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Samstag, November 16, 2013

neue töne (1353): the native sibling


wenn mir musiker schreiben, sie würden meinen blog bereits eine weile verfolgen und darin lesend inspiration finden, glaube ich das nur zum teil. bis gar nicht. am ende sollen auch wir für sie in die bresche springen. wenn das aber so nett und anrührend formuliert ist wie bei the native sibling, dann erspare ich mir tiraden und das wöchentliche wettern über die verlausung des kulturbetriebs.
klar, auch sie wollen er- bzw. gehört werden, stellen aber lediglich zur verfügung..., und bitten... oder könnte sich vorstellen, dass...
ach, kommen wir zum wesentlichen. wir treffen hier auf ein duo aus santa cruz, welches eine der einfachsten formen der zusammenkunft darstellt: geschwister. bruder und schwester vielmehr, ryan und kylee williams, die erst über umwege festzustellen hatten, welche gabe ihnen gegeben war. so zog die junge dame für eine weile nach irland, kam dort mit lokalen musikern zusammen und musizierte auf teufel komm raus. der bruder, der sie alsbald besuchen kam, mischte sich ein und fortan hatte man zu konstatieren, wie verteufelt gut die beiden stimmen miteinander harmonierten und wie weit fortgeschritten das (gegenseitige) musikalische verständnis ausgebildet war, ohne dass man wirklich davon wusste. denn vorher hatte man es noch nie probiert! ein paar songs liefen durch die kehlen der geschwister und, so berichten sie, es fühlte sich an, als hätte man seit jahren nichts anderes getan.
2012 brachten sie mit unterstützung eines freundes in santa monica ihre erste ep heraus und tourten darauf hin, um etwas später für zwei monate in brooklyn einzureiten. dort forcierten sie die aufnahmen für ihr debütalbum und ließen sich von daniel mendez (noah gundersen, heart) unterstützen. "letters kept to ourselbes" enthält u.a. die beiden tracks "carry you" und "oh, sing", die bereits auf kcrw rotierten bzw. in einem video verarbeitet wurden.die insgesamt zehn lieder zeugen von einem vollendeten verständnis füreinander und legen zugleich zeugnis von der aufmerksamkeit für die dinge ab, die die beiden umgeben bzw. umgaben. emotionale lyrics begleiten die schweren harmonien und berichten vom frühen tod der mutter, aber auch von der schönheit der landschaft, in der die geschwister aufwuchsen. die frühe musikalische erziehung genossen sie übrigens bei joy williams von civil wars, die ihre nanny war und die ihnen noch heute als inspiration dient.
taucht ab in eine form der perfektion, die selbst ich alter krauter goutiere. manchmal braucht das seelchen nicht mehr. see you.

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