala brisella. kürzlich erst umbenannt, nachdem eine münchner band gleichen namens auf sie aufmerksam wurde, und doch beim alten leisten geblieben: einer brisanten noiserock-, postpunk- mischung, die sich so hervorragend mit den unprätentiösen deutschsprachigen texten des frontmanns jochen haker verträgt. der sorgt mit schneidenden gitarreneinwürfen für eine würze, die ansonsten einen steten furor aus knüppeldicken rhythmussalven unterbricht. wie überhaupt der auftritt energiegeladen (atomar!) ist und von einer leidenschaft getrieben wird, die man am ganzen körper zu spüren bekommt. der bumms ist gewaltig, mit dem dieses kompakte bündel aus bassstress und schießbudenfeuer nebst straffer e-gitarren-komponente über die bühne ins rund geworfen wird. die noch frisch zusammenwirkende truppe reisst ein ganz neues kapitel deutschen, vielleicht auch eher hauptstädtischen musikschaffens auf. die genreuntreue, das komplexe aus dem einfachen stampfende, der mut und die treue zu wirkungstreffern summieren sich zu einem abbild erregenden schaffens.

besonders beeindruckend fand ich die hohe konzentration, mit der die drei musiker ihren jeweiligen part verfolgten und zugleich in ständiger aufmerksamkeit und anspannung zu den jeweiligen bandkollegen standen. anja müller am schlagzeug, die das instrument erst kurze zeit in ihr repertoire aufgenommen hat, unterlegte ihr kraftvolles wie diffiziles spiel mit unverhohlen theatralischem mimenspiel, das nicht zuletzt kontaktaufnahme bedeutete und bebilderung des spiels von dennis deter, der dem bass den letzten blutstropfen abverlangte und dabei dicke lines zog, aber auch flinkes bei-spiel zelebrieren konnte, und jochen haker schließlich, der mit einer stimme singt, die durch mark und bein geht.




den letzten part des abends übernahm golden disko ship. die hinter dem projekt steckende berliner künstlerin setzte vor allem visuell noch einmal einen oben drauf. ihre imposanten kompositionen, die sie via laptop und e-gitarre erzeugte und mittels gesang begleitete, unterstrich sie mit an die wand geworfenen filmen, deren unmittelbarkeit ausgezeichnet zur abwechslungsreichen, mal eher ambient-elektronischen, dann wieder deutlich rockigeren musik passten. trotz der späten stunden fasste sie das publikum und entlockte den anwesenden wahre begeisterung. dass sie einer geforderten zugabe widersprach, passte zu ihrer inszenierung, die von strenge und durchdachtheit erzählte. tausend dank an sie!
das war ein wenig von mir für Euch von der diesjährigen micro pop week. ich bin garantiert nächstes jahr wieder dabei, was ich Euch nur dringend empfehlen kann. in diesem sinne!

neue töne (1615): micro pop week 2016 (rückschau)


man müsste eigentlich immer und immer wieder erklären, was die micro pop week ist, warum es sie gibt, warum es sich vor allem lohnt, sich dafür zu interessieren, sich dafür zu engagieren bzw. an ihr teilzunehmen, sie zu besuchen. eine woche lang wird seit drei jahren jährlich der mikro-musik-szene eine plattform geboten, die unabhängige labels und künstler nutzen können, um sich einer breiteren öffentlichkeit vorzustellen. es etabliert sich zunehmend eine zusammenkunft von gleichgesinnten, die es dabei nicht versäumt, sich auch deutlich nach außen zu positionieren, zu präsentieren. die veranstalter verteilen die aufgaben während der woche auf viele schultern, bieten in der gesamten stadt unterschiedlichstes programm, bestehend aus filmen, konzerten und ausstellungen, und zielen am abschlusstag mit labelmesse, workshops, podiumsdiskussionen und abschlusskonzerten noch einmal ganz genau auf ihr publikum. den interessierten musikfreund, der abseits der ausgetretenen pfade spannende neue projekte entdecken möchte.

aufgrund der räumlichen distanz war es mir nur möglich, an einem kleinen teil der mpw teilzunehmen. doch bereits dieser zeigte mir auf, mit welcher leidenschaft hier ein unternehmen betrieben wird, dem noch viel zu wenig aufmerksamkeit geschenkt wird. der aufwand ist immens, der ertrag lässt sich nicht beziffern. denn er ist nicht monetär darstellbar, und soll es auch nicht sein. es geht um viel mehr. kontakte, zusammenkünfte, auseinandersetzung, der kunst einen angemessenen rahmen geben abseits von rechenexempeln, abseits von marktzwängen.


in einem alten schulgebäude, das mittlerweile komplett von künstlern okkupiert wurde, fand am vergangenen freitag der sicsic- labelabend statt, der gleich drei musiker (-kollektive) an den start brachte. zunächst bekamen wir es mit tobias schmitt zu tun. der frankfurter begann sein set auf äußerst spannende weise, in dem er den ton von einem kleinen laufrad, das in einen holzschemel integriert war, abnahm. hinzu fügte er das knarzen des schemels, wenn er selben auf dem tisch hin und her schob, sowie audiodateien, die er wiederum von seinem ipad entließ. zunächst irritiertend leise, später mit deutlich griffigeren momenten. im verlauf des sets erwartete man aber gerade diese besondere knarztöne wieder, dass sie eine art bogen schlagen würden. aber was wäre experimentelle kunst, wenn sie den hörer nicht überraschen wollte. und so erhielt der anwesende einblick in den schaffensprozess, indem er dem künstler auf die hände bzw. aufs pad gucken konnte und sah, wie dort balken auf- und abgeschoben wurden oder mehrere finger gleichzeitig kreise bildeten. tobias schmitt erhielt mehr als diebischen beifall für seinen vortrag aus ambienten, krautigen, spacigen tönen.


in der folge durfte das duo flamingo creatures erwartet werden. ruth-maria adam und ronnie oliveras verfolgten einen ansatz aus performance und improvisation, wobei ruth-maria die wie gekränkten saiten ihrer geige bearbeitete, zuweilen einen vokalen part übernahm und ronnie mit diversen instrumenten und gegenständen abstrakte klänge schuf, die erst in der elektronischen bearbeitung zur reife gelangten. beigefügt wurden auch von ihm gesang- bzw. sprachanteile. die experimentelle kunst, hier die verquickung der benannten elemente zu einem organischen ganzen geriet zu einem höhepunkt des abends, weil dem moment des tuns aufmerksamkeit zuteil wurde und diese ihm zugleich entzogen wurde. vielleicht weil banal, vielleicht weil egal. das tun und die inspirierende wertigkeit des schaffens selbst, die kontaktaufnahme mit den anwesenden zählte. die direktheit ging weit über die körperliche nähe hinaus. beide künstler vermittelten eine inspirierende mischung aus ernsthaftigkeit und dringlichkeit sowie klarheit und spontaner reaktionsfreudigkeit.


daniel voigt schließlich brachte als letzter in der runde seine kassettenschau in stellung. apropos stellung. zunächst begab er sich in selbe, wie er da aufrecht mit sonnenbrille und halstuch vor den mund gespannt vor seinem publikum stand, ging mir der gedanke von der geräuscheguerilla durch den kopf. vier jeweils an ein mischpult gekoppelte walkman wurden alsbald mit kassetten bestückt und mittels tonaler bearbeitung via diverser potentiometer einem unfreien ergebnis nach moduliert. die strenge des künstlers und seine unscheue schau brachen wie ein gekrümmter sonnenstrahl im wasser in die nach wie vor bereite zuschauerschar. loops addierten field recordings, tonale halluzinationen auf schleife. ein wettern, ein zirkulieren, ein mäandern und kopfstände bereitendes etwas. wenngleich nicht alles und jedes zu identifizieren war, was hier zu klang verarbeitet wurde, so genoss man dennoch das spektrum an möglichkeiten und seine sonderbare verwendung zu einem erlebnis, das überdauert. zum ende seines konzerts platzierte voigt weitere abspielgeräte im raum und eröffnete diesem damit eine neue dimension.

man kann der mpw und dem veranstalter dieses abends, der initiative lama-musik nur außerordentlich für diesen hochwertig kuratierten abend danken und gratulieren.

Montag, April 18, 2016

neue töne (1614): crystalline roses with the yankee entertainer


anthony pasquarosa könnte man längst begegnet sein. auf dem hervorragendem vin du select qualitite label veröffentlichte er bereits zwei longplayer, 12-string- phantasien auf der suche nach einem frühen robbie basho ersatz. daneben verwickelt sich pasquarosa gern auch in experimentelle ansätze, wie etwa dem eingebrachten wasserrauschen auf "morning meditations". mit burnt envelope frönt tony einem scuzz-punk ansatz, die ersten aufnahmen mit dieser "band" wurden gerade auf feeding tube records veröffentlicht. unter dem moniker crystalline roses lässt sich der amerikaner ebenfalls nicht lumpen. acid folk in einer seiner schönsten auswüchse bis hin zu transzendenten schwüngen. die fröhliche fixierung auf singalongs, die verquickung von traditionellem material bis hin zu einschlägigen cover mitsamt einem aufblühenden instrumentarium aus offenen gitarren und banjo sowie vorsätzlich müdem gesang macht wahrlich was her.

mit "two man cult" brachte im februar das rührige kleinlabel dying for bad music aus schwarzenberg einen ausschnitt derart zugeschnittener musik heraus. gemeinsam mit the yankee entertainer gelangen einige vielgestaltige wie ausweglos gehaltene cuts. darunter finden sich nummern wie michael hurleys "worried, i'm worried", das im psychhall aufblendet oder das traditional "echoes of the ozarks", das mit fiddel und akustischer stolz brilliert, leider viel zu kurz ist. epochal dagegen das über siebzehn minütige "pretty polly's suite", dargereicht an sitar, banjo und 12-string. ein fest! der release, wie auf dfbm üblich, kommt in schicker verpackung daher, hier auf kassette.

Sonntag, April 17, 2016

neue töne (1613): c joynes / nick jonah davis


die gitarren implizierten räusche sind oft kurz und heftig. meine persönliche aufmerksamkeitsspanne ist zumeist begrenzt. die wenig kalkulierte begeisterung erzeugt aber oft einen anhaltenden nachhall. manchmal ist es nur diese wohlig abebbende erinnerung, die mich auf die suche begeben lässt. mit c joynes und nick jonah davis gilt es auf zwei etablierte kunstschaffende zu blicken, die jeweils eine längere discography mit einigen besonderen releases anzubieten haben. mit "split electric" veröffentlichten sie ende januar ein gemeinsames produkt, das bereits im titel vorgibt, dass es sich um mit der elektrischen gitarre forcierte nummern handelt. 

fast hälftig teilen sich die beiden die tracks auf. nick jonah davis, der junge mann aus nottingham, flirtet mal mit desert blues feinheiten, die glänzend leuchtenden töne weichen wie über einer glatten sandebene, die immer wieder verlockt tief in das äußerlich unscheinbare element hineinzusacken, dann wieder bietet er griffige bluesinspirierte passagen auf. während sich basslastig ein rhythmisches grundieren ausbreitet, taktet darüber ein manisch rollendes saitenrauschen. c joynes, der aus cambridge stammende musiker, der sich dank herausragender picking technik in verbindung mit traditionellem country und blues, aber auch mit ausschweifungen in richtung frühem ragtime einen namen gemacht hat, zeichnet sich auf dieser veröffentlichung mit süffigem english folk angrenzendem aus. es ist ein kontrollierter erguss, dem man beiwohnen darf. die saiten prellen, werden narrativ zu schwung bewogen, das technische lässt sich von der idee drillen, so dass es einem melodischen zwang unterliegt.

die aufnahmen entstanden in einer heruntergekommenen, ehemaligen zahnarztpraxis im osten londons bzw. in einem nottinghamer keller. etwas von dieser atmosphäre ist auf diesem zu gegensätzen neigenden release zu spüren. das vinyl erschien auf thread recordings, für das artwork zeichnete übrigens richard dawson verantwortlich.

Samstag, April 16, 2016

neue töne (1612): david first


die nächsten tage bin ich etwas unterwegs und vermutlich schwer erreichbar. zum überdauern habe ich einige pretiosen herausgesucht und werde sie Euch auch ohne zusätzliche persönliche einlassungen, die zumeist eh nicht notwendig sind, überlassen. das meiste konzentriert sich doch sehr deutlich auf gitarrenlastiges. ich hoffe, es mundet.

fabrica records bietet aktuell die preorder auf für einen ersten ausschnitt aus ihrer reihe "same animal, different cages". es handelt sich um ein kompendium von vier veröffentlichungen des amerikanischen komponisten und improkünstler david first. dieser wird nun also das erste album herausbringen, das sich mit der anstehenden thematik auseinandersetzt. sein album "volum 1: etudes for acoustic guitar" wird dem titel folgend genau dies aufzeigen. schlieren ziehende, minimalistisch angelegte saitenakrobatik. die leichtigkeit, mit der first auf seinem instrument agiert, ist erstaunlich. der musiker taucht dabei in die tiefen mikrotonaler musik ab, arbeitet also mit intervallen, die kleiner als ein halbtonabstand sind. wenngleich wir die stahlsaiten auf der akustischen gitarre gern mit american primitive oder folk in verbindung setzen, können wir doch auch hier ausreichend abstrahieren und einen seinszustand definieren, der sich nicht von tradiertem abhebt. vielleicht geht er aber darüber hinaus, in dem er mehrere ebenen der expression aufbietet, rhythmisches, melodisches, experimentell verbrämtes. nachfolgende audiodatei führt in kurzen abständen durch die zwölf tracks dieses erstaunlichen wie reichen releases. die transparenz, der hörer kann jeden ton identifizieren, kann die arbeits-, vorgehensweise des musikers verfolgen, macht staunen und ist doch lediglich ausdruck einer potenz. dehnen, pressen, tempowechsel,
das album erscheint auf vinyl in einer deutlich begrenzten auflage und sollte flott bestellt werden. veröffentlichung ist am 09. mai. die weiteren drei releases können ebenfalls in einer preorder gesammelt werden. first nutzte, um seinen kreativen malus zu überwinden, synthesizer, blues harp bzw. sitar. wenn ihr einsatz nur ähnlich erstaunlich wie bei vorliegendem release ist, dann sollte man sich alle vier alben vorbestellen. in diesem sinne.

Freitag, April 15, 2016

glotzt nicht so romantisch (684): the chap


photo by socrates mitsios 

die dritte singleauskopplung aus dem letztjährigen album "the show must go" von the chap hört auf "student experience" und beschäftigt sich damit, wie menschliche lebensäußerung seiner vermarktbarkeit unterworfen ist. song und video sind klasse.

glotzt nicht so romantisch (683): dræmhouse


dræmhouse stammen aus seattle und bestehen aus chris cheveyo, brock carless, emma danner und pat schowe. wem hier namen bekannt vorkommen, dem sei zugerufen: genau! ja chris gehörte genauso wie pat zu rose windows, die 2015 relativ abrupt die segel strichen. gemeinsam holten sie zu einem neuen schlag aus und sammelten emma von red ribbon und brock von our mother the mountain ein. mit der "only friends ep" bringen sie aktuell neue ergebnisse an den start und veröffentlichten im märz ihre nächsten vier tracks. die wirken wie etwas aus der zeit. synthieschwaden hüllen die vorsichtig vorantastenden nummern ein, die gesänge sind in harmoniekleider gewandet, der beat ist angeglichen, sehr schlicht und unaufdringlich. gitarren zerfasern die zuckerwattewolken fast unbeabsichtigt. die faszination geht genau von diesem maßvollen angang aus. der mellow track "mr. kerosine" wurde bebildert und ins laufen gebracht..



Donnerstag, April 14, 2016

zu gehör getragen (202)

laura gibson – empire builder (2106) 
> die sparsamkeit, das welke gerüst der klaren pop korrespondierenden kompositionen spiegelt eine geglückte rückkehr der zuletzt im unglück badenden amerikanischen musikerin wieder, die wir schon im folk nicht ausgiebig genug feierten, 3,5-4/5 

sea pinks – soft days (2016) 
> belfast bürgt für vieles, hier für einen nie verlorenen gitarrensound, der the smiths und the go-betweens zu aufgerautem pop verquirlt, temperaturresistente sechssaiter gehen im stampfrhythmus im einklang mit dem sonnigen gemüt des dreiers voran, der hier einen beeindruckenden zweitling vorlegt, 3,5-4/5 

skeletons – am i home (2016) 
> fulminantes, überraschendes, stets detailverliebtes, wenngleich kontrolliertes und schlüssiges, auf den punkt gebrachtes spiel in einer griffigen mischung aus artrock, freejazz, kammermusikalie und pop, 4/5 

the burning hell – public library (2016) 
> die truppe erklimmt den pik der unterhaltungsbands, im besten sinne der verortung liegen sie zwischen the hidden cameras, the wave pictures und thunderegg, liebreiz in der melodie, zwanghaftes schönspiel und erquickliche lyrics, 3,5-4/5

eingestreut (924): the callas


die songs heißen "it's sunday i'm bleeding" oder "sad erection" oder "half kiss half pain" und werden mit einem griffigen soundkleid ausgestattet. erwachsene gitarren arbeiten sich vor einer stabilen rhyhtmusfraktion ab und werfen ein kontemplatives bild auf die gesänge, die sich hier treulich nach geschlechtern aufteilen lassen. was saftiger bluesrock kann, wird von aufgeregtem garage gekontert. hier ist nichts geschönt oder aufpoliert, dafür aber exakt herunter buchstabiert. im laufe des vortrags mischen sich auch düstere tone unter, die zumindest zeigen, dass die griechische truppe sehr flexibel anbieten kann. the callas sind aris (vocals, guitars), lakis (bass), chrysanthi (guitars, vocvals) und marilena (drums) und sie legen mit "half kiss half pain" (auf inner ear) den veritablen nachfolger vom 2013er "am i vertical" vor.

Mittwoch, April 13, 2016

neue töne (1611): mha


dringend vorzustellen gilt es die band mha aus frankreich. längst hatte ich sie im lauf, konnte aber aufgrund diverser aufgaben erst jetzt auf sie zurückkommen. bereits ende märz veröffentlichte die truppe um den fago.sepia gitarristen florian jamelot ihr enthusiastisches album "le lien" (les disques normal). gemeinsam mit ellie james, bertrand james, jonathan siche, mathieu fisson und julien lemonnier (u.a. in den bands mermonte, totorro, bumpfkin island, lady jane beheimatet) gelang ein kraftvolles wie lebensmutiges werk, das sich mit trompeten und lauten, hymnischnen gesangbewegungen ganz in die tradition ähnlich gearteter bands begibt. sie selbst sehen sich in der nähe von broken social scene, american football oder joan of arc, wir beteuern aber ganz persönliche, sehr positive eigenarten. nicht zuletzt der gesang in französisch, aber auch diese aufbrausende freude, die elegante einbindung von bläsern, die diebische befindlichkeit des schlagwerks, die glitzernde wiedergabe der gitarren, dazu flexible gesangsstimmen und einige soundfinessen, die das förderliche klangbild abrunden. die aufnahmen zum sich über fünf tracks ergiessenden debüt übernahm der bandeigene basser mathieu fisson, das mixing damiel tillaut und das mastering mike marsh vom the exchange studio.

Dienstag, April 12, 2016

konzert: austin miller / the moonband, 09.04.16


da müssen wir nicht lange herumreden. unser april hauskonzert war bombe! war berauschend, war überragend! wir werden noch lange davon zehren, noch länger darüber reden und es nachklingen lassen. selten, dass alles vorbereitende so gut klappte, dass die vorfreude über die vorahnung siegte und sich später auch noch bestätigt sah. so ein werdegang ist ja schnell nachgezeichnet. erst meldete sich der amerikanische singer/songwriter austin miller und fragte an, ob er einen tourtag bei uns überbrücken dürfte. nachdem wir ihm (selbstverständlich) zusagten, überlegten wir, wen wir mit ins boot nehmen wollten, um dem abend den letzten schliff zu verleihen. mit the moonband aus münchen hatten wir ja schon länger geliebäugelt. aber dass sich die etablierten folker tatsächlich zu uns aufs land verirren sollten, wer wollte daran glauben? wir! die anfrage wurde prompt positiv beantwortet. was für ein paket! die einladungen gingen raus. der rest war (banges) warten.
das mag profan klingen und ist es in seinen anfängen denn auch. aber was für ein emotionaler ballast! da werden profis die heimische bühne bespielen, da werden fremde ins private äugen, da werden wir ein mindestmaß an besuchern haben müssen, da sollte etwas geboten sein und wir möglichst entspannt. geht nicht. hibbeliges organisieren, programmieren, agitieren, delegieren, moderieren und phantasieren.

es ist dann nicht zu verhindern, dass der tag selbst schneller kommt, als man es wahrhaben wollte. da ziehen etliche musiker ein und mit ihnen diverses material. unser einst als recht groß vermutetes wohnzimmer wird nach für nach klein und kleiner. und dann gesellt sich der phantastische flo hinzu und kommt seiner aufgabe als freiwilliger lichtinstallateur in einer professionalität nach, dass es einem schwindelig wird. zwischen all den kabeln kann es keinen wirkungszusammenhang geben, das kreuz und das quer bildet ein nicht zu entschlüsselndes chaos. denkste! nebelmaschine und luftblasenauswerfer inklusive lief alles wie am schnürchen! danke herr flo, tausend dank!


den start ins abendliche programm übernahm der zurückhaltend wirkende und stets höflich distanzierte musiker aus oregon. ihm gehen die großen gesten, der pathos ab, das der eigenen kunst unterwürfige und zuletzt überzeichnete, das genreimmanente greinen und die große lust am darben um seiner selbst willen. sein auftritt ist stabil, auf festen gegründet, die jahrhunderte überdauerten und noch überdauern werden. wie die füsse sich bar der schuhe ins parkett krallen, während des konzerts sacht den teppich bewegen, wie sie stets in bewegung sind und doch nur die tänzelnden bewegungen des körpers zu retournieren scheinen, so empfindlich wirkt die gesamte seele, die sich hier für minuten offenbart. das ist kein anstössiges, zielfreies nackte haut zeigen, das ist klassisches geschichten erzählen, teilen, vom kleinen das große ablesen, eine meinung haben. die aufmerksamkeit, die das schürt, ist enorm. 

es ist der klangrahmen, den austin miller zu entwickeln in der lage ist. akustische gitarre und die raumfördernde stimme bilden eine symbiose, bilden einen pakt, der sich ausbreitet und willentlich vom publikum unterzeichnet wird. was anderenorts kompakt und gedrungen klingen mag, wird hier zu einer sich öffnenden blase, dass man die türen, die fenster aufreissen wollte, um ihrem streben nach größe nachzukommen. es sind die worte, die aneinandergereihten strophen, es sind die dringlichen refrains, es ist das narrative und zugleich reich bebilderte und es ist dieser ganz eigene sound. mächtig, ohne zu erdrücken, aber eins mit dieser person, die die augen verschließt, sich immer ein wenig anhebt, um der durchziehenden luft freiheit zu gewähren, um den tönen namen zu verleihen, dass auch sie sich emporrecken mögen, sich zeigen, anerkennung finden. die gebannte stille, eine brandende ruhe, die austin miller da stiftete. inmitten des lichtermeers und temporär aufsteigendem nebel und von warmwangigen zuschauern aufmerksam verfolgt. im gepäck führte miller seine neue platte "engine", aus der er zumindest vier lieder vortrug, nicht zuletzt das doc watson cover, welches einen formidablen abschluss darstellte.
bags at the door / all day long / long lost friends / writing on the wall / burning building /  like you mean it / when the rain comes / encore: sittin' on top of the world 




man wollte nicht glauben, dass der vortrag des vollbärtigen weitreisenden übertroffen werden konnte. doch was die moonband da abfeuerte, war ganz großes handwerkliches wie emotionales gewerk. das war spiellust in vollendung, kapitaler einsatz und ein befreiendes engagement mit geschick. denn die gefühligen songs wurde nicht nur beherzt vorgetragen, sondern mit verve und mit augenscheinlicher neugier, was man dem bandintern natürlich hinlänglich bekannten material noch abtrotzen kann. viele der anwesenden zuschauer kannten die münchner aber bis dato live nicht und ließen sich instant verzaubern. der enge raum wurde noch enger, weil man zugewandt war, ein einschnüren, das man positiver nicht bewerten kann. hier die hell erleuchteten augen des gebannten publikums, dort die fröhlichen gesichter der partizipativ wirkenden musikanten. alles passte. der neue basser ins umfeld, sein feinjustiertes spiel in die ausbalancierten arrangements, angekoppelt an ein gekonnt sparsames, unaufdringliches und zugleich kraftvoll und klarheit befördernes drumming, für das elena rakete zusätzliches zuschauerlob (im übrigen auch von einem musiker) einheimste. dazu die gitarrenfraktion eugen mondbasis und chris houston), betont melodieschubsend oder den rhythmus flottierend, stets malerisch, aber nie blümerant oder redundant. in unaufgeregter, aber pointierter weise inszenierte sich dazu die mandoline (katerina kirková), mittlerweile sicher eines der alleinstellungsmerkmale von the moonband. 


die hielt nie hinterm berg. schon der opener "devil's got a piece" wurde zu feierlichkeit erzogen. der sanfte beginn, der mehrstimmige gesang, die aufmerksamkeit war gesichert. mit "photosynthesis" ging es ordentlich in die vollen. nur schwer vorstellbar, dass jemand im rund die füsse still halten konnte. das ging aber so was von stark-rhythmisch ins blut. und hinfort. kaum eine zählbare minute zum durchatmen. nur launige ansagen, ein instrumentenwechsel oder auch den der gesangsstimme unterbrachen das bewegungsfördernde aufspiel. wir erinnern mit freunde den hit "joe stack", das bezaubernde "in your arms", welches dank bazouka die klangbreite weitete, und später den vierfachen schritt der drei saitenspieler ins publikum. was an nähe noch nicht vollendet war, ließ hier die letzten mauern fallen. die spielzeit war in minuten zu berechnen, in emotionen kaum zu greifen. the moonband hat ein repertoire, mit dem sie leicht große bühnen bedienen könnte, vielleicht aber ist ihr eigentliches geviert der rahmen, den wir ihr geben durften. hier wird man alles andere als reich, aber die dargebrachte achtung, die unverhohlene freude ob dieses beeindruckenden konzerts ist mehr wert. in einer von freunden gestifteten atmosphäre wohnten wir einer beispiellosen vorführung bei und werden sie für immer in uns tragen dürfen. unser dank gilt allen beteiligten!

devil's got a piece / photosynthesis / 10000 voices / rock me on / you are not alone / oh brother / foghorn / little tricks / the hiker / top of a tree / shadow of an absent friend / joe stack / right before our eyes / in your arms / encore: the lightning / fisherman / everybody's gotta live / proof / king of the swingers