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Donnerstag, November 13, 2014

neue töne (1458): hear hums


geblitztes holzklöppeln, eine scheinbar widerstandslos schlingernde gitarre, zukunftslautere momente, ein verquicken, sich gegenseitig fordern, notmomente, pausen, abdriften und wiederkehren. markante zeichen setzen, ohne mit der faust auf den tisch zu schlagen. das piano streckt, die gitarre räkelt sich, blasinfiziertes taumeln. identifikation käme einem ratespiel gleich. die forderung hier lautet, sich den zuständen zu stellen. fein abgewogenem spiel, ausbalanciert bis zum missmut.

der entsteht spätestens dann, wenn man sich vor augen führt, dass die mitglieder hear hums zunächst ihren gemeinsam weg beenden. so stellt das gerade erschienene album "malaise" das vorläufige ende dar. die betitelung kommt vielleicht nicht von ungefähr, man sollte jedoch bedenken, dass die arbeiten am album bereits vor drei jahren begannen. nur, seit januar 2013 haben die drei nicht mehr zusammen gespielt. kenzie cooke lebt in gainesville, brian bo in new orleans und mitch myers in brooklyn. zum glück hat inner islands das werk auf kassette gebannt, denn die spannenden zehn tracks sollte man nicht missen.

hoffen wir, dass die band eines tages wieder zurückkehrt, denn in sachen freefolk nehmen sie eindeutig eine vorreiterrolle ein. abgegraste landschaften gibt es genug, aber dem trio ist es stets gelungen, eine kleine oase zu eröffnen. die verschlüsselungen zu enträtseln war stets ein spaß. und weil sie sich nicht immer entschlüsseln ließen, war die leidenschaft umso größer.
das klienicum 2012 zu hear hums, klick.

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