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Mittwoch, August 27, 2014

neue töne (1428): debby schwartz


die aquanettas mitgegründet, als bassistin und sängerin bei p.g. six in erscheinung getreten und nun auch (wieder) auf solopfaden unterwegs. debby schwartz ging alsbald ihre debüt ep für twin lakes records an. "satan, you brought me down", anfang des jahres veröffentlicht, gab einen ersten blick auf kommendes preis. die lp "a garden of my own" zeichnete sich bereits ab. auf cd und vinyl wird sie nun ab 23. september präsentiert werden können.

debby schwartz ist seit 1981 aus der musikszene nicht mehr wegzudenken. sie war zunächst in einer art experimenteller performance kunstgruppe namens the summit ensemble in new york city unterwegs, später als leadsängerin und rhythmusgitarristin bei der frauenrockband (geiles wort) the aquanettas aktiv, mit denen sie u.a. auch in den neunzigern fleißig durch die staaten und den uk tourte. die freundschaft mit joan osbourne ergab am ende ein erstes, frühes soloalbum auf deren womanly hips label (mercury records). "wrongs of passage" erschien 1998 und wurde unterstützt von mitgliedern von blondie oder the smithereens. debby spielte zudem in folgenden bands: the new tangerine puppets, airlines, lightning kites, axiom addicts, the flavor crystals und loser’s lounge. debby schrieb musik für musical und fürs schauspiel. sie ließ sich inspirieren von stockhausen, joan baez, joni mitchel bis hin zu pentangle.

vielleicht meine erste schnittmenge. denn wenn ich jemanden in ihrem spiel zu erkennen glaube, dann ist es bert jansch. dieses picking, diese weise art die gitarre zu spielen. diese belegte stimme, die sich leicht angeraut erhebt und sich dem erzählfluss hingibt. das auf und nieder ist kein aufmerksamkeitsheischendes, es ist eher eines, um luft zu holen. irgendwie klingt das alles vertraut, wie lieder einer guten nachbarin, von jemanden, dem man schon so manches geheimnis anvertraut hat. musik, die keine doppelte ebene braucht, die sich nicht anbiedert, die nicht wild nachfedert, wenn man mal den abstand überwunden hat. für die insgesamt elf songs zeichnete als produzent das richard hell and the voidoids mitglied ivan julian verantwortlich, der in seinen studios aufnahm.

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